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Fragments: Solara - Point-and-Puzzle

30. September 2026 um 08:00

Fragments ist eine neue narrative Puzzle-Spiel-Reihe, die bei Iello und Pegasus parallel zur Spiel erscheint. Die Beschreibung erinnerte mich zunächst an Behind (meine Rezension), was mich nicht vollends überzeugte.Daher war ich zunächst nicht allzu motiviert, den Einstieg zu wagen. Ich war jedoch einen Abend allein zu Hause; niemand hatte Zeit für mich. Danke, Mitleid unnötig.

Quelle

King of Tokyo: Godzilla jetzt auf Deutsch erhältlich

21. August 2026 um 14:17
King of Tokyo: Godzilla jetzt auf Deutsch erhältlich

Der französische Verlag IELLO hat mit King of Tokyo: Godzilla eine eigenständige Neuauflage seines Würfelspielklassikers King of Tokyo aufgelegt. Statt frei erfundener Monster treten darin ausschließlich lizenzierte Toho-Kaiju gegeneinander an, darunter Godzilla selbst. Die deutsche Version ist bereits im Fachhandel erhältlich, etwa bei Brettspielversand für 43,49 Euro.

Das Spiel ist für 2 bis 6 Spielende ab 8 Jahren ausgelegt und dauert laut Verlag rund 30 Minuten. Die Altersangabe deckt vor allem die Regeln ab: Die taktischen Abwägungen beim Würfeln behalten und bei der Tokyo-Entscheidung dürften jüngere Kinder eher mit Unterstützung meistern, und mit Bedenkzeit am Familientisch dauert eine Partie erfahrungsgemäß länger als die genannten 30 Minuten. Design stammt erneut von Richard Garfield, der mit dem Original von 2011 einen der bekanntesten Familientitel im Würfelspielsegment schuf, für die Illustrationen zeichnet Markus Erdt verantwortlich. Auf BoardGameGeek (ID 463297) steht das Spiel mit 199 Bewertungen und einem Schnitt von 7,85 Punkten früh, aber positiv da, allerdings bei noch wenigen Stimmen.

Spielmechanik

King of Tokyo: Godzilla übernimmt das Grundprinzip des Originals: Zu Beginn jedes Zugs würfeln Spielende mit sechs Würfeln nach dem Kniffel-Prinzip, drei Würfe, dazwischen behalten oder verwerfen. Die Symbole bringen Siegpunkte, Energie, Heilung oder Angriff. Wer Tokyo besetzt, kassiert zusätzliche Punkte, kann sich dort aber nicht heilen und muss sich gegen alle anderen Monster gleichzeitig verteidigen. Ziel ist, entweder 20 Siegpunkte zu sammeln oder als letztes Monster zu überleben. Wer auf null Lebenspunkte fällt, scheidet für den Rest der Partie aus und schaut den übrigen Monstern nur noch zu.

Neu gegenüber dem Original sind Event-Karten, die alle Monster gleichzeitig betreffen. Die bekannten Evolution-Karten, mit denen sich einzelne Monster dauerhaft verändern lassen, bleiben Teil des Spiels. Spielbar sind Godzilla, King Ghidorah, Hedorah, Rodan, Mothra und Mechagodzilla, gestaltet im Look der Showa-Ära der Filmreihe von 1954 bis 1975.

Verfügbarkeit

Die Verlagsseite iellogames.com trägt beim Erscheinungstermin noch den Platzhalter „Spring 2026“. Nach übereinstimmenden Angaben der US-Fachhandelsvertriebe Coqui Hobby Distribution und PHD Games ist das Spiel jedoch bereits seit August 2026 lieferbar, in den USA zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 59,99 US-Dollar. In Deutschland ist die deutschsprachige Ausgabe bereits bei Onlinehändlern wie Brettspielversand erhältlich, dort für 43,49 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Zum deutschen Vertriebspartner äußert sich IELLO auf seiner Website nicht.

Mit dem Toho-Lizenzdeal und der bereits verfügbaren deutschen Sprachversion richtet sich die Neuauflage klar auch an deutsche King-of-Tokyo-Fans und Kaiju-Anhänger.

Popcorn

21. November 2025 um 16:00

iello, 2025
Autor: Victor Saumont
2–4 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 60 Minuten

In „Popcorn“ schlüpft ihr in die Rolle von Kinobetreiber:innen, die ihr eigenes Lichtspielhaus führen möchten. Von der Auswahl der Filme über die Gestaltung der Säle bis hin zur akkuraten Sitzplatzbelegung. Das Thema ist kreativ und originell: Ein Kino in Konkurrenz mit anderen, ein Publikum, das ihr anlocken und begeistern müsst, damit sich eure Popcorn-Eimer füllen. Dabei fühlt es sich fast so an, als ob ihr eine eigene kleine Filmreihe kuratieren würdet, mit dem Ziel, eure Zuschauer:innen glücklich zu stimmen und möglichst viel Popcorn als Siegpunkte zu verdienen. Das Thema erzeugt eine lockere, spaßige Atmosphäre und spricht sowohl Filmfans als auch Freizeit-Spieler:innen an. Der Einstieg gelingt dank des klaren Szenarios gut: Ihr seid Kinobetreiber:innen undlos geht’s.

Das Spiel läuft über ungefähr neun Runden. In jeder Runde durchlauft ihr drei Phasen. Zuerst plant ihr: Ihr könnt neue Filme erwerben, eure Kinosäle ausbauen und Werbung schalten, um Gäste anzulocken. Diese Entscheidungen erfolgen nacheinander und geben euch die Möglichkeit, langfristig euer Haus aufzubauen. Danach folgt die Vorführphase: Ihr zieht Gäste aus eurem eigenen Beutel (den ihr im Laufe des Spiels mit Figuren bzw. Meeple-Gästen bestückt), setzt sie in eure Säle und nutzt dabei die Sitzplatzfarbe, Gästefarbe und Filmaction. Es geht darum, Sitzplatz und Gäste möglichst passend zu kombinieren, damit ihr Boni erhaltet und zugleich ist wichtig, in welchem Stadium der Film sich befindet, da mit der Zeit seine Wirkung nachlässt. Danach wird die Runde abgeschlossen: Ihr zieht neue Filme nach, eure bestehenden Filme „altern“ (ihre Boni verringern sich) und der Startspielmarker wandert weiter. Am Ende zählt ihr Popcorn-Marker, erhaltene Preise, übrig gebliebenes Geld und erfüllte Sonderziele. Wer die meisten Popcorn hat, gewinnt. Mechanisch kombiniert das Spiel Bag-Building (weil ihr Gäste in euren Beutel packt und zieht) mit Engine-Effekten (durch Filme + Sitzplatzkombinationen) und einem Marktplatzmechanismus für die neuen Filme.

„Popcorn“ überzeugt in vielerlei Hinsicht. Das Thema ist charmant und gut umgesetzt: Die Filmplakate, die Gebäudekomponenten und die Idee, ein eigenes Kino zu managen, erzeugen eine motivierende Stimmung. Die Mechanismen greifen sauber ineinander: Ihr zieht Gäste, setzt sie ein, kombiniert Farben, investiert in Ausbau. Das ist intuitiv genug für Familienrunden, bietet aber auch genug Entscheidungen, um Kennerspieler:innen einzusteigen. Die Materialqualität erscheint solide, wirkt ansprechend gestaltet, übersichtlich und thematisch stimmig. Das Spiel ist eher leicht bis moderat. Anspruch auf viel Tiefe oder extrem komplexe Taktiken sollte man nicht haben. Eine typische Schwäche ist die Glückskomponente beim Ziehen der Gäste: Wer unglücklich zieht, kann kurzfristig ins Hintertreffen geraten. Auch bei zwei Personen kann der Interaktionsgrad etwas geringer sein, sodass die Dynamik etwas nachlassen kann. Mit drei oder vier Mitspieler:innen zeigt das Spiel seine bessere Seite. Die Downtime ist gering, die Runden laufen flüssig und durch das gleichzeitige Ziehen und Platzieren bleibt es aktiv. Der Wiederspielreiz ist gut, wenn auch nicht überragend: Die Filme und Gäste variieren, damit entsteht Abwechslung, aber das Grundmuster bleibt erkennbar. Wenn ihr eine Familienspielrunde sucht oder einen anschaulichen Einstieg ins Bag-Building wollt, seid ihr hier gut aufgehoben. Vielspieler:innen, die komplexe strategische Tiefe und langwierige Planung erwarten, könnten sich etwas unterfordert fühlen. „Popcorn“ ist ein gelungener Titel mit großem Charme, guter Zugänglichkeit und nettem Wettbewerb, der sowohl in gemütlichen Spielrunden funktioniert als auch gelegentlich auch in Kennerrunden eine gute Figur macht.

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