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SPIEL 2026 Neuheit als konfronatives Fest: For the Gods!

Von: ravn
27. Oktober 2026 um 21:08

Mächtige Monumente ragen zum Ruhm der griechischen Götter in den strahlenden Himmel. Wir befahren die Seewege dazwischen und treten im Wettstreit mit unseren Mitspielern um die höchsten Bauwerke an. Dabei ist an der Höhe direkt abzulesen, wer wo die Nase vorn und die Siegpunkte sicher haben wird. Für Abwechslung und Chaos sorgen zudem die göttlichen Fähigkeiten, die wir im rechten Moment beschwören können. Die sind von Partie zu Partie verschieden. Ein echter Hingucker und wie sich das alles so spielt, wurde mir im Audio-Interview direkt auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen verraten.

Verlag: Mighty Boards
Titel: For the Gods!
Autor: Trevor Benjamin, Brett J. Gilbert, David Thompson (I)

Übersichtlich und zeitgleich gut aussehend, das ist hier kein Widerspruch. Die Spielabläufe schienen ebenso geradlinig und deshalb klingt das alles für mich nach einem fokussierten Spiel für Freunde des konfrontativen Schlagabtauschs im Mehrheiten, die hier in die Höhe wachsen und so greifbar werden. Wer beim Kickstarter mitgemacht hat, kann sich auf eine Version mit aufgewerteten Premium-Komponenten freuen. Im November ist dann auch die deutschsprachige Normalversion im Fachhandel angekommen. Sicher mehr als nur einen Blick wert, ob lokalisiert oder als Restposten der Limited Edition ab Dezember direkt im Mighty Boards Webshop.

SPIEL 2026 Neuheit: Xylophone spielen in Music Nonsense

Von: ravn
27. Oktober 2026 um 14:19

Der japanische Brettspielverlag itten ist für seine ungewöhnlichen bis skurrilen Spiele in kleinen Schachteln bekannt. Bei Music Nonsense aus der Funbrick-Serie werden wir zum Xylophone-Spieler, indem wir unterschiedlich lange Holzplanken auf die Spieleschachtel als Resonanzkörper legen und mit zwei Holzschlägern virtuos bespielen. Hoffentlich so, dass unser Publikum aus bis zu vier weiteren Mitspielern den Song aus einer ausliegenden kombinierten Auswahl von Setlisten erkennt. Eine Art musikalisches Dixit. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen wurde mir das leider viel zu schnell ausverkaufte Spiel im Audio-Interview erklärt.

Verlag: itten
Titel: Music Nonsense
Autor: Yoshiaki Tomioka, Mandy Tong

Die Sprachhürde ist bei Music Nonsense klar vorhanden und hielt mich vom Spontankauf ab. So liegen immer drei (oder gar fünf im Hardcore-Modus) Songs aus, die sich aus zwei Wörtern kombinieren – auf Japanisch oder Englisch. Originaltitel sucht Ihr in diesem Partyspiel allerdings vergebens, eher ergeben sich zufällige Kombinationen wie „Straying Angel“, das man bei seiner improvisierten Darbietung von „Straying Monster“ und „Hardcore Ghost“ oder auch „Crazy Surprise“ klar erkennbar abgrenzen sollte. Dafür reichte mein musikalisches Verständnis dann doch nicht aus. So blieb Music Nonsense für mich bei einer netten Idee, für die ich allerdings kaum bis keine Mitspieler hätte. Schade eigentlich!

SPIEL 2026 Neuheit: Near – Echoes of Civilizations

Von: ravn
26. Oktober 2026 um 20:01

Lasst uns die Weltgeschichte neu schreiben und das im spielerischen Kern mit Handkarten. Die ermöglichen uns zu entwickeln, den Karteneffekt für Ereignisse oder Erfindungen auszuspielen oder direkt unseren Einflussbereich auf der gemeinsamen Karte mit Bauvorhaben zu festigen. Wie das alles zusammenpasst und zu einem Zivilisationsspiel wird, das den Namen auch verdient, das könnt Ihr in meinem Audio-Interview direkt von der SPIEL 2026 Neuheitenschau erfahren.

Verlag: La Boîte de Jeu
Titel: Near – Echoes of Civilizations
Autor: Matthieu Podevin

Während das Spielecover schön thematisch gestaltet ist und deshalb auch meine erste Aufmerksamkeit geweckt hat, präsentierte sich das Spielmaterial weitaus nüchterner bis fast schon abstrakt. Wer die Weltgeschichte über drei Zeitalter in nur jeweils vier Runden presst, muss wohl Abstriche machen. Wenn Ihr Euch von der Optik nicht abschrecken lasst, kann ich Euch nur eine Anspielpartie empfehlen. Auf der SPIEL in Essen bin ich selbst nicht dazu gekommen, weshalb ich hier auch keinen Blindkauf oder Empfehlung wage. Ich war von dem Kurzüberblick unterwältigt und habe das Epische in einem Zivilisationsspiel vermisst. Deshalb bildet Euch Eure eigene Meinung und nehmt das hier nur als einen Impuls – in die eine oder andere Richtung.

SPIEL 2026 Neuheit: Greenwood von Feuerland Spiele

Von: ravn
26. Oktober 2026 um 10:06

Ist das Refugium der Druiden in Wahrheit eine Lüge? Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen stand mir Bastian von Feuerland Spiele Rede und Antwort per spontanem Audio-Interview. Dabei haben wir ein Expertenspiel für 1 bis 4 Spieler vorliegen, das fernab seines rebellischen Themas Eure spielerische Neugier wecken soll. Als Urgeister mit optionalen clanspezifischen Eigenschaften, die man für die Einführungspartie auch weglassen kann, führen wir unsere Gefährten an, um die Tiere von Greenwood zu retten. Wir können die Fähigkeiten der Mitspieler nutzen, um unseren eigenen Vorteil zu optimieren. Auf der Messe ausverkauft, aber ab November im Fachhandel wieder lieferbar.

Verlag: Feuerland Spiele
Titel: Greenwood
Autor: Christos Giannakoulas, Manolis Zachariadis

Durch das freispielbare eigene Tableau mit speziellen Eigenschaften seines Clans fühlte ich mich an Terra Mystica & Co erinnert. Danach hören die Gemeinsamkeiten allerdings auf und ich bin gespannt auf das Erlebnis hinter dem Thema, wenn ich das Eurogame in meinen Spielrunden mitspielen kann. Ob die Rebellen-Thematik mit dem provokanten „Greenwood is a lie“ Aufschrei auf dem Schachtelcover wirklich halten kann, was ich mir an Besonderheiten davon verspreche, wird sich spätestens dann zeigen. Einer der vielen für mich kaum einschätzbaren Eurogames-Neuheiten, die im Vorfeld gefeiert wurden.

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Mitbringempfehlung Pocket Pisa

Von: ravn
24. Oktober 2026 um 18:16

Es muss nicht immer die übergroße und ebenso teure Neuheit sein, die begeistern kann. Zoch verkauft sein taktisches Geschicklichkeitsspiel aus Holz für den Messepreis von 14 Euro. Dabei braucht es sich nicht hinter Backsack & Co verstecken. Hier bekommt Ihr für kleines Geld eine flott gespielte Herausforderung, die auf jeden Tisch und in jede Spieletasche passt. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 Essen wurde mir das Spiel, übrigens „Made in Germany“, kompetent erklärt und die Besonderheiten vom Autor ergänzt. Hört in das zweigeteilte Audio-Interview rein.

Verlag: Zoch
Titel: Pocket Pisa
Autor: Christoph Cantzler, Anja Wrede
Messestand: Halle 8C200

Holzspiele müssen teuer sein und meist unhandlich groß und schwer. Pocket Pisa ist anders, kann zudem mit einigen spielerischen Kniffen aufwarten und so ein interaktives Push-your-Luck Bauspiel im Kompaktformat bieten. Für den vergünstigten Messepreis im Zoch-Shop konnte ich nicht vorbeigehen und ist deshalb auch meine Messe-Mitbringempfehlung in bewährter Zoch-Qualität, bei der Ihr keine Abstriche machen braucht.

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Batman Gotham City Crimes

Von: ravn
24. Oktober 2026 um 12:28

Michael Menzel ist Autor und Grafiker der großen Kosmos-Neuheit auf der SPIEL 2026 in Essen. Wir schlüpfen in seinem storygetriebenen Abenteuerspiel in die Rollen von Batman & Co und lösen kooperativ die Verbrechen in Gotham City. Mit der offiziellen Lizenz von DC ausgestattet und aus der Feder eines der renommiertesten Kreativen der Brettspielbranche haben wir hier eine fesselnde Erzählung mit packendem Spielgefühl kombiniert. Auf der Neuheitenschau konnte ich dazu bei ihm nachfragen – per Audio-Interview für Euch festgehalten.

Verlag: Kosmos
Titel: Batman Gotham City Crimes
Autor: Michael Menzel
Messestand: Halle 7E311

Bei Lizenzprodukten im Brettspielbereich bin ich ansonsten eher skeptisch. Oft nur Optik und kein Herzblut oder schnelle Geldmacherei für durchwachsene Spiele. Das scheint hier komplett anders, denn Michael Menzel hat mit Die Legenden von Andor und Die Abenteuer des Robin Hood bewiesen, dass er Entdeckungsspiele mit viel spielerischer Freiheit und toller Story beherrscht. Deshalb erwarte ich auch hier die volle Packung Batman, da wo Batman draufsteht. Lasst Euch selbst per Einführungsabenteuer auf der SPIEL begeistern.

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Boss Fighters QR Dschungelfieber

Von: ravn
24. Oktober 2026 um 11:30

Eines meiner Lieblingsspiele hat zur SPIEL 2026 in Essen eine Erweiterung bekommen. Wir ziehen mit zwei neuen Helden und zwei neuen Klassen in den Dschungel, um dort fünf neue und herausfordernde Bosse gemeinsam zu bezwingen. Allerdings erwartet Euch noch mehr und das hat mir im Audio-Interview der leitende Redakteur des Projektes auf der Neuheitenschau erzählt. Darüber hinaus fragt das offizielle Gesicht der SPIEL, Illustrator Peter Mohrbacher im Rahmen der DSP-Preisverleihung aus seiner Perspektive nach und stellt klar, warum KI in der Künstlerszene abgelehnt wird.

Verlag: Pegasus Spiele
Titel: Boss Fighters QR Dschungelfieber
Autor: Lukas Zach, Michael Palm
Messestand: Halle 3M120

Für mich ein Pflichtkauf und neues Spielefutter, wenn ich denn mal mit dem Grundspiel durch bin. Da wir unregelmässig nach Laune weiterspielen und dabei den zweithöchsten Schwierigkeitsgrad gewählt haben, haben wir erst die Hälfte der Bosse erledigt. Aber gut zu wissen, dass die Boss Fighter QR App weiterhin weiterentwickelt wird und neue Herausforderungen schon als Erweiterung auf uns warten. Endlich ein Brettspiel mit App, die einfach und perfekt funktioniert und dabei hilft statt stört, weil wir Spieler weiterhin das Geschehen kontrollieren und niemand das Smartphone in der Hand halten muss.

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Final Titan von Richard Garfield

Von: ravn
22. Oktober 2026 um 16:33

Würfelglück trifft auf Drafting-Taktik und vereint sich bei Nerdlab Games zu einem einzigartigen Spielerlebnis von konfrontativ über kooperativ bis solo. Schlicht weil jeder der zu rekrutierenden Champions sich in Fähigkeiten, Werten und Kräften sowie der Illustration unterscheidet und kein Geringer als der Erfinder von Magic The Gathering an der Entwicklung beteiligt war. Das weckt Erwartungen. Alle weiteren Details erfahrt Ihr im Audio-Interview von der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen.

Verlag: Nerdlab Games
Titel: Final Titan
Autor: Christian Kudahl und Richard Garfield
Messestand: Halle 5B700

Große Namen verpflichten und wecken Erwartungen, die erstmal auch erfüllt werden wollen. Während Ihr im Champion-Drafting noch die Kontrolle habt, werden die Kämpfe per Würfel entschieden und das im Autobattle-Modus. Kann die Vielfalt an Charakteren trotz oder gerade eben aufgrund des bewusst seichten Spielablaufs überzeugen? Ich bin auf meine Erstpartie vor Ort in Essen gespannt, bevor ich mich in einen voreiligen Blindkauf stürze. Angeblich soll das Spielgefühl mit jeder Partie wachsen und zum regelrechten Sog werden. Ich lasse mich da gerne mitreißen, obwohl ich kritisch bin, ob das Spielkonzept für mich aufgeht.

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Friedemann Friese im Interview

Von: ravn
22. Oktober 2026 um 12:26

Der Mann mit den grünen Haaren hat drei Neuheiten aus seinem Eigenverlag 2F-Spiele mitgebracht und erzählt ein wenig von Fischen 2, Flixo und der Reanimated Version von Finstere Flure. Lauscht rein in das von Umgebungsrauschen bereinigte Audio-Interview von der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen.

Verlag: 2F-Spiele
Neuheiten: Fischen 2, Flixo und Finstere Flure (Reanimated Version)
Autor: Friedemann Friese
Messestand: Halle 3G215

Wer Finstere Flure noch nicht kennt, für den bietet sich die ideale Gelegenheit, das taktisch-chaotische Spiel mit dem Kartendeck gesteuerten Monster kennenzulernen. Lohnt sich trotz seines Klassiker-Status, weil wirkt mal so gar nicht verstaubt bei aller zu erlebenden Schadenfreude. Bei Fischen 2 empfehle ich die Anspielpartie, ob das eigenständige Spiel ausreichend anders und damit neu wirkt im Vergleich zum Vorgänger. Reichen dazu ein paar neue Karten aus? Die Eigenwerbung greift genau diese Frage auf „Das ist ja wie Fischen, aber ganz anders“. Ich bin gespannt wie unentschlossen. Wobei Flixo typisch nach einem 2F-Spiel mit seinem kooperativen Team vs. Spiel Kniff wirkt, das ebenso ausprobiert werden will. Im Genre von Skyjo & Co ist die Konkurrenz allerdings groß und die Zielgruppe zudem recht eigen.

Meine noch ein wenig von Krankheit beeinträchtigte Stimme bitte ich derweil zu entschuldigen. Genau deshalb fasse ich mich eher kurz, weil im Mittelpunkt soll stets der Interviewte stehen. Zudem habe ich wie immer kein Konzept vor Ort und frage spontan nach dem, was mich als Spieler ebenso interessiert.

SPIEL 2026: Pressekonferenz und Neuheitenschau Einblicke

Von: ravn
21. Oktober 2026 um 21:11

Wer diesmal aus Gewohnheit das Glasfoyer am Eingang Ost der Messe Essen angesteuert hatte, der stand vor verschlossenen Türen. Zumindest wenn er kein Aussteller ist, denn nur die haben mit ihren Aufbauteams am Messe-Mittwoch Zugang zu den Messehallen. Da der Platz sowieso nicht mehr ausgereicht hätte, wurde die diesjährige Pressekonferenz samt anschliessender Neuheitenschau in die direkt benachbarte Gruga-Halle ausgegliedert. Kommt mit auf meiner kleinen bebilderten Erlebnisreise samt ersten Erfahrungen und Meinungen.

Glück muss man haben. Eigentlich war ich am frühen Mittwochmorgen der SPIEL 2026 in Essen ausreichend früh dran. So dachte ich und so war es eigentlich geplant, um den besten Blick auf die Pressekonferenz zu haben. Ein Auffahrunfall auf der A40 ohne meine Beteiligung wollte es aber auf meinem Anfahrtsweg anders und verlängerte meine Anreise mal eben auf unentspannte 80 Minuten wegen Stau im Berufsverkehr. So kam ich erst nach dem offiziellen Einlass und nur 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an. Ein Platz in der dritten Reihe direkt vor der Bühne war aber noch frei, wie sich spontan auf Nachfrage ergab, und so hatte ich doch noch unerwartet beste Sicht aufs Geschehen.

Carol Rapp und Robin de Cleur vom veranstaltenden Merz Verlag führten wie gewohnt kurzweilig, zweisprachig und sympathisch durch die Pressekonferenz. Klickt Euch für die Details einfach durch meine Bildergalerie in 50er-Blöcken oder schaut und hört Euch direkt die offizielle YouTube-Aufzeichnung an. Kurz für Euch zusammengefasst, wird die SPIEL dieses Jahr erneut größer in der Fläche sowie bei den Ausstellern und den Neuheiten. Wir bewegen uns hier in Zahlenbereiche, die ich in ihren Details schlicht nicht mehr fassen kann. Selbst an allen vier Messetagen könnt Ihr nicht alle Neuheiten sichten und schon gar nicht anspielen. Also fokussiert Euch lieber auf Eure Lieblinggenres und pickt Euch dank der SPIEL App die Neuheiten heraus, die für Euch vielversprechend klingen vom Titel oder toll aussehen. Wenn Ihr zudem auf Naturthemen und Wohlfühlspiele steht, dann könnt Ihr ganz im aktuellen Thementrend in der Auswahl schwelgen. Aber selbst die abstrusesten Randthemen werden bedient, neben den ganzen typischen Eurogames und verschachtelten Komplexitätsmonstern. Die SPIEL 2026 wird für jeden etwas bieten können – man muss es nur in der Neuheitenvielfalt finden.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurden auch die Sieger des DSP bekannt gegeben. Artengarten hatte ich mal so gar nicht auf der Rechnung, aber das Feuerland Spiel in den Fußstapfen eines runderneuerten Arche Nova hat seine Fans bei dem Publikumspreis gefunden. Ich selbst hab es noch nicht gespielt, gratuliere Autor Mathias Wigge aber ganz herzlich und wünsche dem Feuerland Verlag gute Verkaufszahlen, sodass auch weiterhin solche Ausnahmetitel wie Vantage möglich sind. Gewinner beim Deutschen Kinderspielepreis ist Toriki vom Autor Wojciech Grajkowski im Mirakulus Verlag, der vor allem Familienspiele für den deutschsprachigen Markt lokalisiert. Auch hier unbekannterweise herzlichen Glückwunsch!

Nachdem für die SPIEL 2027 ebenso Essen als Messestandort auf Publikumsnachfrage bestätigt wurde, öffnete sich der große Vorhang zur Neuheitenschau. Direkt aber zunächst abgetrennt von der Pressekonferenz-Bestuhlung nur einen Schulterblick entfernt. Streift mit mir durch die langen Tischreihen und erhascht weitere neue Eindrücke von potenziellen Neuheiten, die Ihr eventuell in den nächsten Tagen vor Ort anspielen wollt. Ich habe die Chance genutzt und 14 Kurzinterviews im Audioformat geführt, die diesmal dank neuer Filtertechnologie (KI macht hier endlich mal Sinn) für einen entspannteren Hörgenuss sorgen. Stelle ich zeitnah online. Los geht es anschliessend zu dieser News mit dem Mann mit grünen Haaren.

Was bleibt unterm Strich? Die SPIEL 2026 entwickelt sich auch dieses Jahr weiter, wird größer und umfangreicher denn je, und bietet Euch Neuheiten im Überfluss. Was davon was taugt, und zwar für Euch, hängt in erster Linie von Euren Erwartungen und Eurem Spielegeschmack ab. So richtig miese Spiele scheint es eh nicht mehr zu geben, aber eventuell ein Übermaß des Bekannten auf der ewigen Suche nach rar gesäten Innovationen. Am Ende zählt sowieso nur, ob die gespielte Neuheit Euch Spaß macht.

Und wer jetzt ein wenig neidisch auf meine Presseakkreditierung wird, dem sei gesagt, dass ich wie üblich auf der Neuheitenschau kein einziges Spiel anspielen konnte und meine eigentliche Arbeit nach einem Messetag erst mit der Aufbereitung beginnt. Im Gegenzug gab es für die ersten Reihen auf der Pressekonferenz, die in den Genuss von Tischen kamen, kostenfreie Kaltgetränke im Miniformat. Das kleine Wasser ohne Kohlensäure habe ich mir auf Kosten des Merz Verlags gegönnt, der Suppe und auch den Schnittchen am Pressetag trauere ich hingegen ein wenig hinterher. Das waren damals noch Zeiten, die aber längst vergangen sind. Was bleibt, ist aber meine ungebrochene Faszination für Brettspiele und genau deshalb erzähle ich Euch gerne ein wenig davon – in den nächsten Tagen sicher gehäufter als sonst. Bis dahin, man sieht sich eventuell am Freitag oder Sonntag auf der SPIEL.

Finstere Flure: Reanimated Version des Klassikers zur SPIEL 26

Von: ravn
19. Oktober 2026 um 18:49

Mal eben sind 23 Jahre vergangen, seit die Urversion von Finstere Flure bei 2F-Spiele das Licht der Brettspielwelt entdeckt hat. Zur SPIEL Essen 2026 ist die Neuauflage die große Messeneuheit von dem Mann mit den grünen Haaren. Ich habe derweil das Original nochmal angespielt und in entspannter Runde mächtig Spaß und Schadenfreude gehabt.

Kann ein Brettspiel von vor 23 Jahren noch Spielspaß verbreiten oder ist es eher eine verklärte Nostalgie, die den Blick doch eintrübt und gnädig macht? Papperlapapp, denn Finstere Flure war das zweite professionell produzierte Spiel von 2F-Spiele und wir befinden uns noch ein Jahr vor dem Welterfolg der Funkenschlag Neuauflage von Autor Friedemann Friese. Noch sind seine Spiele vor allem von kuriosen Ideen geprägt und Finstere Flure bildet da keine Ausnahme. Scheinbar kooperativ, doch das stimmt mal so gar nicht. Wir wollen zwar alle aus Fürst Fiesos Festung fliehen, doch sind wir unserer Familie weitaus näher als den unbekannten Mitgefangenen, die ebenfalls die Flucht versuchen.

So steuern wir unsere Truppe aus bis zu vier Figuren durch das Verlies von Säulen und Steinblöcken. Der Ausgang liegt in der gegenüberliegenden Ecke des Spielplans, während wir eine kombinierte Zugweite von 7 Feldern haben. Jede Runde je nach Figur anders, aber in jeder Truppe gleich, und das ist der erste Kniff des Spiels. Der eine kann mit einer 6 sprinten, aber muss die Folgerunde sich mit einer 1 schleichend ausruhen. Der Andere ist mittelmässig agil mit einer 3 sowie 4. Trotzdem müssen wir alle bis auf einen zum Ausgang retten. Einer darf also durchaus dabei auf der Strecke bleiben und dafür sorgen schon die Mitspieler. Denn wir sind nicht alleine hier unten. Furunkulus, das Hofmonster und furchteinflößender Freak, stapft ebenso umher. Per Zufallsstapel in seiner Reichweite begrenzt und immer auf der Suche nach uns Spielern. Es gilt also das Monster von uns weg und zu den Mitspielern hinzulocken. Da kommt Schadenfreude und der Spielspaß auf und nach rund 40 Minuten ist eine Partie auch schon vorbei.

Finstere Flure will bewusst nicht komplex sein und lebt auch vom flotten Spiel. Wer wirklich alle Optionen meint, durchzurechnen, wie er Streinblöcke taktisch klug über Blutlachen verschiebt, um sich dahinter zu verstecken oder Mitspielern die Deckung zu rauben und ebenso alle Zugmöglichkeiten von Furunkulus vorab theoretisch abzählt, der hat den Spielgedanken nicht verstanden, weil übertreibt in seinem Ehrgeiz und hält schlicht auf. Finstere Flure lebt von Flüchtigkeitsfehlern, die man zulassen sollte. Wer es hingegen etwas komplexer mag, greift zu den optionalen fortgeschrittenen Flurplättchen wie Umlenksteine und Teleporter und baut damit sein eigenes Verlies auf. Bis zu 7 Mitspieler können so Ihren Spaß haben. Je mehr mitspielen, desto chaotischer und turbulenter wird der Spielablauf, aber die Wartezeiten können auch schon mal zu lang werden. Maximal zu fünft finde ich gut und die Fortgeschrittenen-Variante haben wir nie gebraucht.

Die neue sogenannte Reanimated Version hat einen doppelseitigen Spielplan mit Verlies und anders aufgebautem Keller spendiert bekommen und kennt Plüschtiere als Ablenkung für Furunkulus. Die Anleitung ist zudem überarbeitet, in Farbe und verständlicher als die alte Textwüste in Schwarz-Weiss. Ansonsten ist fast alles gleich geblieben auf meinen ersten fernen Blick und das ist auch gut so, denn was vor 23 Jahren überzeugt hat, ist auch heutzutage immer noch gut. War Finstere Flure damit das erste Monster mit KI aus einem Aktionsstapel? Sozusagen der frühe Vorläufer von Kingdom Death Monster und hat wohlmöglich Generationen von Spielen beeinflusst? Ich werde auf der SPIEL Essen 2026 mal beim Autor nachhaken, wie er damals zu der Idee gekommen ist. Bis dahin kann ich Euch Finstere Flure egal in welcher Version empfehlen. Schon alleine wegen der Illustrationen vom 2F-Spiele Grafiker Lars-Arne „Maura“ Kalusky. Sehenswert und ebenso spielenswert – immer noch.

U-96 von Revell Brick System: Meine Bauerfahrung fernab LEGO

Von: ravn
13. Oktober 2026 um 15:56

Das muss das Boot abkönnen! Und das kann es auch. Keine Frage. Aus 6491 Klemmbausteinen gebaut und 120 cm lang, ist es ein imposantes Kriegsgerät im Maßstab 1:56. Dabei kostet der Bauspaß knapp 170 im Fachhandel. Das sind Preise, die als LEGO-Modell unmöglich sind. Trotzdem stimmt die Teilequalität, es gibt keinerlei Aufkleber und von einer Farbseuche werdet Ihr ebenso verschont. Rechnet nur mit rund 25 Stunden Aufbauzeit, die sich vor allem grau in grau abspielt.

Mal ein Thema abseits des Brettspiels, auch wenn ich mich bei so manchen Stanzbogen-Fest beim Auspöppeln und Sortieren an Klemmbausteine erinnert fühle. Aus vielen kleinen Teilen wird etwas unerwartet Faszinierendes, größer als die Teile in Summe selbst. Und damit mitten rein: Ich kann Euch als alter LEGO-Veteran das Boot U-96 von Revell Brick System nur empfehlen. Die Teilezahl von 6491 konnte mich nicht schocken, da ich schon den UCS Millennium Falken vor Ewigkeiten gebaut habe. Schon eher, dass ein Bauabschnitt so viele Teile umfasst, wie so manches LEGO-Modell alleine vorweist. Da helfen eine gewisse Ordnung und viel Platz auf dem Tisch. Ebenso etwas Geduld, um die passenden Teile im grau-grau zu finden.

Dabei ist der Weg das Ziel, also einfach entspannt Zeit lassen, in behaglichen Etappen bauen und sich an den diversen Bautechniken erfreuen. So bin ich gerade mal im vierten Bauabschnitt und habe neben dem wuchtigen Ständer drei U-Boot-Abschnitte bisher gebaut. Sehr detailliert im Innenraum, auch wenn vieles davon schon während des Baues nicht mehr sichtbar wird.

Auf einer der grossformatigen Anleitungsseiten ist einiges los. An die zehn oder mehr Bauschritte sind da keine Seltenheit und in einem Bauschritt geht es ebenso ordentlich voran. Nach 1127 Bauschritten seid Ihr fertig und das Bauerlebnis wird zum Vitrinenmodell. Wer mag, kann einzelne Verkleidungselemente weiterhin lösen, um sich und andere zu überzeugen, was sich in diesem detaillierten Plastikmodell noch so alles versteckt. Da hilft es enorm, dass sich das U-Boot an der Filmvorlage orientiert. Auch wenn es gar nicht dem eigentlichen U-Boot-Typ des Originals entspricht. Das erkennen aber wohl nur Historienfans, weil es da um Torpedoluken und Typbezeichnungen geht. Denn ursprünglich ist die U-96 von Revell Brick System ein Modell von Panlos, das für den europäischen Markt tauglich gemacht wurde und der die Filmlizenz übergestülpt wurde. Mir war und ist das egal, weil für mich zählte alleine der Bauspass und das Wiedersehen von erinnerten Filmdetails.

Bis jetzt habe ich LEGO als Hersteller nicht vermisst, weil die Teilequalität und die Farbreinheit stimmen und auch die Klemmkraft. Da es auch keine Fehlfarben gibt, musste ich schon genauer als bei LEGO hinschauen und mehr mitdenken, besonders wenn es um hellgrau und dunkelgrau und diverse Bauumkehrer mal mit und mal ohne Rand ging. Fehlteile habe ich zudem auch noch keine erlebt. Aber drei riesige Tüten mit C bis E beschriftet liegen mit ihren Innentüten noch vor mir. Nebenbei habe ich zudem die Originalserie geschaut, was mir umso mehr verdeutlicht hat, wie ich für mich das Kriegsgerät einordne, das hier vor mir steht – als das, was es war und ebenso als Rahmen eines Antikriegsfilms, der genau zeigt, was Krieg alles ist und zerstört. Das sollte stets klar sein.

Wer mir mein altes LEGO abkaufen möchte, den verweise ich auf meine Verkaufsanzeige. Derweil steuern wir auf die SPIEL Essen 2026 zu, was mir trotzdem die Zeit lässt, mich auch um andere Themen am Tellerrand des gemeinsamen Brettspiels zu kümmern. Immer dann wenn es sich für mich anbietet und als willkommene Abwechslung dient und erzählt werden will.

Die Vorfreude auf die SPIEL Essen 2026 steigt ganz entspannt

Von: ravn
08. Oktober 2026 um 21:22

Wie doch die Zeit in diesen turbulenten Zeiten vergeht. Vom 22. bis 25. Oktober ist es endlich so weit. An vier Besuchertagen öffnet die SPIEL Essen 2026. Im Herzen des Ruhrpotts kommen Spiele-Fans aus aller Welt mit nationalen und internationalen Ausstellern zusammen, um Neuheiten zu entdecken und das friedliche Miteinander bei aller Konkurrenz am Spieltisch zu geniessen und zu feiern. Ich freue mich drauf und gebe Euch ein paar Messe-Tipps mit auf den Weg.

Seit den späten Achtzigerjahren des letzten Jahrtausends besuche ich jedes Jahr die SPIEL in Essen. Seitdem hat sich eine ganze Menge verändert, vor allem ist die Messe an Fläche, Ausstellern und Besuchern gewachsen. Zudem ist die Anzahl der präsentierten Neuheiten vor Ort für mich unüberschaubar geworden. Deshalb kann ich Euch nur empfehlen, alles spontan an Anspielmöglichkeiten mitzunehmen, die sich Euch bieten und wo Platz ist. Macht Euch locker und denkt nicht an das, was Ihr alles möglicherweise verpasst habt, sondern was Ihr erlebt. Anders ist für mich die SPIEL auch nicht mehr möglich, weil ich kann schlicht nicht mehr jede Neuheit kennenlernen. Dazu ist die Neuheitenflut schlicht zu immens in der Anzahl. Realistisch werdet Ihr sowieso an einem Messetag nur ein Handvoll davon spielen können. Nehmt Euch also nicht zu viel vor und setzt Euch nicht selbst unter Druck.

Wer sich bis jetzt noch kein Tagesticket im Vorverkauf gesichert hat, dem kann ich allerdings nur empfehlen, sich zu beeilen. Der Messesamstag ist längst ausverkauft und der Freitag liegt Stand dieser Woche bei nur noch 10% Resttickets. Der besonders bei Sammlern und Jägern von limitierten Hype-Neuheiten beliebte Donnerstag hat noch 25% Restkarten und der eher entspannte Sonntag, weil schon so manche Neuheit vor Ort längst ausverkauft ist und man wenige Last-Minute-Schnäppchen machen kann, liegt bei sinkender Tendenz des Restkartenkontingents unter der Hälfte der Hallen-Kapazitäten. In den letzten Jahren waren schliesslich alle Besuchertickets ausverkauft. Es ist also nur eine Frage der Zeit. Deshalb jetzt planen und dabei sein, ohne aber in Panik auszubrechen.

Es sei Euch gesagt, fast alle Messe-Neuheiten fernab von Import-Exoten kommen auch in den Fachhandel, allerdings aus eigener Erfahrung erst einige Wochen oder Monate später. Deshalb mein Tipp: Fokussiert Euch auf ein bis zwei Neuheiten, die Ihr unbedingt vor Ort kaufen wollt, schaut auf den Verlagswebseiten nach, ob diese eine Reservierung mit Messe-Abholung anbieten. Alles andere kauft entspannt später und meist auch günstiger im Fachhandel. Wenn Ihr Euch in Euren Spielrunden absprecht, dass nicht jeder dasselbe Hype-Spiel direkt besitzen muss, könnt Ihr so ganz ohne Kaufstress eine Vielzahl an Neuheiten ausprobieren. Für preiswerte Neuheiten war die SPIEL noch nie bekannt, rechnet also immer mit einem Messeaufschlag. Die Zeit der Schnäppchen beschränkt sich meist nur auf ungeliebte Restposten der letzten Jahre. Wer da seine Sammlung komplettieren möchte oder neu ins Hobby einsteigt, kann so eine Menge sparen. So oder so, behaltet einen kühlen Kopf und lasst Euch nicht von der Messe-Euphorie zu einem Kaufrausch hinreissen. Allzu oft konnte ich die besondere Vor-Ort-Atmosphäre und Begeisterung für so manche Neuheit dann später in eigenen Spielrunden dann doch nicht mehr reproduzieren.

Und wer noch mehr Gelassenheit mitbringt, der wartet zudem auf die lokalisierte Neuauflage, die dann auch noch die Chance für Überarbeitungen bietet. Besonders bei etlichen Erstlingswerken und Herzblutprojekten in limitierter Stückzahl in einer fremden Sprache entspricht die Anleitung nicht unbedingt den redaktionellen Standards, die Ihr als Spieler erwarten könnt. Wer früh kauft, kann zwar eher spielen, aber sollte sich ebenso durch Verständnisschwierigkeiten durchbeissen wollen. Meine Erfahrung ist, dass alles an wirklich guten Neuheiten auch lokalisiert wird oder in einer überarbeiteten zweiten Auflage erscheint. Ich erinnere nur an den Geheimtipp der letzen SPIEL – das kooperative Deduktionsspiel 1er Contact, das Strohmann Games jetzt im Oktober als 1st Kontakt in deutscher Sprache und mit verständlichem Regelwerk veröffentlicht.

Wichtig zu wissen, weil früher war es noch anders. Es gibt keine Kassen vor Ort, es gibt also dort keine Restbestände zu kaufen. Tickets für die SPIEL Essen sind ausschließlich online im offiziellen Ticketshop erhältlich. Deshalb frühzeitig planen, bequem zu Hause die Tickets online kaufen und am Einlass auf Eurem Smartphone vorzeigen oder ganz klassisch ausdrucken. Dort wird dann Euer QR-Code gescannt und Ihr erhaltet für 25 Euro Tagespreis Einlass zur weltgrößten Besuchermesse der Brettspielbranche. Und solltet Ihr das Messegelände zwischendurch für eine Verschnaufpause verlassen oder Eure Käufe zum Auto tragen wollen, so lasst Euch am Ausgang ein Wiedereintrittsbändchen geben, um am selben Tag später wieder reinzukommen in den Messetrubel.

Für alle Infos zu SPIEL Essen 2026 empfehle ich die Veranstalterseite vom Merz Verlag und vor allem die nochmals erweiterte und optimierte SPIEL App, die Ihr regelmässig schon im Vorfeld der Messe aktualisieren solltet. Ich selbst bin akkreditiert am Presse-Mittwoch auf der Pressekonferenz und der anschliessenden Neuheitenschau für Euch unterwegs sowie am Freitag und Sonntag an den Besuchertagen. Alle vier plus einen Tag ist mir dann als 1-Mann-Team doch zu stressig, zumal ich meine Eindrücke auch noch zeitnah aufbereiten möchte. Bis dahin ist aber noch Zeit für so manche Vorberichterstattung, allerdings aus meinem ganz eigenen Blickwinkel.

Meine ganz persönlich liebste Neuheit seit der SPIEL 2025

Von: ravn
01. Oktober 2026 um 19:23

Über 1700 Neuheiten zählte die SPIEL in Essen 2025 laut Pressekonferenz vor Ort. Vieles davon, aber gewiss nicht alles, noch nicht mal annähernd, habe ich anspielen können. Direkt vor Ort ebenso wie auf diversen Spieletreffs in den Wochen und Monaten danach. Einiges habe ich mir dann auch selbst gekauft, auch wenn ich längst nicht jede Neuheit selbst besitzen muss. Übrig geblieben ist die finale Frage, welches Spiel seit der SPIEL 2025 mich am meisten begeistern konnte.

Die Suche nach meinem Lieblingsspiel seit der SPIEL 2025 geht in die zweite Runde und damit weiter. Soll hier aber zu einer Antwort führen. Allerdings eine Antwort, die mir für dieses Jahr noch nie so schwerfiel wie die Jahre davor, denn richtig herausragende Spiele gibt es immer weniger. Vieles ist grundsolide, aber nicht wirklich aufregend. Vieles ist gut, hat aber seine Macken und Schwächen im Detail oder nutzt sich in seiner ersten Faszination zu schnell ab. Damit genug der Vorrede und hinein zu einer Auswahl meiner Lieblinge und zur abschliessenden Krönung.

Magical Athlete: Eine Neuauflage eines Klassikers, der inzwischen schon 23 Jahre auf den Buckel hat. Kein geringerer Autor als Richard Garfield hat sich dem Laufspiel angenommen und es modernisiert. Die Athleten wurden auch damals schon ausgesucht, allerdings war das eine mehrrundige Versteigerung, bei der man mit seinem Kapital haushalten musste. Die Rennplatzierungen brachten dann Erfolgsprämien ein. Grafisch im japanischen Manga-Stil mit Pappaustellern umgesetzt, die über einen fotorealistischen Geröllweg dem Ziel entgegen liefen. Den einen beliegenden W6 musste man sich teilen. Im Jahr 2025 beim Verlag CMYK in erfolgreicher Partnerschaft mit Shut Up & Sit Down sah das alles schon ganz anders aus. Die Ausstattung wurde verbessert, auf eine bunte Comicgrafik aufgepeppt und die Versteigerung durch ein flotteres Drafting ersetzt.

In meinen Spielrunden kam Magical Athlete bestens an. Allerdings nur in größeren Runden, die es nicht zu verkopft sehen konnten. Athleten wählen, würfeln und sich vom Spielablauf in seinem sich ergebenden Chaos überraschen lassen. Umso besser, wenn die Mitspieler ihre Athleten anfeuern und besondere Situationen johlend begleitet werden. Magical Athlete will für eine halbe Stunde Spaß machen und wer sich diesem Spielspaß hingeben kann, der hat seine helle Freude daran. Spielt mit mindestens vier Spielern und achtet darauf, dass jeder seinen Athleten auch verstanden hat. Die deutschsprachige Lokalisation als Turbo-Flitzpiepen 2000 sorgt zudem für eine Partie ohne Sprachbarrieren. Gerne wieder, nur eher ein Happen für zwischendurch und keine sättigende Brettspiel-Hauptmahlzeit. Dafür ist es dann doch gewollt zu wenig Spiel.

Take Time: Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich ein Brettspiel-Erstkontakt wirken kann. Nach meiner eher durchwachsenen Kennenlernpartie, bei der zu viel theoretisiert wurde, statt uns einfach die Chance zu geben, das Spiel selbst zu entdecken, wollte es keiner am Tisch nochmal spielen. Ein fast schon mutiger Trotzkauf einige Wochen später, weil ich nicht begreifen konnte, warum einer der hochgehandelten Anwärter auf das Spiel des Jahres kollektiv nicht zünden konnte, brachte denn des Rätsels Lösung. Take Time entfaltet seinen Zauber erst, wenn es gespielt statt zerredet wird. Einfach mal machen, höchstwahrscheinlich dabei kooperativ scheitern und damit den Ehrgeiz entwickeln, es nach ein wenig gemeinsamer Fachsimpelei nochmal zu probieren. Dann auf zur nächsten Aufgabe. In der richtigen Spielrunde entwickelt sich so ein Sog, der einen durchs Spiel zieht. Wir feiern überraschende Erfolge oder sehen die Chance, es beim nächsten Anlauf doch zu schaffen.

Es hat leider nur zur Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres gereicht, die Nominierung oder gar Prämierung wurde Take Time verwehrt. Das hat Gründe und die habe ich in anderen Spielrunden ebenso kennengelernt. Es braucht halt eine halbwegs homogene Gruppe, die den gleichen Ehrgeiz aufbringt, mitdenken zu wollen. Nicht jeder mag das und wird so für die ganze Runde zum spielerischen Stolperstein. Schnell ist dann die Luft raus, wenn man miterlebt, dass man eigentlich in dieser Zusammensetzung nicht vorankommen kann. Bevor Take Time dann frustriert, lieber etwas anderes spielen. So sicher kein Spiel für jede Gelegenheit, eher was für Knobelfreunde. Mir gefällt es, aber nur in ausgesuchten Runden.

Mondbasis Shackleton: Ein schön indirekt interaktiver Spielablauf im Sandkasten der Eurogame-Möglichkeiten. Das ist die Sonnenseite. Die andere Seite unserer Mondkolonie begründet sich auf nur 18 Aktionen, die in Summe einen spürbaren Spielerfolg ergeben sollen. Das kann zu flott gespielten Partien um die zwei Stunden führen oder eben auch solchen, die in der vermeintlichen Bedeutungsschwere zerdacht werden und damit die doppelte Spielzeit verschlingen. Flotte Partien mag ich lieber, weil im spielerischen Kern hier gar nicht so viel passiert, es für mich damit angenehme Denktiefe hat und jede Partie anders ist. Schon alleine, weil von den sieben beiliegenden Gesellschaften nur drei mitspielen – zufällig gewählt oder gezielt für die Spielrunde ausgesucht.

Ob flott oder eher denklastig gespielt wird, ich mag den indirekt-interaktiven Spielablauf einfach. Auch weil sich eine Vierstundenpartie für mich nicht so anfühlt, weil ich stets auch bei den Mitspieleraktionen dabei bin, weil sich die Ausgangssituation dadurch immerzu verändert und ich darauf reagieren muss in meinem Zug. Mal sind Bauplätze belegt, mal werden Einsetzaktionen spürbar teurer oder die Kartenauslage bietet neue Möglichkeiten. Eigentlich immer toll, auch wenn es Gesellschaften gibt, die nicht recht zur Spielrunde passen wollen, ignoriert werden und dadurch das Spiel verflachen. Die richtige Wahl dabei zu finden, empfand ich als erste und durchaus schwierige Entscheidung. Deshalb ein Spiel mit nicht direkt sichtbaren Hürden.

Boss Fighter QR: Ein Ausnahmespiel, das so mutig ist, dass es meine Krönung zum Lieblingsspiel mehr als verdient. Dabei hätte die Kombination aus App und Kartenspiel auch mächtig schiefgehen können. Stattdessen ist es eine gelungene Fusion aus unauffälliger Technik, die uns Spieler vollkommen im Spielverlauf unterstützt, anstatt uns zu passiven Gadget-Bedienern zu degradieren. Das Smartphone oder wegen der besseren Übersicht dank des größeren Bildschirms idealerweise das Tablet liegt in der Tischmitte und bleibt während des ganzen Spiels dort liegen. Zeitgleich haben wir schön haptisch unsere Kartenhand zur eigenen Auswahl und Entscheidung. Der QR-Code auf der Rückseite der gespielten Karte erspart uns weitere Eingaben – einfach drüberhalten und schon wird die Karte erkannt und bekämpft das Monster in der virtuellen Welt, in die wir hineinblicken. Die Technik funktioniert einfach und bietet zudem ganz eigene Überraschungen im Spielablauf, denn das Monster wird komplett per App-Logik gesteuert und reagiert auf unsere Aktionen.

Die komplette, wie nervige, Buchhaltung der üblichen kooperativen Boss-Battler im Brettspielformat fällt dadurch weg. Regelfehler werden so ebenso abgefangen. Wir als Spieler können uns voll und ganz auf die gemeinsame Aufgabe fokussieren. Funktioniert auch bestens in wechselnden Runden, weil neue Spieler einfach während der Partie ins Spiel eingeführt werden können. Dabei sind die gestellten Aufgaben in Form von stärker und komplexer agierenden Monstern keineswegs trivial, sondern je nach frei wählbarem Schwierigkeitsgrad eine echte Herausforderung.

Ein letzter Wermutstropfen wurde zudem schon im März getilgt und bisher von mir übersehen: Der eigene Fortschritt einer Gruppe kann per QR-Code von einem Gerät auf ein anderes übertragen werden, sodass ihr an der Stelle weiterspielen könnt, wie weit ihr auf dem anderen Tablet oder Smartphone gespielt habt. Alternativ auch per Textcode über die Zwischenablage möglich, damit Ihr Euren Spielstand bequem mailen und somit teilen könnt. Damit hindert Euch nichts mehr daran, auch auf Fremdgeräten genau dort Eure Abenteuer fortzusetzen, die Ihr bisher gemeinsam geschafft habt. Denn immer wieder von vorne anzufangen, das war auf Dauer arg öde und ist damit längst Geschichte. Also alles gut und die Reise ist längst nicht zu Ende. Ich bin auf die angekündigte Erweiterung zur kommenden SPIEL 2026 gespannt, sobald ich das Grundspiel komplett durchgespielt habe. Boss Fighter QR hat sich die Krone mehr als verdient.

Was von der SPIEL 2025 übrig blieb: Mein liebstes Spiel

Von: ravn
25. September 2026 um 11:44

Fragt man mich nach meiner Lieblingsneuheit von der Spielemesse 2025 in Essen, so fällt mir die Antwort schwer. Gibt es überhaupt das eine Spiel, das für sich so herausragend war, es zum persönlichen Liebling zu küren? Hängt das besondere Spiel nicht vielmehr von der erlebten Spielpartie ab, die deshalb besonders war, weil schlicht alles gepasst hat – das Spiel, die Mitspieler, die Atmosphäre, das Ambiente und alles drumherum. Erst dann entstehen Lieblingsspiele und auch einige, die über Monate im Spielerherz verbleiben.

Alles auf Anfang und in den geistigen Rückwärtsgang geschaltet. Was habe ich seit der SPIEL 2025 überhaupt alles gespielt, was in die nähere Auswahl kommen könnte? Mal sehen …

Valheim Deluxe Edition: Im Vorfeld der SPIEL 2025 entdeckt, weil ich Valheim am PC nächtelang gespielt habe, bis ich merkte, wie übergroß die Welt ist und was ich noch alles erkunden würde müssen. Valheim als PC-Spiel war mir zu groß und damit zu zeitintensiv. Das Brettspiel sollte sich hingegen auf die Kernkompetenzen konzentrieren und einzelne Abenteuer-Sessions anbieten, die keine Kampagne bilden. Gut so. Auf der SPIEL gab es zwar die imposante Deluxe Edition, allerdings nur im Retail und abgespeckt gegenüber der exklusiven Kickstarter-Ausgabe. Dafür aber mit dem stolzen Preis, der nach wenigen Recherchen die Hälfte teurer war im Vergleich zu Online-Händlern. Also auf den Messedirektkauf verzichtet und auf ein paar Monate Wartezeit eingestellt.

Spielerisch waren die ersten Partien spannend, aber auch zufallsabhängig. Das hier ist ein zugängliches Beer & Bretzel Monstergemätzel auf bestem Amitrash-Niveau. Trotz aller Lockerheit muss man dennoch auf die Regeldetails achten, denn allzu schnell sind da wichtige Details im Eifer des Gefechtes übersehen. Ein Spiel, auf das man sich vom Aufwand her einlassen muss. Aber eines, was eine tolle Tischpräsenz hat.

1er Contacts: Mein Überraschungshit des letzen SPIEL. Zwischenzeitlich auf Platz 1 der Fairplay Scoutliste katapultiert. Spontan vor Ort angespielt und eine tolle Zeit erlebt. Deshalb ein wenig von der Messe-Euphorie getragen direkt gekauft. Natürlich mit Deluxe-Plexiglas-Komponenten, die spielerisch gar nicht notwendig waren für den Spielablauf. Das Standard-Pappmaterial hätte es genauso gut getan.

Die Ernüchterung kam dann beim Regelstudium zu Hause. Etliche Details blieben unklar und liessen sich für mich nur aus diversen Regeldetails im Zusammenhang erschliessen. Dann folgten ein paar Partien, die aufgrund der Genreklassifizierung Deduktion leider mehr zerdacht als gespielt worden sind. Eine dreifache Spielzeit trägt leider nicht für alle am Tisch, die einem Alphaspieler lauschen. Als lockeres wie auch leichtes Familienspiel verstanden, sehe ich weiterhin sein Potential. Aber nicht als Logikrätsel gesehen.

Tag Team: Ein Auto-Battler, der sich fast schon von alleine spielt. Allerdings braucht es dafür einen Mitspieler und in meinen ersten Spielrunden wurde der reduzierte Spielablauf leider nicht gut aufgenommen. Über die Einstiegscharaktere bin ich bisher nicht hinausgekommen. Da halfen auch die direkt auf der SPIEL gekauften Neoprenmatten nichts. So blieb Tag Team ein Spiel, das ich gerne besser finden möchte, als es sich dann am Spieltisch zeigte. Aber eigentlich kein schlechtes Spiel, nur ein sehr spezielles, auf das es zudem einen ebenso spielbereiten Mitspieler als direkten Konkurrenten braucht. Einer, der bereit ist, die bewusst begrenzte Kontrolle als Spielspass zu erleben.

SETI Raumfahrtorganisationen: Ein wirklich gutes Eurogame wurde durch die Erweiterungen noch besser. Geschickt hat es die in einigen Spielrunden aufkommende Problematik des Scannens gelöst, wenn niemand meint, Vorarbeit leisten zu wollen, weil dann die Mitspieler vor einem am nächsten Zug profitierend abstauben können. Nun hat man mit Signal-Plättchen die geballte Macht, selbst ausreichend innerhalb des eigenen Zuges scannen zu können. Auch sonst sorgen die Raumfahrtorganisationen für neue Spannungsmomente durch die neue Herausforderung, ihre Fähigkeiten auch spielerisch in Siegpunkte umzusetzen.

Die Komplexität des Grundspiels erhöht sich dadurch allerdings nochmal. Erstspieler können die gegebene Asymmetrie nicht wirklich zu schätzen wissen und es bleibt stattdessen nur eine Verengung der Möglichkeiten übrig, die zudem überfordern kann. Ganz klar ein Booster für Fans, um die Langzeitmotivation aufrechtzuerhalten. Es gibt noch so viel Potential zu entdecken, allerdings nur für erfahrene Spielrunden.

In Teil 2 dieser kleinen Serie, geht die Suche nach meinem Lieblingsspiel seit der SPIEL 2025 weiter. Mit dabei sind dann u.a. auch Boss Fighter QR, Mondbasis Shackelton und Magical Athlete.

Tangram: Der Urvater der abstrakten Legepuzzles

Von: ravn
20. September 2026 um 22:02

Tangram ist kein Spiel im eigentlichen Sinne – eher eine Philosophie, eine Lebenseinstellung. Dabei kommt es mit nur sieben geometrischen Holzteilen aus, bildet aber mit ausreichend Kreativität und Vorstellungsvermögen tausendfache sinnvolle Kombinationen, die eine scheinbar kleine Welt des Mosaiks in immer wieder erstaunlichen Bildcollagen verwandeln. Ohne Tangram gäbe es auch kein Ubongo & Co.

Schmidt Spiele hat es nicht erfunden und deshalb fehlt auch der Autor auf der kleinen Metallbox voller Fingerabdrücke, in der Tangram aktuell zum Taschengeldpreis erhältlich ist. Erstmalig erwähnt wurde es unter dem Namen „sieben Bretter der Weisheit“ in chinesischen Schriften um 1813. Dort tauchten dann auch Rätselbücher auf, deren Vorlagen man aus den nur sieben Teilen passgenau nachlegen soll. Im 19. Jahrhundert wanderte es dann als Tangram nach Europa. Brettspielkenner wird die Tangram-Form als Quadrat zusammengelegt zudem arg bekannt vorkommen. Die SPIEL Essen hat es im Logo und steht dort für spielerische Vielfalt. Ich selbst habe Tangram in der alten Pappschachtel-Ausgabe allerdings beim Ergotherapeuten kennengelernt. Dort ist es im Einsatz, um visuelle Wahrnehmung, Raum-Lage-Verständnis, Feinmotorik sowie Auge-Hand-Koordination zu trainieren und zu verbessern.

Es ist schon erstaunlich, wie viele unterschiedliche Formen wie auch komplex-abstrakte Abbildungen damit möglich sind. Wer sich die sieben lackierten Holzteile genauer anschaut, der erkennt, dass sich einzelne Teile zu den größeren Formen auslegen lassen und das auffällige Parallelogramm damit gerne in seiner Grundform maskiert werden kann. Und genau da liegt die Herausforderung im Solo-Spiel: Erkenne aus einer nicht maßstabsgetreuen Abbildung ohne Trennlinien, wie dieses Objekt aus den sieben Formen zusammengebaut ist und baue es nach. Gerne einfach spontan probiert, gedreht und gewendet und erste irreführende Ideen wieder verworfen. Die Schmidt Spiele Ausgabe bringt dazu 800 Bildvorlagen mit. Wer ganz verzweifelt ist oder zu wenig Geduld hat, schaut bei den Auslösungen nach und wird erstaunt sein. Freies wie kreatives Spiel ist ebenso möglich. Wer weiß, eventuell entdeckt Ihr eine noch nie dagewesene Kombination?

Ohne Tangram als Urvater der geometrischen Form-Puzzles, würde es wohl auch kein Ubongo geben. Vom schwedischen Spieleautor Grzegorz Rejchtman 2003 erfunden, nutzt es die von Tetris bekannten Polyominos, macht ein Echtzeit-Wettrennen im Wettstreit mit zeitgleich puzzelnden Mitspielern daraus und landet einen Welthit. Seit 2005 bei Kosmos als lokalisierte Version erhältlich. Fünfzehn verschiedene Varianten listet Kosmos auf: von Ubongo 3D bis zum diesjährigen Ubongo Flex, das mich bei meiner ersten Mitspielpartie fast zum Wahnsinn getrieben hat. Wo das Ubongo gezielt Hektik verbreiten will, ist die Solo-Beschäftigung mit Tangram eher eine Quelle der Ruhe – sofern man irgendwann auf die Lösung kommt.

Vindication: Wiederentdeckung eines Reiseabenteuers

Von: ravn
17. September 2026 um 21:47

Keine Rechtfertigung nötig, wenn auch die Übersetzung des Spiels eher nach Rehabilitierung oder Ehrenrettung klingt, sofern wir auf der thematischen Seite bleiben wollen. Dabei sitzt das Abenteuerspiel aus dem Jahr 2018 zwischen den Genre-Stühlen und kann sich nicht recht entscheiden, ob es offensichtliches Eurogame oder doch verdeckter Amitrash sein will.

Vindication habe ich am Spieltisch wiederentdeckt. Vor wenigen Jahren in zu großer Runde mit zu vielen Erweiterungen kennengelernt, was dann für mich ein eher unbefriedigendes, weil zu langatmiges und anfangs kaum fassbares Spielerlebnis war. So war ich eher skeptisch bis neugierig, weil es in komplett anderer Runde als eher einfaches 2-Stunden-Spiel angepriesen wurde. Ich hatte da anfangs so meine Zweifel, die sich nach der kompetenten Erklärung aber schnell zerschlugen. Entweder hatte ich es damals mit alternativen Siegbedingungen kennengelernt oder der Grundgedanke, worum es hier eigentlich geht, kam damals nicht recht bei mir an.

Im Kern geht es dann klassisch um Siegpunkte, die wir uns auf unserer Heldenreise verdienen. Damit werden immer mehr potenzielle Endbedingungen aufgedeckt, sodass das Spielende zwangsläufig recht zügig kommen wird. In entspannter Dreierrunde haben wir dann auch nur gut zwei und ein Viertel Stunden gespielt und ich hätte gerne noch weiter gespielt, weil ich meinen Charakter längst noch nicht auserzählt sah. Am Ende lag ich in Schlagreichweite des zweiten Platzes, wir aber von Platz 1 fast schon deklassiert. Da lief viel perfekt zusammen, während wir uns auch in der Endwertung gegenseitig ausbremsten.

Selbst schuld, weil wir unsere Spielweise selbst in der Hand hatten und unsere Nische zu finden, um effektiver Siegpunkte machen zu können, besser nutzen sollten. Ich selbst hatte mich in meinen zu großen Plänen, die zu viel Zeit und damit Aktionsrunden kosteten, schlicht verrannt. Ich wollte zu viel gleichzeitig effizient spielen, was in Vindication aber nur nacheinander geht. So können wir uns bewegen, einen Ort besuchen und einen Begleiter oder uns selbst aktivieren. Fertig, nächster Spieler und deshalb spielt sich Vindication auch so zügig. Die eigenen Planungen sind dadurch allerdings in viele kleine Stücke zerhackt, die man im Fokus behalten sollte, wenn man erfolgreich spielen will. Klingt einfach, aber die Ablenkungen sind arg groß am Wegesrand.

Sollte man nicht zunächst seine Bewegungsreichweite verbessern, was allerdings Stärke verbraucht und einen Ort namens Vorposten braucht, den man zunächst erst einmal finden muss? Um Stärke zu bekommen, sollte ich trainieren oder besser einen Begleiter des passenden Typs rekrutieren. Dazu braucht es aber wieder andere Eigenschaftswürfel, die wir munter zwischen unserem Tableau und dem Spielplan hin- und herschieben. Drei normale Eigenschaften von Stärke über Wissen bis zur Inspiration gibt es. Die lassen sich jeweils im Verhältnis 2:1 zu den drei heroischen Eigenschaften Mut, Voraussicht und Weisheit mischen. Über die verschiedenen Orte, die wir auf dem zentralen Spielbrett besuchen, verstärken wir diese oder geben diese auch wieder aus. So kostet der Kampf gegen ein ausliegendes Monster zwei Mut und kann auch nur in der Monsterhöhle bekämpft werden.

Der eigene Ort und die Eigenschaftsklötzchen sollten also in der eigenen Planung zusammenpassen, ohne das Leerzüge nötig sind. Klar spielt auch eine ganze Menge Glück mit, welche Orte man neu und damit in aktueller Reichweite aufdeckt. Ebenso, ob die zu rekrutierenden Begleiter mit ihren Sonderfunktionen zur eigenen Spielweise passen oder ob man seine Spielweise eher den gegebenen Möglichkeiten anpassen muss. Hier steckt ganz viel Eurogame drin, aber eben auch verdeckter Amitrash in Zufallsform. Zudem muss man akzeptieren können, dass die lieben Mitspieler als direkte Konkurrenten um Begleiter und sonstige offen liegende Karten agieren und zudem nervig im Weg stehen können, was Umwege erfordert und damit Ablenkungen von seinen eigentlichen Plänen.

Optisch macht Vindication einiges her, wobei ich mit Aktionsübersichten mit verschiebbaren Markern und passenden Charakter-Aufstellern gespielt habe, wovon das Grundspiel nichts enthält. Ganze 23 Erweiterungen samt Promopacks gibt es, um das Spiel vom Autor Marc Neidlinger in eine Form zu bringen, die man am liebsten spielen mag. Von meiner Spielpartie habe ich leider keine Fotos, zu sehr war ich mit dem Spielverlauf beschäftigt. Aber eines ist für mich klar: Vindication spiele ich gerne wieder mit. Da gibt es noch viel zu probieren und zu optimieren und komplett anders zu spielen. Aktuell nur auf Englisch, wobei Ihr mit gutem Schulenglisch zurechtkommt, da so gut wie alle Informationen offen ausliegen.

Wer mit Fantasy so gar nichts anfangen kann, der kann sich mal den offiziellen Nachfolger Vestige von 2026 anschauen, der ein neo-humanistisches Science Fiction Setting aufmacht und das Spielsystem von Vindication verdichten soll. Die Meinungen dazu gehen aber auseinander, weshalb ich Euch eine Anspielpartie empfehle. Ich selbst kann aus eigener Erfahrung nichts dazu sagen.

Mit Wanderer-Erweiterung jetzt auch zu Sechst

Von: ravn
12. September 2026 um 11:43

Wir durchqueren weiterhin das Land Arzium mit unserer kleinen Karawane, der sich immer mehr Kreaturen anschließen. Gemeinsam haben wir die Stadt Asteern als Ziel, die uns als sicheren Zufluchtsort vor den Horden der Glutzombies dienen soll. Nun auch mit mehr Mitspielern möglich, neuen Kreaturen und vor allem einem Pack hilfreicher Gegenstände im Gepäck. Ich werfe einen ersten bebilderten Blick auf die Kreaturen Karawane Erweiterung.

Ohne lange Vorrede mittenrein ins Geschehen: Die BGG-Wertung von 7.8 fürs Grundspiel steht eine 8.2 Wertung der Erweiterung mit einfachen Namen Wanderer gegenüber. Wer dieser Wanderer ist, der da laut Titelbild mit dem Segelschiff in der Wüste unterwegs ist, verschweigt uns leider die lokalisierte Version von Schwerkraft. Unter den acht neuen Kreaturen-Karten taucht allerdings genau so ein Sandsegelboot auf, das uns effektivere Fortbewegung ermöglicht. Das Titelbild der Erweiterung ist also einfach eine Kartenillustration. Kurioses Detail ist, dass die Originalversion ein ganz anderes Titelbild hat, mit jemandem, der am Rande einer Canyon-Stadt sitzt und die Beine auf dem Weg darunter frei baumeln lässt. Es bleiben Fragezeichen. Aber geschenkt, denn wer sich also mehr Storyansatz erhofft hat, muss weiterhin seine eigenen Kopfgeschichten schreiben. Da hat sich zum Grundspiel nichts geändert.

Neu ist für Euch hingegen nun, statt mit 4 Spielern in großer 6er-Runde zu spielen. Das braucht einen entsprechend großen Tisch, da zwei Spieler mehr Ihr Tableau und bis zu 12 eigene Karten auslegen wollen. Die Farben Schwarz und Weiß sind dabei, was ein Kaufanreiz für alle Fans dieser monochromen Farben sein könnte. Rein spielerisch ändert sich zu fünft oder zu sechst nichts. Wir spielen weiterhin zeitgleich im Rundentakt, was die Spielzeit dann auch nur minimal steigert, da das Potenzial verstärkt ist, dass mal der eine oder andere Mitspieler etwas länger braucht.

Doch halt. Es gibt einen fetten Kartenstapel eines neuen Typs: 37 grundverschiedene Gegenstände spielen ab sofort mit. Die zählen nicht zum Kartenlimit von 12 ausgespielten Karten, müssen aber zu einer passenden Kreatur gespielt werden. Das bringt Vorteile und neue, bisher unbekannte Kombinationen. Gegenstände wollen aber mit Taschen bezahlt werden, was den Spielverlauf ein wenig mehr darauf fokussiert, sofern man die Gegenstände sinnvoll einsetzen mag. Die verschwinden nämlich im großen Nachziehstapel, der damit von 135 auf 180 Karten anwächst. Klingt nicht dramatisch, aber wer bestimmte Karten sucht, wird nun etwas länger suchen müssen oder Nachziehglück haben.

Die Erweiterung passt auch prima in den Karton des Grundspiels. Einmal eingemischt fügt es sich nahtlos ein und sollte selbst für Erstspieler, die etwas Erfahrung mit Kartenkombinationen haben, keine große Herausforderung sein. Herausfordernd ist allerdings der aufgerufene Preis für die Wanderer-Erweiterung mit 30 Euro. Im Vergleich zum Grundspiel mit seinen 55 Euro gefühlt zu teuer. Zumal es beides zusammen im Crowdfunding 2024 erstmalig gab. Damals für 50 US-Dollar im Bundle. Wer später kauft, zahlt halt mehr.

Somit kann ich die Erweiterung nur empfehlen, wenn Geld keine Rolle spielt, Ihr Sammler seid, zu fünft oder sechst nebeneinanderher spielen wollt oder neue Herausforderungen bei Kreaturen Karawane sucht. Wo ordnet Ihr Euch ein?

Echos der Zeit: Strategie-Snack mit überzeugender Optik

Von: ravn
10. September 2026 um 20:31

Ich mag Spielkonzepte, die uns Spielern eigene Möglichkeiten und Wege geben, um in direkter wie indirekter Interaktion im Wettstreit mit den Mitspielern zu treten. Noch besser, wenn wir das Spielende dabei selbst in der Hand haben und von Partie zu Partie etliche neue und effektive Wege dabei finden. Perfekt, wenn dann noch die Spielatmosphäre passt, weil von Optik und Haptik bestens unterstützt. Trotzdem gibt es Kritiker.

In Summe 105 einzigartige Gefolgekarten von Giovanni Calore illustriert, bilden den spielerischen Kern von Echos der Zeit. Im Wettstreit mit unseren bis zu drei Mitspielern versuchen wir, daraus die bestmögliche Gruppe aus Kreaturen und Artefakten in unserer Auslage zusammenzustellen. Jede Gefolgekarte aus dem verdeckten gemeinsamen Stapel bringt neue Möglichkeiten auf die eigene Hand. Jede Spielrunde neu, wobei wir unsere Aktionen auch dafür ausgeben können, um weitere Karten zu ziehen. Blöd nur, dass diese Aktionen auf zwei pro Runde begrenzt sind und das Ausspielen so einer Handkarte ebenfalls eine Aktion kostet.

Das ist die Herausforderung, sich nicht zu viel Zeit zu lassen. Denn die Partie endet erbarmungslos, sobald der zentrale Vorrat an Siegpunktmarkern aufgebraucht ist, jemand 12 Karten als eigenes Gefolge ausgespielt hat oder alle Quellenkarten befestigt worden sind. Wir haben es also hier mit einem Wettlauf zu tun, bei dem wir auf Effektivität optimieren sollten. Es liegt also an uns, wenn das Spiel vorbei ist, und das passiert eher, als man meinen könnte. Der Schachtelaufdruck sagt zwar eine Spielzeit von 45 Minuten voraus, aber mit etwas Kartenkenntnis erwartet eher knackige 30‑Minuten-Partien.

Auch wenn die Tischpräsenz mit dem atmosphärisch illustrierten eigenen Zeittableau mit dem namensgebenden Fluss der Zeit ein weitaus größeres Spiel erwarten lässt, haben wir es hier eher mit einem Strategie-Snack für Zwischendurch zu tun. Mehr kann und will Echos der Zeit auf gar nicht leisten. Karten sammeln, Karten mit anderen Karten als Bezahlung ausspielen und Synergie-Effekte nutzen. Darum geht es hier. Was alles möglich ist, bestimmt das Kartendeck und was Ihr daraus machen könnt. Der Zufall spielt mit, aber das war auch schon beim Klassiker Race to the Galaxy so, dass vom Spielgefühl fern erinnert, aber spielmechanisch fernab das Karten-mit-Karten-Kaufmechanismus ganz anders ist. Hier wie dort baut Ihr Eure eigene Maschinerie bzw. hier Gefolgschaft auf, die schnell und geschmeidig laufen soll.

Die eigentliche Besonderheit der Feuerland-Spiele-Neuheit vom Frühjahr 2026 ist der Fluss der Zeit. Die ausgespielte Karte ist nicht direkt im Spiel und kann als Gefolgschaft verwendet werden. Stattdessen wird sie erst auf eine der fünf eigenen Zeitkacheln nach Kartenvorgabe gespielt. Erst Runde für Spielrunde wird sie langsam haptisch schön den Fluss heruntergespült. Wer seine Aktionen dafür opfert, kann auch Karten zusätzlich auf seinem Fluss bewegen, um diese Karten eher für sich aktiv zu haben. Die eigentliche Aktivierung erfolgt dann über einen Symbolabgleich der aus dem Fluss herausgespülten Zeitkachel mit der eigenen Gefolgschaft in der Auslage. Sofern die Karte keinen Soforteffekt beim Ausspielen hat. Auch hier ist wieder Timing gefragt, wann welche Karte zum Einsatz kommt.

Als Schmankerl, das von einigen Spielrunden allerdings teils als zu stark empfunden wurde, weil es zu einem vorschnellen Spielende führt, bevor die ganzen Kartengefolgschaften wirken können, sind unterschiedliche magische Quellen im Spiel. Immer so viele, wie Spieler teilnehmen. Die können wir durch den Stärkewert von unserem Gefolge erobern, was uns dann den direkten Eroberungseffekt einbringt und Vorteile zum Spielende. Die zur Eroberung eingesetzten Gefolgskarten verlieren allerdings ihre eigenen Effekte und dienen ab sofort nur als Schutz dieser Quelle vor Mitspieler-Eroberung. Dauerhaft für sich gesichert hat man nur eine magische Quelle, wenn man die befestigt, was einen höheren Stärkewert und damit mehr Gefolgskarten erfordert, aber direkt den Befestigungeffekt einbringt und noch mehr Vorteile zum Spielende. Im Idealfall verwendet man seine zwei Aktionen, um eine Quelle aus der Auslage oder von Mitspielern zu erobern und dann direkt zu befestigen.

Eine scheinbare Siegstrategie? Der Autor verneint das auf BGG: „In the playtests I’ve seen many games won with a wide variety of strategies. […] The game tends to end more easily through fortification if all players quickly fortify a source. However, this kind of ending usually happens in the first few games, since it’s often not in someone’s best interest to trigger the end when they’re losing. A good strategy to slow things down is to conquer a source — possibly even one owned by another player — using a few creatures but without fortifying it. This way, you won’t tie up too many creatures, and you’ll delay the fortification-based endgame while keeping your combos running.“ Für mich klingt das so, als sei die Eroberung mit direkter Befestigung einer magischen Quelle ein eher einfacher, weil gradliniger Weg. Während andere Wege, die besser und schneller sein könnten, erst durch Kartenkenntnis aufgrund von Spielpraxis durchdrungen werden wollen.

Hier merkt man, dass bewährte Autoren wie Simone Luciani mit Unterstützung von Roberto Pellei am Werk waren. Erster ist mit dem Klassiker Auf den Spuren von Marco Polo für mich persönlich unsterblich geworden. Eines meiner Lieblingsspiele mit ungezählten Partien, weil einfach herausfordernd elegant. Mit Echos der Zeit ist er weniger in seinem bekannten Genre der mittel- bis schwergewichtigen Eurogames unterwegs, was seine Vielfalt unterstreicht. Es braucht ja nicht immer direkt ein Komplexitäts-Klopper wie Darwin’s Journey oder Nucleum sein. Zumindest nicht für mich. Trotzdem oder gerade deswegen könnte Echos der Zeit vorschnell falsche Erwartungen wecken. Ich empfehle, Euch einfach mal darauf einzulassen. Wobei ich bisher nur von meiner Kennenlernpartie auf dem SpieleWahnsinn im Frühjahr 2026 zehren kann. Alles Weitere muss sich jetzt mit eigenem, selbst gekauftem Exemplar zeigen.

Vantage auf Deutsch: Jetzt auch mit App-Alternative

Von: ravn
08. September 2026 um 21:46

Das Warten hat ein Ende. Feuerland hat derweil seine deutschsprachige Special-Edition an die Vorbesteller ausgeliefert. In wenigen Tagen ist auch die Retail-Version bei den Fachhändlern in Muttersprache lieferbar. Als mehr als nur kleine Überraschung gibt es eine offiziell unterstützte App-Alternative dazu. Ich zeige die Versionen – original englisch und deutsch im Vergleich per bebilderter Auspack-Session. Eine fette Empfehlung inklusive.

Mit einer Auflage von 2200 Exemplaren und gut 6 kg Gesamtgewicht ist die Vantage Special-Edition etwas ganz Besonderes. Für 127 Euro inklusive Versand konntet Ihr bis zum 29. Oktober 2025 diese deutschsprachige Version vorbestellen und noch vor der Retail-Version spielen. Das Versprechen wurde eingehalten und gut verpackt kam auch meine selbstbezahlte Special-Edition an. Durch eine gesundheitsbedingte Zwangspause musste die allerdings noch einige Wochen auf mich zu Hause warten. Die Auspack-Session habe ich nun nachgeholt – wie Ihr in folgenden Bildimpressionen miterleben könnt.

Wer die Vorbestellphase verpasst hat, der braucht sich nicht grämen. Ihr könnt bis auf die größere Verpackung mit auffällig silberglänzendem Schriftzug auf die Retail-Version ausweichen und Euch die Deluxe-Erweiterungen einzeln dazukaufen. Charaktertableaus, Holzmarker und Metallmünzen sind in Summe zwar teurer als der Vorbestellpreis, aber Ihr müsst auf nichts verzichten. Gut gepackt passen die auch mit minimalem Deckel-Anhub bestens in die Retail-Spieleschachtel. Warum ich das genau weiß? Weil ich es genauso mit meiner englischen Version von Stonemaier Games gemacht habe.

Ein Nachteil der deutschsprachigen Version war bisher ein großes Manko. Die Begleit-App von Rulepop für die englischsprachige Version von Vantage war für mich unverzichtbar geworden. Denn damit sparte ich mir das Geblättere in den acht Aktionsbüchern, um die passende Textpassage dort zu finden. Zudem spoilerte ich mich nicht selbst, weil in der App immer nur die aktuelle Würfelprobe und die Situation mit ihren Auswirkungen schrittweise angezeigt wird. Auch waren die aktuellsten Korrekturen direkt eingepflegt, ich brauchte also nicht in Errata und Klarstellungen nachzulesen. Eine Lokalisation konnte Feuerland leider nicht leisten.

Aber es gibt Abhilfe, von Fanhand entwickelt und mit offizieller Genehmigung von Feuerland. Deshalb auch auf der Feuerland-Webpage gehostet – einfach online aufrufen und alle wichtigen Kernfunktionalitäten sind enthalten. Ein fettes Dankeschön an den Entwickler Guido „derLetzteW“ Weiler, der uns Nutzern diesen Service kostenfrei zur Verfügung stellt und auch weiter pflegt. Mehr dazu im unknowns.de-Forum.

Ich selbst bin auf meine Erstpartie Vantage in meiner Muttersprache und mit App-Alternative gespannt. Endlich keine mir kryptischen Begriffe, die ich nicht verstehe, falsch deute oder umständlich nachschlagen muss. Mein Ersteindruck zeigte mir eine einwandfreie und professionelle Lokalisierung. Spielerherz, was willst du mehr?

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