Normale Ansicht

SWAMS #90: Der erste Blick auf die Neuheiten der SPIEL’26

Von: Gnislew
02. August 2026 um 18:30
SWAMS #90: Der erste Blick auf die Neuheiten der SPIEL’26 Blogspiele Gnislew

Die SPIEL'26 kommt mit großen Schritten näher! Es scheint zwar erst Anfang August zu sein, aber der Oktober ist schneller da als man denkt. Grund genug für unseren Kulturpodcast die Messevorschau zu starten und einen Blick darauf zu werfen was uns an Neuheiten erwartet. Wir belassen es dabei bei Titeln die in einer deutschsprachigen Fassung erscheinen. Zudem kommen in dieser Folge nur die Verlage bis zum Buchstaben L zum Zuge! Auch so dürft ihr uns gut zwei Stunden lauschen! Viel Spaß!

The post SWAMS #90: Der erste Blick auf die Neuheiten der SPIEL’26 first appeared on Blogspiele.

SPIEL Essen 2026 Tickets: Preise und Verkaufsstart

20. Juli 2026 um 16:30
SPIEL Essen 2026 Tickets: Preise und Verkaufsstart

Am 22. Juli 2026 beginnt gegen 10 Uhr der Ticketverkauf für die SPIEL Essen 2026. Wer die Brettspielmesse vom 22. bis 25. Oktober besuchen möchte, kann SPIEL Essen 2026 Tickets ausschließlich online kaufen und bis einschließlich 4. August einen Frühbucherpreis nutzen.

Ticketshop öffnet am 22. Juli

Die SPIEL Essen findet 2026 von Donnerstag, 22. Oktober, bis Sonntag, 25. Oktober, auf dem Gelände der Messe Essen statt. Der Veranstalter will den Ticketshop am Mittwoch, 22. Juli, gegen 10 Uhr freischalten. Eine Tageskasse vor Ort gibt es nicht. Auch Gutscheine lassen sich vor dem Start des Shops nicht kaufen.

Wer seinen Besuch fest plant, sollte deshalb direkt über die offizielle Seite für Tickets und Öffnungszeiten gehen. Die Frühbucherpreise gelten bis einschließlich 4. August. Ab dem 5. August steigen die meisten Tageskarten um einen oder zwei Euro. Für Fachbesucher bleibt der Preis unverändert.

SPIEL Essen 2026: Ticketpreise im Überblick

Die regulären Tageskarten und ihre Frühbucherpreise:

TicketBis 4. August 2026Ab 5. August 2026
Normalpreis24 Euro25 Euro
Kinder von 4 bis 12 Jahren15 Euro16 Euro
Ermäßigt, Nachweis erforderlich21 Euro22 Euro
Familie: 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder von 4 bis 12 Jahren65 Euro67 Euro
Fachbesucher, Nachweis erforderlich46 Euro46 Euro

Der ermäßigte Preis gilt laut Veranstalter für schwerbehinderte Menschen ab einem Grad der Behinderung von 50, Schülerinnen und Schüler, Studierende, Teilnehmende an einem sozialen Jahr sowie Personen im Cosplay. Fachbesucherkarten sind Menschen vorbehalten, die in der Brettspielbranche arbeiten.

Für Familien ist die Altersgrenze wichtig: Kinder unter vier Jahren benötigen keine kostenpflichtige Karte. Das Familienticket umfasst zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren. Kinder ab 13 Jahren sind im Familienticket nicht enthalten. Schülerinnen und Schüler können mit Nachweis eine ermäßigte Einzelkarte nutzen, für alle anderen älteren Kinder ist eine reguläre Einzelkarte nötig. Familien sollten beide Varianten vor dem Kauf vergleichen.

Die Tickets gelten jeweils für die gesamte Öffnungszeit des gewählten Tages. Von Donnerstag bis Samstag öffnet die Messe von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Mit Kindern sind ein ganzer Messetag, volle Hallen und lange Wege anspruchsvoll. Planen Sie Pausen ein und rechnen Sie damit, nur einen Teil der Messe zu schaffen. Wer das Gelände zwischendurch verlässt, muss sich am Ausgang ein Wiedereintrittsbändchen geben lassen.

Zusatzangebote kosten extra

Neben den Eintrittskarten verkauft die SPIEL mehrere einzeln buchbare Zusatzangebote:

ZusatzangebotPreis
Teilnahmebestätigung für den Educators Day5 Euro
Teilnahme am Golden Demon12 Euro
Warhammer 40.000: Kill Team LIVE!25 Euro
Fachbesucher-Parkplatz12 Euro

Beim Educators Day kostet nicht das Programm selbst extra. Vorträge und Gesprächsrunden auf der Bühne in Halle 4 sind im Messeeintritt enthalten. Die fünf Euro werden nur fällig, wenn Sie anschließend eine Teilnahmebestätigung benötigen.

Für den Miniaturen-Bemalwettbewerb Golden Demon brauchen Teilnehmende zusätzlich zum Messeticket das Zusatzangebot für zwölf Euro. Außerdem verlangt der Veranstalter eine Anmeldung zum Wettbewerb. Die Preisverleihung findet am Sonntag statt, persönliche Anwesenheit ist dabei erforderlich.

Kill Team LIVE! ist ein separates Lasertag-Angebot von Games Workshop und der SPIEL Essen. Es findet laut Veranstalter im Saal Europa des Congress Centers West statt. Für die Teilnahme reicht das normale Messeticket allein nicht aus.

Der Fachbesucher-Parkplatz lässt sich nur zusammen mit einem Fachbesucherticket buchen. Für reguläre Besucher ist dieses Zusatzangebot nicht vorgesehen.

Halle 8 erweitert die Messefläche

Die SPIEL nutzt 2026 erstmals alle acht Hallen des Essener Messegeländes. Halle 8 erweitert die Fläche nach Angaben des Veranstalters um rund 3.700 Quadratmeter. Insgesamt nennt die SPIEL Essen damit 81.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Würfelreich hatte die Erweiterung auf alle acht Hallen bereits eingeordnet.

Diese Zahl beschreibt zunächst mehr Platz für Stände und Wege. Der Veranstalter teilte im April außerdem mit, dass sämtliche Standflächen vergeben seien und weitere Anmeldungen auf eine Warteliste kämen. Für Besucher bleibt trotzdem entscheidend, ob für den gewünschten Tag noch Tickets erhältlich sind. 2025 waren laut offizieller Rückschau am Ende alle vier Messetage ausverkauft. Unser Rückblick auf die vier ausverkauften Messetage liefert den Vorjahreskontext.

Was Besucher jetzt beachten sollten

Der wichtigste Termin ist der 22. Juli gegen 10 Uhr. Ab dann lohnt sich ein Blick in den offiziellen Ticketshop. Wer sicher fahren will, kann bis zum 4. August ein wenig sparen. Noch wichtiger ist der frühe Kauf für alle, die auf einen bestimmten Messetag festgelegt sind.

Das neue Partnerprogramm „Essen spielt!“ soll während der Messe Aktionen und Vorteile in der Stadt bündeln. Welche Angebote für Ticketinhaber konkret gelten, veröffentlicht der Veranstalter auf seiner offiziellen SPIEL-Essen-Seite. Prüfen Sie diese Angaben kurz vor der Reise noch einmal, da sich teilnehmende Orte und Aktionen ändern können.

Für Familien sind die Altersgrenzen, für Fachbesucher der erforderliche Nachweis und für Teilnehmende an Golden Demon oder Kill Team LIVE! die Zusatzkarten entscheidend. Wer nur Vorträge des Educators Day besuchen möchte, braucht dagegen keine kostenpflichtige Teilnahmebestätigung. So bleibt der Ticketkauf trotz der vielen Optionen überschaubar.

Robo Run: Portal Games schickt zwei Roboter zur SPIEL 2026

09. Juli 2026 um 17:01
Robo Run: Portal Games schickt zwei Roboter zur SPIEL 2026

Portal Games hat mit Robo Run ein neues kooperatives Spiel angekündigt, das seine Weltpremiere im Oktober 2026 auf der SPIEL in Essen feiern soll. Der Titel ist konsequent auf genau zwei Personen zugeschnitten und stellt die Kommunikation zwischen den Mitspielenden auf eine harte Probe: Während einer Partie darf nicht gesprochen werden.

Verantwortlich für das Design zeichnet Eryk Nowak, die Illustrationen stammen von Hanna Kuik. Thematisch spielt Robo Run in einer Sci-Fi-Fabrik. Zwei Roboter, die ein Bewusstsein entwickelt haben, versuchen, durch eine feindliche Produktionshalle zum Ausgang zu fliehen.

Robo Run auf einen Blick

  • Verlag: Portal Games
  • Design: Eryk Nowak
  • Illustration: Hanna Kuik
  • Spieleranzahl: genau 2
  • Spielzeit: 20 bis 25 Min. pro Szenario (Kampagne ca. 2 bis 2,5 Std.)
  • Typ: kooperatives Kampagnenspiel
  • Premiere: SPIEL 2026, Essen

So wird Robo Run gespielt

Robo Run ist ein reines Zwei-Personen-Koop. Beide Spielenden steuern je einen Roboter über ein Gitterfeld, weichen tödlichen Fallen aus und arbeiten sich zum Ausgang vor. Der Kern des Spiels liegt in der eingeschränkten Kommunikation: Gesprochen wird nicht. Koordiniert wird über Beobachtung und Muster, also darüber, was der andere Roboter tut und wohin er sich bewegt. Als einziges aktives Signal steht pro Szenario ein einzelnes BEEP-Token bereit. Wer es einsetzt, gibt seinem Gegenüber einen Hinweis, hat diese Möglichkeit im laufenden Szenario danach aber verbraucht.

Zur Auswahl stehen vier einzigartige Roboter, deren Fähigkeiten sich im Verlauf aufwerten lassen. Zu den benannten Fähigkeiten gehören ABS, Nitro und Hacking Probe.

Umfang und Spielzeit

Robo Run ist als Kampagnenspiel angelegt. Es umfasst fünf Kampagnen mit je fünf regulären Szenarien sowie einer zusätzlichen Experten-Herausforderung pro Kampagne. Ein einzelnes Szenario dauert laut Verlag 20 bis 25 Minuten, eine komplette Kampagne entsprechend zwei bis zweieinhalb Stunden. Beide Werte sind Verlagsangaben.

Der Anker: Sky Team

Portal-Games-Gründer und -Verleger Ignacy Trzewiczek zieht in der offiziellen Ankündigung selbst einen Vergleich, der Genrekennern ein Gefühl für das Spiel gibt. Robo Run habe ihn an Sky Team erinnert, verbunden mit dem Vibe alter 2D-Videospiele, so Trzewiczek sinngemäß. Auch Sky Team, das bei den Gouden Ludo 2025 als kooperatives Zweipersonenspiel ausgezeichnet wurde, begrenzt die Kommunikation zwischen den Beteiligten bewusst. Ob Robo Run diesen Vergleich einlöst, wird sich zeigen, sobald das Spiel auf dem Tisch liegt.

Für DACH-Leser

Portal Games ist im deutschsprachigen Raum kein Unbekannter. Titel wie Robinson Crusoe und die Detective-Reihe stehen in vielen Regalen. Die Essen-Premiere macht Robo Run damit zu einem der Kandidaten, die man auf der SPIEL 2026 im Blick behalten kann. Eine deutsche Fassung ist bislang nicht offiziell bestätigt. Weitere Daten sammelt der BoardGameGeek-Eintrag.

Roll & Dine Essen: Crowdfunding fürs Brettspielbistro

21. Juni 2026 um 10:27
Roll & Dine Essen: Crowdfunding fürs Brettspielbistro

In Essen, der Stadt der weltgrößten Brettspielmesse, sammelt ein kleines Brettspielbistro Geld, um seine Zukunft zu sichern. Auf der Plattform Startnext wirbt das Roll & Dine (in der Kampagne auch „Roll'n Dine“ geschrieben) seit Mitte Mai um Startkapital, damit Köchin Gosia den Laden allein weiterführen kann. Wir haben uns die Kampagne angesehen: worum es geht, wie weit sie ist und was du als Unterstützer bekommst.

Was das Roll & Dine ist

Das Roll & Dine an der Kämpenstraße 17 in Essen-Holsterhausen ist kein normales Restaurant, sondern ein Bistro, das wir zur Eröffnung schon einmal vorgestellt haben, in dem Essen und Brettspiele zusammengehören. Eröffnet wurde es Ende April 2024, gerade hat es seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Die Idee ist einfach: Du zahlst einen kleinen Betrag pro Person und spielst, so lange du willst, aus einer Sammlung von rund 1.000 Brettspielen, die nach Spieleranzahl sortiert im Regal stehen. Laut Betreiberangaben kostet das fünf Euro pro Person, für Kinder unter 14 Jahren vier Euro. Dazu wird frisch gekocht, wöchentlich wechselnd und immer mit vegetarischer wie veganer Variante.

Familien sind dabei ausdrücklich mitgedacht: Neben dem ermäßigten Eintritt für Kinder unter 14 Jahren soll die Kinderecke laut Betreiberangaben weiter ausgebaut werden. Rund um die Spiele gibt es ein festes Eventprogramm: Brettwoch und Sunday Swingers als offene Spielrunden, Blood on the Clocktower mit Anfänger- und Fortgeschrittenenrunden, Pen-&-Paper-Abende, Krimidinner, Challenges und freitags die Runde „Mädels unter sich“. Regelmäßig kommen laut Kampagne namhafte Spieleautoren zum Prototypentest vorbei. Für die Essener Brettspielszene ist der Ort damit eine Art ganzjähriges Wohnzimmer.

Warum jetzt das Crowdfunding

Das Bistro gibt es seit zwei Jahren, die Kampagne ist neu. Der Grund: Das Roll & Dine steht an einem Wendepunkt. „Gosia übernimmt das Bistro nun selbst“, schreibt Initiatorin Claudia Kukuk auf der Kampagnenseite. Sie hat das Crowdfunding nicht für sich, sondern für Gosia gestartet, die das Roll & Dine von Anfang an als Köchin und als Organisatorin vieler Events geprägt hat. Für die Übernahme braucht Gosia Startkapital.

Konkret soll das Geld laut Kampagne in die laufenden Betriebskosten fließen, also Miete, Lebensmittel und Getränke, dazu in die Löhne des Teams, in einen Puffer für unerwartete Reparaturen (genannt werden Kaffee- und Spülmaschine) und in neue Brettspiele. Den Ton der Kampagne sollte man dabei ernst nehmen: „Ohne deine Unterstützung droht dieser Ort zu verschwinden“, heißt es dort. Es geht also nicht um eine Erweiterung, sondern darum, das Bistro über den Eigentümerwechsel hinaus abzusichern.

Zahlen, Stand und Finanzierungsmodell

Stand 21.06.2026 hat die Kampagne 2.990 Euro von 23 Unterstützerinnen und Unterstützern eingesammelt, sieben davon anonym. Als Fundingschwelle nennt Startnext 10.000 Euro; mit dieser Summe seien „Miete und Nebenkosten der nächsten Monate gesichert“. Die Fundingphase läuft noch bis zum 19. Juli 2026.

Anders als beim klassischen Alles-oder-Nichts-Prinzip fließt das Geld flexibel: Das gesammelte Funding geht laut Kampagne „nach Abzug der Startnext-Gebühren zu 100 % an Gosia“, auch wenn die 10.000-Euro-Marke bis zum Ende nicht erreicht wird. Darüber hinaus hat das Projekt vier Etappenziele gesetzt. Bei 10.000 Euro sind Miete und Nebenkosten gedeckt. Bei 15.000 Euro kann eine zusätzliche Servicekraft eingestellt werden, um die Öffnungszeiten zu halten. 20.000 Euro sollen zusätzlich Lieferantenrechnungen und neue Spiele finanzieren. Und ab 25.000 Euro bliebe Geld für Renovierungen und Reparaturen.

Die Dankeschöns

Die Gegenleistungen bleiben bewusst nah am Bistro: Laut Kampagne reichen die Dankeschöns vom Freigetränk bis zum Spieleabend zu zweit und werden alle direkt vor Ort bei Gosia eingelöst. Die Einstiegsstufe ist schon mit einem Freigetränk erreicht, sodass auch ein kleiner Beitrag eine passende Gegenleistung hat; die genaue Staffel mit den einzelnen Beträgen führt die Kampagnenseite auf. Wer unterstützt, bekommt seine Gegenleistung also an genau dem Ort zurück, den das Geld sichern soll, statt als anonymes Add-on per Post.

Was bleibt

Für Brettspielfans im Ruhrgebiet ist die Sache überschaubar: Wer schon einmal einen Abend im Roll & Dine verbracht hat, kann mit ein paar Euro dazu beitragen, dass es das Bistro auch nach dem Eigentümerwechsel noch gibt. Und für alle anderen ist es eine gute Erinnerung daran, dass Essen nicht nur einmal im Jahr zur Brettspielhauptstadt wird, wenn die SPIEL ihre Tore öffnet, sondern das ganze Jahr über kleine Orte hat, an denen gewürfelt, gegessen und gewonnen wird.

All you can repeat – Spielkritik

Von: Paddy
17. April 2026 um 14:26
All you can repeat

Wie das eben so läuft im Restaurant: Man bestellt sich was, und noch was, und gleich nochmal was. Aber wer kann sich das alles merken, wenn es ans Bezahlen geht? All you can repeat ist ein knallhartes Merkspiel, das man

Der Beitrag All you can repeat – Spielkritik erschien zuerst auf brettspielblog.ch.

Essen SPIEL 2025 Recap

02. November 2025 um 17:44

Once more, the SPIEL fair at Essen has come to an end. It’s been a few intense days of looking, meeting, and, of course, playing – for me and 200,000+ other attendees. Even though the fair has expanded to another hall now, tickets for the busiest days (Friday and Saturday) were sold out a week before the event, and I also had the impression that more of the games sold out (at least that was my experience at several booths). Thus, I went home with zero purchases – which is fine! I travelled with a light suitcase on my way back, and I’ll be able to catch up on purchases via the usual local and online vendors.

Something you cannot catch up on, however, is meeting the people who mean something to you. I’ve always enjoyed going to the fair with a friend or two, and over the years, my SPIEL schedule has been enriched by more and more meetings with my fellow friends of board games and history whom I’ve met over the internet. In that regard, this year’s SPIEL has been exceptional: Not only have I gotten to dinner with my Boardgame Historian colleagues (a great way to start off the fair experience with some sparkling conversations on history in board games from a research and museum perspective) and to play a few games with Michal from The Boardgames Chronicle (more on that below) – both are almost traditions by this time – but I (and Michal) also got to meet Grant and Alexander from The Players’ Aid on their very first trip to SPIEL! I think that we all had a blast, and many plans to meet again are already in the making… and maybe play more games together!

Speaking of games: I’ve gotten around to play a grand total of 13 during the two days of the fair (ranging from very short demos to full games). Here are my highlights:

Bohemians (Jasper de Lange, Portal Games)

Bohemians had attracted my attention with its beautiful artwork and its intriguing fin de siècle Paris art scene setting. After giving it a test drive at SPIEL (with Michal, my friend A., and another fairgoer), I can also attest that it has sound mechanics (a mix of long-term deckbuilding and short-term pattern building from the cards in your hand):

You arrange your day as an aspiring artist with activities like “Wander the streets aimlessly” or “Practice a new technique.” The activity cards have symbols on the left and right, which, if matching, give you inspiration. You can imagine that there are some power combos – for example “Get in the mood for composing” and “Compose without stopping” have four matching symbols!

It gets even better if you acquire more inspirational activities (by spending inspiration) or if you don’t do activities alone, but have a muse with you (also to be gotten into your hand by spending inspiration).

In the end, your goal is to make artistic achievements which range from “A mildly positive review in the local newspaper” over “Your family’s quiet acceptance of your new life” to “Establishment dismayed by your work” which – you guessed it – are also acquired by spending inspiration.

A good day as an artist: I got six inspiration from matching symbols on the card edges, two because the color of the card for morning and night matches that on the player board (orange and blue), and another three from the bonus of the “Go from café to café” activity. That’s 11 inspiration, enough for an artistic achievement (above the player board). Unfortunately, not working also meant I gained another hardship – like the previously-acquired drinking habit above the player board whose negative effect (drawing another hardship!) I staved off by playing enough expression icons.

As you need quite a lot of inspiration for the achievements (and they get ever more “expensive” as the game progresses), you’ll probably have to arrange for artistic activities in all four slots of the day… which means you cannot work, another (much less exciting) way to spend your time. Every player has a disreputable profession (street musician, beggar, journalist…) which they can use instead of an activity – and, if they do not, they will gain a hardship card into their deck. You know, all the bad things in life that only orderly labor keeps at bay. Abject poverty. Shame. Syphilis.

Ideally, activities, muses, achievements, and hardships come together narratively. For example, I had a great day in which my activities linked up and I could meet with not one, but two muses right after another! That gave so much inspiration that I gained an achievement… but as I hadn’t worked, I gained a hardship – hypersexuality! Apparently, I had frolicked a bit too much with the muses.

Bohemians is a nice light deck-builder which should work especially nicely for casual audiences. I had a very good start at the fair with it and have acquired it since.

Neither King Nor God (Uwe Walentin, Sound of Drums)

And now for something completely different! Neither King Nor God takes players to the European power struggle in the Age of Reformation. Four of them will fill the shoes of England, France, the Holy Roman Empire, and the Papacy in their quest to spread their trade, conquer new territories, and convert cities to their religion. For this task, they send out courtiers to the great cities of Europe. As the courtiers are placed face down, you know where your rivals sent one to, but not what kind of courtier it is – a merchant to plop down trade barrels, a general to move armies, an assassin to murder or a traitor to take over another courtier?

As the courtier stacks in cities will be resolved only when all courtiers have been placed (top to bottom – so the courtier placed last goes first), there’s a lot of tactical finesse in placement: Do you go where everyone seems to go to partake in the bonanza or do you try to carve out your own little domain in less popular cities? Will you place your merchant first so that he’s on the bottom of a stack and will resolve after any general who could raid his trade barrel placement or do you place him last so he can go before anyone tries to murder him?

Strasbourg, the place to be: No fewer than eight courtiers have assembled there. Nearby Colonia is only visited by a single Papal courtier.

That makes for very little downtime and great mirth both in assembling and resolving those courtier stacks. Given that everyone’s victory conditions are secret (to be drawn randomly at the start of the game), there is a lot of guessing and bluffing. However, if no one has fulfilled their victory condition by the time the plague hits Europe, different victory conditions will apply.

The game at setup: Soon, the empty regions of Europe will be filled by the all-important trade barrels on which the income of the great powers depends.

Despite its length (three to four hours for a full game), the game plays briskly from the first turn on. And while it is involved, it’s not a complicated game – in fact, as the friendly Sound of Drums guy who had explained the game to the group before us had to demo a game at another table, we successfully self-taught the game from the rulebook!

Neither King Nor God is a pilot for a bigger five-player version that is to be published next year.

Verdun (Ren Multamäki, Dragon Dawn Productions)

I’d been eyeing Verdun for some time now, but never got around to play it. Good thing I could remedy that at SPIEL! As Michal and I randomly bumped into each other at the DDP booth, we could try the game together (each accompanied by a team mate).

Verdun is one of the many “trick-takers with a twist” that are released these days – and definitely one of the better ones! Two or four players (in teams of two) fight the World War I battle of Verdun. Whoever has the initiative selects an objective to attack. If their side – Germany or France – wins the trick by at least the (hidden) strength of the objective, they’ll gain the objective and its victory points. As all players draw from a shared deck of cards, that means that anyone will have both German and French cards in their hand.

That leads to all sides of interesting decisions: If you’re defending as France, are you going to play a French card to try and win the trick? Or are you playing a German one to get rid of it, either hoping that you’ll win anyway, or that the Germans win by so much that another German card doesn’t do them any good?

It gets even trickier when you consider that all cards have skull icons on them, indicating how many negative points they’ll confer on their respective side if they end up in the casualty pile. After every trick, one card per side (sometimes more) ends up as a casualty. If you can sneak in a skull-heavy card of the opponent side, that might undo all the points they’ll gain from winning the objective.

I, as one of the German players, have just played a strong French card in the hopes of poisoning their victory with high casualties (skulls on the left of the card).

Consequently, scores will likely be negative in the end. Maybe you’ll win a few objectives, maybe not. But certainly, you will have suffered appalling losses. The question is not if you’ll win big, but if your enemy is losing even more painfully than you. The grim logic of the war of attrition on the Western Front.

Our short test game also showed the importance of keeping initiative, so you can attack and at least have the chance to win objectives and offset some of the losses: In the end, France had gained two objectives (Germany none), which, as losses were pretty evenly spread, was enough for victory (-7 to -13).

Verdun is testament to what relatively simple games can do, and how games which stray far from wargame standards (hexes, counters, combat resolution tables…) can capture the essence of a conflict just as well.

Chuồn Chuồn (Ionah Nguyen, Everjoy)

Self-balancing dragonflies (in Vietnamese: Chuồn Chuồn), often made out of bamboo, are popular toys in Vietnam. They have now made their way to the board gaming world in this charming, gorgeous game.

Players will attempt to attract dragonflies of varying sizes and colors to their bamboo trees to match the patterns on their objective cards – for example, to have a small yellow dragonfly on the highest bamboo, a large purple one on the middle, and a small blue one on the lowest. As everyone takes dragonflies from the same pool and there’s only one in each size/color combination, you will soon run out of dragonflies and will have to use the magic cards at your disposal to re-arrange the flies, shake them off someone’s tree, etc.

Look at those dragonflies!

I found the game enjoyable and its production values outstanding. The finely crafted dragonflies are guaranteed to catch the eyes of observers, which makes the game also great for introducing new players to board gaming (everyone likes pretty things, and everyone likes to place self-balancing dragonflies!).

The game will be released next year.

Rock Hard: 1977 (Jackie Fox, Strohmann Games)

My recommendation for this game comes from Dave who just published his 1000th post over on his blog Dude! Take Your Turn – a rockstar if ever I saw one!

As I started the fair with a game about aspiring artists, it was most fitting to end it with another about this subject. The single-minded pursuit of artistic achievements which was abuzz in fin de siècle Paris has by 1977 given way to the much wider notion of… victory points! These you may get for a variety of pursuits and objectives, from perfecting your musical skills over becoming addicted to drugs candy to going to bed early.

Rock Hard: 1977 is a worker placement game, just that you only have one worker – yourself, the aspiring rockstar. You’ll divide your activities between day (say, practicing your craft or giving a radio interview), evening (playing gigs), and night (hanging out with the cool kids at the club). Every once in a while, you’ll also have to work your square job as a veterinary assistant, truck driver or what have you. Unlike in Bohemians, that is not a moral corrective on your life, but fulfils the simple economic need of making some money with which you rent those rehearsal studios, pay for your demo tape recording, or buy drugs candy.

Benji “Bam Bam” Bernstein dreams of being a rockstar. So far, he knows two songs.

Ideally, your skills will improve, you’ll play at ever greater venues, and your royalties will cover the cost of your rockstar needs. We didn’t get quite that far at the fair – I had to catch a train and another of my fellow players a pre-scheduled game. Until then, we had only dipped our feet in the waters of musical glory, but it was a very thematic affair!

Rock Hard: 1977 has been released in English last year already (by Devir), but the fair showed off the new German edition.

What do you think of these games? Anything up your alley? And if you’ve been to SPIEL or would have liked to go – what are your highlights?

Spiel 2025: Mein persönlicher Messe Bericht

01. November 2025 um 10:30
Lese Zeit: 12 MinutenLetztes Jahr hab ich ja ausgelassen, aber dieses Jahr war ich wieder live dabei – und das gleich alle vier Tage lang! Und das hier ist mein Bericht für Euch! Fakten Zunächst ein paar Worte zur Messe selbst, der SPIEL: […]

Source

bt278 Road to Essen - Live at Essen'25

28. Oktober 2025 um 20:09

Shownotes
Die SPIEL in Essen 2025 ist vorbei. Aber wir haben noch ein bisschen Messe-Flair, sozusagen einen Nachschlag für die Ohren. Mit diesem Beeple Talk kommt noch einmal die volle Breitseite! Alex (Brettspielhamster) und Georgios (Spielbar.com) haben sich Gäste an den Tisch beim Meet&Play gebeten, um einen schönen Schnitt durch die Messe zu bieten. Zwischendurch gibt es kleine Einspieler in denen Oli (Spielevater.de) ein paar Stimmen aus den Hallen eingefangen hat. Knapp zwei Stunden gebündeltes Messe-Feeling am Stück mit interessanten Gästen.
Datum der Aufnahme: 25.10.2025
Online seit: 28.10.2025

Feedback
Wer den Beeple Talk unterstützen möchte: Die Freude ist groß, falls Ihr den Podcast bei z.B. Apple Podcasts rezensiert oder bewertet. Für alle jene, die Apple Podcasts nicht verwenden, gibt es die Plattform Panoptikum, auch dort kann eine Empfehlung ausgesprochen und bewertet werden, aber auch ein eigenes Podcasthörerprofil erstellt werden. Und natürlich freuen wir uns auch über Bewertungen auf all den anderen Plattformen, über die Podcasts gehört werden können.
Ganz besonders toll ist natürlich, falls Ihr Euren Mitspielern vom Beeple Talk erzählt.

Über den Beeple Talk
Der Beeple Talk ist mit allen Episoden unter dem folgenden Link erreichbar. Ziel ist es, Episoden mit wechselnden Themen rund um Brett- und Kartenspiele zu machen. Zum beeple Talk treffen sich regelmäßig einige Mitglieder von Beeple, dem Brettspiel-Blogger-Netzwerk.
Beeple Talk – Der monatliche Podcast von Beeple – https://www.beeple.de

Podcast-Plattformen
Natürlich findet sich der Beeple Talk auf den bekannten Plattformen für Podcasts, insbesondere Apple Podcasts
beeple Talk auf Apple Podcasts – https://itunes.apple.com/de/podcast/beeple-talk/id1449578291?l=en.
Der beeple Talk ist ein kostenfreies Format. Solltest Du für das Hören auf Deiner bevorzugten Plattform eine Gebühr zahlen müssen, so erfolgt dies ohne unsere Zustimmung. Wir sind und bleiben kostenfrei zu empfangen.
Fehlt Dir auf Deiner bevorzugten Plattform der beeple Talk, freuen wir uns über einen Hinweis.

beeple Chat
Die Kanäle des beeple Brettspiel-Blogger-Netzwerks betreiben einen Discord-Server, auf dem sich eine tolle Community täglich über Brettspiele austauscht. Falls Ihr dazukommen möchtet, diesem Link folgen oder eine E-Mail senden.

Intro/Outro
Epic Song by BoxCat Games

NEWS – SPIEL 2025 in Essen (Messebericht)

28. Oktober 2025 um 12:44
SPIEL 2025 in Essen

Was und wer ist eigentlich Spielmonster.de? Angefangen hat es bereits 2001 mit meiner ersten Webseite (oder wie man heute so schön sagt: meinem ersten Blog). Insgesamt sind es bereits über 600 Rezensionen, die ich dort verfasst habe. Immer wieder wurde die Webseite verändert, angepasst, upgedatet. 2012 kam dann die passende Facebook-Seite und später dann der Instagram-Account dazu. Leider gab es aus gesundheitlichen Gründen immer wieder mal kleinere Pausen, in denen ich nicht so viel gemacht habe, doch ich fand immer wieder zu unserem tollen Hobby zurück. Zwischenzeitlich habe ich die Webseite auf neue technische Beine gestellt, ohne davon wirklich besonders viel Ahnung zu haben. Auch nach langer Recherche hatte ich keine Möglichkeit gefunden, die ganzen bestehenden Rezensionen der „alten Seite“ auf die „neue Seite“ zu migrieren, so musste ich das manuell machen, einzeln… mühsam, richtig! Deshalb haben es auch noch nicht alle Rezensionen auf die „neue Seite“ geschafft. Unter www.surrealist.de/spielmonster findet man jedoch immer noch die „alte Seite“, mit allen – bis dahin – erstellten Rezensionen. Die „neue Seite“ findet man auf www.spielmonster.de.

Immer wieder werde ich gefragt, weshalb ich nicht Videos mache (YouTube und Co.). Das ist – ehrlich gesagt – nicht mein Ding. Ich zeige mich ungern, weshalb man auch einzig in Instagram hin und wieder Bilder von uns sehen kann. „Uns“, das ist meine Frau Silke, mit der ich das Hobby schon sehr viele Jahre teile und eben ich, Dirk. In irgendwelchen Videoformaten werdet ihr uns wahrscheinlich eher nicht sehen, wobei man ja niemals nie sagen sollte, oder wie war das nochmal?

Die SPIEL in Essen ist als größte Spielemesse der Welt ein absoluter Besuchermagnet. Auch wir sind dem Lockruf der Messe gefolgt und waren vom Donnerstag bis zum Samstag in den Messehallen unterwegs. Aufgrund der erwähnten Historie kommen wir glücklicherweise in den Genuss eines Pressezugangs zur Messe. Leider konnten wir aus beruflichen Gründen erst am Mittwoch anreisen, so dass wir es weder zur Pressekonferenz noch zur Neuheitenschau der Messe geschafft haben. In früheren Jahren war es noch so, dass man sich zumindest die Neuheitenschau auch nach dem Presse-Mittwoch in Ruhe anschauen konnte, ohne den großen Trubel, ohne die überhitzten Räume; leider wurde das abgeschafft, was wir sehr schade finden.

Da wir aus „Kofferraumgründen“ immer mit dem PKW anreisen, ist die Parkplatzsituation immer besonders spannend. Natürlich ist es mit dem Presseparkplatz meistens relativ chillig, aber auch dort gibt es immer mal Stau. Dieses Jahr war das alles recht überschaubar, allerdings sind wir auch immer recht früh vom Hotel losgefahren, welches wir aufgrund der wahnsinnigen Zimmerpreise an den Messetagen in Mülheim a.d.R. gebucht hatten.

Organisatorisch ändert sich ja jedes Jahr etwas an der Messe. In diesem Jahr gab es beispielsweise keine Dauertickets mehr, sondern die Besucher mussten sich für jeden Tag ein separates Ticket kaufen. Das treibt natürlich den Gesamtpreis des Messebesuchs in die Höhe, aber es hatte den positiven Nebeneffekt, was vermutlich auch der Hauptgrund für diese Einführung war, dass das Besucherlimit auch weitestgehend ausgenutzt wurde. Hatte man früher ein Dauerticket und kam dann aber am Sonntag nicht, dann war dies quasi ein leerer Platz, den andere Besucher aber leider nicht nutzen konnten. War die Besucherzahl letztes Jahr noch auf insgesamt 200.000 Besucher beschränkt, wurde die Anzahl für 2025 durch die Aufnahme der Halle 7 auf 220.000 Besucher erweitert.

Am Donnerstag war der Zugang über die leere Halle 8 etwas ungünstig organisiert. Im Vorjahr noch wurden die Aussteller oder die Leute mit Pressetickets durch einen separaten Eingang geführt. Dieses Mal war der Einlass dort recht unklar. Letztlich warteten alle Personen im selben Bereich, was nicht wirklich ein Thema ist. Aber als dann „Tom Werneck“ im Anzug und seinem Rollkoffer durchgehen wollte, wurde er vom strengen Ordner, der ihn mit Sicherheit nicht kannte, streng und bestimmend in die Menschenmenge zurückgeschickt. Herr Werneck ist schon 86 Jahre alt und hat mit über 80 Jahren noch eine Doktorarbeit zum Thema „Brettspiele“ geschrieben. Auf solche Special-Guests hätte man vorbereitet sein müssen. Man kann den Ordnern sicherlich nicht den Vorwurf machen, nicht jede Persönlichkeit aus der Szene zu kennen, aber das war eine wirklich unschöne Situation. An den weiteren Tagen war es etwas besser geregelt.

Insgesamt ist das Hallenkonzept aber wieder aufgegangen. Die neu hinzugenommene Halle 7 hat das ganze Gedränge etwas entzerrt, so unser Gefühl. Klar, die Halle 3 war wieder zu jedem Zeitpunkt recht voll, aber man kam trotzdem immer noch halbwegs gut durch, ohne, dass man von einem Brettspielrucksack oder einem Bollerwagen angerempelt oder angefahren wurde. Wie im Vorjahr auch, waren die Hallen 4 bis 6 für mich die Interessantesten. Natürlich habe ich auch in Halle 3 viel angeschaut und auch einiges mitgenommen, aber in den kleineren Hallen findet man immer wieder etwas, das man so gar nicht auf dem Schirm hatte… und genau das ist ja so cool an der Messe.

Das kulinarische Angebot war auch dieses Jahr sehr abwechslungsreich. Es gab sowohl in der Galeria als auch in verschiedenen Freigeländen und auch direkt in den Hallen viele verschiedene Food Trucks, da sollte für jeden etwas dabei gewesen sein. Auch die Schlangen vor den Trucks hielten sich in Grenzen. Wir hatten nach jeweils 5 Minuten unseren Snack in den Händen. Natürlich waren die Preise auch dieses Jahr weit entfernt von günstig. Eine 0,5-Flasche Cola für über 5 Euro grenzt schon an Frechheit, was aber leider bei Messen mittlerweile gang und gäbe ist. Auch Mineralwasser ist teuer, weshalb wir immer mit Getränkeflaschen in den Taschen herumgerannt sind. Das Essen selbst ist auch recht hochpreisig. Die Preise lagen sicherlich wegen der hohen Standgebühren in einem Bereich, zu dem Preis man in manchen Regionen auch ein Mittagsmenü im Restaurant (mit Getränk) bekommen kann. Auch das ist happig. Vergleicht man das Essensangebot aber mit dem Angebot früherer Jahre, ist zumindest die Auswahl und die Qualität wirklich viel besser. Leider hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt wie im letzten Jahr. Im Vorjahr saßen wir bei Sonnenschein und mit Sonnenbrillen im Außenbereich, was als Pause wirklich toll war. Dieses Jahr war es eher regnerisch und stürmisch, was das Ganze für die Trucks – zumindest im Außenbereich – recht ungünstig machte.

Gespielt haben wir dieses Jahr tatsächlich recht viel auf der Messe. Trotz des Lärms und den vielen Leuten konnten wir immer recht gut abschalten und uns auf die Spiele konzentrieren, das funktioniert überraschend gut, wenn man sich darauf einlässt. In der Regel spielen wir natürlich eher einfachere Spiele und dann ja auch nicht immer zu Ende. Man sollte sich einfach den nächsten freien Tisch schnappen und auch mal Spiele ausprobieren, die man so gar nicht auf dem Sender hatte. Gespielt haben wir beispielsweise „Kokeshi“, „Burgle Bros Blackjack“, „Postcards“, „Driving me crazy“, „12 Rivers“ und mehr. Manches davon haben wir dann tatsächlich auch gekauft, obwohl es vorher gar nicht auf der Liste war. Das strapaziert zwar das Budget, aber es birgt auch einige Überraschungen. So war einer der Überraschungshits für uns „La Cuenta“ von „2Tomatoes Games“. Die Testpartie haben wir zu 6t gespielt. Es geht darum, dass wir im Restaurant sind, immer wieder Essen nachbestellen und wir uns möglichst um die Rechnung herummogeln möchten. Wichtig ist also: es soll jemand anderes bezahlen. So kann man sich mit einer Karte bis zur nächsten Runde auf der Toilette verstecken, oder man muss nicht bezahlen, weil man Geburtstag hat. Das Spiel hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, also auch uns… direkt eingepackt.

Da wir von der hohen Anzahl an Spielen in unserer Sammlung runterkommen möchten, nutze ich auch jede Möglichkeit, Spiele wieder ausziehen zu lassen. Also habe ich auch dieses Jahr bei der „No-Shipping-Auction“ von BGG teilgenommen und dabei 10 Spiele verkauft. Der übliche Übergabepunkt ist ja täglich um ca. 15:00 Uhr am vereinbarten Platz. Diese Veranstaltung schaut für „normale“ Besucher etwas komisch aus. Es stehen hunderte Spielefans mit großen Schildern, bunten Mützen und großen Bollerwagen in der Halle 8 herum und versuchen, ihre jeweiligen Geschäftspartner in dieser Menschenmenge zu finden. Ich sah wohl besonders „auskunftsfreudig“ aus, denn ich wurde ganze viermal von Leuten gefragt, was denn hier los sei. Ich habe dann natürlich erklärt, was der Hintergrund dieses Menschenauflaufs ist und die Fragenden waren immer sehr erstaunt darüber.

Da wir uns – wie eingangs erwähnt – recht unsichtbar in der Szene bewegen, können wir uns ganz chillig auf der Messe bewegen. Trotzdem hatten wir die Gelegenheit, verschiedene Leute zu treffen und oft auch zu sprechen, die wir von Podcasts, YouTube oder Instagram her kennen. Auch das fanden wir immer sehr nett.

Es muss an unserem Alter liegen, aber jeder Tag wurde zunehmend anstrengender. Waren wir am Donnerstag bis abends recht fit, waren wir am Freitag schon deutlich erschöpfter und am Samstag haben wir es dann auch nicht bis zum Abend geschafft, sondern sind schon etwas früher gegangen. Immerhin haben wir keinen grippalen Infekt und auch keine Erkältung aufgeschnappt.

Mit den eingangs erwähnten 220.000 Menschen aus vielen verschiedenen Ländern übertraf die SPIEL den bisherigen Besucherrekord von 2019. Durch die hinzugenommene Halle 7 ist natürlich auch die Ausstellungsfläche größer als bisher. 948 Aussteller aus 50 Nationen zeigten mehr als 1.700 Neuheiten in den Messehallen. Dazu wurde am Freitag sogar noch der Weltrekord für das größte CATAN-Spiel erreicht, ein krasses Event. Was noch neu war: der Bühnenbereich für die verschiedenen Vorträge befand sich jetzt in der Halle 4. Obwohl der Bereich mitten im Trubel war (ok, in einer etwas ruhigeren Ecke der Halle 4), fanden wir diese Lösung wirklich gelungen. Vielleicht waren nicht immer alle Leute, die sich dort aufhielten, wirklich am Programm interessiert, sondern machten einfach nur mal ne kurze Pause, aber die drei Programmpunkte, die wir uns angesehen haben, fanden wir wirklich gut… und die Störgeräusche durch die restliche Halle hielten sich überraschenderweise in Grenzen.

Üblicherweise werden am Pressetag (Messe-Mittwoch) auch die Platzierungen der drei ersten Plätze des Deutschen Spielepreises bekannt gegeben. Die anderen Plätze wurden schon im Vorfeld veröffentlicht, aber bei der Rangfolge der ersten drei Plätze blieb es bis zur Messe spannend. Der Deutsche Spielepreis ist ein Community-Preis, das heißt Spieler(innen) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können selbst abstimmen. Deshalb ist dieser Preis für viele Spieler(innen) ebenso bedeutend wie der Kritikerpreis „Spiel des Jahres“. Platz 1 ging dieses Jahr an „SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben“. Platz 2 erhielt „Endeavor: Die Tiefsee“. Platz 3 belegt „Bomb Busters“, was ja auch schon den Kritikerpreis gewonnen hat. „SETI: Auf der Suche nach außerirdischem Leben“ gehört auch bei uns zu den absoluten Lieblingsspielen.

Nach drei schönen – aber auch anstrengenden – Tagen in den Messehallen, sind wir sehr zufrieden; wir sind also am Sonntag mit einem recht vollen Kofferraum wieder zurück in den Süden gefahren und jetzt heißt es: Spielen, Spielen, Spielen!

(c)2025 Dirk Trefzger

SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen SPIEL 2025 in Essen

bt277 Road to Essen - Zoch & Noris

21. Oktober 2025 um 12:00

Shownotes
Anton Knittel arbeitet als Redakteur beim Zoch Verlag und stellt Neuheiten aus dem Bereich der Familienspiele vor. Und weil er ein hervorragender Kollege ist, hat er auch eine Neuerscheinung von Noris Spiele für Oli und JäiDie von Alles außer Toplisten im Gepäck.

Datum der Aufnahme: 9. September 2025
Online seit: 21.10.2025 – 12:00

Feedback
Wer den Beeple Talk unterstützen möchte: Die Freude ist groß, falls Ihr den Podcast bei z.B. Apple Podcasts rezensiert oder bewertet. Für alle jene, die Apple Podcasts nicht verwenden, gibt es die Plattform Panoptikum, auch dort kann eine Empfehlung ausgesprochen und bewertet werden, aber auch ein eigenes Podcasthörerprofil erstellt werden. Und natürlich freuen wir uns auch über Bewertungen auf all den anderen Plattformen, über die Podcasts gehört werden können.
Ganz besonders toll ist natürlich, falls Ihr Euren Mitspielern vom Beeple Talk erzählt.

Über den Beeple Talk
Der Beeple Talk ist mit allen Episoden unter dem folgenden Link erreichbar. Ziel ist es, Episoden mit wechselnden Themen rund um Brett- und Kartenspiele zu machen. Zum Beeple Talk treffen sich regelmäßig einige Mitglieder von Beeple, dem Brettspiel-Blogger-Netzwerk.
Beeple Talk – Der monatliche Podcast von Beeple – https://www.beeple.de

Podcast-Plattformen
Natürlich findet sich der Beeple Talk auf den bekannten Plattformen für Podcasts, insbesondere Apple Podcasts.

Beeple Talk auf Apple Podcasts – https://itunes.apple.com/de/podcast/beeple-talk/id1449578291?l=en.
Der Beeple Talk ist ein kostenfreies Format. Solltest Du für das Hören auf Deiner bevorzugten Plattform eine Gebühr zahlen müssen, so erfolgt dies ohne unsere Zustimmung. Wir sind und bleiben kostenfrei zu empfangen.
Fehlt Dir auf Deiner bevorzugten Plattform der Beeple Talk, freuen wir uns über einen Hinweis.

Beeple Chat
Die Kanäle des Beeple Brettspiel-Blogger-Netzwerks betreiben einen Discord-Server, auf dem sich eine tolle Community täglich über Brettspiele austauscht. Falls Ihr dazukommen möchtet, diesem Link folgen oder eine E-Mail senden.

Intro/Outro
Epic Song by BoxCat Games

Essen SPIEL 2025: Most Anticipated Board Games

19. Oktober 2025 um 18:28

You say „board game fair“, I say “SPIEL” at Essen. It’s the Mecca for the tabletop gaming faithful. Four days of playing, trying, and buying. 200,000+ visitors. I’ve been there a few times over the last years for two days each and found it an intensive board game experience. I’m looking forward to going again this year!

As always, this is not meant as a „must buy“ list or whatever other consumptionist term some people use. It is likely that I will buy only one or two of these games. Why? Because I have quite some good games already, and I like to make them count before I plunge into new adventures. Generally, there are no musts in buying. And there are no musts in attending board game fairs or conventions – obviously those can come as pretty big expenses for travel and accommodation. Bottom line: No musts. You do you.

One note beforehand: Board gaming is getting ever more international, and this list shows it: The six designers come from six different countries, and, for the first time in the nine years I’ve been making this list, none of them is from Germany or the United States.

Without further ado, on to the games! They are sorted by location on the fairgrounds.

Hall 2, booth E121: Limit (Alexandre Poyé, Ludonaute)

1-6 players, 60-150 minutes, for sale, MSRP: 50.00 €

Many games have great nations compete on the global stage. Yet Limit is different. Few games of this kind have a robust section of domestic affairs beyond the usual political-economic-military competition. Fewer dare to zoom out so much that the game spans not years, but generations over two centuries. And barely any are based on a model that neither promises eternal improvement for everyone nor zero-sum competition between the powers, but rather the limits of industrial development. If you think you have heard of the latter before: Yes, this game is based on the World3 model of the Club of Rome’s The Limits to Growth. All of these uncommon features combine into a game which I expect to feel unique.

Designer Alexandre Poyé will be at the booth to teach the game (not all around the clock, but you have a reasonable chance to meet him there).

Hall 2, booth E450: Marajoara (Daniel de Lucca, Giant Roc)

1-4 players, 60 minutes, for sale, MSRP: 40.00 €

Archaeology is a popular setting for board games, and I’m here for it. While I love the civilizations of the ancient Mediterranean as much as the next person, I’m happy to see games shedding light on less-known cultures – like the Marajoara from the Amazonian island of Marajó (in modern-day Brazil), famous for their distinctive style of pottery. You will excavate, restore, and display vases while maintaining the finances of your museum. Mechanically, the game combines inspiration from (peg) solitaire with dice movement. I would have loved the game to lean a bit harder on the unique visual style of the Marajoara pottery (mostly limited to the cover art and the large vases), but I’ll take what I can get!

Hall 3, booth A400: Habemus Papam (Pako Gradaille, Salt & Pepper Games)

3-6 players, 45-60 minutes, for sale, MSRP: 35.00 €

If your main takeaway from watching Conclave was how exciting it would be to elect a pope, Pako Gradaille has you covered. Habemus Papam puts you in the Roman curia at the time of a papal election which you aim to influence according to your public (an old pope! An innovator! Someone from the New World!) and private (finish the election early! Have a pope who is exactly like yourself!) goals. You will expend your curial influence to advance the cause of candidates whom you like (or hamper those you don’t), but conserving influence is also valuable in its own right. Whoever balances their competing interests best takes the victory. Sacramental wine and vapes are not included in the box.

Hall 3, booth K120-M120: Bohemians (Jasper de Lange, Pegasus)

1-4 players, 45-60 minutes, for sale, MSRP: 35.00 €

We turn from the wealth and austerity of the Catholic Church to the poverty and indulgence of fin de siècle Parisian artists! You chase the inspiration for artistic achievements by living life to the fullest, crafting exquisite days by skillfully combining activities as varied as wandering aimlessly through the city, discussing philosophy, meeting a muse, or losing yourself in your work. Speaking of work: You’ll have to do some of that, too – mean labor to support yourself lest you avoid the hardships which come with the life of a free spirit (which range from poor hygiene over abject poverty to syphilis). Bohemians is a mechanically light, but thematically rich deck-builder, and, as befits a game about artists, is strictly gorgeous.

Hall 3, booth L500: 1920: Nest of Eagles (Jarosław Flis, Phalanx Games)

2 players, 90-150 minutes, for sale, MSRP: 69.00 €

In 1920, the old world of European empires had been shattered. What the new world would look like was still up for contention, as in this struggle of two nascent states: On the one hand, new nation-states came into being – like the (Second) Polish Republic, the first independent and united Polish state in over a century. On the other hand, ideology transcended nations, and the Soviet Republics (of which the Soviet Union would spring soon after) were emboldened by their success in the Russian Civil War against the old monarchist forces. As Poland reached for the east, the World Revolution got ready to spring to the industrial centers of western Europe. The two sides were to clash in one of the most mobile conflicts in history.

1920: Nest of Eagles is a re-implementation of Rok 1920 (published in 1995 by Encore) which has received the typical Phalanx treatment of pairing wargame mechanics with euro production quality.

Hall 5, booth A725: Faust vs Mephisto (Geonil, Mandoo Games)

2 players, 10-25 minutes, for sale, MSRP: 20.00 €

I’m a sucker for a Faustian bargain… literarily speaking, I mean. My soul is still mine. Why would you even ask me that? – Anyway, Faust vs Mephisto takes the man and his devil and puts them on even ground (maybe like in the Study II scene of Goethe’s Faust): Mephisto tries to dominate by winning all tricks in a given round – or tempt Faust by winning none of them. Anything in between is a success for Faust. If Mephisto manages to pull it off twice in four rounds, he wins, otherwise Faust has proven that “A good man, through obscurest aspirations // Has still an instinct of the one true way.” Faust vs Mephisto seems like a snappy little card game to play before or after a more involved game – or whenever you have a little bit of spare time with a fellow gamer.

What are the games you are anticipating most eagerly? Let me know in the comments!

BerlinCon 2025: Was wir erreicht haben und was noch zu tun ist

11. August 2025 um 12:29

Was für ein Event! Für uns war die BerlinCon nicht nur irgendeine Messe, sondern unser allererster großer öffentlicher Auftritt als FLINTA*stisch. Für uns ein toller Meilenstein!

Unser Stand war für viele ein Anlaufpunkt, zum Quatschen, Nachdenken, Mitmachen…und zum Shoppen (aber dazu gleich mehr). Wir haben unglaublich viel positives Feedback bekommen, tolle Gespräche geführt und gemerkt: Ja, da bewegt sich was in der Szene. Und trotzdem gibt’s noch einiges zu tun.

Was ihr bei uns entdecken konntet:

1. Toller Merch mit Haltung

Unsere T-Shirts und Jutebeutel waren restlos ausverkauft, was vielleicht auch an den Sprüchen lag: „Board Game Feminist“, „Inklusion ist kein Bonuslevel“ oder „Patriarchat? Ich passe!“ kamen einfach gut an. (Merch-Nachschub ist schon in Planung, versprochen.)

2. Buttonstation zum Selbermachen

Unsere Buttonmaschine lief heiß: Pronomen, Pride-Meeples, feministische Zitate oder einfach eigene Designs: Ihr habt kreativ losgelegt und euch eure Haltung an die Brust geheftet.

3. Die Wall of Bullshit

Ja, wir haben sie aufgestellt. Und sie hat sich (leider) schnell gefüllt. Die Wall of Bullshit war unser Raum für Sprüche, Kommentare und Situationen, die FLINTA*s in der Brettspielwelt erlebt haben, von übergriffig bis „ist doch nur ein Witz“.

Viele haben auch gesagt: „Mir fällt grad kein konkreter Satz ein, aber so in der Art hab ich schon viel gehört.“ Genau darum ging’s: sichtbar machen, was sonst weggelächelt wird. Und: daraus ableiten, was sich ändern muss

4. Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen

Wir wollten es genauer wissen und haben euch gefragt: Wie erlebt ihr Diskriminierung in der Szene? Die Auswertung folgt bald, aber schon jetzt ist klar: Wir brauchen mehr Safer Spaces, mehr Sensibilität und konkrete Maßnahmen. Denn Diversität entsteht nicht von selbst.

5. Gespräche über feministische Spielkultur

Am Stand wurde nicht nur geschaut und gekauft, sondern auch geredet: Über Safer Spaces auf Brettspieltreffs, unser Projekt Play Forward, über Feminismus, Inklusion und darüber, wie ihr uns unterstützen könnt. Danke an alle, die mitgedacht, mitgefragt und mitgemacht haben – und natürlich an alle, die Mitglied im Verein geworden sind. 

Weitere Highlights:
  • Die Messe selbst – mit vielen neuen Spielen und tollen Begegnungen
  • Ein wunderbares Community-Event.
  • Raum und Möglichkeiten für alle, die Messe zu besuchen, auch jene, die z.B.  sonst aufgrund von Behinderungen, physischen oder psychischen Erkrankungen nicht auf überfüllte Großmessen gehen können

 

Und: Zum ersten Mal wurde eine Autor*innen-Auszeichnung, die Goldene Tatze, verliehen! Besonders toll finden wir, dass es auch einen Preis für Spiele gab, die noch im Prototyp-Stadium sind. Aber auch hier zeigt sich wieder das alte Muster: Unter den 6–8 Nominierten pro Kategorie war keine einzige FLINTA*-Person. Die Einschätzung aus unserer Sicht: Gezielte FLINTA*-Förderung ist kein nice to have – sie ist dringend notwendig. 

Lobend erwähnen möchten wir an dieser Stelle die komplett weibliche Jury der Berliner Tatze. Das war ein richtig gutes Signal.

Unsere Ziele für die nächste BerlinCon:

  • Eine Messekarte mit Spielen von FLINTA-Autor*innen
  • Turniere mit FLINTA*-Spielen
  • Mehr Verlage für unser Anliegen gewinnen, denn vielen ist noch gar nicht bewusst, wie eklatant die Schieflagen in der Branche sind und wie wichtig gezielte Förderung wäre

 

Hast du noch weitere Ideen, was wir nächstes Jahr anbieten können? Schreibe uns gerne einen Kommentar dazu.

Danke an die BerlinCon für die Plattform, das Vertrauen und die Offenheit. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Eindrücke von der BerlinCon 2025

Der Beitrag BerlinCon 2025: Was wir erreicht haben und was noch zu tun ist erschien zuerst auf flintastisch.de.

Brettspielempfehlungen zur SPIEL ’24

30. September 2024 um 18:26
Die SPIEL in Essen, die größte Messe für analoge Spiele weltweit, öffnet am Donnerstag ihre Pforten! Vom 03. bis zum 06. Oktober reisen Brettspielbegeisterte aus der ganzen Welt nach Essen in die Messehallen, um...

Spiele + Puzzle ein attraktives Thema – Spielen weiter voll im Trend

Von: dev
16. Oktober 2020 um 12:55

Der Trend zum Spielen setzt sich auch nach Lockdown und Quarantänezeiten fort und sorgt für eine hohe Nachfrage nach Spielen und Puzzles Die Menschen haben Spiele und Puzzles wieder für sich entdeckt und bleiben dabei – nicht nur in Krisenzeiten. Das zeigt sich in den weiterhin guten Absatzzahlen:

An der Spitze der positiven Entwicklung stehen Erwachsenenspiele. Deren Abverkauf hat sich um knapp 30% gesteigert. Weiter hohe Absatzzahlen bei Exit/Escape- Spielen, aber auch Logikspiele tragen zu dieser Entwicklung bei. Seit einiger Zeit stehen Partyspiele stark im Fokus, die besonders gerne von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gespielt werden.


Kinderspiele sind weiterhin sehr beliebt und haben sich um rund 13% gesteigert, Kartenspiele ebenfalls um 13%, Reisespiele nahmen um 12% zu.
Trotz Corona bedingt fehlender Kino-Blockbuster konnten auch Lizenzthemen mit rund 20% am Branchenwachstum teilhaben und sind bei rund 12% der Spiele und Puzzle mit im Boot. Der Bereich Puzzle konnte besonders viele neue Freunde gewinnen. Das Abtauchen in fremde Welten beim Legen schöner Motive und der hohe Entspannungswert von Puzzle führten dazu, dass in vielen Geschäften Puzzle regelmäßig ausverkauft waren. So hat sich der Umsatz mit Erwachsenen-Puzzle um sagenhafte 61% gesteigert, auch der Bereich der Kinderpuzzle konnte knapp 20% Wachstum verzeichnen. Für die Zukunft erwartet Hermann Hutter, Vorsitzender der Spieleverlage e.V. und Inhaber des Huch! Verlages, “ dass Puzzle die neu gewonnenen Einsteiger dauerhaft begeistern werden und Puzzle ein neues Image als perfektes Freizeitgestaltungsthema erreichen können.“


Auch trotz der Corona Krise werden in 2020 über 1.500 Neuheiten auf dem Spielmarkt erscheinen und jedem Kunden eine große Auswahl in allen Kategorien bieten. Nur wenige Novitäten wurden verschoben, manches Produkt hat aber aufgrund der schwierigen Produktionskapazitäten erst
verspätet das Licht des Marktes erblickt. Hermann Hutter ist positiv gestimmt und informiert „Die Spieleverlage erwarten weiterhin ein hohes
Interesse an Spielen und Puzzles. Spielen wird auch längerfristig viele Menschen begeistern und gerade in der Phase, in der die Menschen weniger verreisen, oder andere Aktivitäten einschränken, ein attraktives Thema für das Miteinander sein. An Nikolaus und Weihnachten werden deshalb Spiele zu den beliebtesten Geschenken gehören, oder auch am Silvesterabend gerne integriert werden.“ Beim Kauf von Spielen haben verstärkt höherwertig und ausgesuchte Materialien, emotionale Illustrationen und spannende Spielmechanismen eine große Rolle.

Schmerzhaft ist die Corona bedingte Absage vieler Messen und Spiele-Veranstaltungen im Herbst/Winter, die üblicherweise hohe Besucherzahlen erreichen und Verlagen, Autoren und Spieler eine gemeinsame Plattform bieten. Einiges davon wird nun in digitale Kanäle verlegt, wo sich die
Spieler informieren, austauschen und diskutieren können. Aber manche Spielidee und Geschäftsbeziehung, die nur in der persönlichen Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen entsteht, wird vermisst werden.

Ein schwieriges Jahr hat auch der stationäre Handel zu überstehen, der aufgrund der Ladenschließungen bis jetzt rund 11% des üblichen Umsatzes verloren hat. Gewinner in dieser Zeit waren die geöffneten systemrelevanten Geschäfte, wie der Lebensmittelhandel und die
Onlinehändler. In letzter Zeit ist jedoch zu beobachten, dass die Käufer wieder verstärkt in die Läden gehen und sich gerne beraten lassen, bzw. vor Ort die Herbstneuheiten anschauen wollen. Neben dem klassischen Spielwarenhandel bauen auch der Buchhandel, sowie Geschenkartikel- und
Schreibwarengeschäfte ihr Sortiment mit Spielen und Puzzles aus. Die Spieleverlage unterstützen dabei vielseitig die Aktivitäten des Handels.

Der Spieleverlage e.V. ist der Verbund der wichtigsten Spieleverlage im deutschsprachigen Raum und:

  • kommuniziert Absatzentwicklungen und Trends im Spielebereich
  • fördert Spielen an Schulen umfassend
  • initiiert und fördert die Erschließung neuer Zielgruppen für die Sache des Spiels
  • fördert ideell das Netzwerk von großen und kleinen Publikumsveranstaltungen zum Thema Spiel
  • unterstützt Spiele-Events und Publikumsmessen mit kostenlosen Exemplaren für die Ausleihe von Spielen
  • setzt sich ein für die Anerkennung des Spiels als gesellschaftlich und sozialpädagogisch relevantes Kulturgut
  • unterstreicht in ihrer Medienarbeit die Bedeutung des spielerischen Lernens bei Kindern
  • dient ihren Mitgliedern als Forum für die Erörterung allgemein interessierender unternehmenspolitischer Problemstellungen

Weitere Informationen:
Hermann Hutter

  1. Vorsitzender Spieleverlage e.V.
    Hutter Trade GmbH + Co KG
    Bgm.- Landmann-Platz 1 – 5
    D – 89312 Günzburg
    Telefon 08221/369630
    info@spieleverlage.com

Wir präsentierten unsere Spiele-Hits auf der SPIEL 19

02. November 2019 um 13:22
Rudy Games Spieltisch auf der Spiel 19

Mittendrin statt nur dabei!

Wir präsentierten unsere interaktiven Spiele-Hits auf der SPIEL 19

Vom 24. Bis 27. Oktober war die Spiele-Welt zu Gast in Essen, denn da gingen die 37. Internationalen Spieletage, auch besser bekannt als SPIEL 19, über die Bühne. In den vier Tagen strömten über 200.000 Besucher in die Messehallen und testeten die neuen Spiele-Hits von über 1.200 Spieleverlagen. Als Rudy Games waren da natürlich mittendrin statt nur dabei.

Interaktive Gesellschaftsspiele entwickelten sich zum Publikumsmagnet

Bei unseren interaktiven Gesellschaftsspielen vereinen wir das Beste aus analoger und digitaler Spielewelt miteinander. Die App ist dabei weit mehr als nur ein Eye-Catcher, denn sie ermöglicht ein völlig neues und bisher einzigartiges Spielerlebnis. So werden bei INTERACTION die über 10.000 Fragen und Aufgaben automatisch an den Spielort und das Alter jedes einzelnen Spielers angepasst.
Dementsprechend groß war auch der Ansturm und so waren selbst an den Randzeiten die Tische gut gefüllt und das Eine oder Andere Spiel gegen Ende der Messe sogar ausverkauft.

Neuheit 2019: QUIZ IT – Das Wissensspiel für schlaue Köpfe!

Ein besonderes Highlight war natürlich die Weltpremiere unseres neuesten Spiels QUIZ IT vom österreichischen Erfolgsautor Arno Steinwender. Bei QUIZ IT zählt allerdings nicht nur Wissen, denn nur mit der richtigen Taktik und durch geschicktes Bluffen kommt man an die Reihe und kann so wichtige Punkte sammeln. Die App enthält zum Start über 3.000 knifflige Quizfragen aus den unterschiedlichsten Themenbereichen. Ein weiteres Highlight sind die interaktiven Audio-Moderatoren die ab Ende November für zusätzlichen Spielspaß sorgen.

Neue Features lassen die Spielerherzen höherschlagen!

Natürlich hatten wir auch für unsere bestehenden Spiele insbesondere für INTERACTION und LEADERS einige neue Features im Gepäck. Wie zum Beispiel den neuen Booster-Spielplan für INTERACTION oder eine erste Preview auf das Modern Leaders Pack für LEADERS.

Wir haben noch lange nicht genug!

An dieser Stelle möchten wir auch nochmal DANKE sagen. Danke für die vielen Besuche, für die lustigen und spannenden Spielrunden, das gemeinsame Spielen und Danke für das tolle Feedback – Ihr seid die Beste Community der Welt und wir haben noch lange nicht genug daher heißt auch 2020 wieder auf zur SPIEL!

Spielecafè der Generationen zu Gast bei Rudy Games
Reini von Rudy Games erklärt Quiz it
Arno Steinwender und Manfred Lamplmair präsentieren QUIZ IT
Reini von Rudy Games präsentiert das neue Wissensspiel QUIZ IT
Spielende bei Leaders auf der Spiel 19
Spiel doch Mal! zu Gast beim Rudy Games Stand auf der Spiel 19
❌