
Ganz ehrlich, ich liebe es, zu Hause zu sein. Hier wohnen nicht zuletzt alle meine Spiele, die ich wirklich gerne um mich habe. Aber einmal im Jahr begebe ich mich an einen Ort, der eigentlich das Gegenteil von dem ist, was ich mir als entspannte Freizeitgestaltung wünsche. Ein Ort, an dem es laut ist, zeitweise voll und eng, manchmal riecht es auch merkwürdig… So scheint das zumindest an der Oberfläche, aber schaut man etwas genauer hin, dann ist die SPIEL in Essen doch das Highlight des Jahres.
Denn zwischen all den Menschen und gelegentlich fragwürdigen Geruchserlebnissen warten auch tolle Glücksmomente, das Gemeinschaftsgefühl, das mir nur die Brettspiel-Community geben kann und vor allem eines: die Aussicht auf neue Lieblingsspiele. Auf Welten, von denen ich bisher noch nichts wusste, und Spielideen, bei denen ich nach drei Sätzen Regelerklärung schon denke: „Wow, das will ich ausprobieren.“
Eine Frage begleitet mich dieses Jahr schon bei der Messevorbereitung: Geht das auch solo? Nicht, weil ich nach der Messe erstmal niemanden mehr sehen möchte. Wobei – vielleicht ein bisschen. Vor allem aber, weil ich gerne Spiele entdecke, die mich auch dann an den Tisch locken, wenn gerade niemand mitspielt.
Deshalb führt mich diese Solo Safari mitten hinein in die dunkle, äh Solo-Seite der Messe. Sechs Spiele stehen auf meiner Entdeckungsliste. Wir gehen rein:
