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B-REX Pressetage 2026 – Teil 2

Von: Dimi
23. September 2026 um 16:25

Und weiter geht es mit dem 2. Teil der B-REX-Tage in Merseburg und meinen Spieleindrücken. Beginnen möchte ich mit dem Spiel.

TRASH POKER von Corax Games (Für 1-4 Personen ab 12 Jahren, Spielzeit ca. 60 min)

Das Spiel wurde unter anderem vom einem der Geschäftsführer von „Das ganze hier“, Autor Frank Noack höchstpersönlich und Rico Besteher entwickelt. Wie der Name des Spiels schon sagt, handelt es sich um ein pokerartiges Spiel mit ordentlich Trash-Faktor.

Das Spiel soll sich dabei ähnlich wie Balatro spielen, das ich persönlich allerdings nicht kenne. Jede Person hat ein eigenes Deck aus 52 Karten. Gespielt wird eine unterschiedliche Anzahl an Runden, abhängig von der Zahl der Mitspielenden. In jeder Runde versucht man, mit seinem eigenen Deck die bestmögliche Pokerhand zu bilden – denn dafür gibt es die wertvollen Punktechips.

Dafür zieht man zunächst sieben Karten, darf bis zu fünf davon abwerfen und anschließend neue Karten ziehen. Aus seinem Blatt stellt man dann die Pokerhand für die aktuelle Runde zusammen. Die Karten, die man nicht für die eigene Hand benötigt, muss man den anderen Mitspielenden anbieten, denn jede Karte besitzt zusätzlich einen speziellen Effekt.

Die eigenen Spielertableaus sind in mehreren Bereiche unterteilt. Durch das „Trashen“ und anschließende Anlegen von Karten lassen sich dort bestimmte Aktionen im Laufe des Spiels verbessern oder am Ende zusätzliche Punkte über Mehrheiten generieren. So optimiert man nach und nach sein Deck und baut sich immer effizientere Kombinationen auf.

Und das ist noch längst nicht alles: In jeder Runde erhält man zusätzlich eine Karte aus dem Jokerdeck, die die normalen Pokerregeln ordentlich durcheinanderwirbelt. Dort findet man beispielsweise Karten mit zwei Assen auf einer Karte oder Kombinationen wie 8, 9 und 10 auf einer einzigen Karte. Dadurch werden sogar verrückte Hände wie ein Fünfling möglich. Spannend!

Als ehemaliger Pokerspieler hat mir diese Variante richtig viel Spaß gemacht. Die Interaktion mit den Mitspielenden ist zwar eher gering, da letztlich jede Person für sich ihre Pokerhand zusammenstellt, trotzdem hat das Optimieren des eigenen Decks einen schönen Sog entwickelt.

Zusätzlich lassen sich im Laufe des Spiels weitere Jokerkarten freischalten, wodurch für ordentlich Varianz und immer neue Möglichkeiten gesorgt wird.

FERNWEH von Kobold (Für 2-5 Personen ab 8 Jahren, Spielzeit ca. 15 min/P.)

Thematisch schlüpfen wir in die Rolle einer Gruppe von Wanderern, die gemeinsam eine Wanderung planen und dabei zahlreiche Hindernisse überwinden muss. Durch das Ausspielen von Karten – ganz im Stil von Mau-Mau – versuchen wir, unsere Kartenhand nach und nach abzulegen. Dabei gilt eine besondere Kommunikationsregel: Erst wenn eine Person drei oder weniger Karten auf der Hand hat, darf sie offen über ihre Karten sprechen.

Das Ziel ist simpel: Die eigene Kartenhand vollständig loszuwerden. Sobald eine Person das geschafft hat, wird gleichzeitig eines der Hindernisse in der Tischmitte überwunden, die auf unserer Wanderroute liegen. Dabei können auch mehrere Hindernisse gleichzeitig auf uns warten. Ist der Nachziehstapel jedoch leer, bevor wir die Aufgabe geschafft haben, gilt die Runde als verloren und wir müssen es erneut versuchen.

Die Hindernisse bringen weitere Karten ins Spiel und vergrößern dadurch nach und nach unser Deck. So kommen immer neue Karten mit unterschiedlichen Effekten hinzu. Beispielsweise kann man eine andere Person dazu bestimmen, zwei Karten abzulegen. Mit jedem überwundenen Hindernis wächst also nicht nur unsere Wanderroute, sondern auch die Vielfalt der Möglichkeiten.

Auf dem Blatt mit unserer Wanderroute kreuzen wir nach und nach unseren Weg ab und wagen uns immer weiter in höhere Gebirgsregionen vor. Dort warten neue und zunächst unbekannte Hindernisse auf uns.

Zu Beginn kamen wir als Gruppe allerdings nicht besonders schnell voran, da einige Regelstellen für uns nicht eindeutig waren. Dadurch häuften sich die Hindernisse und unsere Wanderung geriet ziemlich ins Stocken. Nachdem die offenen Fragen geklärt waren, spielte es sich jedoch deutlich flotter. Mit guter Kommunikation und taktischem Zusammenspiel lassen sich die Hindernisse durchaus erfolgreich bewältigen.

Da noch ein großer Satz weiterer Hindernisse und damit auch neue Karten im Spiel darauf warten, entdeckt zu werden, steckt hier definitiv noch einiges an Abwechslung und Entdeckungspotenzial drin.

Red 7 von Corax Games (Für 2-4 Personen ab 9 Jahren, Spielzeit ca. 5-30 min)

In diesem Kartenspiel versucht ihr, wenn ihr an der Reihe seid, durch geschicktes Ausspielen eurer Karten die beste Auslage vor euch zu haben. Welche Auslage dabei als die beste gilt, bestimmt der Ablagestapel in der Mitte – und genau den kann der aktive Spieler noch verändern.

Gleichstände werden über die Farbe der Karten aufgelöst. Dabei hilft euch eine Hilfskarte, die ihr vor euch liegen habt. Je nach Spielsituation kann entscheidend sein, welche Karte den höchsten Wert hat, wie viele unterschiedliche Farben vertreten sind oder wie viele Karten einen Wert unter 4 haben.

Schafft ihr es in eurem Zug nicht, eine Karte auszuspielen oder keine Auslage zu generieren, die die beste überbieten kann, scheidet ihr aus.

Ein Spiel, das es wirklich in sich hat und sich für mich erstaunlich neuartig anfühlt. Nichts für schwache Nerven oder absolute Anfänger – auch wenn das Spiel gleich drei Varianten bietet und sich bis zum Expertenlevel steigert.

BOREALIS von Kobold (Für 2-4 Personen ab 10 Jahren, Spielzeit ca. 90 min)

Mit unserem Expeditionsteam versuchen wir, im hohen Norden die besten Schnappschüsse von Tieren zu machen. Vor uns liegt unser Tableau mit neun Wissenschaftlern in drei unterschiedlichen Farben.

Durch das Ausspielen einer Karte in eine der drei Spalten bewegen sich die Figuren der entsprechenden Farbe. Passt dabei sogar das Transportsymbol mit dem Symbol überein, das als Nächstes an der Fahne steht, kommen wir auch dort voran und sichern uns nach und nach wertvolle Punkte.

Unser Ziel ist es, die Karten so anzulegen, dass wir möglichst viele gleiche Tiere in einer Spalte versammeln. Zusätzlich sorgen gemeinsame Ziele in der Auslage für weitere Punkte. Diese Ziele können sich von Partie zu Partie unterscheiden und bringen dadurch zusätzliche Abwechslung ins Spiel.

Ein optisch sehr schönes Spiel mit tollen Illustrationen, die beim Spielen leider immer wieder von den Karten verdeckt werden. So puzzeln wir uns Runde für Runde durch die Auslage und versuchen, das Wissenschaftler-Schiebe-Puzzle möglichst clever zu meistern.

YONDER von Giant Roc (Für 1-4 Personen ab 14 Jahren, Spielzeit ca. 45 min)

YONDER ist eine bunte Mischung aus bekannten Mechaniken, die überraschend gut zusammenspielen. Besonders spannend sind die unterschiedlichen Arbeiter:innen, die jeweils eine eigene Fähigkeit mitbringen. Die Elfe kann beispielsweise bereits belegte Felder nutzen und die Aktion trotzdem ausführen. Der Oger ist so groß, dass er eine Aktion gleich doppelt ausführen kann.

Neben Ressourcenmanagement bauen wir unsere eigene Siedlung auf und haben zusätzliche Aktionsfelder zur Verfügung, die auch von den Mitspielenden genutzt werden können. Dadurch entsteht ein interessantes Arbeiter:innenmanagement: In vier von fünf Runden erhalten wir keine neuen Arbeiter:innen. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, wenn Mitspielende unsere Aktionsfelder nutzen – so bleibt der eingesetzte Arbeiter für die nächste Runde verfügbar, vorausgesetzt, wir können ihn auch ernähren.

Eine besondere Ausnahme bildet das Skelett: Es muss natürlich nicht ernährt werden. Selbsterklärend.

Über lukrative Verträge können wir Siegpunkte, Arbeiter:innen und/oder Ressourcen generieren. Dabei ist ein gutes Zusammenspiel der verschiedenen Möglichkeiten gefragt.

YONDER hat mich positiv überrascht. Die Kombination der Mechaniken, die unterschiedlichen Fähigkeiten der Arbeiter:innen und die Interaktion durch die gemeinsamen Aktionsfelder haben mir richtig gut gefallen. Ich freue mich schon darauf, YONDER noch weitere Male auf den Tisch zu bringen.

Neben den bereits vorgestellten Spielen gab es noch viele weitere Titel, die von den Verlagen vorgestellt wurden. Alle davon in diesen 2,5 Tagen zu testen, war schlichtweg nicht möglich. Denn neben dem Spielen wurde natürlich auch viel gesocialized, gegessen und sogar ein wenig geschlafen.

Ein großes Dankeschön an das gesamte B-REX-Team für die tolle Organisation und die gelungene Umsetzung des Pressetages!

Bis zum nächsten Mal!

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B-REX Pressetage 2026 – Teil 1

Von: Dimi
09. September 2026 um 22:03

Alle Jahre wieder bevor die SPIEL in Essen Ihre Tore aufmacht, veranstalten Verlage Presse-Events, wo Medienschafende, Freunde oder Personen die in irgendeine Weise beruflich mit dem Thema Brettspiel zu tun haben, die Neuheiten des Jahres kennenlernen und sich ein Eindruck machen können. So auch bei den B-REX Tagen in Schkopau bei Merseburg, die vom 04.-06.09.2026 stattgefunden haben, wo die Verlage Giant Roc, Corax Games, Fun Bot, Kobold, Grimspire und Mirakulus Ihre Spiele vorstellen wollten. Die Location ist wie jedes Jahr in der Burg Burgliebenau, die im 12. Jahrhundert erbaute ehemalige Wasserburg macht es zu einem besonderem Ereignis. Für mich war es um so besonderer, da ich zum ersten Mal bei diesem Presse-Event war und die Zeit vollumfänglich genossen habe.

Am Freitagnachmittag trafen die ersten Gäste ein. Geschäftsführer Frank Noack begrüßte uns herzlich und wünschte uns viel Spaß mit den über 52 Neuheiten. Nach und nach füllten sich die Tische. Nachdem ich mir einen Überblick verschafft hatte, wo überall gespielt wurde – denn die Spiele fanden in unterschiedlichen Räumen der Burg statt, die nach Verlagen aufgeteilt waren –, stand ich plötzlich an einem Stehtisch.

CHAMÄLIO von Fun Bot (Für 2-4 Personen ab 8 Jahren, Spielzeit ca. 15 min)

In Chamälio sammelst du Karten. Diese gibt es in vier Farben und haben 1 bis 3 Symbole am unteren Teil der Karte. Diese Symbole geht es zu sammeln und zwar genau 5. Sobald du die hast kannst du die Farbreihe sichern. Bei drei gesicherten Farben endet das Spiel und du gewinnst. Bist du am Zug ziehst du eine Karte vom Stapel oder nimmst dir die offene Karte. Die Rückseite der Karten, geben dir einen Hinweis was auf der Karte drauf sein kann. Ist die Farbe angegeben, weißt du nicht wieviele Symbole sich auf der Karte sind oder auch andersherum. Der Clou dabei, du kannst dich auch entscheiden die Karte die du nimmst, jemand anderes zu schenken. Denn sobald man mehr als 5 Symbole hat, kommt die Kartenreihe auf den Ablagestapel. Gesicherte Farben, können auch auf den Ablagestapel kommen, sobald du bei derselben Farbe, erneut fünf Symbole sammelst. Ein kleines Push-your-luck Spiel mit Ärgerfaktor.

EXCALIBUR von Mirakulus (Für 2-8 Personen ab 14 Jahren, Spielzeit ca. 25 min)

Vom Stehtisch weg, ging es zum nächsten Stehtisch wo Excalibur aufgebaut war und zwar die Deluxe Version, mit wertigen Plättchen aus Hartplastik und den, wie witzigerweise mein Spielpartner meinte, die coolsten Bereichtrenner die es gibt, den Metallschwerter. In diesem Spiel haben wir Plättchen die unterschiedlich Effekte haben. Der Dieb stiehlt vom Mitspielern, die Herrin vom See, befehlt alle Plättchen in eine Richtung weiterzugeben. Zu Beginn jeder Runde hat man 4 Plättchen von denen man sich eins aussucht und verdeckt hinlegt. Gleichzeitig wird dann aufgedeckt und vom Startspieler aus werden die Effekte nach und nach ausgeführt. Ziel ist es, am Ende das Excalibur Schwert zu haben sobald ein Bereich mit Plättchen leer ist. Das Holzschwert kann auf dem Siegeszug aufsteigen, wenn das Excalibur Schwert links vom ihn ist. Da wäre aber noch das verfluchte Schwert, welches man auf keinen fall haben möchte, sonst verliert man das Spiel auf jedem Fall. Ein schönes Spiel, wo man sich Plättchen merken muss, oder auch die Mitspieler:in lesen muss um herauszufinden wer nun das Excalibur Schwert hat. Ein gutes Spiel welches in dieser Location natürlich thematisch perfekt einbettet.

PSYNC von Fun Bot ( Für 2-8 Personen ab 8 Jahre, Spielzeit ca. 15 min)

Bevor das erste etwas größere Spiel frei wurde, begnügten wir uns mit dem nächsten kleineren Spiel. Beim Partyspiel PSYNC versucht man so zu denken wie die anderen Mitspieler:in. Als aktiver Spieler sag ich ein Wort und erst dann werden von den 3 Kartenstapel am Rand des Rasters neue Karten aufgedeckt. Die Karten sagen etwas aus welches ich dem gesagtem Wort zurechne oder nicht. Verdeckt stelle ich meinen Pöppel hinter dem Sichtschirm auf das Raster wo ich denke, dass das Wort mehr Zustimmung findet, den je mehr Personen dasselbe Feld haben, desto mehr Punkte gibt es. Witzig sind die Unterhaltung danach, wieso man sich so eingeordnet hat. Das sorgt für Stimmung! Wir hatten unseren Spaß mit dem Spiel.

COMING OF AGE von Giant Roc (Für 1-4 Personen ab 14 Jahren, Spielzeit ca. 40-80 min)

Dann war es endlich Zeit für ein größeres Spiel. Coming of Age ist ein Kennerspiel, in dem wir unsere Kindheit bis hin zur Pubertät durchleben. Und das macht jeder Mitspieler für sich selbst.

Das eigene Spielertableau in Form eines Kopfes – und was darin alles vor sich geht, ganz im Sinne des Animationsfilms „Alles steht Kopf“ – ist doppellagig, sodass alle Marker ihren Platz haben. Gedanklich ist man direkt beim Film und bei Freude, Kummer & Co. Das Spiel ist dadurch direkt einladend.

In diesem Spiel wachsen wir thematisch als Person auf und bekommen immer weitere Leisten freigeschaltet, je älter wir werden. Dafür erhalten wir immer mehr Würfel und weitere Aktionsfelder werden freigeschaltet. Als Jugendlicher kannst du zum Beispiel das Aktionsfeld „Pizzeria“ besuchen. Diese Aktion markieren wir mit einem Würfel.

Bei jeder Aktion bewegen sich die Leisten, die suggerieren sollen, dass wir fröhlicher, schlauer usw. werden. Dadurch erhalten wir Aufträge, Ressourcen oder Siegpunkte.

Teilweise wird simultan gespielt und so spielt es sich richtig flott herunter. Mir ging es manchmal sogar etwas zu schnell, da ich schon gerne sehen möchte, was die anderen so in ihrem „Kopf“ anstellen.

Ansonsten hat es mir gut gefallen.

THESSALONIKI von Giant Roc ( Für 1-4 Personen ab 14 Jahren, Spielzeit ca. 90-120 Min.)

Den nächsten Tag konnte ich kaum abwarten, denn da wollte ich unbedingt das Spiel Thessaloniki kennenlernen – das nächste „T“-Spiel des Autorenteams Federico Pierlorenzi und Daniele Tascini.

Mit dieser Stadt verbindet mich sehr viel. Mit meiner Cousine bin ich oft durch die Marktgassen und Cafés spaziert. Erst letztes Jahr besuchten wir die Stadt wieder, unter anderem, um die neu gebaute Metro (U-Bahn) zu erleben. Nach 18 Jahren Bauzeit wurde sie 2024 endlich eingeweiht. Durch archäologische Funde während der Bauarbeiten hatte sich das gesamte U-Bahn-Projekt immer wieder verzögert. Die Relikte aus der Spätrömischen Zeit, wurden schließlich in das U-Bahn-Konzept integriert, und insbesondere die Station Venizelou gleicht heute einem Museum.

Kommen wir nun zu dem Spiel, das sich möglicherweise an diesen archäologischen Fundstätten abgespielt haben könnte.

Thessaloniki im Römischen Reich: Eine griechische Metropole unter Roms Flagge im 4. Jahrhundert.

Das Spiel überzeugt zunächst mit seinem achteckigen Spielplan in der Mitte. Dort bewegen wir im sogenannten Roundel unsere drei Spielfiguren – zwei Händler und den Patrizier – im Uhrzeigersinn ein bis drei Schritte. Je nach Bewegung können dabei Kosten entstehen. Auf den verschiedenen Feldern sammeln wir Ressourcen und führen Aktionen aus.

Bei jeder Aktion gibt es drei Felder, die mit Spielfiguren belegt werden können. Die Farbe der Figuren entspricht dabei der Farbe der Ressourcen. Je mehr eigene Spielfiguren auf einem Aktionsfeld stehen, desto mehr Ressourcen erhält man – maximal drei. Dafür bekommt man umso mehr Aktionspunkte, je leerer das Aktionsfeld ist. Da die Blitze auf den Feldern von den Figuren nicht verdeckt werden.Timing spielt hier eine wesentliche Rolle.

Die Ressourcen sammeln wir zunächst im Rohzustand und können sie anschließend weiterveredeln, beispielsweise Trauben zu Wein oder Oliven zu Olivenöl. Diese Waren werden dann auf den anlegenden Schiffen verkauft, um Siegpunkte zu erhalten.

Auch bei den Schiffen ist gutes Timing gefragt, denn irgendwann fahren sie wieder ab. Das Schiff bekommt derjenige, der die Mehrheit an Waren seiner Spielerfarbe darauf liegen hat. Befüllst du ein Schiff allerdings komplett, als Letzter, fährt es direkt ab und kommt somit zu dir. Die Schiffe bringen Boni und können als Multiplikator dienen, sofern die entsprechende Stadt – erkennbar an den Symbolen – bereits ausliegt und du eine Statue drauf platziert hast.

Zudem lässt sich durch das Platzieren von Statuen und Mosaiken Aktionen zusätzlich verstärken. 

Die Karten bieten entweder sofortige oder dauerhafte Effekte, die nicht zu unterschätzen sind. Abgerundet wird das Ganze durch verschiedene Set-Collection-Elemente, die am Ende des Spiels zusätzliche Punkte bringen können.

Mir hat das Spiel insgesamt gut gefallen. Ich hatte Spaß an meinen Zügen und finde es spannend, dass jeder eine andere Taktik verfolgen kann, um an seine Punkte zu gelangen. Eine feste Rundenanzahl gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Parameter, die das Spielende auslösen können – und diese können von den Mitspielern bewusst vorangetrieben werden oder eben auch nicht.

In dieser ersten Partie zu viert hatte ich allerdings das Gefühl, dass das Spielende von allen irgendwann herbeigesehnt wurde. Es spielte sich für meinen Geschmack einige Runden zu lange, sodass ich im letzten Viertel langsam genug hatte.

Vielleicht lag es aber auch einfach an unserer Erstpartie und daran, dass wir noch nicht genau wussten, wie wir das Spieltempo beeinflussen können. Denn trotz dieses kleinen Kritikpunkts würde ich Thessaloniki sehr gerne noch einmal spielen.

Das war der erste Teil meiner Spieleeindrücke von den B-REX Pressetagen. Natürlich konnte ich nicht alle Neuheiten spielen – dafür waren es einfach viel zu viele.

Einige Spiele konnte ich aber genauer unter die Lupe nehmen, und über diese möchte ich euch noch weiter berichten und meine Eindrücke mit euch teilen.

Seid also gespannt auf den 2. Teil mit den Spielen TRASH POKER von Corax Games, YONDER von Giant Roc und einigen weiteren Neuheiten!

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