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Normale Ansicht

Survive the Island

Von: ferengi
09. Oktober 2026 um 18:27

Gemeinsam oder semi-koop?


Unsere Insel geht unter und wir müssen entkommen. Der Weg mit den Booten zum Festland ist gar nicht so weit, aber es lauern Haie, Seeschlangen, Kaiju und vor allem die Mitspieler. Denn das Spiel wird nach einiger Zeit richtig gemein und konfrontativ, denn man möchte nicht nur seine Leute retten, sondern auch die gegnerischen Abenteurern den Haien zum Fraß vorwerfen. Alternativ könnte man natürlich auch kooperativ von der Insel fliehen …

Anfangs ist es ganz schön voll auf der Insel. Nach seinen 10 Figuren platzieren alle noch zwei Boote um die Insel.

Während eines Zuges muss der Spieler nacheinander

  • seine Abenteurer und Boote bewegen
  • ein Inselplättchen entfernen und damit z.B. ein bösartiges Tier ins Spiel bringen. Einige Plättchen haben auch einen positiven Effekt und können in späteren Zügen für einen Bonus sorgen
  • mit dem Gefahrenwürfel eines der drei Tiere auf Beutezug schicken.
Links unsere drei Züge, rechts die drei Monster. Wenn wir sie in Schritt 3 erwürfeln, kann man sie entsprechende Züge ziehen und Floß/Abenteurer fressen oder vertreiben.

Gut gelöst ist, dass man zunächst nur die niedrigen Strandplättchen entfernen darf. Wenn diese nicht mehr verfügbar sind, werden die Waldplättchen und danach die Berge entfernt. Das Spiel endet, wenn gegen Ende drei Vulkane aufgedeckt wurden, die sich unter den Bergplättchen befinden. Beschleunigt wird dies, da man, sofern man keine Abenteurer mehr im Spiel hat, zwei anstelle einem Inselplättchen entfernen kann.

Gegen Ende spitzt sich die Situation zu. Viele Monster, wenig Land und somit auch mehr Beute für Haie.

Fazit:

Es wurde hier an viele kleine Dinge gedacht, die das Spiel sehr liebenswert machen. So kann nur der Spieler das 3-Personen-Boot lenken, wenn er nicht in Unterzahl an Bord ist. Ist man gemeinsam an Bord, wird man vermutlich auch kein Seemonster zum Boot schicken. Auch gut ist, dass die Inselplätzchen positive wie negative Effekte haben, sicher auch eine kleine Glückskomponente. Manchmal bekommt man auch ein Boot dazu, was später wichtig wird, da die Seemonster neben ihrem Appetit auf Abenteurer auch die Boote zerstören. Ohne Boot kann man in seinem Zug nur ein Wasserfeld schwimmen. Hat man ein Delfinplättchen, kann uns dieses bis zu zwei weitere Felder mitnehmen.

Eine kleine Memorspiel-Komponente möchte ich nicht verschweigen. Unsere geretteten Abenteurer sind unterschiedlich wertvoll und haben entsprechend Zahlen von 1 bis 5 Siegpunkte auf der Unterseite. Nach kurzer Zeit habe ich aber nicht mehr daran gedacht, die wertvollen Abenteurer zu retten, sonder einfach irgendwen zu Booten und Festland bewegt, der nicht zu nah bei den Haien schwamm.

Insgesamt ein schönes Spiel, tolles Thema und es gibt auch schon einige Erweiterungen. Ein Nachteil ist, dass man schon 4-5 Personen braucht und so langsam sind zu viele Spiele mit höherer Personenzahl in meiner Sammlung. Aber mal sehen, vielleicht findet es doch noch einen Weg in die Sammlung …

Stubenscore: 7,8 / 10


SURVIVE THE ISLAND
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Happy Holiday

Von: ferengi
24. August 2026 um 10:24

Planung für den Europatrip

Wo soll es im Urlaub hingehen, wie kommen wir von Ort zu Ort, was wollen wir uns angucken, wo kann man essen? Immer das gleiche Problem mit der Planung. Und wäre es nicht schon schwierig genug im Reallife diese Aufgabe zu lösen, lassen uns Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert dieses auch noch in einem Brettspiel erleben.

In diesem bunten Familienspiel haben wir einen Plan unserer drei Urlaubswochen vor uns liegen. Drei Pflichtstädte bekommt jeder Spieler vorgegeben.

London, Berlin und Prag sind bei mir gesetzt

In der zentralen Auslage gibt es drei Bereiche mit drei Plättchen, von denen wir eines in unserem Zug nehmen. Wurden vorher schon in diesem Bereich Plättchen genommen, werden Reisekoffer (Bus, Bahn, Flugzeug) anstelle des Plättchens ersetzt und der nächste Spieler bekommt dann zu einem Plättchen in dem Bereich diese Koffer zusätzlich. Und diese benötigt man später, um zwischen Orten zu Reisen. Sollte man die entsprechende Koffer (Bahn, Bus oder Flugzeug als „geht immer“) nicht legen können, gibt es Minus- anstelle Pluspunkte für die korrekte Reisemöglichkeit. Das sind schon die Regeln.

Oben die Übersicht, welche Reisemöglichkeiten (Bahn, Bus) vorgegeben sind. Alternativ geht immer der Flug, der aber keine Punkte bringt. Unten die Plättchen, die man nehmen kann. Bei Grau (Bus) und Schwarz (Bahn) fehlen weche und man bekommt zusätzlich zum Plättchen die Koffer. Links noch die beiden Bedingungen für Bonuspunkte zum Spielende.

Punkte gibt es, wenn man bis zu vier Tage in einer Stadt bleibt sowie für die korrekten Koffer als Reise zwischen den Orten. Auch geben einige Ortsplättchen Bonuspunkte. Diese sind aber schwierig einzubauen, da sie z.B. nur an einem Montag oder in Woche 3 gelegt werden dürfen.

Am Ende kommt das Punktezahlen. Eine besondere Herausforderung ist hier die Karte links. So sucht jeder die optimale Kombination zwischen zwei Aktivitäten auf seinem Tableau, was dann unnötige Zeit zum Ende beim Punktezahlen bedeutet.

Fazit:

Im Reiseumfeld haben die Designer Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert mit Die Gilde der Fahrenden Händler, City of Rome oder der Next Station-Reihe schon eine Reihe Spiele erstellt. Mit gefällt das Thema von Happy Holiday sehr gut.

Bei drei Spielern kann es vorkommen, dass man in allen drei Bereichen nur eine Option hat und man diesen Bereich dann abräumt und zwei Koffer erhält. Nehmen die nächsten beiden Spieler wieder je ein Plättchen von dem neuen drei Plättchen in dem Feld, hat man wieder nur eine sehr eingeschränkte Auswahl und muss auch in der Runde einen Bereich abräumen. Etwas hilft hier die Sonderregel, dass man bis zu fünf Koffer gegen Plättchen aus dem Vorrat ziehen kann und hieraus ein Plättchen wählen darf. Aber trotzdem kam es hier zu unfairen Situationen. Insgesamt hat das Spiel nette Ideen, sieht schön aus und die Regeln sind einfach. Aber eine weitere Runde möchte ich dann doch nicht spielen. Das Spiel wird aber sicher seine Liebhaber finden.

Stubenscore: 7,0 / 10


HAPPY HOLIDAY
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

kritisch gespielt: Postcards

Von: Tobias
11. April 2026 um 21:59
Postcards - Box

Postcards - BoxPostcards von Eric Dubus und Simon Kayne – erschienen bei Elznir Games Im Jahr 2025 beförderte die Deutsche Post rund 96 Millionen Postkarten. Als Vergleich dazu: im Jahr 2017 waren es rund 195 Millionen Postkarten. Das ist einerseits ein enormer Rückgang, andererseits bin ich aber überrascht, dass überhaupt noch so viele Postkarten versendet werden. Somit besitzt POSTCARDS also […]

Der Beitrag kritisch gespielt: Postcards erschien zuerst auf fjelfras.de.

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