Ants, the debut release from designers Renato Ciervo and Andrea Robbiani, has scored its first board game award by picking up this year’s Jogo do Ano, the Portuguese game of the year prize.
Vital Lacerda design Speakeasy, Dave Beck and Abe Burson’s Luthier and Toni López creation Ada’s Dream were also nominated for the annual prize, which is organised by the non-profit board game association Spiel Portugal.
The Jogo do Ano, which has been presented since 2006, tends to skew towards the heavier end of board gaming, with recent winners including SETI, Nucleum, Barrage and Imperial Struggle.
Spiel Portugal says the type of game it looks for is “strong, spirited, dense, and stimulating”. Each member of the organisation initially selects ten games, with the resulting five finalists played again and scored according to a weighted set of criteria.
Half of the final score is based on what Spiel Portugal calls “time/fun”, with production accounting for 15%, theme, mechanics and replayability each worth 10%, and player interaction making up the remaining 5%.
Ants, designed by Renato Ciervo and Andrea Robbiani
The title was originally published by Italy-based Cranio Creations, and has since been picked up for localisation by publishers including US-based Capstone Games and Germany’s PD-Verlag.
Ants is the sole design to date from chemist Renato Ciervo, who also works with Italian publishers as a game developer, according to his BoardGameGeek page.
His Ants co-designer, engineer Andrea Robbiani, has subsequently created Maestro – themed around the fierce rivalry between Leonardo da Vinci and Michelangelo – and co-designed Timeless Journeys: The Italian Grand Tour with Nestore Mangone.
Crowdfunded eurogames from smaller board game publishers had a banner year at the latest Dice Tower Awards, accounting for half of the wins at the high-profile prize ceremony.
The biggest success of the night was Kinson Key Games’ Galactic Cruise, which was crowned game of the year in addition to picking up gongs for best strategy game and best game from a new designer.
Galactic Cruise, designed by TK King, Dennis Northcott and Koltin Thompson
Fellow indie publisher Paverson Games was also a standout winner in this year’s Dice Tower Awards, with its classical music-inspired title Luthier picking up awards for best theme, best production and best game from a small publisher.
Other crowdfunded titles honoured by the awards were mid-weight euro Critter Kitchen for best artwork thanks to the work of Sandara Tang, and 20 Strong: Tanglewoods Red for best solo game – the latter the only one which raised money through Gamefound rather than Kickstarter.
The string of crowdfunded successes is significant given the notable shifts which have taken place on Kickstarter and Gamefound in recent years, with a rise in larger publishers using the sites, and more campaigns focused around big-budget releases, miniatures heavy projects, deluxified components and major licensed IP.
CMYK scored a second success in this year’s awards with Hot Streak, which won best party game, while Stonemaier Games took the most innovative game prize with Vantage and Tag Team won best 2-player game.
Presented annually during Gen Con, the Dice Tower Awards are among the board game hobby’s highest-profile jury-voted honours, given the winning titles gain exposure with the veteran reviews giant’s more than 360,000 YouTube subscribers.
Winners are selected from the previous year’s games by a panel of more than 60 Dice Tower contributors, reviewers and content creators. The awards celebrates its 20th anniversary next year.
„Musik ist die Sprache der Leidenschaft“ – Richard Wagner
Luthier bietet endlich das Thema Musik als solche in unserem Blog! Und zwar geht es um klassische Musik. Wir sind uns wohl bestimmt einig, wenn ich behaupte, dass dies die edelste Möglichkeit ist, einen Konzertsaal mit Klängen zu füllen.
Dave Beck hat mit seinem Verlag Paverson Games durch dieses Spiel ein pompöses Gesamterlebnis komponiert. Wie schön, dass Funtails dieses edle Stück für den deutschen Markt lokalisiert hat. Es wäre doch schade gewesen, wenn manchen so ein klangvolles Stück aufgrund der sprachlichen Barriere verwehrt geblieben wäre! Insgesamt handelt es sich um ein Werk positiver, gemeinsamer Klänge. Doch ab und zu, und dann ganz unerwartet, kommen infernalisch die spielerischen Gegensätze zum Tragen und man bekommt die volle Breitseite der interaktiven Möglichkeiten untereinander zu spüren
Ob mir dieses Konzert so gefallen konnte, dass ich es ab jetzt öfter hören möchte, werde ich Euch in diesem kurzen Eindruck im Folgenden gerne erläutern.
Eindruck von der Bühne
„Wenn ich an meinem alten, von Würmern zerfressenen Klavier saß, beneidete ich keinen König um sein Glück“. – Joseph Haydn
Spielübersicht zu Dritt zu Beginn der zweiten Runde
In Luthier verkörpert jeder Spieler eine ehrenvolle Familie von Instrumentenbauern zur Zeit des 17./18. Jahrhunderts. Angeordnet ist der Schauplatz im damaligen Europa. Jeder Spieler möchte die Familie der zu dieser Zeit erfolgreichsten Luthiere verkörpern (Luthier ist aus dem französisch abgeleitet für „Laute“ und bedeutet soviel wie Saiteninstrumentenbauer). Das Spiel wird 6 Runden gespielt, in denen wir versuchen die Bedürfnisse berühmter Mäzen zu erfüllen. Dabei bauen und reparieren wir Instrumente und geben kleine Privatkonzerte. Mit all diesen Aktionen machen wir nicht nur die Mäzen fröhlich, sondern sichern unseren Instrumenten den Vorsitz (also wichtigen ersten Platz der jeweiligen Instrumentenart) im Konzertsaal. Dies ist ein großer Punktebringer und sollte auf jeden Fall Beachtung finden!
Am Anfang noch sehr leer, füllt sich der Saal langsam mit unseren Markern.
Im Balkon über dem Saal können wir die Spielerreihenfolge bestimmen und ggf. eines der variablen Spielziele (die kleineren Kuppeln darüber) erfüllen und uns so weitere für das Spiel wichtige Boni freischalten. Die drei lilafarbenen Banner um den Saal herum zeigen unsere Fähigkeiten in der Werkstatt (rechts), auf der Bühne (links) oder den Fortschritt beim Erfüllen der Wünsche unserer Mäzen (oben). Unten sieht man den Markt, die Preise ändern sich zufällig von Runde zu Runde. Über den Marktkarten erkennt man die Preisfenster. Somit kosten Tierprodukte immer zwischen 1-3, Holz 2-4 und Metalle 4-6 Münzen. Auf der großen Kuppel oben befindet sich die Rundenanzeige. Zwischen den Runden 2-3 und 4-5 erhalten wir Zuwachs unserer Arbeiter. Zwischen den Runden 3-4 werden die Mäzen „A“ gegen „B“ getauscht. Letztere bieten uns Siegpunktbewertungen am Spielende.
Das Spielertableau stellt hauptsächlich unsere Werkstatt dar, zeigt aber auch die Geduld unserer Mäzen, welche auf unsere Fürsorge warten.
Auf dem Spielertableau befindet sich hauptsächlich unsere Werkstatt. Links ist die Grobbearbeitung, die alle Instrumente am Anfang durchlaufen müssen. Rechts finden wir die Feinwerkstatt, hier werden alle Instrumente fertiggestellt und danach ausgewertet. Beide Werkstätten haben eigene Plätze für unserer Arbeiter.
Beispiel einer Aktion
Zu Rundenbeginn legen wir unsere vorhandenen Arbeiter an die verschiedenen Einsatzorte verdeckt ab. Dieser mechanische Kniff zeigt somit zwar unseren Kontrahenten an, wo wir diese Runde überall tätig werden möchten, aber nicht mit welcher Arbeiterstärke genau. Diese (1-5) bestimmt dabei nicht nur, wer zuerst handeln darf (bei Gleichstand entscheidet, wer hier zuerst eingesetzt hat), sondern auch die Stärke unserer Handlung. Eine höhere Zahl bietet immer Vorteile an der Stelle. Wenn über der entnommenen Karte Kosten stehen (hier 4 Münzen oder Inspiration) muss ich diese normalerweise in beliebiger Mischung bezahlen.
Groupie auf Tour
„Der Zweck der Musik, wie er immer war, ist es, Freude an dem Leben zu erwecken, das wir leben“ – Johann Sebastian Bach
Ich habe oben bereits sehr viel beschrieben und bestimmt doch nur 80% aller Mechaniken dabei erwähnt. Dieses Werk ist umfangreich, das muss an dieser Stelle als kleine Warnung erwähnt sein. Aber es ist einfach thematisch so gut überlegt und fühlt sich dabei so einzigartig und meisterhaft komponiert an, dass es einen wahrlich in diese Epoche zu genau diesem Vorhaben versetzt! Es ist ein kleiner, wahrgewordener Spielertraum! Das Material ist einfach wunderschön, selbst in der Basisversion ist das kaum anders! Die Illustrationen von Vincent Dutrait sind dabei wundervoll anzuschauen und wirken wie eine Komposition für sich.
Dieser Zeichenstil Vincent Dutrait’s erfüllt das gesamte Spiel
An manchen Stellen hat man das Gefühl Teile aus dem Spiel Das Unbewusste von Frosted Games zu erkennen. Das wird durch einen der beiden Zeichner aus dem Spiel um Siegmund Freud emotional noch unterstrichen. Und es stimmt wohl: Hier und da ähneln sind manche Details schon, wenn z.B. die Mäze nach erfüllen einen dauerhaften Bonus bietet und bei dem Unbewussten die Klienten nach heilenden Worten zum Trauma dies ebenfalls tun. Und doch sind die Spiele an so vielen Stellen auch wieder komplett unterschiedlich. Doch ich verstehe den Vergleich.
Nach nur einem Spiel gestern Abend sind die angenehmen Klänge noch immer in meinen Gedanken zu vernehmen. Sollte ich mich bereits jetzt festlegen müssen, würde ich wohl den goldenen Meeple vergeben (mehr zu unserer Bewertung oben rechts in den Reitern). Es ist aber ein erster Blick auf das Spiel und damit keine endgültige Bewertung. Kann es den Platz halten oder muss es nach einigen Spielen vielleicht herabgestuft werden? Oder, was ich beinahe zum jetzigen Zeitpunkt glaube, kann es für mich sogar den ultimativen türkiesen Rocker bedeuten?
Mindestens bereits Gold wert – kann es diesen Ersteindruck halten?
Von dem Spiel gibt es auf unserem Youtube-Kanal ein Unboxing:
Hinweis: Das Spiel ist ist mein selbst gekauftes Eigentum. Diese Rezension ist unentgeltlich durchgeführt worden und spiegelt alleine meine persönliche Meinung wider.