Vom 27. bis 29. März veranstaltet der Brettspielverlag Frosted Games sein jährliches Online-Event. Die Frosted Days 2026 bestehen aus einem dreitägigen Streamprogramm auf YouTube, exklusiven Shopangeboten und mehreren bisher unangekündigten Neuheiten für das laufende Jahr.
Programm und Neuheitenshow
Den Auftakt bildet am Freitag, den 27. März um 19 Uhr die große Neuheitenshow. Frosted Games stellt darin alle geplanten Titel für 2026 vor, darunter auch Spiele, die bisher noch nicht öffentlich angekündigt wurden. Im Anschluss folgt eine gemütliche Spielrunde mit Community Talk im YouTube-Chat.
Am Samstag geht es ab 13 Uhr weiter. Auf dem Programm stehen mehrere Let's-Play-Sessions, in denen unter anderem Neuankündigungen erstmals auf den Tisch kommen. Dazwischen gibt es ein Frosted-Games-Quiz zum Mitraten sowie eine Partyrunde mit offenem Ende und direkter Chat-Beteiligung. Der Sonntag startet ab 12 Uhr mit weiteren Let's Plays und Specials, bevor das Event am Nachmittag endet.
Bereits öffentlich angekündigt sind unter anderem Das Voynich Mysterium, Horologium – Die Orloj von Prag, Wuselige Wiesen, Paper Tales Ultimate, GROLL, The Elder Scrolls: Betrayal of the Second Era, Hoplomachus Victorum und Tír Na Nóg. Ob zu einzelnen davon Vorbestellaktionen starten, soll sich während der Neuheitenshow zeigen.
Angebote im Webshop
Schon vor dem Streamstart sind zahlreiche Rabattaktionen im Frosted-Games-Onlineshop verfügbar. Unter den reduzierten Titeln finden sich unter anderem Frostpunk: Das Brettspiel für 79,95 Euro statt 109,95 Euro, Townsfolk Tussle für 79,95 Euro statt 145 Euro und Das Unbewusste für 29 Euro statt 69,95 Euro. Ab einem Bestellwert von 80 Euro entfallen die Versandkosten deutschlandweit.
Zusätzlich gibt es eine Gearloc-Bundle-Aktion für Too Many Bones. Je mehr der ausgewählten Erweiterungen Ghillie, Gasket, Tink und Nugget im Warenkorb liegen, desto höher fällt der Rabatt aus. Ab einem Warenkorbwert von 100 Euro legt Frosted Games bei ausgewählten Spielen wie Aeon's End: Legacy, Dead Cells oder Astro Knights eine kostenlose Promo-Karte dazu.
Mindclash Games bringt mit Voidfall: Resurgence die erste große Erweiterung für das 4X-Strategiespiel Voidfall auf Kickstarter. Die Kampagne startete am 17. März 2026 und läuft noch bis zum 2. April. Neben der Erweiterung umfasst das Projekt auch einen Reprint der begehrten Galactic Box des Grundspiels. Das Finanzierungsziel von 100.000 Euro war innerhalb kürzester Zeit erreicht.
Psionik, neue Häuser und erweiterte Spielmodi
Im Zentrum von Voidfall: Resurgence steht eine neue Psionik-Mechanik, die das bestehende Spielsystem um eine zusätzliche strategische Ebene ergänzt. Jedes Haus erhält Zugang zu einem Psionic Agenda-Deck mit wiederverwendbaren Fähigkeiten, die neue Spezialisierungen und Spielstile ermöglichen. Hinzu kommen einmalig einsetzbare Psionic Combat Tokens, mit denen sich vernichtende psionische Angriffe starten oder Barrieren in entscheidenden Gefechten errichten lassen. Sogenannte Psionic Vanguards können in Schlüsselsektoren eingesetzt werden und bieten riskante, aber lohnende Manöver.
Die Erweiterung fügt dem Spiel sechs neue asymmetrische Häuser hinzu, von denen drei speziell auf die neuen Psionik-Mechaniken zugeschnitten sind. Zwölf neue Technologien bringen zusätzliche Flottentypen, Installationen und Gilden ins Spiel. Neue Szenarien und Sektoren sorgen für Abwechslung, während der kooperative Modus und der Solo-Modus ebenfalls überarbeitet wurden. Unter anderem wurde eine von der Community entwickelte Kampagne für ein bis zwei Spielende integriert.
Voidfall: Resurgence richtet sich an 1 bis 4 Spielende ab 14 Jahren. Die Spielzeit variiert je nach Szenario zwischen 90 und 240 Minuten. Designer Nigel Buckle, Dávid Turczi und Marcel Dragomir zeichnen erneut verantwortlich. Die Illustrationen stammen wieder von Ian O'Toole, dessen markanter Stil bereits das Grundspiel prägte.
Kickstarter-Kampagne und Verfügbarkeit
Die Kampagne bietet mehrere Pledge-Stufen für unterschiedliche Einstiegspunkte. Die Resurgence Expansion in der Deluxe Edition kostet 75 Euro und ist auf Englisch sowie als „Wiederauferstehung Erweiterung" auf Deutsch verfügbar. Wer neu bei Voidfall einsteigt, greift zum Gameplay All-In Pledge für 270 Euro, der die Galactic Box, die Resurgence Expansion in der Deluxe Edition und die Last Novarch Campaign Expansion enthält. Auch dieses Paket gibt es in englischer und deutscher Fassung. Für Unentschlossene steht ein Pledge Manager Access für 10 Euro bereit, über den sich der Betrag später im Pledge Manager auf Gamefound einlösen lässt.
Zusätzliche Add-ons wie ein Metal Structure Set, ein Playmat und ein Plastic Double-Layered Ship Pack ergänzen das Angebot. Besitzer der Retail-Version können über ein Galactic Upgrade Pack auf die Premium-Komponenten aufrüsten. Die Auslieferung aller Pledges ist für Juni 2027 geplant.
Die Galactic Box wird im Rahmen der Kampagne ebenfalls neu aufgelegt und bietet Nachzüglern die Gelegenheit, die Premium-Version des Grundspiels mit Miniaturen und optimierter Aufbewahrung zu erwerben. Zur Kickstarter-Kampagne von Voidfall: Resurgence geht es hier.
Ein Solo-Entwickler hat nach über 18 Monaten Arbeit das Slayer Pack veröffentlicht, eine kostenlose Homebrew-Erweiterung für das Slay the Spire Brettspiel. Das Pack umfasst 300 neue Karten und wurde in enger Zusammenarbeit mit der Community entwickelt und getestet. Alle Details und Druckdateien sind im zugehörigen BoardGameGeek-Thread zu finden.
Was steckt im Slayer Pack?
Die Erweiterung ist vollständig mit dem Basisspiel kompatibel und fügt sich nahtlos in das bestehende Material ein. Viele der enthaltenen Deck-Karten, Relikte und Tränke sind Adaptionen aus dem Videospiel, die es nicht in das offizielle Brettspiel geschafft haben. Ergänzt werden sie durch Eigenkreationen des Entwicklers.
Im Detail enthält das Pack 21 Jumbo-Karten mit neuen Bossen und Akt-4-Eliten sowie 198 Standard-Karten. Darunter befinden sich 21 neue Ereignisse, 115 neue Gegner samt Summons und Eliten, 28 Charakter-Karten, 17 farblose Karten, 4 Flüche und 10 Upgrade-Belohnungen. Hinzu kommen 84 Mini-Karten mit 17 Tränken, 47 Relikten und 20 Boss-Relikten.
Bei den Gegnern hat der Entwickler besonderen Wert auf Originalität gelegt. Fast alle sind Eigendesigns mit neuen Mechaniken, die sich deutlich von bekannten Gegnern unterscheiden sollen. Ein ausführliches „Monster Manual" mit Erklärungen zu allen neuen Gegnern und Mechaniken liegt als FAQ-Dokument bei.
Druck und Verfügbarkeit
Für den professionellen Druck stehen zwei Optionen zur Verfügung. Über den Druckservice MPC aus China lässt sich die englische Version für etwa 130 bis 140 Euro inklusive Versand und Importgebühren bestellen. Die Karten nutzen dabei das gleiche Material und die gleiche Druckqualität wie das Original. Alternativ bietet MB Print aus Polen sowohl eine englische als auch eine deutsche Version an, zu einem geschätzten Gesamtpreis von etwa 94 Euro inklusive Versand.
Wer die Kosten niedrig halten möchte, kann das Pack auch selbst ausdrucken. Druckbögen im A4- und Letter-Format stehen zum Download bereit. Der Entwickler weist darauf hin, dass 59 der Standard-Karten blickdichte Hüllen benötigen, damit sie im Deck nicht vom Rest unterscheidbar sind. Bei Nutzung entweder der Standard- oder der Ascension-Varianten soll alles gesleevt in die Originalbox passen.
Eine deutsche Version der Karten ist derzeit in Arbeit. Die Mechaniken wurden zudem vorausschauend so entworfen, dass sie mit künftigen Erweiterungen wie Downfall kompatibel sein sollten. Zusätzlich gibt es eine eigene Mod für den Tabletop Simulator, die mit der bestehenden Slay the Spire Brettspiel-Mod funktioniert. Alle Kartendateien sind öffentlich über einen Google-Drive-Ordner zugänglich. Das Slayer Pack ist kostenlos für den persönlichen Gebrauch und darf geteilt werden, solange kein Profit damit erzielt wird.
Die SPIEL Essen erreicht in diesem Jahr einen historischen Meilenstein. Erstmals in der über 40-jährigen Geschichte der weltgrößten Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele werden alle acht Hallen des Essener Messegeländes belegt. Die Gesamtfläche wächst damit auf 81.200 Quadratmeter.
Rekordfläche dank enormer Nachfrage
Mit der Öffnung von Halle 8 kommen rund 3.700 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche hinzu. Bereits im vergangenen Jahr war Halle 7 neu dazugekommen. Damit steht der vierte Flächenrekord in Folge an.
Der ausrichtende Merz Verlag verzeichnet schon acht Wochen vor Ende des Anmeldezeitraums eine außergewöhnlich hohe Zahl an Anmeldungen. Das Wachstum wird von zwei Seiten getrieben. Einerseits möchten viele langjährige Aussteller ihre Standflächen vergrößern, um ihre wachsenden Portfolios den gut 220.000 internationalen Besuchern zu präsentieren. Andererseits drängt eine ungewöhnlich hohe Zahl neuer Aussteller auf die Messe, die dort erstmals ihr Spiel vorstellen wollen.
Geschäftsführerin Carol Rapp sieht darin ein Zeichen für die internationale Bedeutung der Messe und die Vitalität der gesamten Spielebranche. Die bisherige Hallenstruktur bleibt dabei weitgehend erhalten. Das Messeteam optimiert an bestimmten Stellen, um sowohl den Flächenwünschen großer Verlage als auch dem Zuwachs kleinerer Stände gerecht zu werden. Die Aufteilung in klare Kategorien und der gewohnte Mix aus großen Verlagen und kleinen Entwicklern bleiben bestehen.
Neue Eingänge und optimierter Einlass
Da Halle 8 bisher als Wartebereich diente, erfordert die Umwandlung in eine Ausstellungsfläche Anpassungen bei der Besucherführung. Erstmals wird der Nordeingang geöffnet, der direkt in Halle 5 führt und hinter der Grugahalle liegt. Dieser zusätzliche Zugang soll die bestehenden Eingänge Ost, West und Süd entlasten und den Besucherstrom gezielter in die Hallen 4 und 5 leiten.
Als Ersatz für den bisherigen Wartebereich wird Halle 1A eingerichtet, die über das Congress Center Süd zugänglich ist. Dort können Messebesucher auch bei schlechtem Wetter geschützt warten, bis die Tore morgens öffnen.
Die SPIEL Essen bringt jedes Jahr über 220.000 Spielefans aus der ganzen Welt mit Ausstellern aus über 50 Nationen zusammen. Tausende Neuerscheinungen können direkt vor Ort an den Ständen getestet werden. Mit der Vollbelegung des Geländes stößt die Messe nun an die maximale Kapazitätsgrenze des Standorts.
Die Gamefound-Kampagne zu The Old King's Crown ist gestartet und bringt neben einem Second Print auch die neue Erweiterung Songs of Home. Wer die deutsche Ausgabe bevorzugt, kann diese direkt bei Spielworxx vorbestellen.
Kartengetriebene Machtkämpfe mit Bluff und Timing
The Old King's Crown ist ein kartengetriebenes Spiel für 1–4 Personen, in dem Thronerben um die Vorherrschaft über ein vom Verfall gezeichnetes Königreich kämpfen. Vom bröckelnden Schloss bis zur geheimnisvollen Nekropole birgt jede Region des Spielplans eigene Chancen und Gefahren.
Im Kern bewegen die Spielenden ihre Banner über den Spielplan, um strategisch wichtige Orte zu beanspruchen. Anschließend werden Karten gleichzeitig und verdeckt in die verschiedenen Regionen gespielt, bevor sie aufgedeckt und abgehandelt werden. Dieses gleichzeitige Ausspielen sorgt für Spannung und minimiert Wartezeiten.
Gebiete werden sowohl offen mit Herolden beansprucht als auch verdeckt über Karten beeinflusst. Es entsteht ein Mix aus Bluff, Planung und Täuschung, bei dem nicht rohe Stärke entscheidet, sondern das Lesen der Mitspieler und der richtige Moment zum Zuschlagen. Jede Fraktion verfügt dabei über eigene Fähigkeiten und Gefolgsleute mit individuellen Eigenschaften, die unterschiedliche Spielstile ermöglichen.
Machtproben entscheiden über Sieg oder Niederlage und belohnen erfolgreiche Personen mit Einfluss, der zentralen Ressource des Spiels. Nach einer festgelegten Anzahl von Runden gewinnt, wer den größten Einfluss über das Reich errungen hat.
Verfügbarkeit und Vorbestellung
The Old King's Crown ist für 1–4 Personen ab 14 Jahren ausgelegt, eine Partie dauert 60–120 Minuten. Die Auslieferung der deutschen Ausgabe ist für Oktober 2026 geplant. Vorbestellungen sind bei Spielworxx für 70,00 € möglich.
Escape-Room-Spiele auf dem Tisch gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die einen setzen auf eine App, die anderen lassen dich Karten zerschneiden oder Umschläge aufreißen. SideQuest – Die Insel der Katzen geht einen anderen Weg und verbindet das gemütliche Katzenflair aus Die Insel der Katzen mit knackigen Rätseln – ganz ohne Schere und ganz ohne Smartphone. Ob das Konzept aufgeht und für wen sich die Box lohnt, verrät dieser Test.
Worum geht es eigentlich?
Die Geschichte beginnt mit einem ungemütlichen Erwachen: Du findest dich in einem dunklen Käfig auf einem Schiff aus Veshs Flotte wieder. Die Katzen sind gefangen, die Lage ist ernst – und nur dein Einfallsreichtum bringt euch alle gemeinsam in Freiheit. Was sich zunächst wie ein simpler Einstieg liest, entpuppt sich schnell als roter Faden, der die einzelnen Rätselblöcke miteinander verbindet und dem Ganzen eine angenehme Erzählstruktur gibt.
Wer das Ursprungsspiel Die Insel der Katzen kennt, wird das Thema und die Optik sofort wiedererkennen. Polyomino-Plättchen mit Katzen, Fische als Ressource, der böse Lord Vesh im Hintergrund – das alles ist stimmig eingebettet. Wer das Grundspiel nicht kennt, verpasst nichts Spielentscheidendes, auch wenn Fans natürlich ein Schmunzeln mehr bekommen.
Was steckt in der Box?
Der Lieferumfang ist überschaubar, aber zweckdienlich. Im Inneren der Box warten Karten mit den eigentlichen Rätseln, Polyomino-Plättchen aus Pappe, ein faltbarer Antwort-Checker sowie ein Heft mit gestaffelten Hinweisen. Der Checker funktioniert dabei als cleveres Verifizierungssystem: Plättchen werden in einer bestimmten Reihenfolge eingelegt, und wenn alle Katzenmotive auf beiden Seiten korrekt aufeinanderliegen, ist die Lösung richtig.
Eine wichtige Ergänzung fehlt in der Packungsliste, findet sich aber schnell im Haushalt: Zettel und Stift. Wer ohne dieses kleine Hilfsmittel ans Werk geht, macht es sich unnötig schwer. Die physischen Spielkomponenten bleiben dabei vollständig unberührt – kein Reißen, kein Beschreiben, kein Überkleben. Das bedeutet, die Box lässt sich anschließend problemlos an Freunde oder Familie weitergeben.
Wie läuft eine Partie ab?
Das Spielprinzip ist schnell erklärt. Rätsel für Rätsel arbeitest du dich durch Karten und Aufgaben, sammelst dabei Fische und schaltest mit einer bestimmten Anzahl davon neue Rätsel frei. Die Fische funktionieren also weniger als Ressource im klassischen Sinne, sondern eher als Fortschrittsanzeige – je mehr du hast, desto weiter kommst du in der Geschichte.
Die Rätsel selbst wechseln angenehm zwischen verschiedenen Typen ab. Mal geht es darum, Polyomino-Plättchen räumlich korrekt zu platzieren, mal folgt man Hinweisen auf Karten und leitet daraus eine Antwort ab. Manche Aufgaben sind in Sekunden gelöst, andere kosten deutlich mehr Zeit – und genau das hält die Spannung aufrecht.
Ein Zeitlimit gibt es nicht. Die Runde ist kooperativ angelegt, alle Anwesenden tüfteln gemeinsam. Das sorgt für gute Gespräche und verhindert, dass jemand dauerhaft auf der Bank sitzt.
Für wie viele Spieler ist SideQuest – Die Insel der Katzen geeignet?
Zu zweit läuft das Spiel am runden. Beide Personen haben jederzeit etwas zu tun, können diskutieren, Ideen gegeneinander abwägen und sich gegenseitig auf die Sprünge helfen. Ab drei oder vier Personen besteht die Gefahr, dass einzelne Spieler bei bestimmten Rätseln schlicht nichts zu tun haben – weil meist ein oder zwei Komponenten im Mittelpunkt stehen und der Rest zuguckt.
Solo lässt sich SideQuest – Die Insel der Katzen ebenfalls spielen und bietet auch so ein vollwertiges Erlebnis. Wer allerdings gerne laut nachdenkt und Ideen im Dialog entwickelt, wird mit einer zweiten Person mehr Freude haben.
Wie schwer sind die Rätsel?
Die Schwierigkeit ist mit 1 von 4 angegeben – und das trifft es im Schnitt gut. Einzelne Aufgaben fühlen sich aber schwerer an, als diese Zahl vermuten lässt. Besonders räumliche Rätsel, bei denen Plättchen in genau der richtigen Ausrichtung platziert werden müssen, können für mehrere Minuten intensives Grübeln sorgen. Das Hinweisheft ist in diesen Momenten gut dosiert: Es gibt gestaffelte Tipps, sodass man sich so viel Hilfe holen kann wie nötig – oder eben gar keine.
Die Spieldauer liegt realistisch zwischen 60 und 90 Minuten, was gut zum angegebenen Rahmen passt.
SideQuest – nur ein Spiel oder eine ganze Serie?
SideQuest – Die Insel der Katzen ist Teil einer wachsenden Spielreihe. Neben diesem Titel gibt es bereits SideQuest-Ableger zu bekannten Welten wie 7te See, Frostpunk und Nemesis. Das Konzept ist dabei immer dasselbe: ein in sich geschlossenes Rätselerlebnis, angesiedelt in einer bekannten Spielwelt, einmalig spielbar und ohne Zusatzmaterial. Wer mit einer Box gut unterhalten wird, findet in der Reihe also direkt Nachschub für den nächsten Spieleabend.
Wie schlägt es sich im Vergleich zu Exit oder Unlock?
Das ist die Frage, die sich jeder stellen wird, der schon Erfahrungen mit anderen Escape-Room-Spielen gemacht hat. SideQuest – Die Insel der Katzen verlangt kein Zerstören von Material, was ein klarer Vorteil für die Weitergabe ist. Eine App wird nicht benötigt, was technische Abhängigkeiten eliminiert. Dafür ist das Rätselerlebnis etwas weniger breit gefächert als bei manchen Exit-Titeln und verzichtet auf spektakuläre Aha-Momente à la Unlock.
Was bleibt, ist ein solides, thematisch stimmiges Puzzle-Erlebnis mit einer hübschen Optik und einem guten Gefühl für Rätselbalance.
Fazit zu SideQuest – Die Insel der Katzen
Für Fans von Die Insel der Katzen ist der Kauf eine einfache Entscheidung. Das Thema wurde liebevoll übertragen, die Rätsel nutzen die bekannten Spielelemente sinnvoll und die Geschichte schafft einen angenehmen Rahmen. Zettel und Stift griffbereit legen – das ist die einzige Vorbereitung, die wirklich nötig ist.
Wer Escape-Room-Erfahrung mitbringt und ein kurzweiliges Rätselerlebnis für einen Abend sucht, ist hier gut aufgehoben. Wer hingegen auf intensive Atmosphäre oder besonders ausgefeilte Rätselketten steht, sollte die Erwartungen etwas zurückschrauben. Als Einstieg in die SideQuest-Reihe macht die Insel der Katzen aber definitiv Lust auf mehr.
Asmodee hat im letzten Quartal 2025 einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Der Brettspielkonzern erzielte zwischen Oktober und Dezember Nettoerlöse von 524 Millionen Euro, ein Plus von 22,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch den Vertrieb von Trading Card Games in Europa.
Starkes Europa, schwaches US-Geschäft
Der Umsatz mit Produkten, die Asmodee für andere Unternehmen vertreibt, stieg im Quartal um mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig gingen die Erlöse mit eigenen Titeln um fast 13 Prozent zurück. Besonders deutlich fiel der Rückgang in den USA aus, wo die Nettoerlöse um 23 Prozent auf 70,4 Millionen Euro sanken.
Damit rutschten die USA hinter Frankreich und Großbritannien. Frankreich legte um 47 Prozent auf über 111 Millionen Euro zu, Großbritannien wuchs um 41 Prozent auf 82,7 Millionen Euro. In den beiden Vorjahren hatten die USA das Quartalsranking noch angeführt.
CEO Thomas Koegler nannte erfolgreiche TCG-Veröffentlichungen bei Pokémon, Magic: The Gathering und One Piece als Haupttreiber für das Rekordergebnis. Den US-Rückgang führte er auf geringere Einkaufsmengen großer Einzelhändler zurück, während die Nachfrage bei Endkunden stabil geblieben sei. Ungünstige Wechselkurse und eine Normalisierung der Verkäufe von Star Wars Unlimited nach dem starken Startjahr 2024 hätten ebenfalls belastet.
Im Weihnachtsquartal seien vor allem Produkte im niedrigeren Preissegment gefragt gewesen. Asmodee habe mit Exploding Kittens starkes Wachstum erzielt, bei teureren Produkten dagegen Gegenwind gespürt. Koegler ordnete die Schwäche gelassen ein: Das Portfolio sei breit aufgestellt, und die Probleme beschränkten sich auf den US-Markt.
Neue Titel und Übernahmen
Für die kommenden Monate stellte Koegler mehrere Neuheiten in Aussicht. Darunter ein LEGO-Spiel zur Ninjago-Reihe, Azul Kids, Dino Picnic, neue Sets für Star Wars Unlimited und eine überarbeitete Version von Ticket to Ride Europe. Außerdem verwies er auf Kooperationen mit Netflix rund um Catan und Ticket to Ride, die Markenbekanntheit und Sichtbarkeit steigern sollen.
Parallel treibt Asmodee seine Übernahmestrategie weiter voran. Im Quartalsabschluss wurde der Kauf der IP Sheriff of Nottingham von CMON bekannt gegeben. Es ist bereits die dritte IP-Übernahme von CMON innerhalb von acht Monaten. Den Anfang hatte im Juni 2024 die Flaggschiff-Marke Zombicide gemacht, die seit 2012 über Kickstarter mehr als 40 Millionen US-Dollar eingesammelt hatte.
Auf die Frage, ob auch größere Übernahmen geplant seien, antwortete Koegler zurückhaltend. Die Aktivität in der Pipeline entspreche dem Plan. Kleinere Zukäufe und IP-Deals ließen sich schlicht schneller umsetzen.
Die SPIEL DOCH! 2026 öffnet vom 24. bis 26. April ihre Tore in der Messe Dortmund. Mit einer gewachsenen Ausstellungsfläche und über 70 Ausstellern verspricht die Brettspielmesse erneut ein Pflichttermin für Fans zu werden. Hier findest du alle wichtigen Informationen zu Tickets, Preisen und Ausstellern.
Termin, Ort und Ausstellungsfläche
Die Messe findet in Halle 4 der Messe Dortmund statt, Eingang Nord am Rheinlanddamm 200. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag jeweils von 10 bis 19 Uhr, Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
Die Ausstellungsfläche wächst auf 8.300 Quadratmeter und liegt damit knapp über dem Niveau von 2025. Damit wird die komplette Halle mit Ständen und Spielfläche genutzt. Für 2027 denken die Veranstalter bereits über eine weitere Ausweitung nach.
Die Anreise ist mit dem ÖPNV empfehlenswert. Die U-Bahn-Stationen Westfalenhallen (Linien U45/U46) und Theodor-Fliedner-Heim (Linie U42) liegen in direkter Nähe. Wer mit dem Auto kommt, kann die gebührenpflichtigen Parkplätze P3 und P4 nutzen.
Tickets, Preise und Aussteller
Der Vorverkauf läuft bereits und endet am 19. April 2026 um 20 Uhr. Eine Tageskarte kostet im Vorverkauf 12 Euro, vor Ort 15 Euro. Die Dauerkarte gibt es im Vorverkauf für 30 Euro, vor Ort für 36 Euro. Familien erhalten vor Ort eine Tageskarte für zwei Erwachsene und zwei Jugendliche (11 bis 17 Jahre) für 34 Euro. Kinder bis 10 Jahren haben in Begleitung ihrer Familie freien Eintritt. Alle Details und Tickets findest du auf der offiziellen Messeseite.
An der Tradition des freien Eintritts für Schulklassen am Freitag wird festgehalten. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich, die Tickets sind limitiert.
Mehr als 70 Verlage und Marken werden vor Ort sein. Zu den vertretenen Verlagen zählen unter anderem Kosmos, Ravensburger, Schmidt Spiele, Pegasus Spiele, Asmodee, Feuerland, Hans im Glück, HABA und Deep Print Games. Daneben sind zahlreiche kleinere Verlage wie Skellig Games, Strohmann Games, King Raccoon Games und Ornament Games vertreten. Ergänzt wird das Angebot durch Händler, Künstler und Organisationen wie die Europäische Spielesammler Gilde oder die Deutsche CATAN Meisterschaft.
Auf der Messe kannst du Neuheiten der SPIEL 2025 sowie der Nürnberger Spielwarenmesse 2026 sehen und ausprobieren. Vereinzelt werden auch schon Sommerneuheiten gezeigt. Weitere Details zum Rahmenprogramm und zu den Events an den einzelnen Messetagen sollen in den kommenden Wochen folgen.
Das verrückte Labyrinth feiert 2026 seinen 40. Geburtstag. Über 30 Millionen verkaufte Exemplare und zahlreiche Auszeichnungen machen den Klassiker zu einem der erfolgreichsten Brettspiele überhaupt. Zum Jubiläum entsteht in Zusammenarbeit mit dem Verlag Awaken Realms eine neue Ausgabe: Labyrinth Chronicles. Die Kampagne läuft bereits auf Gamefound und kann dort noch 20 Tage unterstützt werden.
Das klassische Labyrinth in drei Dimensionen
Labyrinth Chronicles überführt das bekannte Spielprinzip in eine dreidimensionale Spielwelt. Statt flacher Plättchen verschiebst du physische 3D-Module mit Mauern und Gängen. 50 Labyrinth-Module und vier Spielbrett-Puzzleteile bilden das Grundgerüst. Detailreiche Miniaturen für Charaktere, Portale, Goblins und Wächter ergänzen das Spielfeld.
Neben dem neuen Look enthält die Box auch die klassischen Spielvarianten. Sowohl die Classic-Version als auch die anspruchsvollere Meister-Version von Labyrinth sind vollständig enthalten. In der Classic-Variante sammelst du Schätze und kehrst zu deinem Startfeld zurück. Die Meister-Version verlangt, Gegenstände in einer bestimmten Reihenfolge einzusammeln und dabei möglichst viele Punkte zu erzielen.
Das Herzstück der Jubiläumsausgabe ist der kooperative Kampagnen-Modus. In den sogenannten Chronicles erkundest du mit deiner Gruppe eine fortlaufende Geschichte. Jede Partie öffnet ein neues Kapitel und erweitert die Regeln Schritt für Schritt. Im Kampagnen-Ordner sammelst du Karten und Fortschritte. Im Laufe der Kampagne öffnest du Mystery Boxes, die neue Mechaniken, Storylinien und Komponenten freischalten. Mit magnetischen Dorfmarkern baust du zudem das Dorf Fairyvale wieder auf. Der Einstieg ist ab 9 Jahren möglich, durch die steigende Komplexität bleibt das Spiel aber auch für erfahrene Gruppen fordernd.
Pledges und Verfügbarkeit
Die Core Box kostet in der Kampagne 89 Euro. Der reguläre Verkaufspreis soll bei 179 Euro liegen. Enthalten sind unter anderem vier Charaktermodelle, vier Portalmodelle, neun Gegnermodelle, zwei Würfel, ein Kampagnen-Ordner, über 170 Tokens und mehr als 290 Karten. Laut Kampagnenseite sind die Boxen versandbereit und werden direkt nach dem Pledge verschickt.
Für 119 Euro gibt es das Gameplay-All-in-Pledge. Dieses Paket enthält zusätzlich die Erweiterung Personal Stories mit vier Charaktermagneten, 24 Skill-Karten, 12 Tokens, vier persönlichen Questbögen und einem Skriptbuch. Wer seine Miniaturen mit einer Sundrop-Bemalung haben möchte, zahlt jeweils 15 Euro extra. Das Spiel erscheint in mehreren Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Polnisch und Italienisch.
Nach dem Erfolg von Let's Go! To Japan plant Designer Josh Wood den nächsten Abstecher. Diesmal geht die Reise nach Frankreich. Publisher AEG hat die Kickstarter-Vorschauseite bereits freigeschaltet. Die Kampagne startet im Mai 2026.
Von Tokio nach Paris
Die Entstehungsgeschichte der Reihe ist ungewöhnlich. Vor drei Jahren erzählte Josh Wood, wie eine wegen Covid abgesagte Japanreise zu einer Phase unerwarteter Freizeit führte. Aus dieser Zeit entstand Let's Go! To Japan. Die Reise nach Japan holte Wood schließlich nach und begann danach, ein neues Ziel ins Auge zu fassen: Frankreich.
Let's Go! To France teilt zwar einige Grundlagen mit dem Vorgänger, unterscheidet sich aber deutlich im Spielablauf. In Japan wechselst du zwischen zwei Städten hin und her. In Frankreich bist du in Paris stationiert und unternimmst von dort aus kuratierte Tagesausflüge in umliegende Regionen und Sehenswürdigkeiten. Diese Ausflüge laufen über Reise-Tableaus statt über Karten ab, was dem Spiel ein stärkeres Planungs- und Erkundungsgefühl verleiht.
Das Spiel ist für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren ausgelegt. Eine Partie dauert etwa 45 Minuten. Auf den bisher gezeigten Karten sind Orte wie der Eiffelturm, Les Invalides, die Place de la Bastille oder ein Weinladen zu sehen. Thematisch dreht sich alles um französische Kultur, Küche und Sehenswürdigkeiten.
Kickstarter-Start im Mai 2026
Die Premium-Edition von Let's Go! To Japan hatte die Messlatte hoch gelegt. Josh Wood arbeitet nach eigener Aussage daran, mit Let's Go! To France ein Erlebnis zu schaffen, das Spielerinnen und Spieler in die Welt von Luxusreisen, erstklassiger Küche und unvergesslichen Momenten versetzt.
Weitere Details teilt der Designer über seine Social-Media-Kanäle. Die Kickstarter-Kampagne ist bereits als Vorschau verfügbar und startet im Mai 2026.
Das kooperative Strategiespiel CyberRoll verwandelt reale Cyberbedrohungen in ein Tabletop-Erlebnis. Die Kickstarter-Kampagne hat ihr Finanzierungsziel von 5.000 US-Dollar bereits deutlich übertroffen und liegt aktuell bei über 16.000 US-Dollar. Hinter dem Projekt steht Molly Cooper, Ph.D., aus East Lansing, Michigan, mit über 25 Jahren Erfahrung im Bereich Cybersecurity.
Cybersicherheit am Spieltisch: So funktioniert CyberRoll
In CyberRoll übernimmst du gemeinsam mit deinem Team die Leitung der IT-Sicherheitsabteilung eines Unternehmens. Über drei Spieljahre hinweg müsst ihr euch gegen eskalierende Cyberbedrohungen behaupten, Ressourcen verwalten und die Moral im Team hochhalten. Jede Runde entspricht dabei einem Geschäftsquartal, und jede Entscheidung zählt. Gleichzeitig versuchen Hacker und alltägliches Bürochaos, euch aus der Bahn zu werfen.
Das Spiel nutzt verschiedene Kartentypen. Mit Rollenkarten stellst du dein Team zusammen und weist Mitarbeiter Sicherheitskontrollen zu. Bedrohungskarten bringen Angriffe wie Phishing-Kampagnen, Ransomware oder gezielte Attacken ins Spiel, gegen die du mit Würfeln und Kontrollkarten vorgehst. Dazu kommen Komplikationskarten, die unerwartete Störungen verursachen, sowie Strategiekarten zum Aufbau langfristiger Cyberabwehr. Ein Dashboard hilft dir, den Überblick über Verteidigungsstrategie, Stärken und Schwächen zu behalten.
Die Szenarien basieren auf echten Cyberbedrohungen und wurden von Cybersicherheitsexperten in Zusammenarbeit mit Spieledesignern entwickelt. Die Illustrationen stammen laut Kampagne vollständig von menschlichen Künstlern ohne KI-Einsatz. CyberRoll wurde bereits auf Konferenzen mit Ingenieuren, CISOs, Analysten und Managern getestet.
Neben dem kooperativen Grundspiel bietet die Red (Threat) Expansion einen kompetitiven Modus. Dort spielt ein Team als Hacker gegen das verteidigende Blue Team. Das Ziel der Angreifer: Daten stehlen, bevor die Verteidiger sie mit Honeypots und Gegenmaßnahmen stoppen.
Kampagne und Verfügbarkeit
Die Kampagne bietet fünf Pledge-Stufen. Das Base Game kostet 60 US-Dollar und enthält alle freigeschalteten Stretch Goals. Für 85 US-Dollar gibt es das Game Bundle mit dem Grundspiel und der Red Expansion. Das Classroom Bundle für 280 US-Dollar umfasst fünf Exemplare des Grundspiels, einen digitalen Facilitation Guide und ein CyberRoll-Poster. Für den Unternehmenseinsatz gibt es das Corporate Bundle für 350 US-Dollar mit Grundspiel, CPE-Zertifikat, digitalem Tabletop-Formular und Companion Guide. Das Training Bundle für 3.000 US-Dollar beinhaltet ein halbtägiges Training, zwei Grundspiele und weiteres Begleitmaterial.
Als Add-Ons stehen unter anderem die Red Expansion (30 US-Dollar), ein Companion Guide (30 US-Dollar), ein Enamel Pin (12 US-Dollar), ein Sticker Pack und ein Poster (je 10 US-Dollar) zur Verfügung.
Mehrere Stretch Goals sollen die Qualität des Spielmaterials schrittweise verbessern. Geplant sind ein Card Upgrade, ein Gameboard Upgrade, ein Game Bits Upgrade, ein Time Tracker Upgrade, ein Custom Tray Insert sowie eine Deluxe-Box als höchste Stufe.
Der Versand erfolgt über den Fulfillment-Partner GamesQuest. Für Deutschland werden Versandkosten von 13,50 Pfund berechnet, für die EU 16 Pfund. Die Mehrwertsteuer wird für EU- und UK-Unterstützer nachträglich über den Pledge Manager erhoben. Die Kampagne läuft noch bis zum 19. März 2026.