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Beyond the Table #4 -Handel im Wandel

Von: Dirk
21. Juni 2026 um 12:09
Lesezeit: < 1 Minute

Der Einzelhandel steht seit Jahren unter Druck. Mit dem Aufstieg großer Onlinehändler schien für viele Fachgeschäfte die Zukunft ungewiss. Geschlossen wurde vielerorts dennoch nicht überall – manche Branchen behaupten sich erstaunlich erfolgreich gegen den Trend. Dazu gehört auch der Brettspielhandel.

Tatsächlich erlebt das analoge Spielen seit einigen Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung. Immer mehr Menschen entdecken Brettspiele als Hobby, Verlage veröffentlichen jährlich hunderte Neuheiten und die Szene wächst stetig. Doch bedeutet das automatisch goldene Zeiten für den stationären Handel? Oder stehen auch Brettspielläden vor Herausforderungen, die weit über die Konkurrenz durch den Versandhandel hinausgehen?

In der vierten Ausgabe von Beyond the Table werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des Brettspielhandels. Gemeinsam mit Michael Palm, Inhaber des Seetroll in Konstanz, und Stefan Will von Ultracomix in Nürnberg sprechen wir darüber, wie sich die Erwartungen der Kundschaft verändert haben, welche Rolle Beratung und Community heute spielen und warum Veranstaltungen längst mehr sind als nur nette Zusatzangebote.

Dabei geht es auch um die Frage, wie stationäre Geschäfte in einer digitalen Welt relevant bleiben können. Sind Brettspielläden heute Verkaufsfläche, Treffpunkt oder kultureller Ort? Welche Chancen bietet der Boom der Brettspielszene – und wo liegen die Grenzen des Wachstums? Und welche Bedeutung haben Onlinehandel, Direktvertrieb der Verlage und große Branchenveranstaltungen für die Zukunft des Fachhandels?

Zusammen mit unseren Gästen diskutieren wir über erfolgreiche Konzepte, notwendige Veränderungen und die Frage, wie der Brettspielhandel in fünf oder zehn Jahren aussehen könnte. Dabei wird schnell deutlich: Wer heute erfolgreich sein möchte, muss weit mehr bieten als gut gefüllte Regale.

Und als wäre das alles noch nicht genug, macht Michael Palm unserem Co-Host Ulrich Blennemann im Verlauf der Sendung auch noch ein Angebot, das man durchaus als unmoralisch bezeichnen könnte …

Die komplette Folge könnt ihr euch jetzt im Podcast anhören. 🎧

Beyond The Table #1 – Cole Wehrle verlässt Leder Games

Von: Dirk
16. Januar 2026 um 07:54
Lesezeit: 2 Minuten

Ein Brief sorgt für Bewegung in der Brettspielwelt. Cole Wehrle verlässt Leder Games. Kein Skandal, kein Bruch, sondern ein klarer, selbstbewusster Schritt eines Designers, der das moderne Brettspiel geprägt hat wie kaum ein anderer. Root, Oath und Arcs stehen nicht nur für erfolgreiche Titel, sondern für eine Haltung, die Spiele als politische, narrative und fordernde Erlebnisse versteht.

Warum dieser Abschied weit über eine Personalie hinausgeht, beleuchten wir hier im Blog und ausführlich im Podcast Beyond the Table, den du direkt unter diesem Artikel hören kannst.

Acht Jahre kreative Freiheit bei Leder Games

Cole Wehrle war bei Leder Games nie nur Spieleautor. Als Creative Director hat er den Verlag entscheidend mitgeformt. Root wurde zu einem der prägendsten asymmetrischen Brettspiele der letzten Jahre, Oath zu einem kontrovers diskutierten Statement darüber, was Brettspiele leisten können.

Dass Leder Games diesen Weg mitgegangen ist, zeigt, wie viel möglich ist, wenn ein Verlag bereit ist, Risiko, Haltung und kreative Freiheit zuzulassen.

Kein Bruch, sondern ein Statement

Bemerkenswert ist die Konsequenz dieses Abschieds. Oath und Arcs wechseln zu Coles neuem Studio Buried Giant Studios, während Root bei Leder Games bleibt. Ein Schritt, der in einer oft markengetriebenen Branche ein klares Zeichen setzt. Vertrauen, Fairness und Respekt vor kreativer Arbeit sind hier keine Floskeln, sondern gelebte Praxis.

Wehrlegig Games bleibt der Gegenpol

Parallel dazu führt Cole Wehrle weiterhin Wehrlegig Games. Historische Spiele, klare Autor:innenhandschrift, kein Blick auf den Massenmarkt. Wehrlegig ist bewusst klein, bewusst sperrig und genau deshalb relevant. Es zeigt, dass Erfolg im Brettspiel nicht nur in Verkaufszahlen messbar ist. Aber es ist nicht zu unterschätzen, dass Spiele wie Pax Pamir durchaus auch große und wirtschaftlich relevante Auflagen erreichen können.

Beyond the Table und die große Frage dahinter

Der Abschied von Cole Wehrle wirft grundsätzliche Fragen auf.

Wie viel Einfluss sollte ein Designer auf einen Verlag haben?
Welche Verantwortung tragen Verlage für die Welten, die sie miterschaffen?
Ist dieses Modell ein möglicher Weg für die Zukunft der Branche?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der aktuellen Beyond the Table Folge, die du direkt unter diesem Artikel anhören kannst.

Fazit

Cole Wehrle verlässt Leder Games, aber er hinterlässt eine klare Spur. Spiele, die etwas wollen. Partnerschaften, die funktionieren. Und ein Beispiel dafür, wie erwachsen, transparent und respektvoll diese Branche sein kann, wenn sie es will.

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