Kategorien und Buchstaben suchen passende Wörter. You Name it! ist ein kooperatives Wortfindungsspiel, bei dem man auch einmal kreativ sein darf. Der Captain muss in jeder Runde die Leistung seines Teams einschätzen. Die Kategorienkarten mischt man gut durch und legt
Zahlreiche Themen und 100 Schätzkarten erfordern bei Schätz it Junior ein permanentes Einordnen und Sortieren. Ein reines Kinderspiel ist das nicht, mit diesem Rätselspiel beschäftigt sich die ganze Familie und testet ihr Wissen auf manchen Gebieten. Schätz it if you
Schienen verlegen, Strecken planen und Passagiere ans Ziel bringen: Eisenbahnspiele gehören zu unseren beliebtesten Brettspielgenres. Wir stellen unsere Lieblingsspiele rund um Züge, U-Bahnen und Bahnnetze vor.
Züge gehören seit langem zu den Top-Brettspielthemen. Mal bauen wir ein verzweigtes Schienennetz quer durch einen Kontinent, mal planen wir U-Bahn-Linien in Großstädten oder transportieren Waren und Passagiere effizient ans Ziel. Das Eisenbahnthema verbindet dabei oft eingängige Regeln mit spannenden Entscheidungen: Welche Strecke sichere ich mir zuerst? Wie optimiere ich mein Netzwerk? Und wann kommt mir die Konkurrenz in die Quere?
In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Zug- und Eisenbahnspiele auf dem Tisch gehabt – vom zeitlosen Klassiker bis zur modernen Neuerscheinung. Manche setzen auf den Ausbau großer Streckennetze, andere auf Tüfteln mit Linienplänen oder kooperative Herausforderungen auf stark befahrenen Strecken. In dieser Übersicht stellen wir unsere Favoriten vor und zeigen, welche Spiele sich besonders für Familien, Gelegenheitsspieler oder erfahrene Strateginnen eignen.
von Alan R. Moon | Days of Wonder | 2004 | 2 bis 5 Personen | Ab 8 Jahren | bis 60 Minuten
Es gibt Brettspiele, die man nach Jahren wieder aus dem Regal holt und sofort versteht, warum sie zu Klassikern geworden sind. Zug um Zug gehört für uns genau in diese Kategorie. Das Spielprinzip ist in zwei Sätzen erklärt: Wir sammeln farbige Karten, um Bahnstrecken zwischen Städten in Nordamerika zu bauen. Gleichzeitig versuchen wir, unsere geheimen Zielkarten zu erfüllen, die jeweils zwei Städte miteinander verbinden sollen.
Gerade diese Mischung aus Zugänglichkeit und spannenden Entscheidungen macht den Reiz aus. Baue ich meine Strecke sofort oder sammle ich noch Karten für eine längere Verbindung, die sofort mehr Punkte bringt? Sichere ich mir den wichtigen Abschnitt jetzt oder hoffe ich darauf, später noch einen besseren Weg zu finden? Wer zu lange wartet, erlebt mitunter eine unangenehme Überraschung, wenn die Konkurrenz den entscheidenden Streckenabschnitt vor der eigenen Nase besetzt.
Zug um Zug schafft etwas, das nur wenige Familienspiele erreichen: Es ist leicht zu lernen, bietet aber genügend taktische Möglichkeiten, damit auch Vielspieler gerne mit am Tisch sitzen. Dazu kommt das befriedigende Gefühl, nach und nach ein eigenes Schienennetz über die Karte wachsen zu sehen. Nicht ohne Grund ist das Spiel seit mehr als zwei Jahrzehnten ein echter Klassiker in unserem Spielregal und für viele Menschen der Einstieg in das Hobby gewesen.
Das kompetitive Strategiespiel Zug um Zug entführt euch zu einem Zug-Abenteuer quer durch die nordamerikanischen Städte zur Zeit der Jahrhundertwende.
Nachdem Phileas Fogg in 80 Tagen um die Welt gereist ist, beschlossen fünf Freunde eine Wette. Der Gewinner bekommt 1 Millionen Dollar. Das Ziel, die meisten Städte Nordamerikas zu besuchen.
Legt Bahnverbindungen zwischen Städten an und errichtet Bahnhöfe, um eure Ziele zu erreichen. Versucht die längste Bahnstrecke Nordamerikas zu bauen.
Das Familienspiel ist einfach und kann in 5 Minuten erlernt werden. Es spricht sowohl Familien als auch erfahrene Spieler an.
2-5 Spieler, 8+ Jahre, 30-60 Minuten Spielzeit je Partie, Autor: Alan R. Moon, Spiel auf Deutsch
von Rob Daviau, Matt Leacock, Alan R. Moon | Days of Wonder | 2023 | 2 bis 45 Personen | Ab 10 Jahren | bis 90 Minuten pro Partie
(c) Days of Wonder
Mit Legenden des Westens hat Zug um Zug eine Fortsetzung erhalten, die weit mehr ist als nur eine neue Landkarte. Das Legacy-Spiel begleitet eine feste Spielgruppe über zwölf miteinander verbundene Partien hinweg. Dabei beginnt alles vertraut: Karten sammeln, Strecken bauen und Aufträge erfüllen. Doch von Spiel zu Spiel verändert sich die Welt. Wir entdecken buchstäblich den wilden Westen, ergänzen den Spielplan, fügen neue Regeln hinzu und immer wieder sorgen Überraschungen für frischen Wind auf dem Spieltisch.
Gerade dieser Wandel macht den besonderen Reiz von Zug um Zug: Legenden des Westens aus. Während die grundlegenden Mechanismen des Originals erhalten bleiben, entwickelt sich die Kampagne Schritt für Schritt weiter. Entscheidungen aus früheren Partien wirken nach und jede Gruppe erlebt ihre ganz eigene Geschichte. Das sorgte bei uns am Tisch dafür, dass wir nach einer Partie meist direkt die nächste beginnen wollten.
Wir haben die komplette Kampagne zu fünft während der Weihnachtsferien gespielt und waren überrascht, wie gut es den Autoren gelungen ist, das vertraute Zug-um-Zug-Gefühl mit klasse Ideen zu verbinden. Die einzelnen Partien bleiben zugänglich, bieten aber immer wieder neue Herausforderungen und kleine Entdeckungen. Für feste Spielgruppen ist Legenden des Westens deshalb nicht nur ein gelungenes Eisenbahnspiel, sondern eines der beeindruckendsten Legacy-Erlebnisse der vergangenen Jahre.
Zug um Zug Legacy: Legenden des Westens entführt dich in ein Zug-Abenteuer in ein Amerika des späten 19. Jahrhundert. Das kompetitive Familienspiel ist einfach und kann schnell erlernt werden
Erkunde in dieser Kampagne mit 12 Partien nicht nur das Land, sondern erlebe außerdem eine fortlaufende Geschichte, die ein völlig neues Spielerlebnis entstehen lässt
Platziere deine Eisenbahnschienen sinnvoll, um mit einer siegreichen Strategie zu fahren. Lege Zugverbindungen zwischen Orten an, um deine Ziele zu erreichen und transportiere sowohl Menschen als auch Waren
Erziele die meisten Punkte, wobei durch das Öffnen neuer Schachteln immer mehr Regeln und Komponenten dazukommen und eine innovative Geschichte erzählt wird
2-5 Spieler | Ab 10+ Jahren | 20-90 Minuten Spielzeit je Partie | Autoren: Rob Daviau, Matt Leacock und Alan R. Moon | Spiel in Deutsch
Von Christophe Raimbault | Ludonaute | 2014 | 2 bis 6 Personen | Ab 10 Jahren | bis 45 Minuten
(Aufkleber und Premium-Token nicht im Grundspiel enthalten.)
Nicht jedes Zugspiel dreht sich um Streckenbau und Eisenbahnnetze. In Colt Express springen wir stattdessen direkt auf einen fahrenden Zug im Wilden Westen und versuchen als Banditen möglichst viel Beute zu ergaunern. Geldsäcke, Juwelen und andere Wertgegenstände liegen in den 3D-Pappwaggons bereit – allerdings haben auch die anderen Ganoven am Spieltisch genau dasselbe Ziel.
Genial ist die Programmierung der Aktionen in jeder Spielrunde: Zunächst planen alle verdeckt ihre Züge und legen Karten für Bewegung, Schläge, Schüsse oder das Einsammeln von Beute aus. Erst anschließend wird alles in der festgelegten Reihenfolge ausgeführt. Das führt regelmäßig zu herrlichem Chaos: Plötzlich steht die gewünschte Beute nicht mehr dort, wo sie eben noch lag, ein anderer Bandit hat einen aus dem Waggon geprügelt oder die eigene Figur landet ganz woanders als geplant.
Genau diese Mischung aus Planung, Unsicherheit und Schadenfreude macht Colt Express bis heute zu einem außergewöhnlichen Familienspiel. Dazu kommt die dreidimensionale Darstellung des Zuges, die sofort Aufmerksamkeit auf dem Spieltisch erzeugt und das Thema hervorragend transportiert. Wer interaktive Spiele mag, bei denen ständig etwas Unerwartetes passiert und gemeinsam viel gelacht wird, findet hier einen echten Klassiker, der auch Jahre nach seiner Veröffentlichung nichts von seinem Charme verloren hat.
In Colt Express, dem kompetitiven Familienspiel, sind die Spieler als Banditen auf der Jagd nach fetter Beute
Mit waghalsigen Manövern springen die Spieler auf die Waggons und in die Abteile hinein, um den ehrbaren Reisenden Geldbörsen und Schmuck zu rauben
Bei diesem rasanten Strategiespiel wird es nur ein Bandit schaffen, der reichste Gesetzlose der Bande zu werden
Um zu gewinnen, muss man mehr Beute machen als die Mitspieler, ohne dabei allzu viele Kugeln abzubekommen. Denn der Schütze erhält bei Spielende zusätzlich den Titel Revolverheld
2-6 Spieler | Ab 10+ Jahren | Bis zu 40+ Minuten Spielzeit je Partie | Spiel in Deutsch
Von Friedemann Friese | 2F-Spiele | 2021 | 1 bis 5 Personen | Ab 12 Jahren | bis 90 Minuten
Wer bei Eisenbahnspielen sofort an Zug um Zug denkt, sollte vielleicht mal einen Blick auf Freie Fahrt werfen. Autor Friedemann Friese greift viele vertraute Elemente des Genres auf, entwickelt daraus aber ein deutlich anspruchsvolleres Brettspiel. Statt fertige Verbindungen zu nutzen, müssen wir das europäische Schienennetz zunächst selbst aufbauen. Gleise werden verlegt, Strecken entstehen und erst allmählich nimmt das Reisen zwischen den Städten Fahrt auf.
Besonders interessant ist die Idee der privaten und später verstaatlichten Bahnstrecken. Wer eine Verbindung baut, kann sie zunächst kostenlos selbst nutzen, während andere für die Mitfahrt bezahlen müssen. Sobald jemand die Strecke nutzt, wird sie jedoch für alle zugänglich. Dadurch entstehen immer wieder spannende Entscheidungen: Bezahle ich jetzt für eine Abkürzung oder investiere ich lieber in den Ausbau des eigenen Netzes?
Hinzu kommen wechselnde Reiserouten, die uns quer durch Europa führen und langfristige Planung erfordern. Dabei reicht es nicht, einfach nur von Stadt zu Stadt zu fahren. Wer erfolgreich sein möchte, muss passende Anschlussziele im Blick behalten, sein Geld sinnvoll einsetzen und die Entwicklungen auf dem Spielplan aufmerksam verfolgen. Freie Fahrt wirkt dadurch strategischer und anspruchsvoller als viele andere Familienspiele mit Eisenbahnthema. Man muss sich Zeit dafür nehmen – sowohl für die Regeln als auch bei der Spieldauer, die jenseits der 90 Minuten liegen kann.
Railroad Tiles
Von Hjalmar Hach, Lorenzo Silva | Horrible Guild | 2025 | 1 bis 4 Personen | Ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Railroad Tiles hat uns positiv überrascht. Während wir mit der „Railroad Ink“-Reihe nie so richtig warm geworden sind, funktioniert das Spielprinzip als Plättchenlegespiel für unseren Geschmack deutlich besser. Runde für Runde entsteht auf dem eigenen Tableau ein immer größeres Netz aus Straßen und Schienen, wobei jede Plättchenwahl gut überlegt sein will. Besonders gelungen finden wir den gemeinsamen Markt, der nicht nur für leichte Interaktion sorgt, sondern immer wieder spannende Entscheidungen erzwingt: Sichere ich mir früh die Zugreihenfolge der nächsten Runde oder nehme ich die besseren Plättchen?
Trotz der einfachen Regeln steckt erstaunlich viel Tiefgang im Spiel. Timing, clevere Streckenführung und die richtige Balance zwischen kurzfristigen Punkten und langfristigen Zielen machen jede Partie interessant. Dazu kommen das liebevolle Material und das befriedigende Gefühl, am Ende ein möglichst effizientes Verkehrsnetz erschaffen zu haben. Railroad Tiles bietet deutlich mehr Raffinesse, als man auf den ersten Blick erwartet und es ist keine leichte Aufgabe, in gerade mal acht Runden alle Anforderungen der Wertungen optimal zu erfüllen. Für uns gehört es zu den stärkeren Plättchenlegespielen der letzten Jahre und ist eine klare Empfehlung für alle, die entspannt tüfteln und optimieren möchten.
Das kompetitive Strategiespiel Zug um Zug entführt euch zu einem Zug-Abenteuer quer durch die nordamerikanischen Städte zur Zeit der Jahrhundertwende.
Nachdem Phileas Fogg in 80 Tagen um die Welt gereist ist, beschlossen fünf Freunde eine Wette. Der Gewinner bekommt 1 Millionen Dollar. Das Ziel, die meisten Städte Nordamerikas zu besuchen.
Legt Bahnverbindungen zwischen Städten an und errichtet Bahnhöfe, um eure Ziele zu erreichen. Versucht die längste Bahnstrecke Nordamerikas zu bauen.
Das Familienspiel ist einfach und kann in 5 Minuten erlernt werden. Es spricht sowohl Familien als auch erfahrene Spieler an.
2-5 Spieler, 8+ Jahre, 30-60 Minuten Spielzeit je Partie, Autor: Alan R. Moon, Spiel auf Deutsch
Von Matthew Dunstan | Blue Orange Games | 2022 | 1 bis 4 Personen | Ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Next Station: London zeigt uns, wie viel Spielspaß in einem kleinen Flip-and-Write stecken kann. Mit vier farbigen Stiften planen wir Runde für Runde ein eigenes U-Bahn-Netz durch die britische Hauptstadt. Was zunächst schlicht wirkt, entwickelt bald einen Sog: Jede gezogene Stationskarte stellt uns vor neue Entscheidungen, denn die Linien müssen clever verlängert werden, ohne sich selbst oder andere Strecken ungeschickt zu blockieren. Dabei gilt es, möglichst viele Stadtbezirke, Umsteigepunkte und Sehenswürdigkeiten sinnvoll miteinander zu verbinden. Besonders gefällt uns, dass nach jeder Partie ein individueller Netzplan entsteht, auf den man fast ein wenig stolz ist.
Die Spielregel ist ein Graus: schlecht layoutet, kompliziert in der erklärenden Abfolge der Spielzüge. Schade eigentlich, denn wenn eine:r am Tisch das Spiel kennt und erklären kann, ist es eigentlich ziemlich einfach. Dann gelingt der Einstieg bei Next Station: London auch Gelegenheitsspielern problemlos, dennoch verlangt das Spiel vorausschauendes Planen und belohnt gut durchdachte Streckenführungen. Zwar spielt jeder solitär auf seinem eigenen Plan und der Kartenzufall schränkt die langfristige Planung manchmal etwas ein, trotzdem überzeugt Next Station: London als kurzweiliges, elegantes Tüftelspiel. Wer Freude daran hat, Verkehrsnetze zu optimieren und in rund 30 Minuten eine kleine Denksportaufgabe zu lösen, findet hier ein rundes Familienspiel für zwischendurch.
Inzwischen gibt es drei Nachfolger und Ausflüge nach Paris, Tokio und Berlin. Dennoch bleibt der Auftakt in der englischen Hauptstadt unser Favorit.
Spielkategorie: Familienspiele und Kartenspiele für gemeinsame Spielerunden
Spielprinzip: Gestalten Sie das U-Bahn-Netz Londons neu und verbinden Sie möglichst viele Stadtbezirke durch strategisch platzierte Haltestellen
Spielablauf: Nach vier Durchgängen mit je fünf bis zehn Runden ist das neue Netzwerk fertig und wird einer Punktewertung unterzogen
Punktesammlung: Erschließen Sie Stadtbezirke, schaffen Sie Umsteigemöglichkeiten, verbinden Sie Attraktionen und überqueren Sie die Themse für maximale Punktzahl
Erweiterungsmodule: Verschiedene optionale Module wie Farbeffekte, Zielkarten und Tag der offenen Tür erhöhen den Anspruch und die Wiederspielbarkeit
Kombinierbarkeit: Das Modul Farbeffekte ist mit den Spielen Next Station Tokyo und Next Station Paris kombinierbar
Von Hisashi Hayashi | Schmidt Spiele | 2021 | 1 bis 6 Personen | Ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Lange bevor Hisashi Hayashi mit Bomb Busters zum Spiel-des-Jahres-Autor wurde, entwickelte der Japaner bereits 2018 Metro X. Drei Jahre später erschien das Spiel schließlich auch auf Deutsch unter dem Titel Voll verplant. Mit nur einer Handvoll Regeln gelingt hier ein erstaunlich anspruchsvoller Denkspaß. Auf den ersten Blick setzen wir lediglich Kreuze auf einem U-Bahn-Plan, tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch ein raffiniertes Optimierungsspiel.
Jede Entscheidung wirkt sich auf mehrere Linien gleichzeitig aus. Dadurch stehen wir ständig vor der Frage, welche Strecke wir zuerst ausbauen und welche wichtigen Knotenpunkte besser noch freigehalten werden sollten. Gerade diese kleinen taktischen Dilemmata machen den besonderen Reiz des Spiels aus. Gleichzeitig gilt es stets im Blick zu behalten, welche Karten noch im Stapel liegen und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben könnten.
Trotz seines abstrakten Spielprinzips vermittelt Voll verplant überraschend gut das Gefühl, ein echtes Nahverkehrsnetz zu entwickeln. Anders als bei der Next-Station-Reihe liegen der Schachtel gleich vier unterschiedliche Stadtpläne bei, die für viel Abwechslung und einen hohen Wiederspielreiz sorgen. Direkte Interaktion gibt es zwar nicht, dafür eignet sich das Spiel hervorragend für entspannte Tüfteleien – sowohl allein als auch in der Gruppe.
Ein cleveres Flip-and-Write-Spiel mit Verkehrsthema und hohem Knobelfaktor.
Voll verplant ist ein schnelles Flip-&-Write-Familienspiel von Hisashi Hayashi für 1–6 Spieler ab 8 Jahren. Ihr plant U-Bahn-Fahrten durch Städte wie Berlin, Madrid, Amsterdam oder Paris und versucht, die wertvollsten Stationen zu erreichen.
Alle spielen gleichzeitig auf ihrem eigenen Plan. fahren und wo sich gute Umstiege lohnen. weitere Bonuspunkte auf dem Plan.
Von David Thompson | Kosmos | 2020 | 2 bis 4 Personen | Ab 10 Jahren | bis 45 Minuten
Switch & Signal zählt zu den wenigen kooperativen Eisenbahnspielen und setzt sein Thema überzeugend um. Gemeinsam steuern wir Züge durch das Schienennetz, bringen Waren rechtzeitig an ihre Zielorte und stellen Weichen sowie Signale im richtigen Moment. Zu Beginn wirkt die Aufgabe noch überschaubar, doch mit jeder Runde nimmt der Verkehr zu und die Abstimmung im Team wird wichtiger. Welche Strecke hat Vorrang? Wo droht ein Engpass? Und wie reagieren wir auf unvorhergesehene Entwicklungen?
Gerade die Kommunikation steht dabei im Mittelpunkt. Das funktioniert auch mit Kindern gut, sofern sie ihre eigenen Ideen einbringen und nicht einfach den Vorschlägen der Erwachsenen folgen. Unterstützt wird das zugängliche Spielerlebnis durch einfache Regeln und eine ansprechende thematische Gestaltung. Für zusätzliche Abwechslung sorgt der doppelseitige Spielplan mit den Streckennetzen von Europa und Nordamerika.
Zwar spielt auch das Würfelglück eine Rolle, dennoch gelingt es Switch & Signal, die Herausforderungen eines stark ausgelasteten Eisenbahnnetzes spannend einzufangen. Nicht ohne Grund schaffte es das kooperative Familienspiel 2021 auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres.
Ein thematisch starkes Eisenbahnspiel, bei dem Kommunikation und Teamwork wichtiger sind als Konkurrenzdenken. Wir sind immer wieder erstaunt, dass dieses günstige Brettspiel so unterm Radar läuft und kaum bekannt ist.
Von Saashi, Xavier Taverne | Iello, Huch | 2022 | 2 bis 5 Personen | Ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Einsteigen, Türen schließen, abfahren: Das Familienspiel „Get on Board“ lädt uns zu einer Busfahrt in London oder Manhattan ein – die Strecke bestimmt allerdings jeder selbst. In zwölf Runden bauen wir die bestmögliche Route auf dem gemeinsamen Spielfeld, sammeln Fahrgäste ein, bringen sie zu Zielorten, klappern Sehenswürdigkeiten ab und versuchen, nicht im Stau stecken zu bleiben. Denn im Laufe einer Partie kann es an manchen Kreuzungen eng werden, wenn bis zu fünf Personen ihre farbigen Streckenmarker aus Holz ausgelegt haben.
Autor Saashi aus Japan hat seinem Brettspiel Get on Board variable Wertungsmöglichkeiten spendiert. Personen, Orte, allgemeine Ziele und die persönliche Zielkarte lassen uns auf unterschiedlichste Arten punkten. Durch die gezogenen Routenkarten kommt ein Schuss Zufall ins Spiel. Wir machen also das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten und konzentrieren uns auf Teilaspekte, die lohnend erscheinen. Wobei klar ist: Ein dicker Strategiebrocken ist das Ganze nicht. Get on Board richtet sich an Familien, ist häufig belohnend ausgelegt und bleibt jederzeit flüssig im Spielablauf.
Von Michiel de Wit | Board Game Circus | 2022 | 1 bis 4 Personen | Ab 8 Jahren | bis 15 Minuten
Lok ’n Roll zeigt, dass ein gutes Eisenbahnspiel nicht immer ein großes Spielbrett oder komplexe Wirtschaftssysteme braucht. Stattdessen dreht sich hier alles um den gemeinsamen Ausbau einer Bahnstrecke mit Gleiskarten und die Frage, wie weit Dampflok Emma anschließend fährt. Das Besondere: Nach jedem ausgespielten Gleis entscheidet ein Würfelwurf darüber, ob die Lok sicher vorankommt oder entgleist. Wer zu mutig baut, riskiert Strafkarten, wer zu vorsichtig spielt, wird seine Handkarten nur langsam los. Clever ist zudem das System, Strafkarten miteinander zu kombinieren und dadurch wieder loszuwerden, was immer wieder für kleine taktische Überlegungen sorgt.
Die Regeln sind schnell erklärt, das Material sympathisch gestaltet und eine Partie dauert nicht lange. Strategische Tiefe sollte man zwar nicht erwarten, dafür eignet sich Lok ’n Roll hervorragend als lockeres Familienspiel oder als Absacker nach einem längeren Spieleabend.
Ich liebe Rennspiele! Sie leben vom Tempo, von Spannungskurven und davon, dass sich eine Partie selten nur im Kopf abspielt. Man fiebert mit. Man kommentiert. Man ärgert sich. Und oft erinnert man sich noch Tage später an genau diese eine Zielankunft.
Kaum ein Genre erzeugt am Spieltisch so unmittelbar Emotionen wie Rennspiele. Es gibt nur wenige Momente im Brettspielbereich, die sich so physisch anfühlen wie eine letzte Kurve in Heat, ein perfekt vorbereiteter Zielsprint in Flamme Rouge oder das kollektive Geschrei, wenn bei Camel Up plötzlich drei Kamele gleichzeitig übereinander getragen werden und sämtliche Wetten wertlos sind.
Rennspiele leben vom Tempo, von Spannungskurven und davon, dass sich eine Partie selten nur im Kopf abspielt. Man fiebert mit. Man kommentiert. Man ärgert sich. Und oft erinnert man sich noch Tage später an genau diese eine Zielankunft.
Gerade deshalb ist das „Rennspiel“ auch kein einheitliches Genre. Manche Spiele versuchen, Geschwindigkeit und Fahrzeugkontrolle live auf den Tisch zu bringen. Andere interessieren sich viel stärker für das Drumherum: das Publikum, die Wetten, das Chaos oder die gemeinsame Stimmung am Tisch. Und wieder andere funktionieren hervorragend mit Kindern, weil sie Rennen mit einfachen Regeln familiengerecht umsetzen.
Die folgenden zwölf Spiele decken genau diese Bandbreite ab. Nicht als bloße Bestenliste, sondern als Überblick darüber, warum Rennspiele seit Jahren zu meinen liebsten Spielerfahrungen gehören.
Rennsimulationen: Wenn sich Geschwindigkeit plötzlich echt anfühlt
Heat – Pedal to the Metal, Flamme Rouge, Rallyman GT/Dirt
Die besten Rennsimulationen schaffen etwas Schwieriges: Sie lassen uns Entscheidungen treffen, die nicht abstrakt bleiben, sondern sich direkt auf das Spielgeschehen auswirken. Genau deshalb funktionieren Spiele wie Heat – Pedal to the Metal, Flamme Rouge oder die beiden Rallyman-Varianten so gut.
Heat – Pedal to the Metal: Mix aus Kontrolle und Risiko
Bei Heat: Pedal to the Metal entsteht dieses Gefühl vor allem über das brillante Handkarten-Management. Wer aggressiv fährt, produziert durch Hitzekarten Probleme für später. Wer zu vorsichtig bleibt, verliert den Anschluss. Die Kurven werden dadurch automatisch zu kleinen Nervenzentren jeder Partie. Man sieht genau, was passieren müsste, um noch die Kurve passieren zu können — und weiß gleichzeitig, dass eine einzige falsche Entscheidung das Deck mit nutzlosen Hitzekarten verstopfen kann. Das Spiel erzeugt damit genau jene Mischung aus Kontrolle und Überforderung, die man mit klassischen Motorsportbildern verbindet. Besonders beeindruckend ist dabei, wie zugänglich das Ganze bleibt. Heat erklärt sich erstaunlich schnell, obwohl es sich wie ein deutlich komplexeres Rennspiel anfühlt.
Flamme Rouge: Wer permanent im Wind fährt, erschöpft sich.
Ganz anders arbeitet Flamme Rouge. Hier gibt es keine Motoren, keine spektakulären Manöver und keine Würfelorgien. Stattdessen geht es um Windschatten, Kräfteverschleiß und Timing. Das Spiel versteht den Straßenradsport erstaunlich gut und setzt jede Menge Elemente eines echten Radrennens thematisch um. Wer permanent vorne fährt, erschöpft sich. Wer zu lange wartet, verliert die entscheidenden Meter. Gerade diese Dynamik sorgt dafür, dass sich Partien oft wie echte Radrennen entwickeln: lange kontrollierte Phasen, kleine Gruppenbildungen und plötzlich ein explosiver Endspurt. Besonders schön ist, wie elegant das System funktioniert. Die Regeln verschwinden nach wenigen Minuten beinahe vollständig hinter dem eigentlichen Rennen.
Interessant ist, dass sich Heat und Flamme Rouge trotz ähnlicher Grundstruktur emotional komplett unterschiedlich anfühlen. Heat lebt vom Risiko und von aggressiven Entscheidungen. Flamme Rouge dagegen erzeugt eher dieses stille Beobachten des Feldes, das geduldige Warten auf den richtigen Moment. Beide Spiele zeigen aber exemplarisch, warum Rennspiele oft stärker von Rhythmus als von Komplexität leben.
Die Rallyman GT- / Rallyman: DIRT-Reihe geht noch einen Schritt weiter Richtung Fahrsimulation. Hier wird jede Kurve geplant, jeder Gangwechsel bewusst gesetzt. Besonders gelungen ist der Push-your-Luck-Aspekt beim Würfeln. Man kann vorsichtig und kontrolliert fahren — oder alles riskieren und sämtliche Würfel gleichzeitig werfen. Genau in diesen Momenten entsteht dieses Rallye-Gefühl: der schmale Grat zwischen perfekter Ideallinie und Kontrollverlust. Während Rallyman GT stärker von Positionskämpfen und sauberem Asphalt lebt, fühlt sich Dirt rauer an, das Driften durch Kurven verändert die gesamte Fahrweise.
Gemeinsam haben diese Spiele, dass sie Rennen nicht nur darstellen, sondern nachvollziehbar machen. Man versteht während der Partie, warum eine Entscheidung funktioniert — oder eben nicht. Genau das macht große Rennsimulationen aus.
Nicht jedes Rennspiel braucht Simulation. Manche der besten Genrevertreter funktionieren gerade deshalb so gut, weil sie Rennen als gemeinsames Spektakel begreifen. Spiele wie Magical Athlete oder Cubitos zum Beispiel.
Magical Athlete: Chaos-Rennen mit absurden Charakteren.
Magical Athlete ist dafür bis heute eines meiner liebsten Beispiele. Das Spiel wirkt zunächst wie reines Chaos: Fantasywesen würfeln sich über absurde Strecken, Fähigkeiten brechen ständig sämtliche Regeln und scheinbar sichere Führungen lösen sich sofort wieder auf. Trotzdem entsteht erstaunlicherweise eine sehr eigene Dramaturgie. Der Riese blockiert den gesamten Weg. Der Dieb stiehlt Fähigkeiten. Andere Figuren profitieren davon, Letzter zu sein oder mitten im Feld zu stehen.
Cubitos: Braucht ein bisschen Anlauf, um in der Gruppe gut zu funktionieren.
Cubitos mit seine 121(!) Würfeln sorgt permanent für kleine Entscheidungen zwischen Sicherheit und Eskalation. Besonders gelungen ist dabei die Entwicklung der eigenen Würfelkombinationen. Push your luck bleibt dabei ein zentrales Element, denn Würfelspiele sind natürlich Glücksspiele. Wer sich gerade zu Beginn eines Rennens wenige Fehlwürfe leistet, kann durch das geschickte Einkaufen von Zusatzwürfeln immerhin die Wahrscheinlichkeiten zu den eigenen Gunsten verschieben. Das richtige Maß aus Vorsicht und Risiko ist entscheidend. Und wer nicht wagt, wird das Rennen nicht gewinnen Im Laufe des Rennens baut man sich kleine Maschinen zusammen, die plötzlich enorme Geschwindigkeitsausbrüche erzeugen können. Cubitos braucht ein bisschen Anlauf, um in der Gruppe gut zu funktionieren. Am besten kennt eine(r) schon vorab die Regeln und kann sie besser erklären als die etwas komplizierte Anleitung.
Diese Art von Rennspielen ist ideal für Abende, an denen weniger die perfekte Strategie als die gemeinsame Dynamik zählt. Sie erzeugen Atmo und spontane Reaktionen. Genau darin liegt ihre Stärke.
Rennen als Wettereignis: Zuschauer sitzen mit am Tisch
Downforce, Hot Streak, Ready Set Bet, Camel Up
Eine besonders spannende Unterkategorie von Rennspielen beschäftigt sich gar nicht primär mit dem Fahren selbst, sondern mit dem Zuschauen. Spiele wie Downforce, Hot Streak, Ready Set Bet oder das Spiel des Jahres 2024, Camel Up, machen den Spieltisch zur Tribüne.
Downforce ist dabei schon ein Klassiker des Genres. Das Faszinierende an Wolfgang Kramers Design ist bis heute, wie elegant Besitz und Kontrolle auseinanderfallen. Man besitzt vielleicht einen Wagen, bewegt über die ausgespielte Handkarte aber oft gleichzeitig auch die Fahrzeuge der Konkurrenz. Dadurch entsteht ein permanentes Abwägen zwischen Eigeninteresse und notwendiger Kooperation. Besonders gelungen sind die Zwischenwetten während des Rennens. Sie sorgen dafür, dass sich das Spiel ständig neu bewertet. Führungen wirken plötzlich fragil, Außenseiter interessant und Blockaden extrem wichtig.
Hot Streak: Witziger Spaß aus den USA.
Deutlich chaotischer präsentiert sich Hot Streak. Das Spiel fühlt sich wie eine Mischung aus Sportübertragung und Glücksspielshow an. Die eigentliche Stärke liegt dabei weniger im Mechanismus als in der Atmosphäre. Sobald das vorbereitete Kartendeck abgearbeitet wird, entwickelt das Rennen ein erstaunliches Eigenleben. Man feuert Maskottchen an, obwohl man rational längst ahnt, dass die eigene Wette verloren ist. Ein irrwitziger Spaß aus den USA; der in Deutschland von Strohmann Games lokalisiert wurde und in einer besonders auffälligen Spielschachtel mit ausrollbarer Rennstrecke daherkommt.
Ready Set Bet: Kaum ein anderes Rennspiel erzeugt so schnell kollektive Hektik.
Ready Set Bet wiederum übersetzt Pferdewetten in puren Echtzeitstress. Kaum ein anderes Rennspiel erzeugt so schnell kollektive Hektik. Während die Pferde durch Würfelbewegungen voranrasen (oder über eine App digital auf die Strecke gehen) und ständig neue Quoten entstehen, greifen alle gleichzeitig nach Chips und versuchen noch rechtzeitig die richtigen Felder zu besetzen. Das Spiel funktioniert deshalb so gut, weil es nicht versucht, Ruhe oder Übersicht zu schaffen. Es will genau dieses nervöse Rennbahngefühl erzeugen — und trifft es erstaunlich präzise. Absolutes Highlight ist, wenn eine von euch am Tisch das Renngeschehen lautstark wie ein TV-Reporter kommentiert…
Auch Camel Up lebt genau vom Wettprinzip. Eigentlich setzen wir nur auf ein Kamelrennen. Emotional fühlt sich das Spiel aber eher an wie eine Sportübertragung, bei der alle gleichzeitig Kommentatorinnen und Kommentatoren werden. Das Geniale daran ist die Stapelmechanik der Kamele. Sie macht das Rennen komplett unberechenbar, ohne beliebig zu wirken. Selbst Menschen, die normalerweise kaum Brettspiele spielen, verstehen innerhalb weniger Sekunden, warum gerade alle schreien.
Solche Rennspiele sind ideal für größere Gruppen oder für Runden, in denen nicht alle permanent komplexe Entscheidungen treffen möchten. Selbst Menschen, die gerade nicht vorne liegen, bleiben emotional vollständig im Rennen. Genau das unterscheidet gute Wettspiele von klassischen Rennsimulationen.
Rennspiele mit Kindern: Direkt und sofort verständlich
Pitch Car, Monza, Wildwasser – der große Flusslauf
Gerade mit Kindern funktionieren Rennspiele oft besser als viele andere Genres. Das Ziel ist klar. Fortschritt ist sichtbar, die Ziellinie immer vor Augen. Spannung entsteht automatisch. Gute Kinderrennspiele reduzieren deshalb nicht einfach Komplexität, sondern übersetzen Rennen in unmittelbare Erfahrungen.
Pitch Car Mini: Zu schnell in die Kurve geschnippt? Fahrzeug raus.
PitchCar (Mini) macht das über Geschicklichkeit. Sobald die Holzscheiben über die Strecke schnippen, verwandelt sich der Tisch fast automatisch in eine kleine Carrerabahn ohne Elektronik. Besonders schön ist dabei, wie ernst Kinder und Erwachsene dieselben Situationen nehmen. Zu schnell in die Kurve? Fahrzeug raus. Gegner von der Strecke katapultiert? Riesiges Gelächter. Das Spiel funktioniert generationsübergreifend, weil die Regeln praktisch unsichtbar werden.
Monza verfolgt einen ganz anderen Ansatz. Hier entsteht Spannung nicht über Geschicklichkeit, sondern über Reihenfolgen und Planung. Kinder ab fünf Jahren lernen spielerisch, mehrere Schritte vorauszudenken, ohne dass sich das wie Lernen anfühlt. Genau deshalb funktioniert Monza seit Jahren so gut als Einstiegsspiel. Die Entscheidungen bleiben nachvollziehbar und erzeugen trotzdem ständig kleine Erfolgserlebnisse.
Wildwasser – der große Flusslauf: Dynamik, die Kinder sofort verstehen.
Besonders unterschätzt finde ich Wildwasser – der große Flusslauf. Das Spiel verbindet Rennen mit einer fast lebendigen Umgebung. Die Baumstämme bewegen sich, Tiere driften plötzlich ab und sichere Positionen verschwinden innerhalb weniger Züge wieder. Dadurch entsteht eine Dynamik, die Kinder sofort verstehen. Gleichzeitig bietet das Spiel auch Erwachsenen genug interessante Entscheidungen, um mehrere Partien hintereinander spielen zu wollen.
Gerade diese Kategorie zeigt, warum Rennspiele so universell funktionieren. Sie brauchen oft keine komplizierten Themen oder langen Erklärungen. Bewegung, Spannung und Zielgeraden verstehen praktisch alle sofort.
Warum haben Rennspiele einen festen Platz in meinem Brettspielregal?
Rennspiele gehören für mich zu den Genres, die besonders stark von der Gruppe leben. Viele Eurogames funktionieren still und konzentriert. Rennspiele dagegen entfalten ihre besten Momente meist dann, wenn am Tisch kommentiert, gejubelt oder verzweifelt wird. Sie erzeugen Emotionen nicht erst in der Schlusswertung, sondern während jeder einzelnen Runde.
Gibt es das eine perfekte Rennspiel für mich?
Nein. Mal möchte man die konzentrierte Spannung eines knappen Windschatten-Duells in Flamme Rouge. An anderen Abenden braucht es das völlige Chaos von Camel Up oder die hektische Wettatmosphäre von Ready Set Bet. Und manchmal reicht schlicht ein Holzchip auf einer selbstgebauten Strecke in PitchCar, um den gesamten Tisch für eine Stunde in Ausnahmezustand zu versetzen.
Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).
Logikspiele haben sich längst vom klassischen Solo-Knobelspaß emanzipiert und sind heute ein spannender Teil der Brettspielwelt. Sie fordern nicht nur das räumliche Denken heraus, sondern verbinden Tüfteln, Ausprobieren und manchmal sogar Zeitdruck zu überraschend abwechslungsreichen Spielerlebnissen. Mal müssen wir mit wenigen Teilen stabile Konstruktionen erschaffen, mal knifflige Aufgaben aus unterschiedlichen Blickwinkeln lösen oder unter hohem Tempo Muster erkennen und richtig kombinieren. Gerade diese Mischung aus Konzentration, Haptik und cleveren Aha-Momenten macht den Reiz vieler moderner Logikspiele aus.
Dabei zeigt sich, wie vielseitig das Genre inzwischen geworden ist. Manche Titel funktionieren als ruhige Denkaufgabe, bei der jeder Zug gut überlegt sein will, andere bringen Wettbewerb, Kommunikation oder sogar kooperative Elemente ins Spiel. Wenn plötzlich mehrere Personen gleichzeitig an einer Lösung tüfteln, entsteht oft eine Dynamik, die weit über klassisches Puzzeln hinausgeht. Aus einem stillen Logikproblem wird dann schnell ein gemeinsames Spielerlebnis.
Besonders spannend ist dabei, wie unterschiedlich aktuelle Spiele ihre Herausforderungen inszenieren. Mal spielen physikalische Prinzipien wie Balance oder Schwerkraft eine Rolle, mal stehen geometrische Formen und Perspektivwechsel im Mittelpunkt. Andere setzen auf magnetische Bauteile, raffinierte 3D-Aufbauten oder Aufgaben, bei denen nur gutes Abstimmen in der Gruppe zum Ziel führt. Gerade diese kreativen Ideen zeigen, wie lebendig und innovativ moderne Denksport-Spiele inzwischen sind.
Wir haben uns deshalb eine Reihe Neuheiten und Klassiker angesehen, die mal entspanntes Grübeln, mal hektisches Knobeln und oft beides zugleich bieten. Ob allein, zu zweit oder in der Runde mit Familie und Freunden – diese Spiele fordern Köpfchen, überraschen mit cleveren Ideen und zeigen, wie unterhaltsam Logik auf dem Spieltisch sein kann.
Unsere Logikspiele-Sammlung: los geht’s:
Colour up
Colour Up (Huch) ist ein wunderbar typisches Logikpuzzle: Aus farbigen Holzelementen entsteht ein Turm, doch kein Teil darf seitlich oder oben herausragen. 74 Aufgaben sorgen dabei für reichlich Futter – von schnell lösbaren Einstiegsrätseln bis zu Herausforderungen, bei denen man mehrere Züge vorausdenken muss. Reizvoll ist vor allem, dass nicht einfach ausprobiert wird, bis etwas passt. Die ersten Teile eines Rätsels sollen in einer vorgegebenen Reihenfolge eingesetzt werden, die restlichen muss man sich selbst erschließen. Genau daraus entsteht dieser typische Tüftel-Sog: kurz grübeln, etwas drehen, umdenken, neu ansetzen – und plötzlich fällt die Lösung ins Auge. Durch das wertige Holzmaterial und die angenehme Haptik wirkt das alles wie ein kleines Denkspiel zum Anfassen. Gerade in Familien kann „Colour Up“ gut funktionieren, weil sich die Aufgaben nach und nach steigern. Wer Spiele mag, bei denen räumliches Denken und logische Kombinationen im Mittelpunkt stehen, findet hier ein sehr zugängliches, aber keineswegs anspruchsloses Puzzle.
Sea Stax
Mit Sea Stax (Huch) tauchen wir tief in das bunte Treiben der Weltmeere ab, wobei das Ziel so simpel wie fordernd ist: Eine bunte Schar aus Meeresbewohnern muss exakt auf einer vorgegebenen Rasterfläche platziert werden. Das Thema wird durch die zwölf charmant gestalteten Kunststofffiguren wie Hai, Krake und Seepferdchen lebendig. Die Spielerinnen und Spieler wählen eine der 48 Aufgabenkarten und legen die darauf abgebildeten Tiere bereit. Nun gilt es, die Meeresbewohner so zu drehen, zu wenden und zu verschachteln, dass am Ende kein Teil über den Rand ragt und das gesamte Gitter lückenlos gefüllt ist. Die besondere Finesse offenbart sich in den höheren Leveln, wenn die Aufgaben zweistöckig werden. Wir stapeln beispielsweise den Aal in der zweiten Ebene quer über den Wal und stellen die Krabbe hochkant daneben, um die exakte Höhe zu erreichen. Diese vertikale Komponente fordert das räumliche Vorstellungsvermögen massiv heraus.
Roll on
Bei Roll on! (Huch) kommt ordentlich Bewegung in die Denksport-Ecke, denn hier ist die Schwerkraft unser wichtigster Verbündeter – oder unser größter Gegner. Auf einer geneigten Spielfläche schicken wir kleine Kugeln auf die Reise durch ein Labyrinth aus Barrieren; manche sind vom Level vorgegeben, andere müssen wir erst noch einstecken in das gerasterte Spielfeld. Das Ziel ist klar: Die Murmeln müssen punktgenau in den markierten Zielfeldern landen. Wir stehen also vor der Herausforderung, die Barrieren so geschickt zu platzieren, dass jede Kugel ihren vorbestimmten Weg findet. Dabei ist Köpfchen gefragt, denn oft müssen wir um die Ecke denken. Wir isolieren eine überzählige Kugel in einer Sackgasse oder nutzen den Schwung einer rollenden Murmel, um eine andere überhaupt erst in Bewegung zu setzen. Wenn wir schließlich den mechanischen Hebel betätigen und das Klackern der Kugeln durch den Raum schallt, folgt der Moment der Wahrheit. Rollt alles wie geplant? Dieses haptische Erlebnis macht physikalische Zusammenhänge greifbar und sorgt für eine tolle räumliche Antizipation, die besonders bei Kindern für leuchtende Augen sorgt.
Dot to Dot
Das Logikspiel Dot to Dot (moses. Verlag) basiert auf 80 Aufgabenstellungen. Das Spielprinzip nutzt sechs transparente Schablonen mit Liniensegmenten, die auf Aufgabenkarten so angeordnet werden müssen, dass eine durchgehende, kreuzungsfreie Verbindung zwischen allen markierten Punkten entsteht. Die Mechanik erlaubt das Drehen und Wenden der Bauteile, wobei die Komplexität durch die Anzahl der einzusetzenden Schablonen und die Variabilität ihrer Ausrichtung skaliert. Strukturell überzeugt das System durch ein minimalistisches Design. Die kognitive Anforderung liegt in der räumlichen Deduktion und der systematischen Kombination der Fragmente. Während die Einstiegslevel eine geringe Hürde bieten, erfordern die fortgeschrittenen Aufgaben ein hohes Maß an abstraktem Vorstellungsvermögen. Das Spiel ist vor allem für Solospieler ab acht Jahren interessant; es fördert die Konzentrationsfähigkeit und setzt analytische Ausdauer voraus.
Turing Machine
Das Deduktionsspiel Turing Machine (Huch) überträgt das Prinzip mechanischer Rechenmaschinen in eine analoge Brettspielform. Die zentrale Aufgabe besteht darin, einen dreistelligen Code durch systematische Ausschlussverfahren zu ermitteln. Die technische Realisierung erfolgt über ein System aus Lochkarten, die durch physische Überlagerung logische Abfragen ermöglichen. Spieler:innen testen pro Runde Hypothesen gegen spezifische Prüfkriterien – etwa zu Parität oder Summenwerten –, wobei das System binäre Rückmeldungen liefert. Analytisch betrachtet handelt es sich um ein puristisches Logikspiel mit hoher kognitiver Dichte. Der Spielablauf ist weitgehend solitär, was eine ausgeprägte Affinität zu mathematischen Problemstellungen voraussetzt. Eine ergänzende Web-Datenbank gewährleistet eine massive Skalierbarkeit der Aufgabenstellungen und sichert so die Langzeitmotivation für die Zielgruppe.
Rush Hour
Welt-der-Form, Wiki
Der Klassiker: Bei Rush Hour manövriert eine Person ihr Auto durch einen Stau, indem sie andere Fahrzeuge aus dem Weg schiebt. 40 Aufgabenkarten in vier Schwierigkeitsstufen geben die Ausgangspositionen des roten Autos und der anderen Fahrzeuge vor. Jede Karte ist eine neue Herausforderung, denn die Aufgaben werden immer schwieriger – aber nur so viel, dass man sie mit etwas Überlegen lösen kann. Wir schieben den gelben Bus zur Seite und befreien die Fahrbahn für unsere Flucht aus dem Verkehrschaos. Der Denk- und Tüftelspaß ist ideal für eine Person und bietet einen schnellen Einstieg.
By The Book
By The Book (HCM Kinzel) ist ein haptisches Puzzle, bei dem zwölf farbige Holzbücher sowie eine Katzenfigur präzise zwischen zwei Regalböden angeordnet werden müssen. Kernziel ist die Herstellung einer waagerechten Ausrichtung des oberen Regalbretts. Wir stapeln die Bücher so, dass sie als Stützen dienen, und platzieren die Katze an der richtigen Stelle. Die Aufgabenkarten definieren jeweils das zu verwendende Material und etwaige Beschränkungen. Wenn dir dieses Spiel gefällt, könnte auch Sea Stax interessant sein. Das Spiel stellt kognitive Anforderungen an räumliches Vorstellungsvermögen und logische Deduktion, während es im Regal auch noch dekorativ aussieht.
Magnefix
Für das Reaktionsspiel Magnefix (Amigo) benötigt ihr vor allem ein gutes Auge und müsst euch einem hektischen Wettkampf gegen die Tischnachbarn stellen. Hier kommen die originalen, quadratischen Magformers-Bauteile zum Einsatz – ein magnetisches Konstruktionsspielzeug, das bei Kindern ohnehin extrem beliebt ist. Autor Roberto Fraga hat daraus ein rasantes Bauspiel auf Zeit gemacht, das Familien vor eine echte Herausforderung stellt. Jede Spielerin erhält einen eigenen Satz Magformers in fünf verschiedenen Farben. Sobald die oberste der 55 Aufgabenkarten umgedreht wird, beginnt das große Wuseln: Alle versuchen gleichzeitig, die abgebildete Konstruktion so schnell wie möglich nachzubauen.
Wer zuerst fertig ist, klatscht schnell die Hand auf die Aufgabenkarte. Ist alles korrekt zusammengesetzt, wandert die Karte als Belohnung in den eigenen Vorrat. Wir merken schnell, wie die Nervosität steigt, wenn die Mitspieler bereits fast fertig sind. In der Hektik ist fixes Antizipieren gefragt, denn wenn ein Magnet mal wieder falsch herum angebaut wird und sich prompt vom Rest der Konstruktion abstößt, kostet das wertvolle Sekunden. Magnefix ist ein klassisches Generationenspiel, das man beim Besuch der Oma genauso gut auf den Tisch bringen kann wie beim Kindergeburtstag. Es bietet einen sofortigen Einstieg ohne langes Regelstudium und sorgt für reichlich Action am Spieltisch.
Das verrückte Haus
„Das verrückte Haus“ (Game Factory) ist die grafisch überarbeitete Neuauflage des Klassikers „La Boca“ von Inka und Markus Brand. In wechselnden Zweier-Teams stapelt ihr bunte Holzklötze auf einem kleinen 4×4-Raster aufeinander, wobei die Spielschachtel kreativ in das Geschehen integriert wird. Das Ziel ist es, gemeinsam eines der über 100 Gebäude so schnell wie möglich zu errichten. Die besondere Herausforderung liegt in der asymmetrischen Sichtweise: Ihr sitzt euch gegenüber und jeder blickt auf der im Fundament steckenden Karte nur auf seine eigene Seite des Bauplans. Da sämtliche Steine verbaut werden müssen, ist ein ständiger Austausch zwischen den Partnern unerlässlich.
„Kann ich den blauen Stein hier links ablegen?“, fragen wir uns laut, während das Gegenüber einwendet, dass dort nur ein schwarzer Block sichtbar sein darf. Je schneller ihr die Aufgabe meistert, desto mehr Punktechips dürft ihr euch am Ende nehmen. Wer mag, nutzt die kostenlose App zum Spiel, die mit schneller werdenden Beats den Zeitdruck akustisch untermalt. Der Reiz liegt im kommunikativen, semi-kooperativen Gameplay, das Kinder ab acht Jahren und Erwachsene gleichermaßen motiviert. Für das perfekte Spielerlebnis solltet ihr auf gute Lichtverhältnisse achten, da die Pastellfarben der Steine bei schwachem Kunstlicht schwer voneinander zu unterscheiden sind.
Block and Key
In Block and Key schlüpfen wir in die Rolle ehrgeiziger Archäologen, die einen vergessenen Tempel voller Hieroglyphen erforschen. Das Herzstück ist ein erhöhter 3D-Spielplan auf einem Kartonrahmen, an dem bis zu vier Personen Platz nehmen. Das Besondere: Jede Seite des Tempels bietet eine völlig andere Perspektive auf das Geschehen. Das Ziel ist es, Blockmuster zu bilden, die exakt den Vorgaben der eigenen Auftragskarten – den sogenannten Schlüsseln – entsprechen. Da man nur aus der eigenen Sichtposition auf die Architektur blickt, ist ein quadratischer Spieltisch ideal, damit alle nah am Geschehen sitzen und die beste Sicht auf die Blöcke haben.
In deinem Zug hast du zwei Optionen: Entweder ziehst du drei neue Blöcke aus der Auslage oder du platzierst einen deiner Steine auf dem Tempelboden. Dabei gelten strikte Bauvorgaben, etwa dass nur gerade Brücken erlaubt sind und keine Lücken entstehen dürfen. Wir setzen beispielsweise einen massiven Block so geschickt, dass er aus unserer Perspektive gleich mehrere Schlüsselkarten auf einmal „entsperrt“. Taktische Tiefe entsteht dadurch, dass man die Absichten der anderen erahnen und ihnen gezielt die Sicht verbauen kann. Das Spiel endet, sobald jemand acht Karten erfüllt hat, wobei Punktesammler auch in einer Solovariante vom Trainee zum „Expert Archaeologist“ aufsteigen können. Einziger Kritikpunkt ist die teils schwierige Farbdifferenzierung bei gedämpftem Licht. Wer Ubongo 3D oder Project L schätzt, findet hier eine gelungene Herausforderung.
Endlich Urlaubszeit! Egal ob lange Fahrten im Zug, Wartezeiten am Flughafen oder gemütliche Spielabende in der Ferienwohnung – ein gutes Spiel im Gepäck darf nicht fehlen. Oft ist der Platz im Koffer jedoch begrenzt, weshalb große Schachteln meistens zu Hause bleiben müssen.
In diesem Beitrag möchten wir euch eine Liste von acht neuen, kompakten Spielen vorstellen, die sich gut als Reise- oder Mitnehm-Spiele für die ganze Familie eignen.
Die Auswahl ist abwechslungsreich und bietet für jeden Geschmack das Richtige: Wer gerne kreativ mit Wörtern und Bildern umgeht, wird an dem Memo-Spiel „Wort im Wort“ Freude haben. Für Action, Hektik und Reaktionen sorgen hingegen das Echtzeit-Spiel „Fußball Ligretto“ und der Klatsch-Wettbewerb „Mücken drücken“.
Wer es lieber etwas ruhiger und taktischer mag, kommt bei Kartenduellen wie der Golf-Clubmeisterschaft „Golfie“, dem Samurai-Kartenspiel „Makoto“ oder dem Zwei-Personen-Wettstreit der Baumeister in „Turm: Das Duell“ voll auf seine Kosten. Abgerundet wird die Empfehlungsliste durch das Stichspiel „Cat Trick“ und die kooperative Team-Herausforderung „Top Drop“.
Hier kommt die Übersicht zu diesen acht kleinen Spiele-Highlights, die in jedes Handgepäck passen und auf eurer nächsten Reise garantiert keine Langeweile aufkommen lassen!
Noch mehr Empfehlungen für „Brettspiele unterwegs“ findet ihr in unserer Reisespiele-Liste 2023.
Bei einigen Empfehlungen findest du Amazon-Links. Wenn du darüber einkaufst, unterstützt du unsere Arbeit – ohne Mehrkosten für dich.
Britta Fiore | 2026 | Schmidt Spiele | 2 bis 4 Personen | ab 7 Jahren | bis 15 Minuten
Darum geht’s: Anpfiff fürs Karten-Chaos! Bei Fußball Ligretto ist Tempo gefragt, denn hier wartet ihr nicht ab, bis ihr an der Reihe seid. Stattdessen spielen alle Beteiligten gleichzeitig in zwei Teams (Rot gegen Blau) um den Sieg. Euer Ziel ist es, so schnell wie möglich einen Treffer zu erzielen. Sobald der „Ball“ in Form einer Karte mit der Zahl 4 im Spiel ist, durchsucht ihr hektisch eure Auslage nach passenden Anschlusskarten. Angriff und Verteidigung wechseln dabei auf dem Tisch blitzschnell, während ihr Symbole wie Trillerpfeifen, Pokale, Eckfahnen oder Torwarthandschuhe aufeinanderlegt, um den Gegnern den Ball abzujagen oder selbst vor das Tor zu ziehen. Wer behält die Nerven und knallt im richtigen Moment die rettende Torkarte auf den Stapel? Das Team, das in diesem Wettstreit zuerst drei Tore schießt, holt sich den Sieg.
Unsere Einschätzung: Neuauflage des hektischen Ligretto-Feelings als Fußballspiel. Das Spielen in Mannschaften und Passen des Balls an das entsprechende Teammitglied startet zunächst gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Runden wird’s ein kurzweiliger Spaß. Den Stress am Spieltisch muss man aber mögen.
Ligretto, das rasante Kartenspiel. Jetzt mit massig Torchancen! Zwei Mannschaften treten in einer turbulenten Partie gegeneinander an. Wer legt die Karten am schnellsten ab, bleibt am Ball und schießt die meisten Tore?
Geschwindigkeit, gute Kombinationsgabe und schnelles Reaktionsvermögen sind hier gefragt
Nagi-an | 2026 | Helvetiq | 3 bis 5 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Darum geht’s: Miau! In diesem raffinierten Stichspiel schlüpft ihr in die Rolle kleiner, verspielter Kätzchen, die am liebsten jedes verfügbare Spielzeug für sich allein beanspruchen würden. Euer Ziel ist es, fünf verschiedene Spielzeuge (dargestellt in fünf Farben) zu sammeln, indem ihr reihum Karten ausspielt und Stiche gewinnt. Wer die höchste Trumpfkarte oder die höchste Karte der angespielten Farbe in die Mitte legt, schnappt sich die Beute. Aber Vorsicht, denn Gier wird sofort bestraft: Wer zu viele Karten von derselben Sorte ansammelt – genauer gesagt vier oder mehr einer Farbe –, muss seine hart verdiente Beute plötzlich an die restlichen Mitspielenden verteilen. Schlaue Katzen wissen also genau, wann sie am besten auf der Lauer liegen, Karten durchlassen und wann sie im richtigen Moment zuschlagen müssen. Es gewinnt nicht, wer die meisten Stiche macht, sondern wer am Ende den komplettesten Spielzeugmix besitzt.
Unsere Einschätzung: Mini-Karten, großes Miau-Vergnügen bei Cat Trick! Die Lokalisation des japanischen Spiels „Take that Toy“ fügt der beliebten Mechanik des Stichspiels eine raffinierte Facette hinzu. Mit ganz wenigen Regeln gelingt ein taktisch geprägtes Ringen um viele, aber bloß nicht zu viele Karten einer bestimmten Farbe.
Mücken drücken
Reiner Knizia | 2025 | Denkriesen | 2 bis 7 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten
Darum geht’s: Auf die Plätze, fertig, klatschen! Bei Mücken drücken sind Reaktionsschnelligkeit und ein wachsames Auge entscheidend. Eine Person übernimmt die aktive Rolle des Dealers und deckt zügig nacheinander Insektenkarten auf einem offenen Stapel in der Tischmitte auf. Sobald diese Auslage für euch lohnend aussieht, heißt es: Blitzschnell mit der Hand auf den Pott hauen und sich die Karten sichern! Aber schaut vor dem Zuschlagen genau hin, was da alles kreucht und fleucht: Süße kleine Mücken bringen euch wertvolle Pluspunkte, während andere lästige Krabbeltiere Minuspunkte bedeuten. Sammelt Insektenpärchen, schnappt euch die fette Fliegenfalle zur richtigen Zeit oder fangt die Bruzzler, um euer Punktekonto im Blitztempo aufzuladen. Wer nach drei Runden die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt diesen Klatsch-Wettbewerb.
Unsere Einschätzung: Passt gut in eine Runde mit spielerfahrenen Kindern, solange niemand zu verbissen ans Werk geht. Beim Klatschen und Sammeln von bestimmten Mengen bzw. Kartenpaaren helfen ein gutes Gedächtnis, aber auch die nötige Portion Glück, wenn ganz am Ende ausgezählt und mitunter überraschende Ergebnisse auf euch warten.
Turm – Das Duell
Heiko Eggers | 2026 | Jimeggz | 2 Personen | ab 12 Jahren | bis 90 Minuten
Darum geht’s: Tretet an zum Duell der Baumeister! In diesem Zwei-Personen-Spiel errichtet ihr in der Tischmitte gemeinsam acht Türme aus Plättchen. Das Ziel jedes Spielers ist es, zügig seinen persönlichen verdeckten Nachziehstapel fehlerfrei abzubauen. Ihr legt eure Turmkarten von 0 bis 12 aufsteigend auf die Bauplätze oder auf sogenannte Lagerplätze (dort im Farbwechsel und absteigend!). Passt eine gezogene Karte momentan absolut nicht, müsst ihr sie notgedrungen in einem Zwischenlager parken (sie kommt später wieder auf die Hand). Wer die wichtigen Bau-Stufen 4, 8 oder 12 eines Turms vollendet, wird sofort mit Goldnuggets belohnt! Mit diesem wertvollen Gold könnt ihr Sonderaktionen freischalten, wie zum Beispiel blockierende Karten aus dem Depot entfernen oder sogar das Zwischenlager blockieren. Sobald eine Person alle Plättchen losgeworden ist, endet das Spiel. Wer dann das meiste Gold gescheffelt hat, gewinnt das Bau-Duell.
Unsere Einschätzung: Tolles Design (Verpackung als aufklappbares Spielfeld), aber länglich und repetitiv im Ablauf. Wenig Taktik möglich – man wartet meist auf passende Karten und sollte die Möglichkeit fürs Ablegens nicht verpassen. Anleitung mit Schwächen.
TAKTISCHES 2-SPIELER-SPIEL: TURM - Das Duell ist ein strategisches Kartenspiel für zwei Spieler mit einfachen Regeln und hoher Spannung, bei dem jede Entscheidung den Spielverlauf beeinflusst. Das Spiel wird im Verlauf komplexer und bis zum Schluss kann sich das Blatt noch komplett wenden.
SPIELPRINZIP: Baut gemeinsam Türme, blockiert strategisch wichtige Felder und sammelt wertvolle Goldnuggets, um deinen Gegner zu übertreffen und das Spiel zu gewinnen.
STYLISCHES DESIGN: Das Spiel kommt mit einem detailreich gestalteten Turm-Verpackung im Steinmauer-Look, der perfekt zum mittelalterlichen Thema passt und als praktische Aufbewahrung dient.
KOMPLETTES SPIELSET: Enthält einen dekorativen Turm-Box Spielkarten mit mittelalterlichen Motiven und alles, was für ein spannendes Strategiespiel benötigt wird.
SCHNELLER SPIELEINSTIEG: Dank einfacher Regeln und maximaler Spannung ist TURM - Das Duell ideal für Spieleabende, bei denen taktisches Geschick und strategisches Denken gefragt sind.
Simona Greco, Marco Rava | 2026 | Helvetiq | 2 bis 4 Personen | ab 8 Jahren | bis 15 Minuten
Darum geht’s: Stellt euch gemeinsam der Herausforderung! Im kooperativen Kartenspiel Top Drop spielt ihr nicht gegeneinander, sondern zieht als Team an einem Strang. Euer gemeinsames Ziel: alle 60 Zahlenkarten sicher und fehlerfrei auf den zentralen Ablagestapel zu spielen. Der Haken an der Sache ist eine beidseitige Richtungskarte, die euch vorgibt, ob ihr die Zahlen in aufsteigender (UP) oder absteigender (DOWN) Reihenfolge ablegen müsst. Eure Rettung in der Not sind spezielle Aktionskarten, mit denen ihr die Spielrichtung umdrehen, die strengen Vorgaben durch einen Farbwechsel kurzzeitig brechen oder einfach mal aussetzen könnt, wenn gar nichts mehr geht. Kommuniziert miteinander (ohne eure genauen Zahlen oder Farben zu verraten) und meistert eine Runde Top Drop.
Unsere Einschätzung: Ruhiges, gemeinsames Spielen ohne große Höhepunkte. Der Vorteil ist die handliche Minibox, die man problemlos überall hin mitnehmen und eine Runde zocken kann.
Makoto
Simon Weinberg | 2026 | Huch | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten
Darum geht’s: Reist als einsame Krieger – sogenannte Ronin – durch das historische Japan und beweist auf dem Schlachtfeld eure Aufrichtigkeit! Makoto ist ein taktisches Kartenspiel, bei dem ihr eure Handkarten so geschickt wie möglich loswerden müsst. Wenn ihr am Zug seid, spielt ihr entweder Karten mit gleichen Werten oder legt aufsteigende Zahlenreihen aus. Wichtig ist dabei nur eine eiserne Regel: Eure gespielte Kombination muss immer höher und stärker sein als die, die gerade ausliegt! Wer die Vorgabe nicht mehr überbieten kann, muss passen. Die letzte Person, die in einer Runde nicht gepasst hat, streicht alle in der Tischmitte liegenden Karten für die spätere Punktewertung ein. Doch wählt weise, wann ihr angreift, denn nicht jede Karte bringt am Ende wertvolle Punkte. Wer als Erster seine komplette Hand leerspielt, kassiert zudem noch einen Punktebonus für die Endwertung.
Unsere Einschätzung: Wer Krass kariert kennt, besitzt und mag, braucht eigentlich kein Makoto. Der Vorgänger verzichtete auf ein aufgesetztes Thema und glänzte mit flottem Ablauf und eingängigen Regeln. Beides vermissen wir bei Makoto.
Golfie
Jimmy Dorion | 2025 | Huch | 1 bis 8 Personen | ab 8 Jahren | bis 30 Minuten
Darum geht’s: Willkommen auf dem satten Grün! Bei Golfie liefert ihr euch ein Kartenduell, bei dem es ganz wie im echten Golf darum geht, nach 9 oder 18 Löchern die niedrigste Punktzahl zu haben. Jeder startet mit einem 3×3-Raster aus verdeckten Schlag-Karten, von denen zu Beginn zwei aufgedeckt werden. Wer am Zug ist, zieht die oberste Karte vom Aktionsstapel, die verschiedene Handlungen vorgibt: Sogenannte Zonenkarten zeigen exakt, an welcher Position in eurem Raster ihr eine Karte aufdecken oder mit einer benachbarten Karte vertauschen müsst. Zieht ihr das Golf Cart, dürft ihr diese Aktionen an einer völlig beliebigen Stelle eurer Auslage ausführen. Euer Ziel beim Aufdecken und Verschieben: Sobald drei offene Karten mit demselben Wert horizontal oder vertikal in einer Reihe liegen, bildet ihr eine Combo. Diese Karten werden abgeräumt, neue rücken nach, und die Combo verringert euer Endergebnis um zwei wertvolle Punkte. Zieht ihr hingegen eine Einlochen-Karte, müsst ihr eine Karte eurer obersten Reihe für euren Score auf dem Wertungsblock notieren. Die Aktionskarte Letztes Loch funktioniert genauso, markiert aber zusätzlich das Ende der aktuellen 9-Loch-Runde.
Unsere Einschätzung: Simples Kartenspiel mit Anleihen bei Skyjo, Hilo und Co. Zu glückslastig, um wirklich ein Rennen um die niedrigste Schlagzahl zu werden. Wer zur falschen Zeit eine Einlochkarte aufdeckt und in der oberen Reihe nur hohe Werte liegen hat, ist schnell frustriert.
SPIELSASS AUF DEM GOLFPLATZ: Mit dem Kartenspiel GOLFIE erwartet dich eine amüsante Herausforderung, bei der du die wenigsten Schläge erzielen und gewinnen musst.
ALLE SPIELEN GLEICHZEITIG: Das FAMILIENSPIEL AB 8 ist schnell erklärt und bietet durch die verdeckten Karten und Strategieoptionen stets spannende Partien.
IDEALES KARTENSPIEL AB 8: Optimal geeignet für gesellige Runden mit Familie oder Freunden, für 1 bis 8 Spieler ab 8 Jahren und ca. 25 Minuten Spielzeit.
KURZANLEITUNG: 1. Karten aufdecken und hohe Werte entfernen | 2. Niedrige Werte gezielt nach vorne bringen | 3. Nach 18 Bahnen gewinnt der niedrigste Punktestand
Spiele-Fans aufgepasst! Ihr sucht neue Highlights für den nächsten Spieleabend, Geburtstag, Party oder Familienfeier? Bei uns findet ihr euer nächstes Lieblingsspiel! Hutter Trade ist ein süddeutscher Spieleverlag, der neben HUCH! viele weitere tolle Marken im Sortiment führt - Abwechslung garantiert!
Steffi-Maria Schlinke | 2026 | Piatnik | 2 bis 6 Personen | ab 8 Jahren | bis 20 Minuten
Darum geht’s: Bei „Wort im Wort“ deckt ihr, wie bei einem klassischen Memo-Spiel, reihum Plättchen in der Tischmitte auf und sucht nach den passenden Paaren. Der Clou dabei ist: Die gesuchten Begriffe müssen sich wortwörtlich und komplett ineinander verstecken. Findet ihr zum Beispiel die kleine EULE in der großen KEULE? Oder könnt ihr das ROT im BROT entdecken? Neben diesen Beispielen gibt es insgesamt 27 solcher außergewöhnlicher und lustiger Bildpaare freizulegen. Wer ein passendes Paar aufdeckt, darf es behalten und ist direkt noch einmal an der Reihe. Das Spiel endet sofort, wenn alle Paare gefunden wurden. Wer dann den größten Stapel an Memo-Plättchen vor sich liegen hat, gewinnt dieses Gedächtnisspiel, bei dem die jüngeren Mitspieler bei uns am Tisch wie immer die Nase vorn hatten.
Unsere Einschätzung: Memo-Idee, bei der man bildlich um die Ecke denken muss, um ein Pärchen zu finden. Einzig die viel zu große Schachtel (für das, was drin liegt = sehr kleine dünne Pappkärtchen) enttäuscht.