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Asmodee landet ersten Crowdfunding-Erfolg: 4,1 Millionen Dollar für Zombicide: Dead Men Tales

03. Juni 2026 um 12:10
Asmodee landet ersten Crowdfunding-Erfolg: 4,1 Millionen Dollar für Zombicide: Dead Men Tales

Asmodee, einer der weltweit größten Brettspielverlage, hat seine erste eigene Crowdfunding-Kampagne mit deutlichem Erfolg abgeschlossen. Zombicide: Dead Men Tales sammelte bis zum Kampagnenende am 19. Mai 2026 rund 4,1 Millionen US-Dollar von etwa 11.000 Backern auf Gamefound. Das Finanzierungsziel von 200.000 US-Dollar wurde damit gut 20-fach übertroffen. Über das Ergebnis berichtete zuerst BoardGameWire am 2. Juni 2026.

Kampagne im Überblick

  • Verlag: Asmodee (Creator-Account: Fantasy Flight Games)
  • Plattform: Gamefound
  • Spiel: Zombicide: Dead Men Tales
  • Endsumme: rund 4,1 Mio. US-Dollar
  • Backer: ca. 11.000
  • Finanzierungsziel: 200.000 US-Dollar (gut 20-fach übertroffen)
  • Kampagnenende: 19. Mai 2026

Vom Konzernschwenk zur Gamefound-Endgame-Phase

Hinter der Kampagne steht eine Reihe von Personal- und Lizenzentscheidungen aus dem vergangenen Jahr. Im Juni 2025 übernahm Asmodee die Zombicide-Marke vom finanziell angeschlagenen US-Verlag CMON, im Oktober 2025 folgte mit Cthulhu: Death May Die eine zweite Großreihe. Beide hatten in früheren CMON-Kampagnen zusammen rund 10 Millionen US-Dollar an Crowdfunding eingespielt. Bereits im Mai 2025 hatte Asmodee zudem den ehemaligen CMON-COO David Preti eingestellt, der seither Crowdfunding und Miniaturenproduktion verantwortet.

Asmodee-CEO Thomas Koegler ordnet das Ergebnis in der Pressemitteilung des Unternehmens als Signal ein: „Diese erste Kampagne bedeutet mir viel und sendet ein klares Zeichen" (sinngemäß übersetzt), so der Konzernchef. Den Reihenrekord knackt Dead Men Tales allerdings nicht. Zombicide: Green Horde hatte 2017 gut 5 Millionen Dollar eingespielt, das Lizenz-Spin-off Marvel Zombies zuletzt rund 9 Millionen. Auffällig ist die Verlaufskurve: Bei regulärem Kampagnenende standen laut Asmodee rund 3 Millionen Dollar zu Buche, die restliche Million kam erst in den circa fünf Tagen des Gamefound-Features „Endgame" hinzu, einer verlängerten Late-Pledge-Phase.

DACH-Markt: viel Struktur, wenig Crowdfunding-Vorgeschichte

Für den deutschsprachigen Markt ist Asmodees Schwenk doppelt relevant. Über Asmodee Germany und die konzerneigenen Verlage Lookout Games, Z-Man und Fantasy Flight Games verfügt der Konzern über etablierte Vertriebs- und Lokalisierungsstrukturen. Bisher war Crowdfunding in dieser Konstellation eine Randerscheinung: Einzig Lookout Games hatte 2020 mit Grand Austria Hotel: Let's Waltz! eine eigene Kampagne durchgezogen, mit rund 383.000 Euro Volumen. Indirekte Berührungspunkte gab es über die Beteiligung an Exploding Kittens und über Gamegenic-Partnerschaften, etwa beim Sammelkartenspiel Altered.

Eine deutsche Ausgabe von Dead Men Tales ist auf der Gamefound-Kampagnenseite nicht angekündigt; ein deutscher Lokalisierungspartner wird dort nicht genannt. Für den Fachhandel im DACH-Raum stellt sich damit die Frage, wie Asmodee künftig zwischen Late-Pledge-Community und stationärem Vertrieb austariert.

FFG, Descent und Asmodees Konzernbilanz

Brisant ist der Zeitpunkt aus einem zweiten Grund. Im April 2026 stellte das Asmodee-Studio Fantasy Flight Games die Reihe Descent: Legends of the Dark ein und verwies dabei auf steigende Produktionskosten und Verluste. Ein Crowdfunding-Comeback dieser oder ähnlicher Reihen erscheint denkbar, FFG hat sich öffentlich allerdings nicht festgelegt. Auf Gamefound tritt formal Fantasy Flight Games als Creator von Dead Men Tales auf, im Marketing übernimmt Asmodee die Spitze.

Im Konzern ergeben die Zahlen ein zweischneidiges Bild. Asmodee meldete im Mai 2026 für das laufende Geschäftsjahr einen Nettoumsatzanstieg von 23 Prozent auf über 1,68 Milliarden Euro, getragen vom Vertriebsgeschäft mit Sammelkartenspielen. Das eigene Brettspielverlagsgeschäft sank dagegen um 5,8 Prozent, im ersten Quartal sogar um 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Vor diesem Hintergrund dürfte die Frage, wie tragfähig die zweite Säule Crowdfunding wird, in der Branche länger nachhallen.

Asmodee-Crowdfunding-Hit: 4,1 Mio. für Zombicide Dead Men Tales

03. Juni 2026 um 11:12
Asmodee-Crowdfunding-Hit: 4,1 Mio. für Zombicide Dead Men Tales

Asmodee hat seine erste eigene Crowdfunding-Kampagne abgeschlossen, und sie liefert eine Ansage: Zombicide: Dead Men Tales (BGG) sammelte rund 4,1 Millionen US-Dollar auf Gamefound, gut 2.000 Prozent über dem ursprünglichen Ziel von 200.000 US-Dollar. Knapp 11.000 Backer finanzierten den Piraten-Ableger des Fantasy-Zombicide. Spielmechanisch holt der kooperative Miniaturen-Crawler das Wave-Survival-System der Reihe in ein Piratensetting. Damit ist die Kampagne, wie BoardGameWire berichtet, die größte Hauptreihen-Kampagne der Reihe seit fast einem Jahrzehnt: Zombicide: Green Horde sammelte 2017 etwas mehr als 5 Millionen Dollar, der Lizenz-Ableger Marvel Zombies hält mit rund 9 Millionen Dollar weiterhin den Reihenrekord.

Vom Vertriebsriesen zum Crowdfunder

Für Asmodee ist das Ergebnis mehr als eine starke Einzelkampagne. Der Konzern hatte sich bisher kaum am Crowdfunding versucht. Mit der Übernahme der Zombicide-IP vom angeschlagenen CMON im Juni 2025 änderte sich das. Einen Monat zuvor hatte Asmodee Ex-CMON-COO David Preti abgeworben, einen der Architekten der dortigen Kickstarter-Strategie, und ihm Crowdfunding sowie Miniaturen unterstellt. Im Oktober 2025 kam mit Cthulhu: Death May Die eine zweite crowdfunding-erfahrene Marke aus dem CMON-Portfolio hinzu (laut BoardGameWire dort zuvor rund 10 Millionen Dollar eingespielt). Dead Men Tales ist die erste sichtbare Probe aufs Exempel.

CEO Thomas Koegler nennt die Kampagne "ein klares Signal" und hebt das Vertrauen der mehr als 11.000 Backer hervor (sinngemäß übersetzt aus der Asmodee-Pressemitteilung). Crowdfunding gebe Verlagen, so Asmodee weiter, "klarere Bedarfssicht, eine direkte Verbindung zu engagierten Communities und eine gesündere Finanzplanung". So weit die Eigenwerbung; wie tragfähig das Modell jenseits einer Zugmarke ist, muss der Konzern mit den nächsten Kampagnen erst zeigen.

Was das für den DACH-Markt bedeutet

Für den deutschsprachigen Markt ist der Schwenk aus zwei Gründen relevant. Erstens steckt mit Lookout Games (Hannoversch Münden) ein deutsches Studio im Asmodee-Verbund, das bislang die einzige nennenswerte Crowdfunding-Kampagne eines Asmodee-Studios lieferte: 2020 sammelte Grand Austria Hotel: Let's Waltz! rund 383.000 Euro auf Kickstarter. Ob Lookouts Familienspiel-Profil und Asmodees neue Konzern-Crowdfunding-Strategie in der Praxis zusammenpassen, ist offen. Zweitens betrifft die Strategie Produktion und Vertrieb direkt. Werden Auflagen künftiger Großprojekte stärker an Backer-Zahlen ausgerichtet, hat das Folgen für Lokalisierung, Sprachpakete und den Versand in die EU. Auf der Gamefound-Kampagnenseite findet sich kein Hinweis auf eine angekündigte deutsche Ausgabe von Dead Men Tales.

Descent und der Druck auf das Verlagsgeschäft

Der Crowdfunding-Schwenk fällt in eine Phase, in der ein anderes Asmodee-Studio Federn lässt. Fantasy Flight Games stellte im April 2026 die Produktion von Descent: Legends of the Dark ein und nannte gestiegene Produktionskosten und hohe App-Kosten als Grund. In der Branche wird diskutiert, ob FFG den Klassiker später per Crowdfunding neu aufsetzt; bestätigen oder dementieren mag das Studio das nicht. Im Hintergrund stehen unbequeme Konzernzahlen: Asmodees Nettoumsatz stieg zuletzt zwar um 23 Prozent auf über 1,68 Milliarden Euro, doch das eigene Brettspielverlagsgeschäft schrumpfte um 5,8 Prozent im Geschäftsjahr und um 9,8 Prozent im ersten Quartal 2026.

Endgame statt Endspurt

Bemerkenswert ist auch die Plattformwahl. Dead Men Tales nutzte Gamefounds "Endgame"-Feature, das den Verkaufszeitraum offen hält, solange weiter Pledges eingehen. Zum offiziellen Ende der Kampagne standen rund 3 Millionen US-Dollar auf dem Zähler; in den anschließenden gut fünf Endgame-Tagen kam rund eine weitere Million dazu. Für Asmodee ist das ein Argument für die Plattformwahl, für Gamefound ein Schaufenstereffekt im Wettbewerb mit Kickstarter. Spannend wird, ob Lookout, Z-Man Games und FFG nachziehen und wie schnell deutsche Lokalisierungen zur Standardspur in den Pledge-Optionen werden.

Asmodee’s push into crowdfunding scores first success with $4.1m for Zombicide: Dead Men Tales

02. Juni 2026 um 15:34

Board game giant Asmodee’s strategic push into crowdfunding has passed its first major test, with its debut campaign in the Zombicide universe raising more than $4.1m on Gamefound.

The total for pirate-themed Dead Men Tales cements the campaign as the biggest main line Zombicide crowdfund in almost a decade, with Zombicide: Green Horde having picked up just over $5m in 2017 – although the biggest crowdfunding success in the range remains licensed spin-off Marvel Zombies at just over $9m.

Asmodee’s acquisition of Zombicide from financially troubled CMON last June set the stage for the company’s drive into crowdfunding – an area it had previously barely touched through any of its myriad studios.

David Preti || Photo Credit: CMON

The buyout came a month after Asmodee had hired ex-CMON COO David Preti – the architect of the latter company’s growth into one of board gaming’s biggest crowdfunding-focused publishers – to head up its own newly-launched crowdfunding and miniatures strategy.

Asmodee doubled down on its crowdfunding-focused acquisitions in October last year by picking up the Cthulhu: Death May Die IP and games from CMON – a series which has raised almost $10m from backers to date.

Asmodee had not publicly discussed details of its crowdfunding strategy ahead of completing the Dead Men Tales campaign, but said in a press release celebrating that success that crowdfunding “gives publishers clearer demand visibility, a direct line to engaged communities, and a healthier financial setup – with production sized to actual demand rather than to forecasts”.

That statement is notable given Asmodee studio Fantasy Flight Games’ decision last month to discontinue the latest iteration of veteran dungeon crawler Descent, citing rising manufacturing costs, “global economic shifts” and the expense of developing the game’s companion app.

It is thought FFG may resurrect Descent through a crowdfunding strategy in the future, although it is yet to confirm or deny this, saying in April, “While we don’t have anything to share at this time, there is always a possibility that we will revisit Descent in the future. It would take a different form and would not be Legends of the Dark, but this game universe is near and dear to FFG’s heart.”

Asmodee CEO Thomas Koegler said of the Dead Men Tales crowdfund, “This first campaign means a lot to me, and I think it sends a clear signal.

“Zombicide is a beloved franchise that joined the group less than a year ago, and Dead Men Tales is already proving the model works: the original Guillotine Games team back at the helm, Fantasy Flight Games executing the campaign with remarkable skill, and a community of more than 11,000 backers who chose to trust us early.

“That trust is something we take seriously. There’s still careful work ahead on delivery, a crowdfunding campaign is only as good as what arrives at your door, but I have full confidence in our teams to see it through.”

Zombicide: Dead Men Tales || Gamefound Image

The campaign also helped underscore Gamefound’s rise as a crowdfunding peer to Kickstarter – and reinforced the trend for large, miniatures-heavy releases choosing the platform for their projects.

Dead Men Tales was the latest Gamefound campaign to make use of the platform’s Endgame feature, which is designed to extend the final moments of campaigns that are still actively receiving pledges even as the original countdown ends.

The Dead Men Tales campaign had collected more than $3m by the end of the official crowdfunding period, but Endgame extended the raise by more than five extra days and about $1m due to new pledges consistently being made.

Prior to Dead Men Tales, the only previous crowdfunding campaign from an Asmodee-owned company was Lookout Games’ Kickstarter for the Grand Austria Hotel: Let’s Waltz! Expansion & Deluxe Upgrade, which raised about €383,000 during the coronavirus pandemic in 2020.

Asmodee’s only other direct exposure to crowdfunding is thought to be via the company Exploding Kittens, in which it made a strategic investment short of a buyout in 2021. That business has since raised more than $977,000 in a Kickstarter campaign for Hand to Hand Wombat.

More tenuously, YouTube reviewer The Professor raised about $4m for his Academic 133+ XL deckbox in 2022, which was designed ‘in collaboration’ with Asmodee’s game supplies and accessories unit Gamegenic.

Gamegenic also previously provided accessories in partnership with the Altered TCG during its record-breaking crowdfund three years ago.

Last month BoardGameWire reported that Asmodee’s net sales had surged 23% year-on-year to more than €1.68bn, driven by the company’s escalating power as a global TCG distribution giant.

Asmodee’s own board game publishing operation, meanwhile, saw its net sales fall 5.8% in the last financial year – while net sales for the first quarter of this year were down 9.8% compared to the same period in 2025.

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