"Spiel Essen" 2026 praktisch ausverkauft
MESSE. Heute Abend ist Halbzeit der „Spiel“ in Essen, der weltweit größten Spielemesse. Das gibt den Anlass für eine kurze Zwischenbilanz.
MESSE. Heute Abend ist Halbzeit der „Spiel“ in Essen, der weltweit größten Spielemesse. Das gibt den Anlass für eine kurze Zwischenbilanz.
MESSE. Freitag und Samstag werden sich über 50.000 Menschen in den Essener Messehallen tummeln – die beiden Tage der Messe „Spiel Essen“, kurz: die "Spiel" –sind bereits ausverkauft. Eintrittskarten gibt es noch, Stand heute Montagmittag, für den ersten Messetag am Donnerstag und den letzten am Sonntag. Hier nochmal das Wichtigste zur weltweit größten einschlägigen Veranstaltung für Spielbegeisterte.
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Weil's soo schön retro ist, wollen wir es nicht veretecken! Das Konzert des amerikanischen Musikers Jack White vorvergangene Woche im Fountainbleu-Casino in Las Vegas könnte durch diese Besonderheit in die Geschichte eingehen: Das offizielle Plakat war nicht nur ein Stück Papier, es was ein Brettspiel. Old school, eine Art Gänsespiel, wobei die Rillen einer Schallplatte als Weg zur Mitte dienten, damit der Künstler rechtzeitig zu seinem Auftritt gelangt. Das war die Idee dahinter. Zusammen mit 52 Karten, die man mit dem Plakat erwarb, war das dann spielbar. Auf der Website des Illustrators Matthew Jacobson sind mehr Bilder zu sehen und auch wie nach dem Konzert gespielt wurde: https://matthewjacobson.com/press by the way, wer mit den Namen wenig anfangen kann: Unter anderem sang Jack White mit Alicia Keys den Titelsong zum James Bond-Film "Ein Quantum Trost".
Kosmos hatte im Vorjahr parallel zur Messe "Spiel" in Essen in der benachbarten Grugahalle 1170 Menschen gleichzeitig Catan Connect spielen lassen. In diesem Jahr hat Asmodee die legendäre Veranstaltungshalle gemietet. Am Abend des Eröffnungstages (22.10.) wird Die Werwölfe von Düsterwald als große Live-Show gespielt. Das Publikum verfolgt (gegen 10 Euro Eintritt) dabei "jede gewagte Ausrede, jede Anschuldigung und jede überraschende Wendung hautnah" mit, so Asmodee. Anlass ist der 25. Geburtstag des Spiels.
Partyspiele gehören auch bei der SPIEL 2026 zu den festen Größen. Dabei muss es längst nicht immer laut und albern zugehen: Viele aktuelle Titel setzen auf Wortassoziationen, Kommunikation und kleine Denkaufgaben und funktionieren trotzdem mit größeren Gruppen.
Wir stellen heute drei neue Partyspiele vor, die bei der SPIEL 2026 erstmals erscheinen beziehungsweise dort neu auf den Tisch kommen. Triangulation, La Cuenta und Loony Clues verfolgen dabei ganz unterschiedliche Ansätze – vom geschickten Formulieren von Hinweisen über die Jagd nach der nächsten Tapas-Rechnung bis zur Suche nach geheimen Identitäten.

Wie viele Hinweise braucht es, um auf das richtige Wort zu kommen? In Triangulation (Allplay) sind es idealerweise genau drei. Das Besondere dabei: Die gegnerische Mannschaft darf bereits nach den ersten beiden Hinweisen raten. Erst danach erhält das eigene Team den dritten und entscheidenden Hinweis.
Die Herausforderung besteht darin, die ersten beiden Begriffe möglichst vage zu wählen, damit die Konkurrenz nicht zu schnell auf die Lösung kommt. Gleichzeitig sollen alle drei Hinweise zusammen für das eigene Team eindeutig sein. Das sorgt für spannende Wortassoziationen und viele Diskussionen darüber, welcher Hinweis nun eigentlich zu offensichtlich war.
Mit einfachen Regeln, kurzen Partien und einem hohen Kommunikationsanteil richtet sich Triangulation an Gruppen, die Wortspiele mit einem kleinen Knobel-Faktor mögen.

In La Cuenta (Pegasus Spiele) zieht eine Gruppe von Freunden von Tapas-Bar zu Tapas-Bar. Das Problem: Irgendjemand muss am Ende die Rechnung bezahlen. Genau das möchte natürlich jeder vermeiden.
Die Spielenden legen reihum Karten aus ihrer Hand ab. Wer irgendwann keine passende Karte mehr spielen kann, muss die Rechnung übernehmen und verliert Geld. Das Spiel läuft über mehrere Runden, bis einer Person die Ersparnisse ausgehen. Gewonnen hat dann, wer noch das meiste Geld übrig hat.
Das Kartenspiel kombiniert einfache Regeln mit etwas Handmanagement, Ärgerpotenzial und einer guten Portion Schadenfreude. Durch die kurzen Partien eignet sich La Cuenta besonders als lockerer Auftakt oder Absacker für größere Spielrunden.
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Bei Loony Clues (Pink Troubadour) schlüpfen die Spielenden in geheime Identitäten und versuchen herauszufinden, wer oder was die anderen darstellen. Dazu stellen sie sich gegenseitig ungewöhnliche Ja-Nein-Fragen wie „Bist du bunt?“ oder „Kann man dich waschen?“.
Der Clou: Die Antworten hängen oft von der persönlichen Interpretation ab. Ist Sushi waschbar? Kann etwas gleichzeitig flach und rund sein? Genau diese Diskussionen sorgen für die unterhaltsamen Momente des Spiels.
Wer die Identitäten der Mitspielenden möglichst schnell entschlüsselt, sammelt Punkte. Gleichzeitig profitiert man aber auch davon, wenn andere die eigene Identität korrekt erraten. Durch die wechselnden Fragen und Interpretationen verläuft jede Partie etwas anders und lädt zum erneuten Spielen ein.
Hinweis: Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf den aktuellen Einträgen der BoardGameGeek-Preview-Liste zur SPIEL Essen 2026. Änderungen (z.B. bei den Regeln, Erscheinungsterminen, Preisen oder Standorten) sind bis zur Messe jederzeit möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr.
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Wir waren für euch vom 04.09.2026 bis zum 06.09.2026 auf den B-Rex Tagen in Merseburg unterwegs und konnten vorab jede Menge spannende Neuheiten für die SPIEL26 in Essen antesten und durchspielen!
13.09.2026 Videobericht auf Youtube: https://youtu.be/iI3lHaKNuHE
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Kommunikation ist in Brettspielen oft der Schlüssel zum Erfolg. Einige Neuheiten der SPIEL 2026 drehen den Spieß jedoch um und machen gerade die eingeschränkte Verständigung zum zentralen Spielelement. Ob lautlos kooperierende Roboter, eine selbst erfundene Sprache oder kreative Hinweisrunden – diese vier Titel zeigen, wie vielseitig das Thema Kommunikation auf dem Spieltisch umgesetzt werden kann.

Mit Robo Run bringt Pegasus Spiele (3-K120) ein kooperatives Zweipersonenspiel von Eryk Nowak zur SPIEL 2026. Die Partien dauern etwa 20 bis 30 Minuten und richten sich an Spielerinnen und Spieler ab 10 Jahren.
In Robo Run übernehmt ihr die Rolle zweier Roboter, die aus einer streng überwachten Fabrik entkommen wollen. Der besondere Kniff: Während der Partie dürft ihr nicht miteinander sprechen. Stattdessen müsst ihr euch auf Beobachtungsgabe, Intuition und ein gemeinsames Verständnis der Situation verlassen. Jede Bewegung auf dem Spielplan will sorgfältig abgestimmt sein, denn die Sicherheitssysteme der Fabrik verzeihen keine Fehler.
Zusätzliche Abwechslung verspricht die Kampagnenstruktur. Fünf unterschiedliche Szenarien führen durch verschiedene Bereiche der Fabrik, von engen Tunneln mit Schreddermaschinen über laserüberwachte Labore bis hin zu dampfenden Schmieden und giftigen Produktionsanlagen. Wer kooperative Herausforderungen für zwei Personen mag, sollte Robo Run im Auge behalten.

Bei Strohmann Games (3-T600) erscheint mit Gibberers ein ungewöhnliches Kommunikationsspiel von Keisei für 3 bis 5 Personen ab 14 Jahren.
Die Grundidee klingt fast wie ein Sozialexperiment: Spieler verkörpern unterschiedliche Gruppen von Menschen und Außerirdischen, die keine gemeinsame Sprache besitzen. Gemeinsam entwickelt ihr daher zunächst ein völlig neues Sprachsystem. Mithilfe von Höhlenmalereien und Symbolen entsteht ein wachsender Wortschatz, der im weiteren Spielverlauf die einzige erlaubte Kommunikationsform wird.
Über mehrere Generationen entwickelt sich die Sprache weiter, ähnlich einem Technologiebaum in Strategiespielen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen und Kommunikationsbeschränkungen. Ziel ist es, am Ende der Partie einen geheimen Begriff in der selbst erschaffenen Sprache korrekt zu entschlüsseln. Wer Spaß an Wortspielen, Sprachrätseln und kreativen Gruppenexperimenten hat, dürfte hier etwas Besonderes finden.
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Queen Games (3-K400) erweitert seine Reihe mit Out of Words: Music & Movies, einem kooperativen Partyspiel für 2 bis 10 Personen. Die Aufgabe klingt zunächst einfach: Eine Person muss eine Schauspielerin, einen Film, einen Song oder einen Musiker erklären. Allerdings dürfen die Hinweise nur aus einzelnen Wörtern bestehen. Zusätzlich müssen diese Wörter mit bestimmten Buchstaben beginnen, die aus einem gemeinsamen 5×5-Raster vorgegeben werden.
Jeder verwendete Buchstabe verschwindet anschließend dauerhaft aus dem Raster. Dadurch entsteht ein spannender Ressourcenmechanismus, denn hilfreiche Anfangsbuchstaben werden im Laufe der Partie immer knapper. Die Gruppe versucht gemeinsam möglichst viele Begriffe zu erraten, bevor alle Buchstaben verbraucht sind. Gerade für größere Runden und Fans von Musik- und Filmquizzen könnte das eine interessante Alternative zu klassischen Partyspielen werden.

Mit Maybe. Not. Perfect! veröffentlicht Edition Spielwiese (6-A300) ein neues Partyspiel von Friedemann Friese für 2 bis 6 Personen ab 8 Jahren.
Im Mittelpunkt stehen jeweils drei verschiedene Berufe. Eine Person nennt einen Begriff, der zu einem Beruf perfekt passt, zu einem zweiten teilweise und zum dritten überhaupt nicht. Die Mitspieler müssen anschließend herausfinden, welche Zuordnung gemeint ist.
Das klingt zunächst simpel, eröffnet aber überraschend viele Diskussionsmöglichkeiten. Begriffe lassen sich oft unterschiedlich interpretieren, wodurch immer wieder kuriose Gedankengänge entstehen. Gerade in Familienrunden oder gemischten Gruppen könnte der Titel durch seine einfachen Regeln und die kurzen Partien von 15 bis 20 Minuten punkten.
Hinweis: Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf den aktuellen Einträgen der BoardGameGeek-Preview-Liste zur SPIEL Essen 2026. Änderungen (z.B. bei den Regeln, Erscheinungsterminen, Preisen oder Standorten) sind bis zur Messe jederzeit möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr.
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Bald hat das Warten ein Ende: Vom 22. bis 25. Oktober 2026 verwandelt sich Essen wieder in das Zentrum der internationalen Brettspielwelt. Nachdem die SPIEL in den vergangenen Jahren bereits von Rekord zu Rekord geeilt ist, legt die Messe 2026 noch einmal nach: Erstmals in ihrer Geschichte nutzt sie alle acht Hallen des Essener Messegeländes und wächst damit auf eine Gesamtfläche von 81.200 Quadratmetern.

Schon 2025 war die Erweiterung um Halle 7 eine der großen Neuerungen. Nun kommt auch Halle 8 hinzu. Dadurch können erstmals bis zu 230.000 Besucherinnen und Besucher die Messe entern. Angesichts der enormen Nachfrage der vergangenen Jahre erscheint ein neuer Besucherrekord durchaus realistisch.

Aktuell haben sich 921 Aussteller aus 53 Ländern angekündigt. Damit wächst die internationale Bedeutung der Messe weiter. Besonders erfreulich: Einige Nationen kehren nach einer Pause zurück, darunter Argentinien, Island, Kuwait und die Slowakei.
Wie jedes Jahr werden weit über 1.500 Neuheiten erwartet. Für viele Verlage ist die SPIEL Essen nach wie vor die wichtigste Bühne, um neue Titel erstmals einem großen Publikum vorzustellen. Für Besucher bedeutet das vier Tage voller Entdeckungen, Proberunden und spontaner Kaufentscheidungen.
Eine der überraschendsten Neuerungen dürfte die Kooperation mit Games Workshop sein. Erstmals entsteht auf dem Messegelände eine große Warhammer-Lasertag-Arena, in der bis zu 24 Personen gleichzeitig antreten können. Wer zwischen zwei Spielrunden etwas Action sucht, bekommt hier die Gelegenheit, die düstere Science-Fiction-Welt von Warhammer einmal ganz anders zu erleben.
Auch die offizielle SPIEL-App (iOS-Version, Android-Version) erhält ein größeres Update. Neben Hallenplänen, Neuheitenlisten und Indoor-Navigation wird sie künftig ein B2B-Matchmaking-System enthalten. Damit sollen Verlage, Händler, Autorinnen, Illustratoren und weitere Branchenvertreter gezielter miteinander in Kontakt kommen.
Die Veranstalter möchten die Messe stärker in die Stadt hineintragen als bisher. Unter dem Motto „Essen spielt!“ entstehen verschiedene Aktionen außerhalb der Messehallen. Geplant sind besondere Spieleabende an ausgewählten Orten, exklusive Rabatte für Ticketinhaber und spezielle Angebote in teilnehmenden Gastronomiebetrieben.
Damit wird die SPIEL noch stärker zu einem stadtweiten Event und nicht nur zu einer Messe innerhalb der Hallen.
Nachdem der große Bühnenbereich 2025 Premiere gefeiert hat, kehrt er auch 2026 zurück. In Halle 4 erwartet die Besuchenden wieder ein umfangreiches Programm mit Talks, Vorträgen, Interviews und weiteren Veranstaltungen. Besonders spannend dürfte erneut der Educators Day am Freitag werden, bei dem sich alles um Spiele in Bildung, Forschung und Lehre dreht.
Wer nicht nach Essen reisen kann, muss trotzdem nichts verpassen. Das Bühnenprogramm wird wieder live übertragen. Zusätzlich soll es erneut einen Livestream mit Simon und Daniel direkt aus den Messehallen geben, der Eindrücke vom Geschehen vor Ort liefert (SPIEL YouTube-Kanal).
Natürlich spielen auch die bekannten Preise und Wettbewerbe wieder eine wichtige Rolle.
Bereits am Mittwoch wird der Deutsche Spiele Preis verliehen, bei dem die deutschsprachige Brettspiel-Community ihre Lieblingsspiele des Jahres gewählt hat.
Neu hinzu kommen die TCG Awards. Dabei handelt es sich um die ersten weltweit ausgerichteten Branchenpreise für Trading Card Games. Die Premiere findet am Donnerstagabend auf der SPIEL statt und wird gleichzeitig per Livestream übertragen.
Ebenfalls zurück ist der berühmte Golden Demon Wettbewerb von Games Workshop. Mehr als 1.000 bemalte Miniaturen werden erwartet. Die öffentliche Preisverleihung findet traditionell am Sonntag statt. Besonders begehrt bleibt das legendäre „Slayer Sword“, das an den Gesamtsieger vergeben wird.
Nach bekannten Persönlichkeiten aus der Spiele- und Medienwelt setzt die SPIEL in diesem Jahr einen anderen Schwerpunkt. Mit dem US-amerikanischen Künstler Peter Mohrbacher übernimmt erstmals ein international renommierter Illustrator die Rolle des offiziellen Botschafters.
Mohrbacher ist unter anderem für seine Arbeiten zu Magic: The Gathering sowie sein eigenes Kunstprojekt Angelarium bekannt. Damit rückt die Messe 2026 auch die kreative und künstlerische Seite moderner Spiele stärker in den Fokus.
Der Ticketverkauf läuft seit Ende Juli. Trotz der zusätzlichen Kapazitäten durch die neue Halle sind laut Veranstalter bereits rund die Hälfte der verfügbaren Tickets für Donnerstag, Freitag und Samstag verkauft.
Die Eintrittspreise wurden leicht angehoben:
Zusätzlich können verschiedene Extras gebucht werden, darunter die Teilnahme am Educators Day, am Golden Demon oder an der neuen Warhammer-Lasertag-Arena.
Wichtig: Tickets gibt es ausschließlich online. Eine Tageskasse vor Ort wird es nicht geben.
Die SPIEL Essen 2026 wirkt wie die konsequente Fortsetzung der Entwicklung der vergangenen Jahre. Mehr Fläche, mehr Aussteller und mehr Besucher zeigen, dass der Brettspielboom weiterhin anhält. Besonders spannend finden wir die stärkere Verzahnung mit der Stadt Essen sowie die neue Warhammer-Lasertag-Arena, die für einen ungewöhnlichen Programmpunkt sorgt.
Für uns bleibt aber der wichtigste Grund für die Reise derselbe wie jedes Jahr: durch die Hallen schlendern, unbekannte Spiele entdecken, mit Verlagen ins Gespräch kommen und sich von der Begeisterung Tausender Brettspielfans anstecken lassen. Wir werden natürlich wieder vor Ort sein und auf Brettspielelust über unsere spannendsten Entdeckungen berichten.
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MESSE. Die Messe „Spiel Essen“ – kurz: die Spiel – hat heute ein detaillierteres Programm für die Tage vom 22. bis 25. Oktober bekannt gegeben. Es gibt mehr Platz und einige Neuerungen.

Keine langen Wartezeiten, keine wechselnden Allianzen, keine Mitspielenden, die das Gleichgewicht verschieben: Reine Zwei-Personen-Spiele konzentrieren sich vollständig auf das direkte Kräftemessen am Tisch. Und haben ihren ganz eigenen Reiz. Jede Entscheidung richtet sich direkt gegen das Gegenüber, jede Aktion löst eine unmittelbare Reaktion aus. Auf der SPIEL 2026 erscheinen zahlreiche Titel, die genau dieses intensive Duellgefühl in den Mittelpunkt stellen. Vier davon stellen wir heute vor.

Wer nach einer gelungenen Mischung aus Gebietskontrolle und planbaren Zügen für zwei Personen sucht, sollte einen Blick auf Aspens werfen. Das als „gemütliche kleine Waldspiel“ betitelte Werk von Ludivore Games wurde von Neil Edwards und Luke Roberts für spannende Partien von rund 30 Minuten konzipiert (Standnummer 3-H215). Auf einem Sechseck-Raster-Spielfeld wetteifert ihr darum, den größten eigenen Wald – wahlweise bestehend aus Espen oder Kiefern – entstehen zu lassen. Das simple Ziel: Am Ende des Spiels die meisten Felder zu kontrollieren. Der zentrale Spannungsbogen entsteht durch das clevere Zusammenspiel von zwei Würfeln:
Im eigenen Zug gilt es kontinuierlich abzuwägen: Lasst ihr eure Wälder auf bereits besetzten Feldern nach OBEN wachsen, um die Wahrscheinlichkeit auf künftige Erträge durch die Sonne zu erhöhen? Oder nutzt ihr den Wind, um nach AUSSEN zu wachsen und aggressiv neues Territorium zu erschließen, bevor die letzte Parzelle belegt ist?
Besonders reizvoll wird dieses Duell durch sogenannte „Kaskaden“: Schafft ihr es, mit euren Bäumen einen Bereich des Spielbretts komplett abzusperren, dürft ihr alle umschlossenen Felder sofort und völlig kostenlos beanspruchen.

Bologna führt euch ins Italien des 12. und 13. Jahrhunderts, wo Guelfen und Ghibellinen um die Vorherrschaft in der Stadt ringen. Als rivalisierende Familien baut ihr Häuser und Türme in den verschiedenen Stadtvierteln und versucht, durch das Einschließen von Innenhöfen möglichst viel Einfluss zu gewinnen. Gleichzeitig sind die Türme wichtig, um die Kontrolle über bedeutende Wahrzeichen der einzelnen Viertel zu übernehmen.
Die Regeln sind dabei überschaubar: In jedem Zug platziert ihr genau ein Gebäude in einem der Stadtviertel – als Haus, Haus mit Studierzimmer oder Turm. Wer als Erster ein noch leeres Viertel betritt, bestimmt außerdem, welches Wahrzeichen dort am Ende gewertet wird. Das Einschließen von Innenhöfen bringt sofort Einfluss, während am Spielende zusätzlich die Mehrheiten bei den Wahrzeichen über die Türme gewertet werden.
Eine Partie kann sogar vorzeitig enden, wenn jemand durch eingeschlossene Innenhöfe die benötigte Einflussstufe erreicht. Andernfalls entscheidet die abschließende Kombination aus Innenhof- und Wahrzeichenpunkten darüber, welche Familie Bologna beherrscht. Da es keinen Zufall gibt und jede Entscheidung vollständig in eurer Hand liegt, kommt es vor allem auf geschicktes Platzieren und gutes Timing an.
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Ganz andere Töne schlägt Gangs of Trash City an, das mit einem tierischen Setting aufwartet (4-H325): In der Rolle rivalisierender Waschbären-Paten kämpft ihr auf engstem Raum um die lukrativsten Mülltonnen und Schrottplätze der Stadt. Das Spielgeschehen kombiniert taktische Gebietskontrolle mit Elementen des Bluffens und asymmetrischen Handkarten. Ihr schickt eure tierischen Bandenmitglieder in die Hinterhöfe, täuscht Absichten vor und versucht, die gegnerischen Manöver frühzeitig zu durchkreuzen, um am Ende die wertvollste Beute in das eigene Versteck zu schaffen.

The Glasgow Train Robbery (Salt & Pepper Games) versetzt euch in die frühen Morgenstunden des 8. August 1963. Der Nachtpostzug von Glasgow nach London wird auf einem abgelegenen Streckenabschnitt nördlich vor der Hauptstadt gestoppt. Wenige Augenblicke später schlägt eine hervorragend organisierte Bande zu – und führt den berüchtigtsten Zugraub der britischen Geschichte durch, ohne einen einzigen Schuss abzugeben.
In dem kooperativen Zweipersonenspiel schlüpft ihr in die Rollen zweier Mitglieder dieser Bande und plant den Coup Schritt für Schritt. Dafür müsst ihr die passende Ausrüstung beschaffen, die Ermittler täuschen und eure Aktionen möglichst gut aufeinander abstimmen.
Die Zusammenarbeit wird allerdings dadurch erschwert, dass eure Kommunikation eingeschränkt ist. Das Spiel läuft über eine unbestimmte Anzahl von Zügen und endet erfolgreich, wenn ihr alle fünf Planungskarten abschließen könnt, bevor der Zug London erreicht. Dabei übernimmt der Coordinator die ersten vier Karten, während der Operator die letzte Aufgabe erledigen muss. Hinterlasst ihr zu viele Spuren oder braucht zu lange, wird die Polizei euch auf die Schliche kommen.
Unerwartete Wendungen und ein wechselndes Verhältnis von Risiken und Belohnungen sollen dabei für unterschiedliche Spielverläufe sorgen. The Glasgow Train Robbery ist gleichzeitig der Auftakt einer neuen Spielereihe rund um legendäre Raubzüge der Geschichte und setzt auf Zeitdruck, eingeschränkte Kommunikation und enge Zusammenarbeit (3-A400).
Hinweis: Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf den aktuellen Einträgen der BoardGameGeek-Preview-Liste zur SPIEL Essen 2026. Änderungen (z.B. bei den Regeln, Erscheinungsterminen, Preisen oder Standorten) sind bis zur Messe jederzeit möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr.
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SPIELREIHE. Von der Waterkant bis zu den Alpen: Bereits 444 Orte umfasst die Initiative "Tage des Gesellschaftsspiels" in diesem Jahr. Das sind rund zehn Prozent mehr als 2025. Dieses Jahr wird am Wochenende 19./ 20. September im Rahmen des Non-Profit-Projekts Stadt-Land-Spielt! landauf, landab gespielt.
In der Vorschau zur SPIEL 2026 finden sich einige spannende Würfelspiele, die das Rollen der Sechskanter mit ganz unterschiedlichen Abläufen verknüpfen. Drei Neuheiten von verschiedenen Verlagen zeigen, wie facettenreich die Mechanismen in diesem Jahr zum Einsatz kommen.

Am Stand 3-C300 zeigt Skellig Games mit Dicecream ein kurzweiliges Familienspiel von Manfred Keller und Fabian Zimmermann für 2 bis 4 Personen ab 8 Jahren mit einer Spielzeit von rund 25 Minuten.
Im Spielverlauf baut ihr schrittweise eigene Eisbecher auf. Durch das Werfen der Würfel ermittelt ihr Eissorten sowie Toppings wie Schlagsahne oder Streusel und fügt diese zu Punktesets zusammen. Am Tisch greift ihr dabei nicht nur auf die Resultate eurer eigenen Würfe zurück, sondern dürft in den Zügen der anderen mitprofitieren und deren gewürfelte Ergebnisse für eure Becher nutzen. Wer den richtigen Moment zum Einfordern der Zutaten abpasst und seine Auslage geschickt komplettiert, sichert sich am Ende den Sieg.

Bei 25th Century Games (Stand 6-B201) erscheint eine Neuauflage von Reiner Knizias Ra: The Dice Game für 2 bis 4 Personen ab 10 Jahren mit Partien von etwa 45 Minuten.
Auf Versteigerungen wird hier verzichtet; stattdessen würfelt ihr in eurem Zug fünf farbige Würfel und dürft beliebige davon bis zu zweimal neu werfen. Die gewürfelten Symbole nutzt ihr anschließend, um Felder auf dem zentralen Spielplan zu beanspruchen – etwa für Monumente, Zivilisationen, Pharaonen oder Nilüberschwemmungen. Da die Würfel unterschiedliche Farben tragen, bestimmt die Farbe des Würfels mit, welches Feld ihr markieren dürft. Ein Jokersymbol hilft beim Ausgleichen, solange das passende Symbol mindestens einmal regulär im Wurf liegt. Erscheinen Ra-Symbole, rückt die Ra-Figur auf der Zeitleiste voran. Erreicht sie das Ende, bricht die Epoche sofort ab, was ein ständiges Abwägen zwischen weiteren Nachwürfen und dem Sichern der Punkte erfordert.
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Wer nach einer reinen Solo-Herausforderung sucht, kann am Stand 3F115 bei Ludonova vorbeischauen: Dort erscheint mit Dice Arcana ein Einzelspieler-Titel von Denis Phoenix mit rund 15 Minuten Spielzeit.
Ihr schlüpft in die Rolle eines Alchemielehrlings und werft in jeder Runde Würfel, die magische Zutaten wie Alraunenwurzeln, Lindwurmknochen oder Meerjungfrauenschuppen abbilden. Diese Würfel müsst ihr anschließend so in eurem Kessel platzieren, dass sie den festen Vorgaben der jeweiligen Trank-Rezeptur entsprechen. Jede Zutat bringt spezifische Eigenschaften mit, über die ihr andere Würfelwerte manipulieren oder die Flüchtigkeit des Tranks kontrollieren könnt, um Fehlwürfe auszugleichen. Geleitet wird der Spielablauf von einem beiliegenden Abenteuerbuch: Mit jedem abgeschlossenen Kapitel schaltet ihr neue Rezepturen, zusätzliche Zutatenwürfel und neue Regeln frei.
Hinweis: Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf den aktuellen Einträgen der BoardGameGeek-Preview-Liste zur SPIEL Essen 2026. Änderungen (z.B. bei den Regeln, Erscheinungsterminen, Preisen oder Standorten) sind bis zur Messe jederzeit möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr.
Der Beitrag SPIEL 2026 Vorschau (V): Dicecream, Ra: The Dice Game, Dice Arcana erschien zuerst auf .
Mehr als 1.000 neue Brettspiele erscheinen jedes Jahr im Oktober zur SPIEL. Sie ist nicht nur die größte, sondern auch die wichtigste Messe für Gesellschaftsspiele weltweit. Wie bereitet man sich auf so ein Riesen-Event eigentlich vor?

Detaillierte Pläne schmieden oder alles auf sich zukommen lassen? Als wir vor einiger Zeit eine Umfrage dazu unter Bloggerinnen und Journalisten starteten, erhielten wir ein gemischtes Echo. Einige empfahlen, sich vor der Spielemesse gründlich online zu informieren und Insidertipps von erfahrenen Besuchern einzuholen, um nichts zu verpassen. Eine vorbereitete Liste von Spielen „sei absolut hilfreich, um gezielt die Neuheiten anzusteuern, die einen besonders interessieren.“ Andere rieten, sich lieber treiben zu lassen, um Überraschungen zu entdecken. Wichtig, da waren sich alle einig: bloß nicht stressen lassen, die Messe genießen und offen für neue Entdeckungen und Kontakte bleiben.
Wir von Brettspielelust gehören auf jeden Fall zum Team „Vorbereitung“ – und die geht meist in den Sommermonaten los. In Form eines Countdowns (die Zeitpunkte sind idealtypisch abgebildet) möchten wir euch in diesem Blogbeitrag von den positiven Strapazen einer Messe-Recherche berichten.
Und keine Frage: Diese Strapazen gehören zu den schönsten und motivierenden des Jahres. Viel Spaß beim Lesen!
Wenn ihr euch allein auf das Votum der Spiel-des-Jahres-Jury verlassen möchtet, erhaltet ihr rund um die Preisverleihung in Berlin nicht nur eine Watchlist mit drei prämierten und vielen nominierten und empfohlenen Brettspielen, die einen näheren Blick wert sind. Die Empfehlungslisten für das Spiel des Jahres, Kennerspiel des Jahres und Kinderspiel des Jahres bleiben, je nach euren Vorlieben und Spielegruppen, ein klassischer Ausgangspunkt für den Messebesuch in Essen. Nachteil an dieser bequemen Art der Recherche: Weil die Spiele viel mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, werdet ihr auf der SPIEL nicht die einzigen sein, die in diesem Jahr Dito! oder Rebirth zocken wollen. Geduld und Glück sind gefragt, um einen freien Tisch zu ergattern.
Auch nach dem Abgang von BGG-Legende W. Eric Martin stellt Board Game Geek in diesem Jahr eine Vorschau der SPIEL-Messeneuheiten ins Netz. Die Liste ist allerdings nun nicht mehr durch Eric gechekt und editiert, sondern wird durch Verlagseinträge automatisch generiert. Die Sie wächst im Laufe der kommenden Wochen kontinuierlich an und wird kurz vor Essen mehr als 1.000 Titel abbilden. Ihr könnt sie mit Filtern durchsuchen, Neuheiten von Autoren oder Lieblingsverlagen anzeigen, bestimmte Genres oder Mechaniken einblenden oder Spiele auf eurer persönlichen Wunschliste speichern. Inzwischen behaupten wir, dass diese Liste der zentrale Baustein unserer Messeplanung ist.
„Wo sind eigentlich die letzten Hefte der Spielbox? Und hat jemand die neue Fairplay gesehen?“ Recherche in gedruckten Magazinen mag old school klingen, aber das Stöbern und Blättern in vergangenen Ausgaben hat etwas sehr Entspannendes – und tatsächlich fallen uns dabei Neuheiten des aktuellen Spielejahrgangs ins Auge, die wir weder rezensiert noch gespielt haben. Alle Titel, die interessant klingen, kommen auf unsere SPIEL-Longlist. Das Gleiche gilt für spannende Frühjahrsneuheiten, die bereits auf der Spielwarenmesse oder der „Spiel doch“ gezeigt wurden.

Die ersten offiziellen Infos aus dem veranstaltenden Merz Verlag sind raus, denn: Der Kartenvorverkauf zur SPIEL hat begonnen! Wer jetzt schnell zugreift, spart den einen oder anderen Euro beim Frühbucherrabatt. Da wir als berichtende Journalisten eine Presseakkreditierung erhalten, ist der Start des Ticketverkaufs eine willkommene Erinnerung, rechtzeitig mit dem netten Presseteam des Veranstalters in Kontakt zu treten.
Als wir mit unserer Brettspiel-Berichterstattung vor einigen Jahren begannen, war das Angebot an Kanälen und Blogs überschaubar. Drei, vier YouTuber hatten wir abonniert, dazu eine Handvoll Blogs – und fühlten uns jederzeit gut informiert. In der Zwischenzeit tummeln sich Videoblogger neben Instagram-Influencerinnen, sprießen Podcasts im Wochenrhythmus aus dem Boden. Und selbst der gute alte Text-Blog erlebt die eine oder andere Neugründung. Wer sich einen Überblick zum Online-Angebot machen möchte, sollte unbedingt die Website Zuspieler.de besuchen. Das lobenswerte Projekt von Sebastian Wenzel verlinkt aktuelle redaktionelle Beiträge aus mehr als 200(!) Brettspielblogs, Spielemagazinen, Spielezeitschriften, Vlogs und Brettspielpodcasts. Wir schauen dort gerne rein oder scrollen durch unseren Instagram-Feed, um in den Wochen vor der SPIEL auf dem Laufenden zu bleiben. Doch es bleiben Schlaglichter, die wir hier und da wahrnehmen, weil das Angebot unsere Zeitressourcen bei weitem übersteigt.
Zeit für eine Blogger-Empfehlung und einen Blick auf die Brettspielbox-Vorschau. Christoph Post stellt dort regelmäßig und akribisch Messeneuheiten vor, nach Verlagen sortiert. Eine tolle Übersicht – und in den Wochen vor der Messe lohnt sich der Abgleich mit unserer bisherigen Longlist: „Haben wir etwas vergessen?“ Allmählich wird klar, welche Verlage mit vielen bzw. viel versprechenden Titeln nach Essen kommen.
Letzte Chance, noch den einen oder anderen Verlagstermin auf der SPIEL 2026 zu vereinbaren. Für berichterstattende Medien bieten viele Publisher spezielle Pressetermine an, um Interviews mit ihren Spieleautoren zu vermitteln oder das neue Verlagsprogramm kurz vorzustellen. Eine gute Gelegenheit für uns zum Netzwerken und die Zusammenarbeit mit Verlagen zu intensivieren. Aber: Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat uns gezeigt, dass ein gesundes Mittelmaß aus Netzwerken und Selberspielen sinnvoll ist. Letzteres ist für uns das klare Highlight auf der Spielemesse, daher überlegen wie jedes Mal gut, wie wir unsere Zeitreserven aufteilen.
Unsere Longlist ist inzwischen fertig; ungläubig schauen wir darauf und sehen rund 40 bis 50 Titel. Wer soll die alle ausprobieren an vier Messetagen? Klappt natürlich nicht, daher steht nun das Redigieren, Klassifizieren und Streichen an. Ein paar Titel fallen raus, weil ein näherer Blick weniger Potenzial offenbart als zunächst angenommen. Und Mittelmaß haben wir inzwischen genug im Regal stehen! Weitere Titel stehen möglicherweise als Rezensionsexemplare in Aussicht, andere erscheinen wegen Produktions- oder Lieferproblemen erst nach der Messe.
Aus der Longlist wird eine Medium-Liste. 20 bis 30 Brettspiele stehen noch darauf – die heißen Kandidaten, die wir entweder auf der Messe oder in den Wochen danach auf jeden Fall anspielen möchten. Diese Titel tragen wir in die SPIEL App ein. Vorteile: Wir haben unterwegs alles im Blick, können auf ausgedruckte oder handgeschriebene Zettel verzichten und sehen, in welcher Halle oder nächster Umgebung welche spannenden Spiele auf uns warten. Die App ist richtig gut gemacht, schaut sie euch auf jeden Fall einmal an!
In den vergangenen Tagen haben sich etliche Spieleanleitungen als PDF-Dateien auf dem Tablet angesammelt. Das klingt nerdig, aber das Vorabstudium von Regelheften hat einen entscheidenden Vorteil: Auf der Messe können wir in viele Spiele zügiger einsteigen. Außerdem wird bei manchen Spielen klar, dass sie viel Potenzial haben, aber die Spieldauer nicht zu unserem Messebesuch passt. Wer Kinder dabei hat, will den Zwei-Stunden-Kracher vielleicht nicht in Essen, wohl aber hinterher zu Hause zocken. Aus diesen Überlegungen und einer endgültigen Reduktion auf zehn bis zwölf Titeln geht es nun an die Tagesplanung. Mit welchem Spiel wollen wir morgens starten? Worauf haben die Kinder wohl am meisten Lust? An welchem Tag sind wir zu zweit unterwegs und spielen daher eher die entsprechenden Duell-Titel?
Auch in diesem Jahr geht ein großes Dankeschön an die vielen fleißigen und geduldigen Spieler-Erklärer/innen und Demoteams, die uns den Start in jede Brettspielpartie auf der Messer erleichtert. Danke, ihr macht das super! Und natürlich gibt es von uns wie in jedem Jahr Schoki oder Süßes als kleine Anerkennung. Der Tag vor dem Start steht daher ganz im Zeichen von Tütchen packen und das eigene Proviant für die Messetage einkaufen. Nicht vergessen, die Füße nochmal entspannt hochzulegen – die nächsten Tage werden anstrengend…
8:00 Uhr, rein ins Auto, Abfahrt Richtung Essen. Gleich geht die Eröffnungs-Pressekonferenz los und der Sieger beim Deutschen Spiele Preis wird verkündet. Endlich ist es soweit! Die eigentliche Messe startet dann tags darauf am 22. Oktober um 10:00 Uhr.

Der Beitrag Unsere SPIEL 2026 Vorbereitung: Ein Countdown! erschien zuerst auf .

In unserer Reihe kurzer Spielvorstellungen zur SPIEL Essen 2026 widmen wir uns diesmal einem Bereich, der in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt hat: Solospielen. Längst sind sie nicht mehr nur eine Notlösung, falls Mitspielende fehlen. Viele Autorinnen und Autoren entwickeln ihre Spiele inzwischen ganz gezielt für eine Person und schaffen dabei Erlebnisse, die sich deutlich von klassischen Mehrpersonenspielen unterscheiden. Statt Verhandlungen, Bluffen oder direkter Konkurrenz stehen hier Optimierung, knifflige Entscheidungen und das eigene Ringen mit dem Spielsystem im Mittelpunkt.
Me-Time pur!
Die aktuellen Einträge der BGG-Preview zeigen dabei, wie unterschiedlich moderne Solospiele aussehen können. Vom politischen Karrieresprung über märchenhafte Monsterjagden bis hin zur Verteidigung eines Fantasyreichs oder einer gefährlichen Seereise ist thematisch und mechanisch einiges geboten.

Am Stand 2D411 stellt inPatience mit Mayor of Chicago ein reines Solospiel von Xavier Georges vor. Eine Partie dauert rund 30 Minuten und richtet sich an Personen ab 12 Jahren.
Der Weg ins Rathaus von Chicago führt hier über geschicktes Ressourcenmanagement und kluge Personalentscheidungen. In jedem Zug steht man vor einer interessanten Wahl: Nutzt man eine gezogene Karte, um die eigene Stadt auszubauen, oder verpflichtet man die auf der Rückseite abgebildete Assistenzkraft mit ihren besonderen Fähigkeiten und Wertungsmöglichkeiten?
Gerade diese ständige Abwägung zwischen kurzfristigem Nutzen und langfristiger Planung klingt reizvoll. Wer die verfügbaren Ressourcen in Mayor of Chicago effizient einsetzt und die verschiedenen Karteneffekte geschickt miteinander verzahnt, darf am Ende auf genügend Stimmen für den Wahlsieg hoffen.

Mit Familiar Feat veröffentlicht Deep Print Games ein kompaktes Solo-Abenteuer von Friedemann Friese. Ein offizieller Messestand wurde bislang noch nicht bekanntgegeben. Die Spielzeit liegt bei etwa 20 bis 30 Minuten.
Die Ausgangslage klingt herrlich märchenhaft: Monster haben das Schloss besetzt und nur eine Gruppe treuer Begleiter kann das Reich noch retten. Mechanisch setzt Familiar Feat auf Deckbuilding, allerdings in einer angenehm kompakten Form. Neue Kreaturen schließen sich der Gruppe an, stärkere Monster tauchen auf und immer wieder stellt sich die Frage, ob man für die nächste Herausforderung bereits ausreichend vorbereitet ist.
Besonders spannend wirkt dabei das Timing. Wer zu früh den Endkampf sucht, könnte an den mächtigen Hauptgegnern scheitern. Wer zu lange zögert, riskiert wiederum den Verlust wichtiger Verbündeter. Genau dieses Spannungsfeld dürfte den Kern des Spielerlebnisses bei Familiar Feat ausmachen.
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Ebenfalls bei inPatience am Stand 2D411 zu finden ist Freigard, eine Solo-Neuheit von Reiner Knizia. Mit rund 15 Minuten Spielzeit zählt der Titel zu den kompaktesten Vertretern dieser Vorschau.
Das friedliche Land Freigard wird von gigantischen wandelnden Festungen bedroht, die Zug um Zug näher rücken. Die spielerische Grundlage ist dabei reduziert: Mit einer kleinen Kartenhand muss entschieden werden, ob man sich mit dem aktuellen Ergebnis zufriedengibt oder weitere Karten zieht, um die eigene Position zu verbessern.
Darin steckt ein klassisches Push-your-Luck-Dilemma. Jede zusätzliche Karte kann den entscheidenden Vorteil bringen – oder wertvolle Zeit kosten und das Kartendeck schneller erschöpfen. Gerade Fans eleganter Knizia-Entwürfe dürften neugierig werden, wie viel Spannung sich aus diesem minimalistischen Ansatz herausholen lässt.

Etwas umfangreicher präsentiert sich Uncharted Passage: Remastered von Bonghwan Ju bei Pluto Games. Ein Messestand für die SPIEL Essen 2026 wurde bislang noch nicht veröffentlicht. Das Spiel ist für eine (bis zwei) Personen ausgelegt und dauert etwa 30 bis 40 Minuten.
Ausgehend von einem historischen Logbuch begleitet ihr eine einjährige Expedition über die Weltmeere. In zwölf Runden müssen Ressourcen verwaltet, Gefahren überstanden und wichtige Entscheidungen getroffen werden. Jede Reisekarte bringt neue Herausforderungen mit sich und zwingt dazu, die vorhandenen Mittel sinnvoll auf Schiff, Mannschaft und Verteidigung zu verteilen.
Besonders reizvoll klingt die ständige Balance zwischen den verschiedenen Aufgaben. Wer die Crew vernachlässigt, riskiert Meuterei. Wer zu wenig in die Verteidigung investiert, macht es Piraten leicht. Und wer die Route falsch plant, könnte sein Ziel niemals erreichen. Das wirkt auf den ersten Blick wie eine dichte Optimierungsaufgabe mit starker thematischer Einbettung.
Die diesjährigen Solo-Neuheiten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig das Spielen allein inzwischen geworden ist. Während Mayor of Chicago auf taktische Ressourcenverwaltung setzt, lockt Familiar Feat mit kompaktem Deckbuilding, Freigard mit einem minimalistischen Knizia-Ansatz und Uncharted Passage mit einer thematischen Entdeckungsreise voller Entscheidungen.
Gerade für Spielerinnen und Spieler, die gerne unabhängig von festen Spielrunden neue Herausforderungen entdecken, könnten diese Titel einen genaueren Blick wert sein. Wir behalten die weiteren Ankündigungen zur SPIEL Essen 2026 natürlich im Auge und stellen euch in den kommenden Wochen weitere interessante Neuheiten vor.
Hinweis: Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf den aktuellen Einträgen der BoardGameGeek-Preview-Liste zur SPIEL Essen 2026. Änderungen (z.B. bei den Regeln, Erscheinungsterminen, Preisen oder Standorten) sind bis zur Messe jederzeit möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr.
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In unserer Reihe kurzer Spielvorstellungen zur SPIEL Essen 2026 geht es diesmal ums Plättchenlegen. Statt der gewohnten Muster-Puzzelei auf der flachen Ebene bringen neuere Titel hoffentlich frische Kniffe mit. Die ersten Kandidaten von unserer Longlist zeigen dreidimensionale Landschaften, historische Erkundung und das Bauen auf einer gemeinsamen Karte.

Mit Cascadia: Alpine Lakes bringt die Alderac Entertainment Group den eigenständigen Nachfolger fürs Spiel des Jahres 2022 auf die Messe. Eine konkrete Standnummer wurde vom Verlag bisher noch nicht veröffentlicht. Die Partien richten sich an eine bis vier Personen und dauern etwa 30 bis 45 Minuten.
Das bewährte Prinzip aus Landschaft und Tierwelt von Cascadia bleibt erhalten, wird jedoch um eine vertikale Komponente erweitert. Über Doppelhex-Plättchen baut man die Naturlandschaft diesmal nicht nur in der Fläche aus, sondern schichtet sie auch in die Höhe. Alpine Seen und Gebirgszüge verlangen dadurch eine neue vorausschauende Planung, da die Höhenebenen und Umlagerungen bei der Wertung eine zentrale Rolle spielen. Das dreidimensionale Konzept macht den Titel zu einem vielversprechenden Nachfolger mit frischer räumlicher Herausforderung.

Bei ArsEdition erscheint mit Orkney: die schottischen Inseln ein Aufbauspiel von Mark Sienholz. Wer sich das Spiel vor Ort ansehen möchte, findet den Verlag in Halle 6 am Stand 6A200. Ausgelegt ist das Geschehen für zwei bis fünf Personen bei einer Spieldauer von rund 60 Minuten.
Entlang der schottischen Küste platzieren die Spieler:innen Inselplättchen, um Küstenlinien, Handelswege und Höfe zu errichten. Das Auslegen ist dabei direkt mit der Beschaffung von Ressourcen wie Holz, Stein und Stoff gekoppelt. Wer clever baut, verbindet Gebäude über ertragreiche Handelsrouten und erfüllt gleichzeitig geheime Aufträge. Die Mischung aus Landschaftsaufbau, Ressourcenmanagement und Streckennetz könnte den Titel zu einer soliden Option für taktische Runden machen.
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Eine deutlich interaktivere Ausrichtung verfolgt Go West von Stefan Freund, das bei Skellig Games in Halle 3 an Stand 3-C300 zu finden sein wird. Die Partien sind für eine bis vier Personen gemacht und dauern etwa 60 bis 90 Minuten.
Der wesentliche Unterschied zu vielen Legespielen liegt im gemeinsamen Spielplan. Über Kartendrafting gelangen Siedlungsplättchen wie Farmen, Minen oder Städte in den Besitz der Spielenden, die anschließend auf einer zentralen Landkarte platziert werden. Da der verfügbare Platz von Runde zu Runde knapper wird, entsteht beim Auslegen ein ständiges Gerangel um die wertvollsten Gebiete und Synergien. Das Zusammenspiel aus Drafting und Plättchenlegen verspricht ein hohes Maß an Interaktion.
Die Auswahl zeigt, wie abwechslungsreich das Prinzip des Plättchenlegens gestaltet werden kann. Ob durch das Puzzeln in die Höhe, das Knüpfen von Handelswegen an schottischen Küsten oder das Ringen um begrenzte Bauplätze auf einer gemeinsamen Karte – für unterschiedliche Vorlieben sind passende Ansätze dabei.
Wir behalten die weiteren Ankündigungen im Blick und stellen euch in den kommenden Wochen regelmäßig weitere Neuheiten der SPIEL Essen 2026 vor.
Hinweis: Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf den aktuellen Einträgen der BoardGameGeek-Preview-Liste zur SPIEL Essen 2026. Änderungen (z.B. bei den Regeln, Erscheinungsterminen, Preisen oder Standorten) sind bis zur Messe jederzeit möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr.
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Neue Folge mit kurzen Spielvorstellungen zur SPIEL Essen 2026: Zwischen epischen Kampagnen und komplexen Strategiespielen geraten die schnellen, turbulenten Titel manchmal etwas in den Hintergrund. Dabei sind es für uns oft genau diese Spiele, die für gute Stimmung am Tisch sorgen. Die ersten Neuheiten der SPIEL Essen 2026 zeigen jedenfalls, dass Echtzeitspiele aktuell wieder ordentlich Fahrt aufnehmen. Hier ein paar Beispiele aus der BGG-Preview:

Mit Bag of Bugs bringt Horrible Guild einen vielversprechenden Kandidaten für die nächste Familien- oder Partyspielrunde nach Essen. Der Verlag ist auf der SPIEL Essen 2026 in Halle 6, Stand 6B115 zu finden. Gespielt wird mit drei bis fünf Personen, eine Partie dauert gerade einmal rund 15 Minuten.
Die Grundidee ist schnell erklärt, sorgt aber vermutlich für jede Menge Spannung. Während eine Person nach und nach bunte Krabbeltiere aus einem Beutel zieht, müssen sich die übrigen Mitspielenden in Echtzeit entscheiden, wann sie zugreifen. Wer zu früh stoppt, erhält möglicherweise nicht genug Insekten für wertvolle Sets. Wer zu lange wartet, riskiert dagegen, am Ende komplett leer auszugehen.
Gerade diese Mischung aus Risikoabwägung, schnellen Entscheidungen und dem ständigen Blick auf die Auslage klingt nach einem Spiel, das in kurzer Zeit viel Stimmung erzeugen kann. Als Absacker oder Auftakt eines Spieleabends dürfte Bag of Bugs einiges an Potenzial mitbringen.

Thunderworks Games bleibt seinem Fantasy-Universum treu und schickt mit Questline ein ungewöhnliches Echtzeit-Kartenspiel ins Rennen. Auf der SPIEL Essen 2026 findet ihr den Verlag in Halle 4, Stand H500. Gespielt wird allein oder mit bis zu sechs Personen, die Partien sollen etwa 15 Minuten dauern.
In Questline versuchen alle gleichzeitig, die Geschichte ihres Helden zu erzählen. Dafür müssen Karten mit Ereignissen in eine aufsteigende Zahlenfolge gebracht werden. Klingt zunächst simpel, wird aber durch den Echtzeit-Aspekt deutlich hektischer. Karten werden gezogen, abgelegt und immer wieder aus offenen Ablagen der Mitspielenden geschnappt.
Besonders reizvoll wirkt dabei der Spagat zwischen Geschwindigkeit und Optimierung. Wer als Erstes fertig ist, erhält die wertvollsten Epilog-Karten. Wer allerdings zu hastig arbeitet, produziert eine Heldenreise voller Lücken und verschenkt wichtige Punkte. Das erinnert ein wenig an klassische Echtzeit-Kartenspiele, kombiniert diese Idee aber mit einer kleinen Storytelling-Komponente.
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Bei Nix Da! setzt Game Factory auf ein Konzept, das eigentlich jeder sofort versteht – und genau deshalb vermutlich hervorragend funktioniert. Und endlich gibt es wieder ein neues Dosenspiel aus der populären Reihe!
Das Partyspiel für drei bis acht Personen fordert Teams heraus, innerhalb von 60 Sekunden möglichst viele Begriffe zu erklären. Die Schwierigkeit besteht allerdings darin, dass ein bestimmter Buchstabe tabu ist. Und genau dieser Buchstabe ändert sich ständig.
Wer schon einmal versucht hat, spontan zu sprechen und dabei einen häufig verwendeten Buchstaben konsequent zu vermeiden, kann sich vorstellen, wie schnell daraus sprachliches Chaos entsteht. Aus einfachen Begriffen werden plötzlich komplizierte Umschreibungen, während die Uhr gnadenlos weiterläuft. Nix Da! wirkt wie eines dieser Spiele, die man in wenigen Minuten erklärt hat und die trotzdem für reichlich Gelächter sorgen.

Den vielleicht schrägsten Titel dieser Vorschau liefert Charming Games Collective mit Use Up All Your Sick Days. Ein Messestand für die SPIEL Essen 2026 wurde bislang noch nicht veröffentlicht.
Das Echtzeit-Kartenspiel für ein bis sechs Personen verzichtet komplett auf klassische Spielzüge. Stattdessen versuchen alle gleichzeitig, passende Karten auf einen gemeinsamen Ablagestapel zu spielen. Erlaubt sind dabei nur Karten mit dem gleichen Mitarbeitenden oder dem nächsten Wochentag.
Die eigentliche Würze bei Use Up All Your Sick Days entsteht durch das gleichzeitige Agieren. Greifen zwei Personen im selben Moment zum Stapel, kassieren beide eine Strafe und müssen zusätzliche Karten aufnehmen. Dadurch entsteht ein ständiges Abwägen zwischen Schnelligkeit und Vorsicht. Das humorvolle Büro-Thema mit Krankmeldungen und ärztlichen Attesten als Joker passt hervorragend zu diesem chaotischen Spielablauf und dürfte für einige Lacher sorgen.
Hinweis: Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf den aktuellen Einträgen der BoardGameGeek-Preview-Liste zur SPIEL Essen 2026. Änderungen (z.B. bei den Regeln, Erscheinungsterminen, Preisen oder Standorten) sind bis zur Messe jederzeit möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr.
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Mit diesem Artikel starten wir unsere Reihe kurzer Spielvorstellungen zur SPIEL Essen 2026 – und natürlich beginnen wir mit einem unserer absoluten Lieblingsthemen: Rennspiele. Ob auf der Rennstrecke, auf dem Wasser oder sogar mit verbundenen Augen – die ersten Neuheiten von unserer Longlist zeigen bereits, wie unterschiedlich das Genre interpretiert werden kann.

Am Stand 6B300 präsentiert MM-Spiele mit Tornado Splash ein rasantes Jet-Ski-Rennspiel von Moyuki Adisawa. Die Partie dauert etwa 20 bis 40 Minuten und richtet sich an zwei bis fünf Personen.
Im Mittelpunkt stehen Handkarten, mit denen ihr eure Route über die Rennstrecke plant. Auf den Geraden lockt die maximale Geschwindigkeit, in den Kurven ist dagegen Fingerspitzengefühl gefragt. Wer zu aggressiv fährt, verliert wertvolle Zeit – wer zu vorsichtig unterwegs ist, sieht die Konkurrenz davonziehen.
Besonders spannend klingt der einmalige Boost, den jede Person pro Rennen einsetzen darf. Der richtige Zeitpunkt kann den entscheidenden Vorsprung bringen, während ein schlecht getimter Turbo schnell verpufft. Die Mischung aus Tempo, Timing und Handmanagement macht Tornado Splash schon auf dem Papier zu einem vielversprechenden Familienspiel für Rennsportfans.

Einen der ungewöhnlichsten Ansätze der bisherigen SPIEL-Vorschau verfolgt Mole Racing von Tomas Falemo und Jenny Holf. Der Verlag Gameplay Publishing ApS hat bislang noch keinen veröffentlichten Standplatz für die Messe bekanntgegeben.
In diesem Rennspiel für zwei bis sechs Personen setzen die Teilnehmenden Blindmasken auf und steuern ihre Fahrzeuge ausschließlich mithilfe ihres Erinnerungsvermögens und ihrer räumlichen Vorstellungskraft über die Strecke. Das klingt zunächst verrückt – und genau deshalb so reizvoll.
Wer am Zug ist, bewegt sein Fahrzeug so weit, wie er oder sie sich zutraut. Kommt es zur Kollision mit einer Streckenbegrenzung oder einem anderen Fahrzeug, hallt ein lautes „Crash!“ durch die Runde. Die Fahrt endet sofort und zusätzlich drohen Strafmarker. Gleichzeitig können Treibstoffmarker genutzt werden, um weiterzufahren oder Strafmarker wieder loszuwerden.
Mole Racing kombiniert Rennspiel, Geschicklichkeit und Gedächtnisleistung auf eine Weise, die wir so bisher noch nicht gesehen haben. Gerade in Familien- und Vielspielergruppen könnte daraus ein echter Stimmungsmacher werden.
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Wer lieber klassischen Motorsport auf den Tisch bringen möchte, sollte einen Blick auf Nascard werfen. Das Kartenspiel von Guillem Coll und Ferran Renalias erscheint bei Devir und wird auf der SPIEL Essen 2026 am Stand 3D600 zu finden sein.
Als Teil der beliebten Pocket Collection bietet Nascard Rennspiel-Atmosphäre in kompakter Form. Eine Partie für ein bis sechs Personen dauert rund 30 bis 45 Minuten und führt über zwei Rennrunden bis zur Ziellinie.
Die Fahrzeuge werden über Handkarten gesteuert. Dabei gilt es, Geschwindigkeit, Reifenverschleiß und Treibstoffverbrauch geschickt auszubalancieren. Wer die aktuelle Trumpffarbe spielt, geht aggressiv ins Rennen und macht viele Plätze gut. Andere Kartenfarben ermöglichen dagegen taktischere Manöver und bringen zusätzliche Vorteile ins Spiel. Notfalls kann sogar die Boxengasse angesteuert werden, um neue Karten auf die Hand zu bekommen.
Die Kombination aus Rennspiel, Handmanagement und leichten Stichspiel-Elementen bei Nascard klingt nach einem cleveren Wettrennen mit interessanten Entscheidungen in jedem Zug.
Schon die ersten Rennspiel-Neuheiten der SPIEL Essen 2026 zeigen, wie vielfältig das Genre mittlerweile geworden ist. Vom rasanten Jet-Ski-Rennen über das chaotische Blindflug-Erlebnis bis hin zur taktischen NASCAR-Simulation im Taschenformat ist für ganz unterschiedliche Spielgruppen etwas dabei.
Wir werden die weiteren Ankündigungen zur SPIEL Essen 2026 natürlich aufmerksam verfolgen und euch in den kommenden Wochen regelmäßig weitere interessante Neuheiten vorstellen.
Hinweis: Alle Informationen in diesem Artikel basieren auf den aktuellen Einträgen der BoardGameGeek-Preview-Liste zur SPIEL Essen 2026. Änderungen (z.B. bei den Regeln, Erscheinungsterminen, Preisen oder Standorten) sind bis zur Messe jederzeit möglich. Alle Angaben daher ohne Gewähr.
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Zugegebenermaßen, war es ja immer so, dass der Konsens herrschte: Mit der SPIEL in Essen fängt der neue Brettspiel-Jahres-Zyklus an. Dass dieser nicht in Stein gemeißelt ist, zeigt allein schon unsere Jahreszählung. Das fängt ja dummerweise am 1.1. eines jeden Jahres an, aber auch schon die Spiel-des-Jahres-Jury hat ihren eigenen hochheiligen Zyklus, beginnend mit dem 01.04. Und ihr seht schon, worauf ich hier hinaus möchte: Die Berlin Brettspiel Con ist für mich eigentlich der neue Startschuss in die Spielesaison. Punkt. Wer anderer Meinung ist, hat einfach Unrecht. 😏
Hier folgt mein (nicht ganz) unparteiischer Con-Bericht
Der Beitrag Berlin Brettspiel Con 2026 – Eine Brettspiel-Messe wird erwachsen erschien zuerst auf Brettspiel Reviews, Empfehlungen und Podcasts von Brettspielerunde.
SPIELE-EVENTS. Mit Besucherzuwächsen schlossen die zwei Großveranstaltungen in Berlin und Wien ab, die ausgerechnet am selben Wochenende stattfanden. Erneut wurden jene, die den Sommer für Spielefeste ungeeignet halten, Lügen gestraft.