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The Isle of Penguins: Frank Wests Rettungsmission aufs Eis

12. Juli 2026 um 09:57
The Isle of Penguins: Frank Wests Rettungsmission aufs Eis

Mit The Isle of Penguins bringt Designer Frank West sein Draft-und-Platzier-Prinzip von der Katzeninsel in den eisigen Norden: Sie bergen möglichst viele Pinguine, bevor das Eis schmilzt, und stapeln sie auf ein selbst geformtes Floß. Die Kickstarter-Kampagne des britischen Verlags The City of Games läuft noch bis zum 30. Juli 2026.

Eckdaten

  • Spielerzahl: 1 bis 4 (6 mit der Erweiterung „Late Arrivals“)
  • Spieldauer: 60 bis 90 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Designer: Frank West
  • Illustration: Dragolisco und Frank West
  • Verlag: The City of Games (Bristol, UK)
  • Auslieferung (Verlagsangabe): Juni 2027

Was Sie am Zug tun

Das Herzstück ist ein offener Draft, im Fachjargon Open Drafting: eine gemeinsame, offene Auslage, aus der die Spielenden reihum die Entdeckungen nehmen, die sie gerade brauchen. Dabei verwalten Sie Ihr Tempo. Wer langsamer unterwegs ist, wählt in der Zugreihenfolge früher (stat-basierte Zugreihenfolge). Direkte Interaktion läuft vor allem über das Wegdraften und das Tempo: Wer eine Entdeckung nimmt, nimmt sie den anderen weg, und wer schnell vorprescht, kommt später an die Reihe. Einen Markt- oder Mehrheitenkampf gibt es nicht. Anschließend legen alle gleichzeitig los: The Isle of Penguins setzt auf simultanes Spiel, jede Person platziert ihre Plättchen zeitgleich auf das eigene Floß. Die Pinguine kommen als Polyominos ins Spiel, also als unterschiedlich geformte Legeteile. Sie puzzeln sie so auf Ihr individuell geschnittenes Floß, dass Familien zusammenbleiben und Eier geschützt sind, räumen Felsen weg und sammeln Fische als Ressource. Aufgabenkarten (im Original „lessons“) geben vor, welche Muster am Ende Punkte bringen. Mechanisch mischt das Open Drafting, Flächenpuzzle (Grid Coverage, Pattern Building), Set Collection und Auftragskarten. Die angegebenen 60 bis 90 Minuten sind am ehesten für die fortgeschrittenen Stufen realistisch; am Familientisch, mit Erklärrunde und jüngeren Mitspielenden, planen Sie für die erste Partie eher das obere Ende ein.

Ein Geschwisterspiel, kein Reskin

Wer „Die Insel der Katzen“ (2019, ebenfalls Frank West) kennt, erkennt die DNA sofort: Drafting plus Polyomino-Platzierung. The Isle of Penguins ist aber ein eigenständiges Spiel, kein Umlackieren. Die Alleinstellung liegt nicht im neuen Anstrich, sondern in zwei konkreten Punkten: dem simultanen Legen, bei dem alle zeitgleich platzieren statt nacheinander, und den drei wählbaren Komplexitätsstufen. Diese Stufen (Familie, Fortgeschritten, Experte, vom jungen Entdecker bis zum erfahrenen Retter) skalieren die Schwierigkeit: Der Familienmodus ist der sanfte Einstieg, der Expertenmodus zielt auf erfahrene Spielende. Darauf bezieht sich auch die Altersangabe: Die 8 Jahre gelten für den Familienmodus als Einstieg, nicht für die anspruchsvolleren Stufen. Wie genau sich die Regeln zwischen den Stufen unterscheiden, zeigt der Verlag bislang nur in den Kampagnengrafiken; als ausformulierter Regeltext liegt das noch nicht vor. Belegt ist damit die skalierende Komplexität von Familien-Einstieg bis erfahrenem Retter, nicht der genaue Umfang der Regeländerungen je Stufe.

Ein Solo-Modus ist offiziell enthalten: Die BGG-Einträge führen „Solo / Solitaire“ als Mechanik und ordnen das Spiel der Familie „Games with Solitaire Rules“ zu. Ob dahinter ein eigenständiger Gegner (Automa), eine Highscore-Jagd gegen die eigene Bestleistung oder ein schlicht angehängter Modus steckt, geht aus dem bislang veröffentlichten Material nicht hervor.

Pledges: was bringt die nächste Stufe?

Vier Stufen stehen zur Wahl. „Just the game“ (45 Pfund) enthält allein das Grundspiel. Die „Kickstarter Edition“ (56 Pfund) liefert aufgewertete Komponenten plus zusätzliche Spielinhalte, hier wächst also die Ausstattung samt Inhaltsboni, aber ohne echten Erweiterungssprung. Klarer Bestseller ist die „Big Penguin Edition“ (74 Pfund): Rund 1.987 der 2.597 Unterstützenden haben sie gewählt. Sie packt zur Kickstarter Edition den „Bag'o'Penguins“ (40 große Holzpinguine, reines Komponenten-Upgrade) und die Erweiterung „Late Arrivals“ (zwei neue Floße, mehr Karten, neue Pinguine und Unterstützung für 5 und 6 Personen in allen drei Modi, also echter Spielzuwachs). Die Sammlerstufe „Cats & Penguins“ (180 Pfund) legt zusätzlich „Die Insel der Katzen“ samt Erweiterungen bei.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Spielerisch mehr Spiel bekommen Sie erst mit der „Big Penguin Edition“, denn sie ist die einzige Stufe mit einer echten Erweiterung („Late Arrivals“). „Just the game“ liefert das Grundspiel, die „Kickstarter Edition“ legt vor allem Ausstattung und Inhaltsboni obendrauf. Dass die Big Penguin Edition mit Abstand am häufigsten gewählt wird, passt zu diesem Bild. Kalkulieren Sie den Einstiegspreis aber nicht nur nach dem Pledge-Betrag: Versand nach Deutschland und die EU-Einfuhrsteuern erhöhen die Endsumme spürbar.

Komponenten oder Mechanik?

Bei den freischaltbaren Extras lohnt der genaue Blick. Deluxe-Elemente wie der „Bag'o'Fish“ (70 Holzfische) und der „Bag'o'Penguins“ (40 Holzpinguine) werten allein das Material auf. Neue Regeln bringen dagegen die Erweiterungen: „Late Arrivals“ hebt die Spielerzahl auf sechs und ergänzt Floße und Karten, „Tablets + Bonuses“ fügt neue Aufgabenkarten sowie variable Tafeln und Bonusfelder für mehr Wiederspielwert hinzu.

DACH-Check: bisher nur Englisch

Für den deutschsprachigen Tisch wichtig: Eine deutsche Ausgabe oder ein Lokalisierungspartner ist bislang nicht angekündigt. BGG führt aktuell nur eine englische Ausgabe (2027). Das ist relevant, weil das Material sprachabhängig ist: Die Aufgabenkarten tragen Text, den man am Tisch verstehen muss. Immerhin liefert die Kampagne laut Verlag „anywhere in the world“, Pledges nach Deutschland und in die EU sind also möglich. Der Vorgänger erschien später auf Deutsch („Die Insel der Katzen“), eine Garantie für Penguins ist das aber nicht.

Stand der Kampagne

Zum Snapshot am 12. Juli 2026 stand die Kampagne bei rund 208.830 Pfund gegenüber 23.500 Pfund Ziel, das sind etwa 888 Prozent, getragen von 2.597 Unterstützenden und ausgezeichnet als Staff Pick. Die Zahlen sind eine Momentaufnahme, kein Endstand: Die Kampagne läuft noch bis zum 30. Juli 2026, ausgeliefert werden soll ab Juni 2027.

Million-play analysis inspires streamlined Isle of Cats successor, as game’s sales pass 250,000

03. Juni 2026 um 18:00

The Isle of Cats designer Frank West has unveiled a new game set in the same universe as his bestselling polyomino-puzzle title, saying the project was shaped by lessons learned from more than a million recorded plays of the original.

Isle of Cats creator Frank West

The Isle of Penguins, which launches on Kickstarter on July 7, sees players rescuing the sea birds from melting ice floes and fitting them onto uniquely shaped rafts, in an experience West says is faster and more accessible than The Isle of Cats while retaining its strategic depth.

West, who runs publisher The City of Games, told BoardGameWire The Isle of Cats had now surpassed 250,000 physical sales since it was released in 2019 – a figure that rises to almost half a million when including spin-offs The Isle of Cats: Explore & Draw, The Isle of Cats Duel and digital versions of the game.

He said the design for The Isle of Penguins emerged after six years of analysing data from digital versions of The Isle of Cats, as well as player feedback from across Kickstarter and YouTube video comments, social media discussions and BoardGameGeek reviews.

That data amounts to more than one million plays across the digital versions the game – information West says he has used to create a game that plays 20% to 30% faster than The Isle of Cats standard mode, while also giving players more to do.

He told BoardGameWire, “I think my main takeaway was that The Isle of Cats is a great game that is loved by a lot of people – It didn’t need fixing. But, there are things that could make the game more accessible to some people. I wanted to design a game to sit alongside The Isle of Cats, rather than replace it.”

The Isle of Cats || Photo Credit: The City of Games

West said major changes include a new selection system which allows for simultaneous play, most scoring happening during the game rather than at the end, and a drastic shift to the complexity of the polyominoes themselves.

He said, “One of the unique parts of The Isle of Cats when it was released was the complexity of the cat tiles themselves. They use less common shapes and can be very tricky to place, which is great.

“However, some players struggle to flip tiles in their head or visualise how something might fit, and the complex shapes in The Isle of Cats made this challenging for them. This was a key part of the game, and I spent many years working out how to flip the experience.

“In The Isle of Penguins, every penguin tile is a square or a rectangle. These are the simplest shapes, and much easier for people to visualise and rotate in their heads.

“But the raft board you are placing them on is far more chaotic, with many restrictive areas, which makes finding the right place to put a tile just as hard.

“Effectively, this flips ‘hard shapes and a simple board’ into ‘easy shapes and a complex board’.”

He added, “I have been thinking about a lot of these things for a long time, but when I managed to flip the polyomino experience with the raft board, and found a way to make simultaneous play work, I realised I had something exciting.”

The Isle of Cats || Photo Credit: The City of Games

West said that streamlining of the game allows players to do more in less time, without reducing decision making – and added that the title would retain Isle of Cats’ inclusion of both a family mode and standard mode, in addition to a new expert mode for the new game.

He said, “This keeps the entry point of the game as friendly as possible, while offering something more to veterans of The Isle of Cats looking for a step up.

“It was important not to assume that just because someone has been playing games for years, they would now want something more complicated. But I also wanted to make sure there was something there for those who did want it.”

West confirmed to BoardGameWire that the new game would be illustrated by The Isle of Cats artist Dragolisco, saying, “I wanted to ensure The Isle of Penguins looked familiar to those who loved The Isle of Cats, and I think he is a great artist. He did a fantastic job!”

The original Isle of Cats Kickstarter campaign raised more than £460,000 from over 8,100 backers in 2019, and was followed by a £1m-plus campaign for the base game and several expansions in 2021, which was backed by over 12,000 people.

A co-op spin-off title, Race to the Raft, picked up almost £350,000 a year later.

The Isle of Penguins is set to launch on Kickstarter on July 7.

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Board Game Arena: Neue Spiele vom 11. bis 18. Mai 2026

18. Mai 2026 um 13:21
Board Game Arena: Neue Spiele vom 11. bis 18. Mai 2026

Auf Board Game Arena sind in den vergangenen sieben Tagen zwei neue Titel hinzugekommen. Mit First Giants startet ein leichtgewichtiges Kartenspiel rund um prähistorische Museumsausstellungen. Daneben erscheint mit Emberleaf ein umfangreiches Aufbauspiel mit Plättchenlegen und einem beweglichen Karten-Raster.

First Giants – Kartenspiel rund um prähistorische Fossilien

First Giants stammt von Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert und erscheint 2026 bei Space Cowboys. Die Illustrationen verantworten Maud Chalmel und Jessica Cognard. Das Spiel kombiniert offenes Drafting mit Set Collection und Tableau Building.

Du übernimmst die Rolle einer Paläontologin oder eines Paläontologen und stellst die prestigeträchtigste Ausstellung prähistorischer Tiere zusammen. In jedem Zug wählst du Karten mit Dinosauriern, Flugreptilien oder Riesensäugern aus einer offenen Auslage und ordnest sie deiner Sammlung zu. Solange Karten in deiner Hand bleiben, nutzt du ihre Effekte für Bernstein, Siegpunkte und weitere Aktionen. Erst beim Verschieben in die Ausstellung verlieren sie ihre Funktion, bringen dir dafür aber direkt Punkte.

Auf Board Game Arena ist First Giants für 2 bis 5 Personen freigegeben, eine Partie dauert dort im Schnitt rund 21 Minuten. Als Mechaniken kommen offenes Drafting, Set Collection und Tableau Building zum Einsatz. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 6,57 aus 10 Punkten bei 138 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 2,25 von 5. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt.

Emberleaf – Aufbauspiel mit Karten-Raster und Plättchenlegen

Emberleaf wurde von James Tomblin und Frank West entworfen und erschien 2025 zunächst bei The City of Games. Die deutschsprachige Ausgabe verantwortet Skellig Games. Auch die Illustrationen stammen von den beiden Designern.

Du leitest ein Volk der Emberlinge und baust deren Heimat im Herzen eines alten Waldes wieder auf. Du erkundest die Umgebung, sammelst Ressourcen, räumst gefährliche Bereiche und errichtest neue Dörfer. Über ein bewegliches Karten-Raster, das sogenannte „Card Dancing", platzierst du Helden und löst dabei Fähigkeiten und Kombinationen aus. Sechseckige Plättchen mit verschiedenen Geländearten werden so ausgelegt, dass sie den Bedürfnissen deiner Bewohnerinnen und Bewohner entsprechen.

Auf Board Game Arena ist Emberleaf für 1 bis 5 Personen ausgelegt, eine Partie dauert dort im Schnitt rund 70 Minuten. Als Mechaniken kommen Plättchenlegen, Set Collection, Engine Building, variable Spielerfähigkeiten und das eigene Card-Dancing-System zum Einsatz. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 7,75 aus 10 Punkten bei über 1.600 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 3,11 von 5. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt.

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