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Published — 18. August 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Dungeon of the Dragon Knight Remake

18. August 2026 um 07:06

Die Liebe zur Vergangenheit

HexGameStudio versetzt uns zurück in eine andere Zeit, als uns Dungeon Crawler nicht nur an die Hand genommen, sondern uns neben der Geschichte auch die Handhabung des Spiels selbst zur Erkundung überlassen haben.

Die Prämisse ist kurz erzählt: unsere Gruppe von vier Abenteurern, die aus irgendeinem Grund durch einen Wald geirrt sind, landen erschöpft in einem Haus einer Hexe. Diese verspricht uns nach dem Fund eines Artefakts die Freiheit oder als Alternative den Tod.

Schon in den ersten Minuten fühlt man sich in die gute alte Zeit von Dungeon Master zurückversetzt. Wir bewegen unsere Gruppe Schritt für Schritt durch die Gänge, untersuchen Wände, ziehen an Ketten und legen natürlich Steine auf Druckplatten, um Türen zu öffnen.

So geht es tiefer ins Dungeon mit unserer Truppe aus Fantasy-Archetypen. Schild und Schwert nach vorne, Magie in die zweite Reihe. Und man sollte sich mit den Eigenheiten der Steuerung vertraut machen, da die Kämpfe, wie auch bei Legend of Grimrock, in Echtzeit ablaufen. Es gilt rechtzeitig nach der Cooldown-Zeit die Schläge und Magie auszuführen, bevor die Gegner erneut die eigene Lebensenergie reduzieren. Man muss kein Fan des Kampfsystems sein, doch erhöht das System durchaus die (An-)Spannung beim sonst gemächlichen Erkunden der Gänge.

Das Fortschrittssystem wurde für das Remake etwas entschlackt und das vorher vorhandene Shop-System entfernt. So liegt der Fokus weder auf den Kämpfen oder der Charakterentwicklung, sondern auf dem Dungeon und deren Rätseln. Jeder neue Abschnitt kann einen Hinweis, eine Falle, ein Geheimnis oder einen Weg zu einem Ort enthalten, den ich vorher nicht erreichen konnte. Dazu mag ich den Ansatz, dass man durchaus mit Rätseln experimentiert und die Lösung nicht immer offensichtlich ist.

Und auch wenn es dankenswerterweise eine Automap gibt, so zeichnet man im Kopf seine eigene Karte und versucht die Wege miteinander zu verknüpfen. Das erfordert Geduld, da man Wege erneut abgehen und ggf. Übersehenes suchen muss. Dazu kommt das nicht perfekte Inventory-Management, das einen manches Mal suchen lässt, wer nun einen gefundenen Gegenstand aufgenommen hat und wem man schnell im Kampf noch einmal einen Heiltrank reichen muss. Klingt sperrig, spielt sich aber in jeder Hinsicht fluffiger und angenehmer als Wizardry: Proving Grounds of the Mad Overlord.

Die Umsetzung auf die Playstation vom ursprünglich 2019 erschienenen PC Spiel, kommt mit einer suboptimalen Controllersteuerung und leicht aufpolierten Optik. Man kann von dem Solo-Projekt technisch keine Wunder erwarten, was aber nicht unbedingt etwas den Spielspaß bricht, aber fast zur Nostalgie beiträgt. Dazu ist das Sounddesign durchaus stimmig und trägt auch durch seine Reduziertheit zur Atmosphäre bei.

Nimmt man die erwähnten Einschränkungen in Kauf und bringt die nötige Geduld und den Hang zur Nostalgie mit, bekommt man Dungeon of the Dragon Knight einen fesselnden Ausflug in die Vergangenheit.

Stubenscore: 8 / 10

Falltüren und Druckplatten bestimmen unser Sein.
Ausweichen und den Cooldown abwarten. Die Kämpfe fordern weniger als die Rätsel.
Dank Automap hat man das Backtracking im Griff. Leider gibt es Notizen-technisch weniger Komfort als in der PC Version.
Das Aufleveln und der Loot sind weniger entscheidend.
Denn der Star ist das Dungeon mit seinen Rätseln an sich.

DUNGEON OF THE DRAGON KNIGHT
METACRITIC

PC | PS5 (getestet)

Published — 04. August 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Underquest

04. August 2026 um 15:52

Iron Helm 2.0

Das neue Spiel von Jason Glover ist im Grunde eine Weiterentwicklung seines großartigen Iron Helm. Das grundlegende Gameplay ist erhalten geblieben: mit einem selbst erstellten Charakter arbeitet man sich durch ein Verliesdeck, zieht jeweils zwei Karten und entscheidet sich für eine davon, um schließlich dem Bossgegner gegenüberzutreten und das Abenteuer – mit etwas Glück und der richtigen Taktik – erfolgreich abzuschließen.

In Underquest wurden nun darüber hinaus zahlreiche Systeme erweitert und neue Mechaniken eingeführt, die das Spiel insgesamt taktischer, abwechslungsreicher und variantenreicher machen.

Das beginnt bereits bei der Charaktererstellung, die deutlich umfangreicher ausfällt. Der Charakter besteht nun aus drei Karten mit unterschiedlichen Werten und Fähigkeiten, wodurch sich verschiedene Spielstile und Strategien ergeben.

Auch die genannten Dungeonkarten wurden erweitert. Jede Karte zeigt auf beiden Seiten jeweils ein halbes Quest-Symbol. Legt man eine Karte in sein Tableau und vervollständigt dadurch zusammen mit einer benachbarten Karte ein passendes Symbol, erhält man einen Questmarker dieser Art. Für den Abschluss einer Quest werden drei unterschiedliche Symbole aus insgesamt vier möglichen benötigt. Dadurch entsteht eine zusätzliche strategische Ebene bei der Auswahl der Dungeonkarte, da nicht mehr nur der unmittelbare Effekt einer Karte zählt.

Ein weiteres Highlight ist die Einführung von Zutaten als neuem Beutetyp nach Kämpfen. Durch das Kombinieren verschiedener Zutaten lassen sich Tränke herstellen. Dieses kleine Crafting-Minispiel macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für zusätzliche taktische Entscheidungen.

Nicht zuletzt wurde auch das Kampfsystem sinnvoll überarbeitet. Grit-Punkte können nun eingesetzt werden, um einen festen zusätzlichen Schadensbonus zu verursachen. Während in Iron Helm das Äquivalent Energie vielleicht zu entscheidend war, setzen sich hier die Werte beim Kampf komplexer und strategischer zusammen, so dass Glück eine noch vorhandene, aber geringere Rolle spielt.

Man merkt Underquest an, dass neben unglaublicher Liebe, sehr viel Playtesting und Finetuning im Spiel steckt. Jason Glover zog das Spiel nach dem erfolgreichen Funding auf Game Crafter gar zurück, um nach Spielerfeedback die Regeln erneut anzupassen. Ein mutiger Schritt, der sich auf jeden Fall gelohnt hat. Underquest ist jetzt schon ein sehr unterhaltsamer Dungeon-Crawler, der mit seinen kommenden Erweiterungen sicher noch besser wird. Und dazu sieht er unglaublich stimmungsvoll und schön aus.

Stubenscore: 9 / 10

Mein Charakter. Dank Playmat ordnet sich alles wunderbar übersichtlich an.
Es gibt viele Kartendecks und in der Mitte versuche in der Ablage meine Questziele, sprich Token zu kombinieren.
Durch das Ziehen des „Exalted Foe“ muss ich direkt einen Enemy ziehen. Der Hardened Kafer of Molda scheint aber machbar ohne viel Ressourceneinsatz.
Und jede der Karten, die leider „Dank“ Game Crafter-Self Printing nicht günstig sind, ist wunderschön designed.

UNDERQUEST
BoardGameGeek

Brettspiel (getestet)

Published — 04. Juli 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Hitman World of Assassination

04. Juli 2026 um 14:10

Eine Sandbox voller tödlicher Möglichkeiten

Man muss Agent 47 eigentlich nicht vorstellen. Bereits im Jahr 2000 kam der erste Teil des Schleich-Killerspiels von I/O Interactive und ich mochte die Serie schon in ihren Anfängen.

Damals konnte ich jedoch nicht wirklich viel Geduld aufbringen. Statt die Umgebungen zu beobachten, Gespräche zu Belauschen und geheime Wege zu finden, um meine Opfer möglichst elegant umzubringen, zog ich schnell die Waffe. Ich ermordete meine Ziele ohne Rücksicht auf weitere Verluste, um dann schnell zu einem Ausgang im Level zu laufen. So geht’s schließlich auch, aber ich wollte es diesmal doch anders angehen.

Im schwarzen Anzug mit roter Krawatte bekomme ich meine Einführung in erste Missionen,  wähle Ausrüstung, Waffen und den Startpunkt. Es gibt dabei massig Orte auf der ganzen Welt, die ich bereisen und von den Bösewichten befreien darf.

Und so kehre ich zurück nach Dubai und lasse mich erstmals auf die Mission ein, anstatt wild die Ziele zu snipern. Ich lege Verkleidungen an, nehme Identitäten an, täusche und schleiche. Gerade nachdem ich mir bei 007 First Light oftmals mehr Cleverness gewünscht habe, macht gerade diese Spielweise mehr Spaß. Mein Geduldsfaden hält, zumal regelmäßiges Speichern das kreative Ausprobieren absichert.

Und so ist auch durch „intelligentes Spielen“ jedes Setting relativ schnell und kurzweilig gespielt. So wäre alleingenommen ein Hitman 3 schnell durchgespielt, doch die Serie ist darauf ausgelegt, dass man die einzelnen Levels mehrfach spielt und neue Wege entdeckt, wie man die Tötungsziele beseitigen könnte.

Die World of  Assassination  ist die Komplettbox von Hitman 1-3 der letzten 10 Jahre und bietet damit sehr viel Mordmaterial. Dazu kommen diverse Zusatzmissionen und zusätzlichen Spielarten, die ich jedoch ebenso wenig brauche, wie die undurchsichtigen Kampagnen-Stories. Hitman bietet coole Signature Kills, abwechslungsreiche Aufträge und bitterbösen Humor und vielleicht ist sogar das Brettspiel interessant.

Stubenscore: 8,7 / 10

Morden wo andere Urlaub machen – zurück in Sapienza und es sieht gut aus.
Die Settings sind sehr unterschiedlich.
Und auch die Einsätze. Auf dem englischen Gut darf ich nebenbei einen Kriminalfall lösen.
Oh, der Kollege erkennt mich nicht. Ich suche mal schnell das Weite in der Menge.
Da drück ich doch mal den Knopf.

HITMAN WORLD OF ASSASSINATION
OPENCRITIC

PC | XBOX | SWITCH | PS5 (getestet)

Published — 14. Juni 2026 … endlich ein Blog über Spiele

007 First Light

14. Juni 2026 um 15:11

Uncharted mit einer Prise Hitman, geschüttelt

IO Interactive erfindet mit First Light sicher kein neues Genre mit der 007 Lizenz. Bekannt durch ihre Hitman Spiele, sind einige Anleihen von ihrem Auftragskiller-Spiel nicht zu leugnen. Es gibt auch keinen Zweifel, dass die Entwickler auch mal Uncharted gespielt haben und sich zudem anderer Spiele bedienen.

Man muss den Dänen aber lassen, dass ihn nicht nur der spielerische Mix gut gelungen ist – sie schaffen es die Atmosphäre von James Bond sehr gut einzufangen und erzählen zudem eine solide Geschichte, die es mit vielen der Filme aufnehmen kann.

So beginne ich als junger Soldat, der nach einem Einsatz eher zufällig in die Ausbildung zum 00-Agent des MI6 taumelt. Nach ein paar (zu vielen) Tutorialmissionen auf Malta, darf ich dann endlich meine erste wirkliche Mission starten. Ich bekomme ein Briefing von M, lasse mich von Q ausrüsten und hab stets Moneypenny im Ohr. Auch wenn dieser Bond mir in den ersten Minuten etwas stereotypisch vorkam, so gewinnt Schauspieler Patrick Gibson im Laufe des Spiels. Insgesamt gefällt der Cast, dazu kommt der Titelsong von Lana Del Rey und ich fühle direkt mich wie in einem Film.

Was spielerisch gefällt ist die Freiheit, mit der man teilweise die Aufgaben in den Missionen lösen kann. Ob man sich brachial durchboxt oder eher klug Hinweisen nachgeht, Leute belauscht, durch Lüftungsschächte krabbelt – es gibt oftmals mehrere Wege. Im Gegensatz zu Hitman, „lockern“ aber auch reine Shooter-, Kletter- und Kampfpassagen das Geschehen auf. Die Stärke liegt jedoch klar in den Passagen, in denen man auch Hirn einsetzen muss – am Ende kommen diese ein wenig zu kurz und First Light übertreibt ein wenig die Action.

Es bleibt aber ein großartig inszeniertes Bond-Spiel mit einer großartigen Atmosphäre und einem starken Hauptdarsteller.

Stubenscore: 8,6 / 10

Im Labor von Q gibt es diverse Spielereien.
Optisch macht First Light einiges her.
Die Hitman-Engine konnte schon viele NPC darstellen, was auch im Bond Spiel gut funktioniert.
Klettern a la Uncharted.
Leute belauschen, Hinweise sammeln, Missionen lösen.
Are you gonna go my way? Es gibt coole Vilians im Spiel.
Inszenatorisch geht einiges.
Wo bleibt mein Martini?
Patrick Gibson wäre sicher keine schlechte Bond Wahl.

007 FIRST LIGHT
OPENCRITIC

PC | XBOX  | PS5 (getestet)

Published — 22. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Wer stiehlt mir die Show?

Wer kennt diese Show nicht?

Die Show ist beliebt und ChatGPT schätzt den Bekanntheitsgrad bei unter 50-Jährigen auf 75%-85%. Dazu sind die Kritiken zum Spiel durchaus positiv: „Das funktioniert überraschend gut als Brettspiel.“ – „Das TV-Feeling kommt echt rüber.“  „Mit der richtigen Gruppe macht das richtig Laune.“

Und ich kann mich nur anschließen: wenn man das mittlerweile etwas abgenutzte Spielprinzip der Show mag, kann man die Brettspielumsetzung umso mehr mögen. Wie im TV gibt es auch in der Brettspielvariante recht kreative Quizideen, die für einen lustigen Abend sorgen können.

So beginnt das Quiz mit „den leichten Fünf“ zum Einstieg und der Frage, wer in der zweiten Runde als Moderator das Spiel leitet. Und das ist ein Clou des Spiels: Die Person, die eine Kategorie gewinnt, wird Moderator für die nachfolgende Runde und wählt zudem die Aufgabe aus. Wie dann diese Runde funktioniert darf man selbst oder Joko über ein QR-Code Video erklären lassen.

So versuchen wir Filmtitel zu erraten, indem wir das „Gegenteil“ des Titels als Schlagwort bekommen (aus „Lebe schnell“ suchen wir „Stirb langsam“). Wir gurgeln bekannte Lieder mehr oder weniger erfolgreich, haben aber Spaß dabei. Später „Riskieren wir die Gier“ und pokern mit unseren bis hier erspielten Punkten, d.h. wir verteilen sie auf mögliche Antworten und versuchen am Ende nicht alle zu verlieren.

Kleine Minipulte für die Mitspielenden dienen als Punktezähler und wir sammeln Münzen, um am Ende die besten zwei Spieler gegeneinander antreten zu lassen. Schön: es gibt vorher keinen Ausschluss wie bei der TV-Show, nur in dieser letzten Runde sind die anderen Mitspieler Zuschauer und wählen zudem aus jeweils zwei Fragen aus.

Wer stiehlt mir die Show spielt sich kreativ und frisch und ich wäre bereit in einer weiteren Runde neue Fragenideen zu entdecken.

Stubenscore: 7,7 / 10

Es gibt diverse Kategorien und kreativen Quizideen.
Beim Gurgeln waren wir so mittelgut.
Das schöne Material erinnert an die TV Show.
Muss man nicht mögen, aber kann man doch kennen. Bei den mittlerweile 11 Staffeln haben schon viele Promis um die Show gekämpft.

WER STIEHLT MIR DIE SHOW
BGG

Published — 19. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Bus Bound

Jeder Stop zählt

Ich wage mich gern mal in die nerdige Welt der Simulationen. Das macht mal mehr (Snow Runner, Flight Simulator), mal weniger Spaß (Lawn Mowing Simulator, The Catch).

Die Stillalive Studios waren schon für den durchaus soliden Bus Simulator 2021 verantwortlich und setzen im neuen Ablegen mehr auf Gameplay, als denn auf Simulation. Muss ich Fahrkarten abkassieren oder die Türen des Busses einzeln Öffnen und Schließen können? Brauche ich nicht wirklich, also setze ich mich gern hinters Steuer und fühle mich an American Truck Simulator Zeiten erinnert –  nur, dass ich diesmal nicht allein fahre.

Bus Bound spielt in der wachsenden Stadt Emberville. Drei erste Buslininen sind eingerichtet und mein Ziel ist es durch erfolgreiches Abfahren dieser Stationen, weitere Gebiete in der Stadt zu erschließen. Sobald ich die Aufgaben in einem Teil der Stadt erfolgreich erledigt habe, blüht die Stadt auf: neue Gebäude, Flaniermeilen und auch Haltestellen entstehen. Die Veränderung der Stadt steht im Vordergrund, was durchaus mehr motiviert, als denn eine aufgesetzte Wirtschaftssimulation. Nebenbei schalte ich als zusätzliche Karotte vor der Nase neue Busse frei – und die elektrischen Busse haben schon ein gutes Fahrgefühl.

Und so fahre ich bestehende Routen, erstelle neue und hangele mich Haltestelle zu Haltestelle – immer die verbleibende Fahrzeit im Blick. Besonders ruhige Fahrten mit präzisen Halten an den Haltebuchten, bringen mir mehr Likes der Fahrgäste.

Das klingt nicht für jeden spannend, kann aber nach einem Run bei Resident Evil gerade das richtige Spiel sein. Und Dank eingestreuter Ereignisse, wie spontaner Hindernisse und Unfällen, bleibt es „aufregend“. Ich mag den Mix aus Entspannung und leichter Anspannung, zumal Emberville wirklich hübsch ist.

Stubenscore: 7,8 / 10

Über die frisch freigeschaltete Brücke Richtung Panda St. – liege gut in der Zeit.
Auch bei schlechtem Wetter muss ich raus. Optisch macht Bus Bound was her.
Mit diversen Routenanpassungen jage ich neuen Freischaltungen von Gebieten und Bussen hinterher.
Hoffentlich kein Stau um die Ecke. Das Spiel hat meinen Respekt vor Busfahrern erhöht.
Ach so schön ist Emberville.
Das echte Leben und ich fühl ihn. Links der Stau und er muss rüber – lässt ihn jemand rein?

BUS BOUND
OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 (getestet)

Published — 16. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Wax Heads

Back to black.

Ein Kunde beginnt, eine Platte zu beschreiben, die er gern kaufen möchte. Auf dem Cover ist, soweit er sich erinnert, eine Wolke oder vielleicht etwas Wolkenförmiges. Ich soll nun dieses Album irgendwo zwischen den Vinylstapeln im chaotischen Plattenladen von Wax Heads finden.

Anfangs sind die Hinweise schnell zuzuordnen, schnell finde ich die richtige Scheibe und mache die Kunden glücklich. Tag für Tag, oder auch Track für Track (wie die Tage im Spiel passend eingeteilt wurden) wird die Suche nach der richtigen Platte schwieriger. Ich muss beginnen die Rückseite des Covers nach Hinweisen abzusuchen, Tracklists zu lesen oder in den Sozialen Medien etwas zu finden. Denn schließlich will ich als neuster Mitarbeiter von Repeater Records den Kunden glücklich machen, indem ich ihm immer die richtige LP in die Tasche lege.

Rocío Tomé und Murray Somerwolff sind das Indie-Studio Patattie Games und fangen die Liebe zur Musik und die besondere Kundschaft von Plattenläden auch mit dem Comic-Stil wunderbar ein.

Spielerisch erinnert das deduktive Puzzlespiel aus einem Mix aus Coffee Talk und Papers Please. Die Suche nach Platten macht durchaus Spaß, da die Rätsel unterhaltend und die Darstellung der Bands sehr spaßig sind. Jede Platte erzählt ihre eigene Geschichte, und jede Band fühlt sich greifbar real an – inklusive der Möglichkeit jeweils einen Song der Band-LP anzuhören. Schön, dass hier die Songs KI-frei menschlich geschrieben, aufgenommen und teilweise von Freunden der Entwickler gesungen wurden – und da sind ganz gute Sachen dabei!

Die Puzzle-Schleife wiederholt sich nach einigen Runden, wobei mich jedoch die überladenen, langsam aufpoppenden Dialogtexte zwischen den Mitarbeitern eher nerven – irgendwann wollte ich diese nicht mehr mitlesen und wollte nur den nächsten Kunden bedienen.

Insgesamt ist Wax Heads aber ein unterhaltsames Puzzle-Spiel, liebevoll eingehüllt in die Musikkultur mit schönem Artwork, dem leider (für mich) ein wenig die Luft ausgeht.

Stubenscore: 7,4 / 10

Die Platten sind in mehreren Räumen verstreut.
Die Beschreibungen sind schon unterhaltsam. Song 8 hätte mich interessiert.
Zwischendurch der Blick aufs Mobile. Hier gibt es Hinweise, aber auch eine Playlist für den Hintergrund.
Es gibt auch einen Arcade-Automaten für ein Minispiel, aber erstmal die Platte suchen.
Die Texte sind schon nett geschrieben, die Cover teilweise wirklich lustig.
Es nerven leider die unfassbar vielen Zwischendialoge, die sich zu langsam wegklicken lassen.
Ist mir am Ende lieber: ein echter Plattenladen wie Plato in Utrecht.

WAX HEADS
OPENCRITIC

PC | XBOX | SWITCH | PS5 (getestet)

Published — 08. Mai 2026 … endlich ein Blog über Spiele

Mixtape

Just like Honey

Coming of Age Stories sind eigentlich nicht so wirklich meins, aber als ich einen Blick auf den Soundtrack des Spiels warf, musste ich als Stacey Rockford zurück in die 80er: Joy Division, The Cure, Pumpkins– wie soll ich das nicht spielen, zumal die Kritiken das Spiel feiern?

Bevor Stacey ihre Kleinstadt Richtung New York verlässt, will sie nochmal einen letzten Abend mit ihren Freunden verbringen. Wir begleiten Sie durch ein paar Flashbacks ihrer Freundesgeschichte in wunderschöner und einzigartiger Optik. Die einzelnen Szenen sind wunderbar kreativ, abgefahren und charmant inszeniert. Und dazu gibt es immer den passenden Song aus Staceys perfektem Mixtape – mit ganz viel Emotionen und 80er Flair.

Spielerisch passiert nicht allzu viel, ein paar Fahrpassagen, Absuchen von Räumen und eingestreute, teilweise unterhaltsame Minispiele. Einige spielerische Wiederholungen stören mich hierbei nicht wirklich, zumal der Ausflug in der Vergangenheit jederzeit kurzweilig (und auch kurz) bleibt.

Ich werde mir auf jeden Fall nochmal Beethoven & Dinosaurs Erstlingsspiel The Artful Escape ansehen. Mixtape ist eine wunderschöne Reise, bringt die Musik der Zeit einem fast dokumentarisch nah und setzt mich gute drei Stunden in eine bessere Zeit zurück. Das Indie Studio aus Melbourne hat die bittersüße Nostalgie perfekt getroffen und spätestens als der Abspann läuft, habe ich bei Plainsong einen Kloß im Hals.

Stubenscore: 9 / 10 (und Danke für die Musik)

Das Fahren durch die wunderschöne Landschaft macht durchaus Laune. Ich mag auch den fast stop-motion-Comicstil der Charaktere.
Ein unterhaltsames 20-Sekunden Minispiel.
Wie damals in der besseren Zeit.
Spielerisch sucht man häufiger Räume ab. Langweilig wirds aber nie.
Ein paar Traumszenen dürfen nicht fehlen.
Unter Drogen in die Videothek – auch eine schöne Szene.
Eine kleine Songauswahl. Schön, dass es zu jeden Song eine kleine Einordnung gibt. Zum Spiel passen sie jeweils perfekt.

MIXTAPE
OPENCRITIC

PC | XBOX | SWITCH | PS5 (getestet)

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