Normale Ansicht

WeyKick Magnetfußball für zu Hause zur Fußball-WM 2026

Von: ravn
14. Juni 2026 um 03:38

Das perfekte Geschicklichkeitsspiel für direkte Duelle oder komplette Turniere, um Euch die Fußball-Euphorie selbst erlebt zu Euch nach Hause an den Spieltisch zu holen. Ohne große Erklärung kann es direkt losgehen und selbst Erstspieler haben schnell Erfolgserlebnisse und Torerfolge. Zudem schnell in jeder der WM-Werbepausen gespielt. Deshalb meine Empfehlung und das nicht nur begleitend zur aktuellen WM.

Linke Hand passt zur rechten Hand und legt zum Torschuss vor – Treffer, hurra! Angriff und Verteidigung wechseln sich bei Euch ab, oft zugleich beidhändig koordiniert. Ein Geschicklichkeitsspiel voller spielerischer Taktik um Ballkontrolle und Reaktionsfähigkeit. Ein Spiel zudem für die Ewigkeit, weil haptisch grandios und materialtechnisch stabil aus Holz mit bester Verarbeitungsqualität von der Ulrich Weyel GmbH & Co aus Gießen erdacht. Eine Adresse für hochwertige Holzspiele und deshalb entsprechend hochpreisig, aber im Vergleich zu anderen großformatigen Geschicklichkeitsspielen aus Holz gewiss nicht überteuert.

Ich selbst habe WeyKick bei einem halböffentlichen Spieletreff in einer Schule kennengelernt. Dort gehörte es zur Grundausstattung und wurde in diesem Umfeld wohl auch entsprechend robust bespielt und sah immer noch perfekt aus. Also dort direkt mal ausprobiert und Spaß daran gefunden. Wenig später habe ich es mir dann privat gekauft und ist seit erinnert 2009 in meinem Besitz und hat auch schon so manche Reise zu Brettspielfreizeiten mitgemacht. Irgendwann wurde WeyKick dann von Crokinole und Klask den Rang abgelaufen. Alles nicht wirklich vergleichbar, wenn auch das Gerne der Geschicklichkeitsspiele gleich ist. Crokinole ist eine Klasse für sich und Klask die von WeyKick abgeschaute schnellere Variante, preisgünstiger, für den Massenmarkt produziert und transportabler.

An die haptische Qualität von WeyKick kommt Klask allerdings nicht ran, ist allerdings auch viermal günstiger. WeyKick ist für öffentliche Einrichtungen wie Jugendtreffs gebaut, weshalb es das auch in einer Variante mit Plexiglasscheibe gibt, in der keine Figuren oder der Ball verloren gehen kann. Für den Hausgebrauch reicht das normale WeyKick Stadion 7500 in heller Holzausführung für 194 Euro völlig aus. Vier Figuren mit Führungsmagneten und zwei Bälle sind mit dabei. Direkt beim Hersteller bestellt und deutschlandweit versandkostenfrei geliefert. Die habe ich auch und ist zudem in eine Eishockey-Variante umbaubar, die allerdings wesentlich mehr Handkoordination erfordert, da wir den Puck per Drehung mit der Schlägerfläche der Magnetfiguren treffen. Das erfordert Übung, weshalb ich das Magnet-Fußballspiel auch bevorzuge, weil es für schnellere Erfolgserlebnisse selbst bei Erstspielern sorgt.

Wer das volle Fußball-Erlebnis auch in der Optik haben möchte und sowieso kein Fan von Eishockey ist, der greift direkt zur Sonderausführung mit grünem Spielfeld. Als WeyKick Stadion 7500G für nur 4 Euro Aufpreis. Eine Investition fürs Spielerleben und darüber hinaus. Für Fans beider Sportarten fände ich es allerdings schöner, wenn der Hersteller Weyel eine stabile Plastikfolie mit dem Aufdruck aller Eishockey-Feldlinien zum Einlegen in das Fußballfeld anbieten würde. Gibt es leider aktuell nicht. Eventuell könnte dann auch für Eishockey auf das nötige Spezial-Gleitpuder verzichtet werden, das Ihr beim Umbau auf Fußball wieder aussagen und wegwischen müsst. Ich habe dazu mal bei Weyel angefragt als Anregung.

WeyKick wird zudem teilmontiert geliefert und bleibt danach üblicherweise zusammengeschraubt. Einzig die Torzähler sind gesteckt und die Standfüße aus Holz müssen nach dem Auspacken per beiliegende Schrauben fixiert werden. Ich kann mich selbst nicht an einen bedruckten Spielkarton erinnern und wenn, dann ist der derweil im Altpapier gelandet, weil ich das Spiel dauerhaft aufgebaut haben möchte und dafür der Karton zu klein ist. Meine Eigenrecherche bestätigt mir so einen bedruckten Produktkarton in den Abmessungen 78 x 48 x 5,5 cm. Für den Transport zum Spieletreff nutze ich deshalb die bekannte blaue Ikea-Tasche, die hat sich bei mir bewährt. Handtuch darüber zum Schutz vor Regentropfen und ab damit zur nächsten WM-Party. Ausreichend viele Werbepausen bietet Euch die aktuelle Weltmeisterschaft ja sowieso und auch von der Geräuschkulisse ist WeyKick im Genrevergleich noch im Rahmen – hört selbst rein.

Ich persönlich kann Euch WeyKick nur empfehlen. Aber wie bei allen Spielen dieser Grüße und Preisklasse solltet Ihr für Euch vorab prüfen, ob sich die Investition von knapp 200 Euro lohnt und dann auch regelmäßig bespielt wird. Dazu sollte es in Griffweite bereitstehen, zum Beispiel wie bei mir direkt aufm Spieleschrank platziert. Zudem ein schöner Blickfang.

Der Berg ruft

Von: ferengi
05. Juni 2026 um 08:24

Wettklettern

Das Spiel ist schon ein Hingucker, alleine wenn die dreieckige Packung im Regal steht. Schnell ist es aufgebaut, die Regeln und das Ziel sind einfach: Die beiden Spieler haben auf jeder Seite des Bergs ein 5-Personen Bergsteigerteam. Dieses ist über ein Seil „zusammengebunden“ (heißt in der Fachsprache sicher anders).

Abwechselnd klettert einer aus dem Team in Seilweite weiter. Hierbei können die Spieler sich irgendwann absichtlich oder versehentlich behaken und einen Kletterer auf der gegenüberliegenden Bergseite rausschmeißen. Hängen zwei in den Seilen, ist das Spiel vorbei. Zurückstecken in das gleiche Loch, um den Gegner zurück rauszukicken, ist verboten. Geschützt ist man an einigen Stationen. Und auf dem Weg zum Berggipfel muss man noch ein Proviantlager mit einem Teammitglied besuchen.

Startposition, der grüne Spieler guckt aus den Lücken zwischen den roten durch
Links oben bei der Fahne habe ich das Camp erreicht. Einer der beiden Camps muss man auf dem Weg zum Ziel besuchen.
Und am Ziel.

Fazit:

Vielleicht waren wir nur die falsche Alters- oder Zielgruppe. Das Material ist absolut hochwertig, das Spiel hat auch den Toy Award auf der Spielwarenmesse in Nürnberg 2026 erhalten. Aber die Möglichkeiten, die man machen kann, sind sehr überschaubar. Es erinnert dann schon sehr an 4 gewinnt, und das spielt man ja auch nicht mehr so oft. Aber ohne Zweifel: Solche Spiele muss es geben und für Kletterer und nicht so Freak-Spieler ein tolles Strategiespiel in der richtigen Szenerie

Stubenscore: 6,7 / 10


DER BERG RUFT
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

Tumblin-Dice: Geschick trifft auf Glück im Würfelschnipp

Von: ravn
04. Juni 2026 um 15:38

Manche Geschicklichkeitsspiele haben eine Einstiegshürde, die Erstspieler klar von Experten trennt und eventuell sogar den Spielspaß verleidet. Das über 22 Jahre alte Einsteiger-Spiel von Randy Nash ist da eine willkommene Ausnahme und deshalb eine Bereicherung für alle, die an diesem Genre Gefallen finde – besonders in großer und entspannt-launiger Runde empfohlen.

Ich habe ein Faible für großformatige Holzspiele. Sei es Crokinole als wohl inzwischen bekanntester Vertreter seines Genres, aber auch solche Exoten wie Le Passe Trappe oder Le Billard Finlandais aus Frankreich. Dazu an einem kommenden Brettspieltag gerne mehr. Die analoge Brettspielkonsole Skitter war mein letzter Neuzugang, der allerdings inzwischen ein Geschwisterchen bekommen hat. Herzlich willkommen an Tumblin-Dice (Great Size) in meiner Ansammlung von Brettspielen aller Art.

Randy Nash hat dieses Einsteiger-Geschicklichkeitsspiel im Jahr 2004 erfunden und im Selbstverlag veröffentlicht. Später kamen dann diverse Varianten von Ferti und Eagle-Gryphon Games dazu, während sich auf dem asiatischen Markt weitere Anbieter mit ihren ganz eigenen Designs tummeln. Im haptischen Kern besteht Tumblin-Dice aus einer treppenartigen Struktur, bei der wir von einem nochmals erhöhten Startrampe einen W6-Würfel so ins Spiel bringen, dass der am möglichst weit unten ankommt, ohne vom Spielbrett zu fallen. Die letzte Treppenstufe hat zudem Aussparungen und zusätzliche Holzstifte, um den Würfel aufzuhalten oder abzulenken. Genau dort wollen wir landen, denn die Augenzahl unseres Würfels wird dort mit der Maximalzahl von 4 multipliziert.

Im Idealfall kann uns unser farbiger Würfel 6×4 und damit 24 Punkte einbringen. So spielen wir zunächst reihum und versuchen ebenso, uns selbst in eine bessere Position zu bringen und die lieben Mitspieler-Würfel vom Brett zu stoßen. Wer die meisten Punkte bisher erreicht hat, der muss die nächste Runde anfangen, sodass wir eine ab dann wechselnde Spielreihenfolge je nach Punktestand haben. Denn wer später dran ist, der hat weitaus größere Chancen, dass seine Würfel in gewünschter Endposition liegen bleiben. Denn abgerechnet wird erst zum Rundenende, wobei sämtliche auf dem Spielbrett verbliebenden Würfel mit ihrem aktuellen Multiplikator aufsummiert werden.

Ein wichtiges Regeldetail, denn so muss sich niemand merken, wer jetzt welchen Würfel neu ins Spiel gebracht hat. Einfach am Rundenende durchzählen, in dem das komplette Spielbrett ausgewertet wird. Wer nach vier Runden dann die meisten Punkte hat, der hat gewonnen. So einfach ist Tumblin-Dice und genauso so einfach will es auch sein. In wenigen Sekunden erklärt und direkt losgespielt. Genau deshalb ist es seit nunmehr 22 Jahren in seinem Genre der großformatigen Geschicklichkeitsspiele so beliebt.

Doch Halt, wie genau darf ein Würfel ins Spiel gebracht werden? Egal bis fast egal, denn das Regelwerk scheint hier für mich eher vage zu sein. Man darf einen Würfel werfen, rollen oder von der Startrampe hin zu den Punktezonen schnalzen und grundsätzlich muss der Würfel zuerst die Startrampe berühren. Die englischsprachige Originalregel ist da eindeutiger mit „slides, rolls, or flicks one die off the landing disc“. Also nur aus der Hand werfen, sofern die Startrampe als erster Punkt auf dem Spielbrett berührt wird oder dort liegend durch irgendeine geschickte Bewegung dem Würfel einen gezielten Impuls verschaffen, sodass der nicht nur am Wunschort liegen bleibt, sondern auch möglichst mit einer hohen Augenzahl.

Also doch nur ein Glücksspiel? Könnte an meinen, aber die Spieleschachtel verspricht immerhin 50% Taktik, 50% Skill und 100% Fun. Allerdings listet Boardgamegeek keinen einzigen Forenbeitrag unter „Strategy“ auf. Diverse Spielberichte beschreiben allerdings unterschiedliche Schnipp-, Roll- und Schusstechniken in Einbeziehung der Holzstifte für gezielte Abpraller. Auf YouTube könnt Ihr diverse „Technique de Lancer“ anschauen und der „Tumblin‘ Dice Championship of the World“ von Tom Vasel beiwohnen. Aber eigentlich ist Tumblin-Dice ein Spiel, das einfach gespielt werden will, aus Freude am Spiel selbst. Alles Weitere ergibt sich dann von selbst je nach Ehrgeiz und taktischer Eigenerwartung.

Aus dem Ferti-Video habe ich allerdings einen guten Tipp mitgenommen: Stellt Euer Tumblin-Dice in ein Crokinole Board, so habt Ihr eine Begrenzung für herunterfallende Würfel, die ansonsten gerne durchs Zimmer und unter die Couch rollen. Ebenso könnt Ihr mit einem Ikea-Drehteller bequem in eigener Sitzposition spielen und die Startrampe zu Euch drehen anstatt fest aufgebaut, reihum um den Tisch zu wandern. Jeder so, wie er es mag.

Noch ein paar abschließende Worte zur Verarbeitungsqualität und der besonderen Herausforderung im Brettspiel-Alltag mit großformatigen Holzspielen: Meine Version von Ferti ist die vierte Auflage, die zyklisch optimiert wurde. Ihr bekommt aktuell für rund 110 Euro ein Spiel in der grösstmöglichen Version, was früher mal nur halb so teuer war. Die Holzpreise sind seitdem arg gestiegen. Die Verarbeitung aus verleimten Schichtholz ist gut und hat eine lackierte Oberfläche. Alles passt und Ihr braucht auch nur vor der allerersten Partie die Holzstifte in ihre vorgesehenen Löcher drücken. Danach bleiben die dort und durch die voluminösen Schaustoffpolster wird alles fest und sicher wieder in die Spieleverpackung verstaut.

Den Stoffbeutel für die Würfel hat Ferti sich allerdings inzwischen weg gespart. Ich empfehle hier für eigenen beliebigen Ersatz zu sorgen. Und auch wenn die Verpackung von 2 bis 6 Spielern spricht, liegt nur Spielmaterial für 4 Spieler bei. Die Extrawürfel könnt Ihr von Ferti oder Drittherstellern nachkaufen, wobei Ihr dabei nicht auf nur 6 Mitspieler begrenzt seid. Je mehr mitspielen, desto turbulenter und chaotisch-lustiger wird es.

Tumblin-Dice ist und bleibt allerdings ein Spiel aus Holz und damit ein wenn auch verarbeitetes Naturprodukt. Das kann durchaus Macken bekommen und sich bei ungünstiger Lagerung verziehen. Kennt Ihr alles von anderen Brettspielen aus Pappe ebenso und ist hier keine Ausnahme. Zudem erwartet kein Präzisionswerkzeug, denn das hier ist nur ein Spiel, das spielerischen Ansprüchen genügen und keine absolute Perfektion bieten soll. Das sollte Euch vor dem Kauf bewusst sein, damit Ihr mit keiner falschen Erwartungshaltung ins Spiel startet.

Wie bei vielen großformatigen Holzspielen, bei denen Materialien durch Spielerhand ganz gewusst aufeinander treffen und auf Kollisionskurs sind, ist auch Tumblin-Dice kein geräuschloses Vergnügen. Es erzeugt schon eine gewisse Lautstärke, wenn die Plastikwürfel die Treppenstufen und bis auf den Fußboden herunter purzeln. Je energischer gespielt wird, was auch einen Teil der Spielfreude ausmacht, desto lauter wird es. Von dem Gejohle über besonders gelungene oder missglückte Schüsse gar nicht mal zu reden. Ich habe mal, hier allerdings ohne eigenes Gejohle, das Klack-Klack von Tumblin-Dice aus Spielerperspektive aufgenommen – reingelauscht und dann wisst Ihr, dass Ihr Euch damit wohl eher nicht direkt neben eine im Eurogame vertiefte Denkergruppe am Nebentisch platzieren solltet.

Bleibt der eigentliche Elefant im Raum und das ist die Transportfähigkeit. Mit 46x56x11 cm von der Spieleschachtel und nachgewogene 3,4 Kg ist Tumblin-Dice nichts, was ich mal ebenso auf Verdacht zu Spieletreffs zu mitschleppen möchte. Da braucht es schon eine Ikea-Taschengröße, weil der Spielekarton selbst keinen Tragegriff hat. Ihr solltet Euch also vorab fragen, ob Ihr ausreichend Mitspieler für Tumblin-Dice bei Euch versammeln könnt. Besonders wenn Ihr die drehbare Variante mit Crokinole Board und Drehteller nutzen wollt. Die funktioniert gut und hält etliche Würfel davon ab, vom Tisch zu rollen. Ich empfehle allerdings eine Stoffabdeckung für Eure Crokinole-Spielfläche, damit Ihr nicht jedes Mal zusammenzuckt, wenn ein kantiger Plastikwürfel dort mit Wucht auftitscht Perfektionisten bauen sich stattdessen eine eigene Holz-Unterlage mit dann auch noch höherer Begrenzung. Oder Ihr erfreut Euch einfach an ein wenig Bewegung am Spieltisch – kann ja auch mal nicht schaden.

Auch Tumblin-Dice zählt zu den großformatigen Holzspielen, die sich in der Anschaffung nur lohnen, wenn es auch dauerhaft und regelmäßig bespielt wird. Wer da Zweifel hat, sollte lieber vorab irgendwo mitspielen. Ferti & Co ist auf etlichen Messen wie der SPIEL in Essen vertreten. Weil am Spieleregal gelehnt und vergessen, während die nächste Spielsession auf irgendwann mal wieder vertagt wird, macht auch bei dieser Anschaffung keinen Sinn, sofern Ihr Spieler und nicht in erster Linie Sammler seid. Was dann mindestens so traurig wäre wie originalverpackte Actionfiguren in ihren Blisterverpackung zu belassen. Tumblin-Dice will bespielt werden und jede Gebrauchsspur am Spiel oder Spielekarton ist nur ein Zeugnis davon, was Ihr damit alles an Spielerlebnissen gehabt habt.

Bus Bound

Jeder Stop zählt

Ich wage mich gern mal in die nerdige Welt der Simulationen. Das macht mal mehr (Snow Runner, Flight Simulator), mal weniger Spaß (Lawn Mowing Simulator, The Catch).

Die Stillalive Studios waren schon für den durchaus soliden Bus Simulator 2021 verantwortlich und setzen im neuen Ablegen mehr auf Gameplay, als denn auf Simulation. Muss ich Fahrkarten abkassieren oder die Türen des Busses einzeln Öffnen und Schließen können? Brauche ich nicht wirklich, also setze ich mich gern hinters Steuer und fühle mich an American Truck Simulator Zeiten erinnert –  nur, dass ich diesmal nicht allein fahre.

Bus Bound spielt in der wachsenden Stadt Emberville. Drei erste Buslininen sind eingerichtet und mein Ziel ist es durch erfolgreiches Abfahren dieser Stationen, weitere Gebiete in der Stadt zu erschließen. Sobald ich die Aufgaben in einem Teil der Stadt erfolgreich erledigt habe, blüht die Stadt auf: neue Gebäude, Flaniermeilen und auch Haltestellen entstehen. Die Veränderung der Stadt steht im Vordergrund, was durchaus mehr motiviert, als denn eine aufgesetzte Wirtschaftssimulation. Nebenbei schalte ich als zusätzliche Karotte vor der Nase neue Busse frei – und die elektrischen Busse haben schon ein gutes Fahrgefühl.

Und so fahre ich bestehende Routen, erstelle neue und hangele mich Haltestelle zu Haltestelle – immer die verbleibende Fahrzeit im Blick. Besonders ruhige Fahrten mit präzisen Halten an den Haltebuchten, bringen mir mehr Likes der Fahrgäste.

Das klingt nicht für jeden spannend, kann aber nach einem Run bei Resident Evil gerade das richtige Spiel sein. Und Dank eingestreuter Ereignisse, wie spontaner Hindernisse und Unfällen, bleibt es „aufregend“. Ich mag den Mix aus Entspannung und leichter Anspannung, zumal Emberville wirklich hübsch ist.

Stubenscore: 7,8 / 10

Über die frisch freigeschaltete Brücke Richtung Panda St. – liege gut in der Zeit.
Auch bei schlechtem Wetter muss ich raus. Optisch macht Bus Bound was her.
Mit diversen Routenanpassungen jage ich neuen Freischaltungen von Gebieten und Bussen hinterher.
Hoffentlich kein Stau um die Ecke. Das Spiel hat meinen Respekt vor Busfahrern erhöht.
Ach so schön ist Emberville.
Das echte Leben und ich fühl ihn. Links der Stau und er muss rüber – lässt ihn jemand rein?

BUS BOUND
OPENCRITIC

PC | XBOX | PS5 (getestet)

Skitter: Ehrlicher Rückblick auf meine Schnipp-Erfahrungen

Von: ravn
17. April 2026 um 00:57

Ich würde Euch gerne voller Euphorie von meinen bisher unzähligen Skitter-Spielpartien erzählen. Dabei kam es ganz anders als von mir erhofft, bis dieses außergewöhnliche Geschicklichkeitsspiel mit bewusst nicht vorhandener Einstiegshürde bei mir auf den Tisch kam. Der Weg dorthin war lang und auch irgendwie selbst verschuldet. Meine eigenen Erstpartien fernab diverser Messe-Veranstaltungen hatten dann ebenso ihren ganz eigenen Verlauf.

Es gibt ganz wenige Spiele, die möchte ich einfach mögen wollen. Genauso erging es mir bei der erfrischend einzigartigen analoge Schnippspiel-Konsole der grundsympathischen Skitter-Macher mit ihrem sympathisches Underdog-Charme. Die haben sich echt getraut, auf dem nicht gerade großen Markt der Geschicklichkeitsspiele im Großformat anzutreten. Ein Markt, der längst von den seriösen Vertretern ihres Genres wie Carrom, Crokinole und Weykick besetzt ist. Wer bitteschön braucht da noch ein weiteres Spiel jenseits der 100-Euro-Marke? Also einen Verkaufspreis, der signalisiert, dass das hier gewiss kein nur nettes Gimmick sein soll – schnell gespielt und genauso schnell wieder vergessen. Das hier will gespielt werden und zwar regelmäßig, damit sich der Kauf auch lohnend anfühlt.

Und genau hier fangen leider meine Luxusprobleme mit Skitter an. Nach der Vorbestellung, der mehrmals verschobenen Lieferung, der Ankunft eines beschädigten Exemplars und dem problemlosen Austausch auf der SPIEL 2025 in Essen, waren meine Erwartungen groß. Eventuell übergroß. Erwartungen, die sich nur in gespielten Partien einlösen ließen. Tja, und hier bin ich ganz ehrlich mit Euch. Skitter kam erst im April 2026 auf den Tisch. Für genau zwei Partien. Davor ergab sich bei mir schlicht nicht die Gelegenheit und auch nicht die rechte Motivation, dieses reine Zwei-Personen-Soiel einfach mal ausgiebig in der gespielten Praxis zu erleben. Entweder weil alle meine Spielrunden größer waren oder ich genau wusste, dass potenzielle Mitspieler mit Schnippspielen mal so gar nichts hätten anfangen können. Also habe ich mir Skitter für einen Moment aufbewahrt, der von Woche zu Woche einfach nicht kommen wollte.

Ich hatte Skitter sogar zur zehntägigen Brettspielfreizeit nach Bad Holzhausen mit. Zusätzlich zu meinem Crokinole-Board. Das wurde bespielt, aber für Skitter hat sich so recht niemand interessiert. Warum eigentlich nicht? Wohl, weil es ausreichend andere Spiele gab und ich Spielpartien von mir auch nicht forciert habe. Es gab eben ausreichend Alternativen. Mein Skitter wird mir schon nicht weglaufen, so dachte ich und redete es mir ein. Oder habe ich mich doch eher vor Skitter weggeduckt, weil ich befürchtete, dass es nicht meine erhofften Erwartungen erfüllen wird?

Im Oktober 2024 schrieb ich und da war die Auslieferung noch etliche Monate entfernt: „Im Gegensatz zu Crokinole, bei dem ich meist gezielt die Scheiben meines Mitspielers anvisiere, ziele ich bei Skitter stets auf die Farbfelder im Sektor des Gegners. Während sich meine Anspielziele bei Crokinole somit frei über die komplette Spielfläche verteilen und dementsprechend jeder Spielzug anders ist, bewegt sich Skitter in engere Grenzen. Es wird stets aus dem eigenen Halbkreis geskittet und das Ziel ist stets eines der drei magnetischen Farbfelder auf der anderen Spielbrettseite. Dort sammeln sich die eigenen Scheiben und sollten nur angedockt statt weggeschossen werden. Eine Herausforderung für sich, aber im Direktvergleich zu Crokinole scheint die Varianz der Spielzüge geringer. Ob das als Nachteil oder gar Vorteil zu werten ist, weil sich schneller Erfolge einstellen, kann ich mit meiner zu geringen Spielerfahrung von einer einzigen Messe-Partie noch nicht beurteilen.“

Derweil habe ich mir ein Herz genommen und meine ersten Skitter-Partien dann doch forciert. Einfach zum Spieletreff mitgenommen und bevor unsere Runde komplett war, es auf den Tisch gebracht. Was folgte, das waren gemischte Gefühle, die schwierig zu greifen sind. Euphorie war es nicht. Wirklicher Spielspaß eher auf wenige Schnipp-Aktionen begrenzt. Unsere Spielpartie nach den klassischen Originalegeln dauerte etwas länger, als ich zunächst dachte, da wir uns recht oft gegenseitig eine aufgebaute Base wieder zerstörten, bevor wir punkten konnten. Ab und zu kam dann auch Spannung auf. Immer dann, wenn Gefahr auf mehreren Farbfeldern drohte und die Herausforderung stieg, jetzt zwingend dagegenhalten zu müssen. In Summe ein ok bis gutes Erlebnis, nur eben ohne die Echtzeit-Action eines Klask oder der taktischen Tiefe eines Crokinole.

Dafür war allerdings der Spieleinstieg supereinfach und deshalb belohnend. Mit dem Zeigefinger schieben, das kann wohl jeder. Nach wenigen Spielzügen entwickelt sich auch ein Gefühl, wie unterschiedlich man mit seiner Impulskraft umgehen kann und was das dann auf dem Skitter-Board bewirkt. Damit ein klarer Punktsieg für Skitter gegen Crokinole. Denn Frustmomente habe ich bei Skitter keine miterlebt im Gegensatz zu Crokinole. Also das ideale Einsteiger-Geschicklichkeitsspiel für alle, die nicht erst groß trainieren wollen, bevor sich reproduzierbare Erfolgserlebnisse einstellen. Das gefällt mir an Skitter.

Die Varianz unserer Spielzüge war allerdings nicht wirklich groß. Entweder direkt aufs gegnerische Farbziel oder über Bande anvisiert. Dabei zeigte sich, dass das Skitter-Board nicht wirklich breit ist und somit zwischen den Kork-Bumpern und den Big-Skitts in der Minus-Mitte wenig Platz bleibt. Manch einer unserer Skitts blieb auch dort hängen, wenn wir zu viel wollten. Somit wirkt dieses Spielelement und hat Einfluss aufs Spiel. Auch das finde ich gut, weil damit gedankenloses Geschiebe ein Riegel vorgeschoben wird. Ein wenig Fingergeschicklichkeit gehört dann doch dazu, ohne aber Erstspieler zu überfordern. Ob mit mehr Spielerfahrung auch mehr unterschiedliche Spielzüge möglich sind, an die wir spontan noch nicht gedacht haben, weiß ich schlicht nicht. Dazu muss Skitter aber erst einmal öfters von mir gespielt werden. Bevorzugt in Runden, die sich potenziell ebenso dafür begeistern könnten.

Vom Spielmaterial habe ich nach dem Board-Austausch und mit dem Satz beklebter Ersatz-Scheiben keinerlei Probleme. Ersatz-Scheiben deshalb, weil mein Erstversuch des doppelseitigen Beklebens durch meine ungünstige Nachjustieren-Methode, ohne die eine Klebeseite zunächst antrocknen zu lassen, den Kleber über die Scheibenränder gedrückt hat und die sich dadurch schlicht klebrig anfühlten. Das hat sich über die Monate der Lagerung von alleine gelöst und war in meinen Spielpartien kein Thema mehr. Leider ist bei dem Board-Austausch der Klebebogen verloren gegangen, sodass mir die kleinen mittleren Klebepunkte fehlen. Aber bisher habe ich die nicht vermisst, auch weil ich noch keine der Varianten ausprobiert habe. Im Zweifel frage ich bei den Skitter-Machern einfach nach. Weil deren Kundenservice wirklich ausgezeichnet war.

Wie sieht nun meine Skitter-Zukunft aus? Direkt nach den Spielpartien, wobei die zweite dann gegen eine andere Mitspielerin war, die das allgemeine „ok“ bestätigte, aber ebenso nicht vom Hocker gerissen war, hatte ich den Verkauf meines Skitter-Exemplars in Betracht gezogen. Ich hatte mir eben mehr Spieleuphorie erhofft. Aber so ein Verkauf wäre arg vorschnell. Ich möchte und werde Skitter noch weitere Chancen geben, sich beweisen zu können. Weil ich möchte es gerne mehr mögen wollen, als es aktuell bei mir der Fall ist.

Somit ist meine Skitter-Zukunft in alle Richtungen offen und Euch empfehle ich deshalb, diese erfrischend einzigartige analoge Schnippspiel-Konsole am besten auf einer Spielemesse mal auszuprobieren. Zum Beispiel auf der Spiel DOCH! 2026 in Dortmund am Stand F39. Oder Ihr fordert mich zu einer Spielpartie heraus – mit Vorabinfo bringe ich Skitter gerne zu den Treffs mit, auf denen ich so unterwegs bin von Holzbüttgen über Bottrop bis Bochum und Hemer, Iserlohn und Wetter.

Queens Carrom To Go

Von: Jens
05. Dezember 2025 um 13:21

Der Schnippspiel – Klassiker Carrom ist ein schlichtes, elegantes Finger-Billard auf Holz, das sich in Südasien zu einem der beliebtesten Wohnzimmer- und Clubspiele entwickelt hat. Es soll seine Wurzeln in der Kolonialzeit auf dem indischen Subkontinent haben, wo es als

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