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Hitman World of Assassination

04. Juli 2026 um 14:10

Eine Sandbox voller tödlicher Möglichkeiten

Man muss Agent 47 eigentlich nicht vorstellen. Bereits im Jahr 2000 kam der erste Teil des Schleich-Killerspiels von I/O Interactive und ich mochte die Serie schon in ihren Anfängen.

Damals konnte ich jedoch nicht wirklich viel Geduld aufbringen. Statt die Umgebungen zu beobachten, Gespräche zu Belauschen und geheime Wege zu finden, um meine Opfer möglichst elegant umzubringen, zog ich schnell die Waffe. Ich ermordete meine Ziele ohne Rücksicht auf weitere Verluste, um dann schnell zu einem Ausgang im Level zu laufen. So geht’s schließlich auch, aber ich wollte es diesmal doch anders angehen.

Im schwarzen Anzug mit roter Krawatte bekomme ich meine Einführung in erste Missionen,  wähle Ausrüstung, Waffen und den Startpunkt. Es gibt dabei massig Orte auf der ganzen Welt, die ich bereisen und von den Bösewichten befreien darf.

Und so kehre ich zurück nach Dubai und lasse mich erstmals auf die Mission ein, anstatt wild die Ziele zu snipern. Ich lege Verkleidungen an, nehme Identitäten an, täusche und schleiche. Gerade nachdem ich mir bei 007 First Light oftmals mehr Cleverness gewünscht habe, macht gerade diese Spielweise mehr Spaß. Mein Geduldsfaden hält, zumal regelmäßiges Speichern das kreative Ausprobieren absichert.

Und so ist auch durch „intelligentes Spielen“ jedes Setting relativ schnell und kurzweilig gespielt. So wäre alleingenommen ein Hitman 3 schnell durchgespielt, doch die Serie ist darauf ausgelegt, dass man die einzelnen Levels mehrfach spielt und neue Wege entdeckt, wie man die Tötungsziele beseitigen könnte.

Die World of  Assassination  ist die Komplettbox von Hitman 1-3 der letzten 10 Jahre und bietet damit sehr viel Mordmaterial. Dazu kommen diverse Zusatzmissionen und zusätzlichen Spielarten, die ich jedoch ebenso wenig brauche, wie die undurchsichtigen Kampagnen-Stories. Hitman bietet coole Signature Kills, abwechslungsreiche Aufträge und bitterbösen Humor und vielleicht ist sogar das Brettspiel interessant.

Stubenscore: 8,7 / 10

Morden wo andere Urlaub machen – zurück in Sapienza und es sieht gut aus.
Die Settings sind sehr unterschiedlich.
Und auch die Einsätze. Auf dem englischen Gut darf ich nebenbei einen Kriminalfall lösen.
Oh, der Kollege erkennt mich nicht. Ich suche mal schnell das Weite in der Menge.
Da drück ich doch mal den Knopf.

HITMAN WORLD OF ASSASSINATION
OPENCRITIC

PC | XBOX | SWITCH | PS5 (getestet)

007 First Light

14. Juni 2026 um 15:11

Uncharted mit einer Prise Hitman, geschüttelt

IO Interactive erfindet mit First Light sicher kein neues Genre mit der 007 Lizenz. Bekannt durch ihre Hitman Spiele, sind einige Anleihen von ihrem Auftragskiller-Spiel nicht zu leugnen. Es gibt auch keinen Zweifel, dass die Entwickler auch mal Uncharted gespielt haben und sich zudem anderer Spiele bedienen.

Man muss den Dänen aber lassen, dass ihn nicht nur der spielerische Mix gut gelungen ist – sie schaffen es die Atmosphäre von James Bond sehr gut einzufangen und erzählen zudem eine solide Geschichte, die es mit vielen der Filme aufnehmen kann.

So beginne ich als junger Soldat, der nach einem Einsatz eher zufällig in die Ausbildung zum 00-Agent des MI6 taumelt. Nach ein paar (zu vielen) Tutorialmissionen auf Malta, darf ich dann endlich meine erste wirkliche Mission starten. Ich bekomme ein Briefing von M, lasse mich von Q ausrüsten und hab stets Moneypenny im Ohr. Auch wenn dieser Bond mir in den ersten Minuten etwas stereotypisch vorkam, so gewinnt Schauspieler Patrick Gibson im Laufe des Spiels. Insgesamt gefällt der Cast, dazu kommt der Titelsong von Lana Del Rey und ich fühle direkt mich wie in einem Film.

Was spielerisch gefällt ist die Freiheit, mit der man teilweise die Aufgaben in den Missionen lösen kann. Ob man sich brachial durchboxt oder eher klug Hinweisen nachgeht, Leute belauscht, durch Lüftungsschächte krabbelt – es gibt oftmals mehrere Wege. Im Gegensatz zu Hitman, „lockern“ aber auch reine Shooter-, Kletter- und Kampfpassagen das Geschehen auf. Die Stärke liegt jedoch klar in den Passagen, in denen man auch Hirn einsetzen muss – am Ende kommen diese ein wenig zu kurz und First Light übertreibt ein wenig die Action.

Es bleibt aber ein großartig inszeniertes Bond-Spiel mit einer großartigen Atmosphäre und einem starken Hauptdarsteller.

Stubenscore: 8,6 / 10

Im Labor von Q gibt es diverse Spielereien.
Optisch macht First Light einiges her.
Die Hitman-Engine konnte schon viele NPC darstellen, was auch im Bond Spiel gut funktioniert.
Klettern a la Uncharted.
Leute belauschen, Hinweise sammeln, Missionen lösen.
Are you gonna go my way? Es gibt coole Vilians im Spiel.
Inszenatorisch geht einiges.
Wo bleibt mein Martini?
Patrick Gibson wäre sicher keine schlechte Bond Wahl.

007 FIRST LIGHT
OPENCRITIC

PC | XBOX  | PS5 (getestet)

❌