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Yubibo

Von: Oliver
28. Oktober 2026 um 18:49

Partyspiele sind Geschicklichkeitsspiele? Nein! Geschicklichkeitsspiele sind Partyspiele? Nein! Geschicklichkeitsspiele sind unterhaltsam? JAAA!

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Blitzwisser

Von: Oli
28. Oktober 2026 um 09:06

Stadt, Land, Fluss kennt ja so ziemlich jedes Kind und obwohl man dafür nur Stift und Zettel braucht, gibt es mittlerweile entsprechende Blöcke wie Sand am Meer zu kaufen. Nun lässt sich natürlich vortrefflich darüber streiten, ob diese Blöcke wirklich als „Spiel“ im Sinne unserer Bubble durchgehen, oder ob es nicht doch eher „nur“ eine Beschäftigung ist. So oder so nimmt Blitzwisser das eigentlich simple Prinzip von Stadt, Land, Fluss auf und macht daraus ein „echtes“ Spiel.

Zugegeben, nach einem Blick auf den Karton bekommt man schnell 80er-Jahre-Gimmick-Vibes und könnte sich davon leicht abschrecken lassen. Auch der Blick in die Packung löst, ich sag mal, ambivalente Gefühle aus. Da haben wir ein Spielbrett (perfekt gelöst als Duallayer) in Größe der Packung. Darunter ein großes Plastikinlay mit nur 4 kleinen Vertiefungen. In einer sitzt ein einziges Token, in einer anderen der Buzzer der Prominent in die Mitte des Spielfelds gestellt wird und in zwei weiteren je ein Stapel der kleinen quadratischen Karten. Da wünscht man sich doch, dass es eine Lösung für eine kleinere Schachtel gegeben hätte. Dazu gesellt sich dieses Gefühl, dass das Thema „finde ein Wort zu einer bestimmten Kategorie, dass mit einem bestimmten Buchstaben gehört“ ja doch irgendwie durchgespielt ist.


Die Spielregeln sind entsprechend einfach: Spielbrett in die Tischmitte, Buzzer mittig draufstellen, von den Karten je 12 mit der Kategorienseite nach oben an alle Mitspielenden verteilen und zum Schluss 8 weitere Karten mit der Kategorie nach oben in die Vertiefungen des Spielbretts legen. Eine Person bekommt den Blitzchip. Die Person mit diesem Chip zählt dann von 3 runter und bei 0 drehen alle die oberste Karte ihres Stapels um. Auf der Rückseite steht lediglich ein Buchstabe. Die Aufgabe ist es nun, sich die 8 Kategorien auf dem Spielbrett anzuschauen und zu versuchen, zu diesen Kategorien passende Wörter mit dem entsprechenden "eigenen" Buchstaben zu finden. Der Clou ist nun folgender: Die Person mit dem Chip haut auf den Buzzer. Nun beginnt ein 10sekündiger Timer. Die Person links von ihr muss nun innerhalb dieser 10 Sekunden ein Wort sagen, das mit ihrem Buchstaben beginnt und zu einer der ausliegenden Kategorien passt, dann die entsprechende Karte mit dem Buchstaben nach oben auf diese Kategoriekarte legen und zuletzt den Buzzer drücken. Damit läuft sofort der Timer für die nächste Person los – die nun natürlich eine Kategorie weniger zur Wahl hat. Findet sie in der gegebenen Zeit kein Wort, haut sie nach Ablauf dieser trotzdem auf den Buzzer, um die Zeit für die nächste Person zu starten, und legt den Buchstaben im eigenen Stapel nach unten. Egal ob man ein Wort gefunden hat oder nicht, darf man direkt den nächsten Buchstaben auf dem eigenen Stapel umdrehen und anschauen. Im Kern reicht es hier also nicht, sich ein einziges Wort zu einer Kategorie „auf Halde“ auszudenken, da die entsprechende Kategorie schon belegt sein könnte, bis man selbst an der Reihe ist und dann setzt man im Zweifel aus, wenn man nichts parat hat.

Das Ganze geht reihum, bis die vorletzte Kategorie überdeckt wurde. Dann beginnt Phase 2: Zuallererst bekommt die Person, die den letzten Buchstaben gelegt hat, den Blitzchip. Jetzt haben wir auf dem Spielbrett eine Kategorie und sieben Buchstaben liegen. Nun versuchen alle, mit Hilfe dieser Buchstaben ein Wort zur Kategorie zu finden. Wer ein Wort hat, ruft laut die Anzahl der ausliegenden Buchstaben aus, die in dem Wort vorhanden sind und haut auf den Buzzer. Nun haben alle anderen noch 10 Sekunden Zeit zu überbieten und selbst zu buzzern. Ist der Timer abgelaufen, muss die Person ihr Wort nennen. Passt alles, darf sie die oberste Karte ihres Stapels auf die letzte Kategorie legen. Passt es nicht (oder hat sie geblufft) , dann muss die Person 2 zusätzliche Karten ziehen und es wird ein Buchstabe vom Spielstapel auf die letzte Kategorie gelegt.
Anschließend drehen wir alle liegenden Buchstaben auf ihre Kategorienseite und es beginnt eine neue Runde, indem die Person mit dem Blitzchip auf den Buzzer haut und die Person links von ihr das erste Wort mit ihrem Buchstaben zu einer der ausliegenden Kategorien finden muss. Die beiden Phasen wechseln sich nun solange ab, bis eine Person ihre letzte Karte losgeworden ist. Diese Person gewinnt das Spiel.


Soweit die Regeln, die man sehr schnell verinnerlicht (außer das Weitergeben des Blitzchips, das aber wirklich wichtig ist, damit nicht immer die gleiche Person beginnt!). Kommen wir zum Fazit. Jetzt möchte ich nochmal kurz erwähnen, dass ich Quizspiele liebe und Partyspiele immer argwöhnisch beäuge. Nun klingt Blitzwisser rein vom Namen her eigentlich nach einem Quizspiel. Wie man bis hierhin gut sehen konnte, ist es das aber nicht, sondern eher ein Assoziationsspiel oder von mir aus auch Kreuzworträtsel-Verwandter und das auf Zeit mit Buzzer – im Herzen also sehr deutlich ein klassisches Partyspiel. An sich dürfte das Spiel bei mir also keinen guten Stand haben.
ABER: Blitzwisser schafft es wirklich, aus der simplen Stadt, Land, Fluss Assoziationskette ein total witziges, kurzweiliges und gleichzeitig die grauen Zellen wirklich forderndes Spiel zu machen. Dementsprechend ist es bei uns daheim in sämtlichen Runden, ob mit Kindern oder nur Erwachsenen oder auch Kindern allein, so richtig gut angekommen. Ich find's richtig gut!
Einziger Wertmutstropfen vielleicht: Jüngere Kinder können bei manchen Kategorien nicht so wirklich etwas beitragen (Frauen vor 1900 z.B.). Diese Kategorien haben wir dann einfach durch andere ersetzt und gut war’s. Dafür sind ausreichend Kategorien in der Schachtel enthalten. Wobei ich hier auch klar sage: Eine Erweiterung mit noch mehr Kategorien wäre richtig toll (wobei schon sehr viele Bereiche mit den 114 beiliegenden Karten abgedeckt werden). Wir hoffen also, dass das Spiel ein Erfolg wird. Verdient hätte es sich das auf jeden Fall!

 

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Blitzwisser von Arno Steinwender
Erschienen bei Game Factory
Für 2 - 4 Spielende in 15 - 25 Minuten ab 10 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Game Factory)
*es handelt sich um einen Affiliate-Link. Für Euch entstehen keine zusätzlichen Kosten, wir erhalten eine kleine Provision

Small World – the business behind the board game boom (Topic Discussion)

27. Oktober 2026 um 12:43

Board games have grown into a rather substantial global business, with established publishers selling games around the world and new releases reaching audiences far beyond your friendly local game store. Yet, behind the scenes, you find an industry that is made up of small companies, independent designers, and project-specific contractors. The industry has grown, but its businesses and careers have not necessarily become more secure. In this article, I want to look at this in more detail.

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Bericht zur SPIEL26 – Teil 1/2

Von: Oliver
26. Oktober 2026 um 19:42

SPIEL 2023

Die SPIEL 2026 ist vorbei. Was bleibt, sind Begegnungen, Erinnerungen, Eindrücke und Rekorde. Letzteres war wieder zu erwarten, denn mit jetzt allen 8 Hallen, 230.000 Besuchern und über 1.800 Neuheiten wurden wieder alle Rekorde gebrochen.

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#81 On Tour Sonntag: Live aus Essen

Anonyme Ludoholiker – Folge 81
Anonyme Ludoholiker on Tour: SPIEL 2026 – Sonntag

Fünf Tage SPIEL 2026 liegen hinter uns, die Koffer sind gepackt und die Füße tun weh. Zeit, Essen den Rücken zu kehren und die Heimreise anzutreten!

Diesmal melden sich Stefan, Tobi und Oli direkt aus dem Auto auf dem Rückweg von Essen. Und weil wir offenbar immer noch nicht genug von Brettspielen haben, gibt es zum Abschluss unseres Messewahnsinns noch ein paar letzte Eindrücke zu drei Spielen, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Was hat uns am letzten Messetag noch begeistert? Welche Eindrücke nehmen wir mit nach Hause? Und wie viele zusammenhängende Sätze bekommen wir nach fünf Tagen Messe überhaupt noch hin?

Freut euch auf einen letzten kurzen Messebericht, drei Spiele und drei ziemlich erschöpfte Ludoholiker.

Danach ist aber wirklich erstmal gut. Wir sind groggy!

👉 Wart ihr auch auf der SPIEL 2026? Was waren eure Highlights? Schreibt uns auf Instagram @anonymeludoholiker oder kommentiert bei Spotify, Apple Podcasts oder YouTube!

Das war unser Messewahnsinn 2026 – vielen Dank fürs Begleiten und viel Spaß mit Folge 81!

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Zwei Klassiker und ein Baby

25. Oktober 2026 um 05:00

Sandra, JäiDie und Oli reisen ein paar Jahrzehnte zurück, um im Heute anzukommen. In dieser Kennst-du-das-schon-Folge geht es um das Familienspiel Carcassonne Labyrinth.


Wenn euch gefällt, was wir machen, sagt es weiter.

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Mit Wumms rein in und raus aus den Podcast klappt musikalisch mit Rockstar Trailer von LiteSaturation.

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#80 On Tour Samstag: Live aus Essen

Anonyme Ludoholiker – Folge 80
Anonyme Ludoholiker on Tour: SPIEL 2026 – Samstag

Der Messesamstag ist geschafft! Die SPIEL 2026 in Essen läuft auf Hochtouren und nach einem weiteren Tag voller Spiele, Menschen und Eindrücke melden wir uns wieder aus unserer Essener Bude.

Nachdem uns am Donnerstag bereits Fabian Ehrmantraut und am Freitag JäiDie am Mikro begleitet haben, gibt es auch heute wieder Verstärkung: Frederik Malsy vom Boardcast ist mit dabei und lässt gemeinsam mit uns den Messesamstag Revue passieren.


Mehr Informationen zu Look Inside findet ihr unter www.mend-o.com


Viel Spaß mit unserem Messebericht vom Samstag!

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Wayfarers of the South Tigris (Digital Eyes)

24. Oktober 2026 um 12:43

Beyond the bustling streets of Baghdad lie ancient landscapes, winding waterways, and a night sky filled with shining stars. A cartographer prepares for the journey, gathering supplies and equipment before setting out to explore the world beyond the city walls. Each discovery adds to a growing body of knowledge, but the journey requires careful planning. Resources must be managed, observations recorded, and findings brought back to the House of Wisdom. The challenge lies not simply in discovering new things, but in deciding which discoveries deserve attention and how best to put them to use. These cartographers were known as the Wayfarers of the South Tigris by S J Macdonald and Shem Phillips from Garphill Games with art by Mihajlo Dimitrievski.

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#79 On Tour Freitag: Live aus Essen

Anonyme Ludoholiker – Folge 79
Anonyme Ludoholiker on Tour: SPIEL 2026 – Freitag

Die SPIEL 2026 in Essen hat ihre Türen geöffnet und wir haben uns direkt ins Getümmel gestürzt.

Jetzt sitzen wir wieder gemütlich in unserer Essener Bude, lassen den Freitag Revue passieren und erzählen euch frisch von unseren Erlebnissen auf der Messe.

Diesmal mit dem brettspieligsten Brettspielpodcastgast Dieseits und Jenseits des Äthers: JäiDie!

In einer kurzen, knackigen Folge sprechen wir über unsere persönlichen Eindrücke, spannende Neuheiten und alles, was uns vom ersten Tag besonders in Erinnerung geblieben ist.

15 Minuten Messewahnsinn, direkt aus Essen!

👉 Seid ihr auch auf der SPIEL 2026 unterwegs? Was waren eure Highlights am Donnerstag? Schreibt uns auf Instagram @anonymeludoholiker oder kommentiert bei Spotify, Apple Podcasts oder YouTube!

Viel Spaß mit unserem ersten Messebericht – und morgen geht der Wahnsinn weiter!

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Deutscher Spiele Preis 2026

23. Oktober 2026 um 21:03

Die Spiele-Community hat entschieden

Der Deutsche Spiele Preis 2026 ist vergeben. Auf der Pressekonferenz zur SPIEL Essen am 21. Oktober wurden die beliebtesten Gesellschaftsspiele des vergangenen Spielejahrgangs ausgezeichnet. Den ersten Platz sicherte sich „Artengarten“ von Mathias Wigge aus dem Feuerland Verlag. Dahinter folgen „Boss Fighters QR“ von Pegasus Spiele und „Galactic Cruise“ aus dem PD-Verlag. Auch das beliebteste Kinderspiel wurde gekürt: Hier konnte sich „Toriki: Eine Insel voller Abenteuer“ durchsetzen.

Ein Spielepreis, bei dem die Community entscheidet

Anders als beim „Spiel des Jahres“, dessen Gewinner von einer Fachjury bestimmt werden, liegt die Entscheidung beim Deutschen Spiele Preis vollständig in den Händen der Spielenden. Seit 1990 wird die Auszeichnung vom Merz Verlag vergeben. Abstimmen dürfen Spielefans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei gibt es keine vorab festgelegte Nominierungsliste einer Jury. Die Teilnehmenden können ihre fünf Lieblingsspiele des jeweiligen Jahrgangs selbst auswählen und in eine Rangfolge bringen. Zusätzlich wird eine Stimme für das beste Kinderspiel abgegeben. Für die Wahl 2026 standen alle eigenständigen Spiele zur Verfügung, die zwischen dem 1. Mai 2025 und dem 30. April 2026 auf Deutsch erschienen sind. Der Deutsche Spiele Preis zeigt damit jedes Jahr, welche Titel bei den Menschen besonders gut angekommen sind, die regelmäßig selbst am Spieltisch sitzen. Und die müssen sich keineswegs mit den Favoriten der Spiel-des-Jahres-Jury decken.

Platz 1: Artengarten

Mit „Artengarten“ gewinnt ein Spiel, das vielen Brettspielfans bereits durch seine Verwandtschaft zu „Arche Nova“ bekannt vorkommen dürfte. Autor Mathias Wigge bleibt dem Thema Zoo treu, hat die spielerische Umsetzung aber deutlich verändert. Statt einen Zoo über zahlreiche Karten und komplexe Abläufe zu entwickeln, werden hier sechseckige Plättchen auf einem eigenen Zooplan ausgelegt. Tiere benötigen passende Lebensräume, Gebäude müssen sinnvoll platziert werden und verschiedene Artenschutzprojekte bringen zusätzliche Möglichkeiten. Dabei geht es immer wieder darum, die verfügbaren Plättchen möglichst geschickt miteinander zu kombinieren. Auch das aus „Arche Nova“ bekannte Prinzip unterschiedlich starker Aktionen findet sich in angepasster Form wieder. „Artengarten“ ist damit ein eigenständiges Kennerspiel, das einige Ideen seines großen Vorbilds aufgreift, aber kompakter umsetzt.

Platz 2: Boss Fighters QR

Auf dem zweiten Platz landet „Boss Fighters QR“ von Michael Palm und Lukas Zach. Das kooperative Spiel von Pegasus Spiele verbindet klassische Kartenmechanismen mit einer App, die weit mehr übernimmt als nur die Verwaltung von Lebenspunkten. Zwei bis vier Spieler:innen stellen ihre eigenen Helden zusammen und treten gemeinsam gegen unterschiedliche Bossgegner an. Jeder Boss besitzt besondere Fähigkeiten und reagiert auf die Aktionen der Gruppe. Dafür werden die ausgespielten Karten über QR-Codes von der App erkannt. Die Spielenden müssen herausfinden, wie ihre Gegner funktionieren, Angriffe abstimmen und ihre Karten möglichst sinnvoll einsetzen. Nach erfolgreichen Kämpfen lassen sich die eigenen Decks weiterentwickeln. Gerade das Zusammenspiel zwischen der Gruppe und den unterschiedlich agierenden Bossen steht im Mittelpunkt.

Platz 3: Galactic Cruise

Der dritte Platz geht an „Galactic Cruise“ von T. K. King, Dennis Northcott und Koltin Thompson, erschienen im PD-Verlag. Hier dreht sich alles um ein Reiseunternehmen, das Kreuzfahrten ins Weltall anbietet. Die Spieler:innen übernehmen die Verantwortung für verschiedene Bereiche des Unternehmens und versuchen, möglichst erfolgreich Weltraumtouristen auf Reisen zu schicken. Dafür müssen Raumschiffe gebaut, passende Gäste angeworben und Reisen geplant werden. Gleichzeitig gilt es, Personal einzustellen und die eigene Infrastruktur weiterzuentwickeln. Spielerisch steckt dahinter ein umfangreiches Worker-Placement-Spiel, bei dem die verfügbaren Arbeitskräfte möglichst geschickt eingesetzt werden müssen. Wer sich ausschließlich auf den Bau neuer Schiffe konzentriert, kommt ebenso wenig weit wie jemand, der zwar genügend Gäste hat, aber keine passenden Reisen anbieten kann. Die verschiedenen Unternehmensbereiche greifen ineinander und verlangen eine vorausschauende Planung.

Die weiteren Plätze des Deutschen Spiele Preises 2026

Neben den drei ausgezeichneten Spielen haben es sieben weitere Titel in die Top 10 der Kategorie Familien- und Erwachsenenspiel geschafft:
4. „Der Herr der Ringe: Das Schicksal der Gemeinschaft“ von Matt Leacock (Z-Man Games/Asmodee)
5. „Take Time“ von Alexi Piovesan und Julien Prothière (Libellud/Asmodee)
6. „Rebirth“ von Reiner Knizia (Frosted Games)
7. „Cozy Stickerville“ von Corey Konieczka (Unexpected Games/Asmodee)
8. „Am Goldenen Fluss“ von Keith Piggott (Kosmos)
9. „Star Trek: Captain’s Chair“ von Nigel Buckle und Dávid Turczi (Frosted Games)
10. „Mischwald: Dartmoor“ von Kosch (Lookout Games/Asmodee)

Bestes Kinderspiel: Toriki: Eine Insel voller Abenteuer

Auch bei den Kinderspielen hat die Community einen Gewinner gewählt. Der Deutsche Spiele Preis 2026 für das beste Kinderspiel geht an „Toriki: Eine Insel voller Abenteuer“ von Wojciech Grajkowski, erschienen bei Mirakulus. Das kooperative Abenteuerspiel schickt die Spieler:innen auf eine geheimnisvolle Insel im 19. Jahrhundert. Eigentlich sollte es eine Forschungsreise werden, doch nach einem Schiffbruch findet sich die Gruppe plötzlich auf Toriki wieder. Nun gilt es, die Umgebung zu erkunden, Nahrung zu finden und einen Weg zurück nach Hause zu entdecken. Unterstützt wird das Abenteuer durch eine App, die auf die Entscheidungen und Entdeckungen der Gruppe reagiert. Auf der Insel lassen sich Gegenstände finden und miteinander kombinieren, unbekannte Tiere und Pflanzen entdecken und neue Gebiete erschließen. Das Spiel entwickelt sich dabei über mehrere Partien hinweg weiter. Besonders interessant ist die Verbindung aus gemeinsamem Erkunden und einer fortlaufenden Geschichte, bei der niemand vorher genau weiß, was hinter der nächsten Entdeckung steckt.

Neben „Toriki“ gehörten zwei weitere Kinderspiele zu den drei beliebtesten Titeln des Jahrgangs:
– „Die Insel der Mookies“ von Florian Sirieix (Kosmos)
– „Paleolino“ von Marco Teubner (Hans im Glück)
Eine genaue Reihenfolge dieser beiden Spiele wurde nicht veröffentlicht.

Ein Jahrgang mit unterschiedlichen Favoriten

Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt, wie unterschiedlich die Spiele sind, die es in diesem Jahr nach ganz oben geschafft haben. Mit „Artengarten“ gewinnt ein zugänglicheres Kennerspiel aus der Welt von „Arche Nova“, während „Boss Fighters QR“ auf gemeinsame Kämpfe mit digitaler Unterstützung setzt. „Galactic Cruise“ wiederum richtet sich mit seiner umfangreichen Wirtschaftsplanung eher an erfahrene Strategiespieler:innen. Dass diese drei Titel gemeinsam auf dem Treppchen stehen, ist eine interessante Momentaufnahme der Brettspiel-Community. Beim Deutschen Spiele Preis entscheidet eben nicht eine kleine Jury darüber, welches Spiel besonders gelungen ist. Hier geben viele Menschen ihre ganz persönlichen Favoriten an, und am Ende entsteht daraus ein gemeinsames Ergebnis.

Soundtrack der SPIEL 26

23. Oktober 2026 um 09:17

JäiDie will's wissen:

Was ist dein Soundtrack zur SPIEL 26?


Freut euch auf bekannte und unbekannte Stimmen und ihre Musik-Tipps für das Leben auf der Messe.


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#78 On Tour Donnerstag: Live aus Essen

Anonyme Ludoholiker – Folge 78

Anonyme Ludoholiker on Tour: SPIEL 2026 – Donnerstag

Der erste Messetag ist geschafft! Die SPIEL 2026 in Essen hat ihre Türen geöffnet und wir haben uns direkt ins Getümmel gestürzt.

Jetzt sitzen wir wieder gemütlich in unserer Essener Bude, lassen den ersten regulären Tag Revue passieren und erzählen euch frisch von unseren Erlebnissen auf der Messe. Heute haben wir besonderen Besuch bei: Fabian Barbosa Ehrmantraut vom Podcast Bretter Late than Never ist zu Gast und hat sein Highlight des heutigen Tages mitgebracht.


In einer kurzen, knackigen Folge sprechen wir über unsere persönlichen Eindrücke, spannende Neuheiten und alles, was uns vom ersten Tag besonders in Erinnerung geblieben ist.

15 Minuten Messewahnsinn, direkt aus Essen!

👉 Seid ihr auch auf der SPIEL 2026 unterwegs? Was waren eure Highlights am Donnerstag? Schreibt uns auf Instagram @anonymeludoholiker oder kommentiert bei Spotify, Apple Podcasts oder YouTube!

Viel Spaß mit unserem ersten Messebericht – und morgen geht der Wahnsinn weiter!

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Impressionen Neuheiten SPIEL26

Von: Oliver
21. Oktober 2026 um 20:35

SPIEL 2023

Heute war der Auftakt zur Spiele-Messe SPIEL2026 in Essen.
Der Tag begann um 10:00 Uhr mit der Pressekonferenz und im Anschluss ging es direkt rein in die Gruga-Halle zur Neuheitenschau.

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#77 On Tour Mittwoch: Live aus Essen

Anonyme Ludoholiker – Folge 77
Anonyme Ludoholiker on Tour: SPIEL 2026 – Donnerstag

Der erste Messetag ist geschafft! Die SPIEL 2026 in Essen hat ihre Türen geöffnet und wir haben uns direkt ins Getümmel gestürzt.

Jetzt sitzen wir wieder gemütlich in unserer Essener Bude, lassen den ersten Tag Revue passieren und erzählen euch frisch von unseren Erlebnissen auf der Messe.

Welche Spiele haben wir entdeckt? Was waren unsere ersten Highlights? Welche Überraschungen gab es? Und wie viele Spiele sind wohl schon am ersten Tag in unseren Taschen gelandet?

In einer kurzen, knackigen Folge sprechen wir über unsere persönlichen Eindrücke, spannende Neuheiten und alles, was uns vom ersten Tag besonders in Erinnerung geblieben ist.

15 Minuten Messewahnsinn, direkt aus Essen!

👉 Seid ihr auch auf der SPIEL 2026 unterwegs? Was waren eure Highlights am Donnerstag? Schreibt uns auf Instagram @anonymeludoholiker oder kommentiert bei Spotify, Apple Podcasts oder YouTube!

Viel Spaß mit unserem ersten Messebericht – und morgen geht der Wahnsinn weiter!

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PM Spieleverlage eV

Von: Oliver
21. Oktober 2026 um 11:00

SPIEL 2023

Die Spielebranche blickt trotz wirtschaftlicher Herausforderungen optimistisch auf das Jahr 2026. Besonders Brett-, Karten- und Gesellschaftsspiele sowie Puzzle entwickeln sich positiv. Wie der Spieleverlage e. V. in seiner Pressemitteilung zur SPIEL 2026 in Essen berichtet, konnte die Warengruppe Spiele & Puzzle in den ersten drei Quartalen des Jahres um 8 Prozent wachsen. Der gesamte Spielwarenmarkt legte im gleichen Zeitraum lediglich um 3 Prozent zu.

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#76 Friss meine Shorts

Anonyme Ludoholiker – Folge 76
Friss meine Shorts

Kurz, knackig und mit jeder Menge Spielstoff! In Folge 76 der Anonymen Ludoholiker setzen sich Stefan und Stephan wieder an die Mikros und sprechen über vier Spiele, die in den vergangenen Wochen auf ihren Tischen gelandet sind.

Mit The Gang, Panika, Carnival of Sins und Fragments Solara ist diesmal eine bunte Mischung dabei.

Welche Spiele konnten Stefan und Stephan überzeugen? Wo gehen die Meinungen auseinander? Und bei welchem Titel machen wir am Ende lieber schnell wieder den Deckel drauf – natürlich richtig rum?


👉 Kennt ihr eines der Spiele schon oder habt ihr einen der Titel selbst auf dem Tisch gehabt? Schreibt uns auf Instagram @anonymeludoholiker oder kommentiert bei Spotify, Apple Podcasts oder YouTube!


Hinweis zu Rezensionsexemplaren:

Alle in dieser Folge besprochenen Spiele wurden uns von den jeweiligen Verlagen kostenlos als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt.

Wir gehen mit Rezensionsexemplaren transparent und verantwortungsvoll um. Wir freuen uns über die Möglichkeit, neue Spiele zu testen, und geben stets unsere ehrliche Meinung ab, unabhängig davon, ob das Spiel als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Dabei legen wir Wert auf Fairness und Objektivität – unser Fokus liegt immer darauf, unseren Zuhörenden einen authentischen Eindruck des Spiels zu vermitteln.


Kapitelmarken:

(00:27) Begrüßung
(02:11) The Gang
(09:47) Panika
(18:18) Carnival of Sins
(25:37) Fragments Solara
(38:09) Verabschiedung

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Teaching Matters – designing games for the first play (Topic Discussion)

20. Oktober 2026 um 12:43

A board game designer can spend years refining a game. They know the game inside out and understand every rule intimately. Yet, when you open a game for the first time, you don't have access to their knowledge. Players have to learn how a game works all by themselves. A game design can be sound, yet it's still difficult to learn and teach. A clear rulebook certainly helps, but often it all begins with the design itself. Following on from my article about dealing with complexity as a board game designer, this article looks at how a good design can help with a game's teach.

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Zwölf Spiele auf der SPIEL 2026

19. Oktober 2026 um 16:00

Die SPIEL in Essen steht vor der Tür. Und wieder gibt es deutlich mehr interessante Neuheiten als Zeit, sie alle auszuprobieren. Zwischen den großen Veröffentlichungen bekannter Verlage tauchen immer wieder kleinere Spiele auf, die mit ungewöhnlichen Ideen neugierig machen. Da fällt die Auswahl nicht gerade leicht.
Ich habe mich in den vergangenen Wochen durch Neuheitenlisten, Verlagsankündigungen und erste Einschätzungen gearbeitet. Zwölf Titel haben es dabei auf meine persönliche Wunschliste geschafft. Wichtig ist allerdings: Keines dieser Spiele habe ich bislang selbst gesehen oder gespielt. Meine Auswahl beruht ausschließlich auf den Informationen, die bisher über die Spiele veröffentlicht wurden. Ob sie ihre Versprechen tatsächlich einlösen, muss sich am Spieltisch erst noch zeigen.
Eine Rangliste der vermeintlich besten Neuheiten ist das also nicht. Es sind zwölf Spiele, die mich aus ganz unterschiedlichen Gründen neugierig gemacht haben und die ich mir in Essen gerne genauer anschauen möchte.

Queen Alice
Combo Games · Héctor Carrión Benavent, David Heras Pino · 1–4 Personen · ab 14 Jahren · 30–120 Minuten
Eine Teegesellschaft im Wunderland vorzubereiten, klingt zunächst nicht nach einer besonders schwierigen Aufgabe. Wenn allerdings Schachfiguren bestimmen, welche Aktionen überhaupt möglich sind, wird die Sache komplizierter. In „Queen Alice“ bewegen wir Figuren nach den bekannten Schachregeln über den Spielplan, verbessern unsere Möglichkeiten mithilfe von Karten und beeinflussen gleichzeitig, ob Alice am Ende die rote oder weiße Krone trägt. Das ist wichtig, weil davon abhängt, welche unserer Ziele gewertet werden. Gerade diese Verbindung aus eigener Planung und dem gemeinsamen Einfluss auf die Krönung finde ich reizvoll. Bei so vielen ineinandergreifenden Mechanismen bleibt allerdings abzuwarten, wie flüssig sich das Ganze tatsächlich spielt.

Fadenfroh
1 More Time Games · Jordy Adan, Alexander Pfister · 1–4 Personen · ab 8 Jahren · ca. 30 Minuten
Ein Eichhörnchen, ein paar Blumen und dazwischen bunte Stickmuster: „Fadenfroh“ sieht erst einmal ausgesprochen gemütlich aus. Wir sammeln Garn und Nadeln, nehmen Stoffkarten aus einem gemeinsamen Markt und legen sie überlappend in unserer eigenen Auslage an, um möglichst wertvolle Muster entstehen zu lassen. Wer zu lange Materialien sammelt, riskiert allerdings, dass jemand anderes die passenden Karten wegschnappt. Die Kombination aus überschaubaren Regeln und diesem kleinen Wettlauf um die besten Stoffe klingt interessant. Dazu kommt, dass Alexander Pfister und Jordy Adan erstmals gemeinsam ein Spiel entwickelt haben. Was die beiden aus dem ungewöhnlichen Thema gemacht haben, möchte ich mir unbedingt anschauen.

High Moon
Combo Games · Antonio Guillamó „Guilla“ · 2–4 Personen · ab 10 Jahren · 40–60 Minuten
Untote Cowboys treiben Skelettkühe durch eine Westernlandschaft. Allein dafür verdient „High Moon“ schon einen zweiten Blick. Hinter der ziemlich schrägen Kulisse steckt ein taktisches Routenbauspiel, bei dem wir die Verbindungen zwischen unseren Ranches, Herden und Brennereien möglichst geschickt ausbauen müssen. Die Regeln sollen dabei überschaubar bleiben, während die Entscheidungen durchaus etwas Nachdenken verlangen. Diese Kombination könnte mir gefallen, zumal das eigenwillige Westernszenario dem Spiel schon auf den ersten Bildern einen unverwechselbaren Charakter verleiht.

Carl Linné
Pink Troubadour · Michal Peichl · 1–4 Personen · ab 12 Jahren · 60–120 Minuten
Beim Blick auf das Cover von „Carl Linné“ war ich zunächst vor allem von der naturkundlichen Gestaltung angetan. Das Spiel beschäftigt sich mit der Erforschung und Ordnung der Natur und greift dabei die wissenschaftliche Arbeit des schwedischen Naturforschers auf. Besonders interessant erscheint mir der Umgang mit den optischen Linsen, die sich auf unterschiedliche Weise einsetzen lassen. Unter einem Mikroskop ermöglichen sie beispielsweise stärkere Aktionen, stehen anschließend aber vorübergehend nicht mehr zur Verfügung. Wer jetzt besonders viel erreichen möchte, muss also möglicherweise in der nächsten Runde auf bestimmte Möglichkeiten verzichten. Ein solcher Mechanismus passt für mich gut zum wissenschaftlichen Thema und macht neugierig auf die übrigen Entscheidungen, die in diesem Kennerspiel warten.

Surfin’ Cats
2Tomatoes Games · Aitor Perea Cobo, Iván Cuadra García · 2–5 Personen · ab 10 Jahren · 20–30 Minuten
Die perfekte Welle ist in Sicht, aber leider haben die anderen Katzen denselben Plan. Bei „Surfin’ Cats“ versuchen wir mit unseren Handkarten, möglichst gute Positionen auf den Wellen zu erreichen und dabei spektakuläre Tricks hinzulegen. Erspielte Punkte lassen sich für neue Karten oder besondere Fähigkeiten ausgeben, sodass sich die eigenen Möglichkeiten im Laufe der Partie verändern. Dazu kommt, dass uns die Konkurrenz mit ihren Karten durchaus einen Strich durch die Rechnung machen kann. Das klingt nach einem kurzweiligen Kartenspiel, bei dem man seine Mitspieler besser nicht aus den Augen verliert. Und die surfenden Katzen haben natürlich auch einen gewissen Reiz.

Seagrass
Bitewing Games · Trevor Benjamin, Brett J. Gilbert · 2–4 Personen · ab 10 Jahren · 30–60 Minuten
Ein Korallenriff vergrößern und damit wertvoller machen? Klingt nach einer guten Idee, solange am Ende auch die eigene Tierkolonie davon profitiert. Bei „Seagrass“ konkurrieren wir auf einem gemeinsamen Spielplan um die Mehrheiten an verschiedenen Riffen. Größere Riffe versprechen mehr Punkte, werden dadurch aber auch für die Mitspieler attraktiver. Besonders spannend finde ich, dass man mit einem eigentlich sinnvollen Zug gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Konkurrenz eröffnet. Dass „Seagrass“ auf dem älteren Spiel „Maya“ aufbaut und dessen Konzept an mehreren Stellen weiterentwickelt, macht den Titel für mich zusätzlich interessant.

FOMO: Foragers of Mechanical Oddities
Esper Game Studio · Rodrigo Esper · 3–5 Personen · ab 10 Jahren · 20–30 Minuten
Da liegt ein vielversprechendes mechanisches Fundstück auf dem Schrottplatz. Nur weiß niemand so genau, ob sich dahinter etwas Wertvolles oder doch nur nutzloses Gerümpel verbirgt. Bei „FOMO“ bieten wir auf geheimnisvolle Maschinenteile, obwohl wir nur einen Teil der Informationen kennen. Wer unbedingt den Zuschlag haben will, kann sich damit gehörig verschätzen. Gerade bei einem kurzen Auktionsspiel gefällt mir der Gedanke, dass die Einschätzung der Mitspieler mindestens so wichtig sein könnte wie der tatsächliche Wert einer Karte. Dazu kommt eine wunderbar eigenwillige Gestaltung, die bereits auf dem Cover auffällt.

Oil Rock
Cranio Creations · Marco Piola Caselli · 2–4 Personen · ab 13 Jahren · ca. 90 Minuten
Der amerikanische Ölboom liefert den Hintergrund für „Oil Rock“, in dem wir eigene Förderunternehmen aufbauen und um wirtschaftliche Vorteile konkurrieren. Besonders neugierig macht mich das Aktionsrad, über das wir unsere Handlungsmöglichkeiten steuern. Dazu kommt eine Reputationsleiste, die nicht nur für die Wertung und Zugreihenfolge wichtig ist, sondern auch neue Fähigkeiten freischaltet. Wer sich hier früh Vorteile sichert, könnte davon über mehrere Runden profitieren, muss dafür aber möglicherweise andere Entwicklungen zurückstellen. Ob die verschiedenen Möglichkeiten tatsächlich zu schwierigen Entscheidungen und spürbarer Konkurrenz führen, dürfte entscheidend für den Spielreiz sein.

My Extreme Skatepark
itten · Daniel Arosteguy Pino, Naotaka Shimamoto · 2–4 Personen · ab 10 Jahren · 15–20 Minuten
Ein kleiner Schnipser und schon soll das Skateboard möglichst elegant durch den Parcours fliegen. Dass es stattdessen auch einfach an einem Hindernis hängen bleiben kann, gehört bei „My Extreme Skatepark“ wohl dazu. Auf dem dreidimensionalen Spielfeld versuchen wir, Tricks zu landen, während sich der Skatepark im Laufe der Partie immer wieder verändert. Gerade die beweglichen Hindernisse könnten dafür sorgen, dass man sich nicht einfach auf einen einmal gelungenen Versuch verlassen kann. Ich habe jedenfalls große Lust, hier selbst ein paar Tricks auszuprobieren. Und vermutlich auch einige ziemlich unspektakuläre Stürze hinzulegen.

Villa
DV Games · Andrea Emiliani · 2–4 Personen · ab 7 Jahren · ca. 20 Minuten
Ein paar Heckenelemente reichen aus, um bei „Villa“ nach und nach einen italienischen Garten entstehen zu lassen. Reihum legen wir neue Teile an die gemeinsame Auslage und versuchen, abgeschlossene Gartenbereiche für uns zu gewinnen. Entscheidend ist, welche Farbe an der Begrenzung eines Bereichs am stärksten vertreten ist. Mich spricht vor allem an, wie überschaubar die eigentliche Aufgabe klingt, obwohl jede neue Hecke die Mehrheitsverhältnisse verändern kann. Bei einer Spieldauer von gerade einmal 20 Minuten braucht es keine komplizierten Sonderregeln, wenn schon die Entscheidung über das nächste Teil genügend Stoff zum Nachdenken liefert.

Flickering Stars
PIKA Games · Matt Leacock, Josh Cappel · 2–4 Personen · ab 8 Jahren · 15–60 Minuten
Ein Raumschiff soll auf einem fremden Planeten landen, aber dafür muss erst einmal der richtige Schnipser gelingen. „Flickering Stars“ verbindet ein Weltraumabenteuer mit Geschicklichkeit und taktischen Entscheidungen. Die kleinen Schiffe werden über den Tisch bewegt, um Planeten zu erkunden, Ressourcen einzusammeln und gegnerischen Flotten auszuweichen. Dass Matt Leacock, den viele vor allem mit kooperativen Spielen wie „Pandemic“ verbinden, gemeinsam mit Josh Cappel ein solches Spiel entwickelt hat, macht die Sache zusätzlich interessant. In Essen wird zunächst eine frühe, überarbeitete Version gezeigt, die Veröffentlichung ist erst für 2027 vorgesehen. Umso schöner, dass man sich bereits jetzt einen ersten Eindruck verschaffen kann.

Best Day Ever
SPIEL DAS! · Jan Maier · 2–6 Personen · ab 8 Jahren · 30–45 Minuten
Noch schnell in die Achterbahn, danach zum Karussell und vielleicht reicht die Zeit sogar für eine weitere Attraktion. Wäre da nur nicht die zunehmend dringende Frage nach der nächsten Toilette. In „Best Day Ever“ planen alle gleichzeitig ihren Tag im Freizeitpark und entscheiden verdeckt, welche Attraktion sie als Nächstes besuchen möchten. Treffen dort zu viele Besucher aufeinander, wird die Warteschlange länger und der Druck auf die eigene WC-Leiste steigt. Wer zu viel erleben möchte, muss also irgendwann auch an die weniger schönen Seiten eines Freizeitparkbesuchs denken. Gerade die gleichzeitige Planung und die möglichen Überschneidungen könnten für einige unterhaltsame Situationen sorgen. Ein Familienspiel, dessen Thema mich jedenfalls sofort angesprochen hat.

Und was landet am Ende wirklich auf dem Tisch?
Zwölf Spiele stehen damit auf meiner Liste für die SPIEL 2026. Ob ich tatsächlich alle ausprobieren kann, wird sich zeigen. Vermutlich werden auf der Messe ohnehin noch einige Titel dazukommen, die ich bislang gar nicht auf dem Zettel hatte. Aber genau das macht einen Besuch in Essen schließlich auch so interessant.
Welche Neuheiten stehen bei euch in diesem Jahr ganz oben auf der Liste?

 

Mad Cat Sad Cat

Von: Oli
19. Oktober 2026 um 12:08

Die Optik von Mad Cat Sad Cat macht es einem ziemlich leicht, sich das Spiel zu merken. Es sieht in meinen Augen einfach herrlich eigenwillig aus und erinnert mich stark an alte Zeichentrickfilme. Allein damit schnappt es schon nach meiner Aufmerksamkeit. Die Katzen haben einen schön schrägen Look und das Spiel hebt sich damit angenehm von vielen anderen „kleinen“ Würfelspielen ab – auch wenn es leider immer die gleichen zwei „Katzen“ sind. Warum die „Mad Cat“ allerdings ein Dachs ist, bleibt für mich eine der großen ungelösten Fragen dieses Spiels. Aber gut, wir wollen hier jetzt mal aus einem Dachs keinen Elefanten sondern eine Katze machen – sei’s drum.


Denn eigentlich geht es ja ums Spielgefühl und auch das gefällt mir richtig gut. Mad Cat Sad Cat ist im Kern ein schnelles Push-your-Luck-Würfelspiel. Ich würfle meine fünf Würfel, lege nach jedem Wurf einen oder mehrere davon heraus und versuche, damit eine möglichst wertvolle Kombination zu bilden. Kniffel meets Poker, wenn man so will. Und wer jetzt sagt „aber Kniffel ist doch schon Poker mit Würfeln….hat natürlich Recht. Hier geht es aber um folgendes: Die möglichen Kombinationen (zwei Paare, ein Full House, einen Vierling, einen Fünfling oder einen Catpot – das wären 5 Joker) liegen in Form von Karten auf dem Tisch und das mit Ausnahme des Catpots jeweils zwei Mal. Zum einen liegt jede Kombination hochkant in der Mitte und zum anderen jeweils daneben die gleiche Kombination nochmal als andere Karte im Querformat. Die Hochkant-Karten sind die eigentlichen Punktekarten, auf die ich beim Würfeln abziele, die Quer-Karten braucht man zum Schnorren. Dazu aber gleich mehr.

Nun würfle ich und muss ich mich bereits beim ersten Würfel für Mad Cats oder Sad Cats entscheiden und darf beide in meinem Zug fortan nicht miteinander mischen. Das hat einen Sinn, denn Sad Cats bringen anfangs mehr Punkte als die Mad Cats, da es erstere nur auf 2 Seiten (plus dem Joker) der Würfel gibt. Sobald ich mich entschieden habe, lege ich auf alle Karten mit der „anderen“ Katze je zwei Punktechips. Außerdem müssen alle anderen am Tisch eine ihrer Schnorrkarten (auf denen ebenfalls die möglichen Kombinationen sowie ein Misserfolg aufgedruckt sind) verdeckt vor sich ablegen. Mit dieser Karte „wetten“ sie nun darum, was ich mit meinen Würfeln so mache.

Solange ich in meinem Zug noch einen gültigen Würfel rauslegen kann, darf ich immer entscheiden, ob ich weitermache oder aufhöre. Und dann passiert das, was man eben von diesen Spielen kennt: Ich schaue auf meine bisher möglichen Punkte, sage mir „einen Versuch noch“ und hoffe, dass das schon irgendwie gutgehen wird – und scheitere ab und an dann eben. Und Scheitern geht vor allem dann, wenn man nur noch die „anderen“ Katzen erwürfelt. Dann ist mein Zug vorbei. Schaffe ich es aber gut zu würfeln oder höre ich rechtzeitig auf, muss ich mit meinen Würfeln eine der fünf möglichen Kombinationen erfüllen – erfülle ich mehrere gleichzeitig, darf ich mir eine aussuchen (hab ich also ein Full House darf ich es auch als zwei Paare werten und hab ich einen Fünfling oder gar Catpot, darf ich trotzdem nur den Vierling werten). Das macht insofern Sinn, dass ich die Punkte von der jeweiligen Karte nehme und diese erstmal nicht aufgefüllt wird.


Soweit meine Optionen im Spiel, wenn ich am Zug bin. Der eigentliche Kniff im Spiel kommt nun aber dadurch, dass die anderen während meines Zuges nicht einfach zuschauen. Sobald ich mich für Mad Cats oder Sad Cats entschieden habe (also sobald ich meinen ersten Würfel rauslege), wählen die anderen verdeckt jeweils eine ihrer Schnorr-Karten. Sie versuchen damit vorherzusagen, welche Kombination ich mit meinen Würfeln erreichen werde. Sobald die entsprechende Kombination tatsächlich als Würfel auf dem Tisch liegt, können sie ihre Karte aufdecken und sich die Punkte der querliegenden Karte mit dieser Kombination nehmen. Haben mehrere die gleiche Schnorrkarte, teilen sie sich die Punkte. Die anderen können aber mit ihrer Schnorrkarte auch darauf setzen, dass ich gar keine Kombination schaffe. Und wenn sie recht haben, bekommen sie den Catpot

Und genau das brachte bei uns daheim jede Menge Spaß an den Tisch. Denn plötzlich interessiert sich nicht nur jeder für den eigenen Punktestand, sondern auch dafür, was der andere gerade versucht. Da hat vielleicht jemand am Tisch grade mit dem ersten Wurf einen Drilling gewürfelt und legt die Würfel raus. Nun schaue ich natürlich, für welche mögliche Kombination es mehr Punkte gibt. Wenn das beim Fünfling ist, könnte es Sinn machen, dass ich hierauf setze. Sicherer ist dann aber natürlich, wenn ich auf ein Versagen setze, wenn ich der Meinung bin, dass die Person den Fünfling wirklich versucht und kein Glück haben wird. Oder aber die Würflerin ist sicherheitsorientiert, dann setze ich vielleicht doch eher auf Vierling oder Full House. Also setze ich auf Versagen und feuere die Person an, dass sie doch den Fünfling versucht(?).

Das sorgt natürlich für jede Menge Trash-Talk am Tisch. Da wird angefeuert, was das Zeug hält. Natürlich nur, weil man dem anderen wirklich von Herzen gönnt, dass sein nächster Wurf gelingt. Also zumindest solange man nicht gerade auf den Reinfall wartet. Und genau das ist für mich eine der großen Stärken des Spiels: Es ist eigentlich gar kein klassisches Partyspiel, sondern pures Push-Your-Luck und schafft es damit, schnell Stimmung am Tisch zu erzeugen.
Dabei ist das Spiel angenehm schnell gespielt und funktioniert bei uns in unterschiedlichen Altersstufen und Besetzungen. Die Regeln sind nach der ersten Partie schnell verstanden und durch das ständige Mitfiebern der anderen gibt es praktisch keinen Leerlauf. Und bei dieser wirklich knackigen Spielzeit, lässt die Revanche hier garantiert nie auf sich warten!


Einen kleinen Wermutstropfen hätte ich dann aber noch. Denn obwohl die Anleitung eigentlich nur aus einigen wenigen Sätzen besteht, hatte ich anfangs wirklich ein kleines Problem damit. Ich bin ich es gewohnt, mir Anleitungen grundsätzlich erst einmal gemütlich abseits vom eigentlichen Spiel durchzulesen und mir so ein Bild vom Spielablauf zu machen. Das hat hier allerdings gar nicht funktioniert. Denn leider sind die Formulierungen teilweise sehr umständlich formuliert, z.B. „Sobald du Würfel rausgelegt hast (nicht nur geworfen), die so gelesen werden können, dass sie eine Katzenkarte (die Kombination darauf) erfüllen, dürfen alle ihre entsprechende Schnorr-Karte aufdecken, falls sie diese gewählt haben.“ – Wie bitte? Solche Sätze musste ich durchaus zwei-drei-Mal lesen.
Das Problem lag aber tatsächlich daran, dass ich das Spiel nicht aufgebaut vor Augen hatte. Mit der ersten Partie haben sich diese Fragezeichen nämlich blitzschnell aufgelöst. Sobald die Würfel und Karten auf dem Tisch liegen, ist eigentlich total logisch, wie das Ganze gemeint ist. Trotzdem bleibt bei mir der Eindruck zurück, dass die Anleitung didaktisch etwas besser hätte aufgebaut sein können. Aber ich kann auch eine Entwarnung geben: Das Spiel selbst ist deutlich zugänglicher, als die Anleitung zunächst vermuten lässt und der Einstieg lohnt sich für alle, die etwas mit Push-Your-Luck und Kniffelmechanik anfangen können.

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Mad Cat Sad Cat von Andreas Preiss
Erschienen bei Loosey Goosey Games
Für 2 - 5 Spielende in 25 Minuten ab 8 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Loosey Goosey Games)
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