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Jusayo

Woojin Yang
Korea Boardgames
3-5
8+ Jahre
15 Min.
Unsere Wertung:
Jusayo hat mich überrascht: Nach wenigen Zügen beginnt das eigentliche Spiel im Kopf. Wer aufmerksam beobachtet, Informationen kombiniert und den richtigen Zeitpunkt für eine Herausforderung erwischt, kann die Mitspielenden regelrecht vorführen. Für mich ist Jusayo ein cleveres kleines Kartenspiel, das deutlich mehr Spannung bietet, als man der kompakten Schachtel zunächst zutraut.

Darum geht’s beim Brettspiel Jusayo

Mit Jusayo bringt Autor Woojin Yang gemeinsam mit Korea Boardgames ein kleines Kartenspiel auf den Tisch: Drei bis fünf Personen versuchen, ihre Mitspielenden durch geschickte Anfragen und gewagte Herausforderungen aus der Runde zu werfen. Das Besondere: Eigene Karten auszuspielen ist meist eher ein Nachteil. Stattdessen möchten wir andere dazu bringen, ihre Karten offenzulegen und dabei wertvolle Informationen preiszugeben. Wer als Erste oder Erster zwei Runden übersteht, gewinnt die Partie.

Aufbau und Spielablauf

Im Mittelpunkt steht ein Farbrad, auf dem eine kleine Holzfigur die aktuell aktive Farbe anzeigt. Besonders originell: Das Unterteil der Spielschachtel wird während der Partie ständig weitergereicht und zeigt immer, wer gerade an der Reihe ist. Man hat die Wahl zwischen drei Aktionen: eine passende Karte ausspielen, von einer Person mit dem Ruf „Jusayo“ eine Karte verlangen oder jemanden mit „Bet you can’t“ herausfordern. Klingt simpel – entwickelt aber eine spannende Dynamik.

Tischnachbarin verlangt eine passende Handkarte von mir. Ich spiele pink, muss aber die Karte mit dem höchsten Wert in die Schachtel legen.

Mix aus Deduktion, Bluff und Risiko

Schon nach wenigen Zügen beginnen alle am Tisch, die gespielten Karten genau zu beobachten. Da stets die höchste Karte einer Farbe ausgespielt werden muss, liefern selbst kleine Aktionen wertvolle Hinweise. Wird beispielsweise eine blaue 5 gespielt, wissen alle sofort, dass sich keine höhere blaue Karte mehr auf dieser Hand befindet. Wer solche Informationen konsequent sammelt und kombiniert, kann die Möglichkeiten der Mitspielenden präzise eingrenzen.

Dadurch entsteht eine Mischung aus Deduktion, Bluff und Risikomanagement. Soll ich eine Karte anfordern, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin? Ist die Person gegenüber tatsächlich handlungsunfähig oder blufft sie nur geschickt? Gerade diese Momente sorgen immer wieder für Spannung und Diskussionen am Tisch.

Zusätzliche Würze bringen die Doppelfarbkarten ins Spiel. Sie zählen für zwei Farben gleichzeitig und verändern beim Ausspielen sofort die aktuelle Farbe. Pläne, die eben noch wasserdicht wirkten, können dadurch innerhalb weniger Sekunden zusammenbrechen. Das sorgt regelmäßig für überraschende Wendungen und einige schadenfrohe Kommentare in der Runde.

Besonders gelungen ist dabei, wie eng Informationen und Risiko miteinander verknüpft sind. Wer zu früh glaubt, die Situation durchschaut zu haben, fliegt schnell selbst aus der Runde. Gleichzeitig belohnt Jusayo aufmerksame Spielerinnen und Spieler, die sich merken können, welche Farben und Werte bereits sichtbar geworden sind.

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Fragen und Antworten

Wie lange dauert eine Partie Jusayo?

Eine Partie dauert meist etwa 15 Minuten. Durch die schnellen Runden und häufiges Ausscheiden entsteht kaum Leerlauf.

Für wen eignet sich das Kartenspiel?

Jusayo richtet sich an drei bis fünf Personen ab acht Jahren, die Freude an Deduktion, Bluffelementen und direkter Interaktion haben.

Was ist die Besonderheit des Spielmaterials?

Das Farbrad wird zu Beginn jeder Partie neu zusammengesetzt. Außerdem dient das Unterteil der Spielschachtel während des Spiels als Zugmarker und wird ständig weitergereicht.

Mein Fazit nach vielen Testrunden

Jusayo schafft es, Spannung in ein kleines Kartenspiel zu stecken. Hinter den einfachen Grundregeln verbirgt sich ein Deduktionsspiel, bei dem jede Information wertvoll ist und jede Entscheidung Konsequenzen hat. Besonders die Kombination aus Bluffen, Beobachten und gezielten Herausforderungen sorgt für eine hohe Interaktion am Tisch.

Die Spielereliminierung kann zwar dazu führen, dass einzelne Personen kurz auf die nächste Runde warten müssen. Dank der kompakten Spielzeit fällt dieser Nachteil jedoch kaum ins Gewicht. Wer Spaß daran hat, Mitspielende zu lesen, Risiken abzuwägen und gelegentlich einen mutigen Bluff zu wagen, findet hier ein cooles Kartenspiel für zwischendurch. Vorsicht beim Spiel mit Kindern: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir Erwachsenen deutlich schneller als die Jüngerem unsere spielentscheidenden Schlüsse ziehen konnten. Das kann für die Junioren durchaus frustrierend sein, schnell aus einer Runde zu fliegen.

Pro & Contra

Was mir gut gefällt:

  • Schnell erklärt und zügig gespielt
  • Clevere Verbindung aus Deduktion und Bluff
  • Jede Aktion liefert wertvolle Informationen

Was ich weniger mag:

  • Wer das Spiel nicht durchschaut, bleibt meist auf der Verliererstraße.
  • Starthände können den Einstieg in eine Runde beeinflussen

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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My Park

In My Park geht es ums geschickte Planen: In diesem kompakten Drafting-Spiel baut ihr aus neun Karten euren eigenen Park auf und versucht dabei, möglichst viele Punkte zu sammeln.

My Park

My Park – darum geht es:

In My Park baut ihr euren eigenen Vergnügungspark – mit Achterbahnen, Restaurants und Karussells. Das klingt zunächst nach einem klassischen Aufbau-Spiel, tatsächlich steckt aber ein Drafting-Spiel dahinter, bei dem ihr Runde für Runde entscheiden müsst, welche Attraktion in euren Park kommt – und welche ihr lieber an die Konkurrenz weiterreicht. 

Das Ziel ist einfach: Nach neun Runden soll euer Park möglichst viele Punkte einbringen. Der Weg dorthin ist allerdings gar nicht so trivial.

Karten draften und Park bauen

My Park gehört zu den Drafting-Spielen. Alle Spieler starten mit zehn Handkarten und wählen in jeder Runde gleichzeitig eine davon aus. Die restlichen Karten werden anschließend an den linken Nachbarn weitergereicht. So wandert der Kartenstapel Runde für Runde über den Tisch, bis jeder Spieler insgesamt neun Karten in seinem Park verbaut hat. 

Die gewählte Karte muss bezahlt und anschließend im eigenen Park ausgelegt werden. Das klingt simpel, doch gleich mehrere Regeln bestimmen, wo eine Karte überhaupt platziert werden darf.

Strenge Bauvorschriften

Zunächst einmal muss euer Park am Ende eine ganz bestimmte Form haben. Diese wird durch eine Projektplankarte vorgegeben und gilt für alle Spielenden gleichermaßen.

Hinzu kommt eine zentrale Regel: Die Zahlenwerte der Karten müssen im Park von oben links nach unten rechts aufsteigend angeordnet sein. Gleichzeitig darf jede Zahl nur einmal im Park vorkommen. 

Dadurch entsteht ein kleines Puzzle. Oft passt eine Karte zwar gut zu den Wertungen, lässt sich aber nur schwer sinnvoll im eigenen Park unterbringen.

Zusätzlich gilt: Neue Karten müssen immer an eine bereits liegende Karte angrenzen. Wer hier zu früh eine ungünstige Position wählt, kann sich später selbst blockieren.

Geld ist knapp

Zu Beginn erhält jeder Spieler 15 Münzen – und damit muss man über die gesamte Partie auskommen. Neue Einnahmequellen gibt es nicht. 

Das bedeutet: Jede Entscheidung hat Konsequenzen. Teure Karten können starke Effekte oder wertvolle Symbole bringen, gleichzeitig schmilzt das Budget aber schnell dahin. Wer zu großzügig bezahlt, muss später eventuell Karten verdeckt in den Park legen – und die bringen am Ende deutlich weniger Punkte.

  • MY PARK ist ein kleines Legespiel mit großen Attraktionen! Erbaue deinen eigenen Freizeitpark und punkte mit Weitsicht und guter Planung!
  • Ob aufregende Achterbahnen, coole Spielhallen oder verlockende Imbissbuden − versuche durch geschicktes Draften die perfekten Attraktionen für deinen Park zu kaufen. Aber das Geld ist begrenzt!
  • Wer sich beim Platzieren nicht an den Projektplan und die Reihenfolge hält, muss mit Einbußen rechnen. Schließlich will sich niemand in einem Park vergnügen, der nur zur Hälfte fertig gebaut ist!
  • Anzahl der Spieler: 2-5. Spieldauer: ca. 15 Minuten. Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren.
  • Aus dem Hause GAME FACTORY - SPIELE FÜR FAMILY & FRIENDS.

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Wertungen sorgen für Abwechslung

Für Punkte sorgen zwei Ebenen: Standard-Wertungen gibt es in jeder Partie. Sie belohnen etwa Tickets, verschiedene Symbole oder übrig gebliebenes Geld.

Dazu kommt eine variable Wertungskarte, die jedes Spiel verändert. Mal geht es darum, möglichst lange Zahlenreihen zu bilden, mal um Gruppen gleichfarbiger Karten oder bestimmte Farbkombinationen.

Wer möchte, kann zusätzlich noch Bonuskarten ins Spiel bringen, die weitere Ziele oder kleine Überraschungseffekte hinzufügen. Dadurch fühlt sich jede Partie etwas anders an.

Shop-Aktionen

Einige Parkkarten zeigen ein Shop-Symbol. Wird eine solche Karte platziert, löst sie eine besondere Aktion aus. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ihr Karten tauscht, eine zusätzliche Karte ausspielt oder sogar Karten mit Mitspielern austauscht. Solche Effekte können den eigenen Park noch einmal ordentlich durcheinanderwirbeln – oder plötzlich neue Chancen eröffnen.

My park: Fazit und Wertung

My Park ist eines dieser Spiele, die zunächst unscheinbar wirken, aber schnell zeigen, wie viel Taktik in ihnen steckt. Das Drafting sorgt für einen flotten Spielfluss, während die strengen Platzierungsregeln und das knappe Budget immer wieder für knifflige Entscheidungen sorgen. Wer gern kleine Optimierungspuzzles löst und dabei auch im Blick behält, welche Karten bei den Mitspielern landen könnten, bekommt hier ein überraschend anspruchsvolles Kartenspiel. Dank kurzer Spielzeit und kompakter Schachtel eignet sich My Park zudem hervorragend als Spiel für zwischendurch oder für unterwegs.

My Park funktioniert übrigens auch hervorragend zu zweit. Gerade in dieser Besetzung wird das Drafting besonders taktisch, weil die wenigen Karten immer wieder zwischen beiden Spielern hin- und herwandern. So entsteht ein spannendes Abwägen: Greife ich jetzt zu oder hoffe ich darauf, dass die Karte noch einmal zurückkommt? Ein genauer Blick auf das Tableau des Gegenübers verrät dabei oft, auf welche Karten diese Person noch spekuliert – oder welche sie aufgrund der Platzierungsregeln gar nicht mehr sinnvoll anlegen kann. Dadurch entstehen immer wieder kleine taktische Vorteile, aber auch reizvolle Dilemmata, bei denen man Runde für Runde um die beste Kartenwahl ringt.

My Park ist ein frisches, kompaktes Drafting-Kartenspiel mit klaren Regeln und kurze, spannende Partien. Gerne auch für unterwegs!


My Park – auf einen Blick

Title

My Park überrascht als cleveres Drafting-Puzzle im Taschenformat, das mit einfachen Regeln startet, aber schnell zeigt, wie viel Planung und Timing in nur neun Karten stecken können.

Autor: Eugeni Castaño | 2025 | Game Factory | 2 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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