Als Arvelle, um ihren Bruder zu retten, einen Pakt mit einem Vampir eingeht, ahnt sie nicht, dass ihr in der Kampfarena des Reiches die Begegnung mit einer alten Liebe und einem neuen Feind bevorsteht. We Who Will Die vereint die bekannten Zutaten einer guten Romantasy, doch kann der Roman überzeugen?
Endlich konnte ich mal bei diesem Friedemann Friese – Klassiker dabei sein. Seit 2001 gibt es mehrere Auflagen und derzeit 15 Erweiterungen und einige weitere Varianten.
Deutschland, in 6 Zonen unterteilt.
Wir leiten einen Energiekonzern und müssen Städte mit Energie versorgen. Die Grundversion spielt in Deutschland. Wir ersteigern Kohle-, Öl-, Atom- und Müllverbrennungskraftwerke und erwerben die dazugehörigen Ressourcen zum Betrieb. Selten gibt es auch Wind- und Solaralternativen. Diese benötigen keine Ressourcen, sind aber sehr teuer. Da merkt man dem Spiel das Alter schon an, aber sicher wurde dies in den zahlreichen Erweiterungen aktualisiert.
Die Auktionsleiste. Die untern 4 kann man ersteigern, die oberen rücken dann nach. Somit kann man planen, ob man noch abwarten sollte.
Am Ende der Runde erhalten alle Spieler Geld für die Versorgung ihrer Stadt und müssen dann auch die Ressourcen für den Betrieb der Kraftwerke wieder abgeben. Und so werden im Laufe der Zeit fossile Ressourcen weniger (und damit teuerer), aber auch die Kraftwerke effizienter. Aus der Sicht 2001 spielte sich das erstaunlich realistisch.
Die Kosten für eine Stadt kosten 10 „Geld“ zuzüglich die Leitungskosten dorthin. Anfangs darf nur ein Spieler eine Stadt versorgen, später dann 2 und 3 Personen.Drei Kraftwerke kann man unterhalten. Die teureren sind effizienter
Gut durchdacht sind die einzelnen Phasen in einer Runde. So haben die „schwächsten“ Spieler immer einen Vorteil, indem sie z.B. zuerst Ressourcen kaufen dürfen, womit sie für die nachfolgenden Spieler teurer werden oder sogar nicht mehr verfügbar sind. Die Spielerreihenfolge ändert sich immer, denn man kann auch taktisch sich zurückfallen lassen, um im nächsten Zug einen Vorteil zu haben.
Ziel ist es, 14 Städte ans Stromnetz anzubinden. Wenn dies einem Spieler gelingt, wird die Runde zu Ende gespielt und es gewinnt der Spieler mit den meisten mit Strom versorgten Städten. Aufgrund der Ressourcenknappheit muss dies nicht unbedingt der Spieler sein, der das Spielende eingeleitet hat.
Die Übersicht zeigt, welcher Spieler wieviele Städte versorgt. Wenn jemand 14 angebunden hat, wird das Spielende eingeleitet. Auf den kleinen Feldern wird es dann gang schön eng.
Fazit:
Ich kann verstehen, warum so viele dieses Spiel lieben. Man muss sein Augenmerk auf Geld, den Ausbau des Stromnetzes und die Kraftwerke legen. Immer gibt es zu wenig Geld, die Gegner kaufen mir die Kohle weg oder horten sie sogar, damit sie für mich noch teurer wird. So gibt es eine tolle Interaktionen zwischen den Spielern.
Es gibt auch kaum Totzeiten, selbst bei einer Runde mit sechs Personen. Die Züge gehen sehr schnell und man verfolgt die Planungen der Gegner mit. Drei Stunden waren wir aber schon dabei. Ich freue mich auf die nächsten Partien, dann mit einer der zahlreichen Erweiterungen.
Der Schnippspiel – Klassiker Carrom ist ein schlichtes, elegantes Finger-Billard auf Holz, das sich in Südasien zu einem der beliebtesten Wohnzimmer- und Clubspiele entwickelt hat. Es soll seine Wurzeln in der Kolonialzeit auf dem indischen Subkontinent haben, wo es als
Auf das Spiel Ruhm für Rom wurde ich vor Jahren aufmerksam, aber es war damals schon länger out of print und nur auf dem Gebrauchtmarkt zu meiste extrem hohen Preisen zu bekommen, vor allem wenn man die Erweiterung auch noch haben wollte. Und ich war nicht bereit, diese Preise oft deutlich jenseits der 100 Euro für ein reines Kartenspiel zu bezahlen. Das Grundspiel (auf Deutsch von Lookout) hatte ursprünglich mal 19,90 € gekostet und die Erweiterung Mehr Ruhm für Rom 13,95 €. Auf eBay wurden dafür aber auch schon astronomische Preise von mehreren hundert Dollar bezahlt.
Der amerikanische Ursprungsverlag Cambridge Games Factory wurde 2004 gegründet und Glory to Rome war eines seiner ersten Spiele. Allerdings existiert der Verlag schon über 10 Jahre nicht mehr.
1. Version aus dem Jahr 2005 (Cambridge Games Factory)
Ich hatte das Spiel deshalb eine Zeit lang aus den Augen verloren, bin aber immer wieder darüber gestolpert, vor allem weil es von einigen sehr gelobt wurde. Vor 3 Wochen bin ich dann beim Youtube-Kanal Getting Games auf dieses Video gestoßen Getting Games – Playing with friends
Da spielt Jonathan zusammen mit seinem Kumpel Dave eine Partie Glory to Rome (Originalversion) zu zweit. Nachdem ich mir das Video angesehen hatte, war ich richtig angefixt und wollte das Spiel jetzt doch endlich mal spielen.
Rein von der Optik her hätte ich hier die Version von Lookout Games am liebsten gehabt. Die hat ein comichaftes Artwork, welches mich etwas an Asterix und Obelix erinnert. Aber da lagen bei Kleinanzeigen die Preise (nur für das Grundspiel, welches ursprünglich mal um die 20€ gekostet hatte) bei 75 bis 100 Euro. Und dann hätten mir immer noch die rund 14 Gebäude aus der Erweiterung gefehlt. Wobei 2 der Gebäude (Forum Romanum und Kran) auch in der deutschen Erweiterung „Mehr Ruhm für Rom“ gar nicht enthalten sind.
Ruhm für Rom (Deutsche Version von 2011, Lookout Games)
Nach etwas Stöbern im Netz bin ich auf das Video von Tabletop Turtle aus Kanda aufmerksam geworden: Reviewing Our Custom Glory to Rome! Free Files in the Description! und das versprach eine Lösung. Mike hatte hier eine eigene Version von Glory to Rome „gebastelt“ mit eigenem Artwork, und er stellt diese sogar über Google Drive zur Verfügung.
Und ich war begeistert, dass er nicht nur JPG-, sondern auch PSD-Dateien zum Herunterladen hat, die man mit Photoshop bearbeiten kann. Und das habe ich dann getan. Ich habe die Photoshop-Dateien heruntergeladen und übersetzt. Dabei habe ich mich an dem englischen Text auf den Karten und nicht an der Lookout-Übersetzung orientiert. Nach 1 Woche Arbeit war ich dann und habe die Karten bei meinspiel.de drucken lassen. Da es jedoch 244 Karten sind, ich bei meinspiel aber nur 33, 55 oder 110 Karten auswählen konnte, habe ich mich auf 220 Karten beschränkt und 24 weggelassen.
Hier mal 9 beispielhafte Gebäude (Orte) aus der Version von Mike.
Das finde ich auch nicht so schlimm. Einige der Gebäude gibt es nämlich 6-mal im Spiel, die meisten aber immer nur 3-mal. Und und von diesen Karten habe ich 24 Karten weggelassen, da ich nicht denke, dass diese das Spiel großartig beeinflusst.
Bezahlt habe ich dafür knapp 57 € und musste mir dann nur noch ein Spielertableau basteln, da Mike seines leider nicht als PSD-Datei zur Verfügung gestellt hat. Netter Nebeneffekt: Ich hab meine Photoshop-Skills in den letzten Tagen erheblich erweitert. Hier das Ergebnis.
Die Karten waren schnell gedruckt, auch wenn ich leider ein englisches Wort beim Übersetzen vergessen habe („Wood“ auf der Karte Anlegestelle, siehe oben). Und diese Woche konnte ich es dann zum ersten Mal spielen. Dabei haben wir eine verkürzte Spielvariante aus den Lookout-Regeln verwendet. Hier nimmt man nur die Hälfte der Auftragskarten und wir haben auch nur 3 Bauplätze von jeder Art verwendet.
Unsere Partie zu zweit hat 50 Minuten gedauert und uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir es nächste Woche wieder spielen werden. Ich freue mich auch schon auf Partien zu dritt, viert oder fünft, da ich denke, dass das Spiel dadurch noch deutlich gewinnt. Allerdings benötigt man für die vielen Karten dann auch ordentlich Platz auf dem Tisch.
Glory to Rome – English Black Box Edition (2012, Cambridge Games Factory)
Nun aber noch kurz zum Spielablauf. In Ruhm für Rom errichten wir Rom wieder, welches bei einem Aufruhr im Jahr 64 n. Chr. vom Feuer verwüstet wurde.
Ruhm für Rom ist eines der ersten Multi-Use-Kartenspiele. Eine Karte ist dabei sowohl eine von 6 Rollen (Kaufmann, Arbeiter, Legionär, Architekt …), eines von 6 Materialien (Stein, Marmor …) und auch ein Gebäude (Ort), welches wir errichten können.
In jeder Runde entscheidet der Anführer ob er eine Rolle anführt oder nachdenkt. Bei letzterem zieht er Karten nach. Führt er eine Rolle an, so können die Mitspielenden dieser folgen, wenn sie eine entsprechende Rollenkarte oder einen Senator (Joker) auf der Hand haben.
Ziel ist es, möglichst viel Einfluss zu erlangen, den man durch das Errichten von Gebäuden erhält und Siegpunkte durch Karten in seinem Tresor zu bekommen.
Fazit: Mir gefällt bei Ruhm für Rom besonders, dass er sehr interaktiv ist, oft auch etwas gemein, und das hier keine Downtime aufkommt, da man dem Zug der Mitspielenden immer folgen kann. Es spielt sich sehr gut zu zweit, ich denke aber, dass es mit mehr Mitspielenden noch etwas besser ist. Man braucht für das Spiel ordentlich Platz auf dem Tisch und muss aufpassen, dass man bei den vielen Karten nicht den Überblick verliert. Auch sollte man sich die Effekte der Gebäude immer genau durchlesen. Die können zum Teil sehr mächtig sein und einem auch durchaus overpowered vorkommen. Das macht aber gar nichts, da die Gebäude ja mehrfach vorhanden sind und es genug weitere Gebäude mit mächtigen Effekten gibt.
Von mir bekommt Ruhm für Rom nach unserer ersten Partie eine 8 von 10.
Karten aus der Black Box Edition von 2012 (Bildquelle: BGG, Jonathan Schindler)Karten aus der Lookout Version von 2011 (Bildquelle: BGG, André E)
Zu guter Letzt noch eine Fan-made-Version die ich persönlich auch sehr cool finde. Glory to Rome in einer Asterix-Variante: Asterix reskin von Tor Gjerde
Auf das Spiel Ruhm für Rom wurde ich vor Jahren aufmerksam, aber es war damals schon länger out of print und nur auf dem Gebrauchtmarkt zu meiste extrem hohen Preisen zu bekommen, vor allem wenn man die Erweiterung auch noch haben wollte. Und ich war nicht bereit, diese Preise oft deutlich jenseits der 100 Euro für ein reines Kartenspiel zu bezahlen. Das Grundspiel (auf Deutsch von Lookout) hatte ursprünglich mal 19,90 € gekostet und die Erweiterung Mehr Ruhm für Rom 13,95 €. Auf eBay wurden dafür aber auch schon astronomische Preise von mehreren hundert Dollar bezahlt.
Der amerikanische Ursprungsverlag Cambridge Games Factory wurde 2004 gegründet und Glory to Rome war eines seiner ersten Spiele. Allerdings existiert der Verlag schon über 10 Jahre nicht mehr.
1. Version aus dem Jahr 2005 (Cambridge Games Factory)
Ich hatte das Spiel deshalb eine Zeit lang aus den Augen verloren, bin aber immer wieder darüber gestolpert, vor allem weil es von einigen sehr gelobt wurde. Vor 3 Wochen bin ich dann beim Youtube-Kanal Getting Games auf dieses Video gestoßen Getting Games – Playing with friends
Da spielt Jonathan zusammen mit seinem Kumpel Dave eine Partie Glory to Rome (Originalversion) zu zweit. Nachdem ich mir das Video angesehen hatte, war ich richtig angefixt und wollte das Spiel jetzt doch endlich mal spielen.
Rein von der Optik her hätte ich hier die Version von Lookout Games am liebsten gehabt. Die hat ein comichaftes Artwork, welches mich etwas an Asterix und Obelix erinnert. Aber da lagen bei Kleinanzeigen die Preise (nur für das Grundspiel, welches ursprünglich mal um die 20€ gekostet hatte) bei 75 bis 100 Euro. Und dann hätten mir immer noch die rund 14 Gebäude aus der Erweiterung gefehlt. Wobei 2 der Gebäude (Forum Romanum und Kran) auch in der deutschen Erweiterung „Mehr Ruhm für Rom“ gar nicht enthalten sind.
Ruhm für Rom (Deutsche Version von 2011, Lookout Games)
Nach etwas Stöbern im Netz bin ich auf das Video von Tabletop Turtle aus Kanda aufmerksam geworden: Reviewing Our Custom Glory to Rome! Free Files in the Description! und das versprach eine Lösung. Mike hatte hier eine eigene Version von Glory to Rome „gebastelt“ mit eigenem Artwork, und er stellt diese sogar über Google Drive zur Verfügung.
Und ich war begeistert, dass er nicht nur JPG-, sondern auch PSD-Dateien zum Herunterladen hat, die man mit Photoshop bearbeiten kann. Und das habe ich dann getan. Ich habe die Photoshop-Dateien heruntergeladen und übersetzt. Dabei habe ich mich an dem englischen Text auf den Karten und nicht an der Lookout-Übersetzung orientiert. Nach 1 Woche Arbeit war ich dann und habe die Karten bei meinspiel.de drucken lassen. Da es jedoch 244 Karten sind, ich bei meinspiel aber nur 33, 55 oder 110 Karten auswählen konnte, habe ich mich auf 220 Karten beschränkt und 24 weggelassen.
Hier mal 9 beispielhafte Gebäude (Orte) aus der Version von Mike.
Das finde ich auch nicht so schlimm. Einige der Gebäude gibt es nämlich 6-mal im Spiel, die meisten aber immer nur 3-mal. Und und von diesen Karten habe ich 24 Karten weggelassen, da ich nicht denke, dass diese das Spiel großartig beeinflusst.
Bezahlt habe ich dafür knapp 57 € und musste mir dann nur noch ein Spielertableau basteln, da Mike seines leider nicht als PSD-Datei zur Verfügung gestellt hat. Netter Nebeneffekt: Ich hab meine Photoshop-Skills in den letzten Tagen erheblich erweitert. Hier das Ergebnis.
Die Karten waren schnell gedruckt, auch wenn ich leider ein englisches Wort beim Übersetzen vergessen habe („Wood“ auf der Karte Anlegestelle, siehe oben). Und diese Woche konnte ich es dann zum ersten Mal spielen. Dabei haben wir eine verkürzte Spielvariante aus den Lookout-Regeln verwendet. Hier nimmt man nur die Hälfte der Auftragskarten und wir haben auch nur 3 Bauplätze von jeder Art verwendet.
Unsere Partie zu zweit hat 50 Minuten gedauert und uns beiden so viel Spaß gemacht, dass wir es nächste Woche wieder spielen werden. Ich freue mich auch schon auf Partien zu dritt, viert oder fünft, da ich denke, dass das Spiel dadurch noch deutlich gewinnt. Allerdings benötigt man für die vielen Karten dann auch ordentlich Platz auf dem Tisch.
Glory to Rome – English Black Box Edition (2012, Cambridge Games Factory)
Nun aber noch kurz zum Spielablauf. In Ruhm für Rom errichten wir Rom wieder, welches bei einem Aufruhr im Jahr 64 n. Chr. vom Feuer verwüstet wurde.
Ruhm für Rom ist eines der ersten Multi-Use-Kartenspiele. Eine Karte ist dabei sowohl eine von 6 Rollen (Kaufmann, Arbeiter, Legionär, Architekt …), eines von 6 Materialien (Stein, Marmor …) und auch ein Gebäude (Ort), welches wir errichten können.
In jeder Runde entscheidet der Anführer ob er eine Rolle anführt oder nachdenkt. Bei letzterem zieht er Karten nach. Führt er eine Rolle an, so können die Mitspielenden dieser folgen, wenn sie eine entsprechende Rollenkarte oder einen Senator (Joker) auf der Hand haben.
Ziel ist es, möglichst viel Einfluss zu erlangen, den man durch das Errichten von Gebäuden erhält und Siegpunkte durch Karten in seinem Tresor zu bekommen.
Fazit: Mir gefällt bei Ruhm für Rom besonders, dass er sehr interaktiv ist, oft auch etwas gemein, und das hier keine Downtime aufkommt, da man dem Zug der Mitspielenden immer folgen kann. Es spielt sich sehr gut zu zweit, ich denke aber, dass es mit mehr Mitspielenden noch etwas besser ist. Man braucht für das Spiel ordentlich Platz auf dem Tisch und muss aufpassen, dass man bei den vielen Karten nicht den Überblick verliert. Auch sollte man sich die Effekte der Gebäude immer genau durchlesen. Die können zum Teil sehr mächtig sein und einem auch durchaus overpowered vorkommen. Das macht aber gar nichts, da die Gebäude ja mehrfach vorhanden sind und es genug weitere Gebäude mit mächtigen Effekten gibt.
Von mir bekommt Ruhm für Rom nach unserer ersten Partie eine 8 von 10.
Karten aus der Black Box Edition von 2012 (Bildquelle: BGG, Jonathan Schindler)Karten aus der Lookout Version von 2011 (Bildquelle: BGG, André E)
Zu guter Letzt noch eine Fan-made-Version die ich persönlich auch sehr cool finde. Glory to Rome in einer Asterix-Variante: Asterix reskin von Tor Gjerde