Golden Meeple
» 09|25 2026 Discordia Review at Boardgamegeek by Mohamad Sobn (EN).
» 25.09.2026 Discordia Rezension auf Boardgamegeek von Mohamad Sobn (EN).
Werbung in eigener Sache: Würfelreich gehört zum Digitmedia-Netzwerk, das auch SpielBuddy entwickelt. Dieser Beitrag stellt ein Produkt aus dem eigenen Haus vor.
SpielBuddy ist ein Projekt aus dem eigenen Haus: Digitmedia hat die kostenlose Plattform für Brettspielsammlungen und Spielegruppen ursprünglich aus privatem Interesse entwickelt, um eigene Spieletermine zu verwalten und zu finden. Sie ist verfügbar als Website und als App für iOS und Android, auf Deutsch und Englisch nutzbar, und läuft komplett ohne Kosten oder Bezahlstufen: Es gibt keine Premium-Version und keine versteckten Kosten. Der Einstieg läuft in drei Schritten: kostenloses Konto anlegen, die eigene BoardGameGeek-Sammlung importieren oder Spiele manuell anlegen, danach Freunde einladen und den ersten Spieleabend planen.
Digitmedia positioniert die App breit: Zielgruppe sind sowohl Vielspielende und Sammelnde als auch Familien, Gelegenheitsspielende und feste Spielgruppen mit regelmäßigen Treffen, weshalb sich die App nicht an ein einzelnes Segment der Szene richtet. Im App Store ist SpielBuddy in der Kategorie Soziale Netzwerke mit einer Altersfreigabe ab 9 Jahren gelistet.
Wer bereits eine Sammlung auf BoardGameGeek pflegt, kann sie über den eigenen BGG-Nutzernamen importieren: SpielBuddy synchronisiert die Sammlung dann automatisch, inklusive Bewertungen und Spielerzahlen. Ein BGG-Konto ist dafür aber nicht zwingend nötig. Spiele lassen sich auch manuell hinzufügen, ohne Einschränkung bei den übrigen Funktionen. Die App greift auf eine Datenbank von über 130.000 Brettspielen zu.
Jede Spieldetailseite zeigt Spielerzahl, Spieldauer, Komplexität und Community-Bewertung, dazu einen Preisvergleich über mehrere deutsche Brettspiel-Shops, darunter Fantasywelt, Milan Spiele und Spiele-Offensive. Ergänzend listet die App die aktuellen BGG-Top-100- und Hotness-Ranglisten sowie interaktive Punkterechner für beliebte Spiele.
Wer keine der beiden Apps installieren will, kann SpielBuddy auch vollständig über die für mobile Geräte optimierte Website nutzen, inklusive Push-Benachrichtigungen im Browser.
In Spielegruppen führt SpielBuddy die Sammlungen aller Mitglieder in einer gemeinsamen Bibliothek zusammen. Dazu kommen eigene Kanäle und ein Schwarzes Brett innerhalb der Gruppe, ergänzt um Echtzeit-Chat mit Reaktionen und Push-Benachrichtigungen, Abstimmungen, einen Aktivitäts-Feed und eine Wunschliste. Für Spieleabende lassen sich gemeinsam Termine planen, und im Event selbst startet die Runde dann direkt mit Timer. Auch Mitspielende ohne eigenen Account lassen sich als Gäste zu Spieleabenden einladen.
Gespielte Partien und ihre Ergebnisse lassen sich in der App festhalten, auch ohne dass dafür eine Gruppe existieren muss. Die App verfolgt dabei auch, wer eine Partie gewonnen hat, und wertet die Statistiken über die Zeit aus. Mit Version 0.2.11 kamen unter anderem ein Dark Mode, Timer für laufende Live-Sessions, eine vereinfachte Gruppennavigation, überarbeitete Chat-Funktionen und Verbesserungen bei der Barrierefreiheit hinzu.
SpielBuddy ist unter spielbuddy.de sowie im App Store und bei Google Play verfügbar. Im App Store lässt sich die Versionshistorie bis Juni 2026 zurückverfolgen. Ein längerer Nutzungs- und Erfahrungswert liegt entsprechend noch nicht vor. Wer Sammlung und Partien bereits über BoardGameGeek selbst oder andere Tools verwaltet, bekommt mit SpielBuddy vor allem die zusätzliche Gruppen-, Termin- und Chat-Funktion dazu, kein grundsätzlich neues Konzept.
Konkret zur Einordnung, was die App an Daten verarbeitet: Laut der im App Store hinterlegten Datenschutzangabe verknüpft SpielBuddy unter anderem E-Mail-Adresse sowie selbst erstellte Inhalte wie Nachrichten, Fotos, Videos und Sprachnachrichten mit der Nutzeridentität. Ein eigener Blick in die vollständige Datenschutzerklärung lohnt sich vor der Nutzung wie bei jedem Social-Feature. Eine Kategorie „Zum Tracking verwendete Daten“ gibt es neben „Verknüpft mit dir“ nicht.
Die BGG-Vorschauliste zur SPIEL Essen 2026 ist mit rund 200 Spielen live und soll nach bisherigem Muster bis zur Messe im Oktober auf über 1.000 Einträge wachsen. Anders als in den 15 Jahren zuvor gibt es dafür keine redaktionelle Kuration mehr: Aussteller tragen ihre Neuheiten jetzt selbst ein.
Bislang hatte W. Eric Martin die Liste persönlich betreut, bevor er BoardGameGeek im Januar 2026 verließ und mit „Board Game Beat“ ein eigenes Nachrichtenprojekt startete. Die Einträge sind laut Ankündigung weiterhin kostenlos, allerdings auf Titel beschränkt, die entweder in den vergangenen vier Monaten erstmals verkauft wurden oder als spielbare Demo öffentlich zugänglich sind.
Ob das neue Modell an die Verlässlichkeit der kuratierten Liste heranreicht, hängt laut Bericht davon ab, wie viele Aussteller ihre Titel tatsächlich zügig eintragen, ein Ergebnis lässt sich während der laufenden Übergangsphase noch nicht abschließend bewerten.
Die Liste ist auch für Würfelreichs eigene Vorberichterstattung zur SPIEL Essen 2026 ein Werkzeug, etwa für den dortigen Neuheiten-Abschnitt. Ohne redaktionelle Vorprüfung durch BGG verschiebt sich die Sorgfaltspflicht stärker auf die Redaktionen, die die Liste als Recherchequelle nutzen: Einzelne Einträge sollten vor einer Übernahme eher gegen weitere Quellen wie Verlagsseiten geprüft werden als zuvor.
» 09|08 2026: Papyria review at Boardgamegeek by Amber (EN).
» 08.09.2026: Papyria Rezension auf Boardgamegeek von Amber (EN).

Solo board gaming has surged from a niche feature to a major component of modern hobby board gaming in just a few years, according to a new academic analysis of more than 104,000 titles spanning almost a century of board game design.
The research, published in the journal Simulation & Gaming, analysed metadata from BoardGameGeek’s vast trove of titles, covering games published between 1930 and 2025.
It found that solo play ranked as the third most prevalent component in games released between 2020 and 2025, behind only dice rolling and hand management – a trend boosted by many publishers treating a dedicated solo mode as a commercial necessity over the past few years.
Co-op play also loomed larger in recent years, appearing in 2.9% of game listings in the 2010s and 3.7% between 2020 to 2025, having not appeared in the top ten mechanisms across any of the preceding eight decades.
The report also noted the extraordinary growth in games present in the BGG database since the turn of the millennium.
It said the number of titles published per decade grew about 22%, to about 9,400, from the 1980s to the 1990s, before more than doubling to over 21,000 titles in the 2000s, and surging to more than 38,000 in the 2010s.

The report, titled Monopoly to Ark Nova: An Empirical and Cultural History of Modern Board Game Design (1930–2025), was created by members of the LudIA research group at the European University Miguel de Cervantes, together with a researcher from the University of Valladolid.
Study co-author Azael Herrero, who posted a long summary of the research and the team’s conclusions to BoardGameGeek, said, “One result that I find particularly interesting is the stability of the median maximum player count.
“It remains four players in every historical period. Despite enormous changes in production, mechanisms, themes, and audiences, four players continue to represent a central configuration in board game design.
“The mean maximum player count nevertheless increases in recent periods, suggesting greater representation of party games, large-group games, and titles offering more flexible player ranges.”
While solo gaming provides the study’s clearest illustration of how the hobby has evolved, the broader picture is one of increasing diversity in game design.
The researchers found the number of documented mechanisms expanded from 69 during the 1930s to 192 in the 2020s, suggesting designers have dramatically broadened the range of tools available to them.
Rather than replacing older ideas, however, modern games increasingly combine multiple established mechanisms into hybrid systems – a trend the study says is reflected in the changing role of dice.

Roll-and-move dominated games throughout the 1930s to the 1960s, appearing in roughly a quarter of all titles in those decades, before steadily declining to the point where it no longer features among the ten most common mechanisms in the 2020-2025 period.
Dice themselves remain widespread, of course, but are now more commonly used for action selection, resource production, drafting, risk management and other strategic systems than for simply determining player movement.
The research also traces the changing influences that have shaped modern hobby gaming.
Simulation and wargames introduced mechanics such as hex grids, movement points and simultaneous action selection during the 1970s and 1980s, before the Eurogame boom of the 1990s and 2000s saw hand management, tile placement, set collection, drafting, auctions and area majority become increasingly common. Solo gaming, cooperative play and variable player powers then rose sharply during the 2010s and early 2020s.
The researchers also found BoardGameGeek ratings have increased over time, alongside modest rises in complexity and playing time, although they cautioned that these trends should not be interpreted as evidence that modern games are objectively better than earlier designs.
Instead, they point to factors including the site’s hobby-focused audience, changing player expectations, greater visibility and recency bias for newer releases and the influence of marketing and self-selection.
The post Solo play is now one of board gaming’s defining mechanisms, university research of 104,000 titles finds first appeared on .

Manchmal liege ich nachts wach und stelle mir Fragen. Zum Beispiel diese hier: Hat der Gewinn des (Kenner-)Spiels des Jahres Einfluss auf die Bewertungen bei Boardgamegeek.com?Im weiteren Nachdenken konnte ich mehrere Hypothesen herausarbeiten.Zunächst ist davon auszugehen, dass die Nominierung beziehungsweise der Gewinn mit einer Erhöhung der Bewertungsanzahl einhergeht. Da der Preis als exogener…
Eine Meldung wie ein Donnerschlag. W. Eric Martin verlässt BoardGameGeek.
Fünfzehn Jahre, rund sechstausend Posts, unzählige Morgenroutinen von Brettspielfans weltweit – beendet mit einem ruhigen „Goodbye“.
Wer regelmäßig auf BGG unterwegs war, kennt ihn: Eric war nicht irgendein ein News-Schreiber, er war DIE Konstante. Während Publisher kamen und gingen, Hypes aufflammten und Kickstarter explodierten, lieferte er zuverlässig Kontext. Nicht laut, nicht clickbaitig – sondern sachlich, neugierig, manchmal trocken, oft präzise und immer mit einem Augenzwinkern.
Und jetzt? Neustart. Mit Board Game Beat.
Keine große Plattform mehr im Rücken, kein zentraler News-Hub. Stattdessen: eine eigene Seite, eine eigene Stimme, eigene Themen. Monatsdossiers. Essays. Previews. Audio. Video. Und das dann auch noch ohne Social Media – so zumindest sein aktueller Post.
Das ist mehr als ein persönlicher Karriereschritt – es ist ein aktuelles Symptom unserer Szene.
Vom Sammelpunkt zur Splitterlandschaft
Früher war vieles einfach: Man ging auf BoardGameGeek, las die News, diskutierte im Forum. Ein Ort, viele Stimmen.
Heute zerfällt Brettspiel-Content in Podcasts, Newsletter, Substacks, Discords, YouTube-Kanäle und eben auch unabhängige Journalistenseiten. Jeder baut sein eigenes kleines Lagerfeuer. Reichweite wird fragmentiert, Aufmerksamkeit verteilt, die Community zerfasert.
Eric geht diesen Weg bewusst. Nicht aus Trotz, sondern aus Überzeugung: weg vom Plattform-Kompromiss, hin zum kuratierten Journalismus.
Das ist mutig – und riskant. Denn unabhängiger Content bedeutet auch: Abhängigkeit von einer Community, die bereit ist, Zeit (und auch Geld) zu investieren. Keine Algorithmen, die einen tragen. Kein riesiger Traffic-Staubsauger. Nur er und seine Inhalte.
Was bleibt…
BoardGameGeek verliert eine prägende Stimme. Die Szene gewinnt eine neue Plattform.
Vielleicht ist das die Zukunft unseres Hobbys: weniger zentrale Leuchttürme, mehr spezialisierte Inseln. Weniger „alle hier“, mehr „finde deine Leute“. Für Leser anstrengender. Für Inhalte vielleicht ehrlicher. Wo ist eigentlich RSS geblieben? Vielleicht wird es Zeit den RSS Reader wieder anzuwerfen.
W. Eric Martin hört nicht auf, über Spiele zu schreiben. Er schreibt nur anders weiter.
Und wir? Wir müssen lernen, wieder gezielter zu lesen.
HIER geht es zu Board Game Beat.
HIER findet ihr den Artikel auf Boardgamegeek.com