Lese-Ansicht

MPSL: Komplexitätsstufen

Sarah hat sich wieder das MeeplePeopleSpieleLexikon unter den Arm gepackt. Diese Mal geht es in MPSL um Komplexitätsstufen und unsere (unbeholfenen) Versuche, diese mit Trennschärfe voneinander zu unterscheiden.


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Score! – in-game vs end-game scoring (Topic Discussion)

Imagine playing your very first indoor bowls game, but there is no jack. Everyone simply rolls a bowl towards an imaginary target. Somehow, your experienced opponent seems remarkably confident, while you try to copy what they do and hope for the best. At the end of the first end, someone reveals where the jack had been all along and awards the points accordingly. Then the second end goes in the same fashion, with a target that no one can see. Every end, you know how well you've done, but you never have any hope of getting better. Learning to bowl that way would feel practically impossible because every bowl would be complete guesswork. Surprisingly, some board games seem to want us to learn them in very much the same way.

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Borealis: Arctic Expeditions (Saturday Review)

Snow muffled every footstep until the only sounds were distant birds and the steady crunch beneath our boots. The silence stretched in every direction: left to right, ahead and behind, as well as all the way up into the thermosphere. We were far away from anywhere. Yet, we knew we were safe. As the darkness settled all around us, we could finally see it: the Borealis: Arctic Expeditions by Dariusz Mindur from Lucky Duck Games with art by Rodrigo Camilo Alves De Almeida, Kevin Sidharta, Inês Toczyska and Ariadna Żytniewska.

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O Dorra mio

Seit Jahren bastelt JäiDie an einer Spezialfolge über Stefan Dorra, einen seiner Lieblingsautoren. Als Studiogast für dieses Herzensprojekt konnte es nur einen geben: Chris Graeff von den Brettagogen.


Gemeinsam beleuchten sie Stefan Dorras Schaffen seit seinen Anfängen im Jahr 1992. Schneller als gedacht wird klar: Das Material reicht locker für mindestens eine weitere Folge!


In dieser Episode geht's los mit Stefan Dorras Erstlingswerk Razzia, und natürlich wartet auf Chris auch ein kleines Quiz.


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Back in Time – the draw of history in board games (Topic Discussion)

I never enjoyed history at school. I understood why it mattered as a subject, but learning names, dates and events off by rote simply didn’t work for me, no matter how hard I tried. Events were never taught in their chronological or geopolitical context. Things just didn’t make sense to me. So it seems ironic that historical board games are now one of my favourite genres. Of course, they’ve not made me any better at remembering names and dates, but they replaced my fear of history with a new curiosity that I hadn’t felt before. Horrible History To be clear: I never dreaded having history lessons because of my teachers. No, my fear came from somewhere else. Every new era of history introduced yet another collection of rulers, battles, dates and important events that I was expected to memorise. Learning those facts off by heart was just impossible for me. They always simply felt like a random collection of pieces of information that had nothing to hang them onto. So revising for history tests was always not just a terribly frustrating exercise, but often ended up in tears, because I realised that the further I fell behind, the harder things got. I often felt physically sick and had a tight knot in my chest when another exam was approaching. Somehow, history never felt like one very long connected story thread. Instead, it was just a giant jumble of disconnected facts that were supposed to fit together, but never really formed any sort of pattern for me. Of course, history is a hugely important subject. You don’t need to tell that to a German. Every war, political decision and social movement affected real people, families, communities and often, entire generations. Forgetting historic events means forgetting the people who experienced them, something…

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#66 Heute in Futur II

Anonyme Ludoholiker – Folge 66
Heute in Futur II

Nach den Messe- und Eventfolgen geht es diesmal wieder zurück an den heimischen Spieltisch. Tobi, Stefan und Stephan verfallen dabei diesmal das eine oder andere Mal ins Futur II – ob gewollt oder nicht, darüber lässt sich streiten.

Neben grammatikalischen Höchstleistungen stehen natürlich wieder die Spiele im Mittelpunkt. Diesmal sprechen die drei über Panda Spin, Wendepunkte, Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme – Das Stichspiel, Happy Holiday und Koi. Welche Titel werden überzeugt haben? Welche werden für Diskussionen gesorgt haben? Und welches Spiel wird am Ende den besten Eindruck hinterlassen haben?

Freut euch auf ehrliche Rezensionen, lockere Gespräche, und sprachliche Eskapaden.

👉 Welches dieser Spiele werdet ihr als Nächstes gespielt haben? Schreibt uns auf Instagram ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠@anonymeludoholiker⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ oder kommentiert bei Spotify/Apple Podcasts!


Die Spiele wurden uns als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt.

Wir gehen mit Rezensionsexemplaren transparent und verantwortungsvoll um. Wir freuen uns über die Möglichkeit, neue Spiele zu testen, und geben stets unsere ehrliche Meinung ab, unabhängig davon, ob das Spiel als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Dabei legen wir Wert auf Fairness und Objektivität – unser Fokus liegt immer darauf, unseren Zuhörern einen authentischen Eindruck des Spiels zu vermitteln.

(00:27) Begrüßung

(02:29) Österreichischer Spielepreis

(07:19) Panda Spin

(20:59) Wendepunkte

(29:10) Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme - Das Stichspiel

(39:58) Happy Holiday

(50:49) Koi

(62:56) Verabschiedung

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Risk It For A Biscuit (Saturday Review)

A small hand reaches into the tin, fingers excitedly hovering over the treats inside. The choice should be simple: take a biscuit, any biscuit. But no: two biscuits are better than one, and three better than two. Yet, if the little hand takes too long to make up its mind, the little burglar will be discovered. Well, it's time to Risk It For A Biscuit by Jessica Metheringham from Dissent Games.

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Undaunted 2200: Kallisto


Als im Jahre 2008 das Spiel Pandemic (damals noch Pandemie) erschien, hätte wohl niemand gedacht, dass sich hier nicht einfach nur ein Spiel, sondern ein ganzes Spielsystem entwickelt, dass unzählige Ableger nach sich zog und aktuell in dem wirklich genialen „Schicksal der Gemeinschaft“ gipfelt. Ähnlich dürfte es bei dem 11 Jahre später erschienen Undaunted der Fall sein – auch wenn es hiervon bisher deutlich weniger Ableger gibt und die Reihe deutlich weniger Aufmerksamkeit genießt, als die erstgenannte. Das mag vermutlich auch am bisherigen Setting des Zweiten Weltkriegs liegen, vielleicht aber auch daran, dass man hier nicht kooperativ sondern ganz klassisch konfrontativ spielt und es bisher auch keinen Solomodus gab. Vielleicht. Kallisto strengt sich jedenfalls an, diese Punkte zu ändern.

Auf meinen Spieleesstisch hat es die Reihe bisher auch nicht geschafft. Mit dem Start ins Weltall, kam mit Undaunted 2200: Kallisto nun aber doch endlich mal ein Ableger zu mir und hatte es anfangs trotzdem ein wenig schwer. Nach dem Eintrudeln zog ich die Folie ab und stellte fest, dass in der großen Box tatsächlich außer den großen Spielplänen, ein paar Standees (mit Inlay!?) und ein paar Karten und Token eigentlich gar nicht viel drin ist. Im Kopf die Rezensionen der Vorgänger, dass das Undaunted-System ja eigentlich simpel ist, schlug ich die Anleitung auf und…war erstmal etwas ernüchtert. Ich kann gar nicht sagen warum, aber ich konnte irgendwie keinen Zugang zum Spiel finden. Nicht falsch verstehen, die Anleitung ist nicht schlecht – aber es wirkte eher wie die Anleitung zu einem Tabletop als zu einem Brettspiel und vermittelte mir kein „Gefühl“ für das Spiel – was ich normalerweise beim Lesen einer Anleitung bekomme.


Gleichzeitig reizte mich das Spiel dann aber doch. Und so las ich die Anleitung bestimmt noch zwei Mal und stellte immer noch fest, dass ich das niemandem erklären kann. Und das, obwohl der eigentliche Spielablauf auf eine Seite der Anleitung passt. Also spielte ich eine Partie gegen mich selbst – und schon nach zwei Zügen fiel der Groschen und mir wurde klar, was mir die Anleitung eigentlich sagen will. Und ja, man kann das Spiel eben nicht richtig erklären, wenn man nicht auf Höhenunterschiede und Sichtlinien und Reichweiten eingeht – aber eigentlich ist es am Ende deutlich einfacher, als es in der Anleitung auf den ersten Blick wirkt. Dann folgten Partien gegen echte Menschen und auch Solo-Partien und - ohne zu viel vom Fazit vorweg nehmen zu wollen – verstehe ich nun, warum die Undaunted-Reihe durchaus viele Fans hat. Für alle, die ebenfalls noch nie ein Undaunted auf dem Tisch hatten, mal ein wirklich kurzer Regelabriss, ohne auf die Besonderheiten von Brücken etc. einzugehen. Wer das System kennt, überspringt die nächsten zwei Absätze gerne.


Im Kern spielen wir Schach mit vorgegebenen Startszenarien und in Kombination mit einem Deckbuilder: Jede Seite besitzt unterschiedliche Einheiten, die wie im jeweiligen Szenario beschrieben auf dem jeweiligen Spielplan (jedes Szenario hat einen eigenen!) aufgestellt werden. Für jeden Einheitentyp haben wir bereits Karten in unserem Startdeck sowie in unserer persönlichen Marktauslage (beides ebenfalls vom Szenario vorgegeben). Auf den Karten steht neben dem zugehörigen Einheitentyp immer auch die Aktionsmöglichkeiten, die dieser Typ mit dieser Karte ausführen kann. Es gibt insgesamt 12 verschiedene Aktionsmöglichkeiten im Spiel und jeder Einheitentyp kann davon grundsätzlich immer nur eine bestimmte Auswahl – diese wird nochmal durch die Karten beschränkt, da auf einer Karte in der Regel nur 2 bis max. 4 mögliche Aktionen stehen. Zu diesen Aktionen gehören Bewegen, Erkunden (ich darf mich nur in erkundete Gebiete bewegen!), Karten „kaufen“ oder eben Angreifen. Spiele ich eine Karte aus, muss ich sagen auf welche konkrete Einheit dieses Typs ich mich auf dem Spielfeld beziehe (mitunter hat man von einem Einheitentyp mehrere Einheiten auf dem Feld) und welche der abgedruckten Aktionen sie ausführen soll. Denn ich kann immer nur eine der Aktionen ausführen und lege die Karte dann vor mir aus und mein Gegenüber ist dann an der Reihe. So spielen wir Karte um Karte von unserer Hand, bis beide Seiten nicht mehr können oder wollen. Die restlichen Handkarten werden abgeworfen und es beginnt eine neue Runde. Gespielt wird, bis eine Seite die Siegbedingung des Szenarios erfüllt hat. In der Regel ist diese, eine bestimmte Anzahl an Regionen zu besetzen und/oder eine bestimmte Anzahl feindlicher Einheiten zu eliminieren.

Und so bewegen wir unsere Einheiten - die meisten davon in der Form von einfachen Token – was ich hier tatsächlich eine sehr gute Designentscheidung finde, da (unbemalte) Miniaturen die Übersicht zerstört hätten - auf dem Plan, lassen sie kämpfen und versuchen mit ganz viel Strategie und Taktik das Ziel zu erfüllen. Und Möglichkeiten zum Taktieren gibt es viele. Besiegte Einheiten kommen nämlich nicht zurück ins Spiel. Habe ich also meinem Gegenüber alle Einheiten eines Typs zerstört, muss er oder sie sämtliche Karten dieses Typs entsorgen – hat also weniger Karten im Deck. Gleichzeitig gibt es „Müllkarten“, die das eigene Deck blockieren und die zwar auch mit einer Aktion aussortiert werden können – aber eben nur von bestimmten Einheitentypen. Geschickt angestellt ist es also möglich, das Gegenüber faktisch handlungsunfähig zu machen. Das ist aber nur ein Beispiel für die vielen Möglichkeiten, die das System bietet.


Zusammenfassend ist Undaunted 2200: Kallisto in meinen Augen ein wirklich gutes Spiel, dass mir unfassbar viel Spaß macht und das ich immer gerne auf den Tisch bekomme. Förderlich ist hier auch die knackige Spielzeit, da es sich locker in 45 Minuten spielen lässt, sofern beide Seiten die Regeln kennen. Die größte Hürde beim Einstieg ist tatsächlich das Kennen und Auseinanderhalten der 12 unterschiedlichen Aktionsmöglichkeiten. Diese spielen sich aber nach 2-3 Partien gut ein. Auch der Solomodus ist wirklich gut durchdacht und funktioniert bestens. Lediglich den 4-Spielenden-Modus habe ich nicht getestet, da ich hierin ehrlicherweise keinen Mehrwert gesehen habe und das Spiel auch außerhalb des direkten Duells und des Solomodus nicht sehe. Zu viert hat jede/r am Tisch nur eine Hälfte einer Seite unter Kontrolle mit einem halben Markt – und in Summe vom Anschein her auch nur den halben Spaß, da man gar nicht so gut taktieren und auch bluffen kann, wie im direkten Duell. Davon abgesehen bin ich nun auf den schon in den Startlöchern stehenden Nachfolger gespannt und freu mich auf die „Revolution“.

 

 

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Undaunted 2200: Kallisto von Trevor Benjamin und David Thompson
Erschienen bei Grimspire
Für 1 - 4 Spielende in 45 bis 60 Minuten ab 14 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Grimspire)
*es handelt sich um einen Affiliate-Link. Für Euch entstehen keine zusätzlichen Kosten, wir erhalten eine kleine Provision.

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Navoria + Die vergessenen Lande


Ist es denn möglich, dass etwas gleichermaßen unter dem Radar fliegt und trotzdem für Aufruhr sorgt? Was auf den ersten Blick widersprüchlich zu sein scheint, hat Navoria aber geschafft. Denn wenn man sich mal im Netz zum Spiel umschaut, liest man von vielen Vielspielenden, dass es ja aussieht wie Root, aber sich gar nicht so spielt – und bekommt also viele enttäuschte Erwartungen mit. Tatsächlich wurde hier nie mit Root geworben, sondern wir bekommen ein astreines Kennerspiel, das aber eben bei denjenigen, die gerne auch mal keine Expertenspiele spielen, scheinbar keine große Rolle spielte. Zu Recht?


Gehen wir dem doch mal auf den Grund – und ziehen der Vollständigkeit halber auch direkt die Erweiterung „Die vergessenen Lande“ in Betracht. Beginnen wir aber mit dem Hauptspiel. Und eins muss ich direkt sagen: Lustigerweise hat Strohmann Games direkt zwei Spiele auf den Markt gebracht, in denen es „Wesenskarten“ gibt. Neben Navoria noch die Wundersamen Wesen. Und tatsächlich lassen sich beide Spiele vom Spielgefühl her auch ein wenig vergleichen. Und ohne jetzt meine Meinung zu sehr einzustreuen kann ich vielleicht schon an dieser Stelle sagen, dass Navoria doch ein ganzes Stück „einfacher“ bzw. familienfreundlicher ist, als es die Wundersamen Wesen sind.


So. Nun aber genug vom Vorgeplänkel. Auf zum Spiel: Gespielt wird in drei Runden mit je vier Phasen. Zuerst draften wir reihum eine Reihe von Karten aus der Auslage. Dies läuft über ein ganz nettes System. Es gibt fünf verschiedene Kartenarten mit je eigener Farbe, eigenem Symbol und eigener Fähigkeitsart und je Art liegen 3 Karten offen aus. In einem Beutel liegen Holzmarker für alle fünf Kategorien. Bin ich dran, ziehe ich zwei dieser Marker und wähle denjenigen aus, aus dessen Kategorie ich eine Karte draften möchte. Den anderen Marker lege ich auf die Hauptstadt. Alternativ kann ich auch Marker von der Hauptstadt nehmen, wenn dort Marker liegen und von der entsprechenden Reihe draften. Nehme ich eine Karte, darf ich deren Soforteffekte auch direkt ausführen. Die Marker legen wir dabei immer auf die jeweiligen Stapel. Das machen wir reihum, bis jeder 4 bzw. 3 Karten (je nach Spielendenanzahl) genommen hat. Dann räumen wir alle in der Hauptstadt liegenden Marker ab und es beginnt Phase 2 in umgekehrter Spielenden-Reihenfolge: Wer dran ist, nimmt sich einen Marker und platziert ihn auf der Landkarte und bekommt die jeweils dort abgebildeten Boni. Auch das machen wir reihum, bis alle Marker verteilt sind. Dann wird gewertet und aufgeräumt und die nächste Runde beginnt oder eben die Schlusswertung erfolgt.


Zu den Effekten der Karten aber auch der Landkarte gehören: Ressourcen nehmen, Schritte auf einer der drei Leisten weitergehen (an deren Ende jeweils Siegpunkte warten), Stützpunkte auf den Leisten bauen oder Sonderpunkte für die Zwischen-/Endwertung erhalten. Hier kommt nun auch unser Playerboard ins Spiel: Dort haben wir drei Spalten mit je drei Stützpunkten. Jede Spalte ist einer der drei Leisten auf dem Spielplan zugeordnet und benötigt eine bestimmte Ressourcenkombination, um Belohnungen (Siegpunkte oder Schritte auf einer Leiste) zu triggern. Jeder gebaute Stützpunkt schaltet zudem weitere Boni frei. Bekomme ich Ressourcen, muss ich diese aber immer auf die Spalten aufteilen. In den Zwischenwertungen werte ich dann auf den Leisten erreichte Fahnen multipliziert mit meinen rosa Karten und gesammelte Speziessymbole (es gibt vier verschiedene) mit den blauen Karten (wobei manche Karten auch doppelte Punkte bringen). Bei der Schlusswertung gibt es dann Punkte für gebaute Stützpunkte je Leiste, multipliziert mit den entsprechenden Karten, die man gesammelt hat. Habe ich von einem Speziessymbol fünf Stück, schalte ich zudem die entsprechende Sonderwertung am Spielende frei. Diese Sonderwertungen werden zu Beginn des Spiels zufällig verteilt und bringen z.B. Sonderpunkte für gesammelte grüne Karten. In der letzten Phase je Runde tauschen wir übrige Karten aus der Auslage aus, setzen uns auf allen Leisten wieder zum letzten eigenen Stützpunkt zurück (oder auch vor) und werfen alle Scheiben in den Beutel zurück.

Und das war’s auch schon. Mechanisch gesprochen draften wir Karten, dann draften wir Worker und alles um auf Leisten zu laufen und Setcollecting zu betreiben. Das ist kein Hirnzwirbler, und schon gar kein Expertenspiel, sondern spielt sich eigentlich echt fluffig-leicht in einer Stunde weg. Durch das Ziehen der Marker aus dem Beutel kommt ein gewisser Glücksfaktor ins Spiel und das Startspielerproblem wird durch die umgekehrte Reihenfolge beim Arbeitereinsetzen schnell neutralisiert. Taktik und Planung sind möglich. Unterm Strich also ein wirklich rundes und schönes Familien-Kennerspiel. Ich mag Navoria und auch unsere 10jährige hat Spaß daran, wobei sich nach einigen Partien durchaus ziemlich klar zeigt, welche Strategien erfolgversprechender sind als andere. Oder anders formuliert: Es spielt sich dann doch recht bald „durch“.


Und da kommt nun die Erweiterung ins Spiel. Sie führt zum einen eine neue Kartenart ein: immer zweifarbig (zählen also unter Umständen bei der Schlusswertung doppelt), aber ohne Spezies. Dafür mit teilweise ordentlichen Belohnungen. Um an diese zu kommen, brauche ich einen der neuen Lupe-Marker, die natürlich auch in den Beutel kommen. Und da es für die Lupen bislang kein Worker-Feld gab, gibt es nun natürlich eine neue Insel mit den namensgebenden verlorenen Landen, die wir als Auflage auf das Spielbrett legen. Die neuen Worker-Felder bringen uns die neue Ressource Pergamente ein. Diese brauche ich, um meine Fähigkeiten auf meiner neuen Fähigkeitstafel zu nutzen. Diese Tafeln bekommen wir nun zu Spielbeginn und sie bringen gemeinsam mit den Gildentafeln (diese bringen unterschiedliche Startboni) ein wenig Asymmetrie ins Spiel. Zu den Fähigkeit zählt bspw. das Tauschen einer meiner Karten mit einer aus der Auslage, um meine Sets zu Verbessern oder eine Gratisressource. Und gebe ich meine Pergamente nicht aus, bekomme ich pro Stück am Ende Bonuspunkte. Außerdem werden durch die Erweiterung auch die Pfade angepasst. Einerseits liegt nun auf dem letzten Feld jeder Leiste ein Speziesmarker, der als zusätzliches Symbol für die Wertung gilt. Außerdem gibt es nun Plättchen für die Wertung der Pfade, also variable Belohnungen für die Personen, die pro Runde am weitesten gekommen sind. Dazu gesellen sich Zielkarten, von denen ich pro Partie drei aufdecke – also für jede Spielrunde eine. Die Karte pro Runde zeigt an, wofür es am Ende einer Runde Bonuspunkte gibt. Obendrauf gibt es noch das Material für eine fünfte mitspielende Person und eine Solomodus mit eigenem Material und einer kleinen Kampagne, die aus 5 Kapiteln (= Partien) besteht und in deren Verlauf sich die Spielregeln immer ein wenig ändern.


Ob diese Erweiterung nun wirklich ein „Must-Have“ ist, ist tatsächlich davon abhängig, wie man Navoria spielen möchte. Mit den (nicht zu kleinen) Kids hat man bereits im Grundspiel viel Spaß und kann einige Partien spielen. Die Erweiterung macht das Spiel durchaus „kennermäßiger“, bringt ein wenig mehr Komplexität und größere Entscheidungsvielfalt hinein. Und auch das mag ich sehr. Den Solomodus habe ich nicht ausprobiert, er wirkt aber durchaus auch schön gestaltet und bringt kaum Extraregeln, die man beachten muss (1 Seite in der Anleitung + Kleine Kästen bei den Kapiteln). Für mich persönlich rundet die Erweiterung das ganz nette Grundspiel sehr gut ab und ich persönlich möchte es auch nicht mehr ohne sie spielen, eben weil hierdurch etwas mehr Entscheidungsvielfalt ins Spiel gelangt. Dabei bleibt es aber im Kern auf seichtem Kennerniveau und spielt sich auch weiterhin fluffig-leicht.
 

 

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Navoria und Navoria: Die vergessenen Lande von Meng Chunlin
Erschienen bei Strohmann Games
Für 2 - 4 bzw. 1 - 5 Spielende in 40 bis 80 Minuten ab 12 Jahren
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Was macht eigentlich Bruno?

Sandra ist da - und ein für sie auf die Zunge geschneidertes Format.

In "Was macht eigentlich Bruno" schauen wir über die Grenzen in französischsprechende Länder und suchen nach Perlen, von denen wir uns wünschen, dass sie nach Deutschland kommen.


In unserem heutigen 3-Gänge-Menü sprechen wir über Moustache, Viva Catrina und Amarok. Außerdem bekommen wir Infos zum luxemburgischen Spielepreis Bistrospill.



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Tabletop Democracy – what board games can teach us about democracy (Topic Discussion)

At a time when many people feel democratic culture is under strain, it is worth looking at our own everyday behaviours that allow democracy to function. Elections, laws and political institutions are all important, but democracy also depends on how people treat one another every day. Listening to different opinions, accepting compromise, respecting agreed-upon rules and recognising opponents as people rather than enemies are all part of a healthy democracy. Maybe unsurprisingly, board games are a place to look for those values. I mean, the simple act of sitting down together to play a game, following the same rules and taking on a role, is an opportunity to act out democratic values.

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bt288 Brettspielsommer 2026

Shownotes
Alexandra Kemmerer (Brettspielhamster, Spielkulturerbe) und Sonja Domke (Brettspielpoesie) plaudern über den Brettspielsommer 2026 mit den zwei großen Highlights der BerlinCon und der Spiel des Jahres-Verleihung.

Datum der Aufnahme: 25.07.2026
Online seit: 26.07.2026

Feedback
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Intro/Outro
Epic Song by BoxCat Games

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Take Cat (Saturday Review)

You put down a bowl of soft food, and moments later, you hear the jingle of her collar. Here she comes! First, she pauses at the conservatory door and watches you for a while. You eagerly point at the wonderfully fresh food, enticing her to come in and eat. She turns away to look out into her domain, our back garden. Eventually, she strolls over - in her own time. Of course, whether she's ready for her lunch, when she eats, or indeed, where she eats, is all her own choice. As her pet dad, you just Take Cat by Gareth Edwards from Gibsons with art by Juliana Eigner.

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Oh my Weltall mit Chris

Rezensionen mit Chris

Chris und Oli haben im Regal gekramt. Sie haben zwei Spiele hervorgezaubert, die sie trotz ihres Alters immer noch sehr schätzen.

Die Wahl fiel auf Oh my Goods und Wildes Weltall.

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Kaleidoscopic Games – the history of colours in board games (Topic Discussion)

Colour is one of the first things I notice when opening a new board game. Bright player pieces, colourful resources and beautiful illustrations immediately grab my attention. Colours tell me where to look and how the game is organised. Yet, like around 1% of men, I have protanomaly, a mild form of red-green colour vision deficiency. I often see pink or purple flowers as blue, and when driving in fog, I see a car's rear red lights much later than other people. So I appreciate it when I can rely on something other than colour to tell me what I am looking at. In this article, I want to explore a century's worth of board game history and look at how colour-vision considerations have changed over time.

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Vantage (Saturday Review)

The escape pod rattles violently as it tears through the atmosphere, before the noise suddenly fades away. A rough landing throws you against the restraints, leaving only silence until the hatch finally creaks open and fresh air rushes in with a long hiss. After you take off your helmet, you can smell unfamiliar scents. As you climb out of the pod, you can see a landscape unlike anything you have ever seen before. There are giant mountains that disappear into the clouds, strange plants that sway gently in the breeze, and countless mysteries that are waiting to be uncovered. You notice that you crashed high on a lonely hill, giving you a really good Vantage by Jamey Stegmaier from Stonemaier Games with art by Valentina Filic, Sören Meding and Emilien Rotival.

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