Normale Ansicht

KRIMI total – Die Rückkehr des Dr. Danger

Von: ferengi
23. Juni 2026 um 22:30

Mr. Fluffy 5

In der KRIMI total – Reihe sind in den letzten 20 Jahren schon über 20 Krimidinner erschienen. Die Rückkehr des Dr. Danger ist für 5 Personen ausgelegt, eine sechste Person könnte mitspielen oder vorgelesen werden. Ganz gut durchdacht, falls jemand nur „vielleicht kann“ oder früher weg muss.

Der Fall spielt in der Geheimorganisation GIGA, deren Chef Dr. Danger einen Plan erarbeitet hat, um unbegrenzten Reichtum und Macht zu erlangen. Leider bricht auf der Insel mit dem Hauptquartier kurz vor dem Treffen der Vulkan aus. Wollte jemand Dr. Danger und seine Katze Mr. Fluffy 5 töten oder ist es sogar gelungen?

Vor dem Spiel müssen die Rollenhefte verteilt werden, damit sich jeder vorbereiten kann. Diese bekommt man leider nicht als PDF von der Webseite, damit man sie per Mail/WhatsApp versenden kann. Man müsste den Partyplaner nutzen und dort die Mailadressen der Mitspieler eingeben. Das möchte ich aber nicht, da ich auch nicht weiß, welche Mails da im Nachgang an das Team noch geschickt werden. Also musste ich jemand finden, der die Hefte eingescannt hat mir dann zum Verschicken zugemailt hat. Umständlich. Dies machen andere Anbieter kundenfreundlicher.

Beim Treffen zum Spiel wird man mit der Anleitung gut durch die 5 Runden geleitet. Je Runde bekommen wir Informationen im Hinweisheft, welches erst am Krimiabend verteilt wird. Wir tauschen dann unsere neuen Erkenntnisse je Runde aus, einmal gab es auch zufällig verteilte Zettel mit Informationen. Die Rollen und ihre Geheimnisse sind gut aufeinander abgestimmt, die Lösung dann nachvollziehbar, aber nicht trivial ersichtlich. So soll es ja auch sein.

Die Rollen- und Hinweishefte für die Spieler. Und die Karte von der Insel.
Method-Acting: Wird Shadow heute jemand umbringen?
Das GIGA-Team: Dr. Danger, General Chaos, Shadow, Crashburn, Redlight

Fazit:

Schon in der Anleitung wird darauf hingewiesen, dass es um den Spielspaß geht und nicht darum, den/die Täter:in zu finden. Und so schreiben alle Spieler am Ende zu vier Fragen ihre Vermutungen auf und es lagen dann schon viele daneben. Mit der Auflösung kann man dann schon alles nachvollziehen, aber es ging ja um den Spaß. Und den hatten wir. Wir werden sicher noch weitere KRIMI total – Fälle spielen. Zumindest wenn der Versand der Rollenhefte erleichtert wird.

Stubenscore: 7,5 / 10


KRIMI total - DIE RÜCKKEHR DES DR. DANGER

BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Wölfer & Braun Miniaturenpinsel – No Animals were harmed (Rezension)

22. Juni 2026 um 14:58

Beim Miniaturenmalen gilt schon immer, dass gute Pinsel aus Kolinsky-Haaren gefertigt sein müssen. Pinsel aus Synthetik-Haaren haben den Ruf, nur eine günstige Alternative für Anfänger*innen oder für Arbeiten, unter denen die Pinsel leiden, zu sein. Seit einiger Zeit gibt es ein Umdenken und Wölfer & Braun stoßen in diese Lücke.

Dieser Beitrag wurde von Dennis Rexin geschrieben

La Isla

Von: ferengi
18. Mai 2026 um 07:09

Mit Stefan Feld auf einer Insel

Stefan Feld schafft es immer wieder seine Spielmechaniken in ein passendes Szenario zu verpacken. Und so fragt man sich auch hier, gab es zuerst das Dschungelszenario oder die Multifunktionskarten und Token mit siegpunktegesteuerten Leisten?
Die Spieler erforschen auf einer Insel fünf verschiedene Tiere, indem sie diese mit ihren Forschern umzingeln und dann einsammeln. Der Ablauf des Spiels ist hierbei leicht verständlich. Wir ziehen jede Runde drei Karten. Die Karten haben drei Funktionen für die drei Phasen A, B, und D. Wir müssen also entscheiden, welche Karte wir in welcher Phase nutzen möchten.

Denn legen wir die Karten unter unser Ablageetui, und arbeiten reihum vier Phasen ab:

  • A: Die Karte bei A nutzen, um sie für einen permanenten Bonus oberhalb des Etuis einzuschieben. Dort gibt es drei Plätze, ab der vierten Runde überschreiben wir also einen Bonus. Ein Bonus kann sein, dass wir beim Platzieren eines Forschers in Phase C auf ein grünes Landschaftsfeld ein beliebiges Plättchen erhalten.
  • B: Man erhält die Ressource, die unten links auf der Karte angegeben ist
  • C: Einen Forscher auf die Insel stellen. Dieses kostet zwei Ressourcen der passenden Farbe. Sollte ein Tierplättchen hierbei umzingelt sein, kann man dieses aufnehmen. Dies kann man z.B. durch Bonuskarten (siehe Aktion A) vergünstigten.
  • D: Unten rechts auf der Karte lauert die dritte Funktion der Karte. Wir ziehen das entsprechende Tier auf der Leiste des Spielplans ein Feld hoch. Je Tier in der eigenen Sammlung bekommt man einen Siegpunkt. Auch clever gelöst: Die Siegpunkteleiste mit den Tieren leiten das Spielende ein. Ist die Summe der Punktebereiche (bei vier Spielern) 11, ist das Spiel beendet. Und jeder bekommt für seine Tiere in dem Punktebereich die entsprechenden Werte.
Die Insel, die Tierleiste und unser Etui für die Karten
Wenn man oben schon drei Bonuskarten eingeschoben hat, „überschreibt“ man in Phase A eine Karte. Als nächstes werden ich also einen Bonus aktivieren, dass ich in Phase B, wenn ich einen grünen Stein bekomme, eine beliebiges Tier auf der Leiste voranrücken kann. In Phase B bekomme ich einen grünen Stein und (wie überraschend) kann auf der Leiste mein Lieblingstier wertvoller machen. In Phase C setze ich einen Forscher und in Phase D rücke ich den Riesenfossa voran und bekomme für jeden in meiner Sammlung einen Punkt.
Die Insel. Hübscher geht immer. Umzingel ich ein Tier, bekomme ich das Plättchen
Die kleine Leiste bietet kaum Platz für die Spielfiguren auf der Siegpunkteleiste. Auf den fünf Leisten in der Mitte werden die Tiere für die Endwertung wertvoller.

Fazit:

Schon fast ein Familienspiel, das ist man von Stefan Feld nicht gewohnt. Einfache Regeln, die Taktik-Glück-Komponente ist schön ausgewogen und mit einer Spieldauer von einer Stunde lädt es zu einer nächsten Runde ein. Bleibt in der Sammlung. Perfekt für 4 Personen. Das Spielmaterial ist schon günstig produziert. Dünne Pappen, zu wenig Spielerhilfen, die auch nur mit der Lupe lesbar sind. Auch die Anleitung hätte man größer drucken können. Aber wir sind es ja von Stefan Feld gewohnt, dass es auch Luxus-Versionen seiner Spiele gibt. In diesem Fall findet man diese in der City Collection, Teil 5, Vienna.

Stubenscore: 7,5 / 10


LA ISLA
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Pencil Pirates

07. Mai 2026 um 02:33

Pencil Pirates ist ein Familienspiel von Nikolaj Christensen. Erschienen ist es bei Haba. Idee: Ein großes Meer und viele Inseln. Auf den Seekarten werden Linien gezeichnet, um von einer Insel zur…

The post Pencil Pirates appeared first on Reich der Spiele.

Rapa Nui

Von: ferengi
01. Mai 2026 um 06:28

Der nächste historische Exkurs

Die Geschichte um die Osterinsel, die ihren Namen nach ihrem niederländischen Entdecker Jakob Roggeveen 1722 zu Ostern zu verdanken hat, ist leider traurig und deprimierend. Nach vielen Hypothesen zum Untergang der Kultur sind die eingeschleppten Infektionskrankheiten der Europäer die derzeit wahrscheinlichste. Da die Insel Polynesiens weit weg, 2.000 km westlich von Chile, liegt, konnte sie sich lange unentdeckt entwickeln. Und genau dies machen wir auch in der Kosmos-Spielereihe im quadratischen Karton.

Aufbau für zwei Spieler

Als Stammeshäuptling können wir jede Runde

  1. mit unserem Holz (=Geld) eine Opferkarte kaufen (optional)
  2. eine Karte auszulegen und somit Holzfäller, Priester, Jäger & Sammler oder die bekannten Moai-Steinfiguren ins Spiel bringen
  3. auf unser Kartenlimit (3) nachziehen und die dann offen liegende Karte der Reihe, in der wir die letzte Karte genommen haben, für alle werten.

Eine interessante Mechanik ist hierbei der Blick auf die Endwertung. Denn wenn ein Moai gebaut wird, legen alle Spieler eine ihrer Opferkarten auf den Opferplatz, der Spieler, der die Aktion ausgelöst hat, legt seine Karte verdeckt ab. Gegen Spielende ist dann die am häufigsten geopferte Karte am wertvollsten. Und jeder Spieler bekommt für seine Opferkarten entsprechende Siegpunkte. Und so baut man sich eine Struktur an Karten auf, sammelt Opferkarten und Siegpunkte.

Auch strategisch wertvoll ist die Mechanik in Phase 3, in der man taktiert, welche Karte gewertet wird. So nimmt man hier auch mal eine Handkarte auf, die man nicht braucht. Dafür wird aber die dann oben liegende Karte gewertet. Mit den Priestern geht man auf Siegpunkte, Holzfäller bringen Holz und die Jäger & Sammler vergünstigten den Kauf der Opferkarten. Hat man eine Mehrheit bei den Karten im Vergleich zu den Mitspielern, gibt es einen Bonus.

Meine gesammelten Karten. Nach neuesten Erkenntnissen wurden die etwa 900 jeweils 14 Tonnen schweren Moai vermutlich immer mit Seilen gekippelt und nicht auf den Palmenstämmen transportiert, wie es auf dem zweiten Bild von links suggeriert wird. Auch wenn der Weg vom Steinbruch zur Küste immer sehr weit entfernt war.

Fazit:

Ein schönes Strategiespiel mit wenigen, aber gut verzahnten Mechanismen. Während mich Beam Me Up von Klaus-Jürgen Wrede enttäuschte, schlummert hier ein kleines Juwel, dass sogar 2012 auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres stand. In dem Jahr gewann Kingdom Builder und es würde mich wundern, wenn ich das nicht demnächst vom Boden hole …

Stubenscore: 7,5 / 10


RAPA NUI
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

❌