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Middle-earth Strategy Battle Game – Der neue Quickstart Rule Guide auf dem Prüfstand

13. Oktober 2026 um 13:44

Die neuen Battlehosts für das Middle-earth Strategy Battle Game sind da – und mit ihnen ein aktualisierter Quickstart Rules Guide. Doch wie viel vom Original steckt in den vereinfachten Regeln? Wir schauen uns die neuen Battlehosts und ihre Regeln genauer an und prüfen, ob der Einstieg damit wirklich gelingt.

Dieser Beitrag wurde von Nina Horbelt geschrieben

ELZNIR GAMES auf der SPIEL Essen 2026

02. Oktober 2026 um 10:06

Auch 2026 lädt der Merz Verlag wieder zur SPIEL Essen ein. Vier Tage lang verwandelt sich die Messe in einen Treffpunkt für Hunderttausende Spielebegeisterte aus aller Welt. Natürlich sind auch wir von ELZNIR GAMES wieder mit dabei und bringen jede Menge Neuheiten mit nach Essen.

Unsere Neuheiten auf der SPIEL’26

Ihr findet uns mit unserem eigenen ELZNIR GAMES Stand 2B110. Dort könnt ihr unsere aktuellen Neuheiten direkt vor Ort ausprobieren und euch von unseren Spieleerklärern durch die Partien führen lassen.

Ihr müsst also nicht erst die Spielregel lesen, bevor es losgeht. Unsere Erklärer zeigen euch, wie die Spiele funktionieren, und beantworten natürlich auch eure Fragen. So könnt ihr euch direkt auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht: Spielen.

Ihr könnt einige unserer Neuheiten bereits vor der SPIEL Essen 2026 vorbestellen. Die jeweiligen Spiele haben wir unten direkt mit den entsprechenden Vorbestellseiten verlinkt. So könnt ihr euch euer Exemplar schon vorab sichern und wisst direkt, welche Spiele euch auf der Messe erwarten.

Bei uns könnt ihr unter anderem diese Neuheiten entdecken:

Mythologies

In Mythologies führt jeder Spieler eine junge Stadt, deren Glaube von den großen Mythologien der Welt geprägt wird. Aus den Legenden verschiedener Kulturen ruft ihr mächtige Gottheiten und sagenhafte Kreaturen an, um euer eigenes Pantheon zu formen und ihre Gunst zu gewinnen.
Doch nicht nur die Wahl der Wesen zählt, sondern auch ihr Platz im Pantheon. Zwischen himmlischer, irdischer und Abgrundebene entstehen mächtige Kombinationen,
Opfer und Prüfungen. Nur wer die richtigen Wesen im richtigen Moment auswählt und klug im eigenen Tableau einsetzt, wird am Ende die meiste Gunst erringen.

Roxane

Wer meint, wahre Abenteuer spielten sich nur im Kampf gegen Monster oder beim Regieren von Imperien ab, sollte versuchen, das Herz Roxanes zu gewinnen. Als junge Cyranos werben die Spielenden um ihre Gunst, sammeln Zeichen ihrer Zuneigung, beweisen Mut im Duell und formen aus ihren Worten die schönsten Verse. Doch Roxane ist wechselhaft: Ihre Vorlieben für Romantik und Poesie verändern sich im Verlauf der Partie – und nur wer ihre Wünsche erkennt und im richtigen Moment handelt, kann am Ende ihr Herz erobern

Fate: Die Verteidiger von Grimheim –
Valkyria & Godin

Ich bin eine Walküre, eine himmlische Jungfrau, deren Aufgabe es ist, die Seelen gefallener Krieger zu ihrem ewigen Lohn zu führen. Hoffentlich stirbt jemand, damit mein Besuch in Grimheim nicht umsonst war …
In Godins Augen ist alles eine potenzielle Zutat und alles muss ausprobiert werden, bevor man es verwirft. So sind viele seiner experimentellen Mixturen entstanden – manche berühmt, manche berüchtigt. Eines ist jedoch sicher: Wenn man ein Schmerzmittel braucht, ist seine Brauerei immer geöffnet und seine Mixturen betäuben alles … wochenlang.

Snails: Feuer im Schneckenhaus Erweiterung

Willkommen zurück auf Gastropodia: Neue Inseln steigen aus den giftigen Gewässern auf, neue Anführer betreten die Bühne – und diesmal wird schweres Gerät aufgefahren. Granaten, Kugeln und Feuer markieren die Schlachtfelder, während Windböen selbst verfehlte Schüsse zur Gefahr machen. Wer dachte, Snails sei schon chaotisch, bekommt hier die nächste Stufe des Schneckenkriegs

Der Herr der Ringe: Die Entscheidung

Die letzte große Auseinandersetzung um das Schicksal Mittelerdes steht bevor. Während der dunkle Herrscher Sauron seine Streitmacht sammelt, versucht die Gemeinschaft des Rings, den Einen Ring unbemerkt zum Schicksalsberg zu bringen. In Der Herr der Ringe: Die Entscheidung übernimmst du entweder die Kontrolle über Frodo und seine Gefährten oder über Saurons unheilvolle Diener. Jede Bewegung entlang der Frontlinie kann die Partie entscheiden – gelingt es dir, den Ringträger nach Mordor zu führen oder die Hoffnungen des Westens zu zerschlagen?

Frosted Blooms

Die frische niederländische Luft trägt die noch anhaltende Kälte des Winters mit sich, die gelegentlich die erwachenden Polderfelder mit einem zarten Morgenfrost überzieht. Doch unter diesem flüchtigen Schimmer strecken sich die ersten entschlossenen Tulpen dem Himmel entgegen und versprechen mit ihren kräftigen Farben einen leuchtenden Frühling.
Als ambitionierte Gärtnerinnen und Gärtner wetteifert ihr darum, die am meisten bewunderte Tulpenpracht zu züchten. Wählt geschickt Landschaften, setzt gezielt Verbesserungen ein und erschafft so das eindrucksvollste Gartenkunstwerk der Saison

Circadia

Du bist ein Führer der Traumwege und hast die Aufgabe, den geflügelten Bären des wilden Waldes, den verwurzelten Axolotl des unruhigen Flusses und die Wolkengans
des hohen Nebels zurück in ihre Gebiete zu bringen. Indem du die Kräfte der Geistwesen zu harmonischen Zusammenkünften verwebst, stellst du ihre Verbindung zu den Lebensräumen wieder her. Doch nur der Führer, der Circadia am meisten ins Gleichgewicht bringt, wird als Hüter des ewigen Kreislaufs in Erinnerung bleiben

Und wenn euch eines unserer Spiele besonders gut gefällt, könnt ihr es natürlich direkt bei uns am Stand kaufen.

Dabei habt ihr auf der SPIEL Essen 2026 teilweise sogar die Möglichkeit, Spiele früher zu bekommen als im normalen Handel. Für die Messe haben wir von einigen unserer Neuheiten kleinere Mengen vorab nach Essen gebracht. Dadurch können wir euch die Möglichkeit bieten, manche Spiele bereits auf der Messe zu kaufen, bevor sie anschließend regulär bei Händlern und in Spieleläden erhältlich sind.

Noch mehr Spiele am zweiten Stand

Aber das ist noch nicht alles!

Neben unserem großen ELZNIR GAMES Stand 2B110 gibt es auf der SPIEL Essen noch einen zweiten Stand von uns. Die JoeKas World GmbH ist direkt gegenüber mit einem eigenen Verkaufsstand vertreten.

Damit führen wir eine lange Tradition fort, die bereits beim Heidelberger Spieleverlag ihren Anfang genommen hat. An diesem Stand findet ihr eine große Auswahl an Spielen von uns und unseren Partnern zu teilweise deutlich reduzierten Preisen.

Wer gerne nach besonderen Schnäppchen sucht, sollte hier also unbedingt vorbeischauen. Neben reduzierten Spielen könnt ihr dort auch das eine oder andere echte Schätzchen und möglicherweise sogar Out-of-Print Spiele entdecken, die im normalen Handel nicht mehr ohne Weiteres zu finden sind.

Ihr findet den Stand direkt gegenüber unseres großen ELZNIR GAMES Standes bei 2B100.

Wir sehen uns auf der SPIEL Essen 2026!

Egal, ob ihr unsere neuesten Spiele ausprobieren, euch die Neuheiten erklären lassen oder auf Schnäppchenjagd gehen wollt: Besucht uns auf der SPIEL Essen 2026!

Wir freuen uns auf vier Tage voller Spiele, Gespräche und hoffentlich jede Menge spannender Partien mit euch.

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Middle-earth Strategy Battle Game – neue Battlehosts für Rohan, Mirkwood und Dol Guldur (Vorschau)

03. September 2026 um 09:00

MESBG - BannerEs ist schon einige Zeit her, seit Games Workshop uns mit einer Battlehost-Box beglückt hat. Nun erhält Rohan endlich eine Aktualisierung, und als Überraschung legen die Entwickler gleich zwei weitere Battlehosts nach: Elben aus dem Düsterwald und die berüchtigten Jägerorks um Bolg.

Dieser Beitrag wurde von Nina Horbelt geschrieben

Empfehlung: Der Herr der Ringe – Das Schicksal der Gemeinschaft

Von: Tobias
10. Juli 2026 um 22:15
HdR-Das-Schicksal-der-Gemeinschaft - Box

HdR-Das-Schicksal-der-Gemeinschaft - BoxDer Herr der Ringe – Das Schicksal der Gemeinschaft von Matt Leacock – erschienen bei Z‑Man Games Natürlich wäre es möglich, sich intensiv mit der Spielmechanik von DER HERR DER RINGE – DAS SCHICKSAL DER GEMEINSCHAFT zu befassen. Aufzuzeigen, wie Matt Leacock das Pandemic-System weiterentwickelt hat. Würdigen, wie sehr der besondere Geist der literarischen Vorlage […]

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Der Herr der Ringe: Die Entscheidung – Erscheint bei ELZNIR GAMES

09. Dezember 2025 um 09:36

Manche von euch haben es bereits im Newsletter gelesen. Der Herr der Ringe: Die Entscheidung wird bei uns 2026 erscheinen. Wir wollten eigentlich schon auf der SPIEL in Essen Demorunden anbieten. Doch leider kam das Sample wegen einer Verzögerung im Zoll nicht rechtzeitig an. Solche Situationen lassen sich nicht immer vorhersehen.

Wir freuen uns sehr, dass unser Partner Ghost Galaxy uns das Vertrauen schenket. Für uns ist es etwas ganz Besonderes, mit einer der größten Marken aus dem Entertainment Bereich zusammenzuarbeiten.

Ein Blick auf die Geschichte des Spiels

Doch was ist Der Herr der Ringe: Die Entscheidung eigentlich?
Das Spiel erschien erstmals 2002 und stammt vom Erfolgsautor Reiner Knizia. Die deutsche Version wurde damals bei Kosmos Spiele veröffentlicht.

Im Jahr 2005 überarbeiteten Eric M. Lang (bekannt für A Game of Thrones The Card Game, XCOM The Boardgame, Blood Rage) und Christian T. Peterson (Gründer von Fantasy Flight Games, heute CEO von Ghost Galaxy) das Spiel und veröffentlichten eine Deluxe Edition.
Diese deutsche Ausgabe erschien beim Heidelberger Spieleverlag.


Die neueste Edition des Spiels erscheint auf Deutsch exklusiv bei uns.

Was die neue Edition besonders macht?

Die neue Edition erhält nicht nur regeltechnische Verbesserungen und ein vollständig überarbeitetes Design. Sie bietet zusätzlich neue Spielvarianten, die sowohl Fans des Originals als auch neue Spieler ansprechen.

Die letzte große Auseinandersetzung um das Schicksal
Mittelerdes steht bevor. Während der dunkle Herrscher
Sauron seine Streitmacht sammelt, versucht die Gemeinschaft
des Rings, den Einen Ring unbemerkt zum Schicksalsberg
zu bringen. In Der Herr der Ringe: Die Entscheidung
übernimmst du entweder die Kontrolle über Frodo
und seine Gefährten oder über Saurons unheilvolle Diener.
Jede Bewegung entlang der Frontlinie kann die Partie
entscheiden – gelingt es dir, den Ringträger nach Mordor
zu führen oder die Hoffnungen des Westens zu zerschlagen?


Der Herr der Ringe: Die Entscheidung ist ein taktisches Duellspiel für zwei Personen. Ein Spieler führt die Gefährten mit dem Ringträger Frodo vom Auenland Richtung
Mordor, der andere steuert Saurons Diener und versucht, Frodo zu besiegen oder das Auenland zu überrennen.
Verdeckte Figurenaufsteller, individuelle Charakterfähigkeiten und Kampfkarten sorgen für bluffintensive Gefechte entlang der zentralen Frontlinie Mittelerdes.

*Englische Abbildung

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Zwei Spieler, ein Ring – das Duell um Mittelerde

Von: Dirk
30. Oktober 2025 um 10:50
Lesezeit: 2 Minuten

In dieser Podcastfolge spreche ich, Dirk Huesmann alias der Würfelmagier, mit Stephan Zerlik über Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde – das Zwei-Personen-Brettspiel von Repos Production und Asmodee, das die bekannte Mechanik von 7 Wonders Duel in die epische Welt von Mittelerde bringt.

Wie gut funktioniert die Verbindung zwischen moderner Spielmechanik und der legendären Geschichte von Der Herr der Ringe? Ist es ein vollwertiges Spielerlebnis – oder „nur“ ein clever verpackter Re-Skin?

7 Wonders Duel trifft auf Tolkien

Das Spiel basiert auf dem vielfach ausgezeichneten 7 Wonders Duel von Antoine Bauza und Bruno Cathala – einem sehr beliebten Zwei-Personen-Spiel. Auch hier wählen die Spieler abwechselnd Karten aus einer Pyramiden-Auslage und bauen ihre Strategie Zug um Zug auf.

Doch in Der Herr der Ringe: Duell um Mittelerde wird die bekannte Struktur mit neuen thematischen Elementen verknüpft:

  • Drei Kapitel ersetzen die Zeitalter.
  • Ortsplättchen bringen Festungen und neue Taktikoptionen.
  • Eine Ringleiste ersetzt die militärische Leiste – hier jagen Frodo & Sam dem Schicksal entgegen, während die Nazgûl sie verfolgen.
  • Statt Wissenschaftssymbolen gibt es Fertigkeiten und Verkettungen, die bestimmen, welche Karten du spielen kannst.

Die drei Siegbedingungen sind thematisch und mechanisch stark verwoben:

  1. Schicksal des Rings – Erreicht Frodo den Vulkan oder wird er vom Nazgûl gefasst?
  2. Unterstützung der Völker – Sechs verschiedene Völkersymbole sichern den Sieg.
  3. Vorherrschaft in Mittelerde – Wer in allen sieben Regionen präsent ist, gewinnt.
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Thema und Atmosphäre

Die Umsetzung des Themas ist deutlich stärker integriert, als man zunächst erwartet. Jede Karte, jedes Symbol und jede Bewegung auf der Ringleiste fühlt sich nach Mittelerde an. Klar ist es am Ende auch viel Mechanik, aber dennoch finde ich die thematisch Integration schon wirklich gelungen. Dazu trägt natürlich neben der Ringleiste auch die Karte bei, auf der wir unsere Vorherrschaft sichern wollen.

Das Spiel schafft den Spagat zwischen strategischem Duell und thematischer Immersion – ideal für alle, die sowohl 7 Wonders Duel als auch Herr der Ringe lieben.

Im Gespräch mit Stephan Zerlik

Im Podcast spreche ich mit Stephan Zerlik (Spiel doch mal, Spielkulturerbe) über das Design, die thematische Umsetzung und darüber, ob Duell um Mittelerde tatsächlich das „bessere“ Duell ist.
Wir diskutieren, wie gut Mechanik und Thema miteinander harmonieren, was für Fans des Originals neu ist – und warum das Spiel auch für Einsteiger einen Blick wert ist.

🎧 Jetzt reinhören:

💍 Zwei Spieler. Ein Ring. Und jede Menge Gesprächsstoff.

Herr der Ringe – Das Schicksal der Gemeinschaft im Test

21. Oktober 2025 um 13:01

Der Designer/Autor Matt Leacock gehört wohl zu den bekanntesten und einflussreichsten Schaffern der Brettspielszene. Mit seinem kooperativen Dauerbrenner Pandemie (mittlerweile als Pandemic internationalisiert) sowie dessen Erweiterungen, Ablegern und Legacy-Varianten hat er mehrmals die Brettspielwelt quasi revolutioniert. Das wurde ihm für das Grundspiel u.a mit Platz 20 der Bestenliste auf BGG gedankt und sogar mit Platz 1 für die Legacy-Variante. Von dieser sind zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Tests alle 3 Varianten in den Top 100 vertreten.

Das Pandemic-System ist dabei so spannend wie einfach und trifft häufig genau den Nerv zwischen Zugänglichkeit und Spannung, ohne dabei zu überfordern. Zwar konnte keiner der Ableger mich so überzeugen wie das Grundspiel mit seinen Erweiterungen – sie waren schlicht alle zu einfach – sie zeigten jedoch, wie wandelbar der Mechanismus mit ein paar Anpassungen sein kann. Und nun kommt der Meister persönlich zurück mit einem neuen Titel, der keine geringere als die Herr der Ringe-IP trägt und – selbstverständlich – auf dem Pandemic-System beruht. Oder dieses zumindest adaptiert. Kann diese neueste Anwandlung stärker überzeugen, als es die vorherigen Ableger taten?

Krieg der Ringe

Kommen wir gleich zur Sache und verlieren nur wenige Worte über das Thema: Herr der Ringe sollte jedem geläufig sein. Wir spielen kooperativ die Gemeinschaft des Rings und müssen diesen letztendlich in die Flammen des Schicksalsberges werfen, um zu gewinnen. Genauer gesagt muss Frodo dies tun. Wie im Film. Und wie im Buch. Der Weg dorthin ist das beschriebene Abenteuer und wird uns durch einen hervorragenden, automatisierten Gegenspieler (Sauron) erschwert.

Dabei dreht sich das Spiel aber nicht nur um den Ringträger. Wie in der Quellgeschichte auch tobt ein Krieg in Mittelerde und dieser wird hier mit dem Ringen um Zufluchten (das sind Spieler-Festungen) und Schattenfestungen dargestellt. Verlieren wir eigene, verlieren wir auch Hoffnung und laufen Gefahr, das Spiel so zu verlieren. Erobern wir welche, erlangen wir neue Hoffnung und erkaufen Frodo Zeit, sich dem Schicksalsberg zu nähern. Diese beiden Ebenen gibt es also auch im Spiel und sie funktionieren wahnsinnig gut miteinander!

Unter seinem Auge…

Frodo muss sich vor Saurons wachem Auge versteckt bewegen und ist dadurch sehr langsam. Zwar können ihm andere Spieler bei der Bewegung helfen, doch auch diese müssen stets darauf achten, ihn versteckt zu halten.

Sauron jedoch ist unablässig auf der Suche nach Frodo und nähert sich ihm immer weiter an. Dazu schickt er ihm seine Nazgûl auf dem Tarnumhang, die bei der Suche helfen. Es sind die einzigen dreidimensionalen Figuren im Spiel und schweben auf ihren Standees bedrohlich über dem Spielfeld. Je mehr Nazgûl hinter Frodo her sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie ihm auf die Spur kommen.

Um das zu verhindern, können ihm seine Gefährten helfen, und zwar indem sie sich in dem zuvor genannten Krieg engagieren. Starten wir irgendwo eine Schlacht gegen die Schattentruppen, zieht das nämlich den Blick Saurons auf sich und Frodo wird spürbar entlastet. Noch dazu hat jeder Held einige sehr nützliche Fähigkeiten, sodass man am liebsten alle mitnehmen möchte.

Doch das geht nicht: Jeder Spieler darf nur (und muss) zwei Helden spielen. Ja, richtig gelesen! Jeder Spieler ist in einer Kombination aus 2 Helden unterwegs und muss deren Fähigkeiten mit denen anderer kombinieren. Die Gemeinschaft bestand nunmal nicht aus nur 1-5 Helden und alle waren für die Geschichte wichtig. Dabei muss man noch 5 Aktionen (einmal 1 Aktion und einmal bis zu 4 Aktionen) auf seine Helden aufteilen. Da gibt es schon Denkstoff durchzukauen!

Tausche Anonymität gegen Bedrohung

Wenn man Pandemie eines vorwerfen könnte, dann dass der Mechanismus immer sehr kühl rüberkam. Man bekämpft eben anonyme, gesichtslose Krankheitserreger, die im Original nicht einmal einen Namen hatten. Man bekämpfte schlicht so etwas wie die „Gelbe Seuche“, sammelte Proben (was ohne die Erweiterung „Im Labor“ noch recht mechanisch wirkte) und war dann irgendwann hoffentlich am Ziel des Impfstoffs.

Beim Schicksal der Gemeinschaft fühlt es sich spürbar anders an. Die Nazgûl, das große (riesige!) Auge, die Truppen, die in nicht enden wollenden Scharen nach Mittelerde strömen. Dagegen fühlt man sich als kleiner Held ziemlich unterlegen. Und das ist gut so! Ganz im Gegensatz zu anderen Ablegern der Pandemie-Serie spürt man hier in jeder Runde die Bedrohung. Die Mechanik tritt hier noch stärker in den Hintergrund und das Spiel schafft eine Atmosphäre, die man auch außerhalb der Pandemie-Welt mit nur einem Wort zusammenfassen kann: episch!

Der Uruk Hai steckt im Detail

Dabei ist das Spiel definitiv komplexer als seine Vorgänger. Es gibt mehr zu bedenken, allein schon durch die zwei Helden pro Spieler. Es gibt mehr unterschiedliche Aktionen zur Auswahl, auch wenn deren Ausführung diesmal schwieriger zu erreichen ist. Das tauschen von Karten zum Beispiel ist jetzt zwar nur noch an eine Region und nicht mehr an ein Land/eine Stadt gebunden, dennoch fällt die Bewegung gerade mit Frodo so schwer, dass man schon genau planen sollte. Darüber hinaus hat sich das Spiel den „Wegezoll“ von Klong! geliehen und bietet nun bestimmte Wege, die die Abgabe einer bestimmten Ressource bedingen.

Dafür aber wurde das Spiel auch an anderer Stelle konsequent vereinfacht: Es gibt nun nur noch eine Sieg- und eine Niederlagebedingung: Frodo darf nicht die Hoffnung verlieren und muss – nachdem die Gemeinschaft gemeinsam 3 Quests erledigt hat – den Ring in die Lava werfen. That’s it! Es gibt kein „Wenn es keine Würfel mehr gibt…“, oder „Wenn dieser Kartenstapel aufgebraucht ist…“, oder „Wenn es zum X. Ausbruch kommt…“. Und das tut dem Spiel sehr gut, weil es eben die Komplexität an anderer Stelle aufbaut.

Lohnt sich das Spiel für Pandemie-Experten?

Du kennst dich mit Pandemie bereits sehr gut aus? Super! Dann möchte ich noch ein paar Worte speziell für dich schreiben, damit Du das Spiel besser einzuordnen weißt: Das Schicksal der Gefährten ist sicherlich der Pandemie-Ableger, der sich am weitesten vom Original entfernt. Und das ist gut so!

Neben der neuen Hoffnungs-Leiste ist z.B. anders, dass wir Truppen bewegen – diese sind quasi schon vergleichbar mit einer Barbarenhorde in „Untergang Roms“. Neu ist allerdings, dass wir eigene Truppen aus bis zu 4 unterschiedlichen Heeren über das Schlachtfeld steuern – quasi 4 Gegenmittel, die erstmalig tatsächlich auf dem Spielfeld sichtbar sind und aktiv eingesetzt, angeworben und bewegt werden müssen.

Dazu kommt natürlich die gesamte Mechanik des Rings, den Nazgûl, dem Auge Saurons, etc. – das alles ist etwas, das bisher so in keinem Pandemie zu finden war. Also eine weitere Ebene oben drauf, die massiv zur Spannung beiträgt.

Was ist dagegen geblieben? Die Mechanik der „Infektionskarten“ ist in Grundzügen identisch. Zwar sind die Karten nun angenehm groß (80 x 120 mm) und bieten Optionen, als alter Pandemie-Hase erkennt man deren Funktion sofort. Genau so die allgemeine Rundenstruktur: Führe 4+1 Aktionen mit deinen Helden aus, ziehe 2 Gefährtenkarten und decke „Infektionskarten“ entsprechend der aktuellen Bedrohung auf.

Innerhalb des Gefährtenstapels findet man wie üblich die Ereigniskarten. Die in diesem Fall extrem thematisch sind und sich oft an einprägsamen Szenen und Wendepunkten der Filme orientieren, beispielsweise dem Marsch der Ente.

Auch die „Epidemiekarten“ (hier „Der Himmel verfinstert sich-Karten“) sind mit von der Partie. Sie funktionieren allerdings ein wenig anders als im Original. Der brisante Punkt dort ist, dass die unterste Karte des Stapels gezogen wird und quasi als neuer Brandherd ins Spiel kommt, der die Spieler zwingt neu zu denken – für mich die Glanzleistung von Pandemie. Hier fällt diese „unterste Karte des Stapels“ weg, weil „Schicksal“ nicht so zufällig sein möchte. Die Schattenkarten geben ganz genau an, wo eine neue Ork-Armee aufgestellt wird. Da nie alle dieser Karten dieses Typs im Spiel sind, bieten sie also auch genügend Varianz.

Die Helden an sich sind wesentlich vielschichtiger als im Vorgänger, denn jeder von ihnen hat mindestens 2 individuelle Aktionen und erinnern daher eher an die voll entwickelten Charaktere in der Endphase eines Legacy-Ablegers. Dass man davon auch noch stetig zwei hat, ist ebenfalls ein Novum, welches das Spiel komplexer macht.

Fazit zu Herr der Ringe – Das Schicksal der Gemeinschaft

Das Schicksal der Gemeinschaft hat mich beeindruckt! Es ist der erste Kandidat in der Pandemie-Reihe, der es schaffen könnte gegen das Original zu bestehen.

Was das Spiel für mich aber vor allem auszeichnet, ist die Atmosphäre. Ich möchte fast sagen: Das Spiel fühlt sich an wie ein „Ringkrieg“ für einen Abend unter der Woche.

Neben dem Original ist dieser Titel bereits jetzt ein fester Bestandteil meiner Sammlung, da tut auch kein Abbruch, dass die Immersion etwas darunter leiden könnte, nicht nur einen Helden zu spielen.

Die Produktionsqualität rundet für mich das Gesamtpaket ab: In Zeiten von Plastik über Plastik und Boxen so groß, dass man ein eigenes Lager dafür bräuchte, kommt dieses Spiel mit einer angenehmen Schachtelgröße, nur einer Handvoll Token, einem bombastisch guten Würfelturm und sogar einer Packanleitung für Karten in Sleeves daher. Besser geht es kaum!

Kein Spiel ist für Jedermann. Ob Herr der Ringe – Das Schicksal der Gemeinschaft etwas für euch ist, entscheidet allein ihr.

Top-Test

Erfahre mehr über das Wertungssystem im Toptest.

1. Thema

Es steht „Herr der Ringe“ drauf und es ist auch „Herr der Ringe“ drin. Das Thema fühlt sich so stark an als wäre das Spiel drum herum erdacht worden. Für Koop-Spieler einen Blick definitiv wert, für Fans der Vorlage ein No-Brainer!

2. Material

Hochwertige Tokens, ein hochwertiger Würfelturm, der sogar ohne Leim sicher zusammenhält, dicke Karten, ein funktionales Insert, das den Namen verdient und sogar Karten in Sleeves sowie den Würfelturm berücksichtigt. Annehmbare 3D-Miniaturen für die Nazgûl. So muss ein modernes Brettspiel aussehen! Und wem die Truppen-Meeple zu klein sind, dem möchte ich mit auf den Weg geben: Eigentlich waren das mal Würfelchen und man muss sie auch nicht alle auf die Füße stellen. 🙂

3. Optik

Wow! Das Spiel ist wunderschön gestaltet. Vom Spielbrett über die Karten bis hin zu den Easter Eggs auf den Schaugrafiken. Überall findet sich Thematisches, jede Lücke ist gefüllt mit ikonischen Szenen aus der Geschichte, ohne überladen zu wirken. Ein richtiges Kunstwerk!

4. Setup

Der Aufbau von Pandemie-Spielen war schon immer ein wenig aufwändiger. Schon im Original musste man 9 Städte infizieren, je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedliche Stapel bilden, diese individuell mischen und aufeinanderlegen, um den Nachziehstapel zu bilden. Das ist nichts, was einen überfordert, aber es ist eben viel zu mischen und auszulegen. Das Schicksal der Gemeinschaft ist da nicht wirklich anders. Den Kritikpunkt, das Spielbrett sei unübersichtlich sehe ich zwar nicht, da es für mich sauber in die großen Regionen aufgeteilt ist. Und nach 2-3 Runden hat man auch die entlegensten Orte gefunden. Aber allein die Start-Platzierung der Truppen braucht schon ein paar Minuten. Hilfreich war da der Hinweis der Anleitung, wie viele Truppen später in den jeweiligen Vorräten neben dem Spielbrett übrig sein müssen. So kann man schnell überprüfen, ob noch irgendwo ein Meeple auf dem Spielbrett fehlt.

5. Spieleranzahl

Das Spiel lässt sich von 1 bis 5 Spielern spielen. Solo hat es einen sehr interessanten Mechanismus, in dem man 4 Helden nach einander spielen muss – also jeweils einen pro Zug – und quasi als 5. Helden Frodo dabei hat, für den man jede Runde nur 1 Aktion ausgeben darf. Eine spannendere Alternative!

Mit 5 Spielern hat das Spiel natürlich seine Längen… Es steigen mit jedem Spieler die Möglichkeiten und damit auch das Diskussionspotenzial. Zwar hat das Spiel durch die Menge an Helden und deren Aktionen eine geringere Anfälligkeit für Alpha-Spieler, aber es hätte auch kein Problem gegeben, das Spiel nur für 1-4 Spieler zuzulassen. Der Sweet-Spot dürfte bei 3 Spielern liegen.

Jedoch darf man nicht vergessen, dass sich die Charaktere alle nützlich anfühlen. Im Gegensatz zu Pandemie aber nicht immer nur namenlose Saubermann-Experten sind. Beispielsweise Gollum ist u.a. sehr stark, hat aber auch ein paar Fallstricke, die es zu beachten gilt (um nicht zu Spoilern). Es macht schon Spaß, die Möglichkeiten der verschiedenen Helden zu nutzen und Kombinationen zu finden, die einem das Leben leichter machen.

Dass die Helden im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr nur einen einzigen Nutzen/Usecase haben, sondern diverser eingesetzt werden können, bringt frischen Wind mit. So sind Merry und Pippin sowohl dafür gut, um Ringgeister von Frodo wegzulocken. Sie sind für ihn aber auch essenziell, um durch ihre lockere Art etwas Hoffnung zu schöpfen.

6. Zugänglichkeit

Sicherlich haben das proppenvolle Spielbrett und die thematischen Ortsnamen so ihre Tücken. Vor allem, wenn man nicht „vom Fach“ ist. Da verliert man schneller den roten Faden, als Frodo den Ring aufsetzen kann (was er übrigens tatsächlich im Spiel kann!). Allerdings legt sich das recht schnell. Natürlich hätte das Spiel auch ein größeres Spielfeld und größere Meeple vertragen können, aber so ist es zumindest zu beinahe jedem Tisch kompatibel.

Positiv ist zu nennen, dass das Spiel ebenfalls alles tut, um eine Einstiegshürde möglichst klein zu halten: Übersichtskarten für die Orte, tolle Spielhilfen für die Handlungsoptionen, Abbildungen des Spielmaterials (z.B. Helden-Figuren) neben dem Artwork, um sie besser zuordnen zu können, eine temporäre Ablage für die gezogenen Schattenkarten, um nicht mit deren Anzahl durcheinander zu kommen. Gemessen am Umfang dieses Spiels wurde da schon ein sehr guter Job gemacht.

So ein paar Details fehlen dann aber doch, z.B. was passiert, wenn der Stapel der Gemeinschaftskarten oder der Vorrat an Schattentruppen erschöpft sind – denn dann verliert man nicht einfach wie im normalen Pandemie, sondern muss Frodos Hoffnung pro nicht gezogener Karte/Figur um 1 senken. Das hat zwar fast denselben Effekt wie sofort zu verlieren, kann aber manchmal den so dringend nötigen letzten Spielerzug ermöglichen. Das Spiel ist komplex, aber es macht auch vieles richtig, um den Einstieg zu erleichtern.

7. Spieltiefe

Quasi 2 Spiele in einem – ein Hidden Movement-Spiel gegen die AI und ein taktisches Armeen-Spiel gegen dieselbige? Super! Mir machte es besonders viel Spaß, dass die Helden nun endlich interessanter sind als in den Vorgängern. Das liegt nicht nur daran, dass sie filmische Vorbilder haben, die Kopfkino entstehen lassen. Sondern dass sie mehr sind als „One hit wonders“ mit nur einer einzigen Funktion. Das zwingt mich zum nachdenken.

Zusätzlich kommen die „Wegezoll“-Regeln mit ins Spiel, die mich nicht einfach beliebig über die Karte stolpern lassen. Es gibt wesentlich mehr zu bedenken als in Pandemie, bei einem annähernd ähnlichen Regelkonstrukt. Gefällt mir sehr gut!

8. Spieldauer

Die Quintessenz von Punkt 7 beeinflusst auch Punkt 8: Das Spiel sollte definitiv länger dauern als ein Pandemie und ist wahrscheinlich auch anstrengender zu spielen, weil es mehr zu beachten gibt. Nun soll aber der Großvater nicht immer die Messlatte für den Enkel sein… Wichtig ist, ob das Spiel die gesamte Spieldauer über spannend bleibt. Und das tut es!

Die Fluffigkeit ist dann leider in voller Spielerzahl nicht mehr ganz gegeben, weil die Kooperation dann doch öfter in Diskussionen mündet, statt in Aktionen.

9. Downtime

Eigentlich gibt es keine Downtime bei Pandemie, weil jeder immer und überall mit den anderen Spielenden beratschlagen kann, darf und sollte. Stillere Naturen mögen das vielleicht nicht so, aber das ist eine eher individuelle Geschichte. Eigentlich gibt es immer etwas zu tun oder zu planen, sodass man stetig involviert ist.

10. Preis

Zur Zeit der Erstellung dieses Tests kostete das Spiel rund 69 €. Nicht wenig Geld, liegt aber ungefähr auf dem Niveau der Legacy-Ableger. Es kommt dafür aber mit riesig viel Varianz und tollem Material daher. Und es ist im Gegensatz zu Legacy-Spielen unendlich oft spielbar. Hier fühlt man sich definitiv nicht um sein Geld betrogen.

Ergebnis

Mit 44/50 Punkten erreicht Herr der Ringe – Das Schicksal der Gemeinschaft die Bewertung „Ausgezeichnet“!

Dieses Spiel ist von der Webseite Boardgamefan.de ausgezeichnet worden.
Dieses Spiel ist von der Webseite Boardgamefan.de ausgezeichnet worden.
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