Grimspire hat mit Mighty Shot ein neues Projekt auf der Spieleschmiede gestartet, Untertitel „Das Turnier in der Schicksalsschlucht“. Dahinter steckt keine deutsche Neuentwicklung, sondern die deutsche Lokalisierung eines bereits bestehenden Spiels: Mighty Shot! von Designer Philippe Ville, ursprünglich beim Verlag This is a Game. über Gamefound finanziert. Die Kampagne läuft noch 28 Tage, bei unserem Check am 27.10.2026 stehen 2 Unterstützende und 0 Prozent auf der Uhr, ein klassisches Finanzierungsziel nennt die Kampagnenseite dabei nicht in der gewohnten Form.
Arena-Duell mit Minions und Arcana
Mighty Shot ist laut BGG-Beschreibung ein asymmetrisches Arena-Duellspiel mit MOBA-Einschlag: Als Champion setzt du Minions ein, um Felder auf deinem Heimfeld zu kontrollieren und Arcana zu sammeln, mit denen du einen direkt schadenden Arcane Strike auslösen kannst. Dazu spielst du Champion-Karten für die eigene Strategie oder um den Gegner zu kontern, der Kern ist aber ein Geschicklichkeitselement: Du schnippst auf die gegnerischen Minions, um „Arcane Link“-Schaden zu verursachen. Wer den Gegner zuerst ausknockt, gewinnt. BGG führt dafür unter anderem die Mechaniken Deck Construction, Flicking, Player Elimination und Variable Player Powers. Wie viele Champions zur Auswahl stehen und wie gut sie gegeneinander balanciert sind, führt keine der vorliegenden Quellen näher aus, ebenso wenig, wie viel von der „taktischen Tiefe“ aus dem Kartenspiel und wie viel aus reiner Zielgenauigkeit beim Schnippen kommt. Bei 28 Bewertungen liegt der BGG-Schnitt bei 8,16 von 10, ein offizielles Ranking gibt es noch nicht, bei einer so kleinen, bei frisch gecrowdfundeten Spielen meist stark selbstselektierten Stichprobe ist das für uns ein Signal, kein Gütesiegel.
Vom Gamefound-Original zur deutschen Fassung
Grimspire tritt hier, soweit erkennbar, in der gleichen Rolle auf wie zuletzt bei Dice Throne: als deutscher Lizenznehmer, der ein im Ausland bereits erfolgreiches Spiel über die Spieleschmiede lokalisiert, nicht als Entwickler eines eigenen Titels. Zur eigenen Lieferzuverlässigkeit bei früheren Kampagnen äußert sich Grimspire nicht, die Partnerschaft reicht aber bis zur ursprünglichen Dice-Throne-Kampagne von 2021 zurück. Zu Philippe Ville und seinem Verlag This is a Game. selbst, etwa zu früheren Spielen oder zur Einordnung gegenüber anderen Flicking- oder Arena-Duellspielen, sagen weder Kampagnenseite noch BGG etwas. Eine kleine Unstimmigkeit bleibt zudem offen: BGG führt den Designer als „Philippe Ville“, auf dem Kampagnenmaterial selbst steht der Name mit Accent als „Philippe Villé“. Welche Schreibweise korrekt ist, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht abschließend klären.
Eckdaten zu Mighty Shot
Spielerzahl: 2 bis 4, wie sich ein Duell auf 3 oder 4 Spielende verteilt, nennt die Kampagnenseite nicht
Spielzeit: 30 bis 50 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Regelgewicht: 2,0 von 5 (laut BGG, nur eine Einschätzung bisher)
Designer: Philippe Ville (BGG), auf dem Kampagnenmaterial als Philippe Villé geführt
Verlag: This is a Game. (Original), Grimspire (deutsche Lokalisierung)
Plattform: Spieleschmiede, noch 28 Tage Laufzeit (Stand: 27.10.2026)
Kampagnenstand: 2 Unterstützende, 0 Prozent (Stand: 27.10.2026)
Finanzierung: ursprünglich über Gamefound
Pledges und ein Griff ins eigene Katalogregal
Die Pledge-Stufen reichen vom reinen „Streifschuss“ für 5 Euro, der nur eine digitale Spielernetzwerk-Errungenschaft bringt, über „Voll ins Schwarze“ für 60 Euro mit dem Spiel in deutscher Version, bis zu „Kritischer Treffer“ für 64 Euro, der zusätzlich passende Kartenhüllen mitliefert. Auffällig sind die Add-ons: Statt neuer Mighty-Shot-Inhalte bewirbt Grimspire darüber vor allem die eigene Produktpalette, darunter die „Sniper Elite“-Erweiterungen Operation Kraken und Escalation für 80 Euro, Terrorscape 2 mit drei Erweiterungen für 185 Euro sowie Ion Core für 95 Euro, branchenüblich für Cross-Selling zwischen eigenen Kampagnen, aber ohne inhaltlichen Bezug zu Mighty Shot selbst.
Lohnt sich das?
Für Vielspieler mit Interesse an Tabletop-nahen Duellspielen bietet Mighty Shot ein ungewöhnliches Mechanik-Gemisch aus Deckbau, Geschicklichkeit und Arena-Thema, verlässliche Belege für Spieltiefe oder Champion-Balance liefert aber bislang keine unabhängige Quelle, nur das Spiel selbst über seine eigene Beschreibung. Die fehlende deutsche Fassung war bislang der naheliegendste Haken, den Grimspire nun schließt, zum eigentlichen Finanzierungsmodell dieser Kampagne bleiben aber Fragen offen, die sich vor einem Pledge klären lassen sollten.
Zu den Privilegien als Content Creator gehört es, zu Presseveranstaltungen eingeladen zu werden. Diese finden jährlich vor der Spiel statt, meist im September, und bieten die Gelegenheit, Neuheiten vorab zu testen.Wie schon im Vorjahr zog es mich am vergangenen Wochenende nach Merseburg in Sachsen-Anhalt zu B-Rex Entertainment. Hinter B-Rex steht Happyshops, also die Spiele-Offensive und weitere.
Grimspire startet zwei Kampagnen gleichzeitig auf der Spieleschmiede: „Dice Throne 2026“ bringt sechs neue Helden für das Duell-System, „Dice Throne: Adventures (2. Auflage)“ legt den kooperativen Dungeon-Ableger neu auf. Grimspire ist laut eigener Kampagnenseite der Ersteller beider Aktionen und bringt als deutscher Partner von Originalverlag Roxley die deutschen Ausgaben der Reihe heraus. Beide Aktionen laufen seit dem 1. September 2026, jeweils 28 Tage, ohne festes Fundingziel. Einen Liefertermin nennt keine der beiden Kampagnenseiten.
Dice Throne 2026: Sechs neue Helden
Im Duell-System von Dice Throne treten 2 bis 6 Spielende gegeneinander an: einzeln im 1-gegen-1, in Teams wie 2-gegen-2 oder 3-gegen-3, oder im Free-for-all. Jede Figur greift mit einem eigenen Fünf-Würfel-Set an und aktiviert Fähigkeiten über Karten, gespielt wird ab 8 Jahren, eine Partie dauert rund 30 Minuten, einen Solo-Modus gibt es nicht. Neu sind vier Helden aus der Vanguard-Reihe (Druid, Duelist, Forgemaster, Sun Elf) sowie zwei eigenständige Charaktere (Alchemist, Mystic Brawler), alle auf Deutsch. Ein Grundspiel-Kasten ist für die neuen Packs laut BGG nicht nötig, für ein Duell reichen zwei beliebige Heldenpacks aus jeder Season.
Die sechs Helden unterscheiden sich deutlich im Spielstil: Druid wechselt zwischen Bär-Form zum Einstecken und Katze-Form für kraftvolle Angriffe, Forgemaster rüstet sich und Verbündete mit Ausrüstung auf, und Mystic Brawler setzt auf reine Wucht. Duelist weicht mit einem neuen „Footwork“-System aus und kontert, Sun Elf heilt oder greift mit Sonnenenergie an, und Alchemist wirkt mit Tränken offensiv wie defensiv. Ob die neuen Helden das bestehende Kräfteverhältnis verschieben, sagt die Kampagnenseite nicht, mit dem Footwork-System bringt zumindest der Duelist ein neues Subsystem mit.
Wer einzelne Helden will, zahlt 15 Euro pro Pack, reiner Spielinhalt ohne Extras. Der Sixpack „Neue Helden Pur“ bündelt alle sechs für 90 Euro, ebenfalls ohne Zusatzmaterial. Der Sixpack „Neue Helden Deluxe“ kostet 220 Euro und legt zu den sechs Helden noch die passenden Accessory Packs sowie eine leere Strongbox obendrauf. Die Accessory Packs bringen laut Kampagnenbildern pro Held eine Miniatur, Premium-Kartenhüllen und Acryltoken, das ist reine Komponenten-Aufwertung, kein zusätzlicher Spielinhalt.
Dice Throne Adventures: Der Koop-Ableger kommt zurück
Dice Throne: Adventures nutzt die bereits vorhandenen Helden aus Season 1, Season 2 oder den Marvel-Sets für eine kooperative Kampagne: Bis zu 4 Spielende ziehen gemeinsam durch mehrere Szenarien, kämpfen gegen Bosse und rüsten ihre Decks von Partie zu Partie auf. Gespielt wird ab 10 Jahren, eine Partie dauert 60 bis 120 Minuten. Anders als das Duell-Grundspiel, das in der BGG-Spieleranzahl-Umfrage für eine Person kaum empfohlen wird, ist Adventures ausdrücklich solo spielbar und kommt dort für eine Person ganz ohne Ablehnungen aus.
Der Hauptpledge kostet 115 Euro für die zweite deutsche Auflage. Dazu kommen bemalte Miniaturen für Staffel 1 und Staffel 2 (je 50 Euro, laut Kampagnenseite nur noch begrenzt verfügbar), reine Optik ohne neue Spielinhalte. Besitzerinnen und Besitzer der Erstauflage können außerdem ein Errata-Pack (5 Euro) und eine Mini-Erweiterung mit Promo-Errata (6 Euro) dazubuchen.
Eine Stretch-Goal-Leiter gibt es bei keiner der beiden Kampagnen: Beide sind als Vorbestellaktion ohne Fundingziel angelegt. Das Dice-Throne-System stammt ursprünglich von Nate Chatellier, Aaron Hein und Manny Trembley, Adventures entstand zusätzlich mit Gavan Brown. Würfelreich hat die Reihe bereits mehrfach begleitet.
Erinnerst du dich an den ersten Teil? Dieses riesige Papphaus in der Tischmitte, in das man fast einziehen wollte, um Miete zu sparen? Wären da nur nicht diese nervigen Killer gewesen. Wobei, sind wir ehrlich… Die Miete in München ist auch tödlich, nur langsamer und qualvoller. Da ist so eine Machete im Rücken fast schon ein Gnadenakt.
Terrorscape 2 (oder Season 2) nimmt das bewährte Konzept und wirft ein paar neue Ideen in den Mixer (Eventuell auch ein paar Gliedmaßen). Ob das funktioniert, durfte ich mit dem Prototypen ausprobieren. Im Gepäck sind ein Killer und die Polar Station Stage. Also, alle rein in die Gefriertruhe, jetzt geht’s los!
Eindruck von der Bühne
Wir haben hier ein One-VS-Many Spiel aus dem Hause Ice Makes. Bedeutet ein Killer spielt gegen 3 Überlebende. Dabei kann die Seite der Überlebenden von 1-3 Spielern übernommen werden. In Teil 1 hatten wir ja mit den Erweiterungen bereits einige Horror-Szenarien dabei, doch das Horror-Genre ist sehr vielfältig. Teil 2 kommt mit neuen Killern und passenden Stages, die dein 80/90er-Jahre-Horror-Herz mit Sicherheit aufleben lässt. (zumindest bis es aufhört zu schlagen). Im Prototypen jagte uns der Predator .. ähh Orion (Sorry 20th Century Studios. Wollte jetzt keinen Rechtstreit) durch den Schnee. Im fertigen Spiel warten dann noch ein durchgedrehter Eyebot und eine Kreatur, die aussieht, als hätte jemand ein paar Menschen den Mixer geworfen und auf „Pürieren“ gedrückt. Ich nenne es einfach liebevoll Dave. Dazu gibt es 5 neue Überlebende, die sich freiwillig für diesen Wahnsinn gemeldet haben.
Alles ist cross-kompatibel. Du kannst also die alten Killer in den neuen Schnee schicken oder die neuen Überlebenden im alten Haus verheizen. Ob das Balancing funktioniert, fragst du? Keine Ahnung! Wird sich dann wohl erst zeigen.
Was ist neu?
Vertikalität: Teil 1 hatte zwar ein tolles 3D-Haus in der Mitte, aber das Spielfeld war flach. Optisch ist es das immer noch, aber es gibt nun echte Höhenunterschiede. Du kannst jetzt über Geländer springen oder aus Fenstern hechten. Runter kommt man ja immer – Gravitation regelt. Nur wer wieder hoch will, braucht ein Seil. Der Killer hingegen nutzt einfach seine übernatürlichen Oberschenkel, oder klauen, oder was auch immer nutzen aka eine Karte ablegen. Das sorgt für herrliche Paranoia für den Killer. Sind die Opfer wirklich gesprungen oder hocken sie noch oben und kichern, während der Killer unten ins Leere schlägt?
Geteilte Itemdecks: Teil 1 hatte zwei Decks für Gegenstände: Eines für die aktive Suche an bestimmten Orten und das andere für die automatische Suche am Ende der Runde. Letzteres gibt es immer noch, doch Ersteres wurde nun in mehrere Decks aufgeteilt. Es gibt nun allgemeine Gegenstände, solche mit höherer Wahrscheinlichkeit auf Schlüssel, ein medizinisches und ein Waffendeck. Äquivalent dazu sind auf dem Spielfeld auch die Räume aufgeteilt. Es gibt so nun zum Beispiel Räume, in denen du nach medizinischen Vorräten suchen kannst und nach nichts anderem. Das ist eine schöne Ergänzung.
Neue Fluchtmöglichkeit: Früher reichten Schlüssel oder ein Funkspruch. Jetzt gibt es ein Fluchtfahrzeug! Klingt super, hat aber einen Haken: Das Ding ist Schrott. Du musst es reparieren (6 Punkte statt der üblichen 5 beim Funkgerät) und ….. der Tank ist leer. Du musst also erst mal Benzin finden. Je nach Glück (aka wie die Karten so gemischt sind) kann das schnell gehen oder gar nicht passieren. Es schadet also nie, einen Plan B in der Hinterhand zu haben.
Der Showdown: Du hast keine Lust mehr, das Opfer zu sein? Dann dreh den Spieß um! Finde die Schwäche des Killers heraus (via Decoder-Folie), sammle Waffen und fordere ihn zum Tanz. Man könnte es auch „optimistischen Selbstmord“ nennen. Wenn du alles richtig macht, gibt es eine semi-gute Chance zu gewinnen. Wenn nicht… nun ja, dann war es wenigstens ein heldenhaftes Ende.
Ich möchte hier mal anmerken, dass ich unter einer Rot-Grün-Schwäche leide, was mich im Normalfall jetzt nicht wirklich einschränkt, aber hier hat das Ganze einen unschönen Nebeneffekt. Ich kann die Symbole auf den Karten mit der „Geheimschrift“ einfach lesen, ohne die rote Folie drüberzuhalten. Also praktisch für mich, aber blöd fürs Spiel. Ich hoffe, hier erfolgt noch eine Anpassung, denn im Normalfall kann ich die Schrift bei solchen Decoder-Feldern auch nicht so lesen. Zum Beispiel bei Nemesis, wo ja ebenfalls diese Technik genutzt wird, um herauszufinden, ob man infiziert ist oder nicht. Auch wenn’s natürlich superpraktisch wäre, mit meiner Mutanten Power alles so lesen könnte, aber schummeln will ich ja nun auch nicht.
Auch wenn es optisch ähnlich aussieht, Terrorscape 2 fühlt sich dynamischer und einfach runder an. Wer gerne One-VS-Many spielt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Die Kompatibilität mit dem alten Teil sorgt dafür, dass es auch zahllose Variationen gibt. Quasi ein zweiter Teil
Orion als Killer war im Test eine fieser Möpp. Seine Harpunen-Knarre hat eine Reichweite, die jeden Fluchtversuch zum Spießrutenlauf macht. Trotzdem liegt die Gewinnrate einer Seite bei ca. fifty-fifty. Es scheint also erstmal gut ausgeglichen zu sein, auch wenn es nicht immer so wirkt. Das Spiel gipfelt meistens in ein spannendes Finale, wenn man knapp entkommt, oder der Killer kurz davor noch jemanden umbringt.
Erweiterungen
Wie bereits bei Teil eins gibt es direkt einige Erweiterungen mit zum Start. Die ich hier im kurzen noch Vorstelle.
Insanity Cure: Bringt zwei neue Killer und eine neue Stage. Ein Doktor mit Gasmaske, der sich hervorragend in der Kunst der Lobotomie versteht, und ein kleines Mädchen samt ihres manifestierten Albtraums. Die Stage ist passenderweise auch ein altes Krankenhaus für mental Instabile. Es gibt sogar ein kleines Extra-Board und Sichtschutz für die Traumlande zum Albtraumkiller.
Depraved Hunger: Bringt einen neuen Killer, einen neuen Überlebenden und eine neue Stage. Der sehr hungrige Wendigo jagt sein Essen auf der neuen „Snow Mountain Map“, die als zusätzliches Feature eine Seilbahn bietet. Doch zum Glück ist auch Officer Brenda Cote samt ihrem treuen Polizeihund Cooper dabei, die für die Seite der Überlebenden einspringen.
Fatal Funtime: Zu guter Letzt noch eine Mörderpuppe als neuer Killer, der in der Schule auf die Jagd geht. Hoffe, du hattest nur gute Noten. Wer die Puppe spielt, darf ein paar Pranks in die Suchdecks der Überlebenden mischen. Gott sei Dank ist der Überlebende und Horror-Blogger Hubert Cawthon ebenfalls mit dabei. Der muss sich ja auskennen.
Das Spiel kommt auf Deutsch (Grimspire/Spiele-Offensive). Wer alles will, also die „Ich muss meine Organe verkaufen, bevor der Killer Gelegenheit hat sie zu essen“-Edition, muss mit rund 400 € rechnen. Aber keine Sorge, für ca. 100 € kriegst du das Grundspiel und kannst auch damit schon wunderbar verbluten. Leider ist die Spieleschmiede-Kampagne schon vorbei, aber das Grundspiel sowie die Erweiterungen lassen sich bereits einzeln vorbestellen. Es fehlen dann die Big Box und die vielen Deluxifizierungs-Erweiterungen. Eine Late-Pledge-Funktion wäre sicher auch mal ein interessantes Feature. Alternativ läuft aber noch der Late Pledge der englischen Version.
Groupie auf Tour
Dass Terrorscape 2 ein gutes Spiel wird, bezweifle ich mit keinem Wort. Wer also gerne One-vs-Many-Spiele spielt oder mal eines ausprobieren will, ist mit Terrorscape sicher gut beraten. Leichter Einstieg, tolle Tischpräsenz und spannende Runden. Ein ausführlicher Test folgt, sobald die vollständige Version vom Spiel eingetroffen ist. Dann auch vollständig mit allen Spielmechaniken. Also, ich freu mich jedenfalls drauf. Bis dahin wird aber wohl noch mindestens ein Jahr ins Land gehen. Gut das Teil 1 mich bis dahin bei Laue hält.
Kurzfazit: Ein gutes Konzept nochmal weitergedacht.
Konzertmitschnitte
Bill’s Meinung zum Todestanz
Ich durfte Terrorscape durch den bei dem Thema stets wie ein kleines Kind grinsenden Björn kennenlernen. Es ist allerdings schon so eine Sache für sich gesagt zu bekommen: „Lust zu sterben?“, mit einem Gesichtsausdruck, der mich an Grima Schlangenzunge aus dem Herrn der Ringe erinnerte. Etwas verlegen und mit Angst um die Fortführung meines Lebenslaufs sagte ich aber zu.
An dieser Stelle sei bereits offen gelegt: Ich habe die Entscheidung nicht bereut! Das Spiel bereitet einen makaberen Spaß und versteht es in der Rolle als Überlebenskämpfer richtig Spannung zu erzeugen! Meine erste Spielerfahrung war allein, bzw. mit drei überlebenswilligen Charakteren gleichzeitig, gegen Orion. Björn hatte dabei seinen Spaß, während ich in mit meinem Unwissen zu dem Spiel und den Mechaniken neben der Flucht vor dem Killer versuchte irgendwie den Ausweg zu finden. Mit seiner Harpune hat der Predator-Klon dann aber leider einen meiner Charaktere auf dem falschen Fuß… oder eher in der falschen Brust erwischt. Damit war der erste Überlebenskampf jäh gescheitert.
Den zweiten Versuch gegen eine Gruftlady, also wohl eine Mumie – was sicherlich im englischen mit dem Wort „Mummy“ ein gutes Wortspiel hergibt, bin ich mit meiner Tochter gegen Björn angetreten. Dabei lernte ich, dass die akustikfreie Kommunikation zwischen uns Spielenden, verborgen vor einem diabolisch grinsenden Björn (aber sicherlich auch bei jedem anderen Gegner) besser funktionierte, als ich vorher gedacht hätte. So schafften wir es Björn nach und nach das Grinsen aus dem Gesicht zu wischen und gegen eine angenehm verzweifelte Verwirrung zu ersetzen, da er nach einiger Zeit und mit dem guten Einsatz von Fähigkeiten und Gegenständen gar keine Ahnung mehr hatte, wo zum Geier sich unsere Charakter so aufhielten.
Auch in den durch mich später betreuten Erklärrunden des Spiels haben sich genau diese Gefühle bei den Teilnehmenden so eingestellt wie oben erklärt. Zwischen „Wie sollen wir das bloß schaffen?!“ oder „Jetzt hat er uns gleich!“ bis hin zu „Gnihihi, er weiß überhaupt nicht wo wir sind!“ war alles dabei!
Auf jeden Fall hatten ich bei meinen persönlichen Erfahrungen, als auch die Spielenden in meinen Erklärrunden stets Freude, Spannung und viel Spaß! Also bleibt abschließend von meiner Seite aus zu sagen: Terrorscape (egal ob Season 1 oder 2) ist ein tolles Spiel und einen Blick wert, wenn einen das Thema nicht abschreckt!