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Neu auf Board Game Arena: Luthier & Labyrinth

26. Oktober 2026 um 09:58
Neu auf Board Game Arena: Luthier & Labyrinth

Board Game Arena hat in den vergangenen sieben Tagen zwei neue Titel ins Programm genommen, die kaum unterschiedlicher sein könnten: ein frisches Experten-Kennerspiel um den Bau von Streichinstrumenten und ein vierzig Jahre altes Familienspiel-Urgestein mit verschiebbaren Gängen. Wir zeigen euch beide mit allem, was ihr vor der ersten Partie online wissen solltet.

Neu auf Board Game Arena: Luthier & Labyrinth

Luthier

Mit Luthier bringt Board Game Arena ein Expertenspiel um den Bau und Verkauf von Streichinstrumenten online. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Ihr steigt als Geigenbauerin oder Geigenbauer ins Handwerk ein, wählt Holzsorten, baut Instrumente und verkauft sie an Musikerinnen und Musiker, Sammlerinnen und Sammler oder Orchester. Auf Board Game Arena spielt ihr zu zweit, dritt oder viert, BGG nennt zusätzlich einen Solo-Modus für die Partie am Tisch. Eine Partie dauert online im Schnitt 83 Minuten, BGG nennt für den Tisch 90 bis 150 Minuten: Offenbar spielt sich eine Partie online zügiger. Designer sind Dave Beck und Abe Burson, das Spiel erscheint bei Paverson Games, die deutsche Fassung bei Funtails. Über die deutsche Vorbestellaktion von Funtails haben wir 2024 bereits berichtet.

Eckdaten zu Luthier

  • Spieleranzahl: 2 bis 4 auf Board Game Arena (BGG nennt zusätzlich einen Solo-Modus)
  • Spielzeit: 90 bis 150 Minuten laut BGG, im BGA-Schnitt 83 Minuten
  • Alter: ab 14 Jahren (laut BGG)
  • Komplexität: 4 von 5 auf Board Game Arena, BGG-Gewicht 3,83 von 5
  • Designer: Dave Beck und Abe Burson
  • Verlag: Paverson Games, deutsche Fassung bei Funtails
  • BGA-Zugang: Premium-Titel
Neu auf Board Game Arena: Luthier & Labyrinth

Labyrinth

Labyrinth ist seit dieser Woche ebenfalls auf Board Game Arena spielbar. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Ravensburger brachte das von Max J. Kobbert entworfene Familienspiel 1986 erstmals heraus, in diesem Jahr wird es vierzig Jahre alt. Ihr schiebt Gangteile durch ein Labyrinth aus losen Fliesen und steuert euren Charakter zu euren Schätzen, während sich die Gänge mit jedem Zug neu verschieben. Eine Partie dauert laut BGG 20 Minuten, im BGA-Schnitt sind es 24. Komplexität und BGG-Gewicht liegen übereinstimmend am unteren Ende der Skala, das Spiel richtet sich an die ganze Familie.

Eckdaten zu Labyrinth

  • Spieleranzahl: 2 bis 4
  • Spielzeit: 20 Minuten laut BGG, im BGA-Schnitt 24 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren (laut BGG)
  • Komplexität: 1 von 5 auf Board Game Arena, BGG-Gewicht 1,35 von 5
  • Designer: Max J. Kobbert
  • Verlag: Ravensburger
  • BGA-Zugang: kostenlos spielbar

Welches spielen wir zuerst?

Für uns ist die Wahl diese Woche leicht: Labyrinth ist in einer Partie durchgespielt und eignet sich bestens für eine schnelle Runde zwischendurch, während Luthier eher der Abend für die Kennerrunde ist, die sich Zeit nimmt. Wer noch unsicher ist, ob sich das Premium-Abo für Luthier lohnt, kann mit Labyrinth kostenlos reinschnuppern und danach entscheiden.

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Carcassonne Labyrinth

19. Oktober 2026 um 23:50

Welch coole Idee! Zwei der erfolgreichsten Brettspiele der vergangenen Jahrzehnte gehen in Carcassonne Labyrinth eine Symbiose ein und kombinieren ihre grundlegenden Mechanismen. Und das in dem Jahr, in dem beide Titel besondere Geburtstage haben: Das verrückte Labyrinth von Autor Max J. Kobbert feiert sein 40-jähriges Bestehen, Klaus-Jürgen Wredes Carcassonne ist 25 Jahre alt geworden. Nun schmeißen die beiden Millionenseller quasi eine gemeinsame Party. Die Frage dazu: Lohnt es, die Einladung anzunehmen?

Carcassonne Labyrinth

Die Antwort darauf gebe ich sofort: Ja! Denn die beiden Verlage Ravensburger (Das verrückte Labyrinth) und Hans im Glück (Carcassonne) haben es hinbekommen, die Hits so miteinander zu verschmelzen, dass die Identität beider Titel erhalten bleibt. Mir vermittelt Carcassonne Labyrinth direkt das Gefühl, auf alte Bekannte zu treffen. Zugleich erlebe ich genügend Neues. Als ob gute Freunde, die ich länger nicht gesehen, von ihren jüngsten Erlebnissen oder Abenteuern erzählen.

Wie viel Labyrinth ist in Carcassonne Labyrinth?

Zentraler Plan ist ein Labyrinth, in das auf der einen Seite ein Plättchen hineingeschoben und damit ein anderes auf der gegenüberliegenden Seite heraus bugsiert wird. Dadurch verändert sich das Wegenetz, das aus fixierten Gebieten und verschiebbaren Plättchen besteht. Nun darf ich mit meinem Carcassonne-Meeple über verbundene Wegstrecken laufen, um möglichst das gewünschte Schatzfeld zu erreichen. Klingt bekannt, oder?

Nun kommt jedoch der Carcassonne-Teil ins Spiel. Das herausgeschobene Plättchen erhält nicht die folgende Person zum Einschieben, sondern ich verbaue es in meine persönliche Landschaft. Die Schiebeplättchen sind nämlich Landschaftplättchen, wie man sie aus Carcassonne kennt. Dadurch erhält der Labyrinth-Aspekt eine zusätzliche und äußerst harmonisch eingefügte Dimension. Nicht allein der Weg ist das Ziel.

Carcassonne Labyrinth

Nun könnte man befürchten, dass die Bedenkzeit für jeden einzelnen Zug wächst. Doch das haben die Designer weitgehend verhindert, indem sie die normale Labyrinth-Größe von 7×7 auf 5×5 Felder verringert haben. Statt zwölf möglicher Stellen für das Einschieben des Plättchens gibt es lediglich acht. Wer jedoch generell Schwierigkeiten damit hat, sich das Labyrinth vorzustellen, wie es nach der Aktion aussehen könnte, kommt auch hier ins Grübeln.

Bonus für den Gewinner der Kronen-Wertung

Klar ist jedenfalls, dass besonders die Plättchen attraktiv sind, die Wappen-Symbole aufgedruckt haben. Wer nämlich eine Stadt oder Straße mit einem angrenzenden Zeichen abschließt, darf einen passenden Marker in der eigenen Stadt platzieren. Das ist gut, denn am Ende gewinnt, wer den höchsten Turm aus allen verbauten Plättchen und erhaltenen Markern stapeln kann. Punkte muss hier niemand zählen. Obendrauf thront noch die eigene Figur. Warum das wichtig ist? Weil die Person, die den Kronenauftrag am besten abschließt, statt des normalen Meeples eine Krone platzieren darf – und die ist etwas größer als eine Figur. Schöne Idee!

Carcassonne Labyrinth

Für die Höhe zählen auch die Schatzplättchen mit. Das sind im Prinzip ganz normale Landschaftsteile, doch diese muss ich mir erst verdienen. Und zwar indem ich im Labyrinth mit meiner Figur das Schatzsymbol erreiche, das auch auf meinem zufällig gezogenen Schatzplättchen gerade zu sehen ist. Ist da die Katze drauf, muss ich zur Katze hin. Klare Aufgabe. Ist sie erfüllt, lege ich das Schatzplättchen als Landschaftsplättchen in mein Gebiet – und ich darf das nächste Schatzplättchen von meinem persönlichen Stapel aufdecken.

Städte und Straßen ohne Symbole sind im Grundspiel von Carcassonne Labyrinth wertlos

Wie gut die einzelnen Labyrinth– und Carcassonne-Elemente bei Carcassonne Labyrinth verdrahtet sind, zeigt sich wie folgt: Auf die nun in meiner Landschaft enthaltenen Schatzsymbole darf ich erst einen Schatzmarker legen, wenn die zugehörige Straße oder Stadt abgeschlossen ist. Umgekehrt sind Straßen und Städte ohne Wappen- oder Schatzsymbole im Grundspiel wertlos. Auch das ist eine nachvollziehbare Regelentscheidung.

Carcassonne Labyrinth

Gleichwohl gibt es auch Schwächen in Carcassonne Labyrinth: Die Schatzfelder im Labyrinth sind auf fixierten Feldern und folglich immer an denselben Stellen auf dem äußeren Ring. Möchte ich im Laufe einer Partie, die über zehn Runden geht, all meine acht Schatzplättchen verbauen, muss ich all diese Felder in der Reihenfolge erreichen, wie es der Zufall beim Aufdecken der Plättchen will. Wer Glück hat, läuft sie reihum auf kurzen Wegen ab. Wer Pech hat, muss lange Strecken überwinden, was mitunter dauert. Vor allem dann, wenn man partout nicht das Teil zum Einschieben nachzieht, das die dringend benötigte Weggerade aufweist.

Die Profivariante von Carcassonne Labyrinth

Doch dem möglichen Frustpotenzial wirkt die integrierte Profivariante entgegen. Nun kommen zusätzlich zum Kronenauftrag weitere Aufträge ins Spiel, die zusätzliche Wappenmarker als Belohnung versprechen. Etwa für Straßen einer bestimmten Länge, für Städte einer bestimmten Größe oder für das Herausschieben meiner eigenen Figur aus dem Labyrinth. Diese Variante sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern auch für eine größere planerische Herausforderung. Die Interaktion steigt dadurch ebenfalls, denn mitunter ist die Belohnung größer, je früher man die Bedingung erfüllt. Nicht zuletzt wegen der Elemente dieser Profivariante gewinnen zwei Klassiker an neuer Frische – und das in nur einer Schachtel.

Carcassonne Labyrinth | Ravensburger, Hans im Glück | Max J. Kobbert, Klaus-Jürgen Wrede | 1 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | 30 Minuten | Spielanleitung | Meine Einschätzung: ★★★ (gut)

One Piece Nakama – Spielkritik

Von: Paddy
15. Oktober 2026 um 11:41
One Piece Nakama

Im One Piece – Universum suchen wir unsere besten Freunde zusammen, um auf grosse Segeltour zu gehen. One Piece Nakama ist ein kooperatives Abenteuer, bei dem man stärker sein muss als seine Gegner. Reicht es am Ende zum Piratenkönig? Vor

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bt310 Road to Essen 2026 - Ravensburger

02. Oktober 2026 um 16:00

Shownotes
Alexandra (Brettspielhamster & Spielkulturerbe) setzt sich mit Bente Weber von Ravensburger ins digitale Auto nach Essen und bespricht Carcassonne Labyrinth, Last Lemming und Tap 4.

Datum der Aufnahme: 23.09.2026
Online seit: 02.10.2026

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Intro/Outro
Epic Song by BoxCat Games

Echoes – Ever & After – Spielkritik

Von: Paddy
21. September 2026 um 07:27
Echoes - Ever & After

Neben den üblichen Abenteuern arbeiten die Zeitdetektive auch immer wieder an bekannten Orten. Diesmal tauchen wir thematisch in den Roman von Ever & After ein. In der märchenhaften Geschichte von Echoes – Ever & After – Der gläserne Sarg suchen

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Minecraft Digging Down von Ravensburger im Handel

20. September 2026 um 17:16
Minecraft Digging Down von Ravensburger im Handel

Ravensburger hat mit „Minecraft Digging Down“ ein neues kooperatives Kartenspiel im Minecraft-Universum veröffentlicht. Das Spiel von Designer Jens Merkl ist inzwischen im Handel erhältlich.

Tiefer graben oder umkehren

Zwei bis vier Spielende erkunden gemeinsam eine Höhle und decken dabei reihum Karten auf: nützliche Gegenstände, Erze, Lava, tiefe Spalten oder Monster können zum Vorschein kommen. Die zentrale Entscheidung fällt zu Beginn jeder Runde, wie es die Spielbeschreibung formuliert: „At the beginning of each round, you decide whether you want to venture deeper into the cave or return to your safe base.“ Auf Deutsch: Die Gruppe entscheidet jede Runde neu, ob sie tiefer in die Höhle vordringt oder zur sicheren Basis zurückkehrt.

Ziel ist es, Diamanten zu finden und die Endermen zu besiegen, bevor der gemeinsame Vorrat an Fackeln aufgebraucht ist. Geht der Vorrat vorher zur Neige, ist die Partie sofort verloren, unabhängig von der Rundenzahl. Der Verlag legt drei unterschiedlich schwere Level bei.

Eckdaten und Stand auf BoardGameGeek

Das Spiel ist für 2 bis 4 Spielende ab 9 Jahren ausgelegt, und eine Partie dauert rund 30 Minuten. Eine Illustration führt der BGG-Eintrag zum Spiel nicht. Auf BoardGameGeek läuft der Titel weiterhin unter „Admin: Upcoming Releases“, während es beim Fachhändler Brettspielheld zum Zeitpunkt des Abrufs mit zwei Exemplaren vorrätig war. Bewertungen gibt es auf BGG inzwischen vereinzelt.

KoRo und Ravensburger: Die Snack and Play Box

07. September 2026 um 12:05
KoRo und Ravensburger: Die Snack and Play Box

KoRo und Ravensburger bringen mit der „Snack and Play Box“ eine gemeinsame Box aus Snacks und Spiel heraus: sechs KoRo-Snackartikel plus eine exklusive KoRo-Edition von Ravensburgers Party- und Bluffspiel „That’s Not a Hat“. Die Box ist aktuell für 22 Euro im KoRo-Shop gelistet (Stand: 7. September 2026), laut Anbieter mit begrenztem Vorrat. Ob die KoRo-Edition ein eigenständig spielbares Kartenspiel ist oder die reguläre Ausgabe voraussetzt, sagt die Produktseite nicht.

In „That’s Not a Hat“ (Ravensburger, Designer Kasper Lapp, 2023) geben sich 3 bis 8 Spielende ab 8 Jahren reihum Geschenke und müssen sich merken, wer ihnen was gegeben hat. Wer es vergisst, muss bluffen, um einen Strafpunkt zu vermeiden. Eine Partie dauert rund 15 Minuten, auf BoardGameGeek liegt das Spielgewicht bei 1,06 von 5, also klar im leichten Partyspiel-Bereich.

Sechs Snacks in der Box

Laut Produktseite enthält die Box sechs Snackartikel: Bio-Linsenchips mit Meersalz, Protein-Pop-Chips Sour Cream, geröstete Bio-Studentenfutter-Mischung mit Cranberries und Mandeln, Bio-Tomate-Basilikum-Aufstrich sowie gefriergetrocknete Erdbeerscheiben und gefriergetrocknete Bananenscheiben als zwei eigene Artikel. Der Versand ist laut KoRo kostenlos, die Lieferzeit liegt bei 3 bis 6 Werktagen, die Mindesthaltbarkeit der Snacks bei 1. Dezember 2026. Konkrete Allergenangaben zu den Snacks nennt die Produktseite nicht.

Gloomies – Spielkritik

Von: Paddy
07. September 2026 um 07:30
Gloomies

Die kleinen Wesen aus der fernen Galaxie sehen sehr freundlich aus und sie lieben Blumen in allen Farben. Gloomies ist ein Sammelspiel, bei dem man in zwei unterschiedlichen Phasen auf Punktejagd geht, die Blumen immer im Zentrum. Aus der Spieleschachtel

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Durchs Partyradar gefallen: Match me if you can

Von: ravn
06. September 2026 um 12:58

Wichtig ist der Spieletitel ohne Ausrufezeichen, ansonsten verkuppelt Ihr vorgegebene Prominente bei der 2025-Neuheit von HUCH! Ohne Satzzeichen am Ende seit Ihr hingegen richtig, sofern Ihr ausreichend viele Mitspieler versammelt und nach gemeinsamen Antworten auf kuriose Fragen sucht. Falsche Antworten gibt es hier nicht, nur Meinungen. Eine kleine Spurensuche, warum das Spiel im Schatten von Dito! untergegangen ist.

Im September 2025 ist Match me if you can erschienen und damit schon vor der letzten SPIEL in Essen. War es ein Thema seit dem? Wohl eher nein, weil schlicht in der Neuheitenflut der verschiedensten kommunikativen Partyspiele untergegangen. Keine Forendiskussion auf Boardgamegeek, obwohl zeitgleich eine eigene englische wie auch italienische Version von Ravensburger veröffentlicht wurde. Gerade mal 249 Spieler geben an, dass sie das Spiel besitzen und nur 117 haben es bewertet. Das allerdings unterdurchschnittlich mit 6.5 – die meisten mit 7, aber mit zu starker Tendenz zur 6 oder gar niedriger. Warum ist es mir dann überhaupt hier eine Erwähnung wert? Weil die Spielrunden von Udo Bartsch das Spiel auf Platz 1 der am liebsten gespielten Spiele im Fokus Spiel des Jahres gewählt haben. Und Udo selbst vergibt seine Note „solide“, was fast schon eine Adelung entspricht.

Also spontan selbst gekauft, in der Hoffnung, dass es in meinen passenden Spielrunden zündet. Für unter 15 Euro war es mir dieser Blindkauf wert. Allerdings braucht es 3 bis 8 Spieler, wobei je mehr, desto besser. Das liegt am Grundprinzip des Spiels. Denn es geht um wahrscheinliche Antworten. Nur wer genauso antwortet wie mindestens eine andere Person am Spieletisch, der bekommt Punkte und zieht in die nächste Runde ein. Alle anderen mit einsam-alleiniger Antwort kann hingegen durch richtige Wetten ebenso Punkte machen. Niemand scheidet also gänzlich aus. Wobei nach drei aufsteigenden Raterunden sowieso alle wieder kreative Rater werden. Wer in Summe 13 Punkte erreicht, hat die Partie gewonnen. Im Idealfall dauert das rund 15 bis 30 Minuten oder mindestens sieben Raterunden.

Doch halt! Hier geht es weniger um kreativ-abgefahrene Antworten, sondern die sichere Meinung der Allgemeinheit. Als ein typisches Einschätzspiel Eurer Mitspieler. Wer stets mit dem Mainstream schwimmt, der kommt schneller zum Ziel. Es reicht aber auch, wenn wenigstens einer der Runde so verquer denkt, wie ich selbst. Puh, Glück gehabt. Die Wette für vorzeitig und zeitweise ausgeschiedene Mitspieler ist ein kleiner Versuch, diese am Spielgeschehen interessiert zu halten. Hier geht es nur darum, ob überhaupt jemand Fragen-Stufe 2 oder 3 schafft, nicht wer von Euch. Also hopp oder topp, 50 % Chance auf einen abgestaubten Zusatzpunkt.

Vom Spielmaterial ist das Spiel von Autor Johannes Berger und Julien Gupta durchaus solide. Euch erwarten 150 doppelseitige Fragenkarten, also ausreichend Abwechslung für 30 Partien, wenn wir so 10 Fragerunden bis 13 Punkte annehmen. Punktemarker und Wettchips aus stabiler Pappe für 8 Mitspieler samt Punkteleiste. Einzig bei der Block bin ich nur unsicher, wie praktikabel der ist. Weil der muss noch händisch in drei Spalten verschnitten werden und jeder benötigt einen mitgebrachten Stift. Die typischen Folienmarker mit wegwischbarer Tafel wären einfacher gewesen. Im Zweifelsfall verschneidet Ihr den Block vorab in seine Spalten und legt Bleistift bei. Für den Kaufpreis von unter 15 Euro gerade noch zu verkraften.

Und macht Match me if you can Spaß? In der Theorie klingt es in seinem Genre gut, auch weil viele zeitgleich dabei sein können. Einfachste Regeln und niemand blamiert sich mit seiner Unwissenheit, denn falsche Antworten gibt es nicht. Für 20 Minuten ein ideales kommunikatives Partyspiel für Großgruppen. In der Praxis muss ich es hingegen erst noch auf den Tisch bringen. Aber die Spielrunden von Udo Bartsch können gar nicht so falsch liegen, oder? Nur warum ist die 2025-Neuheit so unbekannt geblieben? Ein Fluch der Neuheitenflut jedes Jahr? Ich bin gespannt, was es wirklich taugt.

Magische Spiegel

05. September 2026 um 02:33

Was hat sich denn hier versteckt? Viele große bunte Karten mit verschiedenen Dingen, die nur schwer zu erkennen sind. Aber zum Glück gibt es den magischen Spiegel. Das gleichnamige Kinderspiel…

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Deutscher Spielzeugpreis 2026 geht an „Freiluftwelten“

31. August 2026 um 08:52
Deutscher Spielzeugpreis 2026 geht an „Freiluftwelten“

„Freiluftwelten: Das Inselabenteuer“ von Denkriesen gewinnt den Deutschen Spielzeugpreis 2026. Das Outdoor-Bauspiel setzt sich sowohl in der Kategorie „Für Künstler und Baumeister“ als auch im Gesamtsieg durch.

55 Spielzeuge aus sechs Kategorien traten in diesem Jahr in der Vorausscheidung an. Aus jeder Kategorie zogen die zwei Titel mit den meisten Stimmen einer offenen Publikumsabstimmung, an der unter anderem auch die Leserinnen und Leser des Magazins familie&co teilnahmen, in die Endrunde ein, dort entschied eine erweiterte Jury der Redaktion über die Sieger. Marko Petersen, Verlagsleiter bei IDS Deutschland, das den Preis mitverantwortet, bezeichnete „Freiluftwelten“ als würdigen Gesamtsieger.

Kein klassisches Brettspiel

„Freiluftwelten: Das Inselabenteuer“ ist kein klassisches Brettspiel, sondern ein Outdoor-Bau- und Konstruktionsspiel für bis zu sechs Spielende. Draußen in Garten, Park oder Wald sammeln sie Naturmaterialien wie Stöcke, Blätter und Steine und bauen daraus ihr eigenes Inselabenteuer. Bei schlechtem Wetter funktioniert es laut Verlag auch drinnen, auf einem großen blauen Spieltuch mit Haushaltsgegenständen, Bausteinen und Bastelmaterial.

In den übrigen fünf Kategorien gewannen unter anderem Magische Spiegel von Ravensburger, Temple Twist von Kosmos und Tonieplay von Tonies. Mit dem Gesamtsieg reiht sich Freiluftwelten neben diese Kategoriesieger als diesjährige Antwort auf die Frage, welches Spielzeug 2026 am meisten überzeugt hat.

frisch gestrichen: Las Vegas

Von: Tobias
28. August 2026 um 21:53
Las Vegas - Box

Las Vegas - BoxLas Vegas von Rüdiger Dorn – erschienen bei Ravensburger Die erste Ausgabe von (LAS) VEGAS erschien 2012. Das ist so lange her, dass das Spiel schon einen Bart haben könnte – was in diesem Fall durchaus passend wäre. Denn als ein mit aufgewachsener Jugendlicher verbinde ich Las Vegas immer auch mit ZZ TOP. Was bleibt […]

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Die Sandburgen von Burgund – Spielkritik

Von: Paddy
25. August 2026 um 07:25
Die Sandburgen von Burgund

Wir erinnern uns alle noch an Die Burgen von Burgund von Stefan Feld. Das Kennerspiel begeistert noch heute. Nun hat der Autor gemeinsam mit seiner Frau ein Kinderspiel im gleichen Thema nachgelegt. Bei Die Sandburgen von Burgund gehen wir zur

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Ravensburger übernimmt LEGO-Buchvertrieb von AMEET

24. August 2026 um 11:42
Ravensburger übernimmt LEGO-Buchvertrieb von AMEET

Der Ravensburger Verlag übernimmt ab dem Frühjahrsprogramm 2027 den Vertrieb ausgewählter LEGO-Bücher des polnischen Verlags AMEET für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Das teilten beide Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 19. August 2026 mit.

Im Zentrum der Vereinbarung stehen Beschäftigungsbücher zu den Marken LEGO Ninjago, LEGO Star Wars und LEGO Minecraft. Für das kommende Jahr plant Ravensburger rund 40 Neuerscheinungen sowie rund 60 Bestandstitel aus dem AMEET-Programm, verkauft über den Buch- und Spielwarenhandel. Erste Titel sind bereits seit August 2026 als Aktionsware in den eigenen Endkundenshops von Ravensburger erhältlich, vor dem offiziellen Vertriebsstart im kommenden Frühjahr.

Dr. Anuschka Albertz, Group Managing Director Books+ bei Ravensburger, begründet den Schritt mit der Sortimentsbreite: „Wir freuen uns darauf, unseren Händlern durch die neue Zusammenarbeit ein noch vielfältigeres Buchsortiment bieten zu können und mit den fantastischen LEGO Büchern weitere Zielgruppen für Bücher zu begeistern.“

AMEET-Geschäftsführer Piotr Modlinski sieht in Ravensburger einen strategischen Partner für die eigene Expansion: „Mit dem Ravensburger Verlag haben wir einen starken Partner gewonnen, der unsere Präsenz in allen Vertriebskanälen weiter ausbauen wird. Dadurch können wir uns künftig noch stärker auf unsere internationale Expansion konzentrieren, unser Portfolio mit weiteren Marken ausbauen und gleichzeitig den deutschen Markt nachhaltig stärken.“

Welche der rund 40 Neuerscheinungen zuerst in den Handel kommen und zu welchen Preisen, nennt die Mitteilung nicht. Details dazu sollen im Rahmen des Frühjahrsprogramms 2027 folgen.

TCG-Boom bei Asmodee UK: Was das für Deutschland heißt

23. August 2026 um 11:51
TCG-Boom bei Asmodee UK: Was das für Deutschland heißt

Asmodees britische Vertriebssparte hat im Geschäftsjahr bis Ende März 2026 ihren operativen Gewinn auf 34 bis 35,1 Millionen Pfund mehr als verdoppelt, bei einem Umsatzplus von fast 60 Prozent auf 224 Millionen Pfund. Das geht aus dem aktuellen Jahresabschluss von Asmodee UK hervor, dem früheren Esdevium Games, das sich im Juli 2026 offiziell umbenannt hat. Haupttreiber sind laut Bericht vier Sammelkartenspiele im branchenweiten TCG-Boom: Pokémon, One Piece, Disney Lorcana und das hauseigene Star Wars: Unlimited. Brettspiele liefen im Weihnachtsgeschäft dagegen nur stetig, genannt werden Brick Like This und The Fellowship of the Ring: Trick-Taking Game.

Ein konzernweiter Trend

Die britischen Zahlen stehen nicht für sich. Ende Juli meldete der gesamte Asmodee-Konzern für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres, April bis Juni 2026, einen Nettoumsatz von 422,1 Millionen Euro, ein Plus von 20,9 Prozent, wie Würfelreich bei den Asmodee-Quartalszahlen bereits berichtete. Mehr als zwei Drittel davon entfielen auf Sammelkartenspiele.

Für das gesamte vorangegangene Geschäftsjahr macht das Segment inzwischen rund 60 Prozent von Asmodees 1,68 Milliarden Euro Jahresumsatz aus, gegenüber knapp über 50 Prozent im Zeitraum davor. Der eigentliche Wachstumstreiber des Konzerns ist damit längst nicht mehr das eigene Verlagsprogramm, sondern der Vertrieb fremder und eigener Kartenspielmarken.

Andere Vertriebsstruktur in Deutschland

Auf Deutschland lässt sich der britische Befund nicht unverändert übertragen, er reicht aber weiter, als die Markennamen vermuten lassen. Von den vier in London genannten Marken vertreibt Asmodee hierzulande unter eigenem Namen nur eine: Star Wars: Unlimited über Fantasy Flight Games. Pokémon vertreibt in Deutschland exklusiv der hessische Verlag AMIGO, nach eigener Angabe bereits seit 1999, und gehört laut Handelsregister der Carletto Management Holding, nicht Asmodee. Disney Lorcana erscheint bei Ravensburger, das die Spielrechte hält und seit 1883 im Familienbesitz der Maiers ist.

Bei One Piece liegt der Fall anders als vermutet. Bandais Distributorenliste für Europa nennt für Deutschland nicht Asmodee, sondern den Ratinger Anbieter Blackfire, der Vertrieb läuft also formal unter fremdem Namen. Blackfire gehört jedoch bereits seit Anfang 2019 zur Asmodee-Gruppe, aktuell bestätigt durch eine im März 2026 ins Handelsregister eingetragene Gewinnabführung an die Asmodee Holding GmbH. Deutschland zählt damit zu den Märkten, in denen Asmodee über eine eigenständig auftretende Tochter statt über die Hauptmarke agiert.

Wie groß das Gewicht von Sammelkarten am deutschen Markt insgesamt ist, zeigt eine gemeinsame Auswertung von Circana, dem Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) und dem Handelsverband Spielwaren (BVS): Pokémon kam von Januar bis Ende Oktober 2025 auf mehr als 84 Prozent Marktanteil in der Sammelkarten-Kategorie, AMIGO wuchs dadurch um mehr als 80 Prozent beziehungsweise 68 Millionen Euro.

Wie stark Asmodee an diesem Wachstum verdient, lässt sich aus den öffentlichen Zahlen nicht ablesen. Weder der Konzern noch die Essener Landesgesellschaft noch Blackfire veröffentlichen gesonderte Umsatzzahlen für das deutsche Kartenspielgeschäft. Anders als in Großbritannien, wo ein einziger Vertriebsarm mehrere große Kartenspielmarken unter dem Namen Asmodee bündelt, verteilt sich das Geschäft hierzulande auf mehrere Marken und Verlage, von denen zwei, Star Wars: Unlimited und über Blackfire auch One Piece, trotzdem zum Konzern gehören. Nur Pokémon bei AMIGO und Disney Lorcana bei Ravensburger bleiben tatsächlich unabhängig von Asmodee.

Disney Lorcana digital: Ravensburger kündigt Version an

17. August 2026 um 15:41
Disney Lorcana digital: Ravensburger kündigt Version an

Disney Lorcana wird digital: Ravensburger entwickelt eine Version des Sammelkartenspiels für Desktop- und Mobilgeräte. Angekündigt hat das der Spielehersteller am 14. August 2026 auf der Disney-Fanveranstaltung D23 in Anaheim, zusammen mit einer Produktvorschau bis 2027. Für das Familienunternehmen aus Ravensburg ist das ein strategischer Schritt, und er kommt in einem Jahr, in dem das eigene Sammelkartengeschäft geschrumpft ist. Wir waren nicht vor Ort.

Was Lorcana auf dem Tisch tut

Disney Lorcana ist ein Sammelkartenspiel, das 2023 erschienen ist. Die Spielenden treten mit selbst gebauten Decks gegeneinander an. Das Ziel benennt das offizielle Regelwerk in der deutschen Fassung vom 28. Februar 2025: Wer 20 oder mehr Legenden gesammelt hat, gewinnt. Legenden sammelt, wer eigene Charaktere auf Erkundung schickt.

Auf der Ressourcenebene arbeitet das Spiel anders als Magic: The Gathering und Pokémon. Beide haben eigene Ressourcenkarten, Land- beziehungsweise Energiekarten; bei Lorcana gibt es diesen Kartentyp nicht. Stattdessen darf jede Karte mit Tintenvorrat-Symbol verdeckt in den Tintenvorrat gelegt werden und zählt dort als ein Tintenpunkt, allerdings nur eine pro Zug. Wir haben Lorcana vor einem Jahr zum zweijährigen Jubiläum ausführlicher vorgestellt.

Disney Lorcana im Überblick

  • Verlag: Ravensburger, erschienen 2023
  • Spielerzahl: 2 bis 6 laut BoardGameGeek; auf der Packung steht keine offizielle Zahl; die Community hält 2 für die beste Besetzung
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Spieldauer: keine belastbare Angabe. Das Feld ist auf BoardGameGeek weder beim Spielsystem noch bei den einzelnen Sets gefüllt; eine Minutenangabe des Verlags konnten wir nicht belegen
  • Ziel: 20 Legenden sammeln
  • Deck: mindestens 60 Karten aus höchstens zwei der sechs Tintenfarben
  • Mechaniken: Deckbau, Handmanagement, Multi-Use-Karten, Take That (direkte Angriffe auf Karten der Gegenseite)
  • Designer: Ryan Miller, Steve Warner, Tim Schilder, David Iezzi
  • Komplexität: 2,12 von 5 Punkten laut BoardGameGeek

Was angekündigt wurde

Die digitale Fassung ist laut Ravensburger „offiziell in Entwicklung“, geplant für Desktop- und Mobilgeräte. Wer über den Start öffentlicher Testphasen informiert werden will, kann sich auf einer Anmeldeseite des Verlags registrieren.

„Wenn Fans jede Disney Lorcana Karte auch digital erleben können, egal wo sie sich gerade befinden, können wir noch mehr Menschen für Disney Lorcana begeistern und sie in einer der offensten Communities der Gaming-Welt willkommen heißen“, sagt Elaine Chase, Head of TCGs bei Ravensburger.

Was die Mitteilung nicht sagt

Ein Erscheinungstermin steht nicht darin, und welche Plattformen genau bedient werden, ebenfalls nicht. Zum Geschäftsmodell schweigt der Verlag komplett: Ob die digitale Fassung kostenlos spielbar sein wird, und ob sich Papiersammlungen übertragen lassen, bleibt offen. Auch ob die Testphasen auf Deutsch verfügbar sein werden, sagt Ravensburger nicht.

Collector Booster: 23 Exemplare pro Karte und Set

Parallel führt Ravensburger eine Sammlerlinie ein. Jeder Collector Booster enthält laut Verlag zwölf Premium-Foilkarten, dazu kommt die neue Seltenheitsstufe Illustrious: Von jeder Illustrious-Karte werden pro Set nur 23 nummerierte Exemplare produziert. Als Vorgeschmack zeigte Ravensburger die Karte „Maleficent Biding Her Time“, illustriert von Kendall Hale. Lorcana-Kartennamen kombinieren Figur und Beinamen.

Seltenheit ist im offiziellen Regelwerk eine Angabe zur Druckhäufigkeit im jeweiligen Set, keine Spieleigenschaft. Ob die Illustrious-Karten funktionsgleiche Fassungen bestehender Karten sind oder eigene Effekte mitbringen, sagt die Mitteilung nicht.

Offen bleibt damit die für deutsche Leser wichtigste Frage: Erhältlich sein sollen die Collector Booster zum Start des Sets „In die Dunkeltinte“ im ersten Quartal 2027 in „ausgewählten Ravensburger Play Hub Stores sowie an ausgewählten Disney Standorten“. Ob und über welche Händler sie hierzulande ankommen, sagt die Mitteilung nicht. Dasselbe gilt für die Curator's Collection: Beauty and the Beast Edition, die zum 35. Jubiläum von „Die Schöne und das Biest“ ab Oktober an ausgewählten Disney-Standorten erscheinen soll, mit Karten wie „Gaston Intellectual Powerhouse“ und „Belle Hidden Archer“. Die Kartennamen nennt der Verlag ausschließlich auf Englisch, die Sets dagegen auf Deutsch. Deutsche Kartennamen liegen bislang nicht vor.

Was hierzulande konkret ansteht

Zwei deutschsprachige Lorcana-Titel haben dagegen einen festen Termin, beide aus dem Buchprogramm. „Disney Lorcana: Quest of Wonders. Legendenbuch eines Luminari“ kommt laut Ravensburger im September in den Handel; auf der D23 war das Buch erstmals zu kaufen. Am 1. November 2026 folgt der dritte Band der Reihe „Disney Lorcana Collector's Guide“, der die Sets 9 bis 13 behandelt und damit die Verlagsangabe von 13 veröffentlichten Sets stützt. Wo „In die Dunkeltinte“ und „Kosmische Reise“ in dieser Zählung stehen, sagt die Mitteilung nicht. Seit Set 12 vom Mai 2026 sind laut Verlag auch die ersten Pixar-Figuren im Spiel. Ebenfalls im September, außerhalb der Lorcana-Reihe, startet Ravensburgers kooperative Neuauflage „Labyrinth: Chronicles“ im Handel.

Warum der Zeitpunkt zählt

Die Erfolgszahlen der Mitteilung sind Verlagsangaben: 13 veröffentlichte Sets, mehr als 3.000 einzigartige Karten, 2,8 Milliarden verkaufte Karten weltweit. Auch dass sich „Angriff der Ranke!“ „weiterhin großer Beliebtheit“ erfreue, ist Herstellerformulierung, keine unabhängig geprüfte Marktbeobachtung.

Daneben steht eine zweite Zahl, die ebenfalls von Ravensburger stammt. Am 27. Januar 2026 meldete das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatzrückgang von 5,9 Prozent auf 744 Millionen Euro, mit Wachstum im Kerngeschäft und einem Rückgang bei Sammelkarten. Der Verlag ordnet diesen Rückgang selbst ein: Der Hype habe sich „auf einem hohen Niveau normalisiert“, Käufer mit Investitionsinteresse hätten sich zurückgezogen, in der Kernzielgruppe aus Spielern und Sammlern wachse die Beliebtheit weiter, und die Sets des zweiten Halbjahrs seien ausverkauft gewesen.

Genau daran lässt sich die D23-Ankündigung messen. Eine digitale Fassung senkt die Einstiegshürde für Spielende, die keine Kartenpackungen kaufen wollen. Eine Premium-Linie mit 23 Exemplaren pro Karte adressiert das andere Ende: Sammler, die weiter viel ausgeben.

Darin liegt eine Spannung, die der Verlag nicht auflöst. Eine auf 23 nummerierte Exemplare limitierte Karte ist genau die Bauweise, die einen Sekundärmarkt erzeugt und nicht nur bedient: Wer den Rückzug der Käufer mit Investitionsinteresse als Normalisierung beschreibt, führt mit Illustrious zugleich ein Produkt ein, an dem sich Spekulation neu entzünden kann. Ravensburger stellt diesen Zusammenhang selbst nicht her.

Scotland Yard

Von: Horst
15. August 2026 um 08:00

Throwback to the 80ties

Mit den Hörspielen der Drei Fragezeichen schlafe ich noch heute gern ein … und sie begleiten mich bei so mancher langer Autofahrt. Erst neulich bin ich auf meine alte Kassetten- und digitalisierte Sammlung einiger Fundstücke gestoßen. Neben Kolumbus und Sohn gab es noch eine andere kleine Reihe mit nur 29 Folgen Scotland Yard. Aktuell führe ich meinen Sohn gerade in die große Welt der Hörspielserien ein, und da habe ich ihm vorgeschlagen, dass wir dazu das passende Brettspiel spielen. Die meisten Brettspiele in meiner Sammlung werden „nach eigenen Regeln“ bespielt. Das bedeutet vornehmlich, dass meine Miniaturen über einen großen Tisch in selbst gebaute Burgen oder Ähnliches für kurze Zeit entschwinden und Abenteuer ganz anderer Natur erleben. Spiele mit Karten oder Landschaften ziehen ihn magisch an. Wie läuft es mit dem Spiel des Jahres 1983? Wird es nach eigenen Regeln bespielt? Taugt das Spiel heute noch etwas?


Spielprinzip

Mister X macht seit Monaten London unsicher und begeht einen meisterhaften Clou nach dem anderen. Scotland Yard ist ratlos. X kennt sich hervorragend in den Straßen von London aus und kann den Mitarbeitenden des Yards immer wieder entkommen. Nun schickt der Polizeipräsident seine besten Detektive auf die Jagd. Werdet ihr Mister X entlarven und dingfestmachen? Wahrscheinlich würde Ravensburger das one-vs-many-Spiel so oder so ähnlich anpreisen, wenn der Klassiker heute erscheinen würde. Ihr könnt mit bis zu sechs Personen in die Geschichte eintauchen. Eine Person muss dabei Mister X übernehmen und sich durch London bewegen. Die anderen Personen schlüpfen in die Rolle der Detektive und versuchen, Mister X ausfindig zu machen.

Das Hauptelement ist ein Stadtplan, der aus nummerierten Verkehrspunkten besteht. Jeder Punkt kann dabei bis zu drei Farben – für jedes der Verkehrsmittel Taxi, Bus oder Untergrundbahn – haben. Mister X hat einen unerschöpflichen Vorrat an Tickets für jedes Verkehrsmittel. Die armen Detektive haben nur eine bestimmte Anzahl (10x Taxi, 8x Bus und 4x Untergrundbahn).

Mister X gewinnt, wenn er entweder nach Runden immer noch unentdeckt ist oder ein Detektiv nicht mehr in der Lage ist, sich zu bewegen. Die Detektive gewinnen, wenn ein Detektiv auf demselben Feld wie Mister X landet oder Mister X sich nicht mehr bewegen kann, ohne auf ein Feld der Detektive zu landen.

In jedem Zug geben die Spielenden einen ihrer Verkehrsmittel-Karten ab und bewegen sich mit dem Verkehrsmittel auf das nächstgelegene Feld mit der gleichen Verkehrsmittel-Farbe.

Alle paar Runden muss Mister X sich zeigen und gibt den Yard-Mitarbeitenden so die notwendigen Hinweise, um ihn einzukesseln.

Der besondere Reiz entwickelt sich dabei, dass man nach einer Offenbarung die Verkehrsmittel verfolgen kann und sich damit die Möglichkeiten erschließen, in welchen Feldern Mister X sein kann.

Dabei ist es so ausgelegt, dass mit dem Taxi meist nur kurze Streckenabschnitte, mit dem Bus teilweise mittlere Strecken und mit der Untergrundbahn lange Abschnitte machbar sind.

Neulich haben wir Beast gespielt, das in der Grundmechanik tatsächlich wie Scotland Yard ist – inklusive des Mustererkennens, wo das Beast langgegangen ist.


Unboxing

Meine Version ist das Originalspiel aus den 80ern. Ich habe gesehen, dass es mittlerweile auch moderne Varianten gibt, habe sie mir aber nicht weiter angeschaut.

Meine alte Version hat eine detailreiche Karte mit 3d-Effekt von London, ein Plastik-„Klemmbrett“ für die Dokumentation der Mister X-Wege, verstärkte Pappmarker für die Verkehrsmittel und einfache Meeple. Diese sind allerdings mit einem transparenten Fuß versehen, sodass man die Zahlen jederzeit gut lesen kann.

Ob im Original wirklich zugeschnittene Blätter dabei waren, weiß ich nicht. In meiner Version ist dies leider kein gängiges Blattformat.

Nicht zu vergessen natürlich den Mister X-Schutzschirm, sodass man nicht erkennen kann, wohin Mister X auf die Karte schaut. Das wirkt in etwa so gut, wie die schwarze Maske für den Meister aus Das Schwarze Auge (glaube zweite Edition). Eher Show als nützlich.


Bewertung

Als ich meinem siebenjährigen Sohn eine thematisch stimmige Einführung gegeben habe, wollte er natürlich sofort der Dieb sein. Wir haben es ihm einmal „vorgespielt“, Mister X zu spielen, und dann durfte er es (und ist es bis heute noch).

Tatsächlich habe ich nicht viel von dem Spiel erwartet, aber wir wurden alle positiv überrascht. Ihm macht es Spaß, aufgeregt durch die Gegend zu fahren und später zu merken, dass es eng wird. Mittlerweile nutzt er die Joker-Karten „2x hintereinander bewegen“ und die „Black“-Tickets (wir wissen nicht, womit er gefahren ist) absolut zielsicher ein, um aus brenzligen Situationen herauszukommen.

Die Züge, wo er sich zeigen muss, plant er im Voraus, sodass er dort auf Stationen landet, von denen man mit möglichst vielen Verkehrsmitteln wegkommt. Dadurch wird die Jagd quer durch London ein tolles Logik-Rätsel, das wir mit genügend Zwischenrufen, Bluffen und Trash-Talk zu kleinen immersiven Abenteuern gestalten.

Silber – Auszeichnung

Fazit (Silber)

Klar ist das keine drei Rock-Meeple wert, aber den silbernen Meeple hat es sich verdient. Hätte ich nicht mit gerechnet. Und jetzt hören wir gemeinsam Scotland Yard-Hörspiele und sind über die Karte gebeugt und verfolgen die Fährten der Junior-Detektive. Und ganz nebenbei werden die Zahlen bis 250 sicher. Großer Spaß für die gesamte Familie.


(c) Copyright Ravensburger

Bannerbild von Kev auf Pixabay

Icons von Icons8

Grafik(en) und Bild(er) von analogrockt

Das Spiel habe ich privat erstanden. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und spiegelt meine persönliche Meinung wider.


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