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Luxembourg hospitality industry’s drive to get board games into cafés names Pili Pili its 2026 winner

30. September 2026 um 16:43

Luxembourg’s hospitality industry has named trick-taker Pili Pili as its board game of the year, continuing an eight-year initiative aimed at getting modern hobby games onto the tables of cafés, bars and restaurants.

Rather than solely recognising the best game of the year, the Bistrospill award is designed to encourage hospitality businesses to offer games for their customers to play, with the aim of reviving a tradition of cafés and bistros as spaces “buzzing with social life, where bonds were forged over a game of cards or dice”.

Bistrospill been run since 2018 by Horesca, Luxembourg’s association of hotels, restaurants and cafés, alongside the country’s biggest board game club Spillfabrik.

Horesca, which represents about 2,900 businesses, said it wants to re-establish tabletop gaming as a “vibrant part” of Luxembourg’s hospitality culture, harking back to the popularity of trick-taking games such as Whist and Belote in the 19th and early 20th century.

The organisation has persuaded cafés and bars to hold gaming afternoons and evenings, while participating businesses have been offered kits including posters, simplified rules, printed beer mats and suggestions for activities.

Its latest material also encourages hospitality businesses to keep a small selection of games available to customers, arguing that venues do not need to become dedicated board game cafés, and that a small shelf or clearly identified box of carefully chosen titles can be enough.

Spillfabrik is responsible for preselecting games suited to the bistro environment as part of the initiative, focusing on titles which are easy to explain, compact enough for café tables, playable by several people and sufficiently interactive to work in a social setting.

Publishers submitted 76 games for this year’s Bistrospill, with Spillfabrik whittling those down to five finalists – Udo Peise’s design Auf die Eier, Kei Kajino’s dnup, Antoine Bauza and Théo Rivière’s design Oh My Socks! and Sneaky, by Jannik Walter, as well as eventual winner Pili Pili.

The Bistrospill finalists for 2026

Pili Pili was created by Ben B and Jean-Baptiste de Ghellinck, the founders of French party game publisher ATM Gaming – which was acquired by board game giant Asmodee earlier this year in a deal worth up to €250m.

Players predict how many tricks they will take each round, receiving penalties if they miss their target, while mission cards alter the rules as the game progresses.

The game’s roughly 20-minute playtime, compact card-based format and simple rules were among the elements highlighted by Bistrospill organisers as making Pili Pili particularly suited to cafés and bars.

Previous Bistrospill winners have included Illusion, Calavera, Pearls, Hula-Hoo!, Split It, Trio, Quando and last year’s victor Flip 7.

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Asmodee übernimmt Flip-and-Write-Reihe Welcome To... von Blue Cocker

03. September 2026 um 15:24
Asmodee übernimmt Flip-and-Write-Reihe Welcome To... von Blue Cocker

Asmodee übernimmt die komplette Welcome-To-Reihe, Marke und geistiges Eigentum, vom französischen Verlag Blue Cocker. Der Konzern setzt damit seine im November 2024 angekündigte Übernahmestrategie fort, für die er nach eigenen Angaben eine Pipeline von mehr als 20 möglichen Zielen aufgebaut hat. Finanzielle Details zur Transaktion nannten beide Seiten nicht. Das berichtet das Fachportal BoardGameWire.

Welcome To... geht auf Benoit Turpins Durchbruchsspiel „Welcome to Your Perfect Home“ von 2018 zurück und gilt als Wegbereiter des Flip-and-Write-Genres: Statt eines Würfelwurfs teilen sich alle Mitspielenden dieselben aufgedeckten Karten und tragen ihre Wahl gleichzeitig ein. Die Reihe wuchs seither um die eigenständigen Fortsetzungen „Welcome to the Moon“ und „Welcome to New Las Vegas“ und verkaufte sich nach Angaben von BoardGameWire mehrere hunderttausend Mal. Allein auf der Plattform Board Game Arena kommt die Serie auf mehr als 3 Millionen gespielte Partien und im Schnitt über 3.000 individuelle Spielende pro Tag. Auf Deutsch erscheint die Reihe bei Pegasus Spiele.

Teil einer größeren Einkaufstour

Welcome To... reiht sich in eine Serie von Zukäufen ein, mit denen Asmodee seine 2024 angekündigte Rückkehr zur aktiven Übernahmepolitik untermauert. 2025 sicherte sich der Konzern bereits Zombicide und Cthulhu: Death May Die vom finanziell angeschlagenen Verlag CMON. In diesem Jahr kamen die bis zu 250 Millionen Euro schwere Übernahme von ATM Gaming, der Kauf von Sheriff of Nottingham und des Verlags Japon Brand von CMON, der Erwerb von Time’s Up! vom Verlag R&R Games sowie die restlichen 45 Prozent an Exploding Kittens hinzu, über dessen bisherige Chefin Carly McGinnis Würfelreich zuletzt berichtete. Konzernchef Thomas Kœgler hatte bei der Ankündigung der Strategie gesagt, man kenne viele der Übernahmeziele durch bestehende Geschäftsbeziehungen bereits „in- und auswendig“ (übersetztes Zitat, Auszug).

Finanziell hat Asmodee für weitere Zukäufe Spielraum: Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr bis Ende März um 23 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte um rund 25 Prozent auf 285,4 Millionen Euro zu. Die Nettoverschuldung lag zum Ende Juni beim 1,6-Fachen des bereinigten EBITDA, unter Einbeziehung laufender Übernahmeverpflichtungen beim 1,7-Fachen, deutlich unter der selbst gesteckten Grenze vom 2,5-Fachen und niedriger als ein Jahr zuvor.

Von der Garage zum Fünf-Personen-Verlag

Blue Cocker wurde 2013 vom ehemaligen Luftfahrtingenieur Alain Balay gegründet. Der Erfolg von Welcome To... erlaubte es dem zunächst als Ein-Personen-Betrieb geführten Verlag, bis 2019 auf fünf Beschäftigte zu wachsen, wie Balay der französischen Zeitung La Gazette du Midi sagte. Sein Exportanteil sei damals auf 60 Prozent des Umsatzes gestiegen, angesichts globaler wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten aber inzwischen auf rund 10 Prozent gefallen. Neben der Welcome-To-Reihe verlegt Blue Cocker unter anderem Medieval Academy (2014), Meeple War (2016), The Last Droids (2025) und das Wirtschafts-Deckbuilding-Spiel SAN als Haupttitel des laufenden Jahres.

Asmodees Bereichsleiter Mathieu Aubert sieht in der Übernahme mehr als nur eine starke Marke fürs eigene Portfolio: „Wir sehen großes Potenzial, das Welcome-To-Universum zu erweitern, und das Team hat bereits viele Ideen, um das umzusetzen. Ich freue mich darauf, im kommenden Monat mehr über unsere Projekte zu berichten“ (übersetztes Zitat). Asmodees SVP Tabletop Games, Benoit Clerc, würdigte die Reihe als „Meilenstein des modernen Brettspiels, der elegantes Spieldesign mit außergewöhnlicher Zugänglichkeit verbindet“ (übersetztes Zitat).

Balay selbst zeigte sich zuversichtlich: „Wir sind unglaublich stolz auf alles, was Welcome To... in den vergangenen Jahren erreicht hat, und sind zuversichtlich, dass Asmodee die Marke nun weiterträgt und noch mehr Menschen weltweit damit erreicht“ (übersetztes Zitat). Wie genau sich die Reihe unter dem neuen Dach weiterentwickelt, will Asmodee nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen genauer vorstellen.

Asmodee: Carly McGinnis wird neue Verlagschefin

28. August 2026 um 14:55
Asmodee: Carly McGinnis wird neue Verlagschefin

Asmodee macht Carly McGinnis, bisherige Chefin von Exploding Kittens, zur neuen Chief Product Officer und EVP Publishing des Konzerns. Sie übernimmt damit ein Markenportfolio, zu dem Catan, Ticket to Ride, 7 Wonders und Dobble/Spot It gehören, und tritt die Nachfolge von Jean-Sébastien de Barros an, der das Unternehmen nach fast einem Jahrzehnt verlässt. Das berichtet das Fachportal BoardGameWire.

McGinnis berichtet künftig direkt an Asmodee-Chef Thomas Kœgler und rückt ins Executive Management Team auf. Als Chief Product Officer verantwortet sie laut der vor dem Börsengang veröffentlichten Organisationsstruktur die Studios des Konzerns, Franchise-Entwicklung, Lizenzen und Studio-Marketing.

Vom Kickstarter-Erfolg zur Konzernspitze

McGinnis kam 2015 zu Exploding Kittens, im selben Jahr, in dem das gleichnamige Kartenspiel knapp 8,8 Millionen Dollar auf Kickstarter einsammelte. 2019 wurde sie Chief Operating Officer, 2022 Präsidentin, vor einem Jahr schließlich CEO. Unter ihrer Beteiligung wuchs die Marke nach eigenen Angaben auf mehr als 60 Millionen verkaufte Spiele und expandierte über eine Kooperation mit Netflix in mobile Spiele und eine Animationsserie, bei der McGinnis als Co-Executive-Producerin mitwirkte.

„Ich habe das vergangene Jahrzehnt damit verbracht, Exploding Kittens von einem einzelnen Spiel zu einem globalen Unternehmen aufzubauen, und ich freue mich, das Gelernte in das breitere Asmodee-Portfolio einzubringen“, wird McGinnis zu ihrer neuen Rolle zitiert (übersetztes Zitat). Sie sehe eine große Chance, auf den bestehenden Stärken aufzubauen, neue Spiele zu entwickeln und zugleich in Marken zu investieren, die über Jahrzehnte wachsen könnten.

Eigenes Verlagsgeschäft hinkt der Distribution hinterher

Der Wechsel fällt in eine Phase, in der Asmodees eigenes Verlagsgeschäft hinter der Distribution zurückbleibt. Im Geschäftsjahr bis Ende März stieg der Konzernumsatz um 23 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro, mehr als 72 Prozent davon aus der Distribution fremder Spiele. Die Umsätze der eigenen Spiele sanken im selben Zeitraum um 5,8 Prozent. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, April bis Juni, drehte die Kurve leicht ins Plus: Die eigenen Spiele wuchsen um 1,8 Prozent, während der Brettspielmarkt insgesamt um 16 Prozent zulegte.

Kœgler würdigte in einer Mitteilung auch de Barros, der 2017 zu Asmodee kam und den Posten der Chief Product Officer 2024 übernahm. Er habe mit einem „strategischen und strukturierten Ansatz“ starke funktionsübergreifende Teams aufgebaut und unter anderem den Start des bislang größten Sammelkartenspiels von Asmodee, Star Wars: Unlimited, verantwortet (übersetztes Zitat).

Weitere Personalwechsel bei Asmodee in diesem Jahr

McGinnis' Berufung reiht sich in eine Serie von Führungswechseln bei Asmodee in diesem Jahr ein. Im April zog sich Mitgründer Philippe Mouret aus seiner Führungsrolle zurück, Julia Marcelin übernahm die Verantwortung für fünf Studios, während Catan-Studio-Chef Pete Fenlon die Leitung an den früheren Spin-Master-Manager Mike Bisogno abgab. Bereits im November 2025 übergab COO Steve Buckmaster nach fast 24 Jahren das globale Distributionsgeschäft an seine Stellvertreterin Marjolein Lubberman, im vergangenen Jahr kam mit David Preti ein früherer CMON-COO für den Aufbau der Crowdfunding- und Miniaturen-Sparte hinzu.

Wer künftig Exploding Kittens als CEO leiten wird, hat Asmodee noch nicht bekanntgegeben. Der Zeitpunkt der Berufung dürfte kein Zufall sein: Der Konzern treibt mit der bis zu 250 Millionen Euro schweren Übernahme des französischen Partyspiel-Verlags ATM Gaming und dem neuen Partyspiel-Studio Moodbox Games gerade den Ausbau seines Social-Games-Geschäfts voran, einer Kategorie, in der Exploding Kittens bislang zu den stärksten Marken im Konzern zählte. Asmodee rechnet in diesem Segment mit einem jährlichen Wachstum von 4 bis 8 Prozent zwischen 2025 und 2030, verglichen mit rund 4 Prozent für den Brettspielmarkt insgesamt.

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