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kritisch gespielt: Duell der Drachen

Von: Tobias
19. Oktober 2026 um 22:25
Duell der Drachen - Box

Duell der Drachen - BoxDuell der Drachen von Jay Bendixen – erschienen bei Lookout Spiele Auch wenn ich in der Vergangenheit schon das ein oder andere Fantasybuch gelesen habe: an ein Duell der Drachen kann ich mich dabei nicht erinnern. Allerdings heißt das nichts. Ich bin mir sicher, dass ein solches Szenario literarisch verarbeitet wurde. Rein vom Titel erwarte ich […]

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kritisch gespielt: Fantastique

Von: Tobias
06. Oktober 2026 um 22:02
Fantastique - Box

Fantastique - BoxFantastique von Trevor Benjamin und Brett J. Gilbert – erschienen bei AMIGO Spiele Aufgrund meiner lediglich rudimentären Englischkenntnisse hätte ich ohne externen Hinweis das Wortspiel des Titels nicht erkannt. Woher soll ich denn wissen, dass "fan" im Englischen nicht nur der treue Anhänger einer Sache ist, sondern eben auch ein Fächer? Bisher habe ich aber […]

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Gern gespielt im September 2026

30. September 2026 um 00:01

MINIKIN CITY: Das Leben der Tiny-Heinis.

TURBO-FLITZPIEPEN 2000: Vor 40 Jahren stieg ich tiefer ins Hobby ein, um nicht solche Spiele spielen zu müssen. Jetzt spiele ich solche Spiele.

BELLA VISTA: Schöner Wohnen in Ellenbogenhausen. Aus meinem Hochhaus ist die Aussicht deshalb so wunderschön, weil es anderen Hochhäusern die Aussicht verstellt.

ENTROPY: Wenn die Prüfungsaufgabe lautet, Sonnensysteme zu erschaffen, kann es um das Bildungssystem so schlecht nicht bestellt sein.

PANIKA: Nichts ist tödlicher als Gemüse.







UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM SEPTEMBER:

LAST LEMMING: Warum müssen unsere Zählfiguren ausgerechnet Lemminge sein? Ist doch klar, dass die übers Ziel hinausschießen.





Spielejahrgang 2025/26:Was vom Jahrgang übrig bleibtTeil 3: Die Reizvollen

28. September 2026 um 00:01

Man muss auch mal ein bisschen taktisch denken. 2006 tat ich das nicht und behielt nur acht Spiele des damaligen Jahrgangs – und stehe heute vor dem Dilemma, mir für die Rubrik „Vor 20 Jahren“ so einiges aus den Fingern saugen zu müssen. Schrecklich. Und darf mir nicht wieder passieren. Für 2046 will ich vorbereitet sein.

Deshalb, aber vielleicht nicht ausschließlich deshalb behalte ich zu den schon genannten drei plus vier noch fünf weitere Spiele des aktuellen Jahrgangs. Macht in Summe zwölf. Zwölf wie zwölf Monate. Zwölf wie die zwölf Apostel. Und zwölf wie voll auf die Zwölf.

Tatsächlich habe ich mehr Spiele als die hier aufgeführten mit „reizvoll“ bewertet. Aber wir leben in einem derart goldenen Zeitalter – okay, politisch, gesellschaftlich oder ökologisch gilt das nicht –, also einem spielerisch derart goldenen Zeitalter, dass selbst „reizvoll“ schon nicht mehr absolut herausragend ist. Für manche Spiele, obwohl ich sie reizvoll finde, möchte ich nicht den knappen Regalplatz hergeben, um sie zu behalten: etwa weil meine Mitspieler:innen weniger angetan waren als ich, weshalb ich wohl keine Runden für das Spiel finden werde. Oder weil ich bereits ähnliche Spiele besitze, die ich bevorzugen würde. Oder weil die Spiele (Kampagne, Legacy) durchgespielt sind. Oder. Oder.


ARTENGARTEN: Habe ich schon verraten, dass ich komplexe Puzzles mag? Dass Mathias Wigge in ARTENGARTEN einen anderen Fokus setzt als in ARCHE NOVA kommt mir also entgegen. ARTENGARTEN ist abstrakter und weniger detailverliebt als ARCHE NOVA. Auch das passt für mich. Denn wie ich immer häufiger feststelle, bin ich immer weniger detailverliebt.


TAKE TIME: Ja, es ist wieder (nach zuletzt SKY TEAM und BOMB BUSTERS) ein kooperatives Spiel mit eingeschränkter Kommunikation. Aber warum nicht? Jedes dieser Spiele erschafft tolle Gruppengefühle. Und tolle Gruppengefühle kann man gar nicht genug haben. TAKE TIME ist (in den Einstiegskapiteln) zudem sehr zugänglich. Damit habe ich auch Leute gekriegt, denen SKY TEAM und BOMB BUSTERS schon zu viel war.


WILMOT’S WAREHOUSE: Mit diesem Spiel möchte ich noch einige Menschen überraschen, die nicht erwarten, bei einer Gedächtnisaufgabe erfolgreich zu sein. Im Team und mit den richtigen Assoziationen sind sie es aber. Die genaue Wertung allerdings lasse ich unter den Tisch fallen.


REBIRTH: Vordergründig dreht sich das Spiel um die Wiedergeburt Schottlands und Irlands nach irgendeinem apokalyptischen Zwischenfall. Das ist … na ja. Toller wäre es, REBIRTH könnte auch die Wiedergeburt Reiner Knizias als Autor auch etwas komplexerer Spiele einläuten. Seine Spiele waren Meilensteine meiner spielerischen Biografie.


MORTY SORTY MAGIC SHOP: Was das Besondere an MORTY SORTY MAGIC SHOP ist? Vielleicht gar nicht so sehr der Mechanismus. Aber: Das Spiel wird in meinen Gruppen immer wieder gespielt. Die chaotische Welt ein bisschen zu ordnen, ist eben sehr befriedigend. Nun muss ich nicht jedes Spiel behalten, das meine Mitspieler:innen gerne spielen. Aber eines, das ich sehr gerne mitspiele, unbedingt.


Spielejahrgang 2025/26:Was vom Jahrgang übrig bleibtTeil 2: Die Unterschätzten

24. September 2026 um 00:01

Hah, Clickbait auf REZENSIONEN FÜR MILLIONEN! Denn mal ehrlich: Ich weiß überhaupt nicht, ob die folgenden Spiele tatsächlich unterschätzt sind. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, vergleichend Rezensionen zu lesen, um ein Meinungsbild zu recherchieren. Und gäbe es abweichende Meinungen, könnte es ja immer noch sein (nur rein theoretisch natürlich), dass andere Rezensent:innen die Spiele realistisch beurteilen – und ich bin es, der sie überschätzt.

Die Gemeinsamkeit, warum die vier folgenden Spiele auf dieser Liste stehen, ist letztendlich: 1. Ich finde sie gut. 2. Sie konnten sich beim Deutschen Spielpreis nicht in der Top 10 platzieren, und auf einer Spiel-des-Jahres-Liste tauchen sie auch nicht auf. Ich persönlich meine ja, in meinem Blog auf einer Liste zu stehen, ist ähnlich toll. Aber leider sind auch die Listen in meinem Blog: unterschätzt.


LIMIT: Alexandre Poyé hat auf der Basis des Berichts des Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“ (1972) ein realistisches Szenario erschaffen, das zu spielen für mich ein besonderes Erlebnis war. Ich schreibe das deswegen in der Vergangenheitsform, weil spätere Partien aufgrund des abnehmenden Oha-Effekts nicht mehr so beeindruckend sein konnten wie die ersten. LIMIT wandelt sich dann zunehmend zu einem Optimierspiel. Aber zu einem, das ich für sehr bedeutend und für ein Highlight halte.


ABROAD: Mit Gleichgesinnten und gleichermaßen Begeisterten ABROAD zu spielen, ist abwechslungsreich, herausfordernd und super spannend. Die Schwierigkeit liegt jedoch darin, diese Gleichgesinnten zu finden. Die von ABROAD erzeugte Überinformation stresst, das sehe ich ein, aber genau das ist für mich der Reiz. Das Spiel von Rodrigo Rego und Danilo Valente hat nicht nur ein schönes Reisethema, die Mechanismen fühlen sich für mich obendrein frisch an.


MASSENWEISE MONSTER: Anscheinend mag ich Puzzeleien; dieses Spiel ist auch eine, wenn auch deutlich leichter. MASSENWEISE MONSTER ist ein Spiel, das immer geht, immer Spaß macht und dazu verlockt, den eigenen Highscore höher treiben zu wollen. Michael Luu hat zu seinem Legepuzzle einen einfachen und zugleich raffinierten Auswahlmechanismus gefunden, der so elegant ist, dass er vom Rumknobeln nicht groß ablenkt, aber eben doch noch eine krönende Prise Zock hinzufügt.


13 LEAVES: Kartenspiele stehen oft für: wenig Vorbereitung, wenig Verwaltung, hohe Interaktivität. Auf 13 LEAVES treffen alle drei Merkmale zu. Aus ganz wenig, nämlich nur Zahlenkarten von eins bis 13, und mit sehr wenigen Regeln hat Masato Uesugi ein unterhaltsames Spiel mit so manchen Wendungen komponiert, das sich frisch anfühlt und mir immer wieder Spaß macht. Auch gestalterisch ist 13 LEAVES besonders. Das Spiel ist abstrakt, man hätte auch einfach nur Zahlen abbilden können, aber Blätter sehen nun mal viel besser aus.


Spielejahrgang 2025/26:Was vom Jahrgang übrig bleibtTeil 1: Die Außerordentlichen

19. September 2026 um 17:01

Nicht alle sind klug. Hätte ich früher daran gedacht, ein hannoversches oder wahlweise niedersächsisches Spielearchiv zu gründen, könnte ich alle Spiele eines Jahrgangs behalten und müsste mir nicht jedes Jahr im Herbst den Kopf darüber zerbrechen, welche Spiele mir besonders behaltenswert erscheinen.

Andererseits: Das ist als Kritiker ja ohnehin mein Job. Und: Ich kann meinen Blog-Leser:innen ein paar Top-Listen unterjubeln. Das bringt mir zahlreiche Klicks und als charmanten Beifang hoffentlich die schon lange ersehnte Million. Mit dem Geld kaufe ich mir ein Archiv und habe auf einen Schlag all die Spiele zurück, die ich zuvor aussortiert hatte. Klug.

Top-Liste Nummer 1 von 3: Die Außerordentlichen.

Möglicherweise ist es gar nicht so überraschend, welche Spiele ich außerordentlich finde. Schließlich vergebe ich in diesem Blog ein Label desselben Namens. Aber wie auch die neueste PISA-Studie wieder ergeben hat, lernen gar nicht alle Leser:innen meinen Blog auswendig. Hier und da klaffen Kenntnislücken. Hinzu kommt in diesem Jahr als besondere Schwierigkeit, dass ich eines der für mich außerordentlichen Spiele nicht online, sondern nur in der Spielbox rezensiert habe ...


MOON COLONY BLOODBATH: Mein Lieblingsspiel in diesem Jahrgang! Ich habe es sogar einige Male solo gespielt. Das sagt alles. Und falls doch nicht: Ich mag die ungewöhnliche Dramaturgie, dass wir im (vermeintlichen) Wachstum starten und am Ende alles kaputt ist. Normalerweise funktionieren Spiele andersherum: Wir haben nur ein paar Ressourcen, wir haben nur ein paar Züge und denken: Wie soll ich denn damit bloß ein Imperium aufbauen? Und am Ende haben wir ein Imperium. In MOON COLONY BLOODBATH haben wir am Ende einen Scherbenhaufen. Und auch das nur bestenfalls. Als Spielgefühl mag ich, wie Autor Donald X. Vaccarino mich kreativ sein lässt. Der Aktionskartenstapel ist wie ein Programm, das kontinuierlich gegen mich und gegen uns alle arbeitet. Ich versuche, mit meinen rudimentären Mitteln einen fragilen Aufbau zu improvisieren, der eine Weile standhält, und sei es nur ein bisschen länger als die Konstruktion der Konkurrenz.


DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT: Wenn Spiele Gefühle hätten, dann wäre dieses Spiel vermutlich etwas geknickt. Sieben Monate lang war es Tabellenführer in meinem Herzen (bevor jemand fragt: ja klar, mein Herz ist eine Excel-Tabelle). Und kurz vor Toreschluss im März 2026 kam plötzlich jenes andere (siehe oben) angerauscht und verdrängte DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT vom Thron. Trotzdem ist auch dieses Spiel sensationell. Matt Leacock hat es geschafft, seinen PANDEMIE-Mechanismus mit Der Herr der Ringe auf sehr organische Weise zu vereinen. Das Spiel kreiert immer wieder neue und faszinierende Varianten eines schon oft erzählten Plots. Geschichten, die sich ähnlich stimmig anfühlen und im Gedächtnis bleiben.


DITO: Hier und da habe ich Enttäuschung vernommen, dass DITO! Spiel des Jahres wurde. Es sei ja nichts Besonderes, hieß es. Und ich möchte einwenden: Ist es doch. DITO! hat allerdings zwei, drei Partien gebraucht, um mein Herz vollständig zu erobern. Anfangs dachte ich doch glatt, das Spiel sei nichts Besonderes. Besonders wird es für mich aber dadurch, dass DITO! fast immer und überall passt. Es ist ein Spiel, das ich wieder und wieder spielen kann – und das mir verlässlich wieder und wieder Spaß bereitet. In diesem Fall ist es nicht die Innovation, die das Spiel von Martin Ang so besonders macht, es ist die Komposition der gut gewählten Fragen und des emotionalen Wertungsmechanismus. Ich bin mir sicher, dass ich DITO! noch oft spielen werde. Allein schon deshalb, weil ich es noch vielen Menschen zeigen will.


13 Brettspiel Neuheiten gespielt | B-Rex Tage Highlights zur SPIEL 2026

15. September 2026 um 12:00

Wir waren für euch vom 04.09.2026 bis zum 06.09.2026 auf den B-Rex Tagen in Merseburg unterwegs und konnten vorab jede Menge spannende Neuheiten für die SPIEL26 in Essen antesten und durchspielen!

13.09.2026 Videobericht auf Youtube: https://youtu.be/iI3lHaKNuHE

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kritisch gespielt: Kniffel: Das Duell

Von: Tobias
02. September 2026 um 22:28
Kniffel Duell - Box

Kniffel Duell - BoxKniffel: Das Duell von Reiner Knizia – erschienen bei Schmidt Spiele 2‑Personenspiele sind ein Trend der letzten Jahre. Mal kooperativ, häufiger aber ein Gegeneinander. Mal eher ungewöhnliche Konzepte, häufiger aber ein taktisches Tauziehen. So ist es jedenfalls nicht verwunderlich, dass mit KNIFFEL: DAS DUELL eines der populärsten Spiele der Neuzeit ebenfalls eine Duellversion erhält. Dabei wurde mit […]

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Gern gespielt im August 2026

DUELL DER DRACHEN: Dass, wer das Doppelte hat, verliert, könnte auch für die bevorstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt eine gute Regelung sein.

EXPEDITION DURCHS EIS: Die Verwechselbarkeit von Blau und Schwarz ist leider ein Problem.

TERRAFORMING MARS: Planeten in Reichweite der Erde leben gefährlich. Wir kommen!

DIE VERLORENEN RUINEN VON ARNAK: Ach, waren das Zeiten, als man in einem unbekannten Land die Biene Maja traf.

DIE GILDE DER FAHRENDEN HÄNDLER: In Hannover müsste es übrigens „Das Gilde“ heißen.







UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM AUGUST:

KINGDOM CROSSING: 47 Jahre später gibt es nun endlich die Erklärung dafür, warum du über sieben Brücken gehen musst: Es zählt vier Punkte.





frisch gestrichen: Las Vegas

Von: Tobias
28. August 2026 um 21:53
Las Vegas - Box

Las Vegas - BoxLas Vegas von Rüdiger Dorn – erschienen bei Ravensburger Die erste Ausgabe von (LAS) VEGAS erschien 2012. Das ist so lange her, dass das Spiel schon einen Bart haben könnte – was in diesem Fall durchaus passend wäre. Denn als ein mit aufgewachsener Jugendlicher verbinde ich Las Vegas immer auch mit ZZ TOP. Was bleibt […]

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Spielejahrgang 2025/26: Was meine Spielerunden gerne spielen (2)

Habe ich schon darauf hingewiesen, wie sehr das alles mit Vorsicht zu genießen ist? Ich spreche nicht etwa von meinen Bewertungen, die ich als freundliches Korrektiv unter die Durchschnittsnoten meiner Spielegruppen geschrieben habe. Meine Bewertungen sind natürlich genau richtig. Durchschnittsnoten jedoch sind heikel. Sie gaukeln Objektivität vor, wo keine ist.

Viele externe Faktoren können die Bewertung eines Spiels beeinflussen, die Spielerunde etwa. Ist sie positiv gestimmt, ist sie nörgelig? Es ist schwer, ein Spiel gut zu finden, wenn die anderen am Tisch die ganze Zeit herumlamentieren. Klar, man kann solche Einflüsse herausfiltern, indem man beim nächsten Mal dasselbe Spiel mit anderen Menschen spielt. Allerdings: Wer zu meinen öffentlichen Spielegruppen kommt, will eher neue Spiele kennenlernen und nicht unbedingt etwas spielen, das schon bekannt ist. Und schon gar nicht das, was beim ersten Mal schon nicht so wahnsinnig viel Spaß gemacht hat.

Nächstes Problem: Spiele für Kenner:innen und Expert:innen (im Jargon von Spiel des Jahres: „anthrazitfarbene“ Spiele) werden an meinen Wochenenden von weniger Personen gespielt als die „roten“ Spiele, die wegen kurzer Anleitungen schnellen Spaß versprechen und im Bestfall auch noch für große Runden mit mehr als vier Personen geeignet sind. Die Notenbasis bei Anthrazit ist kleiner, Ausreißernoten mitteln sich nicht so leicht aus.

Doch selbst die roten Spiele mit mehr Bewertungen sind nicht zwangsläufig gerechter oder richtiger bewertet. Ist jemand zum Spieletreff gekommen, um harte Brecherspiele zu spielen, findet aber keine Mitspieler:innen dafür und muss verachtete leichte Kost spielen, ernten diese Spiele möglicherweise keine allzu faire Bewertung. Und weil rund um einen verlässlichen harten Kern die Fluktuation in meinen öffentlichen Runden groß ist, sind viele Noten auch nur Ersteindrücke. Zu einer zweiten oder gar dritten Partie kommt es selten.

Alles in allem: Diesem Notengedöns ist nicht zu trauen. Trotzdem macht es mir einfach zu viel Spaß, aus den Zahlen eine kleine Tabelle zu erstellen. Und deswegen habe ich es wieder getan. Hier die ultimativ nicht ultimative Auswertung für Anthrazit:


1. MOON COLONY BLOODBATH
Mitspieler:innen: 7,9 / 10
Udo: ****** außerordentlich


2. REBIRTH
Mitspieler:innen: 7,5 / 10
Udo: ***** reizvoll


3. ARTENGARTEN
Mitspieler:innen: 7,5 / 10
Udo: ***** reizvoll


4. WUNDERSAME WESEN
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: **** solide


5. LIFE OF THE AMAZONIA
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: ***** reizvoll


6. DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT
Mitspieler:innen: 7,2 / 10
Udo: ****** außerordentlich


7. WISPWOOD
Mitspieler:innen: 7,1 / 10
Udo: **** solide


8. DEWAN
Mitspieler:innen: 7,1 / 10
Udo: **** solide


9. ABROAD
Mitspieler:innen: 7,1 / 10
Udo: ***** reizvoll


10. KAVANGO
Mitspieler:innen: 7,1 / 10
Udo: ***** reizvoll





Spielejahrgang 2025/26: Was meine Spielerunden gerne spielen (1)

Meine Woche ist simpel strukturiert: Montags spiele ich mit meiner Montagsrunde, dienstags mit meiner Dienstagsrunde. Und so weiter, es gibt ja noch ein paar andere Werktage. Und am Wochenende? Habe ich manchmal Wochenende. Manchmal aber auch nicht. Denn am Wochenende spielen meine öffentlichen Runden, die – wenig überraschend – von weit mehr Menschen besucht werden als die Spielerunden bei mir zu Hause.

Der Unterschied? Während ich bei mir zu Hause mit allen anwesenden Menschen gleichzeitig spiele und so auch automatisch miterlebe, wie sie das Spiel finden (zumal wir bei Bedarf hinterher noch darüber diskutieren), spiele ich wochenends nur mit einem Bruchteil der Anwesenden und bekomme ihr Erleben der Spiele nicht so genau mit. Die Gruppen schnappen sich irgendwelche Spiele, spielen sie, stellen sie wieder zurück, holen sich das nächste und diskutieren ihre Spielerfahrungen vielleicht untereinander, aber nicht zwangsläufig mit mir.

Für mich als Spielevampir, der den Menschen ihre Spielerfahrung absaugen möchte, ist dieser Zustand unhaltbar. Weshalb ich die Besucher:innen – höflich getarnt – dazu verdonnere, vor dem Nachhausegehen Notenzettel auszufüllen, um die gespielten Spiele auf einer Skala von 1 bis 10 zu bewerten.

Das ist dann natürlich nur eine Zahl, kein ausführliches Feedback. Aber immerhin ein Anhaltspunkt. Werden Spiele auffallend gut bewertet, die nach meinem bisherigen Eindruck gar nicht so überragend waren, sehe ich das als Aufforderung an mich, dem Spiel noch mehr Zeit zu widmen und es in anderen Konstellationen als bislang auszuprobieren. Und umgekehrt: Finde ich ein Spiel ganz toll, aber in den abgegebenen Noten spiegelt sich das nicht wider, wäre dies ein Grund für Ursachenforschung.

Zahlen haben außerdem den Vorteil, dass man sie in Tabellen eintragen und Dinge damit errechnen kann. Zum Beispiel die Durchschnittswerte. Hier die ultimative Liste der in diesem Jahrgang von meinen Mitspieler:innen am höchsten bewerteten (nach Spiel-des-Jahres-Kriterien) „roten“ Spiele.

Ach ja, die Betitelung „ultimativ“ ist in diesem Zusammenhang natürlich ultimativer Unsinn. Die Spitze liegt eng beisammen. Vor einem Monat waren die Platzierungen noch ein bisschen anders, und in einem Monat würden sie wohl auch wieder etwas anders sein. Aber irgendwann ist eben der Stichtag, und das ist heute, weil ich es sage. Basta!


1. MATCH ME IF YOU CAN
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: **** solide


2. DITO!
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: ****** außerordentlich


3. PILI PILI
Mitspieler:innen: 7,4 / 10
Udo: *** mäßig


4. GOT FIVE!
Mitspieler:innen: 7,3 / 10
Udo: **** solide


5. TAKE TIME
Mitspieler:innen: 7,3 / 10
Udo: ***** reizvoll


6. VISION
Mitspieler:innen: 7,2 / 10
Udo: **** solide


7. MORTY SORTY MAGIC SHOP
Mitspieler:innen: 7,0 / 10
Udo: ***** reizvoll


8. 13 LEAVES
Mitspieler:innen: 7,0 / 10
Udo: ***** reizvoll




Gern gespielt im Juli 2026

FANTASTIQUE: Bei über 30 Grad gibt es wohl kaum etwas Besseres als einen Fächer, mit dem man auch spielen kann.

YUBIBO: Endlich Gleichberechtigung! Stöckchen und Bällchen sind nicht mehr nur Hunden vorbehalten.

CIRCADIA: Die Spielgeschichte habe ich nicht verstanden. Böse Zungen behaupten: Das Spiel auch nicht.

KREATUREN KARAWANE: Pläne für den Planwagen.

DITO: Können nicht auch drei Kreuze ein Bingo sein?








UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM JULI:

MOON COLONY BLOODBATH: Na und, früher gab es auch schon heiße Sommer.







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