❌

Normale Ansicht

Neu auf Board Game Arena: Twilight Imperium, Odysseus & mehr

19. Oktober 2026 um 12:33
Neu auf Board Game Arena: Twilight Imperium, Odysseus & mehr

Board Game Arena hat in den vergangenen sieben Tagen drei neue Titel aufgenommen: den langerwarteten Sci-Fi-Klassiker Twilight Imperium: Fourth Edition, Johannes Goupys und Matthieu Verdiers kompakte Odyssee-Nacherzählung Odysseus und das beschauliche Aufbauspiel Sunfield Farm. Die Spannweite reicht von einer bis zu achtstündigen Weltraum-Saga über eine 25-minütige Göttersage bis zum kurzen Bauernhof-Legespiel.

Neu auf Board Game Arena: Twilight Imperium, Odysseus & mehr

Twilight Imperium: Fourth Edition

Twilight Imperium: Fourth Edition ist seit dieser Woche erstmals auf Board Game Arena spielbar, nach eigenen Angaben der Plattform nach jahrelanger Entwicklung. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Design stammt von Dane Beltrami, Corey Konieczka und Christian T. Petersen, Verlag ist laut BGG unter anderem Fantasy Flight Games, die deutsche Ausgabe erscheint bei sternenschimmermeer.

3 bis 6 Spielende ringen als jeweils eine von siebzehn Fraktionen um die galaktische Vorherrschaft, über militärische Stärke, politisches Taktieren und Handel. BGG nennt 240 bis 480 Minuten Spielzeit bei einer Komplexität von 4,37 von 5, ab 14 Jahren. Mit 8,56 aus 29.175 Stimmen und Gesamtrang 7 (Stand: 19.10.2026) ist es der mit großem Abstand höchstbewertete und etablierteste Titel dieser Woche.

Neu auf Board Game Arena: Twilight Imperium, Odysseus & mehr

Odysseus

Odysseus schickt bis zu 5 Spielende auf die zehnjährige Heimreise des griechischen Helden nach Ithaka, vorbei an Zyklopen, Sirenen und zornigen Göttern. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Design stammt von Johannes Goupy und Matthieu Verdier, Illustration von Régis Torres, Verlag ist Gigamic.

Mit Hilfe der Göttin Athene legen die Spielenden Plättchen, um Odysseus durch die Prüfungen der Irrfahrt zu steuern. BGG nennt 25 Minuten Spielzeit bei einer Komplexität von 1,33 von 5, ab 8 Jahren, auch allein spielbar. Mit 6,16 aus 168 Stimmen und Gesamtrang 15.845 (Stand: 19.10.2026) ist es ein noch junger, moderat bewerteter Titel.

Neu auf Board Game Arena: Twilight Imperium, Odysseus & mehr

Sunfield Farm

Sunfield Farm lässt 2 bis 4 Spielende einen Bauernhof aufbauen: Gemüse anbauen, Tiere aufziehen und die Wünsche der Dorfbewohner erfüllen. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Design stammt von Céline Levet und Yoann Levet, Verlag ist Studio H.

Wer ein Feld-Plättchen wählt, muss je nach Position entweder Samen pflanzen oder ernten, ein abgeschlossenes Feld wird zur Weidefläche für Tiere. BGG nennt 30 bis 45 Minuten Spielzeit bei einer Komplexität von 2,0 von 5, ab 10 Jahren. Mit 6,60 aus 34 Stimmen und Gesamtrang 21.164 (Stand: 19.10.2026) ist es der jüngste und am wenigsten etablierte Titel dieser Woche.

DIE HÄNGENDEN GÄRTEN - Allzu bekanntes Babylon

29. Juni 2026 um 08:00

Der Einstieg kommt dir bekannt vor? Bitte verzeih mir das Selbstzitat, denn Die hängenden Gärten teilen die gleiche Hintergrundgeschichte wie Eine Stadt für Amytis (meine Rezension) und einige andere Titel. So weit, so wenig Innovation.

Quelle

Die Hängenden Gärten

Im Brettspiel „Die Hängenden Gärten“ erschafft ihr vier Runden lang einen Garten aus Pflanzen, Tieren und Bewässerung, um das Königspaar zu beeindrucken und die meisten Punkte zu sammeln.

Die Hängenden Gärten

Ihr übernehmt die Rolle eines Gartenteams am Hof von König Nebukadnezar II. und gestaltet euren eigenen Garten. Ziel ist es, durch geschicktes Sammeln und Anordnen von eingesammelte Karten – mit Bäumen, Tieren und Blumen darauf – sowie durch erfüllte Ziele und funktionierende Bewässerung die meisten Punkte zu erzielen und das Königspaar zu beeindrucken.

Die Hängenden Gärten – so wird es gespielt:

Der Spielablauf ist dabei klar strukturiert: In jeder der vier Runden setzt ihr nacheinander eure drei Gärtner ein. Diese werden auf einem zentralen Tableau platziert, um Karten aus einer Auslage zu wählen. Je nachdem, aus welcher Zeile ihr eine Karte nehmt, ist die Karte umsonst oder ihr müsst dafür Werkzeugmarker abgeben. Die gewählte Karte wird anschließend direkt in euren persönlichen Garten eingebaut, der sich bei Spielende aus insgesamt zwölf Karten pyramidenartig zusammensetzen muss.

  • Errichtet euren Hängenden Garten mithilfe eures Gartenteams
  • Bringt die Karten in eine geschickte Anordnung und wertet sie mit Verschönerungen auf
  • Erfüllt königliche Ziele, um die meisten Punkte zu erreichen

Amazon-Link*

Diese Bauweise sorgt dafür, dass jede Entscheidung langfristige Auswirkungen hat. Die unterste Reihe legt das Fundament, während die oberen Ebenen gezielt darauf aufbauen. Dabei greifen die verschiedenen Wertungsarten ineinander: Tiere bringen Punkte, je nachdem, ob se in einer der drei „Etagen“ platziert wurden, Bäume bevorzugen Kombinationen aus derselben Art und Blumen entfalten ihr Potenzial in möglichst großen Gruppen gleicher Farbe. Gleichzeitig lohnt es sich, auf Karten mit Bonuseffekten zu achten, die zusätzliche Vorteile verschaffen können.

Die Hängenden Gärten
Die Hängenden Gärten

Ein Zug beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Auswählen und Einbauen einer Karte. Nachdem der Garten erweitert wurde, wird die Auslage zunächst wieder aufgefüllt (alle bisherigen Karten rutschen einen Platz hinunter und werden dadurch billiger). Optional könnt ihr zudem Verschönerungen erwerben, die zusätzliche Punkte oder Effekte bringen, oder eines der ausliegenden königlichen Ziele erfüllen. Diese Ziele verlangen meist bestimmte Kombinationen – etwa eine bestimmte Anzahl an Tieren in einer Spalte deines Gartens – und sorgen dafür, dass ihr euren Fokus immer wieder neu ausrichten müsst.

Besonders interessant ist die Bewässerung: Jeder Spieler erhält zu Beginn einen eigenen Plan, der vorgibt, wie die Wasserversorgung im Garten angeordnet sein sollte. Wer es schafft, diesen Plan beim Bau einzuhalten, wird mit zusätzlichen Punkten belohnt. Dadurch entsteht ein weiterer strategischer Layer, der sich mit den übrigen Entscheidungen verzahnt und das Puzzle komplexer macht, ohne es unübersichtlich werden zu lassen.

Die Hängenden Gärten: Fazit und Wertung

Das Worker-Placement-Element in „Die hängenden Gärten“ sorgt für Interaktion: Die Plätze auf dem Tableau sind begrenzt, sodass ihr euch gegenseitig wichtige Optionen wegnehmen könnt. Gerade bei mehreren Spieler:innen verändert sich die Kartenauslage zwischen den eigenen Zügen deutlich, wodurch Planung zwar möglich bleibt, aber immer flexibel angepasst werden muss. In kleineren Runden ist die Situation besser kalkulierbar, während größere Gruppen für mehr Dynamik sorgen – wobei die Züge angenehm flott bleiben.

Aber klar: Es kann frustrierend sein, wenn man an der Reihe ist und einfach keine passenden Karten in Sicht sind.

Die Hängenden Gärten wirkt insgesamt vertraut, kombiniert bekannte Mechanismen wie Set Collection und Worker Placement aber so, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Das Spiel macht wenig neu, bleibt aber jederzeit zugänglich und lässt sich, trotz der Vielzahl an Wertungsmöglichkeiten, in etwa 10 Minuten erklären. Für erfahrene Spieler:innen könnte sich das Erlebnis nach mehreren Partien etwas repetitiv anfühlen, während Einsteigerinnen und Gelegenheitsspieler gerade die Mischung aus Übersichtlichkeit und kleinen Optimierungsentscheidungen schätzen dürften. Schöne Optik und angenehme Haptik des Spielmaterials!

Die Hängenden Gärten
Die Hängenden Gärten

Die Hängenden Gärten – auf einen Blick

Title


Ein zugängliches Worker-Placement-Spiel mit vertrauten Mechaniken, das durch viele Kombinationsmöglichkeiten und variable Wertungen genügend Abwechslung bietet, ohne dabei zu komplex zu werden.

Autoren: Grégory Grard, Matthieu Verdier | 2026 | Piatnik | 1 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 45 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


Der Beitrag Die Hängenden Gärten erschien zuerst auf .

❌