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Vorschau Spiel Essen 2025 Teil 1: FLINTA*stisch auf der Messe

09. Oktober 2025 um 13:26

Bald geht es los und wir sind schon ganz gespannt, das erste mal die Messe in Essen aus FLINTA*stischer Perspektive zu erleben.

Zwar haben wir dieses Jahr noch keinen Stand auf der Messe, trotzdem wird es einige coole Aktionen und viele Möglichkeiten geben, mit uns in Kontakt zu treten.

Meet & Play

Wann: Samstag von 14:00 bis 18:00
Wo: Saal Europa

Triff uns und viele andere Content Creator am Samstag ab 14:00 im Saal Europa. In gemütlicher Atmosphäre können wir da plaudern, Fotos machen und vielleicht sogar irgendwas Kleines spielen. Und ein wenig Merch haben wir sicher auch dabei.

Spiel.talks

Wann: Sonntag von 12:40 bis 13:20
Wo: Bühne in Halle 4

Gemeinsam mit Ms. Foxy Bless, Yori Gagarim und Thomas Moder redet unser Vorstandsmitglied Rosa Lila Layer über Safer Space Spieletreffs und was es braucht, um die Szene sicherer und zugänglicher zu machen.

Rosa Lila Layer auf den Spiel Research Days 2022

Kooperation mit Pegasus: „Die Umstürmten“

Wann: dauerhaft
Wo: Pegasus Spieleverlag, Halle 3 3M120

Der Pegasus Spieleverlag veröffentlicht zur Messe den limitierten Sonderband Die Umstürmten für das Rollenspiel-System MIDGARD – Legenden von Damatu.  Alle Einnahmen aus dem Verkauf des Werks gehen direkt an Spende an uns. Wir freuen uns riesig über diese tolle Aktion des Verlags und hoffen, dass das Buch schnell ausverkauft sein wird. Für 10€ könnt ihr es euch am Stand von Pegasus holen. Dort findet ihr auch eine Spendenbox, über die ihr noch zusätzlich unsere Projekte unterstützen könnt.

Nochmal Pegasus: Q&A in Creators Corner

Wann: Freitag, 18:00 bis 19:00
Wo: Pegasus Spieleverlag, Halle 3 3M120

Der Pegasus Spieleverlag stellt uns außerdem noch einen Slot in der Creators Corner zur Verfügung. In einem gemütlichen Q&A zum Ende des Messetags könnt ihr uns Fragen stellen und Erfahrungen austauschen.

Julia Thiemann und Fossilium

Wann: jeden Tag bis 14 Uhr
Wo: Giant Roc, Halle 2 2E450

Ihr wollt unser Vorstandsmitglied Julia Thiemann und ihr neues Spiel Fossilium kennenlernen? Dann schaut beim Stand von Giant Roc vorbei, wo es das Spiel  zum Testen und Kaufen gibt und vom Autor*innen-Duo höchstpersönlich erklärt wird. 

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Warum man nicht einfach, Harry Potter-Fans “glücklich ihr Leben leben lassen kann”

23. September 2025 um 22:09

Auf BoardGameGeek überschlagen sich die Lobeshymnen zur Neuerscheinung Codenames: Return to Hogwarts. Viele vergeben die Bestnote 10 und kommentieren in empörter Reaktion auf Kritik an der IP sinngemäß:

“If you don't want to support anything HP related, fine, don't buy the game. But let people who love this IP live their lives happily."

Leben und leben lassen – das klingt erstmal tolerant. Doch es blendet bewusst aus, wessen Leben hier überhaupt gemeint ist – und wessen Leben eben nicht gemeint ist.

Es geht nicht um "Geschmack" – es geht um Menschenrechte

Wenn wir über Harry Potter sprechen, sprechen wir auch über Rowling – und über das, was sie mit ihrer Reichweite und ihrem immensen Reichtum tut.

Rowling hat sich in den letzten Jahren nicht einfach kritisch oder unwissend geäußert. Sie nutzt seit Jahren aktiv ihre Plattform, um gegen trans* Menschen zu hetzen. Anfang dieses Jahres ging sie nochmal einen deutlichen Schritt weiter und startete eine finanzielle Unterstützung transfeindlicher Organisationen und Lobbygruppen.

In Großbritannien sehen wir bereits die Konsequenzen: Die politische Landschaft wird zusehends transfeindlicher, Gesetzesinitiativen nehmen Schutzräume und Selbstbestimmung in Angriff.

Was das mit einem Brettspiel zu tun hat?

Ganz einfach: Mit jeder gekauften Harry-Potter-Lizenz fließt Geld direkt in die Kassen von Rowling. Und somit auch in Strukturen, die trans* Menschen ihr Recht auf ein sicheres und freies Leben nehmen wollen. 

Man mag meinen, was macht ein Euro bei einer Multimillionärin schon aus: Zum einen die Gesamtheit, zum anderen legitimiert man so ihre Haltung und „gibt ihr recht“ – etwas, dass Rowling mehrmals in diesem Sinne betont hat. 

Und ja, es gibt viele problematische und zu Recht kritisierbare IPs, doch hier ist durch den Geldfluss und die politische Konsequenz ein anderes Level erreicht – so viel muss allen klar sein.

Du magst die Bücher? Du liebst das Universum?

Das ist okay! Es ist nachvollziehbar, dass eine Geschichte, mit der viele aufgewachsen sind, emotionale Bedeutung hat. Wenn du Fan Fiction liest, Zaubertrank-Cocktails mixt oder dein altes Buch wieder in die Hand nimmst – fair enough.

Aber:
Gib Rowling keinen Cent mehr:  Kein Geld. Kein Klick. Kein Hype. 

Denn jeder Euro bedeutet für sie mehr Macht, mehr Einfluss, mehr Reichweite. Und für trans* Menschen bedeutet es: weniger Schutz, weniger Sichtbarkeit, weniger Rechte.

Wie wichtig kann ein Brettspiel sein?

Schlussendlich ist es vor diesem Hintergrund ein absoluter Widerspruch: „Lass die Leute doch einfach glücklich leben“, hieß es verkürzt im Kommentar.

Kauft man Produkte, an denen Rowling verdient, unterstützt man das Gegenteil von “glücklich das Leben leben.”

Und – in aller Deutlichkeit – für trans* Menschen geht ist nicht darum, eines von Tausenden Brettspielen nicht zu kaufen oder einen Merch-Schal nicht zu haben, sondern um buchstäblich ihr Leben und ihre Rechte.

„Leben und leben lassen“ ist eine schöne Idee. Aber sie funktioniert nur, wenn alle mitgemeint sind. 

Was würdet ihr euch von anderen wünschen, wenn es um eure Rechte und euer Leben ginge?

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