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Hitman: The Board Game — Agent 47 als Brettspiel

19. Mai 2026 um 12:55
Hitman: The Board Game — Agent 47 als Brettspiel

Agent 47 verlässt den Bildschirm. Das dänische Studio MOOD Publishing bringt die Stealth-Action-Reihe von IO Interactive als kompetitives Brettspiel auf den Tisch — und sammelt auf Gamefound deutlich mehr Geld ein als geplant. Stand 19. Mai 2026 stehen 672.894 Euro auf dem Konto, rund 673 Prozent des Finanzierungsziels von 100.000 Euro. 3.093 Unterstützerinnen und Unterstützer haben bislang gepledged. Die Kampagne läuft noch bis zum 28. Mai 2026, 16:00 Uhr MESZ — also gut neun Tage.

Worum geht's bei Hitman: The Board Game?

In Hitman: The Board Game schlüpfen 1 bis 4 Spielende in die Rolle internationaler Auftragskillerinnen und -killer, die um denselben Vertrag konkurrieren. Sie reisen zwischen exotischen Schauplätzen, infiltrieren Anwesen und Veranstaltungen und versuchen, hochkarätige Ziele auszuschalten — bevor die Konkurrenz am Tisch zuschlägt.

Die Kernschleife greift eine Stilfrage auf, die schon das Videospiel prägt: lautes Vorgehen mit der Schusswaffe (vom Hersteller „guns blazing" genannt) oder die leise Variante im Stil eines „Silent Assassin". Mitspielende dürfen sabotieren, Ziele wegschnappen und den finalen Treffer setzen — das Spiel ist also explizit konflikthaltig und nicht kooperativ. Eine Partie dauert laut MOOD Publishing rund 60 Minuten, das Mindestalter liegt bei 12 Jahren.

Wie sich diese Stilfrage am Tisch konkret in Aktionen übersetzt, hält die Kampagne erstaunlich knapp: MOOD Publishing nennt die genaue Aktionsökonomie (also was eine Spielerin pro Zug machen darf), die Zugstruktur und das Auflösungssystem auf der Gamefound-Hauptseite bislang nicht im Detail. Aus der Komponentenliste lässt sich ableiten, dass Hitman: The Board Game karten- und tableau-getrieben ist: Spielende erhalten Agent Cards (vermutlich mit individuellen Profilen, denn die Kampagne schaltet im Verlauf wiederholt neue Special Agent Card Packs frei), Aufträge werden über Target Briefs und Map Event Cards in Schauplätzen mit Raum-Tiles inszeniert, dazu kommen Opportunity Cards, Weapon Cards und zusätzliche Unorthodox Tools. Das deutet auf ein asymmetrisches, karten- und ortsbasiertes Konfliktspiel hin — die konkrete Mechanik bestätigt MOOD aber bisher nicht in Textform. Zum Solo-Modus für eine Person macht der Verlag auf der Hauptseite ebenfalls keine Detailangaben; ob er als Score-Run, Automa oder Solo-Kampagne läuft, bleibt bis zum Pledge-Manager (ein Online-Formular, in dem Sie nach Kampagnenende Ihren Pledge bestätigen, Versand bezahlen und Add-ons anpassen) oder zum ersten Rezensionsexemplar offen.

Was das Spiel auf dem Tisch tatsächlich leistet, lässt sich heute nicht beurteilen. Es liegt kein Rezensionsexemplar vor, ein BoardGameGeek-Eintrag mit Bewertungen existiert mangels Druck nicht. Wir bewerten hier Konzept, Studio und Funding — nicht das Spielgefühl.

Was steckt im Karton?

MOOD Publishing bietet sieben Pledge-Stufen an (Preise in Euro, Versand kommt im Pledge-Manager dazu):

  • Base Game — 60 € (UVP 70 €). Das Grundspiel inklusive aller freigeschalteten Karten-Stretch-Goals.
  • All Gameplay — 125 € (UVP 145 €). Sämtliche Gameplay-Erweiterungen, jedoch ohne Komponenten-Upgrades wie Standees oder Miniaturen.
  • All Gameplay – Acrylic Standees Edition — 200 € (UVP 235 €). Wie All Gameplay plus Acryl-Standees als Spielfiguren.
  • All Gameplay – Miniatures Edition — 220 € (UVP 260 €). Mit voll plastischen Miniaturen.
  • All-In Acrylic Standees — 315 € (UVP 400 €). Alle Inhalte plus Acryl-Standees und sämtliche Komponenten-Upgrades.
  • All-In Miniatures — 335 € (UVP 425 €). Die Vollausstattung mit Miniaturen.
  • Retailer Pledge — 100 €, nur für verifizierte Händlerinnen und Händler.

Wer das Spiel rein als Spielerlebnis kaufen will, kommt mit dem Base Game oder dem All Gameplay-Pledge aus. Die All-In-Stufen lohnen sich für Sammlerinnen und Sammler, die Wert auf Miniaturen, Acryl oder die enthaltenen Box-Aufwertungen legen. Bei einem Spiel ohne Hands-on-Eindrücke ist jeder Pledge oberhalb der Einstiegsstufe ein Vertrauensvorschuss in das Studio.

Stretch Goals und David Bateson

Stretch Goals sind Bonus-Inhalte, die freigeschaltet werden, sobald die Kampagne bestimmte Geldmarken oder Zeitpunkte erreicht. Die Funding-Stufen bis 600.000 Euro sind durch. Sortiert nach Wirkung am Tisch:

Mechanische Inhalte (verändern, was im Spiel passiert):

  • Personal Restrictions (zwei Karten-Packs) — laut Gamefound „eine extra Herausforderung pro Spieler", also vermutlich individuelle Sonderauflagen pro Auftrag.
  • Smuggled Items (zwei Packs) — Start-Perks, mit denen Spielende in die Partie gehen.
  • Vier Unorthodox Packs — zusätzliche „kreative" Werkzeuge und Waffen, also Karten für die Action-/Inventarseite.
  • Easter-Egg-Karten in zwei Varianten (Opportunity- und Map-Event-Karten) — Erweiterungen der vorhandenen Karten-Decks.
  • Extra Agent Cards, Special Agent Card Pack und Special Agent Cards Pack 2 — zusätzliche Spieler-Charaktere mit eigenen Profilen.
  • Extra Target Event Cards Pack, Map Event Card Pack und Extra ICA Cards — mehr Aufträge, Map-Events und Ausrüstung.
  • Make-Your-Own Target Kit — Blanko-Karten, Raum-Tiles und Standees für selbstgebaute Aufträge.

Komponenten-Upgrades und Boni (verschönern oder erleichtern das Spiel):

  • Doppellagige Spielertableaus.
  • Neue Waffenkarten-Artworks (Re-Skin der Duplikat-Karten).
  • Brief Holder — Aufsteller, um Location- und Target-Briefs aufrecht auf dem Tisch zu platzieren.
  • Score Sheet mit Achievement-Stickern für Eliminationen.
  • Printable Tutorial Map — Druckvorlage für eine geführte Einsteigerpartie.

Offen ist das prominenteste Ziel: Ab 700.000 Euro signiert David Bateson, die englische Originalstimme von Agent 47, jede Gold Baller Collectors Card — allerdings nur in den All-In-Pledges. Zum Stand 19. Mai fehlen dafür rund 27.000 Euro. Hinzu kommen drei Mystery Unlocks an den Kampagnentagen 20, 23 und 25, also zwischen 20. und 25. Mai.

Einordnung: Wer ist MOOD Publishing?

Hinter dem Projekt steht MOOD Publishing Aps mit Sitz in Dänemark. Wer das Spiel konkret designt hat, kommuniziert MOOD auf der Gamefound-Hauptseite öffentlich nicht namentlich — eine Designer- oder Autorenzeile fehlt in den dort sichtbaren Projektdaten. Bei einer Lizenz-Adaption in dieser Größenordnung ist das eine Lücke, keine Nebensache; ob ein In-House-Team, eine externe Autorin oder ein etablierter Designer hinter dem System steht, wird der Pledge-Manager oder das erste Update klären müssen.

Eine belastbare Liefer-Bilanz für eine Produktion in dieser Größenordnung lässt sich aus öffentlich zugänglichen Quellen heute nicht abschließend ableiten. Crowdfunding-typische Verzögerungen sind möglich — Brettspielprojekte mit Lizenzbindung und vollständiger Miniatur-Produktion treffen erfahrungsgemäß auf längere Lieferzeitfenster, als die Kampagne ursprünglich verspricht. Ein verbindliches Auslieferungsdatum nennt die Kampagnen-Hauptseite nicht prominent; Pledge-Manager und spätere Update-Kommunikation des Verlags werden hier ausschlaggebend sein.

Versandkosten erhebt der Verlag nach Kampagnenende im Pledge-Manager. Details zu DACH-Versandstaffeln finden Unterstützerinnen und Unterstützer dort, nicht auf der Hauptseite.

Fazit: Für wen lohnt sich der Pledge?

Hitman: The Board Game spricht zwei Zielgruppen klar an. Erstens: Fans der Videospielreihe, die Agent 47 nun gegen Freundinnen und Freunde am Tisch verkörpern wollen. Zweitens: Spielende, die kompetitive Konflikt-Brettspiele in der 60-Minuten-Klasse mögen, in denen Mitspielende einander aktiv das Wasser abgraben dürfen. Wer Koop-Erlebnisse oder ruhiges Tableau-Building sucht, ist hier falsch.

Vor einer 60-Euro-Entscheidung gilt der übliche Crowdfunding-Hinweis: Ein Pledge ist ein Versprechen, kein Kauf. Solange kein Rezensionsexemplar vorliegt, beurteilen wir Konzept, Studio und Funding — nicht das Spielgefühl. Wer das aushält, findet hier eine der größten Lizenz-Adaptionen des Jahres auf Gamefound.

Herr der Ringe: Schicksal der Gemeinschaft – Leacocks Koop-Saga

19. Mai 2026 um 10:49
Herr der Ringe: Schicksal der Gemeinschaft – Leacocks Koop-Saga

Matt Leacocks Tolkien-Koop ist zurück in der BGG-Hotness: Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft (Originaltitel The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship) klettert nach den jüngsten Mittelerde-Ankündigungen wieder nach oben. Das Spiel erschien 2025 bei Z-Man Games, wird also nicht durch eine Neuauflage, sondern durch frisches Interesse rund um Asmodees Tolkien-Lizenz angeschoben.

Worum geht's?

Jede:r Spielende übernimmt zwei Figuren aus dem Umfeld der Gefährten und unterstützt Frodo auf seinem Weg zum Schicksalsberg. Schauplätze, Ereignisse und Gegner wechseln über 24 Szenarien hinweg, dazu kommen 14 Ereignisse und 13 spielbare Charaktere. Mechanisch verbindet Leacock vertraute Pandemic-DNA – Aktionspunkte, Kartenhand-Management, Würfelkonflikte – mit Set-Collection-Elementen und einer „Hoffnung"-Spur, die das Spielende bestimmt: Wer den Ring vor Frodos Verzweiflung ins Feuer wirft, gewinnt. Ein Solomodus ist enthalten.

Schnellfakten

  • Designer: Matt Leacock (Pandemic, Forbidden Island)
  • Illustration: Jared Blando, Cory Godbey
  • Verlag: Z-Man Games (Asmodee-Imprint)
  • Erscheinungsjahr: 2025
  • Spielerzahl: 1–5 (auf BGG bestens zu dritt)
  • Spielzeit: 60–150 Minuten
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Mechaniken: Kooperativ, Aktionspunkte, Würfeln, Handmanagement, Set Collection, variable Spielerfähigkeiten, Solo
  • BGG-Bewertung: 8,33 bei rund 8.900 Stimmen, BGG-Rang 87, Thematic-Rang 22 (Stand: Mai 2026)

DACH-Relevanz

Der deutsche Titel Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft ist bei BoardGameGeek bereits hinterlegt; die Veröffentlichung erfolgt über die Asmodee-Schiene mit Z-Man Games. Vor dem Hintergrund der jüngsten Partner-Ankündigungen rund um Asmodees Mittelerde-Lizenz dürfte das Spiel im deutschsprachigen Handel zusätzlichen Schub bekommen.

Unsere Einschätzung

Mit einem BGG-Rang in den Top 100 und einer Bewertung jenseits der 8,3 ist Schicksal der Gemeinschaft kein flüchtiges Hotness-Phänomen, sondern ein bestätigtes Koop-Schwergewicht. Wer auf erzählerische Pandemic-Verwandte steht und mit 60 bis 150 Minuten Spielzeit kein Problem hat, sollte das Spiel auf dem Schirm haben – gerade jetzt, wo Asmodee die Mittelerde-Pipeline öffnet.

Quelle: BoardGameGeek – The Lord of the Rings: Fate of the Fellowship

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The Legacy of Mars: Jacob Fryxelius' Terraforming-Kampagne für 2027

19. Mai 2026 um 10:49
The Legacy of Mars: Jacob Fryxelius' Terraforming-Kampagne für 2027

Jacob Fryxelius dreht das Terraforming-Mars-Universum auf Kampagnenformat: The Legacy of Mars soll 2027 bei FryxGames erscheinen und tauscht die einzelne Partie gegen eine Mission-zu-Mission-Erzählung. Die Crowdfunding-Kampagne läuft auf Gamefound, das Spiel rangiert seit Tagen weit oben in der BGG-Hotness.

Worum geht's?

Statt eines abgeschlossenen Spielabends erwartet die Spielenden eine Kette aus Missionen, in denen unterschiedliche Planeten und neue Seiten des Mars terraformt werden. Wer eine Mission gewinnt, wird zum Gouverneur dieses Planeten – mit Zusatzpunkten für das finale Szenario, das den Gesamtsieger ermittelt. Mechanisch baut Fryxelius auf der bekannten Terraforming-Mars-Engine auf und ergänzt sie um Bevölkerung, Arbeiter, schmelzende Gletscher und einen wachsenden Pool an Innovations- und Entwicklungskarten. Jede Mission spielt mit neuen Parametern und einem eigenen Kartenpool – laut Designer „im Grunde mehrere Spiele in einer Schachtel".

Schnellfakten

  • Designer: Jacob Fryxelius
  • Illustration: Isaac Fryxelius
  • Verlag: FryxGames
  • Erscheinungsjahr: 2027 (Crowdfunding auf Gamefound)
  • Spielerzahl: 1–5 (inklusive Solo-Modus)
  • Spielzeit: 150–300 Minuten pro Mission
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Mechaniken: Kampagnen-/Szenariospiel, Closed Drafting, Handmanagement, Plättchenlegen, variable Spielerfähigkeiten, Solo

DACH-Relevanz

Die deutschsprachigen Ausgaben der Terraforming-Mars-Reihe betreut traditionell der Schwerkraft-Verlag. Eine offizielle deutsche Lokalisierung von The Legacy of Mars ist bislang nicht angekündigt – sollte FryxGames den eingespielten Weg gehen, ist Schwerkraft die naheliegende Adresse. Backerinnen und Backer aus dem DACH-Raum sollten bei der Gamefound-Kampagne genau auf den späteren deutschen Vertrieb achten.

Unsere Einschätzung

Ein Kampagnenformat auf Terraforming-Mars-Basis ist nach Ares Expedition und der jüngst angekündigten Terraforming Mars: The Big Box der nächste logische Schritt – und gleichzeitig der riskanteste. Die durchschnittliche BGG-Wertung von 4,7 spiegelt vor allem Crowdfunding-Skepsis und sehr wenige tatsächliche Stimmen wider; aussagekräftiger ist die Wunschlisten-Zahl. Wir verfolgen die Kampagne weiter und schauen besonders auf die Frage, ob die Missionen narrativ tragen oder am Ende doch nur Setup-Variationen bleiben.

Quelle: BoardGameGeek – The Legacy of Mars

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First Giants: Urzeitriesen-Kartenspiel von Dunstan und Gilbert bei Space Cowboys

19. Mai 2026 um 10:48
First Giants: Urzeitriesen-Kartenspiel von Dunstan und Gilbert bei Space Cowboys

Ein Museum voller Mammuts, Flugsaurier und Dinosaurier: Mit First Giants bringen Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert ein kompaktes Kartenspiel auf den Tisch, das die Hotness-Liste von BoardGameGeek nach oben klettert. Verleger ist Space Cowboys, das Erscheinungsjahr 2026. Im Mittelpunkt steht ein Wettlauf um die prestigeträchtigste Ausstellung – mit dem typischen Kniff, dass jede ausgestellte Karte ihre Effekte verliert.

Worum geht's?

First Giants ist ein Set-Collection-Kartenspiel mit offenem Draft. Die Spielenden rekrutieren Karten, die Dinosaurier, Flugreptilien und prähistorische Säugetiere darstellen, und kombinieren deren Effekte zu einer Engine aus Bernstein, Siegpunkten und Ausstellungsmöglichkeiten. Der Twist: Ausgestellte Karten zählen Punkte, verlieren aber ihre Effekte. Wer wann seine besten Stücke aus dem Tableau in die Vitrine schiebt, entscheidet die Partie. Die Spielzeit liegt bei rund 30 Minuten, das Material zeichnen Maud Chalmel und Jessica Cognard.

Schnellfakten

  • Designer: Matthew Dunstan, Brett J. Gilbert
  • Illustration: Maud Chalmel, Jessica Cognard
  • Verlag: Space Cowboys (international), Hobby Japan (JP), Rebel (PL)
  • Erscheinungsjahr: 2026
  • Spielerzahl: 2–5 (auf BGG bestens zu dritt)
  • Spielzeit: ca. 30 Minuten
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Mechaniken: Set Collection, Open Drafting, Tableau-Aufbau
  • BGG-Bewertung: 6,6 bei 161 Stimmen (Stand: Mai 2026)

DACH-Relevanz

Space Cowboys ist ein Imprint der Asmodee-Gruppe; die deutschsprachige Distribution läuft erfahrungsgemäß über Asmodee Deutschland. Bei BoardGameGeek ist bereits ein deutscher Titel als Museum der Urzeitriesen hinterlegt. Eine offizielle Ankündigung für den deutschen Markt steht aktuell aus – wir behalten den Asmodee-Neuheitenkalender im Auge.

Unsere Einschätzung

Dunstan und Gilbert haben mit Elysium bereits gezeigt, wie elegant sich Set Collection mit einem „jetzt oder später"-Dilemma verschränken lässt – First Giants spielt offenbar in derselben Liga. Für 30 Minuten Spielzeit ist die Themenwahl ein willkommener Bruch mit dem ewigen Burgenbau, und die Kombination aus offenem Draft und Bernstein-Engine verspricht knackige Entscheidungen ohne Downtime.

Quelle: BoardGameGeek – First Giants

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Jogo do Ano 2026: Fünf Nominierte für den portugiesischen Brettspielpreis

19. Mai 2026 um 10:28
Jogo do Ano 2026: Fünf Nominierte für den portugiesischen Brettspielpreis

Der Verein SPIEL Portugal hat die Nominierten für den Jogo do Ano 2026 veröffentlicht. Der portugiesische Brettspielpreis zeichnet traditionell anspruchsvolle Strategie- und Expertenspiele aus. Fünf Titel haben es in diesem Jahr auf die Auswahlliste geschafft. Die Bekanntgabe erfolgte über Brettspielbox.

Die Nominierten für den Jogo do Ano 2026

Die diesjährige Auswahl umfasst eine Mischung aus Würfel-Engine, Worker Placement und thematisch dichten Strategiespielen. Folgende fünf Titel stehen zur Wahl:

Die fünf Brettspiele im Detail

Jogo do Ano 2026: Fünf Nominierte für den portugiesischen Brettspielpreis
Ada's Dream erscheint bei Alley Cat Games und Strohmann Games. Bild: BoardGameGeek

Ada's Dream versetzt 1 bis 4 Spieler in eine alternative Geschichte, in der sie an der Seite von Ada Lovelace die erste Analytische Maschine bauen. Über 18 Runden ziehen sie Würfel von einem Werkstatt-Rondell, halten Vorträge und vervollständigen ihr persönliches Blaupausen-Tableau. BoardGameGeek listet das Spiel mit einer Bewertung von 8,04 bei einer Komplexität von 3,91 von 5.

Jogo do Ano 2026: Fünf Nominierte für den portugiesischen Brettspielpreis
ANTS von Renato Ciervo und Andrea Robbiani erscheint im deutschsprachigen Raum beim PD-Verlag. Bild: BoardGameGeek

ANTS lässt 2 bis 4 Spieler eine Ameisenkolonie durch Wachstum, Erkundung und Eroberung eines Gartens führen. Sechs Hauptaktionen, ein Inkubationsboard mit drei Lebenszyklusphasen und mehrere Siegpfade prägen das rund 90 Minuten lange Spiel. Die Komplexität liegt bei 3,74, die Durchschnittsbewertung bei 7,79.

Jogo do Ano 2026: Fünf Nominierte für den portugiesischen Brettspielpreis
Galactic Cruise rangiert aktuell auf Platz 121 der BoardGameGeek-Rangliste. Bild: BoardGameGeek

Galactic Cruise stellt 1 bis 4 Spieler als Supervisoren in den Dienst eines Weltraum-Kreuzfahrtunternehmens. In 90 bis 150 Minuten bauen sie Schiffe, werben Gäste und entwickeln neue Technologien. Das von Ian O'Toole illustrierte Spiel rangiert mit einer Bewertung von 8,32 aktuell auf Platz 121 der BGG-Rangliste, die Komplexität liegt bei 3,97.

Jogo do Ano 2026: Fünf Nominierte für den portugiesischen Brettspielpreis
Luthier von Dave Beck und Abe Burson erscheint im deutschsprachigen Raum bei Funtails. Bild: BoardGameGeek

Luthier widmet sich der klassischen Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. 1 bis 4 Spieler bauen in 90 bis 150 Minuten Instrumente, gewinnen historische Mäzene und bilden Lehrlinge aus. Eine Kombination aus verdeckter Versteigerung und Worker Placement liefert die mechanische Grundlage, die BGG-Bewertung liegt bei 8,19 bei einer Komplexität von 3,78.

Jogo do Ano 2026: Fünf Nominierte für den portugiesischen Brettspielpreis
Speakeasy ist mit einem Komplexitätswert von 4,42 das anspruchsvollste Spiel der Auswahl. Bild: BoardGameGeek

Speakeasy von Vital Lacerda führt 1 bis 4 Spieler in das Manhattan der Prohibitionszeit. Als Mafiosi unter Lucky Luciano betreiben sie Flüsterkneipen, beschäftigen Schläger und liefern illegalen Alkohol. Mit einer Komplexität von 4,42 ist der Titel das anspruchsvollste Spiel der Auswahl, die Durchschnittsbewertung erreicht 8,46.

Expertenspiele prägen die Auswahl

Die Komplexitätswerte zeigen den klaren Fokus des Preises. Vier der fünf Nominierten liegen zwischen 3,74 und 3,97, Speakeasy übertrifft mit 4,42 sogar diesen Korridor. Alle Titel bieten zudem einen Solomodus und Spieldauern zwischen 50 und 180 Minuten.

Bei den Verlagen fällt die internationale Aufstellung auf. Mit Strohmann Games, PD-Verlag und Funtails sind drei deutschsprachige Häuser unter den Lizenznehmern vertreten, was den Zugriff für deutsche Sammler erleichtert. Wann der Verein SPIEL Portugal den Sieger des Jogo do Ano 2026 bekanntgibt, ist bislang nicht öffentlich kommuniziert.

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