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Tenebris Somnia

28. Oktober 2026 um 06:56

Pixel-FMV-Mix

Das Indie-Spiel der Argentinier Andrés Borghi und Tobias Rusjan erzählt die Geschichte von Julia, die auf der Suche nach ihrem verschwundenen Ex-Freund Ivan ist. Angekommen in der ehemaligen Wohnung der beiden, lassen Blutflecken und okkulte Symbole nichts Gutes erahnen.

Tenebris Somnia mixt dabei 8-16Bit Pixelgrafik mit eingestreuten Filmszenen, die den Charakteren ein echtes Gesicht und durchaus die Atmosphäre geben.

Mit dem Öffnen der Wohnungstür im dritten Stock arbeite ich mich gut gemachte Point&Click Rätsel, öffne Türen und schalte den Zugang zu weiteren Stockwerken frei. Neben den gern genommenen filmischen Unterbrechungen, tauchen Gegner auf, die ich anfangs mit dem Schraubenschlüssel und im Verlauf mit Kugeln bearbeite. Das erhöht durchaus die Spannung beim Durchlaufen der Räume, kann aber auch Dank der hakeligen Steuerung durchaus nerven. Gerade als sich der erste Bossgegner in einem schönen Zwischenfilm ankündigt, zweifle ich, ob mir dessen Zerlegen in Pixelbrei wirklich Laune macht. Ohne den einstellbaren Gottmodus, wird das Ganze zur Geduldsprobe, gerade weil die Steuerung doch hakelig ist.

Doch was muss ich nach einem ersten Patch feststellen? Eben dieser Modus wurde entfernt und macht es gerade weniger attraktiv für mich. Nach einem kurzen Mailwechsel mit einem Entwickler ist ein Easymode angekündigt – mit dem und gerade weil die Atmosphäre passt, die Schauspieler wirklich gut sind und die Rätsel durchaus kreativ, würde ich es dann auch zu Ende spielen.

Stubenscore: 7,8 (mit Gott- oder Easymode) / 10

Irgendwas scheint nicht in Ordnung zu sein.
Was sind das für Puppen in unserem Bett? Ein Typ blutend in der Ecke, der kurz danach verschwindet.
Und das Spiel switched immer wieder in reale Filmszenen, die durchaus gut gemacht sind.
Nervig: zwischenzeitige Kämpfe mit Hakelsteuerung.
Und schnell kündigen sich auch Bossgegner optisch schön an, doch will ich in einem Adventure kämpfen?
Doch die Rätsel und Atmosphäre passen, so dass ich doch auf einen Easy-Modus warte.

TENEBRIS SOMNIA
OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 | SWITCH  (getestet)

Order of the Sinking Star

16. Oktober 2026 um 16:05

Hirnlego

Das neue Spiel von Jonathan Blow, dem Macher von Braid und The Witness, bietet nicht die leichteste Kost. Wenn Bloodborne einem die Finger am Controller schmerzen lässt, bricht mir Order of the Sinking Star das Hirn.

In einer weitläufigen Oberwelt erkunde ich unterschiedliche Areale mit verschiedenen Charakteren, (vernachlässigbaren) Geschichten und (das vor allem) unterschiedlichen Rätselmechaniken. Insgesamt gibt es mehr als 1000 Rätsel, die sich klar an anderen Spielen bedienen. Sei es Skipping Stones to Lonely Homes und Mirror Isles von Alan Hazelden, Promesst von Sean Barrett sowie dem Klassiker Sokoban von Hiroyuki Imabayashi.– auf dem ersten Blick könnte man das dem Spiel dieser Wiederverwertung vorwerfen.

Aber warum finden es dann doch viele so brillant? Jonathan Blow versteht es die Mechaniken großartig miteinander zu verbinden und die Konzepte zu perfektionieren. Ich habe mich selten in Momenten so dumm gefühlt, um dann nach dem Erkennen der Lösung meinen Können innerlich zu feiern, um dann doch wieder keine Ahnung zu haben, was das Spiel in der nächsten Szene von mir will. Ich rätsel minutenlang, denke verquer, um plötzlich den einfach Weg zu sehen. Das kann in Momenten frustrieren (Hilfe gibt es hier), aber lässt nie Routine aufkommen.

Die Optik und runde Steuerung tragen auch dazu bei, dass ich weiterspielen und immer wieder kreative Ideen entdecken möchte. Hier wurde wirklich jahrelang gepolished und sehr viel Liebe in ein Spiel reingesteckt.

Stubenscore: 8,3 / 10

Anfangs ist die Oberwelt noch überschaubar. Ich gehe Richtung der Spiegelinseln.
Und auch die ersten Rätsel sind entspannt.
In der Sokoban-Variante steuere ich schon mal mehrere Charaktere und muss um die Ecke denken.
Steine schubsen und Seerosen eine Richtung geben. Hier wird es direkt anfangs komplizierter.
Und ich merke, dass ich sogar zwischen den Abschnitten Effekte auslösen kann.
Im westlichen Abschnitt der Oberwelt geht es im Stile von Promesst in Richtung Dungeon-Puzzlespiel.

ORDER OF THE SINKING STAR
OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 | SWITCH2 (getestet)

Point of View: Lost Places

Von: ferengi
30. September 2026 um 08:04

Ich sehe was, was Du nicht siehst


Am besten spielt man Point of View mit vier Personen und die vier Abschnitte sollten das gleiche Team zeitlich zusammenhängend erkunden. Jeder Spieler hat einen Sichtschirm, auf dem er aus seiner Perspektive einen Blick auf die Insel hat. Doch jeder sieht andere Dinge, da etwas davor steht oder man nur aus seiner Himmelsrichtung einen Blick in ein Gebäude werfen kann.

Die Sicht auf die Insel aus Süden

Für jedes der vier Kapitel gibt es 40 Karten, die uns durch die Geschichte führen und uns Aufgaben lösen lassen. So finden wir Fotos und sollen sagen, wo die aufgenommen wurden. Oder wir sollen Blumen zählen oder Personen unseres Expeditionsteams suchen.

Neben Aufgaben erhalten wir auch Informationen, die nur für uns bestimmt sind. Diese müssen wir dann den anderen erklären.
Die Texte der Karten kann man sich auch von der App vorlesen lassen, dass schafft noch einmal eine schönere Atmosphäre. Es geht aber auch ohne App.

Fazit:

Bei den Aufgaben über die Karten mussten wir leider sehr häufig Dinge zählen und dabei natürlich genau darauf achten, dass wir nicht aus unterschiedlichen Blickwinkeln die gleichen sehen. Das steigert die Kommunikation, ist aber wenig abwechselnd. Das perspektivische Erklären einer Situation aus den Himmelsrichtungen ist auch nicht immer einfach, dauert manchmal dann auch zu lang. Auf jeden Fall braucht man gute Lichtverhältnisse, einen scharfen Blick und 90 Minuten Zeit je Kapitel. Gut durchdacht ist, dass man nach jedem Abschnitt die Sichtbildschirme weiter gibt und somit insgesamt jeder die Insel aus den vier Himmelsrichtungen sehen konnte und man somit immer wieder neue Dinge entdeckt hat. Auch hat man so verstanden, was die anderen einem versucht haben zu beschreiben. Die App scannt den QR-Code der Karte und liest diese dann atmosphärisch vor. Leider nicht fehlerfrei und das scannen funktionierte auch nicht immer leicht.

Im Ergebnis haben wir im ersten Kapitel nicht das optimale Ziel von mindestens 16 Punkten erreicht. Danach wussten wir aber, worauf wir achten müssen und waren dann immer erfolgreich, in Kapitel 3 haben wir sogar 31 von 32 möglichen Punkten erzielt. Trotz einiger Längen und Frustmomenten hat uns dieses frische Konzept sehr gut gefallen und die nächsten Fälle können kommen.

Stubenscore: 7,3 / 10


POINT OF VIEW: LOST PLACES
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Brains: Schatzkarte

Von: ferengi
29. September 2026 um 07:54

50 Logikrätsel

Die Logikreihe Brains aus dem Knizia-Universum gibt es in verschiedenen Szenarien: Drachen, Zaubertränke, Japanischer Garten und die Schatzkarte. 50 knifflige Rätsel sind mit minimaler Ausrüstung zu bewältigen:
Puzzle-Tafel auswählen und einige der 8 Schatzkartenplättchen so einlegen, dass die Vorgaben der Tafel erfüllt sind. Am Rand der Tafel gibt es dann Vorgaben, wie z.B. „der Weg muss vom Start zum Ziel vorher über einen See führen“ oder an einer Schatztruhe vorbeikommen. Oder man muss eine bestimmte Anzahl Dörfer besuchen.

Level 1 ist einfach, zumal es nur ein Plättchen mit einem See gibt
Level 5: Nur vom See-Plättchen weiß man, dass es dabei sein muss
Das hat schon etwas gedauert: Die Zahlen geben an, über wieviele Plättchen der Weg führen muss. Hierbei werden Plättchen doppelt gezählt, falls der Weg ein weiteres Mal in ein Plättchen führt.
Mit war bewußt, dass ich die 5 Plättchen mit den Hütten brauche. Aber nach einer Stunde habe ich mir Hilfe aus dem Lösungsbuch geholt. Hier kann man sich einen Tipp (ein Plättchen) oder die Komplettlösung anschauen.
Die letzte Level. 30 Minuten und inzwischen hatte ich die Systematik zum Lösen der Rätsel optimiert und auch mögliche Wege vorgezeichnet. Hier muss jeder Weg über 5 Plättchen führen und dann noch das X angeschlossen werden.

Fazit:

Ja, ich mag Puzzlespiele und Logiktrainer. Und das Team Knizia hat von leichten bis komplexen Spielfeldern ein schönes Solospiel designt. Ist aber sicher nichts für jeden Stubenzocker. Natürlich kann man die Rätsel auch mit ausprobieren lösen, aber ein bisschen logisches Denken schadet nichts. Gefällt mir. Nach drei Dänemarkurlauben bin ich nun durch.

Stubenscore: 7,7 / 10


BRAINS: Schatzkarte

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Echoes – Ever & After – Spielkritik

Von: Paddy
21. September 2026 um 07:27
Echoes - Ever & After

Neben den üblichen Abenteuern arbeiten die Zeitdetektive auch immer wieder an bekannten Orten. Diesmal tauchen wir thematisch in den Roman von Ever & After ein. In der märchenhaften Geschichte von Echoes – Ever & After – Der gläserne Sarg suchen

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Das entführte Pferd – Spielkritik

Von: Paddy
18. August 2026 um 17:34
Das entführte Pferd

Fee ist einen preisgekrönte Stute, doch seit letzter Nacht ist sie verschwunden. Wir machen uns auf die Suche nach dem Tier und folgen einer vielversprechenden Spur. Das entführte Pferd ist ein Rätsel- und Escape-Spiel mit einem mathematischen Fokus. Wie beim

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Ewiges Eis – Adventskalender für Hobby-Ermittler

Review: Ewiges Eis - Krimispiel Adventskalender

Die Adventszeit rückt unaufhaltsam näher und damit auch die Zeit, in der wir an 24 Tagen Rätsel lösen. Denn seien wir mal ehrlich: Ein Stück Schokolade im Adventskalender lockt unter uns Spielenden niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Dieses Jahr haben wir das bei uns mal vorgezogen und uns durch den Krimi-Adventskalender Ewiges Eis vom Noctis Verlag gerätselt. Hier gilt es nicht nur einen Mord aufzuklären, die Spur führt auch zu einem Cold-Case, den wir nebenbei ebenfalls aufklären sollen.

Viel Spaß beim Lesen.

Der Beitrag Ewiges Eis – Adventskalender für Hobby-Ermittler erschien zuerst auf Brettspiel Reviews, Empfehlungen und Podcasts von Brettspielerunde.

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