Normale Ansicht

Compile (Gold Edition): Pegasus erweitert das KI-Duell

26. Mai 2026 um 21:05
Compile (Gold Edition): Pegasus erweitert das KI-Duell

Pegasus Spiele bringt am 26. Mai 2026 mit Compile (Gold Edition) ein zweites eigenständiges Grundspiel der Kennerspiel-Reihe in den Handel. Bis zum 7. Juni 2026 sind das neue Grundspiel und seine frische Erweiterung exklusiv über rund 90 teilnehmende Fachhändlerinnen und Fachhändler im DACH-Raum erhältlich.

Zwei künstliche Intelligenzen, drei Protokolle, ein Duell

Compile ist ein Zwei-Personen-Kartenspiel mit Lane-Battler- und Area-Majority-Anleihen. Beide Spielenden schlüpfen in die Rolle einer künstlichen Intelligenz und versuchen, jeweils drei eigene Programme schneller zu kompilieren als das Gegenüber. Vor Spielbeginn wählt jede Seite drei der zwölf Protokolle aus und legt sie nebeneinander aus, sodass eigene und gegnerische Protokolle sich gegenüberliegen. Die zugehörigen Befehlskarten wandern in ein gemeinsames Deck.

Im Wechsel ziehen die Spielenden Karten oder spielen sie in ihre Protokoll-Reihen aus. Aus den Karteneffekten entsteht über mehrere Züge ein kleiner Algorithmus pro Reihe, der genügend Wert anhäufen soll, um das Protokoll zu kompilieren. Wer das zuerst bei allen drei eigenen Protokollen schafft, gewinnt die Partie in rund einer halben Stunde.

Compile ist ein reines Duell. Es gibt weder einen Solo-Modus noch eine Variante für mehr als zwei Personen, und die BoardGameGeek-Community empfiehlt das Spiel auch ausschließlich zu zweit. Wer eine Solo-Variante sucht, ist bei dieser Reihe falsch.

Gold ergänzt Purple, ohne es abzulösen

Die Gold Edition ist keine Erweiterung der seit Herbst 2025 erhältlichen Purple Edition, sondern ein zweites, eigenständiges Grundspiel der Reihe. Beide Editionen lassen sich solo gegeneinander spielen, ihre jeweils zwölf Protokolle sind aber auch untereinander kombinierbar. Dadurch wächst die Zahl möglicher Drei-Protokoll-Auslagen deutlich, und eingespielte Compile-Runden können neue Mischungen aus Purple und Gold ausprobieren.

Aus dem neuen Set nennt Pegasus unter anderem die Themen Chaos, Furcht und Spiegel, die bekannte Mechanismen aus dem ersten Grundspiel aufgreifen und um neue Strategien ergänzen. Hinter dem Spiel steht erneut Autor Michael Yang, die Illustrationen stammen wieder von Nolan Nasser und Keegan Moore, sodass der Reihencharakter auch optisch erhalten bleibt.

Parallel zum Grundspiel veröffentlicht Pegasus die Erweiterung „Assimilation * Einheit * Vielfalt“, die wie die bisherige Purple-Erweiterung „Gleichgültigkeit * Hass * Liebe“ drei zusätzliche Protokolle enthält. Auch diese Protokolle lassen sich frei mit beiden Grundspielen kombinieren. Ergänzend erscheint eine Compile Playmat (Gold Edition) als Ablagefläche für die Protokoll-Reihen.

Eckdaten

SpielCompile (Gold Edition)
Verlag (deutsch)Pegasus Spiele
OriginalverlagSynapses Games
AutorMichael Yang
IllustrationNolan Nasser, Keegan Moore
Spielerzahl2
Spielzeit20 bis 30 Minuten
Alterab 10 Jahren
UVP Grundspiel19,99 Euro
UVP Erweiterung „Assimilation * Einheit * Vielfalt“7,99 Euro
UVP Playmat (Gold Edition)19,99 Euro
BoardGameGeekCompile: Main 2

Release-Events bis 7. Juni

Zur Veröffentlichung führen rund 90 stationäre Fachhändlerinnen und Fachhändler im DACH-Raum Release-Events durch. Bis zum 7. Juni 2026 sind das neue Grundspiel und die Erweiterung exklusiv über diese teilnehmenden Geschäfte erhältlich; danach folgt der reguläre Marktstart. Eine Liste der beteiligten Händlerinnen und Händler veröffentlicht Pegasus auf der Verlagswebsite. Wer Compile (Gold Edition) vor dem allgemeinen Verkaufsstart in die Hand nehmen möchte, findet dort die beste Gelegenheit.

Board Game Arena: Neue Spiele vom 19. bis 26. Mai 2026

26. Mai 2026 um 17:51
Board Game Arena: Neue Spiele vom 19. bis 26. Mai 2026

Auf Board Game Arena sind in den vergangenen sieben Tagen drei neue Titel hinzugekommen. Mit IPSO startet ein leichtgewichtiges Kartenspiel rund um eine Zahlenpyramide. Daneben erscheint mit The Dwarf King ein klassisches Stichspiel aus der Feder von Bruno Faidutti. Den Abschluss bildet The Gang, ein kooperatives Pokerspiel rund um eine Reihe von Banküberfällen.

IPSO – Kartenspiel rund um eine Pyramide aus Zahlen

IPSO stammt von Alexandre Droit und erscheint 2026 bei Gigamic. Die Illustrationen verantwortet Pierre Bourgain. Das Spiel kombiniert die Mechaniken Ordering und Set Collection.

Du baust eine Pyramide aus 14 verdeckten Karten auf und versuchst, möglichst lange Reihen mit aufsteigenden Zahlen zu bilden. In jedem Zug tauschst du eine der beiden offen liegenden Karten in der Tischmitte gegen eine verdeckte Karte deiner Pyramide. Sobald alle Pyramiden aufgedeckt sind, entscheidest du, ob du deine Star-Karte für drei Bonuspunkte behältst oder sie für eine letzte Verbesserung abwirfst.

Auf Board Game Arena ist IPSO für 2 bis 6 Personen freigegeben, eine Partie dauert dort im Schnitt rund fünf Minuten. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 5,67 aus 10 Punkten bei 72 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 1,00 von 5 und basiert dort bislang nur auf einer einzelnen Bewertung. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt.

The Dwarf King – Stichspiel mit wechselnden Regeln

The Dwarf King wurde von Bruno Faidutti entworfen und erschien 2011 bei IELLO. Die Illustrationen stammen von Christophe Swal. Im deutschen Sprachraum ist das Spiel auch unter dem Titel „Der König der Zwerge" bekannt.

Du spielst über sieben Runden hinweg mit einem Deck aus 53 Karten in drei Farben: Zwerge, Goblins und Ritter. Zu jeder Runde wird eine von vierzehn Sonderkarten eingemischt, die das Spielgeschehen verändert. Wer in einer Runde die 5 der Ritter erhält, zieht ein Auftragsplättchen und wählt daraus eine von zwei Wertungsregeln. Bedienzwang gilt, einen Trumpf gibt es nicht. Der höchste gespielte Wert der angespielten Farbe gewinnt den Stich.

Auf Board Game Arena ist The Dwarf King für 3 bis 5 Personen ausgelegt, eine Partie dauert dort im Schnitt rund 27 Minuten. Als Mechanik kommt klassisches Stichspiel zum Einsatz. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 6,53 aus 10 Punkten bei über 2.250 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 1,42 von 5. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt.

The Gang – Kooperatives Pokerspiel rund um Banküberfälle

The Gang wurde von John Cooper und Kory Heath entworfen und erschien 2024 bei KOSMOS. Die Illustrationen verantwortet Fiore GmbH. Das Spiel kombiniert eine kooperative Variante von Texas Hold'em mit Kommunikationsbeschränkung und einem Wettmechanismus.

Du planst gemeinsam mit deinen Mitspielerinnen und Mitspielern eine Reihe von Banküberfällen und sollst dabei die Stärke deiner eigenen Hand richtig einschätzen. Ohne über die Karten zu sprechen, greift jede Person zu einem Chip, der die vermutete Position der eigenen Hand im Vergleich zur Gruppe markiert. Mit jeder weiteren aufgedeckten Karte in der Tischmitte kannst du deine Einschätzung anpassen. Stimmt die Reihenfolge am Ende, öffnet die Gruppe einen Tresor. Liegt jemand falsch, schrillt der Alarm. Drei geöffnete Tresore vor dem dritten Alarm bedeuten den gemeinsamen Sieg.

Auf Board Game Arena ist The Gang für 3 bis 6 Personen ausgelegt, eine Partie dauert dort im Schnitt rund zehn Minuten. Als Mechaniken kommen Kommunikationsbeschränkung, kooperatives Spiel und ein Vorhersage-Wettsystem zum Einsatz. Auf BoardGameGeek erreicht der Titel eine Bewertung von 7,56 aus 10 Punkten bei über 9.000 abgegebenen Stimmen, das Komplexitätsgewicht liegt bei 1,59 von 5. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt.

Concordia Special Edition: Awaken Realms auf Gamefound

26. Mai 2026 um 17:45
Concordia Special Edition: Awaken Realms auf Gamefound

Am 9. Juni 2026 startet auf Gamefound die Concordia Special Edition: eine aufgewertete Neuauflage des 2013er-Strategieklassikers, den Mac Gerdts beim deutschen PD-Verlag herausgebracht hat. Hinter der Kampagne steht Awaken Realms; im Core Box steckt unter anderem eine brandneue Mittelmeer-Karte namens Mare Nostrum, die das vertraute Concordia-Spielgefühl an einer entscheidenden Stelle umbaut.

Eckdaten

FeldAngabe
VerlagAwaken Realms (in Lizenz von PD-Verlag)
DesignerMac Gerdts
Spielerzahl1 bis 5
Spieldauer100 Minuten
Altersempfehlungab 14 Jahren
PlattformGamefound
Kampagnenstart9. Juni 2026, 18:00 Uhr (MESZ)
Kampagnenende30. Juni 2026, 20:00 Uhr (MESZ)
Geplante Veröffentlichung2027
KompatibilitätNicht rückwärtskompatibel mit bisherigem Concordia-Material

Was Concordia mechanisch tut

Concordia ist ein friedliches Aufbauspiel im Römischen Reich für zwei bis fünf Personen, in der Spezialausgabe ergänzt um einen Solo-Modus. Jede Person beginnt mit einem identischen Kartendeck. Jede Karte tut zwei Dinge gleichzeitig: Sie löst im Spiel eine Aktion aus (Kolonisten setzen, Häuser bauen, Karten nachkaufen, Waren produzieren, Senatoren aktivieren) und zählt am Spielende Siegpunkte über die abgebildete Gottheit. Wer Mercurius-Karten sammelt, punktet für seine Warenarten; wer Saturnus-Karten hortet, für die belegten Provinzen; Vesta-Karten münzen Sesterzen in Punkte um. Die Karten werden über ein offenes Auslagensystem aus dem zentralen Forum gekauft, neue Karten verändern die eigene Aktions-Engine und steuern zugleich die Endwertung. Wer den letzten Karten- oder Hauskauf auslöst, beendet die Partie.

Diese Doppelnatur der Karten ist der Grund, warum Concordia auf BoardGameGeek seit über einem Jahrzehnt unter den ersten dreißig Spielen geführt wird (aktuell Platz 29, Strategie-Rang 24). Die Mechanik-Liste der Spezialausgabe nennt entsprechend Hand-Karten-Management über offenes Drafting, Action Retrieval, Deck-, Bag- und Pool-Building, Punkt-zu-Punkt-Bewegung, Netzwerk- und Routenbau, Set Collection sowie End-Game-Boni: die Kerngrammatik bleibt unangetastet.

"Wenn Awaken Realms mir für Concordia schon eine Premium-Box verkauft, dann nicht wegen der Miniaturen, sondern nur dann, wenn Mare Nostrum sich am Tisch wie ein neues Concordia anfühlt und nicht wie Concordia in teuer." — Tobias, Kennerspieler-Redaktion

Was die Special Edition konkret hinzufügt

Awaken Realms tauscht die klassischen Holz-Spielsteine gegen Premium-Komponenten aus: Schiffe werden als detaillierte Miniaturen ausgeliefert, prominente Charaktere als kleine Statuen. Schachtel- und Spielbrett-Illustrationen werden komplett neu gezeichnet, die Karten-Lesbarkeit überarbeitet. Nach Kritik in einem ersten Pre-Campaign-Update zum Thema KI-Bildmaterial hat Awaken Realms im Bericht von BoardGameWire öffentlich zugesagt, dass im finalen Spiel keine generativ erzeugte KI-Kunst zum Einsatz kommt; alle Illustrationen entstehen menschlich. PD-Verlag ist als Lizenzgeber an dieser Vereinbarung beteiligt.

Inhaltlich bringt das Core Box laut Verlags-Eintrag eine neue Karte sowie zwei Gameplay-Module mit. Die neue Karte heißt Mare Nostrum und stammt erneut aus der Feder von Mac Gerdts. Sie krempelt eine Concordia-Grundregel um: Es gibt keine Routen mehr, sondern Seeregionen. Wer den Architekten ausspielt, bewegt mit dem Boot zwischen den Meeresregionen und darf in allen Städten innerhalb der jeweils erreichten Region bauen. Die Land-Kolonisten verlassen die Karte komplett und ziehen auf einer separaten Sieben-Felder-Leiste am Kartenrand; auf den Feldern sammeln sie Ressourcen wie Stein, Weizen, Werkzeuge, Wein und Seide ein. Das verschiebt den taktischen Schwerpunkt deutlich vom Routenoptimieren in Richtung Regionen-Kontrolle.

Welche zwei zusätzlichen Spielmodule neben der neuen Karte enthalten sind, gibt Awaken Realms mit dem Launch der Kampagne bekannt. Ebenso die Pledge-Stufen, Preise und die Stretch-Goal-Liste; das Update zum Kampagnenstart vom 21. Mai 2026 hat das Core Box und das Startdatum enthüllt, die granulare Pledge-Aufschlüsselung folgt zum Kampagnenstart am 9. Juni. Die Gamefound-Kampagne von Awaken Realms hat bereits über 8.700 Pre-Launch-Follower angesammelt, eine ähnliche Vorlaufdynamik wie die jüngste Awaken-Realms-Kampagne Lands of Evershade, und parallel zur Ravensburger-Kooperation Labyrinth: Chronicles.

"Wenn Mare Nostrum spielerisch trägt, ist die Special Edition ein eigener Concordia-Ast; wenn nicht, bleibt sie vor allem ein teurer Showcase für ein Spiel, das mechanisch längst für sich selbst spricht." — Marko, Vielspieler-Redaktion

Sprachen und deutsche Ausgabe

Awaken Realms hat im Pre-Campaign-Update Nummer 3 die Sprachausgaben angekündigt; PD-Verlag bleibt als deutscher Originalverlag und Lizenzgeber Teil des Projekts. Welcher Vertriebspartner die deutsche Ausgabe in den DACH-Handel bringt, dürfte mit den Pledge-Stufen zum 9. Juni offiziell werden.

Wichtig zu wissen

Die Spezialausgabe ist nicht rückwärtskompatibel mit dem bisherigen Concordia-Material. Wer also bereits Salsa, Venus, Solitaria oder eine der Karten-Erweiterungen besitzt, kann diese laut Verlag nicht in die Special Edition mischen. Die Special Edition versteht sich als geschlossene Neuauflage mit eigener Komponenten-Sprache, nicht als kompatibles Upgrade-Set. Parallel kündigt Awaken Realms an, die bereits durchgeführten Special Editions von Castles of Burgundy und Puerto Rico in derselben Kampagne als Nachdruck aufzulegen.

Einordnung

Concordia gehört seit über zehn Jahren zu den am stärksten verteidigten Vertretern des deutschen Strategie-Euros: kurze Regelerklärung, scharfe Entscheidungsdichte, kaum Glück. Eine Premium-Neuauflage ist also eine zweischneidige Sache, weil das Original mechanisch nichts braucht. Awaken Realms umgeht das Risiko, indem nicht am Kernsystem geschraubt, sondern eine eigenständige neue Karte mit eigener Bewegungs-Grammatik beigelegt wird. Für Concordia-Sammlerinnen und -Sammler heißt das: Die Special Edition ist ein neuer Eintrag im Regal, kein Ersatz fürs Originalspiel. Für Neulinge, die mit Concordia liebäugeln, ist die Frage zum Launch am 9. Juni schlichter: Premium-Material und Mare-Nostrum-Modul gegenüber dem deutlich günstigeren Retail-Original beim PD-Verlag abwägen, eine Abwägung, wie zuletzt bei The Legacy of Mars zu sehen. Die Pledge-Preise entscheiden, wie sich diese Rechnung am Ende anfühlt.

"Concordia Special Edition klingt für mich nach einem schönen Erwachsenenabend mit Vielplanerei, aber nicht nach dem Spiel, das ich spontan mit meinen Kindern auf den Tisch lege." — Lea, Familienspieler-Redaktion

Plants vs. Zombies Brettspiel: Mantic-Kickstarter Herbst 2026

26. Mai 2026 um 12:54
Plants vs. Zombies Brettspiel: Mantic-Kickstarter Herbst 2026

Mantic Games hat ein Brettspiel zu Plants vs. Zombies angekündigt. Die Kickstarter-Kampagne soll im Herbst 2026 starten; bis dahin gibt es eine Vorab-Kampagnenseite mit „Coming Soon"-Status und eine offizielle Pressemeldung des Verlags. Aus der bisherigen Kommunikation lässt sich das Spiel als kooperatives Tower-Defense mit Lizenz-Schwerpunkt einordnen; wieviel echte Systemtiefe dahintersteckt, zeigt sich erst zum Kampagnenstart.

Eckdaten

PunktStand
Spielende1 bis 4 (kooperativ)
Spielzeit60 Minuten laut BoardGameGeek-Eintrag; ob es sich um eine Session-, Level- oder Frühschätzung handelt, geht aus dem Eintrag nicht hervor. Mantic nennt in den Pressemitteilungen bisher keine eigene Angabe
Mindestalternoch nicht kommuniziert; Mantic spricht von „fun for all ages"
VerlagMantic Games (Nottingham, UK), in Lizenzkooperation mit PopCap (Electronic Arts)
Designerbislang nicht öffentlich benannt
KampagnenstartHerbst 2026 auf Kickstarter, konkretes Datum noch nicht kommuniziert
Geplante Auslieferung2027 laut BoardGameGeek-Eintrag

Was Mantic über das Spiel sagt

Mantic Games adaptiert das Tower-Defense-Prinzip des PopCap-Originals: Pflanzen halten Zombiewellen vom Haus fern, und sobald ein Untoter durchkommt, ist das Spiel verloren. Die Verlagsbeschreibung formuliert die Verlustbedingung knapp: „If any zombies reach the house, the players lose." BoardGameGeek listet als Kernmechaniken Hand Management und Cooperative Game und ordnet den Eintrag zugleich der Tower-Defense-Familie zu.

Wie der konkrete Zugablauf aussieht, bleibt in der Vorab-Kommunikation offen: Ob Karten aus der Hand gespielt werden, wie eine Aktionsökonomie aussieht und ob das Spielfeld dem klassischen Rasenraster mit fünf Reihen folgt, beantworten die bisher veröffentlichten Quellen nicht. Namentlich genannt sind die Klassiker aus dem Videospiel: Peashooter, Wall-nut und Cherry Bomb erscheinen in der Mantic-Meldung und im Bericht von Wargamer, dazu wird ein Sortiment unterschiedlicher Zombietypen versprochen.

Vom Anspruch her wirkt das Vorhaben eher wie ein zugängliches lizenziertes Koop-Spiel als wie der mechanische Brocken, den etwa der Tower-Defense-Klassiker Cloudspire auf den Tisch bringt; das ist allerdings ein Erwartungshorizont, kein Befund, weil belastbare Systemdetails zum Vergleich erst zum Kampagnenstart vorliegen werden.

Kampagnenmodus „Zen Garden Campaign"

Herzstück ist laut Mantic ein Kampagnenmodus mit dem Titel „Zen Garden Campaign": Spielende arbeiten sich durch eine Levelfolge, die nach und nach neue Pflanzen, Zombies und Herausforderungen freischaltet. Mantic verspricht eine Schwierigkeit, die sich an die Gruppe anpasst, damit das Spiel laut Verlag sowohl für Vielspieler als auch für Familien funktioniert. Ob die Freischaltungs-Kette in der Praxis eine echte mechanische Eskalation trägt oder primär neue Inhalte staffelt, lässt sich aus der bisherigen Beschreibung noch nicht ableiten.

Solo-Modus

Der Solo-Modus ist beidseitig belegt: Mantic, Wargamer und Toy Book nennen einhellig „1 bis 4 Spielende, kooperativ"; BoardGameGeek führt die Mechanik „Solo / Solitaire Game" für den Eintrag. Wie der Solo-Modus konkret skaliert, ob etwa eine Person mehrere Pflanzen steuert, der Schwierigkeitsgrad verschlankt wird oder eine eigene Kampagnenkurve greift, führt Mantic in der Vorab-Kommunikation nicht aus.

Komponenten

Plants vs. Zombies Brettspiel: Mantic-Kickstarter Herbst 2026
Produktrender der Box. Bildquelle: Mantic Games (Pressebild zur Ankündigung).

Bestätigt sind „pre-assembled miniatures", also vormontierte Plastikfiguren ohne Klebearbeit; in Bild und Text werden konkret Peashooter und Wall-nut als Miniaturen gezeigt, auf dem Schlüsselbild taucht zudem unter anderem ein Venus Fly Trap auf. Eine vollständige Komponentenliste, ein Spielplan-Auszug oder eine Auflistung der Zombie-Miniaturen liegt zum Pre-Launch noch nicht vor.

Pledge-Stufen, Stretch-Goals, deutsche Ausgabe

Die Vorab-Kampagnenseite auf Kickstarter zeigt aktuell Titel, Verlagsangabe und einen „Notify me"-Button; konkrete Pledge-Stufen, Preise und Stretch-Goals stehen dort nicht. Mantic kündigt für Backer eine Collector's Edition mit „exclusive content" und „early access" an; alle weiteren Details, einschließlich der Stretch-Goals, will der Verlag mit Kampagnenstart im Herbst 2026 kommunizieren. Ein Lead Designer ist in keiner der von Würfelreich gesichteten Quellen namentlich genannt. Auch zu einer deutschen Ausgabe oder einem DACH-Lokalisierungspartner findet sich in der Mantic-Pressemeldung, im BoardGameGeek-Eintrag und in den ausgewerteten Branchenmeldungen bislang keine Angabe.

Ausblick

Bis zum Kampagnenstart bleibt offen, wie weit Mantic den Brettspiel-Zug vom Tower-Defense-Klick-Original wegrückt und ob deutsche Käuferinnen und Käufer beim Launch eine deutschsprachige Ausgabe pledgen können. Wie schon bei der Kickstarter-Vorstellung zu SHUG und beim laufenden kooperativen Tower-Defense-Crowdfunding zu VANEA kommt Würfelreich mit einem Kampagnen-Update zurück, sobald Mantic im Herbst 2026 den Kickstarter scharfschaltet.

Jason and the Argonauts: Solo-Boss-Battler geht auf Backerkit ins Ziel

26. Mai 2026 um 08:29

Lede

Jason and the Argonauts: Solo-Boss-Battler geht auf Backerkit ins Ziel

Würfeln, neu zuordnen, manipulieren, Boss umlegen: Der US-Verlag Envy Born Games führt seinen Solo-Boss-Battler „Jason and the Argonauts: A Solo Quest Worthy of Legends" auf Backerkit in die letzten Tage seiner Kampagne. Wer den Vorgänger „Hercules and the 12 Labors" mochte, bekommt hier dasselbe Würfel-Rückgrat in einem neuen Setting; wer beides nicht kennt, sollte vor dem Pledge ein paar Eckdaten sehen. Backerkit ist in den letzten Monaten ohnehin spürbar wichtiger geworden: die jüngste Backerkit-Vorstellung bei uns, Dungeon Crawler Carl mit seiner 10-Millionen-Dollar-Marke, zeigt das Format aus einer anderen Genre-Ecke.

Was Sie auf dem Tisch tatsächlich tun

Mechanisch ist „Jason and the Argonauts" ein reiner Solo-Titel: ein Karten- und Würfelspiel im Boss-Battler-Stil mit Würfelwurf, Würfel-Allokation und Würfelmanipulation. Der BGG-Eintrag listet als Kernmechaniken Würfelwurf, Ereignisse, Solo-Modus und Storytelling. In jeder Boss-Begegnung würfeln Sie, ordnen die Augen Aktionsfeldern zu und nutzen Fähigkeiten oder Spezialfelder, um Werte zu verändern. Die mythologische Reise spannt sich von den Harpyien des Phineus über die kollidierenden Felsen der Symplegaden bis zu den feuerspeienden Stieren von Kolchis. Zwischen den Boss-Begegnungen ziehen Sie Reise-Karten, die ruppige See, plündernde Piraten oder göttliche Prüfungen ins Spiel werfen. Es gewinnt, wer das Goldene Vlies birgt und heimkehrt.

„Hercules and the 12 Labors" arbeitete 2025 schon mit Würfelwurf, Würfel-Allokation und Lore-Karten und kam auf einen BGG-Durchschnitt von 7,45 bei 378 Wertungen. Für „Jason" verspricht der Verlag ein erweitertes Regelfundament; die ersten 18 BGG-Besitzer:innen geben dem Spiel im Schnitt 9,0 von 10 (bei nur drei abgegebenen Wertungen).

Eckdaten

  • Spielerzahl: 1 (reiner Solo-Titel, kein Mehrspielermodus angekündigt)
  • Spieldauer: 45 bis 90 Minuten
  • Mindestalter: 14 Jahre
  • Designer: Tyler J. Brown (auch Autor von „Hercules and the 12 Labors")
  • Illustration: David Schneider (DavidSchneiderArt)
  • Verlag: Envy Born Games (USA)
  • Plattform: Backerkit
  • Kampagnenende: 28. Mai 2026
  • Pledge-Stufen: ab 40 USD (Basis), 60 USD (mit Extras), bis 120 USD (Bundle mit „Hercules and the 12 Labors"); zzgl. US-Sales-Tax
  • Versand international: 13 bis 18 USD
  • Kampagnenstand: rund 180.000 USD bei etwa 2.600 Unterstützenden, Mindestziel 10.000 USD also rund 18-fach übertroffen

Designer, Solo-Status, Spielzeit: konsistent

Der Lead Designer ist namentlich klar dokumentiert: Tyler J. Brown verantwortet sowohl „Jason and the Argonauts" als auch „Hercules and the 12 Labors". Solo ist nicht nur primärer Modus, sondern der einzige. Sowohl die Backerkit-Kampagne als auch der BGG-Eintrag führen die Spielerzahl als 1 bis 1; die BGG-Familie „Solitaire Only Games" bestätigt das mechanisch. Wer einen kooperativen oder kompetitiven Zweispieler-Modus erwartet, sucht hier vergeblich. Die Spielzeit liegt einheitlich bei 45 bis 90 Minuten, sowohl im BGG-Eintrag als auch in den Verlagskommunikationen.

Stretch-Goals und Add-On Pack: was zusätzlich auf den Tisch kommt

Bei den Stretch-Goal-Stufen kommuniziert der Verlag vor allem zusätzliche Inhalte: Bei 200.000 USD wird ein „Argonaut Lore Manual" beigelegt, also ein Begleitbuch mit Mythen und Hintergründen. Bei 190.000 USD versprechen die Macher zusätzliche Kartenillustrationen. Bei 150.000 USD lässt der Verlag die Backer per Umfrage abstimmen, welcher Inhalt als nächstes freigeschaltet wird. Dazu kommt ein Golden-Fleece-Pin als zeitlich befristeter Backer-Bonus.

Eigene Aufmerksamkeit verdient der Add-On Pack: Der Verlag nennt für ihn neue Journey-, Argonaut- und Destination-Karten. Das ist Gameplay-Varianz, kein kosmetisches Komponentenrauschen: mehr ziehbare Reise-Ereignisse, mehr spielbare Crew-Mitglieder, mehr Ziele. Wer auf Wiederspielwert achtet, wird das anders einsortieren als einen Pin oder ein Hintergrundbuch.

Pledge-Differenzierung: Sammler- oder Budgetfrage, keine Spielfrage

Zwischen den drei Stufen liegt vor allem Komponentenaufwertung, kein Gameplay-Unterschied: Die 40-USD-Stufe enthält das Grundspiel. Die 60-USD-Stufe ergänzt zusätzliche Komponenten und Boni. Die 120-USD-Stufe bündelt „Jason" mit „Hercules and the 12 Labors" und ist damit für Sammler:innen attraktiv, die direkt beide Solo-Titel des Verlags wollen. Spielerisch macht keine der drei Stufen einen Inhalt exklusiv, der das Grundspiel verändert. Die Entscheidung zwischen den Stufen ist damit weniger eine spielerische als eine Sammler- und Budgetfrage.

DACH-Relevanz: englisch, USD, kein deutscher Vertriebspartner

Eine deutsche Ausgabe oder ein deutschsprachiger Lokalisierungspartner ist für „Jason and the Argonauts" bislang nicht angekündigt. Der Vorgänger „Hercules and the 12 Labors" ist über Giant Roc auf den DACH-Markt gekommen; für „Jason" steht öffentlich bisher nur ein italienischer Lokalisierungspartner (FroGames) fest. Wer auf Backerkit direkt pledgt, kauft Spielmaterial auf Englisch, zahlt in US-Dollar, kalkuliert Versand zwischen 13 und 18 USD ein und sollte je nach Land zusätzlich mit Einfuhrumsatzsteuer rechnen. Zum Vergleich: bei The Legacy of Mars auf Gamefound ist die Lokalisierungslandkarte für DACH spürbar transparenter.

Was bleibt

Die Kampagne hat das Mindestziel um ein Vielfaches übertroffen. Das Spiel adressiert ein klar umrissenes Publikum: Solo-Spieler:innen, die mit englischen Karten umgehen, einen würfellastigen Boss-Battler suchen und mit dem System des Vorgängers etwas anfangen können. Wer das hört und denkt „klingt nach mir", findet bis zum 28. Mai 2026 in der Backerkit-Kampagne die Möglichkeit, mitzubacken. Für weitere laufende Solo-taugliche Crowdfunding-Vorstellungen lohnt ein Blick auf The 30s auf Gamefound, das einen ähnlich klar definierten Genre-Anker setzt.

❌