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CMON: 2,1 Millionen Dollar für NFT-Spielemacher Blissful Link

28. April 2026 um 13:18
CMON: 2,1 Millionen Dollar für NFT-Spielemacher Blissful Link

Der finanziell angeschlagene Brettspielverlag CMON kündigt einen Strategiewechsel in Richtung Videospiele und Blockchain-Projekte an. Den Auftakt markiert eine Investition von 2,1 Millionen US-Dollar in den NFT-Spieleentwickler Blissful Link, hinter dem das Play-to-Earn-Spiel Capverse steht. Die Details des Deals hat CMON in einer Mitteilung an die Hongkonger Börse veröffentlicht.

Digitale Transformation als Überlebensstrategie

Laut der Mitteilung plant CMON, eigene Marken wie Massive Darkness und Super Fantasy Brawl Reborn in „hochwertige digitale Assets" zu überführen. Der Verlag begründet diesen Schritt mit der zunehmenden Verzahnung von analogen und digitalen Spielen sowie der Notwendigkeit, im Spielemarkt relevant zu bleiben und neue Einnahmequellen zu erschließen. Klassische Brettspiele sollen daneben weiterhin produziert werden, um eine „Bildschirmpause" und das direkte Spielerlebnis am Tisch zu bieten.

Die Investition sichert CMON einen Anteil von 2,2 Prozent an Blissful Link und bewertet das auf den Britischen Jungferninseln registrierte Unternehmen mit über 95 Millionen US-Dollar. Demgegenüber steht eine wirtschaftlich schwache Lage bei Blissful Link selbst: 2024 stand ein Verlust von rund 197.000 US-Dollar einem Umsatz von etwa 408.000 US-Dollar gegenüber, die Nettoverbindlichkeiten lagen bei rund 889.000 US-Dollar. Zahlen für 2025 hat CMON in der Mitteilung nicht offengelegt.

Capverse selbst ist ein blockchain-basiertes Online-Spiel, in dem Spieler NFT-Charaktere namens „Sumer" kaufen, um damit gegeneinander anzutreten. Vorstöße dieser Art sind im Brettspielsegment selten. Das Sammelkartenspiel SolForge Fusion erlaubt das Prägen von Decks als digitale Assets. Wonders of the First musste 2024 eine 1,4 Millionen Dollar schwere Kampagne von Kickstarter zurückziehen, weil die Plattform NFT-Inhalte verbietet.

Verluste, IP-Verkäufe und Crowdfunding-Comeback

Der Vorstoß in den Web3-Bereich fällt in eine wirtschaftlich turbulente Phase. CMON häufte 2024 und 2025 zusammen einen Verlust von rund 23 Millionen US-Dollar an, etwa das 5,5-Fache der Gewinne aus den neun Jahren davor. Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer äußerte zuletzt erhebliche Zweifel an der Fortführungsfähigkeit des Unternehmens.

Um die offenen Verbindlichkeiten von mehr als 14,3 Millionen US-Dollar aus acht noch nicht ausgelieferten Crowdfunding-Kampagnen zu bedienen, hat CMON in den vergangenen Monaten eine Reihe prominenter Marken verkauft. Zombicide ging an Asmodee, Blood Rage, Rising Sun und Ankh wechselten zu Tycoon Games, Cthulhu: Death May Die landete ebenfalls bei Asmodee. Die ehemaligen Mythic-Games-Titel Anastyr und Hel: The Last Saga gingen an Don't Panic Games.

Der CMON-Vorstand zeigt sich trotz der angespannten Lage zuversichtlich. Finanzielle Unterstützung einzelner Direktoren, der rund 2,4 Millionen US-Dollar schwere Verkaufserlös des Singapurer Büros sowie etwa 1,25 Millionen US-Dollar aus einer Aktienemission im Februar sollen die Liquidität sichern. Parallel will CMON noch in diesem Jahr seine im April 2025 ausgesetzten Crowdfunding-Aktivitäten wieder aufnehmen und die Investition in Blissful Link als Einstieg in eine breitere digitale Strategie nutzen.

Hasbro: Cyberangriff verzögert Q1-Bericht, Magic stützt das Wachstum

28. April 2026 um 11:22
Hasbro: Cyberangriff verzögert Q1-Bericht, Magic stützt das Wachstum

Der US-Spielwarenkonzern Hasbro hat seinen Bericht zum ersten Quartal 2026 nach einem Cyberangriff um knapp einen Monat verschoben. Trotz der Verzögerung rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 985 Millionen US-Dollar, getragen vor allem von der anhaltenden Stärke des Sammelkartenspiels Magic: The Gathering. Den vollständigen Quartalsbericht will Hasbro nun am 20. Mai vorlegen.

Cyberangriff und vorläufige Q1-Zahlen

Hasbro: Cyberangriff verzögert Q1-Bericht, Magic stützt das Wachstum
Foto: FlyD / Unsplash

Hasbro identifizierte am 28. März einen unautorisierten Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk. Nach eigenen Angaben gilt der Vorfall mittlerweile als eingedämmt. Die Auslieferung und der Veröffentlichungsrhythmus von Magic seien davon nicht betroffen gewesen.

Für das erste Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 970 und 985 Millionen US-Dollar, ein Plus von 9 bis 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn soll bei 235 bis 245 Millionen US-Dollar liegen – ein Sprung von 38 bis 44 Prozent. Diese vorläufigen Werte sollen mit dem ausführlichen Bericht am 20. Mai bestätigt werden.

Die Folgen des Cyberangriffs werden sich laut Hasbro vor allem im Consumer-Products-Segment niederschlagen. Im zweiten Quartal seien dort Verzögerungen bei Auftragsabwicklung, Versand und Rechnungsstellung zu erwarten, was sich auf Umsatz und operativen Gewinn auswirken dürfte.

Magic als Wachstumsmotor

Magic: The Gathering bleibt der zentrale Treiber für Hasbros Geschäft. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz mit dem Trading Card Game um 59 Prozent und markierte damit das stärkste Jahresergebnis in der Geschichte des Spiels. Den Höhepunkt bildete das vierte Quartal mit einem Umsatzplus von 141 Prozent gegenüber Q4 2024, getragen durch die Sets zu Avatar: The Last Airbender und Final Fantasy.

Der Konzernumsatz wuchs 2025 insgesamt um knapp 14 Prozent auf 4,7 Milliarden US-Dollar. Treiber war erneut die Sparte Wizards of the Coast, die Magic, Dungeons & Dragons sowie das Digitalgeschäft umfasst und ein Plus von 45 Prozent verbuchte. Das Consumer-Products-Segment mit Marken wie Nerf, Transformers und Peppa Pig ging dagegen um vier Prozent zurück, was Hasbro auf makroökonomische Unsicherheiten und die Tarifankündigungen aus dem zweiten Quartal zurückführt.

Für das Gesamtjahr 2026 hält Hasbro an der Prognose fest, den Umsatz um drei bis fünf Prozent zu steigern. CFO und COO Gina Goetter rechnet damit, dass Wizards of the Coast ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich beisteuert, gestützt durch den geplanten Veröffentlichungsrhythmus und das anhaltende Engagement im Magic-Ökosystem

Board Game Arena: Neue Spiele vom 21. bis 27. April 2026

28. April 2026 um 09:12
Board Game Arena: Neue Spiele vom 21. bis 27. April 2026

Board Game Arena hat in der vergangenen Woche zwei Titel ins Programm gehoben. Mit Spy World erscheint ein Flip-and-Write-Spiel rund um konkurrierende Geheimagenten. Love Letter kehrt in einer überarbeiteten Fassung zurück, die das bekannte Mikrokartenspiel von Seiji Kanai technisch und grafisch auffrischt.

Spy World – Flip-and-Write um konkurrierende Spionage-Lairs

Spy World stammt von Designer Frédéric Morard und erscheint 2026 bei Don't Panic Games. Im deutschsprachigen Raum übernimmt HeidelBÄR Games die Veröffentlichung. Für die Illustrationen zeichnet Emanuele Arnaldi verantwortlich.

Das Spiel versetzt die Teilnehmenden in die Rolle ehrgeiziger Schurken, die ihr eigenes Geheimversteck ausbauen und gleichzeitig in die Verstecke der Mitspielenden eindringen wollen. Dazu werden Räume errichtet, Fallen installiert und Wachen rekrutiert, während sich der Blick zugleich auf die fremden Lairs richtet, deren Geheimnisse erbeutet werden müssen. Die Aktionen werden gleichzeitig gewählt und auf einem eigenen Bogen festgehalten.

Auf Board Game Arena ist Spy World für 2 bis 9 Personen freigegeben, eine Partie dauert dort im Schnitt rund 24 Minuten. Als Mechaniken kommen simultane Aktionswahl sowie Flip-and-Write zum Einsatz. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 6,96 aus 10 Punkten bei 41 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 2,00 von 5. Das Spiel lässt sich ohne Premium-Abo spielen.

Love Letter – überarbeitete Fassung des Mikrokartenspiels

Love Letter von Designer Seiji Kanai ist auf Board Game Arena bereits seit längerer Zeit verfügbar. In der vergangenen Woche wurde der Titel in einer überarbeiteten Version neu veröffentlicht, die auf der Ausgabe von 2019 mit Illustrationen von Andrew Bosley und Samuel R. Shimota basiert. Verlegt wird das Spiel von Z-Man Games.

Das Prinzip bleibt unverändert. Reihum hältst du genau eine Karte auf der Hand, ziehst eine zweite und spielst eine der beiden aus. Die Effekte reichen vom Aufdecken gegnerischer Karten über erzwungene Tausch- und Ablegeaktionen bis zum direkten Ausschalten einer Mitspielerin oder eines Mitspielers. Wer am Ende einer Runde die höchste Karte besitzt oder als einziger im Spiel verbleibt, erhält ein Gunst-Token. Eine festgelegte Anzahl dieser Tokens entscheidet über den Sieg.

Die überarbeitete Edition ist für 2 bis 6 Personen ausgelegt und enthält die beiden 2019 ergänzten Charaktere Kanzler und Spion, die das Spiel um zusätzliche Wahlmöglichkeiten und einen Bonus-Token erweitern. Eine Partie dauert rund 20 Minuten. Als Mechaniken kommen Deduktion, Handmanagement, Spielerausschluss und ein leichter Take-That-Anteil zum Einsatz. Auf BoardGameGeek erreicht Love Letter eine Bewertung von 7,50 aus 10 Punkten bei über 15.600 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 1,12 von 5. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt.

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