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Deutscher Spiele Preis: Warum diese Auszeichnung für viele Spieler wichtiger ist als das Spiel des Jahres

23. Juni 2026 um 15:14

Wenn über die wichtigsten Brettspielpreise Deutschlands gesprochen wird, fällt fast automatisch zuerst der Name „Spiel des Jahres“. Der rote Pöppel genießt weit über die Brettspielszene hinaus Bekanntheit und sorgt jedes Jahr für spürbare Verkaufszahlen.

Trotzdem gibt es einen zweiten Preis, den viele Vielspieler mindestens genauso aufmerksam verfolgen: den Deutschen Spiele Preis.

Und vielleicht ist er für manche Brettspielfans sogar die interessantere Auszeichnung.

Ein Preis von Spielern für Spieler

Der Deutsche Spiele Preis, kurz DSP, wird seit 1990 verliehen und gehört damit zu den traditionsreichsten Auszeichnungen der Branche. Vergeben wird er vom Merz Verlag / SPIEL Essen.

Der entscheidende Unterschied zum Spiel des Jahres liegt im Wahlverfahren.

Während beim Spiel des Jahres eine Jury entscheidet, basiert der Deutsche Spiele Preis auf den Stimmen der Community. Spieler, Journalisten, Händler, Spielekreise und andere Branchenvertreter können ihre Favoriten wählen. Die Abstimmung erfolgt online und steht allen Interessierten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz offen.

Dadurch entsteht ein Stimmungsbild der aktiven Spielerschaft – und genau das macht den Preis so spannend.

Warum die Gewinner oft „spieliger“ sind

Wer sich die Gewinnerlisten der letzten Jahre anschaut, erkennt schnell ein Muster.

Titel wie Ark Nova, Terraforming Mars, Wingspan oder Lost Ruins of Arnak gewannen den Deutschen Spiele Preis, während das Spiel des Jahres häufig deutlich zugänglichere Familienspiele auszeichnete.

Das ist keineswegs ein Fehler der Jury, sondern entspricht den unterschiedlichen Zielsetzungen der Preise.

Das Spiel des Jahres möchte Menschen zum Spielen bringen. Der Deutsche Spiele Preis zeigt dagegen häufig, welche Titel unter Vielspielern besonders beliebt sind.

Deshalb wird der DSP oft als der Preis der Hobbyspieler betrachtet.

Ein Blick in die Geschichte

Die Siegerliste liest sich wie ein „Who is Who“ moderner Brettspielgeschichte.

Zu den Gewinnern zählen unter anderem Die Siedler von Catan, El Grande, Puerto Rico, Agricola, Dominion und viele weitere Titel, die das Hobby nachhaltig geprägt haben.

Rückblickend wirkt die Gewinnerliste fast wie eine Zeitreise durch die Entwicklung moderner Brettspiele.

Wer wissen möchte, welche Spiele ihre jeweilige Generation besonders geprägt haben, wird hier schnell fündig.

Die Preisverleihung auf der SPIEL

Besonders passend ist der Rahmen der Verleihung.

Der Deutsche Spiele Preis wird jedes Jahr rund um die SPIEL Essen bekanntgegeben und verliehen. Damit fällt die Auszeichnung genau in die Zeit, in der die Aufmerksamkeit der gesamten Branche auf Essen gerichtet ist.

Für viele Besucher gehört die Bekanntgabe der Gewinner inzwischen fest zur Messesaison dazu.

Die Top-10-Liste wird bereits im Vorfeld veröffentlicht, die Spitzenplätze werden anschließend im Rahmen der SPIEL bekanntgegeben.

Warum ich den Deutschen Spiele Preis so gerne verfolge

Persönlich finde ich den Deutschen Spiele Preis deshalb so interessant, weil er häufig näher an meinem eigenen Spielgeschmack liegt.

Das bedeutet nicht, dass die Gewinner automatisch die besseren Spiele sind. Aber sie spiegeln oft wider, welche Titel innerhalb der aktiven Brettspielszene besonders viel Begeisterung ausgelöst haben.

Während das Spiel des Jahres häufig die Frage beantwortet: „Welches Spiel eignet sich hervorragend für möglichst viele Menschen?“, beantwortet der Deutsche Spiele Preis eher die Frage: „Welche Spiele haben die Hobbyspieler dieses Jahr besonders begeistert?“

Und genau deshalb schaue ich mir die Gewinnerliste jedes Jahr mit großem Interesse an.

Wie siehst du das?

Welcher Brettspielpreis ist für dich aussagekräftiger? Orientierst du dich eher am Spiel des Jahres oder am Deutschen Spiele Preis?

Und welches Spiel hätte deiner Meinung nach den Deutschen Spiele Preis unbedingt gewinnen müssen?

Schreib deine Meinung gerne in die Kommentare.

Spiel des Jahres – beyond the Red Pawn (Topic Discussion)

23. Juni 2026 um 12:43

For many people, Spiel des Jahres is something they encounter only once a year. A list of nominees appears, winners are announced, and the familiar Red Pawn finds its way onto board game boxes that in turn appear on shop shelves. Yet, the award itself is only the most visible part of the organisation's work. Behind the annual announcements sits an association that funds projects, supports research, encourages new designers, and promotes the social value of play. In this third article in the series, I want to look at those activities that reveal a side of Spiel des Jahres that is often overlooked, particularly outside German-speaking countries, where the organisation is frequently seen only as a prestigious board game award.

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Café International

Von: ferengi
22. Juni 2026 um 07:13

Spiel des Jahres 1989

Rudi Hoffmann (1924-2008) hat in seiner aktiven Phase zwischen 1964 und 2007 um die 50 Spiele designt und beim durchblicken seiner Ludographie muss ich feststellen, dass ich davon eine ganze Reihe in meiner Sammlung habe. Größtenteils ungespielt (oder zumindest habe ich es vergessen) in Schatzkartons auf dem Boden.

Zu seinem bekanntesten Werk zählt das 1989 mit dem Spiel des Jahres-Preis ausgezeichnete Café International. Beim Blick auf die Nominierungsliste von 1989 sehe ich weitere Schätze, die in Kartons warten, wiederentdeckt zu werden.

Die Komplexität des Legespiels ist niedrig, die Spieldauer unter einer Stunde. Die Spieler haben 5 Gäste. Reihum müssen wir eine dieser drei Aktionen durchführen

  • ein bis zwei den Legeregeln entsprechende Gäste zur passenden Nation des Tisches anlegen. Hierbei müssen sich Pärchen ergeben, die dann Punkte bringen. Mehr Punkte gibt es mit einem dritten Gast am Tisch oder wenn alle 4 Plätze besetzt werden. Verboten ist es, wenn durch das Legen z.B. zwei Frauen an einem der Tische liegen würden.
  • ein Plättchen im Mittelteil des Spielfelds ablegen. Dafür gibt es zu Beginn des Spiels sogar Pluspunkte. Später muss man dies machen, wenn man keinen freien Tisch für seine Gäste findet.
  • eine ausliegenden Joker gegen eine Handkarte tauschen

Der Kniff liegt nun darin, dass man beim geschickten Anlegen eines Gastes auch für zwei Tische Punkte bekommen kann. Denn die Verbindungsstühle zwischen zwei Tischen können optional von zwei Nationen belegt werden. Auch gibt es die doppelte Punktzahl, wenn man zwei Pärchen einer Nation um einen Tisch platziert.

Nur Frauen, und verschiedene Nationen. Da kann ich kein Pärchen auslegen.
Zwei türkische Pärchen. Dieses gibt 8 Punkte, da alle von einer Nation um den Tisch sind. Ansonsten gibt es für ein Pärchen 2 Punkte, 2 gemischte Pärchen dann 4 Punkte.
Nach einiger Zeit werden die Tische voller und irgendwann kann man keinen Gast an einen Tisch setzen. Und dann muss man einen Gast in die Mitte setzen und erhält ggf. Minuspunkte.

Fazit:

Einfache Regeln, geringe Komplexität, kurze Spieldauer und eine Menge Spaß und Ärgermöglichkeiten wecken Erinnerungen, dass wir es damals oft gespielt haben. Sicher ist Optik und Spielmaterial etwas in die Jahre gekommen, aber damals war die Comicgrafik erfrischend und modern. Kann man spielen.

Stubenscore: 7,3 / 10


Café International

BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

SWAMS #87: Das ultimative Spiel des Jahres

Von: Gnislew
21. Juni 2026 um 19:16
SWAMS #87: Das ultimative Spiel des Jahres Blogspiele Gnislew

Vor zwei Wochen haben wir das Kennerspiel der Kennerspiele gesucht und gefunden, Diesmal suchen wir im gleichen Verfahren das ultimative Spiel des Jahres. Wird sich hier ein Klassiker aus den ersten Jahres des Preises durchsetzen? Oder sind die aktuelleren Titel dann doch zu stark? Nehmt euch knapp 150 Minuten Zeit und findet es mit uns heraus.

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DITO: Nominiert zum Spiel des Jahres und ausverkauft?

Von: ravn
20. Juni 2026 um 15:34

Wenn gehypte Spieletitel plötzlich nicht mehr verfügbar sind, kann eine Begierde wachsen, die vorab nicht vorhanden war. War es doch kein Hype, sondern ein wirklich herausragendes Spiel? Ein Spiel, das sogar bis zur höchsten Auszeichnung aus seinem Genre und dem aktuellen Jahrgang hinausragt und diese überragt? Hier geht es konkret um das kommunikative Partyspiel für jede Gruppe, das schnell verstanden und sofort begeistern soll, wenn es kreativ oder offensichtlich wird.

Die Gier nach etwas Neuem kann umso größer werden, wenn es plötzlich nicht mehr kaufbar ist. Dann macht sich die quälende Luxusfrage breit, was ich da verpasst habe und ob es nicht noch eine Chance gibt, es hier jetzt und sofort doch noch zu bekommen. Eventuell sogar mit Extraaufwand und Extrakosten, die vorab gescheut worden sind. Ist das rational erklärbar? Besonders im Hobbybereich der Brettspiele, in dem jedes Jahr mehr als 1000 Neuheiten auf den Markt strömen, auf ihre Käufer warten und allzu schnell wieder vergessen oder verramscht werden.

Aktuell geht es mir so bei dem kommunikativen Partyspiel DITO. Im Frühjahr 2026 als „Dito!“ bei Game Factory veröffentlicht und für 3 bis 7 Spieler geeignet. Der Spieltitel scheint dabei nicht wirklich klar zu sein, denn selbst der Verlag der deutschsprachigen Version schreibt von „Dito“, während auf der Spieleschachtel und in der Anleitung „DITO!“ steht. Ich selbst habe mich hier auf „DITO“ geeinigt. Soweit die Nebensächlichkeiten. Bevor es zum Spiel des Jahres 2026 nominiert wurde, war es für mich eines von vielen dieser assoziativen Wortspiele. Ein Genre, das ich zwar mag, von dem ich allerdings auch schon ausreichend viele Varianten in meinen Spieleschränken stehen habe: Just One, Codenames, Trapwords, Perfect Words, Was ne Frage und mehr. Auf der grafischen Ebene kommen dann noch solche Spiele wie Ensemble und Dixit dazu, die für sich schon ein eigenes Genre bilden.

DITO wirkt auf den ersten Blick arg gewöhnlich. Und genau deshalb habe ich das Spiel bisher unbeachtet ausgelassen. Erst durch die Nominierung habe ich es in seinen Mechanismen und Besonderheiten mal genauer angeschaut. Bei den vielen Neuerscheinungen muss ich halt für mich sehr strikt filtern, ob mich irgendwas interessieren könnte. Da fallen eben eine ganze Menge Spiele durch mein Aufmerksamkeitsraster. Bis die dann plötzlich nicht mehr verfügbar sind und deshalb umso mehr Begehrlichkeiten wecken.

DITO vom Autor Martin Ang bietet uns 200 Karten mit insgesamt 400 verschiedenen Kategorien. Die sollen von skurril bis interessant reichen, aber teilweise auch eher gewöhnlich sind: Beispiele aus der Spielanleitung gefällig? „Dinge, die in Paaren auftreten“, „Typisch Deutschland“ und „Filme, die einen zum Weinen bringen“ Bis auf wenige Ausnahmen wie „Flaggen mit mindestens einem Stern“ geht es auch um Wissen. Ansonsten gibt es keine falschen Antworten, und wenn etliche meinen, dass die Republik Kongo so einen Stern in ihrer Flagge hat, dann geht auch diese gemeinsame Verwechslung mit der Demokratische Republik Kongo mit in die Wertung ein.

Denn Punkte gibt es für Antworten, die mit den Mitspielern übereinstimmen. Sonderpunkte, wenn wir die Schnittmenge mit nur einem Mitspieler treffen. Da wir direkt drei Kategorien spielen und jeweils drei Antworten geben und diese in unser abwischbares 3×3 Raster eintragen, bevor es dann zur gemeinsamen Auswertung geht, gibt es weitere Bonuspunkte für jedes vollständige Tic-Tac-Toe von übereinstimmenden Antworten. Ob es dabei zu Problemen mit Insider-Antworten kommen kann, die nur einer aus der Spielrunde überhaupt kennen kann, das kann ich nicht beurteilen.

Denn DITO kenne ich bisher nur aus der Ferne und aus anderen Online-Rezensionen. Diese anderen Meinungen schwanken von belanglos bis begeisternd. Bei Rezensionen für Millionen von Udo Bartsch, den nebenbei auf der Jury Spiel des Jahres angehört, landete DITO gleich in drei hintereinander liegenden Monaten in der Kategorie „Gern gespielt im letzten Monat“ und in der Spielbox 3/2026 vergibt er die Note 8 von 10 mit den Worten „Ich feiere DITO!“. Mehr als ein Zaunpfahlwink?

Im September bis Oktober soll der Nachdruck von DITO in den Handel kommen, so sagen es uns die Ankündigungen diverser Onlinehändler. So müssen wir wohl den Sommer ohne das Wortspiel auskommen, in dem wir unsere Gedanken mit denen der Mitspieler synchronisieren sollten. Es kommt also nicht auf ein „ich habe aber recht“ an, sondern auf einen gemeinsamen Konsens in der Spielrunde. Wer in Fremdsprachen unterwegs ist, kann auch zur englisch- oder spanischsprachigen Version greifen, weil die ist weiterhin verfügbar, wenn auch als Import. Ich selbst werde wohl bis zum Herbst warten müssen, um das bis dahin eventuell prämierte Spiel dann in meiner bevorzugten Sprache kaufen und spielen zu können.

Anmerkung der Redaktion: Nachdem ich diesen Artikel hier geschrieben habe, erreichte mich die Information, dass DITO in einem Buchhändler vor Ort als Pyramide aufgestapelt entdeckt wurde. Im online gelisteten Bestand allerdings nicht. Deshalb kann ich Euch nur empfehlen, vor Ort die Augen aufzuhalten, ob DITO nicht doch in Eurem Umfeld verfügbar ist. Deshalb das Fragezeichen im Titel nachträglich ergänzt.

Boss Fighters QR: Elite-Boss-Modus freigeschaltet

19. Juni 2026 um 22:38
Boss Fighters QR: Elite-Boss-Modus freigeschaltet

Für das kooperative App-Spiel Boss Fighters QR hat Pegasus Spiele den Elite-Boss-Modus freigeschaltet, spielbar mit dem neuesten Update der Begleit-App. Der Modus fordert Gruppen, die ihre Kampagne abgeschlossen haben, zu härteren Rückkämpfen gegen die ersten fünf Bosse auf.

Was Boss Fighters QR ausmacht

Boss Fighters QR (2025) stammt von den Autoren Michael Palm und Lukas Zach und wird von Pegasus Spiele verlegt. Zwei bis vier Spielende treten kooperativ gegen zehn Bossmonster an, wobei eine Begleit-App die Gegnerseite übernimmt. Über die Scan&Play-Mechanik liest die App die QR-Codes auf den ausgespielten Karten und reagiert in Echtzeit auf die Züge der Gruppe. Jeder Boss verfolgt eigene Taktiken, Stärken und Schwächen, die das Heldenteam erst durchschauen muss, bevor es ihn gezielt bezwingen kann. Laut BoardGameGeek lässt sich jeder Kampf auf einer von vier Schwierigkeitsstufen angehen. Wie der Titel grundsätzlich funktioniert, haben wir in unserer Vorstellung von Boss Fighters QR beschrieben.

Zu Beginn der Kampagne wählt jede Person ein Heldendeck (Jungle Troll, Hill Halfling, Copper Dwarf oder Wood Elf) und kombiniert es mit einer von vier Klassen: Krieger, Magier, Schurke oder Druide. Wer einen Boss besiegt, erhält Loot-Karten, mit denen sich das eigene Deck über die Kampagne hinweg verstärken und um neue Fähigkeiten erweitern lässt. Boss Fighters QR ist auf zwei bis vier Spielende ausgelegt; einen Solo-Modus sieht das Spiel nicht vor.

Eckdaten zu Boss Fighters QR

  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Spieldauer: 40 bis 60 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Modus: kooperativ, app-gestützt
  • Komplexität: leicht bis mittel (BGG-Gewicht rund 2,1)

Der Elite-Boss-Modus im Detail

Der neue Elite-Boss-Modus setzt nach dem Ende der Kampagne an. Laut Pegasus Spiele können Gruppen, die durchgespielt haben, den ersten fünf Bossen erneut gegenübertreten, diesmal in einer deutlich stärkeren Elite-Variante. Um diese Gegner zu schlagen, brauchen die Helden die im Kampagnenverlauf freigespielten Verbesserungen und Gegenstände. Dazu kommen teils kleine neue Herausforderungen. Neuen Kampagnen-Inhalt gibt es damit nicht, wohl aber zusätzlichen Wiederspielwert für Gruppen, die bereits durch sind. Freigeschaltet wird der Modus über das neueste App-Update.

Sticker und Spielmatten als Begleitmaterial

Rund um das Spiel gibt es zwei weitere Neuigkeiten. Im teilnehmenden Fachhandel liegen Boss-Sticker bereit, solange der Vorrat reicht. Außerdem sind neue Spielmatten erhältlich, laut Pegasus Spiele im Viererpack mit allen vier Charakteren. Beides ist Zubehör und greift nicht in den Spielablauf ein.

Einordnung: nominiert, nicht ausgezeichnet

Boss Fighters QR steht 2026 auf der Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres, gemeinsam mit Moon Colony Bloodbath und Rebirth. Eine Nominierung ist dabei noch keine Auszeichnung: Welcher der drei Titel den Preis erhält, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht entschieden. Einen Überblick über das Feld bietet unsere Übersicht zu den Nominierungen 2026.

Spiel des Jahres – how the jury chooses games (Topic Discussion)

16. Juni 2026 um 12:43

Every year, the announcement of the Spiel des Jahres nominations leads to a lot of discussion across our hobby. Some people agree with the choices, others question why certain games were not included, and many try to predict the eventual winners. What most people don't realise when they discuss the nominations is that the jury does not gather for a single weekend to decide the best game of the year. No, jurors spend many months playing hundreds of new releases several times with different groups of people. It is a lot of work that often goes unnoticed, but that explains why the award continues to carry such influence nearly fifty years after it began. In the second article of the series, I look at this in more detail.

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Colt Express

Von: ferengi
13. Juni 2026 um 05:41

Spiel des Jahres 2015

Immer wenn die Spiele des Jahres nominiert oder gewählt werden kommt Kritik an der Jury auf. So zuletzt auch hier bei uns zu Dito!, welches es aber vermutlich 2026 schafft.
Doch genauso hat auch die Liste auf Board Game Geek einen Einfluß auf das Kaufverhalten, dann eher für die Vielspieler. Überschneidungen der beiden Liste gibt es kaum, so ist Sky Team das höchstbewerteste Spiel des Jahres auf BGG mit Platz 32.

Viele Spiele des Jahres sind auf BGG weit unter der 7,5-Ferengi-Wertung, dazu zählt auch Colt Express aus dem Jahre 2015. Dabei ist es besser, als ich es in Erinnerung hatte und bietet viel Spieltiefe und hat auch eine tolle Tischpräsenz.

Das Western-Szenario und der Zug als Spielbrett mit den wunderschönen Kakteen als Deko begeistern mich natürlich sofort. Als Spieler überfallen wir einen Zug und wollen die Schätze rauben. Dabei behindern wir uns überwiegend gegenseitig, aber auch der Sheriff treibt ein Unwesen auf dem Zug. Spielerisch legen wir unsere Handkarten teilweise offen oder verdeckt reihum auf einen Stapel und arbeiten diesen dann in dieser Reihenfolge ab. Wir bewegen uns, klettern aufs Dach, Boxen und Schießen oder bewegen den Sheriff zu den anderen Spielern. Und natürlich nehmen wir Schätze auf. Doch ob die dann wie geplant noch an dem Ort sind, an dem wir uns vermuten, ist dann schon spannend.
Auch nett sind die verschiedenen Abfolgen in einem Spielzug, die mit einer Karte vorgegeben werden. Also wann wir eine Karte verdeckt spielen dürfen oder mal zwei Karten auf einmal. Auch hat jeder Bandit eine besondere Fähigkeit und kann z.B. immer die erste Karte verdeckt spielen oder nimmt einen Schatz von einem geboxten Gegenspieler direkt auf.

Ich bin in diesem Spiel der Doc. Besonderheit: Er darf 7 Handkarten zu Beginn des Spielzuges aufnehmen. Dieses ist gut, da Kugeln schnell das Deck verstopfen.
Das Spielfeld: Der Zug und Kakteen.
Links die Vorgabe für diese Runde: Die zweite Karte wird verdeckt gespielt. Am Ende des Spielzuges werden alle Banditen, die sich auf dem Dach befinden, ans Ende des Zuges gestellt.

Fazit:

Ich mag Autobattler und Deckbuildung. Auch wenn hier das Deckbuildung eher nur ein Deckverstopfen ist. Denn mit jedem Schuss auf uns oder jede Begegnung mit dem Sheriff bekommen wir eine Kugel (Niete) ins Deck. Definitiv besser als die BGG-Wertung.

Stubenscore: 7,7 / 10


COLT EXPRESS

BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Spiel des Jahres – the award that was never really about awards (Topic Discussion)

09. Juni 2026 um 12:43

For many board gamers, Spiel des Jahres is simply the little red pawn on a game box. Spotting it on a shelf often suggests that a game is worth paying attention to. That's not only true in the German-speaking board game world, but also in many other countries, including the UK. Over the years, winners such as The Settlers of Catan, Carcassonne, and Ticket to Ride have helped establish the award as one of the most influential honours in tabletop gaming. Yet, there is a lot more to this story. According to its own history and mission statements, the annual prize was never intended to be the end goal. Instead, it was created as a tool to encourage people to play games, to promote games as a cultural asset, and to help the wider public discover the value of gathering around a table. In the first in a series of articles, I want to look at this further.

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SWAMS #86: Das Kennerspiel der Kennerspiele

Von: Gnislew
08. Juni 2026 um 19:03
SWAMS #86: Das Kennerspiel der Kennerspiele Blogspiele Gnislew

Seit 2011 wird das Kennerspiel des Jahres verlieren. 15 Spiele tragen somit diesen Preis und ein 16. Preisträger kommt am 12.07.2026 dazu. Wir haben uns den Spaß gemacht und mit Hilfe von Pubmeeple unser Kennerspiel der Kennerspiele zu krönen. Wer wird es werden?

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Kein gewöhnliches Alea Eurogame: Moon Colony Bloodbath

Von: ravn
08. Juni 2026 um 18:21

Alea-Spiele mit internationalem Titel sind spätestens seit The Druids of Edora keine Besonderheit mehr. Hier wurde sogar auf die Erklärspalte der Anleitung verzichtet und das zugrunde liegende Thema hätte ich eher nicht beim eher biederen Ravensberger Mutterhaus vermutet. Dahinter steht der Dominion-Erfinder, der hier ganz viel fernab sämtlicher Eurogame-Konventionen wagen kann – mit Erfolg.

Willkommen in der Mondkolonie. Genießt den schönen Ausblick auf die Erde, vergnügt Euch in traumhaften Mondstädten unter sicheren Kuppelbauten und werdet von fabelhaften Robotern umsorgt. Nur irgendetwas scheint hier nicht ganz zu stimmen, auch wenn es anfangs wie eine kommerzielle Utopie wirkt. Schön soll unsere Kolonie werden und dafür bauen wir die im Wettstreit mit unseren Mitspielern sorgsam auf. Krisensicher soll unsere Kolonie ebenso sein, dann alsbald häufen sich diverse Zwischenfälle bis zum absoluten Kollaps. Der Untergang ist nicht mehr aufzuhalten, nur noch so weit zu verzögern, bis es einen von uns zerreißt, weil eine Kolonie vollständig dezimiert wurde. Hoffentlich die eines Mitspielers, denn damit wahren wir uns die eigenen Chancen auf den Spielsieg. Denn einer verliert und läutet das Spielende ein, während der Spieler mit den meisten Mondkolonisten triumphieren darf.

Der Erfolgsautor Donald X. Vaccarino hat Moon Colony Bloodbath in Szene gesetzt und Franz Vohwinkel hat die Illustrationen und das grafische Design beigesteuert. Was sollte da schon schiefgehen? Von Verlagsseite mal so gar nichts, auch wenn der Lagerbestand knapp werden droht und das Spiel nicht mehr flächendeckend verfügbar ist. Nicht ohne Grund, denn das satirisch angehauchte Eurogame wurde zum Kennerspiel des Jahres 2026 nominiert und das erzeugt Aufmerksamkeit. Bei einigen erzeugt diese Nominierung auch ein Stirnrunzeln, denn das Thema ist für ein Kulturgut doch eher ungewöhnlich. Die Spiel des Jahres Jury begründet es hingegen so: „Ein redaktionell ausgezeichnet gearbeitetes Spiel, bei dem es keine Wartezeit gibt, weil alle gleichzeitig am Zug sind. Es birgt eine überraschende gesellschaftskritische Tiefe: Wir steuern sehenden Auges in den Abgrund und setzen ruchlos auf eigene Vorteile. Trotzdem stirbt die Hoffnung zuletzt.“

Dem stimme ich zu, wenn ich auch Kritik auf Detailebene habe, die sich in meinen zwei Mitspielpartien durchaus verfestigt hat. Wir spielen zwar zeitgleich, allerdings im Takt. Während bei den Arbeit-Aktionen durch den beiliegenden Aktionsmarker noch klar ist, ob und wer mit seiner Aktion fertig ist, kann bei Entwicklungen, Problemen, Ereignissen und Robotern so einiges aus dem Takt geraten. Denn dabei ist eben nicht klar, ob jeder schon seine Mondbevölkerung um 7 reduziert hat oder eben noch nicht, weil nicht nur Marker abgegeben werden müssen, sondern auch ein Gebäude abgerissen wird. Die einen am Tisch sind schon längst fertig und wollen flott weiterspielen und schon die nächste Karte des Stapels aufdecken, während die anderen Mitspieler noch für sich grübeln, ob zukünftig auf die Kartoffelfarm oder die Organbank verzichtet werden kann. Wie Ihr das für Euch regelt. müsst Ihr selbst finden, sei es durch einen „Daumen hoch“ oder einen Stapel-Aufdecker, der alle Spieler stets im Blick hat.

Die Markerverteilung in 1er und 5er finde ich eher unglücklich, denn seltenst bis nie müsst Ihr genau 5 Geld, Nahrung oder Bewohner abgeben und bekommt diese dazu. Stattdessen wechselt Ihr fröhlich hin und her und versucht, mit vielen Mitspielerfingern die verschütt gegangenen 1er-Marker zu finden. Mein Tipp: Macht zwei Marker-Häufchen pro Typ und trennt auch die 1er von den 5ern. So erspart Ihr Euch das teils nervige Herumgestochere nach Wechselmarkern.

Alles kein Beinbruch und auch keine wirklichen Stolpersteine für ein ansonsten vergnügliches Spiel mit ein wenig Schadenfreude, wenn es bei den Mitspielern mehr rumst und Ihr selbst mit einem blauen Auge davonkommt. So hatte ich in meiner letzten Partie in entspannter Fünferrunde und damit Vollbesetzung durch Kartenglück verursacht, die Chance ergriffen, alle meine Vorteilskarten in Folge in den gemeinsamen Nachziehkartenstapel spielen zu können. Dazu brauchte ich nur ein paar Äpfel im Vorrat und die Arbeiteraktion. Gewonnen habe ich damit doch nicht, bis zum Spielende allerdings immer recht wenig Geld, aber einen dicken Stapel von Karten auf der Hand, die ich nicht verbauen konnte.

Partien können eine scheinbare Schräglage bekommen, ein Garant für den eigenen Erfolg sind solche sich ergebenden Killer-Strategien aber keineswegs, wie selbst erlebt. Wie viel Glück steckt in dem Spiel und wie viel eigener Einfluss ist vorhanden oder werden wir doch nur amüsant gespielt? So oder so erzählt jede Partie ihre ganz eigene Geschichte per Kopfkino. Ihr müsst nur zuhören wollen. Ein wenig Faible fürs präsentierte Science-Fiction-Setting hilft dabei schon enorm.

Moon Colony Bloodbath kennt kaum Wartezeiten und ist zudem in 60 bis spätestens 90 Minuten dann auch wieder vorbei. In komprimierter Form erlebt Ihr den Aufstieg und Fall Eurer Mondkolonie. Mir sind die vielen Zufallsfaktoren dabei egal und eher ein spielerisches Mittel zur Abwechslung in den Partien. Mal läuft es eben gut, weil für einen passend und dann ist die eigene Spielweise so fragil, weil abhängig von der perfekten Kartenreihenfolge, dass es schlicht ein Risiko ist, so zu spielen. Gewiss kein Spiel für reine Eurogame-Optimierer, die alles im Griff und unter Kontrolle haben müssen. Der steigende Kontrollverlust gehört stattdessen mit zum Spielkonzept. Wer das mag, der erlebt hier eine vergnügliche Zeit. Wer nicht, für den gibt aus ausreichend Alternativen auf dem Brettspielmarkt.

So blutig das Spiel im Titel ist, so blutleer und scheinbar harmlos ist die grafische Gestaltung. Wie leicht hätte der Illustrator das Spielgeschehen mit Blutfontänen plastisch zu einem Horrorfilm werden lassen. Stattdessen wird die Gewalt, die Unfälle und der Zynismus dieser Mondkolonie erst auf den zweiten Blick und zwischen den Zeilen ersichtlich. Wer nicht genau hinschaut, kann dabei viele Details und Anspielungen übersehen und sich stattdessen wundern, wo denn bitteschön das versprochene Bad in Blut ist.

Moon Colony Bloodbath polarisiert und genau diese Ecken und Kanten des Spiels gefallen mir, sodass es für mich zur Kennerspiel-Empfehlung wird. Ein ebenso nominiertes Boss Fighters QR ist technisch spektakulärer und ein Rebirth ist sicherlich gefälliger im Spielablauf, aber Moon Colony Bloodbath sticht angenehm aus dem Spielejahrgang hervor. Solltet Ihr gespielt oder mindestens mitgespielt haben.

Kinderspiel des Jahres 2026 – Die nominierten Spiele für Kinder

Was wird Kinderspiel des Jahres 2026? Dieses ist der dritte und letzte Teil meiner diesjährigen Beiträge zu den Jurypreisen 2026. In meinen vorherigen Beiträgen für Familien und Erwachsene habe ich bereits über die potenziellen Preisträgern in den Kategorien zum Spiel des Jahres 2026 und Kennerspiel des Jahres 2025 berichtet. Jetzt sind die Kids dran! Seit […]

Der Beitrag Kinderspiel des Jahres 2026 – Die nominierten Spiele für Kinder erschien zuerst auf Familienspiele – die besten Gesellschaftsspiele für die ganze Familie.

EXIT: Die Grabkammer des Pharao

Von: ferengi
08. Juni 2026 um 07:36

Kennerspiel des Jahres 2017

Mit über 50 EXIT-Spielen, Adventskalendern und Puzzles und weltweit insgesamt über 30 Millionen verkauften Einheiten ist die Reihe von Inka und Markus Brand ein absoluter Verkaufsschlager. Dabei haben die beiden mit Rajas of the Ganges, Noch mal! oder den Mystery Games auch viel andere kreative Ideen.

Die Grabkammer des Pharao wurde zusammen mit der verlassene Hütte und dem geheimen Labor als „Konzept“ zum Kennerspiel des Jahres 2017 gewählt.

Damals wie heute gibt es Rätselkarten mit Buchstaben. Diese erhalten wir, wenn wir ihren Buchstaben in einer Beilage finden oder sie über die Lösungskarten freischalten. Die Lösungskarten erhalten wir, indem wir passend zu einem Symbol drei Zeichen auf der Decodierscheibe richtig einstellen. Also ein Rätsel lösen. Diese sind mal schwer und mal leicht. Hilfestellungen gibt es über die Hilfe-Karten.

In diesem Fall sind wir als Reisegruppe im Tal der Könige und irren alleine im Grab Tutanchamuns umher. Als wir eine Grabkammer betreten schließt sich hinter uns die Tür und wir versuchen so schnell wie möglich zu entkommen. Glücklicherweise finden wir ein Notizbuch und eine Decodierscheibe.

Das Spielmaterial
Die Scheibe führt uns zu Lösungskarte, mit dieser dürfen wir dann die Rätselkarten L, T und V umdrehen.
Durchhetzen oder genießen und Spaß haben?

Fazit:

Wir haben schon einige EXIT-Spiele gespielt, so dass der Mechanismus bekannt ist. Somit suchen wir auch anders nach Lösungen, wie es vor Jahren beim ersten Spiel der Fall war. Der Fall ist in der Schwierigkeitsstufe „Profi“, doch eigentlich war bis auf ein Rätsel alles gut lösbar. Trotzdem waren wir mit knapp zwei Stunden ohne Stress doppelt so lange in der Pyramide, wie es die optimale Zeitvorgabe von unter einer Stunde vorgibt. Warum die beiden Autoren diese Stresskomponente vorgeben, verstehe ich nicht. Warum soll man durch Spiele durchhetzen.

Die Kritik zu Nachhaltigkeit muss ich leider aufrechterhalten. Es wäre schon möglich, downloadbares Ersatzmaterial anzubieten. Dieses machen ja auch andere Anbieter. Oder man muss nicht immer etwas einbauen, was man zerschneiden muss. Auch wenn dies als Erlebnis schon eine besondere Komponente ist.

Der Fall selber war spannend und die Szenerie für ein Escape-Spiel sehr gut geeignet.

Stubenscore: 7,7 / 10


EXIT: DIE GRABKAMMER DES PHARAO

BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Artengarten

Von: ferengi
07. Juni 2026 um 06:55

Wieder im Zoo

Auch mit seinem zweiten Spiel hat Mathias Wigge es wieder auf die Empfehlungsliste zum Kennerspiel des Jahres geschafft. Der kleine Bruder von Arche Nova spielt im gleichen Setting. Wir bauen also wieder einen Zoo, diesmal aber deutlich weniger komplex.

Die Karten wurden durch Hexeck-Plättchen ersetzt, die man dann auch gleich in seinen Zoo einbauen kann. In seinem Zug zieht man ein Plättchen und führt dann eine Aktion durch. Hierdurch kommen Tiere und Projekte auf den Spielplan. Oder man zieht neue Plättchen.

Erste Aktion im Spielzug: Entsprechend der Position (und damit Wertigkeit) unserer Reichweitenkarte nehmen wir ein Plättchen.

Wie schon bei Arche Nova ändert sich die Stärke, mit der man eine Aktion durchführen kann. Und somit kann man z.B. kein Krokodil der Stärke 4 spielen, wenn unsere Aktionskarte für das Gelände Wasser nicht mindestens bei einer 4 liegt. Nachdem die Aktion durchgeführt wurde, schiebt man die genutzte Aktionskarte links bei seinen Aktionskarten rein und somit startet diese wieder bei der Stärke 1. Die andern Aktionen wandern weiter nach rechts und werden alle um einen Punkt stärker.

Unser Zooplan. Und unten die vier Aktionskarten mit der Stärke entsprechend des Pfeils. Die Aktionskarte, die man nutzt, schiebt man links wieder rein
Zum Ausspielen der Plättchen müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: Stärke der Aktionskarte und teilweise Legeregeln.

Anschließend kann man als Nebenaktionen Häuser in den Zoo setzen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Oder wir unterstützen Artenschutzprojekte. Hier ist es wichtig, dass man die Bedingungen hierfür gut im Blick behält, denn es gibt nur 5 verschiedene je Spiel und alle Spieler werden versuchen sie zu erfüllen und z.B. Tiere aus Afrika oder Vögel sammeln. Außerdem ist dies auch eine Endbedingung: Wenn jemand 4 der 5 Artenschutzziele erreicht hat, ist das Spiel beendet. Optional ist dies auch der Fall, wenn ein Zoo voll ist oder es keine Karten mehr zum nachziehen gibt.

Puh, das ist schon Arbeit.

Fazit:

Artengarten ist deutlich weniger komplex als Arche Nova. So hat die gut geschriebene Anleitung lediglich 8 Seiten und viele Beispiele. Arche Nova benötigt 20 Seiten und ein ausführliches Glossar, in dem man in den ersten Partien ständig blättern muss. Dagegen ist die gegenläufige Siegpunkteleiste bei Arche Nova genial, während man bei Artengarten gefühlte 15 Minuten Siegpunkte ausgezählt werden und dies im bunten Wirrwarr des Spielplans unübersichtlich ist. Ein entscheidender Punkt für die Siegpunktejagd ist es, die Zooplättchen passend nebeneinander zu legen. Dies gilt natürlich für Männchen/Weibchen, aber vor allem auch für z.B. „Tiere in Afrika“ (wenn man dies als Projekt für Siegpunkte hat). Das ist schwierig zu planen, auch etwas zufällig und nicht jedem Spieler zu Beginn bewusst. Das kann dann für Gelegenheitsspieler beim Punktezählen frustrierend sein. Insgesamt hat mir Artengarten aber gut gefallen und ich wäre bei der nächsten Partie wieder dabei. Schön wäre es gewesen, wenn Mathias Wigge anstelle eines Zoos ein anderes Setting gewählt hätte.

Stubenscore: 7,9 / 10


ARTENGARTEN

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Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Frosted Games brings in ex-Pegasus, HeidelBÄR marketing chief Michael Kränzle, hires podcaster as new sales head

04. Juni 2026 um 10:51

Frosted Games, the German-language publisher of titles including Too Many Bones and Endeavor: Deep Sea, has brought in board game industry veteran Michael Kränzle to lead its marketing operations – and hired a board game podcaster as its sales head.

Kränzle has a storied history within the German tabletop market, having previously spent more than a decade working in editorial and marketing for Pegasus Spiele, followed by another five leading marketing efforts at HeidelBÄR Games.

He replaces Jörg Hopfengarten, who has left Frosted to become project director for fair management at Spiel Essen.

Frosted Games CEO Benjamin Schönheiter, who worked with Kränzle at Pegasus Spiele in the early 2010s, told BoardGameWire, “I know Michael from way back in the day at Pegasus Spiele – and I was always impressed with his ability to create a strong brand awareness both offline and online.

“I want him to bring that same drive and success to Frosted Games to help us build on our twice in a row nomination (and our previous win) at the Kennerspiel des Jahres this year.

“We are still only a small publisher, and not known to many players. And there is none better to change that.”

Frosted launched in 2015 with the announcement it would publish a board games advent calendar, with each door revealing a different small expansion for a popular hobby board or card game.

The company has since grown to become a significant publisher of German language board games, including last year’s Kennerspiel des Jahres winner Endeavor: Deep Sea and big name titles such as Andromeda’s Edge and The Elder Scrolls: Betrayal of the Second Era.

Frosted is in line for a potential second Kennerspiel des Jahres win in a row this year as the publisher of Reiner Knizia’s tile-laying title Rebirth.

Rebirth, designed by Reiner Knizia || Photo credit: Frosted Games

Alongside Kränzle’s arrival Frosted has also appointed Dennis Oettershagen as sales manager – a figure best known in German board game circles as a host of the Board Game Theory podcast.

He joins Frosted from barefoot shoe manufacturer Wildling, and previously spent more than a decade working for furniture giant IKEA.

Schönheiter said, “While Frosted Games wants to have a much stronger and better retail presence and experience – we are very much focused on a tight relationship with our players.

“…Dennis has exactly that experience from his previous job at Wildling shoes, a barefoot shoes pioneer. His main focus in 2026 will be to solidify our retail presence while overhauling our e-commerce platform and direct to consumer channels.”

Schönheiter added, “In general, I want to keep doing in 2026 what we have always been doing – creating and delivering phenomenal games with partners around the world.

“Our tag line is ‘We love games’. What seems like a foregone conclusion in an industry mainly driven by the hearts and souls of players that create games, it was nevertheless important to me to make that statement.

“And I want Frosted Games to publish games we love, not games that ‘just sell well’. And I want to keep investing in every single game, to give it the attention it needs and deserves always as a first thought – as a dedication, not a business model first.

“And I think that I have a great team that lets me achieve this goal, and I can see that the industry appreciates this as well.”

Titles set for release by Frosted this year include the German language version of Entropy, designed by Tommaso Battista, Simone Luciani and Nestore Mangone.

Last summer BoardGameWire reported that Frosted had signed a deal with industry heavyweight Asmodee to expand its distribution across Germany, Austria and Switzerland.

That deal came just over a year after Frosted ended its years-long distribution deal with Germany’s Pegasus Spiele, saying at the time that as a niche publisher of small print runs, “the wholesale route was no longer financially viable without either drastically increasing the prices of our games or making massive cuts somewhere in the production chain”.

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Splendor

Von: ferengi
03. Juni 2026 um 05:08

Ressourcenmanagementwettlauf

Das fehlte mir auch noch von meiner Must-Play-Liste. Viele Preise hat dieses leicht zu lernende Taktikspiel von Marc André erhalten. 2014 war es auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres, dort gewann Camel Up.

Mit fünf verschiedenen Edelsteinen + Jokerdiamant kaufen wir Edelsteinkarten in drei verschiedenen Preis- und Siegpunkteklassen

Ziel ist es, mit dem Aufnehmen von Edelsteinchips Edelsteinkarten zu kaufen. Setzen wir dann Edelsteinkarten für den Kauf mit ein, bleiben diese uns als permanente Ressource erhalten. Die Edelstein-Chips gehen aber zurück in den Vorrat. Und so hangelt sich jeder die optimale Ressourcenmanagementleiter nach oben, reserviert sich hier-und-da eine günstig zu bekommende Karte und achtet auf die Karten mit zusätzlichen Prestigepunkten. Denn wer 15 hat, gewinnt das Spiel. Eine sehr ähnliche Mechanik hatte ich gerade in den Schatten von Macau, welches mir aufgrund der Interaktionsmöglichkeiten etwas besser gefallen hat. Als Aktion kann man in einem Zug drei verschiedene oder zwei gleiche Edelsteine nehmen oder eine Karte kaufen.

Wenn man ein paar Karten hat, bekommt man weitere „gratis“ dazu. Oder man setzt Edelsteine ein.
Eine Adligenkarte (rechts) erhält man automatisch, wenn man die Bedingung erfüllt hat. Hier: Je drei blaue, rote und grüne Karten. Mit dieser habe ich schon 10 der 15 erforderlichen Predigepunkt zum Spielende.

Fazit:

Wer 15 Prestigepunkte gesammelt hat, gewinnt Splendor. Da man auf den Weg zu den guten Karten schon einige sammelt ist das Spiel dann relativ zügig, oft unter 30 Minuten, vorbei. Inzwischen gibt es viele Variationen, und natürlich auch eine Duel-Version und auch Adaptionen für den Computer. Ein Spiel, dass man immer wieder spielen kann, aber das nicht unbedingt in der Sammlung erforderlich ist.
Anstelle Edelsteinen hätte man auch andere Sammelobjekte oder Szenarien wählen können. Die so beliebten Aliens gibt es nicht, aber Lizenzversionen von Pokemons und Marvel lassen uns hoffen, dass die noch kommen.

Stubenscore: 7,0 / 10


SPLENDOR
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Brettspiel (getestet)

Kennerspiel des Jahres 2026 – Gewinner & nominierte Spiele!

Wer schnappt sich den Titel Kennerspiel des Jahres 2026? Welche drei Brettspiel-Highlights gehen dieses Jahr ins Rennen um den Hauptpreis? Und welche Geheimtipps hat die Jury zusätzlich auf die Empfehlungsliste gesetzt? Hier erfahrt ihr alles über die Nominierten und die aktuellen Empfehlungen der Jury, und (später) natürlich auch über den Gewinner! Nach der mit Spannung […]

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Azul

Von: ferengi
02. Juni 2026 um 08:22

Spiel des Jahres 2018

Etwas genervt von Michael Kiesling’s The Border und einem Tipp, auch mal andere Azul-Varianten von ihm zu spielen, führte uns mal wieder zu diesem Klassiker. Und es hat sich gelohnt.

Das Konzept sollte bekannt sein:
Es liegen auf runden Manufakturenscheiben je 4 Fliesen und wir können eine Sorte von einer Scheibe nehmen und auf unserem Brett bei den 1 bis 5 – Felder großen Ablagebreichen anlegen. Die restlichen Fliesen der Scheibe kommen in die Mitte. Alternativ kann man auch alle Fliesen einer Sorte aus der Mitte nehmen und bei sich anlegen.

Der Aufbau für zwei Spieler

Beim Anlegen auf dem eigenen Brett dürfen in einer Zeile nur die gleichen gelegt/angelegt werden. Passen nicht alle in die Zeile, dann kommen sie in den Bereich unten auf dem Tableau mit den Minuspunkten.

Wenn alle Fliesen von den Manufakturenscheiben und der Mitte verteilt sind, dann kommt die Wertung für die Runde. Nur von vollständigen Zeilen können wir eine Fliese passend auf das Mosaik rechts daneben legen und es wird gewertet. Beendet ist das Spiel, wenn jemand in der Wertungsphase mindestens eine Reihe im Mosaik vervollständigt hat.

Mit der Wertung wandert bei vollen Reihen eine Fliese auf ein passendes Mosaik-Feld, die anderen werden abgeräumt. Unvollständig gefüllt Reihen würden für die nächste Runde liegen bleiben. Verstopfen dann Felder.
Wenn bei der Wertung mindestens eine Reihe im Mosaik vollständig ist (hier die oberen zwei) ist das Spiel beendet und es kommt die Endwertung.

Fazit:

In 5 Minuten erklärte Regeln, schöne Spielsteine. Auch wenn ich die Muster von solchen Fliesen nie ansprechend fand. Aber irgendwie haben sich ja die Muster durchgesetzt.
Das Spiel des Jahres 2018 hat inzwischen viele Ableger. Auch mit anderen Mechanismen und mehr Spieltiefe. Ich wäre nicht uninteressiert, da mal einige zu testen, denn das Fliesenlegen macht schon Spaß und ist fordernd strategisch.

Stubenscore: 7,7 / 10


AZUL
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Brettspiel (getestet)

SWAMS Kids #12: Viele Schlüssel und ein Farmer

Von: Gnislew
31. Mai 2026 um 18:30
SWAMS Kids #12: Viele Schlüssel und ein Farmer Blogspiele Gnislew

Nachdem der Spieledreierpack in Folge 11 so gut geklappt hat, gibt es in Folge 12 wieder einen Dreierpack. Den Start macht das Roll & Write Ei Ei, Stempelei. Es folgt das Kinderspiel des Jahres 2024 Die magischen Schlüssel. Den Abschluss des Trios bildet Das Schloss der 7 Schlösser. Da ist mit Sicherheit für jeden was dabei!

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Neuland

Von: ferengi
31. Mai 2026 um 08:36

Können die Wikinger überzeugen?

Bei der Nominierung von Neuland zum Kennerspiel des Jahres 2025 waren sicher viele überrascht. Aber gegen Endeavor hatten die Wikinger keine Chance.

Ziel des Spiels ist es, mit setzen von unseren 13 Wikingern auf die Landschaftskarte Ressourcen und Gebäude für sein eigenes Landstück zu bekommen. Legen dürfen wir nur im Startbereich am Ozean oder angrenzend zu anderen Wikingern. Hiermit ergibt sich eine Interaktion mit den Mitspielern, da man z.B. für den Erhalt von Gebäuden bestimmte Bedingungen erfüllen muss und somit den Gegner ein für ihn wichtiges Feld blockieren kann. Hier gefiel mir gut, dass man mit Sonderplättchen einmalig im Spiel zwei Wikinger nacheinander setzen oder auch ein vom Gegner besetztes Feld zusätzlich besiedeln kann. Ein Mitspieler kann einen somit nicht endgültig früh im Spiel alles verbauen.

Unser Landstück zu Spielbeginn. Unten rechts sind die Siegpunkte je Ressource/Gebäude aufgeführt. Die drei Baustellen sollten wir für die Siegpunktejagd mit den aufgeführten Ressourcen umbauen.
Auf dieser Insel landen unsere Wikinger. Startpunkt ist oben rechts am Ozean.

Unsere Siegpunkte sammeln wir auf verschiedenen Wegen. Die wichtigsten sind die Aufwertungsplättchen. Hiervon liegen immer 5 aus und am Ende des Zuges kann man eines nehmen. Sammelt man viele Bäume, so sollte man sich mehrere Aufwertungsplättchen, die zum Spielende Extrasiegpunkte für Bäume geben, nehmen. Auch gibt es Baustellen auf seinem Landstück. Hier muss man bestimmte Gebäude und Ressourcen drumherum bauen, um viele Punkte zu sammeln. Die Gebäude brauchen aber alle, so dass hier ein Wettrennen stattfindet. Viele der Ressourcen und Gebäude lassen sich für verschiedene Siegpunktemechanismen nutzen, so dass die Taktikkomponente hoch ist.

Später im Spiel: Viele Ressourcen und Gebäude wurden eingesammelt.
Erstaunlich voll wird es auf unserem Spielplan. Am Ende des Spiels kommt das bei nicht allen Spielern beliebte Punktezählen.

Fazit:

Neuland hat bei vielen Spielern keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Aufgrund der 13 Wikinger und damit maximal 13 Runden ist die Spieldauer unter einer Stunde, die Komplexität und Regeln schnell erlernt und es bietet doch eine gewisse Spieltiefe. Natürlich kann es mit dem Spiel des Jahres Sieger Endeavor – Die Tiefsee nicht mithalten und ich hätte eher ein SETI nominiert. Aber die Kombination aus Taktikkomponente und Spieldauer und die Eignung für „Einsteiger“ in die Brettspielwelt lässt mich noch überlegen, ob es in die Sammlung kommt.

Stubenscore: 7,7 / 10


NEULAND
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Brettspiel (getestet)

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