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Crowdfunding-Wochenschau KW 39: Naruto & Arcologies

21. September 2026 um 04:21
Crowdfunding-Wochenschau KW 39: Naruto & Arcologies

Die Crowdfunding-Wochenschau blickt auf die vergangenen sieben Tage vom 14. bis zum 21. September 2026 zurück. Auf Kickstarter und Gamefound sind mehrere neue Brettspiel-Kampagnen gestartet, von einer offiziellen Anime-Lizenz bis zu einem Eurogame-Wolkenkratzer. Bei der Spieleschmiede gab es in diesem Zeitraum keinen neuen Brettspiel-Start.

Naruto Shippuden Battle

Crowdfunding-Wochenschau KW 39: Naruto & Arcologies
This is a GAME / 2002MK-2007SP

Naruto Shippuden Battle ist laut Verlag das erste offizielle Brettspiel zur Anime-Reihe Naruto Shippuden. Zwei oder vier Personen stellen Teams aus Ninja-Miniaturen zusammen und tragen taktische Arenakämpfe aus. Karten steuern Bewegung, Angriff und Reaktionen und lassen sich zu Kombos verketten, und gespielt wird als direktes Duell oder im Zwei-gegen-zwei-Team. Eine Partie dauert rund 30 Minuten, empfohlen ab 10 Jahren.

Designer ist Philippe Ville. Verlag ist This is a GAME gemeinsam mit Don't Panic Games. Die Kampagne lief seit dem 15. September 2026 auf Gamefound mit einem Ziel von 35.000 Euro und stand am 21.09.2026 bei 875 Unterstützern und rund 194.000 Euro, umgerechnet 555 Prozent des Ziels. Zu einer deutschen Sprachversion äußert sich die Kampagnenseite bislang nicht.

Arcologies

Crowdfunding-Wochenschau KW 39: Naruto & Arcologies
Artwork Adrien Rives

Arcologies ist ein Städtebau-Strategiespiel von Alban Viard für ein bis vier Personen. Gebaut wird eine vertikale Stadt der Zukunft: Auf drehbaren Spieltableaus werden Wohnungen, Büros, Geschäfte und Grünflächen in einem Hochhaus organisiert, während die Planung der Aufzüge darüber entscheidet, wie zufrieden die Bewohner sind. Eine Partie dauert 60 bis 150 Minuten. Verlag ist AVStudioGames, und die Illustrationen stammen von Adrien Rives.

Die Kickstarter-Kampagne startete am 15. September 2026 mit einem Ziel von 29.000 Euro und stand am 21.09.2026 bei 387 Unterstützern und rund 30.175 Euro, also 104 Prozent. Sie läuft noch bis zum 7. Oktober 2026. Laut Kampagnenankündigung ist auch eine deutsche Fassung geplant.

DAVOS

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Marty.Games

DAVOS von Marty.Games schickt zwei bis acht Personen als Investmentgesellschaften in ein Verhandlungsspiel um wirtschaftlichen und politischen Einfluss. Unternehmen in Amerika, Europa, China und dem Globalen Süden werden übernommen, Parlamente beeinflusst und Institutionen unter Kontrolle gebracht, wahlweise auch kooperativ oder mit einer Dissidentenrolle gegen den Rest der Runde. Eine Partie dauert laut Verlag 60 Minuten, empfohlen ab 14 Jahren. Ein Designer wird auf der Kampagnenseite nicht genannt, und die Grafik stammt von Martijn Snelder.

Nach einer ersten Kickstarter-Auflage 2024, deren Lieferstatus die Kampagnenseite nicht nennt, läuft nun eine neue Kampagne auf Gamefound, gestartet am 15. September 2026 mit einem Ziel von 5.000 Euro. Am 21.09.2026 standen 237 Unterstützer und rund 16.153 Euro zu Buche, umgerechnet 323 Prozent. Die Kampagne endet am 8. Oktober 2026.

Chocolate Factory Remastered

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Alley Cat Games

Chocolate Factory Remastered legt das Effizienzspiel von Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert bei Alley Cat Games in einer überarbeiteten zweiten Edition auf. Über ein Förderband wird Kakao durch selbst gebaute Maschinen geschickt und Schritt für Schritt zu Schokolade verarbeitet, und neue Maschinenteile und Angestellte erweitern die eigene Fabrik. Die Neuauflage bringt zwei neue Erweiterungen mit, Wonder und Milk, dazu überarbeitete Illustrationen und vollfarbig bedrucktes Material. Gedacht ist das Spiel für ein bis vier Personen mit 45 bis 90 Minuten Spielzeit.

Die Kickstarter-Kampagne ist ein Staff Pick der Plattform, läuft seit dem 14. September 2026 mit einem Ziel von 12.500 Pfund und stand am 21.09.2026 bei 513 Unterstützern und rund 33.045 Pfund, also 264 Prozent. Sie endet am 8. Oktober 2026.

Perennial

Crowdfunding-Wochenschau KW 39: Naruto & Arcologies
Illustration Beth Sobel / Flatout Games

Perennial kommt vom Team hinter Cascadia und Calico bei Flatout Games, entworfen von Emily Vincent mit Illustrationen von Beth Sobel. Über vier Runden legen ein bis vier Personen Präriegärten aus Polyomino-Plättchen: Werkzeugkarten geben die Form vor, in der Pflanzen- und Tierplättchen gesammelt werden dürfen, bevor alle gleichzeitig ihren Garten bepflanzen. Punkte gibt es unter anderem für zusammenhängende Pflanzenflächen und passend platzierte Tiere, und dazu gibt es einen eigenen Solo-Modus. Eine Partie dauert 30 bis 45 Minuten.

Die Kickstarter-Kampagne ist ebenfalls ein Staff Pick, läuft seit dem 15. September 2026 mit einem Ziel von 8.000 US-Dollar und stand am 21.09.2026 bei 1.642 Unterstützern und rund 71.463 US-Dollar, umgerechnet 893 Prozent. Sie endet erst am 5. November 2026.

Die fünf Kampagnen dieser Woche zeigen zwei gegenläufige Strategien: Etablierte Studios wie Flatout Games und Alley Cat Games verlassen sich auf bekannte Marken und Remaster, während This is a GAME mit einer Lizenz und Alban Viard sowie Marty.Games mit eigenständigen Designs neues Terrain versuchen. Wie sich die hohen Startquoten bis zum jeweiligen Kampagnenende halten, bleibt abzuwarten.

Point Galaxy

02. Februar 2026 um 16:45

Point Galaxy

Mit Point Galaxy setzt die „Point“-Reihe von Alderac Entertainment Group und Flatout Games ihren Weg fort. Nach Punktesalat (2019) und Punktestadt (2023) führt der dritte Teil erstmals weg von bekannten Themen und hinein ins All. Das Grundprinzip des Draftings bleibt erhalten, wird aber um neue räumliche und planerische Aspekte erweitert.

Spielidee und Ziel

In Point Galaxy erschaffen bis zu fünf Spieler über 13 Runden hinweg ihre eigene Galaxie. Diese besteht aus Sonnen, Planeten, Monden, Asteroiden und Wurmlöchern. Ziel ist es, am Ende die meisten Punkte auf dem Wertungsblock zu sammeln. Die Regeln sind schnell erklärt, die Entscheidungen entstehen vor allem durch das Zusammenspiel der Karten.

Karten nehmen, Galaxien bauen

Wie gewohnt werden Karten aus einem offenen Markt gedraftet. Pro Zug nimmt man zwei Karten und baut sie sofort in die eigene Auslage ein. Neu ist dabei die Bedeutung der Platzierung: Die Galaxie wächst in Spalten, die jeweils von einer Sonne ausgehen und ein eigenes System bilden.

Planeten müssen in auf- oder absteigender Zahlenfolge (1–7) gelegt werden. Sobald die Richtung feststeht, ist sie bindend. Übersprungene Zahlen bleiben dauerhaft Lücken, es sei denn, eine Wurmloch-Karte setzt die Sequenz zurück. Punkte gibt es vor allem für die Anzahl unterschiedlicher Planetennummern innerhalb eines Systems.

Weitere Elemente und Wertungen

Zusätzliche Karten sorgen für Abwechslung:

  • Monde punkten, wenn sie passend zwischen bestimmten Planetenfarben liegen.
  • Sonnen bringen individuelle Bonusbedingungen für ihr System.
  • Asteroiden lösen am Ende eine Mehrheitenwertung aus.
  • Raketen entstehen über Symbole auf Karten. Wer fünf Raketen sammelt, erhält sofort einen Raketen-Token mit spezieller Endwertung, etwa für Wurmlöcher oder vollständige Farbsets.

Diese Ebenen greifen ineinander, ohne den Spielfluss zu bremsen.

Ablauf und Solo-Modus

Eine Partie verläuft zügig: Karte nehmen, einbauen, Markt auffüllen, fertig. Nach exakt 13 Runden endet das Spiel.

Der integrierte Solo-Modus funktioniert über einen einfachen Algorithmus, der Karten nach einem festen Schema entfernt. Mehrere Schwierigkeitsgrade und optionale Errungenschaften sorgen hier für Abwechslung.

Fazit

Point Galaxy ist ein solides Spiel, mehr aber auch nicht. Es wirkt wie eine umständlichere und weniger unterhaltsame Variante von Punktesalat und erreicht nicht die mechanische Vielfalt von Punktestadt. Die typische Flatout-Handschrift mit sehr vielen unterschiedlichen Wertungsmöglichkeiten ist klar erkennbar, führt hier aber schnell zu Unübersichtlichkeit. Etwas mehr Fokus auf wenige, klar nachvollziehbare Kernregeln hätte dem Spiel gutgetan.

Rückblickend bleibt von der „Point“-Reihe vor allem der erste Teil am stärksten in Erinnerung. Punktesalat überzeugt uns bis heute durch seine Einfachheit und gerade deshalb durch Abwechslung: Jede Partie spielt sich anders, weil die verfügbaren Punktekarten neue Kombinationen erzwingen, sich teils widersprechen oder sogar Minuspunkte mitbringen. Entscheidend ist nicht die Menge der Karten, sondern die richtige Auswahl. Bis heute ein unkomplizierter und angenehm leichter Einstieg in einen Spieleabend.


Point Galaxy: Auf einen Blick

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Point Galaxy ist solide, aber nicht mehr. Wirkt wie eine umständlichere und weniger unterhaltsame Variante von Punktsalat und erreicht dabei nicht die mechanische Vielfalt von Punktestadt.

Autoren: Molly Johnson, Robert Melvin, Shawn Stankewich | Flatout Games, Alderac | 2025 | 1 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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