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Die Hängenden Gärten

Im Brettspiel „Die Hängenden Gärten“ erschafft ihr vier Runden lang einen Garten aus Pflanzen, Tieren und Bewässerung, um das Königspaar zu beeindrucken und die meisten Punkte zu sammeln.

Die Hängenden Gärten

Ihr übernehmt die Rolle eines Gartenteams am Hof von König Nebukadnezar II. und gestaltet euren eigenen Garten. Ziel ist es, durch geschicktes Sammeln und Anordnen von eingesammelte Karten – mit Bäumen, Tieren und Blumen darauf – sowie durch erfüllte Ziele und funktionierende Bewässerung die meisten Punkte zu erzielen und das Königspaar zu beeindrucken.

Die Hängenden Gärten – so wird es gespielt:

Der Spielablauf ist dabei klar strukturiert: In jeder der vier Runden setzt ihr nacheinander eure drei Gärtner ein. Diese werden auf einem zentralen Tableau platziert, um Karten aus einer Auslage zu wählen. Je nachdem, aus welcher Zeile ihr eine Karte nehmt, ist die Karte umsonst oder ihr müsst dafür Werkzeugmarker abgeben. Die gewählte Karte wird anschließend direkt in euren persönlichen Garten eingebaut, der sich bei Spielende aus insgesamt zwölf Karten pyramidenartig zusammensetzen muss.

  • Errichtet euren Hängenden Garten mithilfe eures Gartenteams
  • Bringt die Karten in eine geschickte Anordnung und wertet sie mit Verschönerungen auf
  • Erfüllt königliche Ziele, um die meisten Punkte zu erreichen

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Diese Bauweise sorgt dafür, dass jede Entscheidung langfristige Auswirkungen hat. Die unterste Reihe legt das Fundament, während die oberen Ebenen gezielt darauf aufbauen. Dabei greifen die verschiedenen Wertungsarten ineinander: Tiere bringen Punkte, je nachdem, ob se in einer der drei „Etagen“ platziert wurden, Bäume bevorzugen Kombinationen aus derselben Art und Blumen entfalten ihr Potenzial in möglichst großen Gruppen gleicher Farbe. Gleichzeitig lohnt es sich, auf Karten mit Bonuseffekten zu achten, die zusätzliche Vorteile verschaffen können.

Die Hängenden Gärten
Die Hängenden Gärten

Ein Zug beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Auswählen und Einbauen einer Karte. Nachdem der Garten erweitert wurde, wird die Auslage zunächst wieder aufgefüllt (alle bisherigen Karten rutschen einen Platz hinunter und werden dadurch billiger). Optional könnt ihr zudem Verschönerungen erwerben, die zusätzliche Punkte oder Effekte bringen, oder eines der ausliegenden königlichen Ziele erfüllen. Diese Ziele verlangen meist bestimmte Kombinationen – etwa eine bestimmte Anzahl an Tieren in einer Spalte deines Gartens – und sorgen dafür, dass ihr euren Fokus immer wieder neu ausrichten müsst.

Besonders interessant ist die Bewässerung: Jeder Spieler erhält zu Beginn einen eigenen Plan, der vorgibt, wie die Wasserversorgung im Garten angeordnet sein sollte. Wer es schafft, diesen Plan beim Bau einzuhalten, wird mit zusätzlichen Punkten belohnt. Dadurch entsteht ein weiterer strategischer Layer, der sich mit den übrigen Entscheidungen verzahnt und das Puzzle komplexer macht, ohne es unübersichtlich werden zu lassen.

Die Hängenden Gärten: Fazit und Wertung

Das Worker-Placement-Element in „Die hängenden Gärten“ sorgt für Interaktion: Die Plätze auf dem Tableau sind begrenzt, sodass ihr euch gegenseitig wichtige Optionen wegnehmen könnt. Gerade bei mehreren Spieler:innen verändert sich die Kartenauslage zwischen den eigenen Zügen deutlich, wodurch Planung zwar möglich bleibt, aber immer flexibel angepasst werden muss. In kleineren Runden ist die Situation besser kalkulierbar, während größere Gruppen für mehr Dynamik sorgen – wobei die Züge angenehm flott bleiben.

Aber klar: Es kann frustrierend sein, wenn man an der Reihe ist und einfach keine passenden Karten in Sicht sind.

Die Hängenden Gärten wirkt insgesamt vertraut, kombiniert bekannte Mechanismen wie Set Collection und Worker Placement aber so, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Das Spiel macht wenig neu, bleibt aber jederzeit zugänglich und lässt sich, trotz der Vielzahl an Wertungsmöglichkeiten, in etwa 10 Minuten erklären. Für erfahrene Spieler:innen könnte sich das Erlebnis nach mehreren Partien etwas repetitiv anfühlen, während Einsteigerinnen und Gelegenheitsspieler gerade die Mischung aus Übersichtlichkeit und kleinen Optimierungsentscheidungen schätzen dürften. Schöne Optik und angenehme Haptik des Spielmaterials!

Die Hängenden Gärten
Die Hängenden Gärten

Die Hängenden Gärten – auf einen Blick

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Ein zugängliches Worker-Placement-Spiel mit vertrauten Mechaniken, das durch viele Kombinationsmöglichkeiten und variable Wertungen genügend Abwechslung bietet, ohne dabei zu komplex zu werden.

Autoren: Grégory Grard, Matthieu Verdier | 2026 | Piatnik | 1 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 45 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Magical Athlete

12. Januar 2026 um 15:16

Bei Magical Athlete schickt ihr ein Team mit außergewöhnlichen Athleten in ein chaotisch Turnier, um über mehrere Rennen hinweg die meisten Siegpunkte zu sammeln. Wir haben uns das Laufspiel mit Spezialfähigkeiten genauer angesehen.

Magical Athlete

In Magical Athlete übernehmen die Spielerinnen und Spieler die Rolle von Trainern, die ihr Team durch ein Turnier führen. Über vier Runden hinweg treten die Läufer in verschiedenen Rennen gegeneinander an, immer mit dem gleichen Ziel vor Augen: möglichst viele Siegpunkte durch vordere Platzierungen zu sammeln. Das Spiel verbindet dabei das Grundprinzip eines klassischen Laufspiels mit einer Vielzahl an Spezialfähigkeiten, die den scheinbar geradlinigen Rennverlauf permanent durcheinanderwirbeln. Schnelligkeit allein reicht selten aus, denn oft entscheidet das richtige Timing über Erfolg oder Stillstand auf der Strecke.

Magical Athlete: So wird es gespielt

Bevor es überhaupt an den Start geht, steht die Zusammenstellung des eigenen Teams im Mittelpunkt. In einer Rekrutierungsphase draften die Spieler aus insgesamt 36 Charakterkarten ihre Läufer aus. Jeder dieser Athleten bringt eine individuelle Fähigkeit mit, die später im Rennen für ganz unterschiedliche Effekte sorgt. Schon hier entsteht ein erstes Kräftemessen, denn jede Figur ist nur einmal im Spiel vertreten.

Sind alle Teams zusammengestellt, folgen vier Rennen auf dem doppelseitigen Spielplan. Vor jedem Rennen wählen die Spieler genau einen Athleten aus ihrem Kader aus, der an den Start geht. Da eingesetzte Charaktere in der Regel für spätere Rennen nicht mehr zur Verfügung stehen, wird Planung über mehrere Runden hinweg wichtig. Die Strecken selbst unterscheiden sich spürbar: Während die „Mild Mile“ einen eher überschaubaren Kurs bietet, sorgen die „Wild Wilds“ mit besonderen Feldern und Effekten für zusätzliche Unruhe im Feld. Welche Fähigkeit auf welcher Strecke ihr volles Potenzial entfaltet, zeigt sich oft erst im Spiel.

Wechselwirkung zwischen Würfelglück und Spezialkräften

Der eigentliche Rennablauf ist schnell erklärt. Die Spieler würfeln reihum und ziehen ihre Figur entsprechend vor. Doch kaum ist der Würfel gefallen, greifen die Charakterfähigkeiten ein und verändern das Geschehen. Manche Athleten fungieren als bewegliche Hindernisse und zwingen andere dazu, ihren Lauf vorzeitig zu beenden. Andere ignorieren Blockaden, überspringen Felder oder profitieren von der Position ihrer Mitspieler. So kann es passieren, dass ein hoher Würfelwurf wenig bringt, während eine gut platzierte Fähigkeit das gesamte Feld neu ordnet.

Diese ständige Wechselwirkung zwischen Würfelglück und Spezialkräften macht den Reiz von Magical Athlete aus. Die Spieler beobachten aufmerksam, welche Läufer bereits eingesetzt wurden und welche noch im Hintergrund warten. Ein sicher geglaubter Vorsprung kann durch eine einzelne Aktion schrumpfen oder ganz verschwinden, während vermeintliche Außenseiter plötzlich nach vorne katapultiert werden. Der wichtigste Einflussfaktor bleibt dabei die Auswahl des passenden Athleten zum richtigen Zeitpunkt.

Regelseitig bleibt das Spiel zugänglich. Die Fähigkeiten sind klar auf den Karten beschrieben, sodass auch weniger erfahrene Spieler schnell den Überblick behalten. Die taktische Tiefe entsteht weniger durch komplexe Abläufe als durch das Kennenlernen der verschiedenen Charaktere und ihrer Wechselwirkungen. Durch die große Auswahl an Figuren und die unterschiedlichen Strecken verläuft kaum eine Partie wie die andere. Der Glücksanteil durch das Würfeln sorgt zusätzlich dafür, dass die Spannung bis zum letzten Rennen erhalten bleibt.

Magical Athlete: Fazit und Wertung

Magical Athlete bietet damit eine Mischung aus Planung, direkter Interaktion und chaotischen Rennmomenten. Im Mittelpunkt steht weniger die perfekte Strategie als das gemeinsame Erlebnis am Tisch, bei dem sich Vorteil und Rückschlag oft abwechseln. Wer Freude an lebhaften Wettläufen hat und mit unvorhersehbaren Wendungen umgehen kann, findet hier ein kurzweiliges Spiel für gemischte Gruppen.

Im Fazit zeigt sich, warum Magical Athlete so gut funktioniert. Das Spiel nimmt das ganz ursprüngliche Prinzip des Laufspiels mit Würfeln und hohem Glücksanteil und verwandelt es durch die unterschiedlichen Fähigkeiten der Figuren in ein überraschend spannendes Erlebnis, ein wenig wie ein Tag auf der Rennbahn. Statt Pferden gehen hier Charaktere mit ganz eigenen Eigenheiten an den Start, ohne dass man den Ausgang wirklich kontrollieren könnte. Genau darin liegt der Reiz: Die Spieler müssen nicht jeden Zug zerdenken, keine Ressourcen sammeln, keine Karten sortieren oder Effekte optimieren. Man würfelt, beobachtet, was passiert, und lässt sich von den Wendungen des Rennens mitreißen.

Designer Richard Garfield hat das mehr als 20 Jahre alte Magical Athlete vor allem optisch auf Stand gebracht – und wie: Die bedruckten Holzfiguren sehen einfach klasse aus, quietschbunt und individuell. Kein Vergleich zu den Pappaufstellern aus der 2003er-Version von Takashi Ishida.

Kartenfähigkeiten auf Deutsch übersetzt

Da Magical Athlete aktuell nur auf Englisch verfügbar ist, haben wir die 36 Kartentexte übersetzt. Ausgedruckt und an passender Stelle auf Sleeves geklebt, können nun alle am Tisch, die wenig oder kein Englisch sprechen, alle Spezialfähigkeiten erfassen.

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Magical Athlete – auf einen Blick

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Magical Athlete lebt davon, dass es das einfache Würfel-Laufspiel nimmt, ihm mit ungewöhnlichen Fähigkeiten eine Portion Chaos verpasst und daraus einen kurzweiligen Rennspaß macht, bei dem man weniger plant als staunt und sich einfach vom Spielverlauf mitziehen lässt.

Autor: Takashi Ishida, Richard Garfield | 2025 | CMYK | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 45 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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