Abhängig von der Spielerzahl gibt es eine Anzahl Tierwürfel und einen Ablagespielplan für die Würfeln mit Transportwägen. Hinzu haben die Spieler einen Zoozettel, zu dem sie die Tiere dann transportieren können.
Ist man an der Reihe, kann man
zwei Würfel würfeln und auf die Transportwägen beliebig verteilen
einen Transportwagen komplett leeren und die dort liegenden Tiere und Münzen bei sich im Zooplan einzeichnen.
Was macht es nun spannend?
Hat ein Spieler als erstes eine Tierart in seinem Zooplan komplettiert, gibt es einen Bonus. Schnell sein und dann gegebenenfalls weniger Würfel zu nehmen, kann also einen Vorteil bringen. Doch wenn man Würfel genommen hat, ist die Runde beendet und die anderen Spieler können weiter würfeln und taktieren, ab wann ihnen die Wägen voll genug sind, um ihre Runde zu beenden.
Auch wichtig: Leert man einen Wagen und es sind Würfel dabei, deren Tierart schon im Zooplan komplett ist, dann kommen sie in den Stall und bringen Minuspunkte. Heilen kann man dieses aber mit Münzen, die man auch erwürfeln kann.
Das Spiel endet, wenn auf einem Spielplan nur noch ein Gehege nicht voll ist. Das Punktezählen ist dann einfach.
Bis zu 3 Würfel haben auf einem Transportwagen Platz. Ist man an der Reihe leert man einen oder würfelt und befüllt weiter die Wägen.Zwei Würfel konnte ich nehmen und trage diese nun auf meinem Zooplan einUnd am Ende wird summiert
Fazit:
Ein sehr simples Kinder-Würfelspiel. Vielleicht soll es das auch sein. Das Zooloretto-Thema deutet es an.
Es gibt da aber eine Reihe abwechslungsreichere und spannenderer Roll & Write-Spiele.
Aber für mich ein Spiel aus der Reihe „Lass uns das bitte nie wieder spielen“. Zooloretto liegt auch in einer Schatzkiste auf dem Boden, vielleicht ist dies besser …
Shooting Star Tomáš Holek kann nicht nur große Brettspiele machen, die einem das Hirn verzwirbeln. Nach Seti, Galileo Galilei und Tea Garden bringt er mit Nacht im Zoo nun ein Plättchenlege-Spiel mit knuffigen Tier-Meeplen beim tchechischen Verlag Albi raus. Eine süße Optik mit leicht creepy Cover-Illustration, haben sofort unser Interesse geweckt. Wie gut das bei uns funktioniert hat, die Tiere nach ihrer Partynacht wieder zurück in den Zoo zu bringen, erfahrt ihr in unserer Review.
Letzte Woche gab es aufgrund der Spielemesse keine Crowdfunding News. Hier daher die Neuigkeiten der letzten zwei Wochen für euch: Angekündigt: Neu: Updates: ANGEKÜNDIGT In der kommenden Woche ist einiges mehr los auf den Crowdfunding-Plattformen. Es sind verschiedene Projekte angekündigt. Hier der Überblick über die kommende Woche und den verschiedenen Plattformen und die „wichtigsten“ Projekte: […]
In unserem Format „Tipp um Tipp“ laden wir euch ein, mit uns zu quizzen. Wir beschreiben Euch einmal pro Woche in 15 bis 20 Hinweisen ein Brettspiel. Wie schnell bekommt Ihr es heraus? Am Ende gibt es direkt die Auflösung.
Drillers ist ein Eurogame, in dem wir vorausplanen und schwierige Entscheidungen treffen. Mit Schrottplatzteilen und viel Mut bohren wir nach wertvollen Mineralien und das im direkten Wettstreit mit unseren Mitspielern. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen konnte ich mit dem Autor Adam Španěl sprechen und am letzten Messetag die Neuheit selbst anspielen. Seid ebenso bei meiner Erstpartie in entspannter Viererrunde per Audio-Mitschnitt dabei.Das Info-Rundumpaket aus erster Hand.
Drillers ist trickreich, wie selbst erlebt. Nur wer sein Aktionsdeck optimiert, um möglichst tief und mit Gespür fürs Timing zu bohren, und erkennt, wenn es sich lohnt, wieder an die Oberfläche zurückzukommen, wird als siegreicher Spieler die einsturzgefährdete Mine bezwingen. Lauscht der kompetenten Spielerklärung am Messesonntag und meinem begleiteten ersten Spielzug, der zeigt, wie sich Drillers so spielt.
Drillers erinnerte mich im besten Sinne an das Spielgefühl von Die verlorenen Ruinen von Arnak. Wir erforschen zwar keine Tempelanlagen, sondern bohren hier in immer tiefere Schichten nach Mineralien, die wir verkaufen und in noch bessere Ausrüstung investieren. So wird unser Kartendeck immer effektiver, aber auch spezieller. Im Kern ist es ein Wettlauf, um die besten Karten und um die wertvollsten Rohstoffe. Zeitverlust will sich keiner leisten, weshalb der eigene Spielzug gut geplant sein will. Und genau da sehe ich einen Knackpunkt in Vierer-Vollbesetzung.
Wir spielen unsere komplette Kartenhand, sammeln Mineralien, verkaufen und investieren. Erst dann ist der nächste Spieler am Zug. Grübler können dabei zum Problem werden. Unsere Runde hat experimentierfreudig spontan gespielt und während der Mitspielerzüge schon vorausgeplant. Im Zweifel in kleinerer Runde spielen, wie der Autor selbst bestätigt hat, oder ausreichend Geduld für Eure Erstpartie mitbringen. Mitspieler, die zwingend alles optimieren müssen, obwohl sie das Spiel noch gar nicht kennen, würde ich persönlich ausschließen und auf den Solo-Modus verweisen.
Auf der Habenseite präsentiert sich Drillers erstaunlich klar und übersichtlich. Alles ist auf der doppelseitigen Spielhilfe beschrieben und die Icons waren in meiner Anspielpartie in Essen direkt eindeutig. Wer ein schnörkelloses Eurogame auf Kennerniveau sucht, das vielfältige Möglichkeiten bietet, ist hier richtig. Deshalb habe ich es auch direkt am Messestand gekauft. Einzig das Auspöppeln der Spielertableaus ist ein wenig mühsam. Nehmt Euch dafür die notwendige Zeit, damit die vielen Ausstanzungen nicht einreißen. Drillers hat meine Empfehlung als Kauftipp der SPIEL 2026 Neuheiten.
Seit 1992 veröffentlicht Nintendo für jede Konsole und Handheld das beliebte Mario Kart, oft in mehreren Versionen. Und vor knapp 10 Jahren kam dann auch mal eine Kartenspielversion dazu, die uns jetzt aufgehübscht in Essen vorgestellt wurde.
In ihrem Zug ziehen die Spieler eine Karte vom Nachziehstapel und spielen eine Karte aus. Starten kann man erst, wenn man eine „grüne Ampelkarte“ hat. Danach spielt man dann Kilometerkarten und blockiert andere Spieler mit Bananen, roten Ampeln oder Geschwindigkeitsbegrenzungen. Dagegen können die anderen Spieler dann natürlich Verteidigungs- oder Schutzkarten spielen.
Wer zuerst am Ziel ist hat gewonnen.
Nach dem Start kam ich ganz gut voran. Die Banane limitiert meine Höchstgeschwindigkeit auf 50km/h. Hoffentlich ziehe ich bald eine Pilzkarte, um dieses aufzuheben. Welche Verteidigungskarte gegen Angriffskarten hilft, ist in der Spielerhilfe darüber zu sehen.Es wäre clever, sich zum Zählen der Kilometer die Karten zu sortieren oder den Streckenplan mit den Spielfiguren zu verwenden.Leider war bei unserer Testversion der Spielplan mit den Meeples nicht dabei. Dafür hier ein Bild aus der Anleitung von Jumbo.
Fazit:
Wir haben zur Beschleunigung des Spiels eingeführt, dass man in seinem Zug eine beliebige Anzahl Karten ablegen und entsprechend nachziehen kann. Sonst kann es schon sehr lange dauern, bis man überhaupt losfahren kann (grüne Ampel) oder nach einem Angriff die passende Verteidigungskarte auf die Hand bekommt. Das Spiel ist eher für sehr junge Fans, die auch eine hohe Frustrationstolleranz haben. Denn Gegner und der Zufall, mal die richtigen karten auf der Hand zu haben, macht schon wenig Lust auf eine weitere Partie.
Erwähnen muss man noch, dass die Vorlage, der „Kartenspielklassiker Mille Bornes (1000 Kilometer)“ aus 1954, mir vorher unbekannt war und ich ihn auch nicht vermisst habe.
Final Titan als taktischer Auto-Battler von Richard Garfield zu bezeichnen ist zweifach nur die halbe Wahrheit. Kommt mit auf meiner Entdeckungsreise zu einem Spiel, das ich als einen meiner absoluten Höhepunkte der SPIEL 2026 in Essen bezeichnen möchte. Dabei ist es ganz nüchtern betrachtet, nur ein Würfelduell. Aber eines, das voller Emotionen steckt.
Erstmalig hatte ich von Final Titan im Vorfeld meiner SPIEL 2026 Recherche nach aussergewöhnlichen Neuheiten in einem Dice Tower Vorschau-Video mitbekommen, dass es dort mehrfach erstaunlich hoch bewertet wurde. Der Autorenname Richard Garfield zieht natürlich und weckte auch bei mir Neugier. Aber eventuell ist es auch nur der Nachhall einer erstaunlichen Persönlichkeit, die uns Magic The Gathering gebracht hat. Das habe ich übrigens wie fast alle Trading Card Games nie gespielt, weil mir der Sammelaspekt und der Deckbau fernab des Soieltisches nicht zugesagt haben.
Mit Mindbug konnte ich in seiner verdichteten Art auf wenige Karten in meiner Erstpartie nicht recht warm werden, weil mir die spielentscheidenden Keywords nicht eingängig genug waren. Und auch Keyforge habe ich trotz des neuen Druckkonzepts, das damit in einem Deck alles möglich sein konnte, nach dem Starterset nicht tiefer erforscht. Die Idee fand ich damals besser als das Spielgeschehen an sich.
Umso überraschender, das mir Final Titan so viel Spaß macht. Aber eventuell ist dafür auch der zweite Autor Christian Kudahl verantwortlich, der mit Agent Avenue die Essenz des „Einer teilt, der andere wählt“-Mechanismus in einem herrlich taktisch spannenden Ich-denke-dass-Du-denkst-Mindfuck herausgearbeitet hat. Jetzt also Final Titan, das mir Marvin von Nerd Labs auf der Neuheitschau am Messe-Mittwoch euphorisch überzeugend vorgestellt hat.
Ich war skeptisch, ob ein Auto-Battler mit bewusst seichtem Spielablauf mich überzeugen würde. Angeblich sollte das Spielgefühl mit jeder Partie wachsen und zum regelrechten Sog werden. Ich wollte das selbst erleben und so steuerte ich direkt am Messe-Freitag um kurz vor 10 Uhr den Stand von Nerd Labs in Halle 5 an, um Final Titan zu spielen. Eventuell gab es ja noch Restposten der Ultimate Deluxe Version zu kaufen, aber bei so einem Spiel sollte die normale 40-Euro-Version eigentlich völlig ausreichen. So redete ich mir im Vorfeld zumindest ein.
Lauscht im Audio-Mitschnitt, wie ich die Spielerklärung und ebenso unsere launige Vierertruppe aus Messe-Zufalls-Mitspielern erlebt habe. Wir haben unsere Champions gegenseitig angefeuert und das Mitbieten auf die Mitspielerkämpfe ohne eigene Beteiligung war ebenso spannend. Final Titan spielte sich dabei weitaus taktischer als ich dachte. Um als letzter Champion zu gewinnen, muss man das richtige Timing abschätzen, wann man was wagt und wann eher nicht. Die Kämpfe gehen superflott und machen Spaß, weil dabei so viel und so viel Unerwartetes passieren kann. Hier kam bei uns echte Arena-Stimmung auf, die ich bei King of Tokyo wegen des gemächlichen Spannungsaufbaus vermisst hatte. Bei Final Titan geht es die ganze Zeit zur Sache und das macht es für mich besonders und spielenswert.
Eigentlich reicht die Grundbox für 40 Euro völlig aus. Eigentlich wollte ich die nach meiner Anspiel-Session mit der auf zwei Champions verkürzten Partie auch kaufen und dabei auf Sleeves verzichten. Eigentlich, so hatte ich es mir vorgenommen. Weil dann gab es trotz fortgeschrittener Messezeit unerwartet doch noch die Ultimate Deluxe Version und die passenden Sleeves dazu und ich konnte mit Karte diesen Spontankauf zahlen. Tja, was soll ich sagen? Der Rest ist Geschichte und mein persönliches Messegeschenk, das ich mir gegönnt habe, fernab aller Vernunft. Muss auch mal sein und das ist auch gut so.
Wie die Ultimate Deluxe Version aussieht, mit ihrem besonders schimmernden und kräftigen Druck dank UV-Lack-Veredelung mitsamt den dickeren und größeren und ebenfalls mit UV-Lack-Veredelung versehenen Pappcountern, das könnt Ihr in meiner Unboxing-Bildergalerie sehen. Aber laßt Euch eines sagen: Rein spielerisch reicht das Grundspiel mit seinen 100 statt 135 Champions und doppelseitigen dünneren Pappmarkern locker aus. Für 40 Euro ist Euch dieser Draft-Battler, weil Ihr in einer regulären fernab einer Anfängerpartie Eure Champions passend selbst per Kartendraft zusammenstellt, ans Spielerherz gelegt. Aber ebenso wie das Kennerspiel des Jahres 2023, das viele schon längst verdrängt haben, könnte auch Final Titan die Meinungen spalten und so manchen von Euch kopfschüttelnd zurücklassen.
4 Jahre nach London sind wir nun in einer deutschen Stadt im U-Bahn-Netzwerk unterwegs und verbinden mit vier Farbstiften Haltestationen.
Was ist anders als in London, Tokyo oder Paris?
Früher gab es mal West- und Ostberlin. Eine Besonderheit in Berlin ist es somit, dass die Karten zusätzlich eine Krone oder Bären haben (steht für Ost und West) und wir entsprechend als Start- und Verlängerungspunkt von rechts oder links in Berlin starten. Wenn wir die beiden Linien je Farbe miteinander verbinden, dann gibt es Sonderpunkte. Und anschließend können wir die Bären und Kronen für diese Linie ignorieren, was uns taktische Vorteile bringt.
Ansonsten multiplizieren wir wieder je Linie Anzahl Bezirke mit höchste Anzahl Haltestellen in einem Bezirk. Auch sind Kreuzungen und zwei Linien auf einer Strecke nicht zulässig, man kann sich aber über die Stationen Strecken weiterführen. Also wenig Neues.
Schon unübersichtlich, was man da so einzeichnet.
Fazit:
Für mich ist dann doch die Abwechslung zu gering und ich bin mit London in meiner Sammlung gesättigt. Aber mal zum Mitspielen ist die Zusammenführung der beiden Linien schon eine Herausforderung, vor allem wenn man es mehrmals in einem Spiel schaffen möchte.
Das Rennen ist eröffnet in der comicartig abstrahierten Küche und das zeitgleich mit bis zu sechs Spielern. Unsere Rennstrecke suchen wir spontan selbst von Checkpoint zu Checkpoint und über die Ziellinie. Ein Folienstift markiert unseren Weg auf einem der sechs auch thematisch verschiedenen Küchenpläne. Nach 30 Minuten feiern wir schliesslich den schnellsten Rennfahrer als Champion. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen konnte ich ein ebenso spontanes Audio-Interview dazu führen.
Der Co-Autor Simone Luciani hat mich aufhorchen lassen, ist er doch eher in komplexeren Euroganes unterwegs. Hier haben wir es hingegen mit einem Echtzeit-Partyspiel zu tun, bei dem sich das flotte Folienstift-Rennen mit einer anschliessenden Auswertungsphase abwechselt. Mich hat das zu meiner einzigen Vorbestellung der Messe motiviert, wobei ich im Nachhinein nicht so recht sagen kann, warum eigentlich? Weil zu dem Zeitpunkt war so gut wie gar nichts über das Spiel bekannt. Ob es für mich was taugt, werdet Ihr also in naher Zukunft erfahren. Drückt mir die Daumen, dass es kein übereilter Blindkauf war. Inzwischen ist die kleine Erstauflage ausverkauft. Ein gutes Zeichen?
Zum Kennerspiel des Jahres 2025 gibt es brandneu eine Erweiterung mit mehr Missionen und für mehr Abwechslung im Grundspiel. Also für alle, die nicht genug von den taktischen Tiefsee-Tauchgängen bekommen können. Auch wenn die exklusive Vorbestellung der lokalisierten Deluxe-Version längst vorbei ist, könnt Ihr die Retail-Version ab November auch im Fachhandel erhalten. Auf der Neuheitenschau hat mir Robin alles im Audio-Interview erzählt, worauf Ihr Euch bis dahin freuen könnt.
Die Erweiterung richtet sich klar an Fans des Grundspiels und vor allem an Solo-Spieler. Mir persönlich reicht noch das Grundspiel völlig aus und solo sowie auch kooperativ habe ich die Tiefsee noch nie erkundet. Die Zielgruppe ist somit eng umgrenzt, allerdings ist auch völlig klar, was Ihr in und mit der Erweiterung bekommt. Wer neue Herausforderungen sucht, für den genau das Richtige. Auf die Mini-Erweiterung „Pinguinwanderung“, die zwei Ozeankacheln und fünf Pinguinfiguren mitbringt, sowie ein GAMETRAYZ-Insert vergleichbar mit dem Deluxe-Grundspiel müsst Ihr leider verzichten. Diese Art der künstlichen Verknappung mag ich nicht, weil damit die Zweitmarktpreise nur nach oben getrieben werden.
Mächtige Monumente ragen zum Ruhm der griechischen Götter in den strahlenden Himmel. Wir befahren die Seewege dazwischen und treten im Wettstreit mit unseren Mitspielern um die höchsten Bauwerke an. Dabei ist an der Höhe direkt abzulesen, wer wo die Nase vorn und die Siegpunkte sicher haben wird. Für Abwechslung und Chaos sorgen zudem die göttlichen Fähigkeiten, die wir im rechten Moment beschwören können. Die sind von Partie zu Partie verschieden. Ein echter Hingucker und wie sich das alles so spielt, wurde mir im Audio-Interview direkt auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen verraten.
Übersichtlich und zeitgleich gut aussehend, das ist hier kein Widerspruch. Die Spielabläufe schienen ebenso geradlinig und deshalb klingt das alles für mich nach einem fokussierten Spiel für Freunde des konfrontativen Schlagabtauschs im Mehrheiten, die hier in die Höhe wachsen und so greifbar werden. Wer beim Kickstarter mitgemacht hat, kann sich auf eine Version mit aufgewerteten Premium-Komponenten freuen. Im November ist dann auch die deutschsprachige Normalversion im Fachhandel angekommen. Sicher mehr als nur einen Blick wert, ob lokalisiert oder als Restposten der Limited Edition ab Dezember direkt im Mighty Boards Webshop.
Der japanische Brettspielverlag itten ist für seine ungewöhnlichen bis skurrilen Spiele in kleinen Schachteln bekannt. Bei Music Nonsense aus der Funbrick-Serie werden wir zum Xylophone-Spieler, indem wir unterschiedlich lange Holzplanken auf die Spieleschachtel als Resonanzkörper legen und mit zwei Holzschlägern virtuos bespielen. Hoffentlich so, dass unser Publikum aus bis zu vier weiteren Mitspielern den Song aus einer ausliegenden kombinierten Auswahl von Setlisten erkennt. Eine Art musikalisches Dixit. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen wurde mir das leider viel zu schnell ausverkaufte Spiel im Audio-Interview erklärt.
Die Sprachhürde ist bei Music Nonsense klar vorhanden und hielt mich vom Spontankauf ab. So liegen immer drei (oder gar fünf im Hardcore-Modus) Songs aus, die sich aus zwei Wörtern kombinieren – auf Japanisch oder Englisch. Originaltitel sucht Ihr in diesem Partyspiel allerdings vergebens, eher ergeben sich zufällige Kombinationen wie „Straying Angel“, das man bei seiner improvisierten Darbietung von „Straying Monster“ und „Hardcore Ghost“ oder auch „Crazy Surprise“ klar erkennbar abgrenzen sollte. Dafür reichte mein musikalisches Verständnis dann doch nicht aus. So blieb Music Nonsense für mich bei einer netten Idee, für die ich allerdings kaum bis keine Mitspieler hätte. Schade eigentlich!
Die inzwischen unzähligen Musikgenre-Erweiterungen finde ich noch sinnvoll. Das Bingo war auch ok. Aber braucht man eine Edition mit einem Plastik-Mikro, das noch nicht einmal ein Mikro ist?
Neu ist, dass die Teams zeitgleich raten können. Wer glaubt, den Song und möglichen Fragen hierzu beantworten zu können, schlägt auf den Buzzer und das Mikro fliegt einen Meter hoch und muss dann gefangen werden. Sofern das Mikro nicht weggeschlagen und in tausend Teile zerbröselt im Raum verteilt liegt, muss man nun eine der vier Fragen beantworten, die farblich auf dem Sockel des Mikrofonständers auf Fragearten verweisen. Dieses sind Songtitel, Künstler, Solokünstler oder Band oder Summen der Melodie. Die Mitspieler entscheiden dann z.B., ob richtig gesummt oder der Text perfekt mitgesungen wurde.
Dann muss man noch den Song chronologisch in die richtige Reihenfolge einsortieren. Sobald man dann 8 (also nicht 10 wie im Original) richtig einsortiert hat, hat man gewonnen. So weit sind wir nicht gekommen …
Ready for take-offSouverän gefangen
Fazit:
Ich hätte Angst um das Mikro, dass es gegen irgendwas im Raum fliegt oder ich unglücklich einen Mitspieler ausknocke. Und ob das Mikro wirklich lange hält? Auf jeden Fall fliegt es schön hoch, dank qualitativ hochwertiger Sprungfeder.
Vielleicht bin ich aber auch nicht die Zielgruppe. Mir hat das unsportlichere normale Hitster viel besser gefallen. Und wenn man Quizfragen beantworten möchte, anstelle nur eine Jahreszahl zu schätzen, dann gibt es ja Alternativen wie Play that Song
Stubenscore: keine Wertung (da Hitster schon super ist, aber nicht mit Mic) / 10
Lasst uns die Weltgeschichte neu schreiben und das im spielerischen Kern mit Handkarten. Die ermöglichen uns zu entwickeln, den Karteneffekt für Ereignisse oder Erfindungen auszuspielen oder direkt unseren Einflussbereich auf der gemeinsamen Karte mit Bauvorhaben zu festigen. Wie das alles zusammenpasst und zu einem Zivilisationsspiel wird, das den Namen auch verdient, das könnt Ihr in meinem Audio-Interview direkt von der SPIEL 2026 Neuheitenschau erfahren.
Während das Spielecover schön thematisch gestaltet ist und deshalb auch meine erste Aufmerksamkeit geweckt hat, präsentierte sich das Spielmaterial weitaus nüchterner bis fast schon abstrakt. Wer die Weltgeschichte über drei Zeitalter in nur jeweils vier Runden presst, muss wohl Abstriche machen. Wenn Ihr Euch von der Optik nicht abschrecken lasst, kann ich Euch nur eine Anspielpartie empfehlen. Auf der SPIEL in Essen bin ich selbst nicht dazu gekommen, weshalb ich hier auch keinen Blindkauf oder Empfehlung wage. Ich war von dem Kurzüberblick unterwältigt und habe das Epische in einem Zivilisationsspiel vermisst. Deshalb bildet Euch Eure eigene Meinung und nehmt das hier nur als einen Impuls – in die eine oder andere Richtung.
Eigentlich könnte man meinen, dass die weltweite Brettspiel-Community während der vier Messetage der SPIEL ausreichend damit beschäftigt ist, Brettspiele aus der Halle zu8 schleifen. Weit gefehlt: Parallel zum analogen Ausnahmezustand liefen die Server von Gamefound und Kickstarter in dieser Woche heiß wie selten zuvor. Stolze 227 aktive Brettspiel-Kampagnen sammelten zusammen rund 23,3 Millionen Euro von...
Ist das Refugium der Druiden in Wahrheit eine Lüge? Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen stand mir Bastian von Feuerland Spiele Rede und Antwort per spontanem Audio-Interview. Dabei haben wir ein Expertenspiel für 1 bis 4 Spieler vorliegen, das fernab seines rebellischen Themas Eure spielerische Neugier wecken soll. Als Urgeister mit optionalen clanspezifischen Eigenschaften, die man für die Einführungspartie auch weglassen kann, führen wir unsere Gefährten an, um die Tiere von Greenwood zu retten. Wir können die Fähigkeiten der Mitspieler nutzen, um unseren eigenen Vorteil zu optimieren. Auf der Messe ausverkauft, aber ab November im Fachhandel wieder lieferbar.
Durch das freispielbare eigene Tableau mit speziellen Eigenschaften seines Clans fühlte ich mich an Terra Mystica & Co erinnert. Danach hören die Gemeinsamkeiten allerdings auf und ich bin gespannt auf das Erlebnis hinter dem Thema, wenn ich das Eurogame in meinen Spielrunden mitspielen kann. Ob die Rebellen-Thematik mit dem provokanten „Greenwood is a lie“ Aufschrei auf dem Schachtelcover wirklich halten kann, was ich mir an Besonderheiten davon verspreche, wird sich spätestens dann zeigen. Einer der vielen für mich kaum einschätzbaren Eurogames-Neuheiten, die im Vorfeld gefeiert wurden.
Auf einer Rennstrecke mit Hindernissen lenken wir mit Augenmasken unseren Maulwurf bis ins Ziel. Und dabei ist die Augenmaske das eigentliche Hindernis im Spiel. Wir gucken uns die Strecke an, setzen zwei Finger zur Navigation auf unser Renntier, setzen die Maske auf und fahren los. Schnell verliert man das Gefühl für die Länge der Geraden, wann eine Kurve kommt oder ein Hindernis / Gegner im Weg steht.
Fahren wir irgendwo gegen, rufen die anderen „Crash“, man nimmt die Maske ab, erhält einen Crash-Chip und muss dann die nächste Runde aussetzen. Also kann es taktisch klüger sein, nach einer kurzen Strecke zu pausieren und dort dann nächste Runde weiter zu fahren.
Vorteilhaft ist es, einen Treibstoff-Chip zu treffen, da man mit ihm noch einmal weiterfahren oder auch einen Crash-Chip ablegen kann.
Gleich geht es los …Nun wird es nicht einfachGlückliche Stubenzocker beim Rennspiel
Fazit:
Wer seine Armlänge, Beweglichkeit und Streckenführung gut abschätzen kann, hat sicher Vorteile. Aber mit viel Übung kommt man da schon rein und wir wurden mit jeder Runde immer besser.
Für Kinder sicher auch sehr gut geeignet, um räumliches Vorstellungsvermögen zu trainieren. Das junge Entwicklerteam bietet auf ihren Websteiten sogar einen Track-Builder an, sehr vorbildlich. Nett gemacht, aber für mich war eine Spielerunde ausreichend.