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Antzeit-Regelwerk – Ulisses‘ Das große Krabbeln (Ersteindruck)

30. Oktober 2026 um 09:00

Nach unserer Preview können wir nun antlich einen Blick in das Grundregelwerk werfen. Einen Blick in den Krieg zwischen Ameisen und Asseln, auf die versklavten Bienen und die vielfältigen Lebensräume. Wir betrachten Würfelpools, Robustheitsproben, Berufe und die Launen der Königin. Und vieles ist lediglich eine Frage der Haltung.

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The Blood of the Dawnwalker

30. Oktober 2026 um 07:36

Ohne Plötze durchs dunkle Mittelalter

Es wird Nacht in den Karpaten, genauer gesagt der fiktiven Stadt Vale Sangora. Während ich tagsüber als Mensch auf der Suche nach meiner entführten Familie bin, verwandle ich mich des Nachts in einen Vampir – ich bin ein nicht ganz freiwilliger Dawnwalker. Mich dürstet es dabei in der Dunkelheit nicht nur nach Blut, sondern nach Rache an Fürst Brencis und seinen drei Schergen Ambrus, Bakir und Xanthe.

Das Spiel von ehemaligen Machern von Witcher 3 – allen voran Gamedirector Konrad Tomaszkiewicz – erinnert stark an sein Vorbild. So habe ich als Coen ähnliche Witcher Senses und kann damit Spuren verfolgen, verfolge diverse Quests in einer Open World und prügle mich über Kampf, Klauen oder Magie durch die Gegend. Ein Unterschied, mit dem man Anfangs direkt konfrontiert wird ist: man nur 30 Tage (und Nächte) Zeit hat, um seine Familie zu befreien. Das mag zunächst als Limitierung der Open World wirken, bietet aber doch mehr als genug Zeit viele Quests zu erleben und Coen im Kampf gegen den Endgegner zu stärken. Dank des kleineren Entwicklerteams ist somit auch die Gesamtspielzeit eher bei 25-40 Stunden, als denn die dreistelligen Stunden vom CD Projekt Red Epos.

Auch wenn das Missionsdesign und deren Vielfältigkeit nicht an das Vorbild heranreichen, so gefällt mir dunklere Atmosphäre. Das Kampfsystem ist solide, die Charaktere und Dialoge gut geschrieben und die Story hält einen durchaus an der Leine. Ich mag auch den Wechsel zwischen Mensch und Vampir – gefällt mir besser als beispielsweise der Charakterwechsel in Assassins Creed Shadows. Dieser Wechsel lässt mich immer wieder überlegen, welche Mission ich in welcher Gestalt angehen möchte. Leider geht es oftmals am Ende immer wieder nur mit Gewalt und die Anzahl der Missionen, in denen ich mit Schwert oder Klauen die Lösung suche, ist hoch. Hier hätte ich mir dann doch mehr Abwechslung gewünscht, was wohl aber durch das kleine Team limitiert war. Nervig leider auch, dass die Kämpfe gerade im letzten Abschnitt sehr unausgewogen und für mich zu nervig werden.

Es bleibt ein gutes Spiel mit einigem Verbesserungspotential, das einem Dank seiner Story und Atmosphäre Hoffnung auf einen besseren Nachfolger macht, der offensichtlich in der Neuzeit spielt – das würde mich eventuell zu einem zweiten Teil bringen.

Stubenscore: 7,8 / 10

Die Sonne scheint und als Mensch blicke ich in die schöne Umgebung.
In der Nacht wird es auch atmosphärisch dunkler und meine Vampirfähigkeiten geben mir mehr Macht.
Auch nett: ich skille menschliche und vampirische Fähigkeiten.
Ob als Mensch oder Vampir: die Kämpfe sind blutig und (zu) zahlreich.
Und auch der Loot wird unübersichtlich: das kennen wir von The Witcher nur zu gut.
Atmosphäre und Story passen – die Sherlock Holmes-like Tatort-Untersuchungen werden leider auch etwas oft eingesetzt.
Und im Finale kommen die dicken Brocken, für die mir dann doch meine Lebenszeit zu kostbar ist.

 

THE BLOOD OF THE DAWNWALKER
OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 (getestet)

D&D World of Warcraft

06. Oktober 2026 um 20:23

„More dots! More dots!“ flimmert mir bei dem PR-Event zu D&D: World of Warcraft entgegen. Ich schmunzle, hier sind genauso verrückte Leute wie ich im Chat, der das PR-Event begleitete. Und wer bei diesem Satz nervös zuckt, Onyxias Atem im Nacken spürt und gedanklich schon wieder jemandem zuruft, er solle aus dem verdammten Feuer laufen,...

Der Beitrag D&D World of Warcraft erschien zuerst auf Brett und Pad.

Conbericht Nordenbrand: Von freien und unfreien Städten

25. September 2026 um 13:34

Sonnenfanatiker, Gesandte von Nah und Fern, Angehörige der Mark und freier Städte und viele, viele mehr: Zu Ostern lud die Panmi-Orga zur vierten Con der Nordenbrand-Reihe nach Brandenburg ein. Das Ende der politischen Verstrickungen dieser drei Tage und der vorangegangenen drei Jahre war eines, welches von vielen nicht vorausgesehen ward.

Dieser Beitrag wurde von Gastautor*in geschrieben

The Blood of Dawnwalker: Ein düsteres Vampir-Rollenspiel mit Tiefgang (Angespielt)

15. September 2026 um 10:42

30 Tage hat der junge Coen Zeit, seine Familie zu retten. Hierfür kann er seine Talente als Schwertkämpfer nutzen oder als Kreatur der Nacht Mensch und Monster zerreißen. Das am 03.09.2026 erschienene düstere Vampir-Rollenspiel The Blood of Dawnwalker verspricht ein dynamisches und abwechslungsreiches Gameplay im Herzen einer lebendigen Spielwelt.

Dieser Beitrag wurde von Yola Tödt geschrieben

Auferstanden oder untot? – Wissensdurst beim EPIC EMPIRES 2026 – Conbericht

13. September 2026 um 11:00

Nebulöse Pfade und eine Auferstehung mit weitreichenden Folgen: 2026 gab es wieder dramatische Szenen auf dem EPIC EMPIRES. In Neu-Ostringen standen die Zeichen auf Aufbruch, weil eine neue Macht mit ihrem Willen die Welt formen will. Die Lager suchten derweil nach Informationen und erhielten einige unschöne Antworten...

Dieser Beitrag wurde von Andreas Schellenberg geschrieben

Vorschau: Antzeit – Ant-hologie über ein neues Rollenspiel auf der Ratcon 2026

01. September 2026 um 10:17

„Du bist nur ein Stück Dreck. Nein stimmt nicht, du bist weniger als Dreck. Du bist eine Ameise!“ Diese Worte von Hopper dem Grashüpfer könnte einem in den Sinn kommen, wenn ich an Ameisen denke. Bis jetzt, denn Antzeit bietet eine völlig neue Perspektive auf das „Große Krabbeln“.

Dieser Beitrag wurde von Gastautor*in geschrieben

Welcome to the Hellfire Club: D&D-Fortsetzung zu Stranger Things

19. August 2026 um 16:24
Welcome to the Hellfire Club: D&D-Fortsetzung zu Stranger Things

Wizards of the Coast hat mit „Welcome to the Hellfire Club“ ein kollaboratives Abenteuerspiel im D&D-Regelrahmen veröffentlicht, das offiziell an die Serie Stranger Things lizenziert ist. Laut Verlagsbeschreibung führt es die Kampagne fort, die Eddie Munson in der Serie im titelgebenden Hellfire Club unvollendet zurückließ: vier Abenteuer mit mehreren Stunden Spielmöglichkeit. Erhältlich ist das Set bereits seit dem 7. Oktober 2025, bei Würfelreich bislang aber nicht besprochen.

Angaben zu Spielerzahl, Preis und Alter

Bei der Spielerzahl widersprechen sich die Quellen. BGG übernimmt wörtlich die Verlagsbeschreibung und nennt „collaborative 3-6 player board game“, ebenso der offizielle D&D-Store in Großbritannien: 3 bis 6 Spielende. Die Produktseite bei Amazon.de führt im Titel dagegen 3 bis 5 Spielende. Da zwei unabhängig formulierte, verlagsnahe Quellen übereinstimmen und nur die Handelsseite abweicht, ordnen wir 3 bis 6 als die wahrscheinlichere Angabe ein, nennen die abweichende Amazon.de-Angabe hier aber ausdrücklich, statt sie zu unterschlagen.

Der Preis im offiziellen UK-Store liegt bei 51,99 GBP, verkauft wird das Set dort über ESW France SAS. Der deutsche Fachhändler Sphärenmeisters Spiele führt das Set zum Vergleich für 49,99 Euro, ausdrücklich in der Kategorie „Englische Rollenspiele“. Eine Altersfreigabe nennt nur Amazon.de: ab 12 Jahren. BGG und der UK-Store machen dazu keine Angabe.

Inhalt und offene Angaben

Das Set enthält laut UK-Store einen Dungeon-Master-Schirm, ein doppelseitiges Hellfire-Club-Poster, 91 Karten (Zauber, Gegenstände, Monster), 72 Marker, zwei doppelseitige Posterkarten, 15 Charakterbögen, vier In-World-Handouts, einen Kampf-Tracker-Notizblock, 11 Würfel, eine Kurzanleitung sowie vier Abenteuerhefte und einen Spielleitfaden. Dazu kommen digitale Zusatzinhalte: ein Stranger-Things-Abenteuerpaket, ein digitales „Upside Down“-Würfelset sowie digitale Karte und Sticker.

Designerinnen oder Autoren nennt keine der drei Quellen namentlich, Fehlanzeige. Auf BGG läuft der Titel als RPG-Item, nicht als Brettspiel, und trägt bislang nur vier Bewertungen bei einem Schnitt von 8,38. Für eine belastbare Aussage zur Rezeption ist das zu dünn, wir lassen die Zahl deshalb unkommentiert stehen.

Für deutsche Runden

Eine deutschsprachige Ausgabe gibt es nach jetzigem Stand nicht: Im Suchmaschinenindex trägt das Set bei Amazon.de den englischen Originaltitel „Welcome to the Hellfire Club Adventure Game“, und der deutsche Fachhändler Sphärenmeisters Spiele führt es ausdrücklich als englischsprachigen Import in der Kategorie „Englische Rollenspiele“.

Für deutsche D&D-Runden mit Stranger-Things-Bezug ist das Set vor allem wegen der Lizenz interessant: ein offizieller Abschluss einer Serienhandlung im eigenen Spieltisch-Format, nicht bloß ein thematisch angelehntes Zusatzprodukt. Damit reiht sich das Set in einen größeren Trend ein: Popkultur-Lizenzen, die zunehmend direkt auf D&D-Regeln aufsetzen, wie zuletzt Transformers, G.I. Joe und Power Rangers bei Renegade Game Studios. Der vollständige Komponentensatz, von Würfeln über den DM-Schirm bis zu den vier Abenteuerheften, macht „Welcome to the Hellfire Club“ zu einem eigenständig spielbaren Kit und nicht zu einem reinen Ergänzungsband, der ein vorhandenes D&D-Grundregelwerk voraussetzt. Deutsche Runden, die mitspielen wollen, greifen damit zur englischsprachigen Originalausgabe.

Dungeon of the Dragon Knight Remake

18. August 2026 um 07:06

Die Liebe zur Vergangenheit

HexGameStudio versetzt uns zurück in eine andere Zeit, als uns Dungeon Crawler nicht nur an die Hand genommen, sondern uns neben der Geschichte auch die Handhabung des Spiels selbst zur Erkundung überlassen haben.

Die Prämisse ist kurz erzählt: unsere Gruppe von vier Abenteurern, die aus irgendeinem Grund durch einen Wald geirrt sind, landen erschöpft in einem Haus einer Hexe. Diese verspricht uns nach dem Fund eines Artefakts die Freiheit oder als Alternative den Tod.

Schon in den ersten Minuten fühlt man sich in die gute alte Zeit von Dungeon Master zurückversetzt. Wir bewegen unsere Gruppe Schritt für Schritt durch die Gänge, untersuchen Wände, ziehen an Ketten und legen natürlich Steine auf Druckplatten, um Türen zu öffnen.

So geht es tiefer ins Dungeon mit unserer Truppe aus Fantasy-Archetypen. Schild und Schwert nach vorne, Magie in die zweite Reihe. Und man sollte sich mit den Eigenheiten der Steuerung vertraut machen, da die Kämpfe, wie auch bei Legend of Grimrock, in Echtzeit ablaufen. Es gilt rechtzeitig nach der Cooldown-Zeit die Schläge und Magie auszuführen, bevor die Gegner erneut die eigene Lebensenergie reduzieren. Man muss kein Fan des Kampfsystems sein, doch erhöht das System durchaus die (An-)Spannung beim sonst gemächlichen Erkunden der Gänge.

Das Fortschrittssystem wurde für das Remake etwas entschlackt und das vorher vorhandene Shop-System entfernt. So liegt der Fokus weder auf den Kämpfen oder der Charakterentwicklung, sondern auf dem Dungeon und deren Rätseln. Jeder neue Abschnitt kann einen Hinweis, eine Falle, ein Geheimnis oder einen Weg zu einem Ort enthalten, den ich vorher nicht erreichen konnte. Dazu mag ich den Ansatz, dass man durchaus mit Rätseln experimentiert und die Lösung nicht immer offensichtlich ist.

Und auch wenn es dankenswerterweise eine Automap gibt, so zeichnet man im Kopf seine eigene Karte und versucht die Wege miteinander zu verknüpfen. Das erfordert Geduld, da man Wege erneut abgehen und ggf. Übersehenes suchen muss. Dazu kommt das nicht perfekte Inventory-Management, das einen manches Mal suchen lässt, wer nun einen gefundenen Gegenstand aufgenommen hat und wem man schnell im Kampf noch einmal einen Heiltrank reichen muss. Klingt sperrig, spielt sich aber in jeder Hinsicht fluffiger und angenehmer als Wizardry: Proving Grounds of the Mad Overlord.

Die Umsetzung auf die Playstation vom ursprünglich 2019 erschienenen PC Spiel, kommt mit einer suboptimalen Controllersteuerung und leicht aufpolierten Optik. Man kann von dem Solo-Projekt technisch keine Wunder erwarten, was aber nicht unbedingt etwas den Spielspaß bricht, aber fast zur Nostalgie beiträgt. Dazu ist das Sounddesign durchaus stimmig und trägt auch durch seine Reduziertheit zur Atmosphäre bei.

Nimmt man die erwähnten Einschränkungen in Kauf und bringt die nötige Geduld und den Hang zur Nostalgie mit, bekommt man Dungeon of the Dragon Knight einen fesselnden Ausflug in die Vergangenheit.

Stubenscore: 8 / 10

Falltüren und Druckplatten bestimmen unser Sein.
Ausweichen und den Cooldown abwarten. Die Kämpfe fordern weniger als die Rätsel.
Dank Automap hat man das Backtracking im Griff. Leider gibt es Notizen-technisch weniger Komfort als in der PC Version.
Das Aufleveln und der Loot sind weniger entscheidend.
Denn der Star ist das Dungeon mit seinen Rätseln an sich.

DUNGEON OF THE DRAGON KNIGHT
METACRITIC

PC | PS5 (getestet)

NEWS: Ghost in the Shell: Sektion 9 ermittelt künftig am Rollenspieltisch

07. August 2026 um 11:16

Mantic Games entwickelt derzeit ein offizielles Rollenspiel auf Grundlage von Masamune Shirows Originalmanga Ghost in the Shell. Die Finanzierung läuft bis zum 13. August 2026 über BackerKit. Unterstützer*innen oberhalb der kostenlosen Follower-Stufe sollen die vollständige PDF-Ausgabe bereits im September erhalten.

Dieser Beitrag wurde von Roger Lewin geschrieben

Midgard – Legenden von Damatu: Neues, Produkte, Erscheinungstermin und mehr

Von: Peer
07. August 2026 um 09:25

Midgard – Legenden von Damatu: Neues, Produkte, Erscheinungstermin und mehrIm Herbst startet ein neues deutsches Rollenspiel bei Pegasus, aber so wirklich neu ist Midgard – Legenden von Damatu dann doch nicht. Es handelt sich um die 6. Edition des ältesten deutschen Rollenspiels Midgard. Allerdings wurde für die neue Edition wirklich viel neu gemacht und im Folgenden stelle ich euch den Hintergrund vor, was sich […]

Der Beitrag Midgard – Legenden von Damatu: Neues, Produkte, Erscheinungstermin und mehr erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

Wo ist Alice? & Silent Falls – Stumm und intensiv immersiv (Rezension)

27. Juli 2026 um 09:00

Beim Rollenspiel geht es immer um Kommunikation. In der Regel sprechen die Spielenden über das Geschehen oder nehmen gar die Rolle ihrer Charaktere ein. Bei Wo ist Alice? wird diese Kommunikation genutzt, um den Ereignissen des Spiels durch bewusste Regulation eine dramatische Tiefe zu geben.

Dieser Beitrag wurde von Norbert Schlüter geschrieben

Rückblick: Am Anfang stand Dungeons & Dragons Teil 2

Von: natokh
01. Mai 2026 um 16:20

Nachdem wir einige Jahre Midgard gespielt und nebenher immer auch Inspiration in anderen Regelwerken gesucht und gefunden haben, entschlossen wir (Wilhelm Klippel aka „Fiomall“ und ich) uns 1994 dazu unser eigenes Regelwerk zu schreiben. Unter tätiger Mitwirkung von Simone (Arne), Patty (Dulmer) und Uwe (Haplo), aber auch weiteren Mitspielern, wie u. a. André. Wir waren mit einigen Aspekten von Midgard und auch anderen uns bekannten Systemen unzufrieden.

Das war der Beginn von Mag Mor, Rollenspielsystem und gleichzeitig auch Welt, auf der dieses System spielt. Und selbst nach 32 Jahren haben wir immer noch nicht die ganze Welt erkundet und auch unsere Regeln werden nach wie vor ständig erweitert, verfeinert und natürlich auch verbessert.

Mit über 600 echten verschiedenen Zaubersprüchen (plus Runenmagie) und über 110 Fertigkeiten ist unser Spielsystem sicher eines der umfangreichsten überhaupt. Da wir uns aber viel bei anderen System bedient haben und uns von D&D, Midgard, Palladium, MERS, Runequest, Das schwarze Auge etc. haben inspirieren lassen, wird Mag Mor wohl nie außerhalb unserer Spielerunde das Licht der Welt erblicken. Aber das war auch nie unser Ziel.

Inspiration haben wir auch immer aus den Fantasyromanen von Alan Dean Foster, R. A. Salvatore, Ed Greenwood, Karl Edward Wagner, Robert E. Howard, Lyon Sgrague de Camp, Fletcher Pratt, Robert Asprin, Marion Zimmer Bradley, Trudi Canavan und vielen vielen mehr gezogen.

Wir spielen nach wie vor mehrmals im Jahr und diskutieren dann auch immer wieder Aspekte unseres Regelwerks und bauen es um. Und obwohl es eine typische Fantasywelt mit Elfen, Zwergen, Trollen, Drachen und jeder Menge Magie ist haben wir versucht viele Aspekte unseres Regelwerkes möglichst nah an der Realität zu halten, wie z. B. der Reichweite und Durchschlagskraft von Langbögen, den Reisegeschwindigkeiten (wenn sie hier denn keine Magie zum Einsatz kommt), den Auswirkungen von Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel und so weiter.

Nebenher wir auch immer wieder viel Zeit in die Beschreibung der Welt Mag Mor gesteckt, was vor allem in den vielen Kampagnen passiert ist, die wir dort schon gespielt haben. Es gab und gibt aber auch immer wieder Ausflüge in andere Welten. Aktuell sind wir in unserer Kampagne zum Beispiel auf Aventurien unterwegs. Das liegt auch viel daran, dass wir fertige Abenteuer (seien es nun Fanabenteuer oder Kaufabenteuer) verwenden und diese mal mehr, mal weniger für unser System anpassen. Manchmal verlegen wir die Handlung dabei nach Mag Mor und manchmal spielen wir auf der beschriebenen Welt. Mit Magie ist das ja alles kein Problem.

Auch nach mittlerweile 42 Jahren haben wir nicht die Lust am Spielen verloren. Dabei hat sich unser Fokus von Kämpfen und Looten, aus den Frühtagen mit D&D, doch sehr in Richtung Geschichten erleben, Rätsel lösen und Lösungen für vertrackte Situationen finden, verlagert.

Und es gibt noch sehr viel zu erkunden auf der Welt Mag Mor.

Natokh el Rohan I

Rückblick: Am Anfang stand Dungeons & Dragons Teil 1

Von: natokh
18. April 2026 um 13:46
D&D Basisset 1. Auflage (1983)

Es begann alles am 6. Oktober des Jahres 1984. Damals war die 1. Auflage des D&D Basis Set gerade mal 11 Monate auf Deutsch erhältlich. Einige Interessierte trafen sich im Bücherwurm, in Bad Camberg, um einen ersten Einblick in die Welt des Fantasy-Rollenspiels zu bekommen. Heute, mehr als 40 Jahre später, spielen einige von Ihnen immer noch dieses Spiel und Ihre Begeisterung dafür hat nicht nachgelassen.

Dies ist auch der Grund für meinen Internet-Nickname NATOKH. Natokh war einer meiner ersten Charaktere in einem Fantasy-Rollenspiel und die Figur die ich am längsten gespielt habe. Der Name geht auf eine Kurzgeschichte aus dem Conan-Universum von Robert E. Howard zurück. Dort war der dunkle Zauberer Natohk (Thugra Khotan) ein Gegenspieler von Conan.

Aber vielleicht sollte ich erst einmal kurz erläutern, worum es sich bei Fantasy Rollenspielen überhaupt handelt. Eigentlich ist es ganz einfach. Eine Gruppe von Spielern, nach unserer Erfahrung mindestens 3 aber höchstens 4-5, versuchen mit fiktiven Charakteren, welche nur auf dem Papier existieren, Aufgaben zu lösen, welche Ihnen ein Spielleiter stellt. Eine Aufgabe kann zum Beispiel das Erretten einer Prinzessin aus den Klauen eines bösen Drachen sein oder aber Detektivarbeit à la Sherlock Holmes oder vielleicht auch nur Metzeln und Looten in der Art eines Dungeon Crawlers. Der PHANTASIE sind hierbei keine Grenzen gesetzt, bzw. nur die des Spielleiters.

Zuerst beginnt man damit sich einen Charakter zu erstellen. Im ersten Schritt werden einige Attribute des Charakters ermittelt, zumeist mit Hilfe von Würfeln, dies sind z.B. die Stärke, das Aussehen, die Intelligenz oder aber das Zaubertalent. Aufgrund der Attributswerte muss sich nun der Spieler eine passende Profession für die Figur aussuchen. Hier gibt es unter anderem den Dieb, den Krieger oder einen Magier. Außerdem legt man fest, welche Rasse man spielen möchte. Neben Menschen gibt es da zum Beispiel Halblinge, Zwerge oder Elfen. Allerdings sollte man für nichtmenschliche Rassen schon etwas Spielerfahrung mitbringen, da es beim Spiel noch einige Besonderheiten und Verhaltensweiten der jeweiligen Rasse zu berücksichtigen gilt.

Hat der Spieler nun die Attribute, Rasse und Profession seines Charakters ermittelt muss er sich an dessen Beschreibung machen. Ist die Figur feige oder mutig, ist sie Links- oder Rechtshänder, ist sie hilfsbereit oder ein grenzenloser Egoist, liebt sie das Glücksspiel oder ist sie ein enthaltsamer Asket. Dies alles ist später wichtig, da der Spieler seine Figur entsprechend spielen soll, er wird also zum Schauspieler, zumindest verbal.

Hat man nun eine Gruppe von Charakteren entworfen beginnt das Spiel. Der Spielleiter übernimmt hierbei die Rolle der Welt sowie aller darin befindlichen Lebewesen. Die Gruppe agiert in dieser Welt. Dies geschieht zum Teil mit dem Einsetzen ihrer Fertigkeiten, wie z.B. dem Stehlen, dem Wirken von Zaubersprüchen und ihren Waffenfertigkeiten, dem Wissen über Kräuter und Gifte usw., zum anderen aber mit der PHANTASIE der Spieler.

Nachdem wir eine Zeit lang das D&D System gespielt haben sind wir relativ schnell zu Midgard gewechselt, dem ersten deutschen Rollenspiel, da uns einiges am D&D Regelwerk gestört hat. Midgard erschien bereits 1981, also 2 Jahre bevor D&D das Licht des deutschen Rollenspielmarktes erblickte und 3 Jahre vor dem Schwarzen Auge, welches 1984 veröffentlicht wurde.

Wir haben dann einige Jahre Midgard gespielt. Da entstand auch mein Zauberer Natokh. Damals haben wir uns fast jede 2 Woche zum Spielen getroffen. Zwischendurch haben wir uns aber auch immer andere Rollenspielsysteme angeschaut. So haben wir auch ein paar Runden Sternengarde gespielt (sozusagen D&D im Weltraum), haben uns Regelwerke wie MERS (Mittelerde Rollenspiel), Runequest, Pathfinder oder Palladium. Wir haben auch ein paar Mal In nomine Satinis gespielt. Ein besonders abgefahrenes Pen & Paper Rollenspiel in dem man Dämonen spielt, mit übernatürlichen Kräften und zum Teil sehr seltsamen Phobien, wie der Angst vor Kindern oder Colaautomaten. Man spielt einen Diener des Teufels und erledigt Aufträge in seinem Namen. Das Spielsystem ist sehr satirisch und nimmt sich nicht Ernst. Wer auf schwarzen Humor und Gemetzel steht, der ist hier genau richtig. Wir haben allerdings nie eine Kampagne gespielt sondern immer nur Einzelabenteuer.

Als Gegenpol gab bzw. gibt es Magna Veritas. Hier spielt man einen Engel und ist natürlich im Auftrag Gottes unterwegs. Das habe ich jedoch nie gespielt. Überhaupt habe ich mir sehr viele Rollenspielbücher nur gekauft, um mir daraus Inspiration zu holen. Was uns zu unserer nächsten großen Veränderung führt.

Anfang der 90er, begannen wir nämlich damit unser eigenes Regelwerk zu schreiben und die Welt Mag Mor aus der Taufe zu heben. Aber das erzähle ich euch beim nächsten Mal.

To be contuined …

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