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Die Suche nach UFOs: Dritter Teil der Deduktionsreihe

04. September 2026 um 12:37
Die Suche nach UFOs: Dritter Teil der Deduktionsreihe

Schwerkraft-Verlag veröffentlicht mit „Die Suche nach UFOs“ die deutsche Ausgabe von „The Search for UAPs“ (2024), dem dritten Spiel der Deduktionsreihe nach „Die Suche nach Planet X“ (2020) und „Die Suche nach der Verschollenen Spezies“ (2023). Das Spiel erscheint Mitte September 2026, bis zum 4. September gibt es laut Verlag noch einen Vorbestellrabatt (40 statt 50 Euro).

Anders als die beiden Vorgänger, die von Matthew O’Malley und Ben Rosset stammen, zeichnet für „Die Suche nach UFOs“ Ted Alspach verantwortlich. Gespielt wird erneut im Observatorium-Setting: Auf einem rotierenden Spielbrett verschieben sich die Nachbarschaften der gesuchten Himmelsobjekte im Laufe der Partie, deren Anzahl zum Teil unbekannt bleibt. 27 Quadranten-Modifikationsmarker sorgen laut Verlag für unterschiedliche Ausgangssituationen von Partie zu Partie.

Spielerzahl, Alter und Komplexität

Für die deutsche Ausgabe nennt Schwerkraft 1 bis 5 Spielende ab 12 Jahren und 45 bis 90 Minuten Spielzeit, der BGG-Eintrag zur Originalausgabe weicht mit ab 14 Jahren und 45 bis 60 Minuten davon ab. Neu in der Reihe ist die Fünf-Spieler-Option, die beiden Vorgänger liefen nur zu viert. Mit einer BGG-Gewichtung von 3,13 liegt „Die Suche nach UFOs“ auch spürbar über „Die Suche nach Planet X“ (2,43) und „Die Suche nach der Verschollenen Spezies“ (2,95), vor allem durch das rotierende Spielbrett und die teils unbekannten Objektmengen.

Ein Solo-Modus ist vorhanden. Statt eines Papier-Notizblocks nutzen die Spielenden nun eine abwaschbare Tafel mit Wet-Erase-Stiften. Trotz des Namens geht es laut Verlag nicht um klassische fliegende Untertassen, sondern um bislang unerklärte Luftraumphänomene im weiteren Sinn.

Nacht der Entscheidung

Von: ferengi
30. August 2026 um 06:55

Wer ist ein Spion?

Die Nacht der Entscheidung spielt in der Welt des Deduktionsspiels „Der Widerstand“, ist aber eine sehr kurze und schnelle Variante mit nur einer Runde und insgesamt unter 15 Minuten Spieldauer. Ted Alspach, der insbesondere durch die Werwölfe bekannt ist, hat bekannte Spielprinzipien in die Welt der Widerstandskämpfer und Spione transformiert.

Die Rollen bestehen immer aus 3 Spionen und soviel Wiederstandskämpfer wie Mitspieler. Jeder Spieler bekommt hiervon zufällig eine Rolle, drei Rollen liegen in der Mitte des Tisches in dem Hauptquartier. Theoretisch können also auch alle drei Spione nicht mitspielen. Ziel ist es nun, zum Spielende einen Spion zu enttarnen.

Zusätzlich zur Rolle erhält jeder Spieler noch ein Spezialistenkarte. Rolle und Spezialistenkarte gucken sich die Spieler einmalig zu Beginn des Spiels an und legen die Karten gut erreichbar für alle vor sich ab. Und nun schließen alle ihre Augen und der Anführer leitet durch die Nacht …

Drei unbekannte Rollen im Hauptquartier und drum herum die passenden Marker zu den Spezialistenkarten, die im Spiel sind.

Was man als Spielerklärer und erster Anführer nicht vergessen darf zu erwähnen: Zu Beginn dürfen die Spionen nun die Augen öffnen und somit erfahren, wer in ihrem Team sind. Danach wird beginnend mit dem Anführer dieser die Augen öffnen und seine Aktion der Spezialistenkarte ausführen. Dieses kann z.B. sein, dass er die Rollenkarten von zwei Spielern tauscht oder sich eine Rollenkarte oder Spezialistenkarte eines Spielers ansieht. Danach sagt er „Auftrag abgeschlossen“, schließt die Augen und der nächste Spieler ist dran.

Sind alle durch beginnt, beginnt die Tagphase und alle öffnen die Augen. Nun nimmt sich der Anführer und danach die weitern Spieler jeder ein Spezialistenmarker aus der Tischmitte. Dieses kann ein Marker sein, der mit seiner Karte Spezialistenkarte übereinstimmend ist, aber auch ein anderer. Danach beginnt die Diskussion. Denn mit der Behauptung, eine bestimmte Spezialistenfähigkeit zu haben, sollte man Informationen über die Spione haben.

Ein Widerstandskämpfer und zwei Spione waren im Hauptquartier und somit nicht im Spiel

Fazit:

Nachdem zum Spielende alle abstimmen, haben die Widerständskämpfer gewonnen, wenn ein Spion gefunden wird. Eine clevere Idee ist dann hierbei, dass in der Nachtphase durch den Einsatz einer Spezialistenfähigkeit, die Rollenkarten untereinander oder mit der Auslage im Hauptquartier getauscht werden können. Mit 11 Spezialistenfähigkeiten, die beliebig kombiniert werden können, ergeben sich immer wieder neue Situationen.

Mit der kurzen Spieldauer hatten wir in unserer Fünferrunde erstaunlich viel Spaß. Das werden wir sicher wieder spielen.

Stubenscore: 7,3 / 10


NACHT DER ENTSCHEIDUNG
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Brettspiel (getestet)

Klassiker, Debüt, Neuauflage: Das NSV-Neuheitentrio im Herbst

18. August 2026 um 16:45

Klassiker, Debüt, Neuauflage: Das NSV-Neuheitentrio im Herbst

Mit drei Herbstneuheiten zeigt NSV in den kommenden Wochen die ganze Bandbreite seines Würfelspiel-Programms: QWIXX EXPRESS bringt den Verlagsklassiker als temporeiches Duell auf den Tisch, LIGHTNING CITY: TOKYO markiert das Debüt von Autor Jannik Auth und verbindet Stadtbau mit Risiko, und SPLITTER² kehrt zur SPIEL in Essen als erweiterte Neuauflage mit vier Spielvarianten zurück.

Bei den drei Titeln ist für jede Art von Spielerunde und Erfahrungsstufe etwas dabei: ein schnelles Zwei-Personen-Duell, ein taktikgeprägtes Roll & Write und ein kompaktes Würfelspiel für große Runden. Damit erweitert NSV sein Programm gezielt um Titel, die leicht zugänglich sind und zugleich auf verschiedene Arten Abwechslung bieten.

Alle einsteigen in den Qwixx-Express!

Auch nach fast 15 Jahren gehen unserem Autor Steffen Benndorf die Ideen für Qwixx nicht aus. Das neue Grundspiel QWIXX EXPRESS schließt eine Lücke im sehr beliebten Subgenre der Zwei-Personen-Spiele.

Der neue Aufbau bringt frischen Schwung in den bekannten Roll-&-Write-Mechanismus, bleibt vom Spielgefühl her aber klar seinen Wurzeln treu. In dieser Duell-Variante spielen beide Personen gleichzeitig mit einem eigenem Würfelset. Wer mit dem Ergebnis zufrieden ist, stoppt die Runde. Die andere Person darf weiterwürfeln, riskiert dabei aber Minuspunkte. So entsteht ein direkter Wettlauf, der den schnellen Einstieg ins Spiel mit spürbar mehr Tempo und Druck verbindet.

Wolkenkratzer bauen im fernen Japan

Mit unserer zweiten Neuheit LIGHTNING CITY: TOKYO veröffentlichen wir das Spieledebüt des jungen Autors Jannik Auth. Es entführt die Spielenden ins ferne Japan. Die Metropole Tokio bildet den idealen Rahmen für ein strategisches Würfelspiel, bei dem Planung und Risiko eng miteinander verbunden sind. Im Laufe des Spiels baut man rundenweise neue Hochhäuser. Die vier Farbwürfel im Spiel stehen dabei für verschiedene Geschäfte, die in die Hochhäuser einziehen. Wer die Räume so geschickt platziert, dass sie die Regeln auf den Wertungskarten bestmöglich erfüllen, sammelt Punkte. Darüber hinaus verfolgt jede Person einen individuellen Auftrag, der ihr weitere Punkte bescheren kann.

Das alles ist aber nur eine Seite der Medaille. Nach jeder Wertung folgt eine Gewitterphase, in der sich nach und nach ein Unwetter über der Stadt aufbaut. Schlägt der Blitz in ein ungeschütztes Gebäude ein, wird es zur wertlosen Ruine.

LIGHTNING CITY: TOKYO passt ideal in die EXTRA-Kategorie, die wir Anfang des Jahres neu definiert haben. Seine Mischung aus Glück, Taktik und Risiko richtet sich besonders an geübte Spielefans. Jede Partie verläuft aufgrund der vielfältigen Wertungs- und Auftragskarten anders. Der Wiederspielwert ist dadurch sehr hoch.

Splitter² = Splitter in vier Versionen

Als drittes bringt NSV mit SPLITTER² eine umfassend überarbeitete Neuauflage des Würfelspiels von Stefan Nikolic heraus. Neben der ursprünglichen Version enthält die zweite Edition nicht weniger als drei neue Varianten. Das Grundprinzip ist bei allen gleich: Die gewürfelten Zahlen werden symmetrisch auf dem Spielblock eingetragen, während Ketten aus gleichen benachbarten Zahlen Punkte bringen.

Darauf aufbauend bringt jede Variante eine eigene Herausforderung ins Spiel. Variante B verlangt durch eingezeichnete Wände stärkeres räumliches Denken, Variante C belohnt exakt passende Zahlen in zusätzlichen Regionen, und Variante D hat sogar eine kooperative Komponente. Mit Hilfe von Papierfliegern schickt man seinen Spielnachbarn Zahlen zu – zumindest imaginär.

Durch die Variationen gewinnt das Spiel deutlich an Abwechslung, bleibt aber schnell zugänglich. Das macht SPLITTER² mehr denn je zu einem guten Tipp für große Spielegruppen, denn wie bisher können bis zu 12 Personen an einer Runde teilnehmen.

QWIXX EXPRESS ist für 2 Personen ab 8 Jahren geeignet und dauert etwa 15 Minuten. LIGHTNING CITY: TOKYO eignet sich für 1-12 Personen ab 10 Jahren und dauert etwa 30 Minuten. SPLITTER² ist für 1-12 Personen ab 8 Jahren geeignet und dauert etwa 15 Minuten.

QWIXX EXPRESS (und die passenden Ersatzblöcke) sowie LIGHTNING CITY: TOKYO sind ab Anfang September im Handel erhältlich, SPLITTER² folgt Ende Oktober. Alle drei Spiele können auf der SPIEL in Essen vom 22. bis 25. Oktober ausprobiert werden. NSV wird dort in Halle 6 an Stand B410 vertreten sein.

Agent Undercover

Von: ferengi
17. August 2026 um 08:45

Wo bin ich?

Komplexe Deduktionsspiele wie Blood on the Bloodtower haben eine Einsteigerproblem. Die Regeln sind schnell erklärt, aber die Rollen und Beziehungen untereinander erschließen sich erst nach ein paar Spielen. Auch dieses Agentenspiel hat prinzipiell diese Hürde.

Dabei sind die Regeln sehr simpel: Das Spiel besteht aus 25 Kartensets mit Rollen in einer Location. Ein Set wird ausgewählt, so dass niemand den Ort sieht. Nun werden die Rollen verteilt und jeder sieht, wo er sich befindet und was er dort macht. Auch hat jeder Spieler eine Übersichtskarte, welche 25 Orte es gibt.

Nun stellt der Startspieler jemanden eine Frage wie „Welche Art Kleidung trägst Du hier meistens?“. Die Frage bekam ich gleich in meinem ersten Spiel und auf meiner Karte stand gar kein Ort, sondern dass ich der gesuchte Agent bin. Aber wo sind wir alle und was zieht man hier an? Sind wir im U-Boot, in der Polarstation, im Kaufhaus ??? Also weicht man aus mit „eine dem Ort angemessene Kleidung“. Puh, nun bin ich sicher verdächtig, denn das war ja keine Antwort. Aber antwortet man zu konkret, dann weiß der Agent ja wo wir sind.

Uups, wo sind wir denn? Bei den anderen steht auf der Karte ein Ort und eine Rolle.

Nun nun bin ich Fragesteller und und frage jemand anderes, wann er denn heute aufgestanden ist. Macht die Frage zu dem Ort Sinn? Welche Frage kann man sonst stellen, wenn man nicht weiß wo man ist?

Beendet ist das Spiel, wenn der Agent auflöst und sagt wo wir alle sind. Gewinnen kann er auch, wenn er in einer Abstimmung einstimmig überführt wurde und erst dann den Ort sagt. Oder wie in meinem ersten Spiel mit etwas Glück: Ein anderer Spieler war noch verdächtiger und nach einiger Zeit haben wir ihn einstimmig überführt. Dumm nur für die anderen, dass ich es war. Und dann erfuhr ich auch, dass wir im Casino sind.

Als Professor in einer Universität fragte ich meinen Hauptverdächtigen, wieviele Orte dieser Art es noch in Hamburg gibt. Er dachte, dass wir im Restaurant sind und antwortete mehrere hundert. Und dann war er schnell enttarnt.
Die Übersichtskarte ist gut, denn eine der Karten mit einer Rolle zu dem Ort haben die Spieler. Aber wer da draufguckt, ist verdächtig.

Fazit:

Vor dem ersten Spiel muss jeder sich die Zeit bekommen und die 25 Orte ansehen. Denn wenn jemand im Spiel immer auf die Ortskarte guckt, ist dies sehr verdächtig. Auch benötigt die Fragestellung und Antwort Übung. Denn wenn aus Frage oder Antwort zu viele Hinweise hervorgehen, dann weiß der Agent schnell wo wir sind. So fragte einer, wie groß sein Team wäre und es gab die Antwort, dass er mit seinem Rang ein kleines Team führt. Und so vermutete ich, dass wir wohl in der Militärbasis sind.

Man muss solche Spiele mögen und geschickte Fragen stellen und beantworten können. Ich liebe solche Spiele, da es immer zu besonderen Momenten kommt und man im Nachgang über Situationen im Spiel spricht. 5-6 Spieler sollten schon dabei sein. Die Spielzeit kann man auch einschränken, indem man einen Timer auf 10 Minuten stellt. Ich war zufälligerweise häufiger Agent und habe dann immer etwas länger bei meinen Fragen überlegt, da die Uhr ja für mich tickt. Hat keiner gemerkt. Ich freue mich auf die nächste Runde.

Stubenscore: 7,7 / 10


AGENT UNDERCOVER
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Brettspiel (getestet)

Feed the Kraken

Von: ferengi
31. Juli 2026 um 08:04

Auf zum Kraken

Das Trio Maikel Cheney, Dr. Hans Joachim Höh und Tobias Immich gründeten vor ein paar Jahren den Verlag Spiel Instabil und haben dann über eine Kickstarter-Kampagne 200.000 € gesammelt, um Feed the Kranken zu finanzieren. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Das Spiel ist ein echtes Highlight auf dem Markt der Deduktionsspiele.

Nachdem alle Spieler ihre Rolle in einem kleinen Beutel erhalten haben, machen wir uns auf dem Weg zum Schiff. Einige Spieler sind loyale Segler und wollen königliche Güter zum Ziel über das Meer führen. Es gibt aber auch eine kleinere Gruppe Piraten, die eine andere Küste als Ziel haben. Nur diese kennen sich untereinander. Hinzu kommt noch ein verrückter Anführer eines Krakenkultes aus dem Cthulhu-Universum, der das Schiff lieber dem Krakengott opfern möchte.

Startaufstellung
Jeder Spieler hat unabhängig von seiner Fraktion auch eine Sonderkarte mit einer Rolle, die er einmalig im Spiel einsetzen kann.

In jeder Runde sucht sich nun der Kapitän sein Navigationsteam zusammen. Hierzu bestimmt er den Lieutenant und Steuermann. Nun können alle Spieler meutern, indem sie in einer verschlossenen Hand 0 bis 3 ihrer Pistolen in die Mitte halten. Nun Öffnen alle ihre Hand und es wird gezählt, ob die Mindestanzahl für die Meuterei erreicht wurde. Dann wird ein neuer Kapitän bestimmt und erneut gemeutert, bis dann irgendwann nicht mehr genug unbenutzte Pistolen im Umlauf sind oder alle mehrheitlich mit dem Navigationsteam einverstanden sind.

Nun steuert das Navigationsteam das Schiff Richtung Zielbereiche. Hierzu ziehen Kapitän und Lieutenant jeweils zwei Navigationskarten und legen eine in das Logbuch. Der Navigator sucht eine davon aus und entscheidet damit, wohin gesegelt wird: Nach Westen zur Pirateninsel, nach Osten in den Hafen der loyalen Segler oder Richtung Norden zum Krakengott.

Schönes Material: In dem Kaptain’s Logbuch werden die Navigationskarten reingelegt: Der Captain zieht zwei, legt eine rein. Dann macht dies der Lieutenant auch. Anschließend liegen dann zwei Karten in der Box und der Navigator entscheidet, wohin gesegelt wird.

Die Spieler können nun untereinander diskutieren, wem sie aus dem Navigationsteam welche Fraktion zuordnen. Warum hat jemand gemeutert, oder warum fährt das Schiff Richtung Krakengott oder zur Pirateninsel? Wer aus dem Navigationsteam hatte welche Karten zur Auswahl und hat warum welche in das Kapitän’s Logbuch gelegt. Wer aus dem Team lügt vielleicht?

Das Schiff fährt richtig Kraken …
Erstes spiel und gleich der Anführer des Krakenkultes. Und obwohl ich den Kapitän zwischendurch mal auf meine Seite gezogen habe, waren die loyalen Segler schneller im Ziel.

Fazit:

Ich mag Soziale Dedkutionsspiele wie Blood on the Clocktower und fand die Optik im Cthulhu-Universium schon immer faszinierend. Bis zu 11 Personen können die Bootsfahrt antreten, in der maximalen Spieleranzahl hat der Anführer des Krakenkults sogar noch einen Gehilfen. Auch haben die Entwickler nette Gimmicks eingebaut, indem es bei der Reise Richtung Norden zum Krakengott von einem Kartenstapel eine Bonusaktion gibt, mit der z.B. der Anführer des Krakenkults einen Spieler auf seine Seite ziehen kann. Gerade in großen Runden ist das Spiel ein Erlebnis, da neben den beiden großen Fraktionen und dem Kultist besondere Momente entstehen. Ich bin bei der nächsten Runde wieder dabei.

Stubenscore: 8,3 / 10


FEED THE KRAKEN

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Brettspiel (getestet)

Jusayo

Woojin Yang
Korea Boardgames
3-5
8+ Jahre
15 Min.
Unsere Wertung:
Jusayo hat mich überrascht: Nach wenigen Zügen beginnt das eigentliche Spiel im Kopf. Wer aufmerksam beobachtet, Informationen kombiniert und den richtigen Zeitpunkt für eine Herausforderung erwischt, kann die Mitspielenden regelrecht vorführen. Für mich ist Jusayo ein cleveres kleines Kartenspiel, das deutlich mehr Spannung bietet, als man der kompakten Schachtel zunächst zutraut.

Darum geht’s beim Brettspiel Jusayo

Mit Jusayo bringt Autor Woojin Yang gemeinsam mit Korea Boardgames ein kleines Kartenspiel auf den Tisch: Drei bis fünf Personen versuchen, ihre Mitspielenden durch geschickte Anfragen und gewagte Herausforderungen aus der Runde zu werfen. Das Besondere: Eigene Karten auszuspielen ist meist eher ein Nachteil. Stattdessen möchten wir andere dazu bringen, ihre Karten offenzulegen und dabei wertvolle Informationen preiszugeben. Wer als Erste oder Erster zwei Runden übersteht, gewinnt die Partie.

Aufbau und Spielablauf

Im Mittelpunkt steht ein Farbrad, auf dem eine kleine Holzfigur die aktuell aktive Farbe anzeigt. Besonders originell: Das Unterteil der Spielschachtel wird während der Partie ständig weitergereicht und zeigt immer, wer gerade an der Reihe ist. Man hat die Wahl zwischen drei Aktionen: eine passende Karte ausspielen, von einer Person mit dem Ruf „Jusayo“ eine Karte verlangen oder jemanden mit „Bet you can’t“ herausfordern. Klingt simpel – entwickelt aber eine spannende Dynamik.

Tischnachbarin verlangt eine passende Handkarte von mir. Ich spiele pink, muss aber die Karte mit dem höchsten Wert in die Schachtel legen.

Mix aus Deduktion, Bluff und Risiko

Schon nach wenigen Zügen beginnen alle am Tisch, die gespielten Karten genau zu beobachten. Da stets die höchste Karte einer Farbe ausgespielt werden muss, liefern selbst kleine Aktionen wertvolle Hinweise. Wird beispielsweise eine blaue 5 gespielt, wissen alle sofort, dass sich keine höhere blaue Karte mehr auf dieser Hand befindet. Wer solche Informationen konsequent sammelt und kombiniert, kann die Möglichkeiten der Mitspielenden präzise eingrenzen.

Dadurch entsteht eine Mischung aus Deduktion, Bluff und Risikomanagement. Soll ich eine Karte anfordern, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin? Ist die Person gegenüber tatsächlich handlungsunfähig oder blufft sie nur geschickt? Gerade diese Momente sorgen immer wieder für Spannung und Diskussionen am Tisch.

Zusätzliche Würze bringen die Doppelfarbkarten ins Spiel. Sie zählen für zwei Farben gleichzeitig und verändern beim Ausspielen sofort die aktuelle Farbe. Pläne, die eben noch wasserdicht wirkten, können dadurch innerhalb weniger Sekunden zusammenbrechen. Das sorgt regelmäßig für überraschende Wendungen und einige schadenfrohe Kommentare in der Runde.

Besonders gelungen ist dabei, wie eng Informationen und Risiko miteinander verknüpft sind. Wer zu früh glaubt, die Situation durchschaut zu haben, fliegt schnell selbst aus der Runde. Gleichzeitig belohnt Jusayo aufmerksame Spielerinnen und Spieler, die sich merken können, welche Farben und Werte bereits sichtbar geworden sind.

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Fragen und Antworten

Wie lange dauert eine Partie Jusayo?

Eine Partie dauert meist etwa 15 Minuten. Durch die schnellen Runden und häufiges Ausscheiden entsteht kaum Leerlauf.

Für wen eignet sich das Kartenspiel?

Jusayo richtet sich an drei bis fünf Personen ab acht Jahren, die Freude an Deduktion, Bluffelementen und direkter Interaktion haben.

Was ist die Besonderheit des Spielmaterials?

Das Farbrad wird zu Beginn jeder Partie neu zusammengesetzt. Außerdem dient das Unterteil der Spielschachtel während des Spiels als Zugmarker und wird ständig weitergereicht.

Mein Fazit nach vielen Testrunden

Jusayo schafft es, Spannung in ein kleines Kartenspiel zu stecken. Hinter den einfachen Grundregeln verbirgt sich ein Deduktionsspiel, bei dem jede Information wertvoll ist und jede Entscheidung Konsequenzen hat. Besonders die Kombination aus Bluffen, Beobachten und gezielten Herausforderungen sorgt für eine hohe Interaktion am Tisch.

Die Spielereliminierung kann zwar dazu führen, dass einzelne Personen kurz auf die nächste Runde warten müssen. Dank der kompakten Spielzeit fällt dieser Nachteil jedoch kaum ins Gewicht. Wer Spaß daran hat, Mitspielende zu lesen, Risiken abzuwägen und gelegentlich einen mutigen Bluff zu wagen, findet hier ein cooles Kartenspiel für zwischendurch. Vorsicht beim Spiel mit Kindern: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir Erwachsenen deutlich schneller als die Jüngerem unsere spielentscheidenden Schlüsse ziehen konnten. Das kann für die Junioren durchaus frustrierend sein, schnell aus einer Runde zu fliegen.

Pro & Contra

Was mir gut gefällt:

  • Schnell erklärt und zügig gespielt
  • Clevere Verbindung aus Deduktion und Bluff
  • Jede Aktion liefert wertvolle Informationen

Was ich weniger mag:

  • Wer das Spiel nicht durchschaut, bleibt meist auf der Verliererstraße.
  • Starthände können den Einstieg in eine Runde beeinflussen

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

Der Beitrag Jusayo erschien zuerst auf .

Got Five

15. Juli 2026 um 02:33

„Das Spiel war in Dortmund DER Renner“, so wurde mir das Rezensionsexemplar von Axel feierlich überreicht. Naja, eigentlich feierlich vor die Türe gelegt, aber das ist eine andere Geschichte. Und…

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Verflixt verzaubert – Spielkritik

Von: Paddy
29. Juni 2026 um 07:27
Verflixt verzaubert

In diesem Kinderspiel fühlt man sich ähnlich wie dazumal bei Scotland Yard. Doch hier spielen die Zauberschüler gegen einen Dieb, den man erst einmal entlarven muss. Verflixt verzaubert ist ein vielseitiges Deduktionsspiel mit Charme. Bis zu drei Zauberschüler treten gegen

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Pick a Pic: NSV präsentiert kooperatives Deduktionsspiel für Klein und Groß

03. Juni 2026 um 16:52

Pick a Pic: NSV präsentiert kooperatives Deduktionsspiel für Klein & Groß

Mit PICK A PIC veröffentlicht NSV im Juni ein neues kooperatives Deduktionsspiel. Ein Team muss gemeinsam aus fünf detailreichen Bildkarten die gesuchte finden – ausschließlich mithilfe ausgewürfelter Hinweise. Der Titel basiert auf der Spielidee des früheren NSV-Kinderspiels INSPEKTOR NASE und interpretiert dessen Kernmechanik nun als Familienspiel für ein breiteres Publikum neu.

Vom Kinderspiel zur modernen Familienspiel-Neuinterpretation

Unter dem Label KIDDYS brachte NSV ab 2018 eine Reihe von Kinderspielen auf den Markt. Kindgerechte und pädagogisch wertvolle Mechaniken sollten mit der NSV-typischen Kompaktheit verbunden werden. Einer der Titel war INSPEKTOR NASE, entwickelt von Reinhard Staupe. Obwohl sich das Label am Ende nicht etablieren konnte und mittlerweile eingestellt ist, erkannte NSV in diesem Spielprinzip deutliches Potenzial über den Kinderspielbereich hinaus. Ein Platz auf der Empfehlungsliste zum Kinderspiel des Jahres 2021 unterstrich zusätzlich die Qualität der zugrunde liegenden Idee.

Mit PICK A PIC überführt NSV diese Mechanik nun in ein Familienspiel. Ziel ist es weiterhin, in fünf Runden gemeinsam möglichst viele Punkte zu erzielen. In jeder Runde liegen fünf Bildkarten aus, von denen eine gesucht wird. Eine Person ist „im Bilde“, was die richtige Karte angeht, und versucht, das Team auf die richtige Spur zu bringen. Das einzige erlaubte Mittel sind zufällig gewürfelte Symbole. Für jede Karte, die das Team erfolgreich ausschließt, gibt es einen Punkt. Im Idealfall ist am Ende der Runde nur die gesuchte Karte übrig.

Assoziativ, kommunikativ und mit hohem Wiederspielreiz

Mit seinem bildbasierten Deduktionsansatz spricht PICK A PIC alle Spielgruppen an, die kommunikative und assoziative Spielerlebnisse schätzen. Das vollständig neu gestaltete Artwork ist im Vergleich zu vorher wesentlich detailreicher. Jede Karte hat so mehr Spielraum zum Interpretieren. Das macht das Deuten für beide Seiten spannender; sowohl für den, der die Hinweise gibt, als auch für das Team, das raten muss. Eine zusätzliche Spielvariante erhöht darüber hinaus die Herausforderung und steigert den Wiederspielreiz.

PICK A PIC von Reinhard Staupe, illustriert von Nicolas Bernard, ist für zwei bis fünf Personen ab acht Jahren geeignet und dauert etwa 20 Minuten pro Partie.

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