Geister, Hexen und Vampire bitten zum Spieltisch! Mit HUGO – Das Schlossgespenst, Hexe, Tier … wer fehlt denn hier? und der Wizard 30-Jahre-Edition wird der Halloween-Abend zum schaurig-schönen Vergnügen für die ganze Familie. Ob spannende Flucht vor einem Schlossgeist, turbulente Suche nach verschwundenen Tieren oder magische Stichvorhersagen mit Hexe und Vampir. Hier ist für kleine Gruselfans und erfahrene Spielebegeisterte jede Menge Unterhaltung garantiert.
Halloween-Spieleabend: Wenn die Nacht hereinbricht, beginnt der Spielspaß
Süßigkeiten, geschnitzte Kürbisse und schaurige Kostüme gehören zu Halloween einfach dazu. Doch was wäre die gruseligste Nacht des Jahres ohne einen Spieleabend, bei dem gemeinsam gelacht, gerätselt und mitgefiebert wird? Die AMIGO-Spiele bringen die passende Portion Gänsehaut an den Tisch. Dabei kommen sowohl die jüngsten Halloween-Fans als auch taktisch versierte Zauberlehrlinge auf ihre Kosten.
HUGO – Das Schlossgespenst: Bloß nicht erwischen lassen!
Mitternacht im Schloss, die Gäste feiern ausgelassen, bis plötzlich Hugo aus dem Keller auftaucht und für helle Aufregung sorgt. Schnell würfeln, die eigenen Figuren geschickt bewegen und rechtzeitig in einem der Schlosszimmer Schutz suchen! Doch die sicheren Verstecke sind begrenzt, und wer Hugo in die Hände fällt, muss mit unliebsamen Gruselpunkten rechnen.
HUGO – Das Schlossgespenst sorgt mit seinem Wettrennen gegen das unheimliche Schlossgespenst für Spannung, Schadenfreude und überraschende Wendungen. Das ideale Spiel, um die Halloween-Runde mit einer ordentlichen Portion Grusel und jeder Menge Gelächter in Schwung zu bringen.
Hexe, Tier … wer fehlt denn hier?: Aufgepasst, kleine Hexen!
Auf dem Hexenbesen geht es turbulent zu! Bei Hexe, Tier … wer fehlt denn hier? müssen die Spielenden genau hinschauen und herausfinden, welche Tiere die Würfel zeigen. Wer die passenden Karten entdeckt, darf sie umdrehen. Doch aufgepasst: Am Ende zählt, wer die meisten Karten sammeln konnte!
Das kindgerechte Wahrnehmungsspiel von Halli-Galli-Erfolgsautor Haim Shafir überzeugt durch einfache Regeln, einen schnellen Einstieg und jede Menge Hexen- und Tierzauber. Damit ist es die perfekte Wahl für die jüngsten Gäste des Halloween-Abends, die spielerisch ihre Beobachtungsgabe unter Beweis stellen und gemeinsam mit der Familie auf Entdeckungstour gehen möchten.
Wizard 30-Jahre-Edition: Magische Stiche mit Hexe und Vampir
Seit 30 Jahren begeistert Wizardmit magischen Vorhersagen und kniffligen Entscheidungen. In der Jubiläumsedition schlüpfen die Spielenden in die Rollen von Zauberlehrlingen und sagen Runde für Runde voraus, wie viele Stiche sie gewinnen werden. Doch wer glaubt, seine Karten im Griff zu haben, sollte sich vor den zusätzlichen magischen Kräften in Acht nehmen!
Besonders passend für Halloween sind die beiden neuen Sonderkarten Hexe und Vampir. Mit der Hexe lässt sich nach der Entscheidung über den Stich eine Karte aus dem Stich gegen eine eigene Handkarte tauschen. Der Vampir hingegen kopiert die Karte, die zur Bestimmung der Trumpffarbe aufgedeckt wurde. So können sich vermeintlich sichere Vorhersagen plötzlich in Luft auflösen.
Zusammen mit sieben weiteren Sonderkarten aus früheren Jubiläumsausgaben und den praktischen Punktechips bietet die Wizard 30-Jahre-Edition jede Menge taktische Möglichkeiten und magische Überraschungen. Ein ideales Highlight für alle, die ihren Halloween-Abend mit etwas Strategie, einer Prise Chaos und einem Hauch Vampirzauber ausklingen lassen möchten.
Drei Spiele, ein unvergesslicher Halloween-Spieleabend
Mit diesen drei AMIGO-Spielen ist abwechslungsreiche Unterhaltung für unterschiedliche Altersgruppen und Spielerfahrungen garantiert. Gemeinsam fiebern, taktieren und lachen macht Halloween zu einem Erlebnis, das weit über die letzte Süßigkeit hinaus in Erinnerung bleibt.
Kurzer Durchschnaufer: Das Epic Empires legt 2027 eine Pause ein. Am Sonntagabend hat die EE-Orga dazu ein offizielles Posting veröffentlicht. Unter anderem wollen sich die Verantwortlichen Zeit zur Umstrukturierung nehmen.
Mit The Great Library entführt uns Vital Lacerda in die antike Welt Alexandrias, wo wir uns am Aufbau einer der bedeutendsten Bibliotheken der Menschheitsgeschichte beteiligen. Als Bibliothekare sammeln wir wertvolle Manuskripte, erforschen bedeutende Werke, beschäftigen Gelehrte und versuchen, möglichst viel Wissen für die Nachwelt zu bewahren.
Thematisch trifft das Spiel bei mir damit voll ins Schwarze. Die Bibliothek von Alexandria ist ein faszinierender Schauplatz, der sich hervorragend für ein anspruchsvolles Strategiespiel eignet. Besonders erfreulich ist dabei, dass das Thema nicht einfach nur über die Mechaniken gestülpt wurde. Vielmehr ergibt sich aus den einzelnen Aktionen eine nachvollziehbare Entwicklung: Wir beschaffen Wissen, lassen es bearbeiten und übersetzen, bringen es schließlich in die Bibliothek und profitieren dadurch von neuen Möglichkeiten.
Dass ausgerechnet die Zeit unsere wichtigste Ressource darstellt, passt dabei hervorragend. Schließlich lässt sich auch das größte Wissen der Menschheit nicht an einem Nachmittag zusammentragen. Zumindest nicht, wenn man nebenbei noch Siegpunkte sammeln möchte.
Ein Lacerda für Einsteiger?
Wer den Namen Vital Lacerda liest, denkt vermutlich zunächst an komplexe Regelwerke, zahlreiche miteinander verzahnte Mechanismen und Spielertableaus, bei denen man sich nach der Erklärung erst einmal fragt, ob man nicht doch lieber etwas Einfacheres spielen sollte.
The Great Library bildet hier durchaus eine Ausnahme. Zwar handelt es sich weiterhin um ein anspruchsvolles Expertenspiel, innerhalb des Lacerda-Kosmos gehört es für mich aber zu den zugänglicheren Vertretern.
Die verschiedenen Aktionen sind zunächst zahlreich und können auf den ersten Blick durchaus einschüchternd wirken. Überraschenderweise legt sich dieses Gefühl jedoch bereits nach der ersten Runde. Die Zusammenhänge werden schnell verständlich und man erkennt, warum bestimmte Aktionen aufeinander aufbauen und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Das liegt vor allem daran, dass die Mechanismen thematisch sinnvoll miteinander verbunden sind. Wer Manuskripte übersetzen möchte, benötigt entsprechende Voraussetzungen. Wer seine Möglichkeiten erweitern will, muss zunächst die richtigen Vorbereitungen treffen. Die einzelnen Schritte ergeben dadurch einen nachvollziehbaren Kreislauf.
Natürlich bedeutet das nicht, dass The Great Library plötzlich ein Familienspiel wäre. Die eigentliche Herausforderung besteht weiterhin darin, die zahlreichen Möglichkeiten möglichst effizient zu kombinieren. Aber die Einstiegshürde fällt für Lacerda-Verhältnisse erstaunlich moderat aus.
Zeit ist die wertvollste Ressource
Das Herzstück von The Great Library ist für mich die Aktionsauswahl und der damit verbundene Umgang mit der Zeit.
Anders als in vielen klassischen Worker-Placement-Spielen bezahlen wir unsere Aktionen nicht ausschließlich mit Arbeitern oder gewöhnlichen Ressourcen. Stattdessen müssen wir ständig abwägen, wie viel Zeit wir für eine bestimmte Aktion investieren möchten.
Besonders spannend wird das durch die verschiedenen Möglichkeiten, Aktionen auszuführen. So können wir beispielsweise Gelehrte einsetzen, Ortsplättchen verwenden oder über Würfel auf dem Zeittableau bestimmte Aktionen auswählen. Je nach gewähltem Weg unterscheiden sich die Kosten und zusätzlichen Vorteile.
Gerade die Würfel bringen eine interessante Dynamik ins Spiel. Ihre Werte bestimmen, wie viel Zeit eine Aktion kostet oder wie viel Zeit wir alternativ erhalten können. Dadurch sind bestimmte Aktionen mal besonders attraktiv und in anderen Situationen vergleichsweise teuer. Es entsteht ein ständiges Abwägen zwischen dem, was wir gerade benötigen, und dem Preis, den wir dafür bezahlen müssen.
Genau das macht für mich den größten Reiz aus. Man möchte natürlich möglichst viele Aktionen durchführen, gleichzeitig aber auch verhindern, dass die eigene Zeitreserve zu schnell aufgebraucht wird. Ein scheinbar günstiger Zug kann sich langfristig als wenig effizient herausstellen, während eine zunächst teure Aktion möglicherweise gleich mehrere Probleme löst.
Viele Wege führen zum Ziel
Besonders gelungen finde ich, dass sich The Great Library trotz seiner Worker-Placement-Elemente selten einschränkend anfühlt. Natürlich gibt es begehrte Aktionsfelder, und wer früh zugreift, kann sich häufig günstigere Konditionen sichern. Dennoch bedeutet ein bereits belegter Platz nicht automatisch, dass die gewünschte Aktion für den Rest der Runde unerreichbar bleibt.
Durch die unterschiedlichen Aktionsmöglichkeiten lassen sich viele Vorhaben auf mehreren Wegen verwirklichen. Vielleicht ist der direkte Weg bereits versperrt, dafür bietet sich eine andere Möglichkeit über ein Ortsplättchen, einen Gelehrten oder die Navigation. Gerade Letztere sorgt für zusätzliche Flexibilität, da sich über die Schifffahrt verschiedene Vorteile und Aktionsmöglichkeiten erschließen lassen.
Dadurch entsteht ein Spielgefühl, das ich ausgesprochen belohnend finde. Man muss seine Pläne regelmäßig anpassen, hat aber nur selten das Gefühl, überhaupt nichts Sinnvolles mehr unternehmen zu können. Das ist für mich ein großer Unterschied zu manchen anderen Worker-Placement-Spielen, bei denen eine einzige besetzte Aktion den sorgfältig vorbereiteten Plan komplett zunichtemachen kann.
In The Great Library geht es weniger darum, ob man eine bestimmte Aktion überhaupt noch ausführen kann, sondern vielmehr darum, wie effizient man sie erreicht.
Wissen schafft neue Möglichkeiten
Neben dem Zeitmanagement spielt auch die Entwicklung der eigenen Möglichkeiten eine wichtige Rolle. Im Verlauf der Partie erweitern wir unsere Bibliotheksarbeit, gewinnen zusätzliche Gelehrte und verbessern unseren persönlichen Arbeitsbereich. Besonders die eingeladenen Gelehrten sind interessant, da sie nicht nur weitere Aktionsmöglichkeiten eröffnen, sondern auch dabei helfen können, die Zeitkosten bestimmter Aktionen zu reduzieren. Damit entsteht eine reizvolle Entwicklung: Zu Beginn sind unsere Möglichkeiten noch vergleichsweise eingeschränkt, später können wir durch geschickte Vorbereitung deutlich effizienter agieren.
Allerdings wollen diese Verbesserungen erst einmal erarbeitet werden. Wer zu viel Zeit in den Aufbau investiert, läuft Gefahr, den eigentlichen Wettlauf um die wertvollen Plätze in der Bibliothek aus den Augen zu verlieren. Gerade diese Verzahnung gefällt mir. Die verschiedenen Mechanismen existieren nicht unabhängig voneinander, sondern unterstützen sich gegenseitig. Eine gute Vorbereitung kann spätere Aktionen günstiger machen, während das Einbringen wertvoller Werke wiederum neue Vorteile freischaltet. Das sorgt für zahlreiche interessante Entscheidungen, ohne dass sich die einzelnen Mechanismen unnötig kompliziert anfühlen.
Ein Wettlauf ohne unnötige Gemeinheiten
Obwohl jeder Spieler hauptsächlich an der eigenen Entwicklung arbeitet, bietet The Great Library eine schöne Portion indirekter Interaktion. Die Konkurrenz beginnt bereits bei der Aktionsauswahl. Bestimmte Felder möchte man möglichst früh nutzen, um von günstigeren Bedingungen zu profitieren. Wer zu lange wartet, muss möglicherweise mehr Zeit investieren oder auf eine alternative Möglichkeit ausweichen.
Hinzu kommt der Wettlauf um die besten Plätze in der Bibliothek. Die verfügbaren Positionen sind begrenzt und können unterschiedliche Vorteile bieten. Entsprechend wichtig ist es, die eigenen Manuskripte, Werke und anderen Beiträge rechtzeitig unterzubringen. Dabei entsteht ein angenehmer Konkurrenzdruck. Man beobachtet ständig, was die Mitspieler vorhaben, welche Aktionen sie benötigen und welche Plätze möglicherweise bald verschwinden.
Trotzdem empfinde ich diese Interaktion nie als übermäßig bestrafend. Zwar kann mir ein Mitspieler eine besonders attraktive Möglichkeit wegschnappen, meistens stehen aber ausreichend Alternativen zur Verfügung. Das Ergebnis ist ein enges und spannendes Spiel, das Konkurrenz erzeugt, ohne den Spielern ständig ihre Pläne vollständig zu zerstören.
Wer zuerst passt, bestimmt das Tempo
Eine weitere Mechanik, die mir ausgesprochen gut gefällt, ist das Passen. Grundsätzlich kann man seine eigene Runde durchaus in die Länge ziehen, solange die notwendigen Voraussetzungen und Ressourcen vorhanden sind. Allerdings hat das seinen Preis, sobald die ersten Mitspieler bereits ausgestiegen sind. Denn wer nach dem Passen anderer Spieler weiterhin Aktionen durchführen möchte, muss zusätzliche Zeit an diese Spieler abgeben.
Dadurch entsteht ein spannendes Dilemma. Einerseits möchte ich meine Runde möglichst effizient ausnutzen und noch die eine oder andere Aktion durchführen. Andererseits kann es ausgesprochen teuer werden, wenn ich als Letzter noch immer versuche, das Maximum aus meinem Zug herauszuholen.
Besonders interessant finde ich, wie stark diese Mechanik die Aufmerksamkeit auf die Mitspieler lenkt. Es reicht nicht aus, ausschließlich die eigene Planung zu optimieren. Man muss auch beobachten, wie weit die anderen bereits fortgeschritten sind und wann sie vermutlich passen werden. Ein frühzeitiges Passen kann dadurch durchaus attraktiv sein. Schließlich erhält man möglicherweise zusätzliche Zeit von den Mitspielern, die ihre Runde noch verlängern möchten.
Das sorgt für ein schönes Wechselspiel aus Effizienz, Timing und Einschätzung der Konkurrenz. Manchmal ist es eben besser, rechtzeitig Feierabend zu machen, statt noch die letzte Überstunde in der Bibliothek zu schieben.
Eine Bibliothek, die sich sehen lassen kann
Auch optisch macht The Great Library einiges her. Verantwortlich für die Gestaltung ist Ian O'Toole, dessen Illustrationen und grafische Aufbereitung bereits zahlreiche andere anspruchsvolle Strategiespiele geprägt haben.
Das historische Thema wird durch die Gestaltung hervorragend transportiert. Die Spielpläne, Illustrationen und Komponenten erzeugen eine stimmige Atmosphäre und verleihen dem Aufbau der Bibliothek einen angemessenen Rahmen.
Besonders gelungen finde ich dabei, dass das Material nicht nur schön aussieht, sondern auch die unterschiedlichen Spielmechanismen unterstützt. Trotz der zahlreichen Aktionsmöglichkeiten entsteht mit etwas Erfahrung eine gute Übersicht darüber, welche Bereiche für die eigene Strategie gerade relevant sind. Natürlich benötigt ein solches Spiel einiges an Platz auf dem Tisch. Dafür entsteht im Verlauf der Partie aber auch ein eindrucksvolles Gesamtbild. Gerade die Verbindung aus Thema, Mechanik und Präsentation ist für mich eine der großen Stärken von The Great Library.
Fazit – Ein erstaunlich zugänglicher Lacerda
The Great Library zeigt eindrucksvoll, dass ein anspruchsvolles Expertenspiel nicht zwangsläufig durch ein besonders kompliziertes Regelwerk überzeugen muss.
Zwar bietet auch dieser Lacerda zahlreiche Aktionen, unterschiedliche Strategien und eine Vielzahl miteinander verzahnter Mechanismen. Dennoch fällt der Einstieg vergleichsweise leicht, weil die einzelnen Abläufe thematisch sinnvoll ineinandergreifen und bereits nach kurzer Zeit verständlich werden.
Besonders die Aktionsauswahl hat es mir angetan. Das ständige Abwägen zwischen verfügbaren Möglichkeiten und den dafür benötigten Zeiteinheiten sorgt für spannende Entscheidungen. Gleichzeitig verhindern die zahlreichen alternativen Wege, dass man sich durch belegte Aktionsfelder dauerhaft ausgebremst fühlt.
Hinzu kommt eine gelungene indirekte Interaktion, die durch den Wettlauf um die besten Bibliotheksplätze und die clevere Pass-Mechanik zusätzlich verstärkt wird. Man muss die Mitspieler ständig im Auge behalten, ohne dass sich das Spiel unnötig destruktiv anfühlt.
Abgerundet wird das Ganze durch ein faszinierendes Thema, das hervorragend in die Mechanismen eingebunden wurde, sowie eine gewohnt hochwertige Präsentation.
Für mich ist The Great Library deshalb ein ausgesprochen gelungenes Expertenspiel und gleichzeitig einer der zugänglicheren Titel aus der Feder von Vital Lacerda. Wer sich bislang von dessen komplexeren Spielen abschrecken ließ, könnte hier einen guten Einstieg finden.
Wissen ist Macht – aber wer seine Zeit am besten einteilt, hat am Ende die Nase vorn.
Einblicke in ein zersplittertes Reich voller Magie, die Welt der Sturmlicht-Chroniken oder über 40 Jahre an deutscher Rollenspiel-Geschichte: Auf der SPIEL Essen 2026 präsentiert Ulisses Spiele wieder einige neue Hintergrundbände und Szenarien von verschiedenen Systemen. Welche Bandbreite der Verlag wieder im Gepäck hat, erfahrt ihr hier.
Freunde des gepflegten Brettspiels, aufgepasst! In unserem Artikel über die SPIEL Essen 2026 dreht sich alles um den perfekten Karten- und Deckbau-Kick. Ob cleveres Taktieren oder gesellige Runden: Diese Neuheiten bringen frischen Wind in eure Spieleabende. Lest jetzt, welche Highlights ihr auf der Messe auf keinen Fall verpassen dürft!
Am 03.10. startet die 7. Saison der AMIGO Spielezeit 2026.
Bis zum 20.09. wird Fantastiquegespielt.
„Fantastique!“ ist der Ausruf, den ihr hören wollt, wenn ihr euren schönsten Fächer präsentiert.
In jeder Runde spielt ihr Fächer aus aller Welt aus, um Medaillen zu erhalten. Gleichzeitig wollt ihr passendes Material für die nächsten Runden sammeln und die Karten auf eurer Hand für die nachfolgenden Runden zu optimieren.
Wer von euch hat nach sieben Runden die meisten Medaillen und erfüllt die Wertungsbedingungen des ausliegenden “Grande Finale“-Fächers?
„Fantastique“ ist ein Biet-Spiel mit Hand-Optimierung. Fächerförmige Spielkarten mit kunstvollen Illustrationen sorgen für ein besonderes Spielerlebnis. Trotz einfacher Regeln bieten wechselnde Wertungsaufgaben viel Spieltiefe.
Falls ihr Fragen zu einer der lokalen Spielezeiten habt, schreibt eine E-Mail direkt an den Veranstalter.
Wir wünschen euch viel Spaß!
Fachhändler oder Spieleclubs können sich hier anmelden. Einfach Formular ausfüllen, an AMIGO senden und bald die erste AMIGO Spielezeit veranstalten.
Wie wäre es mit einem geselligen Spieleabend bei dem man exklusive Preise erspielen kann? Dann kommt zur AMIGO Spielezeit!
Was für ein AMIGO Spielefest liegt hinter uns? Neue Turnierspiele und alte Klassiker, AMIGO Herbstneuheiten, spaßiges Rahmenprogramm und jede Menge Spielspaß. Hier gibt es alle wichtigen Informationen in einer kurzen Zusammenfassung.
Turnier-Ergebnisse
Die Meisterschaften auf dem AMIGO Spielefest haben einen neuen Teilnehmendenrekord aufgestellt. Titel, Trophäen, Urkunden, Qualifikationen und andere tolle Preise konnten aber nur die Besten mit nach Hause nehmen. Diese möchten wir an dieser Stelle gebührend ehren und gratulieren ihnen zu ihrem beeindruckenden Erfolg.
Wizard
Das größte Turnier auf dem AMIGO Spielefest ist jedes Jahr die Deutsche Wizard-Meisterschaft. Die hat gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich an Teilnehmenden zugelegt. Insgesamt 323 Zauberlehrlinge haben den ganzen Samstag über Stiche vorhergesagt und Punkte gesammelt – ein neuer Rekord!
Nach einem langen Tag stand der Final Table fest Andreas F. darf sich über eine Trophäe und den Titel Deutscher Wizard-Meister freuen.
Deutscher ‚Wizard’-Meister Andreas F.
Deutscher ‚Wizard’-Vizemeister Martin H.
Deutsche ‚Wizard’-Gesellen Alexander K. und Jan Philip S.
Alle vier dürfen sich im November auf den Weg zur Weltmeisterschaft nach Stuttgart machen!
Saboteur
18 qualifizierte Teilnehmende traten bei der diesjährigen Deutschen Saboteur-Meisterschaft an. Drei davon waren über mehrere Runden hinweg gerissen genug, um auf das Siegertreppchen zu gelangen. Die ersten drei dürfen Deutschland auf der kommenden Weltmeisterschaft vertreten.
Deutscher ‚Saboteur’-Meister Frank D.
Deutsche ‚Saboteur’-Vizemeister David A.
Deutscher ‚Saboteur’-Finalist Frederik W.
6 nimmt!
Wer kennt sich mit Hornochsen am besten aus? 41 qualifizierte Spieler und Spielerinnen nahmen an der Deutschen 6 nimmt!-Meisterschaft teil. Die drei Bestplatzierten qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft.
Deutscher ‚6 nimmt!’-Meisterin Ulrike H.
Deutscher ‚6 nimmt!’-Vizemeister Tony P.
Deutsche ‚6 nimmt!’-Finalisten Marcus B. und Lionel M.
3 Chapters
Zur zweiten offene Deutsche Meisterschaft im Spiel 3 Chapters sind 14 Spielende angetreten. Am Ende schrieb einer das schönste Märchen, indem er sich zum Titel Deutscher Meister spielen konnte.
Sieger des ‚3 Chapters‘ Open André W.
2. Platz des ‚3 Chapters‘ Open Fabian J.
3. Platz des ‚3 Chapters‘ Open Leon S.
Piraten Kapern
Zur Premiere der Piraten Kapern-Meisterschaft sind 13 Spielende angetreten sind. Am Ende gab es einen Piraten-Champion zu feiern.
Deutsche ‚Piraten Kapern’-Meisterin Daniela G.
Deutscher ‚Piraten Kapern’-Vizemeister Nico T.
Deutsche ‚6 nimmt!’-Finalisten Stefan D. und Andreas F.
Halli Galli-Vereinsmeisterschaft
In diesem Jahr fand erstmal die Halli Galli-Vereinsmeisterschaft statt.
Deutscher ‚Halli Galli’-Vereinsmeister Hanno schlägt KO
Rahmenprogramm
Abseits des Turnierangebots hatten Besucher*innen die Möglichkeit AMIGO-Klassiker und die druckfrischen Neuheiten zu spielen. Zahlreiche Aktionen sorgten für zusätzliche Unterhaltung in den Spielpausen. Mit einer Tombolazugunsten der CFI Kinderhilfe und der Waldfreunde gGmbH konnte AMIGO Spenden für gute Zwecke sammeln. Special Guest Illustrator Jan Bintakies zeichnete am Samstag ganz persönliche „Strange Creatures“ im Stil der gleichnamigen AMIGO-Herbstneuheit für die Gäste.
Nebulöse Pfade und eine Auferstehung mit weitreichenden Folgen: 2026 gab es wieder dramatische Szenen auf dem EPIC EMPIRES. In Neu-Ostringen standen die Zeichen auf Aufbruch, weil eine neue Macht mit ihrem Willen die Welt formen will. Die Lager suchten derweil nach Informationen und erhielten einige unschöne Antworten...
Ein ganz besonderes Wochenende erwartet Spielefans: Das AMIGO Spielefest2026 steht vor der Tür! Am Samstag und Sonntag gibt es ein spannendes Programm für Spielefans im Capitol in Dietzenbach (Europaplatz 3, 63128 Dietzenbach). Teilnehmende können sich vor Ort in 5 verschiedenen Meisterschaften messen, die AMIGO-Neuheiten ausprobieren, an einer Halli Galli-Vereinsmeisterschaft teilnehmen oder einfach das umfangreiche Rahmenprogramm genießen. Das Capitol im Zentrum der AMIGO-Heimatstadt Dietzenbach bietet reichlich Platz für Spielende jeden Alters.
Alle Infos zum Zeitplan stehen auf unserer Spielefest-Seite.
Meisterschaften
Im Mittelpunkt stehen wie immer die Deutschen Meisterschaften in Wizard, Saboteur, 6 nimmt!,3 Chaptersund ganz neuPiraten Kapern. Die Finalrunde der Wizard-DM werden am heutigen Samstag ausgetragen. Außerdem gibt es am Samstag noch eine letzte Chance zur Qualifikation für die Saboteur-Meisterschaft am Folgetag.
Am Sonntag finden dann die Meisterschaften der anderen Spiele statt. An den Meisterschaften für Piraten Kapern und 3 Chapters können alle Interessierten auch ganz spontan noch teilnehmen – also kommt vorbei und zeigt, was ihr könnt.
Für eingefleischte Wizard-Fans gibt es am Sonntag noch ein besonderes Angebot: Sie haben die Chance sich bereits für die Deutsche Wizard-Meisterschaft 2027 zu qualifizieren. Auch Neueinsteiger haben dann die Möglichkeit mal ein Wizard-Turnier mitzuspielen.
Neuheiten
Das sind die AMIGO-Herbstneuheiten 2026.
Aber auch abseits des Turnierangebots haben Besucher*innen die Möglichkeit, AMIGO-Klassiker und die Neuheiten zu spielen und an den verschiedenen Aktionen und Stationen des Rahmenprogramms teilzunehmen. Es warten eine Hüpfburg, eine Tombola zugunsten der CFI Kinderhilfe und eine Fotobox für das perfekte Erinnerungsfoto. Außerdem wird Illustrator Jan Bintakies vor Ort sein und am Samstagnachmittag ganz persönliche Strange Creatures im Stil der AMIGO-Herbstneuheit für die Gäste zeichnen.
Diese und weitere Neuheiten, sowie natürlich auch altbekannte AMIGO-Klassiker, werden das ganze Wochenende über ausleihbar sein und natürlich gerne auch von unserem Team vorgestellt und erklärt. An verschiedenen Spielestationen könnt ihr die Spiele ausgiebig testen und gleichzeitig Stempel auf eurer Karte sammeln, mit der ihr auch an unserem tollen Gewinnspiel mitmachen könnt.
Rahmenprogramm
Auch in diesem Jahr warten beim AMIGO-Spielefest über die Meisterschaften und Spieledemos hinaus noch weitere Aktivitäten. Wer die Stempelkarte vervollständigt, kann mit etwas Glück ein großes Spielepaket gewinnen. Erstmalig gibt es auch eine Stempelkarte für unsere kleinen Gäste. Weitere Gewinne warten bei unserer Spenden-Tombola zu Gunsten der CFI Internationale Kinderhilfe. Die Kinder (und Kind gebliebenen) dürfen sich über eine Hüpfburg und ein Glücksrad freuen. Alle Infos zum Zeitplan stehen auf unserer Spielefest-Seite.
Erstmalig findet in diesem Jahr die Halli Galli-Vereinsmeisterschaft am 13. September auf dem AMIGO Spielefest statt. Neben Ruhm und Ehre erwarten die Siegerteams ein großes Spielepaket fürs Vereinsheim und gemeinsame Spieleabende. Die Anmeldung ist noch geöffnet.
Coverage und Berichterstattung
Neben dieser Vorschau und einer ausführlichen Zusammenfassung des Geschehens am Montag im AMIGO-Blog werden wir euch auf Social Media mit aktuellen Updates und interessanten Einblicken versorgen. Auf Facebook und Instagram und TikTok findet ihr über das gesamte Wochenende aktuelle Einblicke, Zwischenstände der Turniere und Live-Streams.
Shackleton Base: A Journey to the Moon – Konkurrenzkampf am Südpol Aufbruch zum Shackleton-Krater
Der Mond ist längst kein unerreichbares Ziel mehr. In Shackleton Base: A Journey to the Moon arbeiten verschiedene Raumfahrtagenturen daran, im Shackleton-Krater am Südpol des Mondes eine dauerhafte Basis aufzubauen. Ganz uneigennützig geschieht das natürlich nicht, denn gleichzeitig buhlen mehrere Unternehmen um Einfluss auf die entstehende Mondkolonie.
Hinter dem durchaus stimmungsvollen Szenario steckt ein anspruchsvolles Eurogame von Fabio Lopiano und Nestore Mangone, das 2024 bei Sorry We Are French erschienen ist. Offiziell ist Shackleton Base für ein bis vier Spieler und eine Spielzeit von 60 bis 120 Minuten ausgelegt. BoardGameGeek führt das Spiel aktuell mit einer Komplexität von knapp 4 von 5 und damit klar im gehobenen Kennerspielbereich.
Nur 18 Aktionen – und trotzdem enorm viel zu tun.
Eine Partie besteht aus lediglich drei Runden. Zu Beginn jeder Runde wählen die Spieler über ein offenes Drafting einen Shuttle aus. Dieser bestimmt unter anderem, welche sechs Astronauten für die kommende Runde zur Verfügung stehen, welche zusätzlichen Ressourcen man erhält und an welcher Position man in der Zugreihenfolge agiert. Anschließend werden die Astronauten nacheinander eingesetzt. Damit stehen jedem Spieler über die gesamte Partie gerade einmal 18 reguläre Einsetzungen zur Verfügung. Dabei gibt es drei verschiedene Astronautentypen: Ingenieure, Techniker und Wissenschaftler. Grundsätzlich darf jeder Astronaut jede Aktion ausführen. Wird jedoch der passende Spezialist eingesetzt, winkt ein zusätzlicher Bonus. Das klingt zunächst nach einem kleinen Detail, sorgt aber dafür, dass bereits die Wahl des Shuttles deutlich mehr ist als die bloße Beschaffung neuer Arbeiter. Man plant im Grunde schon zu Beginn einer Runde, welche Aktionen später besonders effizient ausgeführt werden sollen.
Genau hier zeigt Shackleton Base bereits seine Zähne. 18 Aktionen wirken großzügig, bis man sieht, wie viele Baustellen gleichzeitig um Aufmerksamkeit kämpfen.
Auf dem Mond wird es schnell eng
Das zentrale Spielfeld zeigt den Shackleton-Krater, in dem nach und nach Gebäude entstehen. Die Spieler benötigen Ressourcen, errichten eigene Strukturen und versuchen gleichzeitig, sich in den verschiedenen Bereichen des Kraters eine möglichst starke Präsenz zu sichern.
Besonders interessant ist dabei die Verbindung von Ressourcenproduktion und Mehrheiten. Wer bestimmte Bereiche des Kraters nutzt, aktiviert dort vorhandene Strukturen. Gehören die relevanten Gebäude einem Mitspieler, kann dafür eine Zahlung an ihn fällig werden. Die Platzierung der eigenen Gebäude entscheidet damit nicht nur über die persönliche Entwicklung, sondern kann auch langfristig von den Aktionen der Konkurrenz profitieren. Auch während der Wartungsphase spielen diese Mehrheiten eine Rolle. Astronauten können anschließend dauerhaft in den aufgebauten Strukturen arbeiten und dadurch Einkommen, Boni oder weitere Vorteile erzeugen. Der Ausbau des gemeinsamen Spielplans und die Entwicklung des eigenen Bereichs greifen dadurch angenehm ineinander.
Shackleton Base ist somit keines dieser Eurogames, bei denen vier Spieler größtenteils an vier getrennten Engines basteln. Vieles bleibt indirekt, doch Bauplätze, Aktionskosten, Mehrheiten und Ressourcen sorgen dafür, dass die anderen Raumfahrtagenturen nie völlig egal sind.
Sieben Unternehmen verändern das Spiel
Der eigentliche Clou von Shackleton Base sind allerdings die Corporations. Im Grundspiel befinden sich sieben unterschiedliche Unternehmen:
Artemis Tours, Selenium Research, Moon Mining, Space Robotics, Evergreen Farms, To Mars und Sky Watch. In jeder Partie kommen genau drei davon zum Einsatz. Rein mathematisch ergeben sich damit bereits 35 unterschiedliche Kombinationen.
Und diese Unternehmen liefern nicht nur unterschiedliche Möglichkeiten, Punkte zu sammeln. Sie bringen eigene Ressourcen, Projekte, Aktionen und teilweise völlig neue Mechanismen mit.
Moon Mining beschäftigt sich beispielsweise mit Helium-3 und dessen Weiterverarbeitung, während Artemis Tours den Tourismus auf dem Mond vorantreibt. Evergreen Farms bringt zusätzliche Gewächshäuser auf den ohnehin umkämpften Spielplan, Space Robotics verändert unter anderem die Ressourcenökonomie und Sky Watch kann sogar eine gemeinsame Bedrohung erzeugen: Investieren die Spieler nicht ausreichend in das Verteidigungsprogramm, kann am Ende ein Meteorit Teile der Mondbasis zerstören. Gerade hier liegt eine der größten Stärken des Designs. Die grundlegenden Regeln bleiben bestehen, während die drei ausgewählten Unternehmen verändern, worüber man innerhalb dieses Systems nachdenken muss. Das erzeugt einen enormen Wiederspielreiz.
Viele Mechanismen, überraschend eng verzahnt
Worker Placement, Ressourcenmanagement, Area Majority, Tableau Building, variable Aktionskosten, Projektkarten, Einkommen und gleich drei modulare Unternehmenssysteme: Auf dem Papier könnte Shackleton Base problemlos wie eine mechanische Materialschlacht wirken.
Die einzelnen Mechanismen wirken jedoch weniger als lose Sammlung, sondern greifen stark ineinander. Ein Projekt eines Unternehmens kann beispielsweise eine Aktion effizienter machen, deren Ertrag wiederum die Finanzierung eines anderen Unternehmens ermöglicht. Gebäude verbessern die eigene Position im Krater, schaffen aber gleichzeitig Platz auf dem persönlichen Tableau und beeinflussen die spätere Aufnahme von Astronauten. Dabei erfindet Shackleton Base das Eurogame nicht neu. Die Stärke liegt vielmehr darin, bekannte Elemente so miteinander zu kombinieren, dass fast jede Aktion mehrere Konsequenzen besitzt.
Das dürfte vor allem Spielern gefallen, die gerne langfristig planen, aber gleichzeitig bereit sind, ihre Strategie an die aktuelle Auslage und die Aktionen der Mitspieler anzupassen.
Anspruchsvoll – und nicht immer in zwei Stunden erledigt
So elegant viele Mechanismen ineinandergreifen, ein leichtes Spiel ist Shackleton Base definitiv nicht. Bereits das Grundsystem bietet zahlreiche Möglichkeiten, und jedes Unternehmen bringt weitere Regeln und Symbole mit.
Auch die offiziellen 60 bis 120 Minuten sollte man zumindest für die ersten Partien mit Vorsicht betrachten. Ein schneller Feierabend-Euro ist Shackleton Base damit eher nicht.
Drei Spieler als sicherer Hafen
Wer Shackleton Base wegen seiner Konkurrenz um Mehrheiten, Bauplätze und Aktionen spielen möchte, dürfte mit drei Spielern den sichersten Mittelweg aus Interaktion und Spielfluss finden. Vier Spieler erhöhen den Druck, können die Partie aber auch deutlich verlängern.
Produktion mit viel Material
Auch bei der Ausstattung fährt Shackleton Base einiges auf. doublelayered Spielertableaus, zahlreiche Holzfiguren und Marker sowie separate Aufbewahrungsboxen für die verschiedenen Unternehmen erleichtern den Umgang mit der großen Menge an Material. Besonders die vorbereiteten Boxen für die Corporations sind ein tolles Upgrade, weil sie Auf- und Abbau trotz der Modularität überschaubar halten.
Optisch präsentiert sich das Ganze vergleichsweise nüchtern und funktional. Der Mondkrater füllt sich im Verlauf der Partie aber sichtbar mit Strukturen, Astronauten und Unternehmensprojekten, wodurch die Entwicklung der Basis auch auf dem Tisch gut nachvollziehbar wird.
Fazit
Shackleton Base ist kein Spiel, das mit einem einzelnen spektakulären Mechanismus beeindrucken möchte. Seine Stärke liegt vielmehr darin, wie viele bekannte Eurogame-Elemente ineinandergreifen und wie stark die sieben unterschiedlichen Corporations das Grundgerüst verändern.
Gerade dieses modulare System hebt das Spiel aus der Masse hervor. Drei von sieben Unternehmen sorgen in jeder Partie für andere Prioritäten, neue Wertungsmöglichkeiten und teilweise deutlich veränderte Mechanismen. Zusammen mit der Konkurrenz um den begrenzten Platz im Shackleton-Krater entsteht ein anspruchsvolles Strategiespiel, bei dem die Mitspieler stärker ins Gewicht fallen als bei vielen modernen Eurogames.
Dafür verlangt Shackleton Base einiges. Die erste Erklärung ist umfangreich, die Informationsdichte hoch und auch die angegebene Spielzeit von maximal zwei Stunden dürfte gerade mit unerfahrenen Spielern häufig überschritten werden.
Wer jedoch komplexe Worker-Placement-Spiele mag, gerne unterschiedliche Systeme miteinander verzahnt und ein Spiel sucht, dessen Variabilität weit über eine wechselnde Startauslage hinausgeht, findet hier einen ausgesprochen interessanten Vertreter des Genres. Vor allem die Corporations machen Shackleton Base zu einem Spiel, das nach einer Partie noch längst nicht alles gezeigt hat
Mittagspause heißt: kurz abschalten, den Kopf frei bekommen und am besten für ein paar Minuten über etwas anderes reden als Arbeit. Eine kleine Spielrunde mit den Kollegen und Kolleginnen kommt da gerade recht. Doch natürlich eignet sich nicht jedes Spiel für die Pause: Es sollte schnell aufgebaut, leicht erklärt und in überschaubarer Zeit gespielt sein. Mit Halli Galli, Biberbande und LAMA hat AMIGO gleich drei Spiele im Programm, die genau diese Voraussetzungen erfüllen.
Halli Galli – für eine etwas aktivere Pause
Wer nach einem langen Vormittag einen kleinen Wachmacher in der Mittagspause braucht, ist bei Halli Galli genau richtig. Das Prinzip ist denkbar einfach: Karte aufdecken und sobald genau fünf gleiche Früchte zu sehen sind, ab an die Glocke! Wer zuerst klingelt, schnappt sich die ausliegenden Karten.
Das sorgt schnell für Stimmung am Pausentisch. Es braucht keine lange Taktik oder komplizierte Regeln, dafür aber Reaktionsvermögen und flinke Hände. Der kleine Wettkampf darum, wer zuerst die Glocke erwischt, bringt ordentlich Leben in die Mittagspause und dürfte spätestens beim ersten Fehlklingeln für Gesprächsstoff sorgen. Perfekt, um sich ein wenig von der Arbeit abzulenken und den Kreislauf in Schwung zu bringen.
Biberbande – Gedächtnis, Glück und ein bisschen gegenseitiges Ärgern
Etwas ruhiger, aber nicht weniger unterhaltsam geht es bei Biberbandezu. Vier verdeckte Karten liegen vor jeder Person, doch nur zwei davon darf man sich zu Beginn ansehen. Jetzt gilt es, sich die Zahlenwerte von 0 bis 9 unter den verdeckten Karten zu merken, und möglichst nur die niedrigen Werte zu behalten. Mithilfe von Sonderkarten darf man sich weitere Karten ansehen oder den Mitspielenden unliebsame Karten zuschieben. Die Regeln sind schnell verstanden, trotzdem bleibt genügend Raum für kleine Entscheidungen und natürlich für die Frage: „Was lag noch mal unter dieser Karte?“ Besonders schön für die Mittagspause ist die Mischung aus Gedächtnis, Glück und gegenseitigem Ärgern. Und das alles ohne dass man dafür erst eine halbe Stunde Regeln studieren muss.
LAMA – ganz entspannt und gut für die Stimmung
Schon der Name verrät bei L.A.M.A., worum es geht: Lege Alle Minuspunkte Ab. Wer an der Reihe ist, legt eine passende Karte ab, zieht eine neue oder steigt aus der laufenden Runde aus. Was zunächst simpel klingt, führt schnell zu der entscheidenden Frage: Noch eine Karte riskieren oder lieber freiwillig aussteigen?
Genau das macht LAMA zu einem unkomplizierten Pausenspiel. Neue Kollegen und Kolleginnen können schnell einsteigen, die einzelnen Spielzüge dauern nicht lange und trotzdem entstehen immer wieder kleine Risikoentscheidungen. Mal steigt jemand viel zu früh aus, mal wird bis zur letzten Karte gezockt und plötzlich sitzt man mit einem Stapel Minuspunkte da. Da gibt es viel zu lachen und das ist bekanntlich gut für die Stimmung im Team.
Kleine Spiele für die Mittagspause
Egal ob flinkes Klingeln bei Halli Galli, cleveres Kartentauschen bei Biberbandeoder lässiges Minuspunkte-Vermeiden bei LAMA, alle drei Spiele kommen ohne lange Vorbereitung aus und lassen sich schnell auf den Tisch bringen. So bleibt selbst in einer klassischen Mittagspause noch Zeit fürs Essen.
Vor allem aber schaffen die Spiele etwas, das im Arbeitsalltag manchmal zu kurz kommt: gemeinsam lachen, sich gegenseitig ein bisschen ärgern und für ein paar Minuten nicht über Termine, Mails und To-Dos nachdenken. Und danach geht es entspannt zurück an den Schreibtisch.
Am 22.08. startet die 5. Saison der AMIGO Spielezeit 2026.
Bis zum 20.09. wird Der große Dalmuti gespielt.
Tja, das Leben ist ungerecht. Der Grosse Dalmuti geniesst alle Privilegien: Er sitzt auf dem bequemsten Stuhl, er bekommt die besten Karten, er darf als Erster ausspielen; alle Zeichen stehen für ihn auf Sieg. Und der grosse Diener? Genau das Gegenteil natürlich! Er muss mit dem miesesten Blatt Vorlieb nehmen, die Karten mischen, austeilen, die Getränke nachfüllen. Ein wahrlich hartes Brot, so ein Dasein als Untertan – und ein beschwerlicher Weg nach ganz oben. Aber nichts ist unmöglich.
Falls ihr Fragen zu einer der lokalen Spielezeiten habt, schreibt eine E-Mail direkt an den Veranstalter.
Wir wünschen euch viel Spaß!
Fachhändler oder Spieleclubs können sich hier anmelden. Einfach Formular ausfüllen, an AMIGO senden und bald die erste AMIGO Spielezeit veranstalten.
Wie wäre es mit einem geselligen Spieleabend bei dem man exklusive Preise erspielen kann? Dann kommt zur AMIGO Spielezeit!
Die Veranstalter der Spielezeit mit Der große Dalmuti
Auch dieses Jahr findet das AMIGO Spielefest wieder im September in Dietzenbach statt! Neben den Deutschen Meisterschaften in fünf beliebten Spielen erwarten die Besucher und Besucherinnen ein umfangreiches Rahmenprogramm und die Möglichkeit die Herbstneuheiten von AMIGO anzuspielen. Erstmalig wird in diesem Jahr die Halli Galli-Vereinsmeisterschaft ausrichtet.
Alle Infos zum Zeitplan stehen auf unserer Spielefest-Seite.
Die Player Packages für die Qualifizierten der Meisterschaften wurden am 6. August verschickt. Solltest du keins erhalten haben, wohl aber qualifiziert sein, kontaktiere uns bitte über organizedplay@amigo-spiele.de und wir prüfen deine Mailadresse.
Am 12. und 13. September erwartet Spielefans ein spannendes Programm im Capitol in Dietzenbach (Europaplatz 3, 63128 Dietzenbach). Traditionell werden auf dem AMIGO Spielefest die Deutschen Meisterschaften in mehreren AMIGO-Spielen ausgetragen. Teilnehmende können sich in diesem Jahr in Wizard, Saboteur, 6 nimmt!, 3 Chapters und Piraten Kapern messen. Die Meisterschaftsturniere in Piraten Kapern und 3 Chapters sind offen für alle Teilnehmenden und bedürfen keiner vorherigen Qualifikation. Ein „Last-Chance-Qualifikationsturnier” am Samstag gibt auch Kurzentschlossenen noch die Möglichkeit, an der Deutschen Meisterschaft in Saboteur oder 6 nimmt! am Folgetag teilnehmen zu können. Das große Highlight ist die Wizard-Meisterschaft am Samstag. Wizard-Fans haben außerdem die Möglichkeit, sich am Sonntag bereits für die Deutsche Meisterschaft im kommenden Jahr zu qualifizieren. Wer die Wizard-, Saboteur– oder 6 nimmt!-Meisterschaften gewinnt, darf Deutschland auf den Weltmeisterschaften vertreten. AMIGO sponsort den Meistern und Meisterinnen – sowie den Zweitplatzierten – nicht nur die Reise, sondern stattet sie in Kooperation mit travelite zusätzlich mit eleganten Reisetrolleys aus.
Erstmalig findet in diesem Jahr die Halli Galli-Vereinsmeisterschaft am 13. September auf dem AMIGO Spielefest statt. Neben Ruhm und Ehre erwarten die Siegerteams ein großes Spielepaket fürs Vereinsheim und gemeinsame Spieleabende. Die Anmeldung ist noch geöffnet.
Aber auch abseits des Turnierangebots haben Besucher*innen die Möglichkeit, AMIGO-Klassiker und -Neuheiten zu spielen und an den verschiedenen Aktionen und Stationen des Rahmenprogramms teilzunehmen. Es warten eine Hüpfburg, eine Tombola zugunsten der CFI Kinderhilfe und eine Fotobox für das perfekte Erinnerungsfoto. Außerdem wird Illustrator Jan Bintakies vor Ort sein und am Samstagnachmittag ganz persönliche Strange Creatures im Stil der AMIGO-Herbstneuheit für die Gäste zeichnen.
„Mario Kart als Brettspiel“ – ein Versprechen, das sofort Bilder im Kopf erzeugt. Bananenschalen, Chaos, Schadenfreude. Dungeon Kart tritt genau mit diesem Anspruch an. Die spannende Frage: Reicht das wirklich für ein gutes Brettspiel – oder bleibt es bei einer charmanten Idee?
Spielgefühl & Mechaniken
Dungeon Kart ist im Kern ein Rennspiel, bei dem sich alles um Bewegungspunkte, Geschwindigkeitsmanagement und Positionierung dreht. Statt einfach Gas zu geben, reguliert man sein Tempo über ein Gang-System, das bestimmt, wie viele Aktionspunkte pro Runde zur Verfügung stehen. Das sorgt für ein überraschend taktisches Grundgerüst. Die Strecke selbst besteht aus Hexfeldern mit unterschiedlichen Kosten – Kurven, Hindernisse und Kollisionen wollen gut geplant sein. Wer hier einfach „drauflosrast“, landet schnell an der Wand oder im falschen Winkel.
Und genau hier zeigt sich schon der erste große Unterschied zu Mario Kart: Während das Videospiel von Tempo, Reflexen und Flow lebt, zwingt dich Dungeon Kart zum Vorausdenken. Jede Bewegung ist eine kleine Optimierungsaufgabe.
Chaos, Items und Interaktion
Natürlich wäre es kein Mario-Kart-inspiriertes Spiel ohne Items. Und ja: Feuerbälle, Bomben und fiese Effekte sind am Start. Auch das bekannte „Rubberbanding“-Prinzip – also Aufholmechaniken für zurückliegende Spieler – findet sich hier wieder. Das sorgt für genau die Momente, die man sich wünscht: Führender Spieler kurz vor dem Ziel? Zack, Chaoskarte. Rennen wieder offen. ABER – und das ist entscheidend: Das Chaos fühlt sich deutlich kontrollierter an als beim Videospiel. Items sind weniger spontan und oft planbarer. Der „Ich wurde gerade komplett unfair zerstört“-Moment, der Mario Kart so ikonisch macht, tritt hier seltener auf.
Tempo & Dynamik
Hier liegt vermutlich der größte Knackpunkt des Spiels. Dungeon Kart fühlt sich… langsamer an. Deutlich langsamer. Wo Mario Kart für schnelle, hektische Rennen steht, ist Dungeon Kart eher ein „Denker-Rennen“. Selbst einfache Partien können überraschend lange dauern – teilweise deutlich über das, was man von einem Fun-Racer erwarten würde. Das führt zu einem interessanten Zwiespalt: Strategisch: überraschend tief; Emotional: weniger Adrenalin, mehr Planung. Oder anders gesagt: Dungeon Kart ist eher „Schach mit Karts“ als „Party mit Schildkrötenpanzern“.
Atmosphäre & Präsentation
Thematisch macht das Spiel vieles richtig. Die Boss-Monster-Welt bringt einen charmanten Retro-Look mit, der klar an klassische Videospiele erinnert. Die Strecken, Effekte und das allgemeine „Durcheinander“ transportieren das Gefühl eines Fun-Racers durchaus solide. Gerade in größeren Runden kommt echtes Party-Feeling auf.
Vergleich zu Mario Kart
Der Vergleich ist unvermeidlich – und auch gewollt. Was Dungeon Kart gut trifft: Items & Schadenfreude, Aufholmechaniken (Rubberbanding), Spielerinteraktion und Chaos, Leicht zugängliches Grundkonzept.
Wo es sich unterscheidet: Deutlich mehr Planung statt Reflexe, Weniger Tempo, mehr Kontrolle, Längere Spielzeit, Chaos ist gezähmter und berechenbarer
Oder ganz ehrlich formuliert: Dungeon Kart simuliert das Gefühl von Mario Kart, ersetzt es aber nicht. Selbst Fans sagen sinngemäß: „macht Spaß, aber ist nicht ganz Mario Kart“
Fazit
Dungeon Kart ist ein spannender Hybrid: Es nimmt die DNA von Mario Kart und übersetzt sie in ein taktisches Brettspielerlebnis. Das funktioniert überraschend gut – aber eben anders, als man es erwartet. Wer ein schnelles, chaotisches Partyspiel sucht, wird hier möglicherweise ausgebremst. Wer jedoch Lust auf ein interaktives Rennspiel mit Planungsfaktor hat, bekommt ein ungewöhnliches und durchaus reizvolles Gesamtpaket. Dungeon Kart ist kein Mario Kart für den Tisch. Es ist die Brettspiel-Interpretation davon – und genau darin liegt seine Stärke… und seine größte Schwäche zugleich.
Ob zur Vorbereitung auf den neuen Lebensabschnitt „Schulkind“, als Geschenk in der Schultüte oder für die kleinen Geschwisterkinder: Die Kinder- und Kartenspiele von AMIGO machen Kids fit für das Schuljahr, denn neben dem Spielspaß trainieren die handlichen Kartenspiele wichtige Fähigkeiten.
Für Biberbandebraucht ihr „Köpfchen“, denn hier gilt es, sich die Zahlenwerte von 0 bis 9 unter den verdeckten Karten zu merken, und möglichst nur die niedrigen Werte zu behalten. Mithilfe von Sonderkarten darf man sich Karten ansehen oder den Mitspielenden unliebsame Karten zuschieben.
Links ist da, wo der Daumen rechts ist. Klar, oder? Es kommt allerdings auch immer darauf an, ob man die Sache von vorne oder hinten betrachtet. Rinks & Lechts trainiert Kids ab 6 Jahren auf originelle Weise die für den sicheren Schulweg elementare Unterscheidung von rechts und links – egal in welchem Schuljahr. Nicht nur für Kinder geeignet…
Bei Fröschisgeht es darum, die Zahlenwerte der eigenen Kartenreihe mit Hilfe der Frösche aufsteigend anzuordnen. Durch geschicktes Tauschen der Karten hüpfen die Fröschis durch die Kartenreihe. Gewinnt man eine Runde, verkürzt sich die Reihe in der Folgerunde. Mit diesem Spiel können Geschwister- und Schulkinder ab 5 Jahren spielerisch den Zahlenbereich unter 10 kennenlernen.
Was sagt man zu einem roten Elefanten? Natürlich: „Erdbeere!“ Logisch, oder? Bei Schnattergeigeht es beim Kartenablegen nicht um die dargestellten Motive, sondern deren Farbe. Diese gibt an, welcher Begriff beim Ablegen gerufen werden muss. Karten gewinnt, wer flink ist, sobald zwei Karten mit dem gleichen Motiv übereinander abgelegt wurden. Schnattergei von Haim Shafir fördert Reaktion und Konzentration der ganzen Familie.
Spielbuch, Brettspiel und App-Unterstützung: All das steckt im Smart Book Boardgame Die Schatzkarte von Peasoup. Das lehrreiche Spiel wurde als Lernspiel des Monats ausgezeichnet.
Im Brettspiel Die Schatzkarte schippern die Spielenden im Piratenschiff von Insel zu Insel, immer auf der Suche nach dem nächsten Schatz. Dabei interagiert die zugehörige App mit dem Spiel, wenn man die Karte von Papa Juju scannt – der mit seinen Regeln gerne alles durcheinanderbringt! Wer am Ende das meiste Gold angehäuft hat, gewinnt.
Die Schatzkarte enthält zusätzlich zum Brettspiel das App-gestützte Spielbuch „Käpt’n Gruselbarts Fluch“. Darin geht es um das Erbe des namensgebenden Käpt’n Gruselbart – Schritt für Schritt in kurzen Kapiteln, ergänzt durch interaktive Herausforderungen in der App. Durch Scannen der Illustrationen im Spielbuch lassen sich spannende Seegefechte bestreiten und knifflige Rätsel lösen, um das nächste Kapitel zu erreichen.
„Die App ist wirklich eine tolle Bereicherung für Buch und Spiel, denn die Illustrationen lassen sich scannen. Was spannende Seegefechte beschert. Und sie hilft, einige Rätsel in ‚Käpt’n Gruselbarts Fluch‘ zu lösen. Womit man dann aufs nächste Level bzw. ins nächste Kapitel und die nächste Spielrunde gelangt. Eine gelungene Kombination von Brettspiel, Buch und App!“, schreibt die Jury und zeichnet Die Schatzkarte als Lernspiel des Monats Juli aus. Damit ist das Spiel für den Preis ‚Lernspiel des Jahres‘ nominiert, über den auf der Spielemesse in Stuttgart im November abgestimmt wird.
Wer hat diesem Pinguin einen Pilotenschein gegeben?
In Penguin Airlines übernehmen die Spieler die Verantwortung für eine Fluggesellschaft, deren Personal aus Pinguinen besteht. Das klingt bereits nach einer schlechten Idee – und genau daraus zieht das Spiel seinen Humor. Während ein Spieler als Fluglotse Anweisungen gibt, versuchen die übrigen Teammitglieder unter Zeitdruck die richtigen Schalter, Hebel und Drehregler auf einem chaotischen Cockpit zu finden. Das Ergebnis ist ein hektisches Kommunikationsspiel, das irgendwo zwischen Partyspiel und Team-Challenge angesiedelt ist.
Die ersten Flüge verlaufen selten planmäßig
Die größte Hürde von Penguin Airlines zeigt sich direkt in den ersten Partien. Das Cockpit wirkt zunächst wie ein unübersichtliches Durcheinander aus Farben, Symbolen und Bedienelementen. Die Kommunikation zwischen Fluglotse und Crew funktioniert entsprechend schlecht und Fehler sind praktisch garantiert. Genau das sorgt aber auch für die größten Lacher. Die ersten Runden sind oft pures Chaos, wenn verzweifelte Spieler versuchen, den „grünen Knopf neben dem anderen grünen Knopf“ zu finden, während die Zeit unerbittlich herunterläuft. Erst nach einigen Partien beginnt die Gruppe, gemeinsame Begriffe und Routinen zu entwickeln. Dann entsteht ein angenehmer Spielfluss und die Erfolgsquote steigt spürbar.
Gute Laune garantiert
Penguin Airlines lebt vollständig von der Kommunikation innerhalb der Gruppe. Wer Freude daran hat, unter Zeitdruck durcheinanderzurufen, Missverständnisse auszubaden und über eigene Fehler zu lachen, wird hier bestens unterhalten. Besonders gelungen ist dabei, dass das Spiel kaum Regelerklärung benötigt. Nach wenigen Minuten kann die erste Runde starten und selbst Wenigspieler verstehen sofort, worum es geht. Dadurch eignet sich Penguin Airlines hervorragend als Eisbrecher oder als lockerer Absacker am Ende eines Spieleabends. Auch die ungewöhnliche Cockpit-Gestaltung trägt viel zur Atmosphäre bei. Das Material ist übersichtlich produziert und das völlig überladene Armaturenbrett sorgt genau für die Verwirrung, die das Spiel benötigt.
Der größte Spaß liegt im Lernen
Nach mehreren Partien zeigt sich allerdings auch die größte Schwäche des Spiels. Sobald eine Gruppe die wichtigsten Orientierungspunkte auf dem Cockpit verinnerlicht hat, verliert Penguin Airlines einen Teil seines Reizes. Die Kommunikation wird effizienter, Fehler passieren seltener und viele Situationen wiederholen sich. Zwar sorgen unterschiedliche Cockpit-Anordnungen und zusätzliche Module für etwas Abwechslung, langfristig bleibt der Kern des Spiels jedoch weitgehend unverändert. Dadurch entsteht ein ungewöhnlicher Effekt: Die chaotischen ersten Partien sind oft unterhaltsamer als spätere Runden mit erfahrenen Spielern.
Mit den richtigen Leuten zur richtigen Zeit
Für mich funktioniert Penguin Airlines daher am besten als Gelegenheitsspiel für neue Gruppen. Dort entfaltet es seine größte Stärke: spontane Lacher, hektische Kommunikation und eine Atmosphäre, in der niemand perfekte Entscheidungen treffen muss. Als regelmäßiger Programmpunkt eines festen Spielekreises verliert das Spiel dagegen relativ schnell an Reiz. Wer es gezielt als lockeren Absacker, Partyspiel oder Einstieg in den Abend einsetzt, wird deutlich länger Freude daran haben.
Fazit
Penguin Airlines ist ein herrlich chaotisches Kommunikationsspiel, das vor allem in den ersten Partien für viele Lacher sorgt. Die Mischung aus Zeitdruck, Missverständnissen und Teamarbeit funktioniert hervorragend und macht das Spiel zu einem echten Gute-Laune-Titel. Gleichzeitig lebt die Erfahrung stark davon, dass die Spieler das Cockpit noch nicht vollständig durchschaut haben. Mit zunehmender Routine wird das Spiel spürbar berechenbarer und verliert etwas von seinem anfänglichen Zauber. Wer regelmäßig neue Mitspieler am Tisch hat und ein schnelles Partyspiel für zwischendurch sucht, findet hier jedoch einen äußerst unterhaltsamen Kandidaten.
Mit River of Gold entführt uns Designer Keith Piggott in die Welt von Rokugan, bekannt aus Legend of the Five Rings. Statt kriegerischer Konflikte stehen diesmal jedoch Handel, Einfluss und wirtschaftlicher Aufstieg im Mittelpunkt. Spieler verschiffen Waren entlang des Goldenen Flusses, errichten Gebäude an seinen Ufern und versuchen, durch geschicktes Timing mehr Ruhm und Reichtum als ihre Mitspieler anzuhäufen.Dabei benötigt man keinerlei Vorkenntnisse zum zugrunde liegenden Universum. Das Thema dient in erster Linie als atmosphärischer Rahmen für ein zugängliches Kennerspiel.
Einfache Regeln, interessante Entscheidungen
Der Kern von River of Gold ist erstaunlich unkompliziert. Im Wesentlichen wählen die Spieler zwischen dem Bau neuer Gebäude, dem Bewegen ihrer Schiffe entlang des Flusses oder dem Erfüllen von Aufträgen. Ergänzt wird das Ganze durch verschiedene Wertungsleisten und Zwischenziele, die zusätzliche Siegpunkte versprechen.
Besonders gelungen ist dabei die Verzahnung der einzelnen Systeme. Gebäude liefern Ressourcen oder Geld, Schiffe profitieren von bereits errichteten Gebäuden und Aufträge wandeln die gesammelten Waren in wertvolle Siegpunkte um. Keine dieser Mechaniken wäre für sich genommen außergewöhnlich, gemeinsam ergeben sie jedoch ein rundes Gesamtpaket.
Kaum Downtime, hoher Spielfluss
Die größte Stärke von River of Gold liegt für mich allerdings im Spielfluss (hö hö hö). Selbst in voller Besetzung vergehen die Züge der Mitspieler meist innerhalb weniger Sekunden. Lange Grübelphasen entstehen selten, wodurch die Partie konstant in Bewegung bleibt. Nach rund zehn Partien ist genau das der Aspekt, der mich immer wieder an den Tisch zurückholt. Man ist permanent involviert, beobachtet die Entwicklungen auf dem Fluss und passt seine Planung laufend an die Entscheidungen der Mitspieler an. Gerade in einer Zeit, in der viele Eurogames immer umfangreicher und komplexer werden, wirkt diese Leichtigkeit angenehm erfrischend. Interessanterweise war ein möglichst flüssiges Spielerlebnis laut Designer auch eines der zentralen Entwicklungsziele des Spiels.
Mehr Interaktion als erwartet
Obwohl River of Gold auf den ersten Blick recht friedlich wirkt, steckt erstaunlich viel Konkurrenz im Spiel. Die Spieler kämpfen um attraktive Bauplätze, profitable Lieferungen und die besten Positionen entlang des Flusses. Wer einen Abschnitt zuerst besetzt oder eine wichtige Aktion vor den Mitspielern nutzt, kann deren Planung spürbar beeinflussen. Dadurch entsteht eine Form von Interaktion, die nie destruktiv wirkt, aber dennoch ausreichend Spannung erzeugt. Das Spiel bleibt auch nach mehreren Partien frisch, weil sich die Dynamik am Tisch je nach Mitspielern spürbar verändert.
Material und Präsentation
Auch optisch macht River of Gold einiges her. Die Illustrationen transportieren das asiatisch inspirierte Setting stimmungsvoll und das Spielmaterial hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Besonders der zentrale Fluss zieht die Blicke auf sich und verleiht dem Spiel einen hohen Wiedererkennungswert.
Langzeitmotivation
Nach etwa zehn Partien sehe ich allerdings auch einen kleinen Kritikpunkt. Zwar sorgt die Konkurrenzsituation auf dem Spielplan für ausreichend Abwechslung, dennoch wünsche ich mir inzwischen eine Erweiterung. Die Basis des Spiels ist stark genug, um zusätzliche Gebäude, neue Aufträge oder alternative Wertungsmöglichkeiten problemlos zu tragen. Das Grundspiel funktioniert hervorragend, doch gerade Vielspieler dürften sich früher oder später etwas mehr Varianz wünschen.
Fazit
River of Gold ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass ein modernes Kennerspiel nicht zwangsläufig komplex sein muss. Die Regeln sind schnell erklärt, die Züge laufen angenehm flott ab und dennoch bietet jede Partie genügend interessante Entscheidungen. Wer ein interaktives Eurogame mit hohem Spielfluss, überschaubarer Spielzeit und einer gelungenen Mischung aus Handel, Engine Building und Timing sucht, sollte River of Gold unbedingt ausprobieren. Für mich zählt es zu den positivsten Überraschungen der letzten Jahre – auch wenn ich mittlerweile sehr auf eine erste Erweiterung hoffe.
Am 11.07. startet die 5. Saison der AMIGO Spielezeit 2026.
Bis zum 09.08. wird Druids gespielt.
Versetze dich in die magische Welt der Druidinnen und Druiden. Sammle Stiche in den Domänen Heilkunde, Wahrsagen, Gestaltwandlung, Sternenkunde und Schöne Künste. Sei bedacht nur Karten in vier Domänen zu erhalten. Sammle die meisten Erfahrungspunkte und erhalte den Titel „An dòigh“, der oder die Weise.
Falls ihr Fragen zu einer der lokalen Spielezeiten habt, schreibt eine E-Mail direkt an den Veranstalter.
Wir wünschen euch viel Spaß!
Fachhändler oder Spieleclubs können sich hier anmelden. Einfach Formular ausfüllen, an AMIGO senden und bald die erste AMIGO Spielezeit veranstalten.
Wie wäre es mit einem geselligen Spieleabend bei dem man exklusive Preise erspielen kann? Dann kommt zur AMIGO Spielezeit!
Auch in diesem Jahr ist AMIGO wieder auf zahlreichen Events vertreten. Neben den großen Messen in Nürnberg und Essen besuchen wir auch zahlreiche kleinere Veranstaltungen. Mit im Gepäck haben wir natürlich immer unsere neusten Spiele, die ihr euch von unseren fleißigen Promotern vor Ort erklären lassen könnt.
Wir von AMIGO freuen uns auf alle, die uns am Stand besuchen.
Auf diesen Events sind wir im Jahr 2026 noch vertreten: