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Rezension „Am Goldenen Fluss“

14. Dezember 2025 um 13:41
  • Verlag: Kosmos
  • Autor: Keith Piggott
  • Spieleranzahl: 2 - 4 Spieler
  • Alter: ab 12 Jahren
  • Dauer: ca. 60 - 90 Minuten
  • Jahrgang: 2024 (deutsch 2025)
Am Goldenen Fluss (Kosmos)

In der für Kosmos typischen quadratischen Box findet man einen großen Spielplan, drei Holzschiffe, 22 Klanmarker, eine Klanfigur, eine Klantafel, eine Mondsichel, ein Sonnenstein und ein großer Würfel pro Spieler. Die Handelswaren (Seide, Reis und Porzellan) sind kleine Stanzkartonplättchen, die Geldwährung im Spiel, Koku, sind ebenso aus dem typischen Stanzkarton gefertigt. Dann gibt es noch 49 Bauwerkplätchen, eine Bauwerktafel, 30 Kundenkarten, 6 Meisterschaftskarten und 4 Übersichtskarten für die Spieler, mit den wichtigsten Symbolen. Außerdem liegt dem Spiel die Mini-Erweiterung: Klanlegenden bei, die den verschiedenen Spielerfarben kleine unterschiedliche Fähigkeiten verleihen. Die Spielanleitung ist mit 16 Seiten relativ überschaubar. Große Schrift, viele Abbildungen, auf der Rückseite eine schöne Übersicht mit den ganzen Symbolen. Wirklich gut gemacht.

Das Material ist an sich wirklich schön. Dem Spielplan hat man eine goldene Folienbeschichtung verpasst, was wirklich edel und ausgefallen ausschaut. Die Holzschiffe sind hübsch, die Karten sind auch schön gestaltet. Nicht so schön sind die dünnen Klantafeln; die sind aus wirklich dünnem Karton. Die eigentlich schönen und großen Würfel sind beim Würfeln dann eher unpraktisch. Die Ecken und Kanten hätten mehr abgerundet sein müssen, damit man den Würfel wirklich gut nutzen kann. Schade ist auch, dass man für die Handelswaren „nur“ Karton gewählt hat.

Der Spielplan zeigt einen Fluss, natürlich den „Goldenen Fluss“. Die zwei „normalen“ Schiffe jedes Spielers werden auf ihre Startposition gesetzt. Abhängig von der Spieleranzahl werden einige Startgebäude auf dem Spielplan platziert. Die Wertungsplättchen werden zufällig auf dem Spielplan verteilt. Es werden auch noch drei zufällige Meisterschaftskarten ausgelegt. Jeder Spieler erhält eine Klantafeln in seiner Farbe, mit dem ganzen Zubehör, Klanmarker, Mondsichel, Sonnenstein. Außerdem bekommt man von jeder Handelsware noch einen Marker sowie den erwähnten großen Würfel. Das restliche Material liegt bereit und es kann losgehen.

Der Ablauf ist überschaubar: ist man an der Reihe, wählt man eine von drei Möglichkeiten. Der Würfel gibt dabei vor, welches der 6 Gebiete für die Aktion relevant sind.

(A) Bauen: man wählt eines der ausliegenden Gebäude, bezahlt die Kosten des gewünschten Bauplans und platziert das Gebäude am Fluss. Dann legt man einen Klanmarker auf die Mitte des Gebäudes und erhält den dort aufgeführten Bonus… nämlich Schritte auf dem Einflusspfad dieses Gebietes. Das wiederum gibt ggfs. weitere Boni, die man mit seinem Marker erreicht oder überschreitet.

(B) Segeln: man bewegt eines seiner Schiffe auf dem Fluss entlang, genau so viele Felder, wie der Würfel anzeigt und erhält dann die Boni des erreichten Gebietes. Leere Bauplätze bringen Münzen, Gebäude bringen unterschiedliche Boni, Handelswaren, Siegpunkte, Schritte auf den Einflusspfaden.

(C) Ausliefern: man beliefert einen Kunden mit Handelswaren, was einfach nur bedeutet, dass man eine Karte aus der Hand vor sich ausspielt. Man bezahlt die geforderten Handelswaren und triggert die Funktionen der Karte. Das sind Soforteffekte, Dauereffekte und/oder Effekte bei Spielende.

Nach seiner Aktion wirft man seinen Würfel neu und hat somit das Würfelergebnis für seinen nächsten Zug schon vor sich liegen. Man kann sich also schon während der Züge der anderen Spieler Gedanken über seinen nächsten Zug machen. Das hält die Downtime relativ klein.

Sobald das letzte Gebäude in die Auslage gelegt wurde, wird das Spielende getriggert. Die aktuelle Runde wird noch beendet und dann ist nochmals jeder Spieler einmal an der Reihe. Nach der Schlusswertung gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Die Gebäude, die man während des Spiels baut und die man dann mit einem seiner Marker versieht, die bringen dem Spieler, der diesen Flussabschnitt bereist einen kleinen Bonus. Gleichzeitig bringen sie aber dem Besitzer des Gebäudes noch einen weiteren Bonus. Besucht man also sein eigenes Gebäude, erhält man sogar Beides. Speziell über diesen Weg kommt man an die benötigten Handelswaren und an das für den Bau weiterer Gebäude benötigte Kapital. Über den Bau neuer Gebäude kommt man dann auch auf den Einflusspfaden vorwärts. Dort möchte man dann bei Spielende möglichst weit vorne sein, denn das bringt in der Schlusswertung nochmal richtig viel Punkte.

Auch die Karten sollte man nicht vernachlässigen. Spielt man eine Karte aus, bekommt man i.d.R. einen Soforteffekt oder einen Effekt für die Dauer des restlichen Spiels… z.B. Rabatt beim Bau eines Gebäudes in einem bestimmten Gebiet oder einen zusätzlichen Bonus, wenn man das Ende des Flusses erreicht. Mat hat übrigens immer nur zwei Karten auf der Hand. Spielt man eine Karte aus, zieht man zwei Karten nach und wirft dann von seinen Handkarten eine Karte ab.

Hat man die Bedingung einer Meisterschaftskarte erfüllt, darf man dort einen Marker auf den höchsten Punktwert legen. Diese Meisterschaftskarten stellen also quasi öffentliche Aufträge dar. Während des Spiels gibt es also ein Wettrennen, um diese Punkte.

Was mir gut gefällt, ist der fluffige Ablauf. Die Züge laufen flott, die Aktionen sind kurz und damit schnell gespielt. Damit ist eine Downtime nicht wirklich großartig spürbar. Die Optik des Materials gefällt mir auch gut, bis auf ein paar Einschränkungen, die ich oben erwähnt habe. Nach ein paar Partien stellte sich allerdings schon ein kleines Gefühl der Langeweile ein. Der Ablauf ist halt immer etwas gleich. Zu viert hatte ich auch das Gefühl, das Spiel dauert etwas zu lang, bis dann die letzten Gebäude gebaut wurden.

Als einfaches Kennerspiel kann man „Am Goldenen Fluss“ gut nutzen, um Familienspieler auch mal einen Schritt in den Kennerspielbereich zu ermöglichen. Auf Dauer kann es uns aber nicht fesseln. Ich meine, die Optik ist besser als das Spiel selbst.

(c)2025 Dirk Trefzger

Material

Regeln

Idee

Spielreiz

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3. Advents-Woche – Abenteuer Brettspiele Adventskalender 2025

Von: Peer
14. Dezember 2025 um 11:01

3. Advents-Woche - Abenteuer Brettspiele Adventskalender 2025Heute ist der 3. Advent und deshalb gibt es heute das dritte Gewinnspiel im Abenteuer Brettspiele Adventskalender 2025, bei dem ihr wieder ein tolles Brettspiel-Paket gewinnen könnt. Wie genau der Adventskalender funktioniert, was ihr in der 3. Advents-Woche gewinnen könnt und wie ihr teilnehmt, erfahrt ihr im Folgenden. Viel Spaß. Tipp: Hier gibt es noch […]

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326 Brettspielradio – Redebedarf der mit dem Weihnachtswunsch

14. Dezember 2025 um 10:40
RedebedarfShownotes Redebedarf. Das Podcastformat ohne Format. Manchmal gibt es einfach Anlässe, Erfahrungen und Beobachtungen zur Spielszene die nur in einem kurzen Podcast untergebracht werden können. Das tun Georgios Panagiotidis und Peer Sylvester mit Redebedarf.

7 Wonders Dice

14. Dezember 2025 um 00:01
7 Wonders Dice: Cover

Sieben Wunder könnten sieben Einleitungen sein.

Wie geht 7 WONDERS DICE? Wir würfeln die sieben Würfel – nicht. Wir mischen sie. Dafür gibt es eine flache Box mit Deckel. Die rütteln und drehen wir, nehmen den Deckel ab und finden die Würfel zufällig verteilt in vier Fächer mit Preisen von null bis drei Münzen. Wir alle wählen und nutzen nun einen dieser Würfel. Vorab müssen wir ihn bezahlen. Niemand kauft anderen etwas weg. Theoretisch könnten alle denselben Würfel wählen.
Jeder Würfel zeigt verschiedene Symbole und hat eine andere Farbe, die besagt, zu welchem Bereich auf meinem Spieltableau der Würfel gehört. Üblicherweise benutze ich einen Würfel, um ein Feld auf meinem Tableau anzukreuzen. Jedes Feld hat Kosten. Alle zuvor über Rohstoff-Würfel gesammelte Rohstoffe senken diese Kosten permanent um eins. Den Rest muss ich mit Münzen aus meinem Vorrat ausgleichen.
Die Farben entsprechen 7 WONDERS, wie wir es kennen. Der gelbe Bereich hat viel mit Geldvermehrung zu tun, der blaue Bereich bringt Punkte, lila ebenso, aber abhängig von den Fortschritten meiner Nachbar:innen. Eintragungen in meinem linken roten Bereich punkten im Vergleich zur militärischen Macht meiner linken Nachbar:in, der rechte rote Bereich in Konkurrenz zur rechten Nachbar:in.

7 Wonders Dice: Würfelbox

Mit grünen Würfeln und also im grünen Bereich erhalte ich Dauereffekte. Insbesondere kann ich bis zu drei weitere Würfel ins Spiel bringen, die stärker sind als die anderen und nur von denjenigen Spieler:innen genutzt werden dürfen, die diese Würfel ebenfalls freigeschaltet haben.
Alle Tableaus sind ein bisschen unterschiedlich, so wie man das auch von 7 WONDERS kennt. Sobald irgendwer drei Bereiche komplettiert hat, wird nur noch ein weiterer Zug gespielt und wir rechnen Bereich für Bereich unsere Punkte zusammen.

Was passiert? 7 WONDERS DICE hat durchaus 7 WONDERS-Vibes. Die Überlegung, wie viele Rohstoffe ich anhäufen sollte, etwa ist ähnlich. Gewiss: Das Maximum von sechs Rohstoffen bringt mir den maximalen Rabatt. Allerdings hat es mich dann auch sechs Züge gekostet, diesen Rabatt zu erreichen. Und nur wenige, wenn auch besonders wertvolle Ankreuzfelder haben überhaupt Kosten von sechs.
Mich für einen Würfel zu entscheiden, ist nicht trivial. Wenn der grüne, den ich eigentlich wollte, drei Münzen kosten soll, nehme ich vielleicht lieber einen kostenlosen, der akzeptabel ist. Irgendwann wird der grüne Würfel auch wieder billiger zu haben sein. Ob er dann allerdings auch das gewünschte Symbol zeigt, weiß ich nicht. Ähnlich spekulative Überlegungen stellt man auch beim Kartendraften in 7 WONDERS an.

7 Wonders Dice: Tableau

Wie auch 7 WONDERS geht 7 WONDERS DICE zu siebt, und alle spielen parallel. Habe ich bei 7 WONDERS durch die Kartenweitergabe noch mehr den Eindruck, gemeinsam ein Spiel zu spielen und den Aufbau der anderen zu beeinflussen, hinterlässt 7 WONDERS DICE ein solitäreres Gefühl – so wie eben viele andere Mehrpersonen-Solitär-Spiele auch.

Was taugt es? 7 WONDERS DICE ist ein durchschnittliches Würfelspiel. Die Würfelbox und das Freischalten von exklusiven Würfeln finde ich originell. Das allein erzeugt aber noch kein Spielgefühl, das sich von anderen Werken dieser Art nennenswert abhebt. Jede:r kreuzt weitgehend emotionslos seine Kreuzchen und baut sich seine kleine Engine. Die Erklärung, warum es 7 WONDERS DICE überhaupt gibt, ist vermutlich einzig und allein: 7 WONDERS.
Als Vorteil sehe ich, dass 7 WONDERS DICE reibungslos für bis zu sieben Personen funktioniert, relevante Entscheidungen bietet und trotzdem keine Längen hat. 7 WONDERS DICE zeigt aber auch klar auf, welche Qualität 7 WONDERS hat: Während das Würfelspiel gesichtslos, mechanisch und abstrakt wirkt, tragen gerade die Grafiken in 7 WONDERS dazu bei, das Gefühl vermittelt zu bekommen, ein antikes Staatswesen aufzubauen. 7 WONDERS hat ganz viel Atmosphäre, 7 WONDERS DICE ganz viel Nüchternheit.


*** mäßig

7 WONDERS DICE von Antoine Bauza für zwei bis sieben Spieler:innen, Repos Production.

kritisch gespielt: Formidabel!

Von: Tobias
13. Dezember 2025 um 21:58
Formidabel - Cover

Formidabel - CoverFormidabel! von Friedemann Friese – erschienen bei 2F-Spiele Musik sagt mehr als 1000 Worte, oder? Ich bin mir aber nicht sicher, ob der Song Formidable von Stromae dem Spiel FORMIDABEL! vollauf gerecht wird. Denn der jeweilige Themenkontext ist doch grundverschieden. Thema: Es ist Markttag! Die Dorfbevölkerung strömt auf den zentralen Platz und hat ganz unterschiedliche Wünsche […]

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Die besten 5 Brettspiele für Paare als Geschenk zu Weihnachten 2025

Von: Peer
13. Dezember 2025 um 08:33

Die besten 5 Brettspiele für Paare als Geschenk zu Weihnachten 2024Zu zweit gemütlich zu Hause sitzen und gemeinsam etwas zu spielen ist gerade in der kalten Jahreszeit eine sehr schöne Sache. Dafür eignen sich optimal Brettspiele für Paare. Deshalb stelle ich euch im Folgenden die meiner Meinung nach aktuell besten 5 Brettspiele für 2 Personen als Geschenk zu Weihnachten 2025 genauer vor. Die besten Brettspiele […]

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Boardgame Cruise

Von: Horst
13. Dezember 2025 um 08:00

Einmal Island und zurück

Wie bereits im August angekündigt, bin ich mit Bill zusammen auf der Boardgame Cruise von Hirtshals (Dänemark) nach Island und zurück gefahren. Während Bill sich sein Schiffszwieback als Erklärbär für Blick aufs Brett e.V. verdingt hat, konnte ich das Schaukeln auf dem Wasser und die Landausflüge genießen. Es war ein grandioses Erlebnis mit vielen Überraschungen. In diesem Bericht fasse ich für euch alles zusammen. Sei es vom Schiff bis hin zu möglichen Sehkrankheiten. Außerdem erfahrt ihr, warum ich ermordet wurde (und wieso ich trotzdem im Nachgang noch diesen Artikel schreiben kann).


Anreise und Abfahrt

So wurden wir am Hafen von Hirtshals begrüßt. Zum Glück nicht unser Schiff.

Die Schiffsreise beginnt für euch bei dieser Tour immer in der dänischen Hafenstadt Hirtshals. Die kleine Stadt an der Nordsee bietet alles, was eine kleine Hafenstadt so braucht. Inklusive für Anreisende aus weiter Ferne in einem Hotel eine Tag vorher in Ruhe ausschlafen zu können. Wer direkt Erstkontakt mit der Prominenz von Blick aufs Brett haben will, kommt im Skaga Hotel unter. Dort lohnt sich definitiv auch ein Happen im leckeren Restaurant zu sich zu nehmen. Allerdings gewöhnt man sich dabei auch direkt an die dänischen Preise. Das Hotel liegt sehr nah am Hafen und ihr könnt das Auto sogar für eine Pauschale dort stehen lassen. Eine andere Möglichkeit wäre es das Auto am Hafen gegen Gebühr zu parken. Dort sind die Plätze allerdings begrenzt.

Wie kommt ihr aber überhaupt nach Hirtshals. Bill und ich haben die Erfahrung mit dem eigenen Auto inklusive Übernachtung im besagten Hotel vor dem Start gemacht. Rückfahrt sind wir nach Ankunft direkt durchgereist.

Die Boardgame Cruise bietet Busreisen von Hannover und Hamburg an. Das geht auch problemlos. Allerdings muss man natürlich noch in die beiden Städte kommen.

Schiff und Umweltgedanken zu der Reise

Alexander (den ich übrigens dann auch echt auf der Reise kennenlernen durfte) hat mich ja bereits in meinem ersten Artikel berichtigt, dass es sich nicht um ein Kreuzfahrtschiff, sondern ein Fährschiff handelt. Konnte ich mir nichts drunter vorstellen. Jetzt weiß ich es. Eigentlich handelt es sich bei der MS Norröna um ein Transportschiff für die Farörische und Islandische Bevölkerung. Es werden also ganze LKW-Anhänger auf dem Schiff verladen und in den besagten Haltepunkten entladen. Zusätzlich ergibt sich von März bis November die Möglichkeit noch als Passagier das Schiff begleiten zu dürfen. Das Schiff fährt das ganze Jahr über wöchentlich die Route und bringt unter anderem auch frischen Fisch von den Inseln zurück

Unser Schiff übernachtet in Island.

Die normalen Kajüten sind daher auch eher schlicht gehalten. Es klappert, es rauscht, es ist sauber und zweckmäßig. Es gibt nach meinem Wissensstand auch ein paar schönere Suiten, aber für die normalen Menschen gibt es eben normale Kajüten. Ich habe noch nie eine Kreuzfahrt gemacht und habe daher keine Vergleiche. Allerdings bin ich schon einige Male von Oslo nach Kiel gefahren. Das ist deutlich mehr Luxus und von allem mehr.

Es muss ein jeder für sich entscheiden, wie er zu dem Thema Schiff im Wasser steht. Zumindest habe ich so meine Ressentiments gegenüber Kreuzfahrten. Bei der Boardgame Cruise Tour war es aber anders. Wir transportieren Ware hin- und her. Auf den Landausflügen haben wir genügend Erfahrung sammeln können, wie abhängig die beiden Inseln von dem Import sind. Wenn ihr euch auch anschaut, wo das Schiff auf Island anlegt, werdet ihr feststellen, dass das der äußerste östliche Zipfel ist. Das kleine Nest Seydisfjördur (ca. 600 Einwohnende) ist alles andere als ein Touri-Paradies. Wer von hier weg will, muss erst einmal über einen verschneiten Pass reisen. Aber dazu später mehr. Also mein grünes Gewissen war einigermaßen beruhigt.

Kirche auf Island.

Trotz der kargen Unterskünft ist die MS Norröna aber trotzdem schön und es gibt genügend Abwechslung – also falls man keinen Bock auf Brettspiele hat. Es gibt ein kleines Kino, ein kleiner Duty-free-Shop (trotzdem noch mit hohen Preisen), eine tolle Bar mit fast 360 Grad Umblick ganz oben auf dem Schiff („laterna magica“), das Büffet-Restaurant oder ein exklusiveres Restaurant. Die durchgängig besetzte Rezeption hilft bei allen Schwierigkeiten, Fragen oder ähnlichem. Gute Überleitung …

Reiseroute und Schwierigkeiten

Nur noch einmal kurz die Reisefakten zusammengefasst: Von Hirtshals geht es über anderthalb Tage zu den Färöer Inseln. Halt gemacht wird in der Hauptstadt Torshavn mit kurzem Ausflug. Über Nacht geht es dann nach Island. Dabei gibt es einen ganzen Seetag bevor man mittags in Seydisfjördur (Island) ankommt. Dort bleibt das Schiff über Nacht – und das ist auch die einzige Nacht „an Land“ auf dem Schiff. Am nächsten Tag geht es dann abends den selben Weg wieder zurück. Nur kommt man diesmal auch eher nachmittags (also im Dunkeln) in Torshavn an. Über Nacht geht es dann nach Hirtshals zurück, dass das Schiff dann einen Tag später gegen 11:00Uhr erreicht.

  • Tag 1: 15:00 Abfahrt von Hirtshald
  • Tag 2: Farör / Torshaven
  • Tag 3: auf See
  • Tag 4: Island / Seydisfjördur mit Übernachtung
  • Tag 5: auf See
  • Tag 6: Farör / Torshaven
  • Tag 7: Hirtshals gegen 11:00 Uhr

So ungefähr zumindest.

Wir waren auf der Tour die letzten Passagiere (mit anderen Reisenden), da wie oben bereits beschrieben, danach vom November bis März nur noch Ware transportiert wird. Ich glaube das hat einen Grund: Das ist das Wetter.

Das haben wir später auch aufgehängt gesehen.

Gebe zu, dass ich aufgeregt war, inwiefern ich die Schiffsreise verkrafte und was da überhaupt auf mich zu kommen wird. Mich hat es ironischerweise im noch eher seichten Wellengang am Tag 2 den Vormittag dahin gerissen. Mir war schon zum Frühstück etwas schwummerig. Nach dem ersten Spiel hat mich eine Mit-Passagierin bereits mit einer Reisetablette versorgt. Danach musste ich mich fast .. naja .. ihr wisst schon und ich habe noch eine zweite Tablette zu mir genommen. Das führte beim zweiten Spiel, dass ich fast eingeschlafen wäre. Ich habe dann das getan, was mir meist hilft. Eine Die drei ??? Folge angeworfen und mich ins Bett gelegt. Eine Stunde später ist Bill in die Kajüte gekommen und wollte sich für seine Erklärbär-Schicht umziehen. Ab dann war für den Rest der Reise alles gut. Für mich.

Bei -10° und roter Nase einen Wasserfall besuchen.

Tag drei auf See nach Island war dann noch einmal richtig heftig. Wir hatten ca. sechs Meter hohe Wellen, die aber seitlich aufs Schiff getroffen sind. Wusste nicht, dass das einen spürbaren Unterschied macht. Die alten See-erfahrenen Mitreisenden konnten aber berichten, dass es so schlimm – auch bei zehn Meter hohen Wellen – noch nie war. Es führte auf jeden Fall dazu, dass die Spielbereiche recht leer waren. Spiele und Platz im Überfluss.

Auf den späteren Landausflügen habe ich daher noch Gäste kennengelernt, die die ersten vier Tage wohl fast ausschließlich das Spiel „triff-die-Toilettenschüssel“ oder „schaffe-ich-es-rechtzeitig“ gespielt haben.

Wir hatten auch einen medizinischen Notfall an Bord. War toll zu sehen, wie gut sich sowohl das immer freundliche Personal als auch die Organisation – vertreten durch Simon – um alles gekümmert hat. Die Person konnte im Übrigen dann immer noch die Rückfahrt genießen!

Ausflüge

Neben dem Leben auf dem Schiff gab es für uns Landratten auch die Möglichkeit die optionalen Ausflüge dazu zu buchen. Je einen je Insel und je einen für Hin- und Rückfahrt. Wenn es nicht zu kompliziert ausgedrückt ist, müsstet ihr mit mir jetzt ebenfalls vier Ausflüge in Summe ermittelt haben.

Auf dem Weg in die 38° heiße Badewanne.

Der erste Ausflug war folgerichtig bei der Hinreise auf den Färöer-Inseln. Das war eine Busfahrt mit einigen Haltepunkten unter anderem der alten Hauptstadt und diversen anderen kleinen Städtchen. Wir hatten richtig Glück mit unserem Tour-Guide. Sie hat zum einen richtig gut Deutsch gesprochen und zum anderen uns mit so viel lustigen Anekdoten versorgt, dass wir wahrscheinlich fast alle freiwillig die Weihnachtsspezialität Schafsdarm-Suppe probiert hätten. Landschaftlich sind die Färöer-Inseln total interessant und ich könnte euch mit den gemerkten Fakten langweilen.

Fisch wird getrocknet.

Auf Island wurden wir erst einmal mit zehn Grad unter Null und Schnee begrüßt wurden. Vor der ersten Busreise hat eine Familie erst einmal eine Schneeballschlacht gestartet. Von Seydisfjördur muss es immer über einen großen Vulkanberg. Der war ordentlich zu geschneit und ist wohl für viele Überraschungen gut. Ich war in der Gruppe mit einem kleinen Reisebus (für ca. 20 Personen). Der erste Tag war ebenfalls bestaunen der Landschaft, Wasserfälle, Torhäuser und gewaltigen Bassalt-Ablagerungen gewidmet. Auch hier wieder mit einem tollen Tour-Guide. Sie hat oftmals den Busfahrer durch Gebiete gelotst und anhalten lassen, die offenbar nicht „im Drehbuch“ standen.

Beim zweiten Tag in Island ging es nach einer Rundreise am Ende für drei Stunden in die warmen (also heißen) Quellen. Morgens war ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich Bock hatte da alleine mitzufahren. Aber es hat sich dann doch als eines der absoluten Highlights herausgestellt. Wir waren in einem SPA mit drei großen Becken (von 38° bis hin zu über 40° – geothermisch erwärmt). In dem „kälteren“ Becken war eine zur Wasserebene platzierte Bar, wo man das schöne Weihnachtstuborg-Bier bei wolligen Temperaturen genießen konnte. Zum ganzen Spaß gehörte natürlich auch der Sprung oder zumindest das Eintauchen in den großen See an dem der SPA gebaut war. Vier Grad und als wir als erstes ankamen musste ich erstmal der Eisscholle einen Stups geben bevor ich vier Schwimmzüge im eiskalten Wasser geschafft habe.

Färöer-Spezialitäten.

Die vierte Tour war eine Wanderung durch die Hauptstadt von Faröer mit kurzer Verköstigung von dem dort gebrauten Bier und einigen typischen Speisen (Stockfisch auf Kartoffel, geräuchertes Lamm auf Brot und geräucherter Lachs in „Keksschiff“). Die Tour war grundsätzlich okay, aber nicht zwingend notwendig. Unser Guide hat einige interessante Dinge zur Geschichte erzählt und uns auch zielstrebig durch ein paar spannende Gassen geführt. Wir hatten am Ende noch genügend Zeit alles selbst zu entdecken. Sollte ich die Reise noch einmal mitmachen, würde ich mir diese Tour schenken. Aber beim ersten Mal war das durchaus sinnvoll.

Rund ums Spielen

Ein paar Spiele waren an Bord.

Jetzt habe ich so viel von der ganzen Reise und dem drum herum gesprochen. Ja, Brettspiele spielen konnte man auch. Ich hatte schon zum Start (und am Ende) das Vergnügen den von Blick auf Brett gemieteten Sixt-Sprinter aus- und einzuräumen. In Summe haben wir ungefähr 800 Spiele in den Kategorien Party, Familie, Kenner und Experte ausgepackt. Kinderspiele blieben direkt zu Hause, da es ja außerhalb aller Schulferien statt fand.

Auf dem Schiff gibt es eine kleine Bücherei und an einer Wand Fernseher mit Videospielen inklusive angeschlossener Bar. Dieser Bereich war komplett für uns reserviert. Außerdem noch ein kleiner Bereich von einem „Fast Food“ Restaurant.

Wie ihr euch vorstellen könnt, sind die Tische auf solchen Schiffen eher klein und eher für Schach oder Mensch ärger dich nicht ausgelegt. Da kommt die Erfahrung der Spielausleihe gerade recht. Wir haben irgendwas um die 15 oder 20 aus Holz gefertigte Tischauflagen mit Stoffüberzug dabei gehabt. Diese konnte sich jeder schnappen und beispielsweise über zwei kleine Tische platzieren oder etwas wackeliger auf einem Tisch drapieren. Damit ließen sich dann auch solche Spiele wie Galactic Cruise oder Eclipse hervorragend mit mehreren Genießen.

Gespielt habe ich übrigens auch.


Die Ausleihe war maximal unkompliziert. Auf den Sitzbänken waren alle Spiele in Reihen aufgestapelt und man konnte sich einfach nehmen und zurückbringen. Es gab noch eine kleine Box mit Fundstücken. Am Ende habe ich mal reingeschaut. Waren vielleicht 20 Teile drin.

Die Erklärenden wurden in zwei Schichten (in Summe von 10:00 bis 22:00 Uhr) aufgeteilt. Anders als ihr es vielleicht von der Berlin Con gewohnt seid, hatte man Zugriff auf gute Erklärende! Wie das mit der Brettspiel Community üblich ist, war aber alles dabei: Gäste die mal eben ihr Lieblingsspiel erklärt haben, selbst lesende oder Gruppen, die Spielrunden angeboten haben.

Turnier-Spiel: Krempelkiste.

Malte mit „Crew“ hat im Auftrag von Spieleoffensive noch Turniere veranstaltet. Ich habe da an keinem mitgemacht, aber es sah immer nach viel Spaß aus (und hörte sich auch so an). Dabei waren so etwas wie Challengers oder auch das für mich komplett neue Krempelkiste. Am letzten Abend gab es dazu noch eine Siegerehrung mit Geschenkübergabe.

Funtails hat mit Blood on the Clocktower den richtigen Riecher gehabt. Zumindest auf der Boardgame Cruise konnte man das wieder sehen. Es gab zig Runden und immer wenn ich dachte, ach jetzt mach ich da auch mal mit, war die Tafel (also die Runde) bereits weit im Vorfeld ausgebucht. Die BotC-Runden haben manchmal auch in der schönen Kulisse der laterna magica stattgefunden und damit von der richtigen Atmosphäre umgeben. Ich habe einige Passagiere kennengelernt, die in mehr als vier Runden dabei waren.

Menschen!

Wir waren nicht die einzigen Gäste, aber natürlich mit Abstand die größte Gruppe. Ich habe am Ende leider verpasst Simon zu fragen, wie groß die Runde genau war. Die Zahlen, die im Schiffsbug geschätzt wurden, lagen grob zwischen 250 und 400 Personen.

Die Crew überrascht uns.

Wie immer in unserem geselligen Hobby findet man schnellen Anschluss. Ich habe unheimlich viele nette Menschen kennengelernt, die Brettspiel-Gemeinschaft ist ja wie immer sehr offen und freundlich. Man konnte auch Gruppen sehen, die sich immer aus ähnlichen Personen zu einer kleinen Crew zusammengefunden haben. Es gab natürlich auch Konstellationen, die eher für sich waren. Aber es gab eben auch viele Reisende ohne Begleitung, die gut aufgenommen wurden.

Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Dabei sind natürlich auch die ein oder anderen Content Creator und natürlich eine Vielzahl der tollen Blick aufs Brett Crew.

Einfach die beste Community der Welt.

Rund um die Verpflegung

Bleibt am Ende vielleicht noch etwas zum Essen zu erwähnen. Schließlich hält Essen Leib und Seele zusammen und so mancher Gast hat das Essen auch zweimal sehen dürfen. Ein Freund sagte mal zu mir, dass ich Reisen anhand des Essens bewerte. Stimmt vielleicht.

Büffet Restaurant

Das war erstaunlich gut und vielseitig. Gerade abends gab es von Fisch über verschiedenen Fleischsorten bis hin zu sehr viel abwechslungsreichen Gemüse eine sehr große Auswahl. Eine große Käseplatte oder die Softeis-Maschine hat geholfen die letzten Lücken Seefest zu füllen.

Das Frühstücksbüffet war ebenfalls mit Spiegeleiern, Obst oder frischen Crêpes ausreichend ausgestattet. Brot und Brötchen nie pappig, sondern ausgewogen. Einzig der Kaffee war – nach meinem Geschmack – kaum zu ertragen.

Im Übrigen ist das Büffet-Restaurant mit der Verpflegung am Morgen und Abend im Preis enthalten. Inklusive Getränke.

Fast Food Restaurant

Neben dem Spielbereich gab es noch die Möglichkeit mittags einen Snack zu bekommen. Haben wir nur einmal geschafft und dort eine sehr gute Pizza gegessen. Es hätte noch Burger, Pommes und ähnliches gegeben. Aber meistens ist das Mittagstablett durch ein Brettspiel kompensiert worden.

laterna magica

Diese bietet einen kleinen Snack an. Habe ich aber nicht probiert und weiß es daher nicht. Ansonsten steht sie insbesondere für heiße und kalte Getränke zur Verfügung. Abends kann man hier noch einmal ein letztes Glas Wein, Bier oder einen Cocktail zu sich nehmen. Tagsüber hilft vielleicht eher eine heiße Schokolade mit Sahnehaube oder endlich mal ein leckeres Kaffee-haltiges Getränk.

Restaurant

Auf dem Schiff gibt es auch ein Restaurant. Den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt. Bei den wenigen Gästen musste man auch nicht vorbestellen, kann mir aber gut vorstellen, dass das bei mehr Gästen ratsam wäre. Das Essen dort war der absolute Wahnsinn. Leider haben wir das erst an unserem letzten Abend gemacht. Sehr fair übrigens, dass sie die all-inclusive-Verpflegung aus dem Büffet dagegen rechnen.


Sonstiges

Was habe ich alles gespielt

Am Ende vielleicht gar nicht so viel, wie viele andere. Ich habe ziemlich häufig Galactic Cruise erklärt und nur einmal selbst mitgespielt. Ich habe leider auch nicht alles mitgeschrieben, wie mir dann immer wieder zwischendurch aufgefallen ist. Naja, wie auch immer folgendes habe ich in jedem Fall gespielt:

  • The Witcher: The Old World (CD Projekt Red, Go On Board)
  • Captain Sonar (Pegasus)
  • Compile (Pegasus)
  • Mischwald: Dartmoor (Lookout Games)
  • Agent Undercover (Piatnik)
  • Zenith (PlayPunk)
  • Coming of Age (Ludonova)
  • Leviathan Wilds (Frosted Games)
  • Shinjuku (Heidelbär Games)
  • Astrobienen (Feuerland Spiele)
  • Aquaria (Skellig Games)
  • Bohemians (Pegasus)
  • The Gallerist (Skellig Games)
  • Terraforming Mars (Schwerkraft Verlag)
  • Galactic Cruise (PD Verlag)

Und noch viele, viele kleine (Karten-)Spiele

Weiterführende Links

Auf unserem Instagram Kanal findet ihr eine kleine, bebilderte Zusammenfassung für jeden Tag: Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5, Tag 6 und Tag 7.

Auf unserem YouTube Kanal haben wir ebenfalls ein paar kleine Videos zusammengetragen. Unter anderem auch ein Interview mit Johannes Jäger aka Hunter von Hunter & Friends.

Außerdem dürfen natürlich weder die Spielausleihe Blick aufs Brett e.V. und der Link zum Veranstalter fehlen.

Die bieten übrigens auch eine Krimi-Tour an. Ein Gast hat direkt vorher die Crime-Tour gebucht und ist auf dem Schiff für die Brettspiel-Tour geblieben.


Würde ich es noch einmal machen?

Die Frage aller Fragen zum Schluß. Ich bin schon sehr froh, dass es die Island-Tour war. Für mich gehört es einfach dazu wenigstens etwas über Land, Kultur und Menschen in Erfahrung zu bringen. Klar, die Zeit war dafür recht kurz. Beim nächsten Mal würde ich bestimmt die ein oder andere Tour aussparen und lieber auf eigene Faust losziehen. Gerade in Island gibt es auch tolle Wanderwege, die ich gern erkundet hätte.

Frühstückszeit.

Die Helsinki-Tour reizt mich eher nicht so. Das ist fast nur auf dem Schiff sein und nur mal kurz eine Landtour für wenige Stunden bekommen. Ich würde sagen, dass diese für alle interessant ist, die es mal ausprobieren wollen oder die lange Anfahrt nicht bewerkstelligen können/wollen. Für mich persönlich aber ohne Reiz.

Dann gibt es noch neu die Amsterdam-Tour. Wer von den Schwierigkeiten insbesondere dem Wellengang nun richtig Sorgen bekommen hat, kann es sich auf dem Fluß bequem machen. Also eine echte Landratten-Tour. Für mich auch wenig reizvoll. Da fahre ich dann doch lieber zum Spielen zur Berlin Con oder eben ab nach Island.

Denn das ist das Fazit. Es war eine grandiose Reise und tollen Eindrücken. Schade, dass es keine Möglichkeit gibt mit der Boardgame Cruise nach Island zu fahren, dort eine Woche Urlaub zu machen und dann wieder mit der Boardgame Cruise zurück zu fahren. Das wäre richtig geil. Sowohl die Färöer-Inseln als auch Island sind definitiv einen Urlaub wert. Und die Boardgame Cruise war eine Riesengaudi. Ich wäre wieder dabei. Vielleicht nicht direkt im nächsten Jahr … aber man weiß ja nie.


Bill’s Sicht zu dem Erlebnis der Boardgame Cruise Island

Vielleicht ist des vielen Lesenden hier bereits bekannt: Ich habe die Cruise und damit Horst dieses Mal begleitet. Allerdings nicht einfach als Passagier, sondern als Erklärbär des Vereins Blick aufs Brett e.V.

Der Verein ist sicherlich über viele andere Veranstaltungen, allen voran die Berlin Con bekannt. Als Alex mich im März diesen Jahres fragte, ob ich mir vorstellen könne die Tour als Erklärer zu begleiten, war die Antwort Instant „Ja, selbstverständlich!“.

Ich darf abschließend mit Fug und Recht behaupten, dass ich die Entscheidung mit keiner Sekunde bereut habe. Im Gegenteil, es war ein wunderbares Erlebnis. So viele nette Menschen durfte ich kennenlernen! Ob nun die Schiffscrew, die Veranstalter der Boardgame Cruise, die Begleiter des Vereins oder die unzähligen lieben Passagiere. Es war einfach ein Fest für alle Sinne und in allen Belangen!

Plötze!

Ich kann gar nicht mehr alle Spiele wiedergeben, die ich in Freizeit neu gespielt, oder als Erklärbär anderen näher bringen durfte! Darunter waren Froschreich, Life of the Amazonas, Terraforming Mars, Critter Kitchen, Coming of Age, Aquaria, The Witcher old World, Das Unbewusste, Bohemians, Compile und so vieles mehr! Es war schön mit anzuschauen, wie sich wohl die Spielenden in der besonderen Umgebung fühlten und bei Fragen immer wieder gerne auf mich und die anderen Erklärer zukamen. Niedlich fand ich das Gefühl, dass sich vielleicht Grüppchen zu ihren Lieblingserklärern gesammelt haben und diese immer wieder mal aufsuchten. Zumindest kam es mir auf sehr angenehme Weise so vor und amüsierte mich auch ein wenig, es mir genauso vorzustellen.

Die Ausfahrten, von denen ich nur die ersten beiden von Horst aufgezählten mitgemacht habe (ich bin auf die heißen Bäder immer noch etwas neidisch), waren sehr schöne Erlebnisse mit vielen interessanten Eindrücken. Aber auch die anderen Aufenthaltszeiten verbrachte ich nicht einfach an Bord, sondern ging nach eigenem Gusto jeweils in den Orten spazieren. Als wir die Nacht im Hafen von Seydisfjördur in Island verbrachten, waren sogar Polarlichter zu sehen, für mich zumindest das erste Mal in meinem bisherigen Leben!

Hafen auf Färöer (die Königsbrücke … fragt mich, wenn ihr wissen wollt, warum).

Es war so ein beeindruckend schönes Erlebnis, dass ich es wohl nie vergessen werde und mich stets mit frohen Gedanken daran erinnere. Die ganzen Menschen, allen voran die vielen lieben Passagiere, von denen ich einige besonders in mein Herz geschlossen habe, die Teammitglieder der Cruise und alle anderen, haben die Zeit zu einer ganz besonderen in meinem Leben gemacht. Vielen Dank! Ganz besonders möchte ich erwähnen, wie großartig es war, dies mit einem so guten Freund wie Horst zusammen erleben zu dürfen. Aber Grüße gehen auch insbesondere an Alex, Simon, Britta und Felix, Sandra und Stefan, Piet, Christian und Hunter und all die Lieben, die ich gerade für mich leider typisch vergessen habe – auch wenn ich nur die Vornamen nenne, wisst ihr sicherlich, dass ich Euch meine!

Ja, ich wäre immer wieder gerne dabei und würde Luftsprünge machen, wenn Alex mich das nächste Mal fragt. Das ganze ist erst zwei Wochen zum heutigen Tag her und ich denke jeden Tag an diese schöne Zeit!


Bildergalerie

Schöne Natur.
Turniere waren stets gut besucht.
Gespielt habe ich übrigens auch.
Hier ist ein Stück Haus von einer Lawine abgetragen worden. Lässt sich schön stützen.
Spiele ausgepackt und frei zum Ausleihen.
Schöne Bassalt-Schlucht.
Bill genießt den Ausblick.
Fisch wird getrocknet.
Yeah! Wasserfall.
Das haben wir später auch aufgehängt gesehen.
Ein paar Spiele waren an Bord.
Island-Pferde auf … wer weiß es?
Blick in den Büffet-Bereich.
Guten Morgen Island!
Wann finden welche Turnierspiele statt.
Geiler Ausblick.
Habe ich jetzt doch nicht erzählt. Wer ist interessiert?
Bassalt-Wand.
Fußgängerbrücke.
Turnier-Spiel: Krempelkiste.
Boarding-Time.
Bill vor dem einzigen Sandstrand auf Färöer.
Die Crew überrascht uns.
Auf dem Weg in die 38° heiße Badewanne.
Süße kleine Gässchen. Hier leben wirklich Menschen.
Wir pilgern durch die Stadt.
Färöer-Spezialitäten.
Unter der Brücke werden Walstücke getrocknet (Färöer).
Bei -10° und roter Nase einen Wasserfall besuchen.
Hafen auf Färöer (die Königsbrücke … fragt mich, wenn ihr wissen wollt, warum).
Ich konnte den Fischer noch beim Zubereiten beobachten.
Kirche auf Island.
So wurden wir am Hafen von Hirtshals begrüßt. Zum Glück nicht unser Schiff.
Vor dem rauschenden Wasserfall.
Die Spielregeln auf dem Schiff.
Gleich wird es heiß.
Frühstückszeit.
Die heißen Quellen.
Hauptstadt auf Färöer.
Plötze!
Unser Schiff übernachtet in Island.
Die kleinen Steine sind von nahmen doch ganz schön hoch.
In der kleinen Hafenstadt auf Island gibt es in der Mitte einen See mit zwei Roben.

Der Paria von Anthony Ryan

Von: Tobias
12. Dezember 2025 um 21:42
Der Paria - Cover

Der Paria - Coverzuletzt gelesen: "Der Paria" von Anthony Ryan Nach CORVUS hatte ich Lust, einen "echten" Fantasy-Roman zu lesen. Und ein solcher ist bekanntlich nur echt, wenn dieser Teil einer Trilogie ist. Also habe ich mich mal ein wenig umgeschaut und beim Namen Anthony Ryan ist mir die RABEN SCHATTEN-Trilogie eingefallen. Die hatte mir damals durchaus zugesagt. […]

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Der Hobbit: Hin und zurück

12. Dezember 2025 um 16:00

Office Dog, Asmodee, 2025
Autor: Reiner Knizia
1–4 Spieler:innen, ab 10 Jahre, 30 Minuten

Ihr begleitet in diesem Spiel die mutige Gemeinschaft vom Auenland bis zum Einsamen Berg. Die Reise orientiert sich locker an der bekannten Geschichte rund um einen Drachen, einen Schatz und allerlei Gefährten. Die Atmosphäre wirkt leichtfüßig und lädt dazu ein, sich mit einem Mix aus Abenteuerlust und Neugier durch acht kleine Kapitel zu bewegen. Jedes Kapitel bildet ein eigenes Szenario, das euch in Begegnungen mit Trollen, Orks oder rätselhaften Ereignissen führt. Die Stimmung erinnert an eine persönliche Reiseskizze durch Mittelerde und entfaltet einen angenehmen erzählerischen Charme, der besonders dann gut funktioniert, wenn ihr euch gerne von einer fantastischen Welt tragen lasst.

In jeder Runde würfelt ihr fünf weiße Würfel. Nacheinander sucht ihr euch jeweils einen davon aus und nutzt das gewürfelte Symbol sofort, um in eurem eigenen Abenteuerbuch eine Aktion auszulösen. Ihr zeichnet Wege, löst Aufgaben, sammelt Hinweise oder bewegt euch an Gefahren vorbei. Da alle aus denselben Würfeln wählen, entsteht ein lebendiges Hin und Her, bei dem ihr ständig abwägt, welchen Würfel ihr unbedingt braucht und welchen ihr den anderen lieber nicht überlassen möchtet. Die Struktur der Kapitel sorgt dafür, dass ihr euch Schritt für Schritt durch die Abenteuer arbeitet, bis das jeweilige Ziel erreicht ist. Die Spieldauer bleibt kurz und das Regelgerüst leicht genug, um schnell wieder ins Spiel zu finden, auch wenn ihr einmal eine Pause eingelegt habt.

„Der Hobbit: Hin und zurück“ lebt vor allem von seiner charmanten Grundidee und der Freude daran, Würfelergebnisse kreativ im eigenen Heft zu verwerten. Die Kapitel fühlen sich abwechslungsreich genug an, um mehrere Partien zu tragen, ohne dass ihr euch überfordert fühlt. Die kurze Dauer hält die Runde aufgelockert und sorgt dafür, dass ihr selten lange warten müsst. Das Spielmaterial wirkt ordentlich und stabil. Die Illustrationen unterstützen den fantasievollen Rahmen und die Abenteuerbücher lassen sich gut handhaben. Die Würfel und Stifte erfüllen ihren Zweck ohne besondere Höhepunkte, wirken aber langlebig. Wer allerdings sehr tiefgehende Entscheidungen oder komplexe planerische Aufgaben sucht, wird hier weniger fündig. Viele Momente hängen vom Würfelglück ab und manche Kapitel ähneln sich im Ablauf. Das Spiel punktet vor allem dort, wo ihr eine unkomplizierte und zugängliche Erfahrung sucht, die ihr ohne große Vorbereitung auf den Tisch bringen könnt. Für Familienrunden, Gelegenheitsspieler:innen und kleine Gruppen ist es daher gut geeignet. Vielspieler:innen mit Anspruch auf große strategische Freiheit werden dagegen eher nach etwas anderem greifen. Mein Fazit fällt positiv aus, denn das Spiel vermittelt eine angenehme Mischung aus Leichtigkeit, Atmosphäre und spielerischer Kreativität.

Big Sur

12. Dezember 2025 um 10:49

Big Sur

In Big Sur baust du deine eigene Traumstraße entlang der kalifornischen Küste. Bei diesem zugänglichen Kartenspiel von 25th Century Games übernehmen die Spielerinnen und Spieler die Rolle von Straßenplanern, die versuchen, das schönste Teilstück dieser weltberühmten Küstenstraße zu gestalten. Ziel ist es, durch clevere Kombinationen von Karten am Ende die meisten Punkte zu erzielen.

Der Spielverlauf ist schnell erklärt: Alle bauen in ihrer eigenen Auslage – also auf ihrem persönlichen Highway – eine Kette von Straßenkarten, die jeweils unterschiedliche Landschaftssymbole (z. B. Berge, Meer, Wald) zeigen und unterschiedlich viele Meilen lang sind. Immer wenn eine Serie aus mindestens drei gleichen Landschaftstypen aneinanderliegt, entsteht ein sogenannter „Streckenabschnitt“. Diese Abschnitte bringen Punkte, je nachdem, wie lang sie am Ende sind. Zusätzlich können spezielle Landmarken-Karten erworben und an passenden Stellen platziert werden, um Boni zu erzielen oder Spielregeln zu beeinflussen – etwa indem man Ressourcen von Mitspielenden nutzt oder Punkte für bestimmte Kombinationen bekommt .

Der Clou: Um neue Karten auszuspielen, müssen andere Karten als Bezahlung abgelegt werden. Jede Karte zeigt dabei auch ein oder mehrere Materialien, die als „Währung“ dienen. So entsteht nach und nach ein kleines Engine-Building-System, in dem man Ressourcen klug einsetzt und effizient nutzt. Die Herausforderung dabei ist, die richtigen Karten zur richtigen Zeit zu spielen – und zwar an einem der beiden Enden des eigenen Highway-Streifens. Wer strategisch denkt, plant nicht nur die nächste Karte, sondern auch die Kombinationsmöglichkeiten mehrerer Karten im Voraus.

Interaktionen eher gering

Auch wenn jeder für sich spielt und die Interaktion eher gering ist, kommen durch einzelne Effekte doch interessante Verbindungen zustande. So ermöglichen bestimmte Landmarken den Zugriff auf Ressourcen in den Ablagestapeln der anderen – was ein bisschen Taktik ins sonst recht solitäre Geschehen bringt. Wer allerdings gern gemeinsam tüftelt oder konfrontativ spielt, wird hier eher nicht fündig.

Das Spielgefühl ist ruhig, überlegt und eher belohnend. Der Fokus liegt eindeutig auf dem Aufbau einer eigenen Auslage, was besonders Spieler anspricht, die gern puzzeln, optimieren und mit Ressourcen wirtschaften. Das Spieltempo bleibt angenehm, kann aber in späteren Zügen etwas ins Stocken geraten, wenn man viele Optionen abwägt. Gerade dann wünscht man sich manchmal eine kleine Hilfe, um den Überblick zu behalten – etwa über bereits genutzte Ressourcen.

Was Big Sur vor allem auszeichnet, ist seine stimmige Gestaltung. Die Karten sind mit liebevollen Illustrationen versehen, die die Schönheit der Pazifikküste einfangen. Palmen, Felsen, Strände – all das findet sich auf den kleinen Kartenausschnitten wieder und erzeugt ein stimmungsvolles Gesamtbild.

Kleinere Kritikpunkte gibt es auch: Die Ikonografie ist nicht immer intuitiv, verdeckte Karten in der Hand lassen sich schlecht überblicken. Dennoch überwiegt der positive Eindruck. Denn Big Sur ist ein schnell aufgebautes Kartenspiel mit ansprechendem Thema und klarer Engine-Building-Mechanik. Wer Tableau-Aufbau und Ressourcenmanagement mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen – ideal für eine entspannte Runde mit bis zu vier Personen.


Big Sur: Auf einen Blick

Title


Big Sur ist ein Kartenspiel mit ruhigem Spielfluss, reizvollen Thema und einem zugänglichen Engine-Building-Element – besonders für Fans von Tableau-Aufbau und optisch ansprechenden Spielen empfehlenswert.

Autor: Mondo Davis | 25th Century Games | 2025 | 2 bis 4 Personen | ab 10 Jahren | bis 30 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Die letzten Droiden

Von: Krys
12. Dezember 2025 um 10:36

In einer Welt ohne natürliche Ressourcen versuchen wir, die verbliebenen Droiden auf der Erde zu recyceln. Als Ökomechs entscheiden wir, ob wir sie verschrotten oder wiederherstellen. Das klingt düster, aber schon die Grafik zeigt, dass das Spiel eher positiv auftritt.

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Wer stiehlt mir die Show?

Von: Oliver
11. Dezember 2025 um 19:08

Wer hat nicht schon einmal, was von dieser TV-Show auf PRO7 gehört? „Wer stiehlt mir die Show?“ oder kurz WSMDS. Dieses lockere Quiz, in dem sich drei Prominente und eine Wild-Card-Person darum batteln, wer die nächste Show moderieren darf, gehört mittlerweile zu den erfolgreichen Formaten des Senders. Nicht zuletzt wegen des charismatischen Moderators Joko Winterscheidt. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis hier ein passendes Brettspiel auf den Markt kommt.

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KrimiGames Fall 4: Kleingarten

11. Dezember 2025 um 12:49
KrimiGames Fall 4: Wer hat Heinz Panner ermordet?

Fall 4: Kleingarten – darum geht es

In der Schrebergarten-Kolonie Waldstedt ist die Welt eigentlich in Ordnung – jedenfalls auf den ersten Blick. Zwischen akkurat geschnittenen Hecken, Gartenzwergen und Grillabenden wird der unbeliebte Kleingärtner Heinz Panner tot aufgefunden. Panner galt als selbsternannter Sheriff der Kolonie: regelstrikt, besserwisserisch, ständig mit erhobenem Zeigefinger unterwegs. Und genau das ist der Knackpunkt dieses Falls: Fast jeder Nachbar hätte ein Motiv, ihn loswerden zu wollen. Doch wer hat es tatsächlich getan?

Der Spielablauf

Mit KrimiGames – Fall 4: Kleingarten landet bei euch keine klassische Spielschachtel auf dem Tisch, sondern eine Fallakte, die sich wie ein echter Ermittlungsordner anfühlt. Darin stecken mehr als 30 Beweismittel, Dokumente und Hinweise in ganz unterschiedlichen Formen – und ihr müsst euch Schritt für Schritt ein eigenes Bild zusammensetzen. Statt Würfeln und Spielplänen wird gelesen, verglichen, markiert, diskutiert und kombiniert. Ihr untersucht zum Beispiel Rechnungen, Parkscheine, Zeitungsartikel, Obduktionsberichte und weitere Unterlagen, die auf den ersten Blick banal wirken können, bis sich ein Detail als entscheidend erweist.

Das Ziel ist klar: Tathergang rekonstruieren, Motive erkennen, Alibis prüfen. Und genau hier wird das Spiel spannend, weil es nicht bei Papier bleibt. Zu den Akten gehören interaktive Elemente, bei denen ihr zusätzliche Spuren über Webseiten, Datenbanken und Social-Media-Profile verfolgt. Außerdem setzt KrimiGames in diesem Fall sogar auf KI-Chatbots: Verdächtige können in simulierten Verhören direkt „befragt“ werden – nicht als starres Multiple-Choice-Skript, sondern als Dialog, der sich an euren Fragen orientiert. Das zwingt euch, wie in einem echten Verhör zu denken: nicht mit pauschalen Vorwürfen, sondern mit konkreten Belegen, Zusammenhängen und sauberen Rückfragen.

Sehr viel authentisches Material müssen wir als Ermittlungsteam sichten.
Analoges Ermitteln plus digitaler Mehrwert: durch 3D-Räume schreiten (li.) oder im Chatbot Verdächtige verhören (re.).

Gespielt wird kooperativ: Ihr sitzt gemeinsam am Tisch, teilt Dokumente unter euch auf, gleicht Aussagen ab und baut Theorien, bis sie entweder tragen oder sich durch neue Fakten wieder auflösen. Das funktioniert grundsätzlich auch solo, wenn man Lust auf einen intensiven Ermittlungsabend hat. Rechnet insgesamt mit zwei bis drei Stunden Spielzeit, empfohlen ist der Fall ab 14 Jahren und er eignet sich für 1 bis 6 Detektive.

Wir konnten KrimiGames: Fall 4 – Kleingarten bislang nur kurz anspielen und verzichten deshalb vorerst auf ein finales Fazit (wird nachgereicht). Was wir bis jetzt gesehen haben, wirkt jedoch hochinteressant und gut gemacht: viel Material zum Durchforsten, eine angenehm „echte“ Ermittlungsatmosphäre und mit den digitalen Bausteinen – inklusive KI-Verhören – ein Ansatz, der Fans von True-Crime-Formaten oder alle, die schon immer einmal Ermittler:in in einem Tatort-ähnlichen Fall sein wollten, sehr direkt abholen dürfte. Von KrimiGames.

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


  • 🕵 Spannende Spieleabende: Sichte Beweise, entdecke Motive und überprüfe Alibis - schnappt gemeinsam den Täter in Fallakten-Spielen!
  • 📁 Über 30 Beweismittel: Durchsuche Polizeidatenbanken, spiele aufgezeichnete Verhöre ab und schreibe E-Mails an Polizisten – tauche tief in die Ermittlungen ein & löse den Mord-Fall!
  • ⚖ Von Juristen entwickelt: Ermittele wie ein Detektiv in einer echten Mordermittlungen bei diesem Tatort-Spiel - alle Spiele basieren auf ungelösten Kriminalfällen der Geschichte.
  • 💸 3 zum Preis von 2: Hol dir jetzt ein Krimi-Game gratis und spare 29,90€ – Krimi Spiel Erwachsene - perfekt zum Verschenken!
  • 🏆 Top Bewertungen: Über 170.000 verkaufte Krimispiele und mehr als 70.000 begeisterte Spieler können sich nicht irren - entdecke das Detektiv-Spiel mit besten Bewertungen!
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Top 10 der Spielemessen 2025

10. Dezember 2025 um 09:32

Die Beliebtheit von Spielemessen und Conventions steigt immer weiter an. Mit 220.000 Besucherinnen und Besuchern stellte die Spiel Essen im Oktober einen Weltrekord auf. Ebenso interessant ist ein Blick auf die Veranstaltungen, die anderorts im deutschsprachigen Raum stattfinden. Auch hier steigt die Zahl der Besuchenden und der Ausstellenden deutlich an.

    Aussteller Besuchende
1. Spiel Essen

220.000
2. Berlin Brettspiel Con

17.000
2. Spiel doch! Dortmund

17.000
4. Spielwiesn Augsburg

16.500
5. Spielemesse Stuttgart

117.0001
6. Spiel doch! Bodensee

7.000
7. Darmstadt spielt

6.500
8. Spielefest Wien

25.0002
9. Hobbymesse Leipzig

79.0003
10. Spielemesse Hamburg

12.000

1 Inklusive weiterer Ausstellungen, die im Rahmen des Stuttgarter MesseHerbstes stattfinden.
2 Inklusive des Austrian eSports Festivals.
3 Inklusive der Hobbymesse-Hallen Modell-, Kreativ-, Technik- und Sportwelt.

Die Ausstellerzahl wird im Verhältnis zur Spiel Essen dargestellt: Es werden 53 Verlage berücksichtigt, von denen mindestens eine deutschsprachige Sommer-/Herbstneuheit flächendeckend im Einzelhandel erhältlich ist. Verlage wie Edition Spielwiese oder Hans im Glück, deren Spiele auch bei Hutter Trade oder Asmodee zu sehen sind, sind einfach gewichtet. Verlage mit unter fünf Neuheiten sind zweifach gewichtet, mit unter zehn Neuheiten dreifach, mit unter 20 Neuheiten vierfach und B-Rex sowie Pegasus mit unter 30 Neuheiten fünffach. Asmodee und Hutter Trade, die mehr als 50 Neuerscheinungen auflisten, sind sechsfach gewichtet.

Auffällig ist, dass die Dortmunder Spiel doch! (Foto oben) und die Berlin Con gleichauf liegen, sowohl bei den Ausstellenden als auch bei den Besuchenden. Unterschiede gibt es trotzdem. Während in Dortmund unter anderem Piatnik, Schwerkraft, Kendi und Board Game Box ausstellten, zog es Moses, Trefl, Albi und Nice Game nach Berlin.

Der Abstand zur Spiel in Essen wird trotz des Wachstums der Spiel doch! im Frühjahr und der Berlin Con im Sommer nicht kleiner. Denn auch die Spiel wächst, wenn auch nur bei den Besucherzahlen. Die Zahl der Ausstellenden lag hingegen zuletzt stabil bei etwa 950, was zeigt, dass die 53 von mir betrachteten Verlage nur einen kleinen Ausschnitt darstellen. In Essen dominieren Messestände mit Angeboten, die man anschließend nicht überall im Handel findet. Denn sehr viele Verlage stellen dort nur fremdsprachige Titel aus oder es sind sehr kleine Unternehmen, die sich auf den Eigenvertrieb ihrer Spiele konzentrieren.

Auch ein Blick in unsere EU-Nachbarländer zeigt, dass sich die Besucherzahlen in Essen in anderen Sphären befinden. Das Spellenspektakel im niederländischen Utrecht lockt 33.000 Menschen an, das Festival des Jeux im französischen Cannes immerhin 110.000.

Im Rampenlicht: Camargue

10. Dezember 2025 um 08:00

Camargue | Timo Diegel | 30 Minuten | 2 -5 Personen | Abacusspiele

Gemeinsam erschaffen die Spielenden in die wunderschöne Region Camargue, die für ihre einzigartige Landschaftsvielfalt und artenreiche Tierwelt bekannt ist. Plättchen für Plättchen bauen sie die farbenfrohe Landschaft auf. Je größer die Fläche ist, die sie mit den Plättchen erweitern, desto mehr Punkte bekommen die Spielenden. Doch vor allem Punkte einer anderen Person rechtzeitig für sich zu beanspruchen, soll den Reiz des Spiels ausmachen. Doch ist dem so oder bietet die schön errichtete Landschaft nicht viel mehr als den optischen Reiz? Einige Mitglieder des Beeple Netzwerks geben im aktuellen Rampenlicht ihre Meinung dazu ab. 

 

 

 

Oli (Alles außer Toplisten)

Oli (Alles außer Toplisten)
Plättchenlegespiele wie Camargue gibt es wie Sand am Meer. Da braucht es schon einen besonderen Kniff, um sich von der Konkurrenz abheben zu können. Bei Camargue ist es die Möglichkeit viele Punkte durch Multiplikation zu bekommen – oder im richtigen Moment die Punkte einer anderen mit zu beanspruchen. Camargue zu spielen bedeutet für mich unbeschwerte Zeit – fast wie im Urlaub. In diese bunte Spielewelt begebe ich mich am liebsten zu dritt oder zu viert.
JäiDie (Alles außer Toplisten)
Camargue ist für mich eines der unbeschwerten Spiele, die man sehr gut bei Tee und Kuchen spielen kann. Es macht jetzt nichts unfassbar innovativ. Es erfindet das Rad nicht neu. Was es macht, macht es gut. Und es ist hübsch. Die Erklärung der Wertung muss man sich eventuell öfter durchlesen und hätte meiner Meinung nach nicht so umständlich sein müssen. Der Sweetspot liegt bei uns zu viert.
Jürgen - Spielbar

Jürgen (Spielbar)

Jürgen (spielbar.com)
Camargue glänzt durch eine schöne Optik und die wohl umständlichste und unnötig komplizierteste Erläuterung des Dezimal-Stellenwertsystems in der Spielregel. Das ist schon arg überraschend. Das Spiel selbst kommt frei von Höhepunkten daher. Liefert jedoch regelmäßig Stimmungssenker, wenn die Verteiung der Möglichkeiten zum Punkteabgreifen mal wieder unschön verteilt ist. Bei Veröffentlichung wurde kommuniziert, dass das Spiel mehrere Jahre in der redaktionellen Entwicklung lag. Hmm…
Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Oli (Spielevater)
Camargue ist ein Familienspiel! Wer taktische Tiefe, komplexe Entscheidungen und Mechanismen sucht, der wird enttäuscht sein. Das Spiel verfolgt eine klare Linie mit bekannten Mechanismen und einfachen Regeln ohne viel Tamtam. Aber Camargue überzeugt als kurzweiliges Legespiel, das besonders zu zweit seine taktischen Stärken entfaltet. Die Balance zwischen Gebietsausbau und cleverer Sabotage sorgt für spannende Runden, in denen man ständig abwägen muss, wie man den Mitspielenden Punkte verwehrt.
Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Dirk (Würfelmagier)
Schnell zu erlernendes Familienspiel mit bekannten Mechanismen und Punkteturbo. Überzeugt vor allem auch zu zweit durch taktische Möglichkeiten. Insgesamt aber zu unaufgeregt und spannungsarm. Zumindest das Cover kann glänzen und vielleicht den einen oder die andere zum Kauf bewegen, der sich dieser Tage nach Südfrankreich sehnt…

 

Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Camargue befassen wollt, dann schaut Euch doch mal den folgenden verlinkten Artikel an:

Spielevater

Würfelmagier

Arydia Tagebuch 005

Von: Bill
10. Dezember 2025 um 08:00

Liebe Lesenden! Willkommen zurück in den fantastischen Geschichten Arydias!

Vorab noch eine wichtige Information: Da es sich um einen Spielbericht handelt, wird es im folgenden Tagebucheintrag natürlich heftige Spoiler geben! Wenn Ihr selbst noch vorhabt das Spiel zu erleben und Euch den Spaß nicht verderben wollt, dann hört hier und jetzt auf zu lesen! Ich habe Euch hiermit gewarnt! Alle, die jetzt bleiben möchten, egal ob aus reiner Neugierde oder wider besseren Wissens, wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Erleben meiner Geschichte!

Am vierten Spieltag haben wir nach langer Suche wieder auf den richtigen Pfad zurück gefunden. Wir haben in den ersten Episoden leider ein paar kleine aber wichtige Details übersehen, die für die Hauptquest wichtig waren. Die wieder zu finden, verlief ziemlich schwierig. Im Endeffekt konnten wir aber alles wieder rekapitulieren und in die richtige Bahn bringen.

Das brachte uns nicht nur zurück auf den richtigen Weg sondern mit einem Floß auf eine ganz andere Insel. Unterwegs stießen wir auf ein halb versunkenes Schiff und leider dort auch wieder auf den Hobbit Irky aus dem ersten Bericht. Dieser war nun stärker als vorher und brachte neben seinen Nahkampfgekkos auch noch Schleuderechsen mit. Wir konnten auch dieses Mal den Trupp wieder vertreiben. Doch lachend machte sich der Hobbit mit seiner Schatzkarte davon, die er uns unbemerkt in dem kleinen Scharmützel abgenommen hatte.

Chimärenhafte Kreaturen

Nach dem Abenteuer auf dem versunkenen Schiff trieben wir unser Floß weiter in Richtung Osten auf eine völlig andere Insel, den sogenannten Uplands. An einem Strand angekommen fanden wir das neu aufgebaute Lager unserer Exilantengilde, gut geschützt oberhalb einer Steilklippe, eine Turmruine im Hintergrund. Hier begegneten wir alten bekannten und konnten uns von den Strapazen auf offener See erstmal am Lagerfeuer erholen.

Unsere Gilde muss unser Vorhaben zur anderen Insel zu fahren geahnt haben und hat auf der anderen Insel ein neues Lager aufgeschlagen.

Nach einer Übernachtung auf den Uplands erinnerten wir uns aber an einen Zipfel auf der vorherigen Insel, den man nicht über den Landweg erreich konnte. Von der Neugier gepackt und wieder voller Kraft in den Adern machten wir uns daher die Mühe und fuhren mit dem Floß noch einmal zurück, diesmal süd-westlich, um diesen weißen Fleck unserer Landkarte zu erkunden.

Es war ein felsumgebener Landflecken, der an der Anlegestelle noch ruhig und sogar etwas harmonisch mit den hübschen, blütenreichen Pflanzen wirkte. Doch tiefer hinein in das von massivem Gestein umgebene Tal sahen wir uns schnell einer Kreatur gegenüber, deren pure Existenz der Natur hönisch entgegenblickte. Das Wesen sah aus wie eine Hyäne gekreuzt mit einer Schlange. Als es unsere Anwesenheit bemerkte stellte es sich bedrohlich auf und fauchte uns entgegen, gepaart mit hyänischem gegacker.

Dieses Wesen war ein harter Gegner, doch am Ende konten wir es besiegen

Der Kampf war schwer und forderte unser gesamtes, bisheriges können. Doch mit meinem Schmetterschlag und den tief bohrenden Pfeilen des Kundschafters konnten wir die Kreatur besiegen und in die Flucht schlagen. Die Beute war sehr belohnend und brachte uns bessere Rüstungsteile für zurünftigen Schutz gegen andere Gegner.

Am Ende kehrten wir zu den Uplands zurück und begannen mit der Erkundung der dortigen Umgebung.

Neue Formationen

Wir folgten einem ausgetretenen Pfad und wanderten Stunden durch die für uns neuartigen Landflächen. Der Kundschafter war ganz außer sich vor Begeisterung über die leicht andersartige Vegetation auf diesem Flecken Erde und versuchte jede Pflanze und jeden Käfer zu identifizieren. So völlig abgelenkt fanden wir uns schnell in einem kleinen Dorf wieder, welches wir zwar bereits wargenommen hatten, bis zur Akunft dort aber nicht erkannten, dass wir es mit untoten Bewohner zu tun hatten.

Schnell wurde uns klar, dass wir es nicht nur mit Nahkämpfern sondern auch mit Bogenschützen zu tun hatten

Die Skelette wirkten beinahe, als hätten sie uns erwartet um nun mit plötzlichen Tatendrang gegen uns vorzugehen. Völlig neu war, dass diese nicht nur als eine Formation (bisher bekannt mit dem Namen „Mob“) auftraten, sondern nun derer zwei waren. Die eine bestand aus Bogenschützen, die andere war als Nahkämpfer mit Knüppeln bewaffnet.

Ein unerfreuliches Empfangskomitee
Die eine Formation nennt sich „Mob“, die andere „Brute“ – beide aggieren unabhängig voneinander

Zum Glück waren die Gerippe schnell beseitigt. Was sie jedoch zu unangenehmen Gegnern macht ist die Tatsache, dass sie nach ihrem Ende einen Knochenhaufen hinterlassen, der sich selbst wiederbeleben kann. Da hilft nur das schnelle Zertreten dieser Haufen, damit da bloß kein heiler Knochen mehr bleibt, der sich wieder zusammensetzen könnte.

Zu viele Kobolde

An Beute bot der Ort mit den Skeletten leider nicht viel und so machten wir uns auf, die weitere Umgebung zu erkunden. Wir waren zwar bereits leicht lädiert durch die Begegnungen an diesem Tag und würden uns bereits jetzt eine Pause wünschen, doch waren die aufkommenden Gegner bislang eher moderat und konnten leicht besiegt werden. Eine weitere Begegnung würden wir noch verkraften.

Und so folgten wir dem bisherigen Weg, der bis zu den Untoten gen Norden führte und nun östlich abknickte. Wir erreichten bald eine alte Burg und nur wenige Zeit, nachdem wir diese betraten standen uns speerbewaffnete Kobolde entgegen. „Kein Problem“, lachten wir. „Die zwei sind schnell überwältigt! Die sollten sich zweimal überlegen, wen sie überfallen!“

Die beiden waren plötzlich und unerwartet aufgetaucht. Trotz der leichten Rüstung (blaue Steinchen) waren die beiden nur zu zweit und konnten zudem keine Knochenhaufen bilden, wie die letzten Gegner. Allerdings verursachten sie gegenüber den Skeletten bereits einen auffällig hohen Schaden.

Sie halten zwar etwas mehr aus, als die Skelette vorher, aber sie waren ja nur zu zweit

Der Kampf verlief zu unseren Gunsten, doch waren wir nun noch weiter angeschlagen. Und leider folgten den beiden Wachen weitere Kobolde… so viele! Nicht nur, dass weitere Koboldwachen mit Speeren auf uns zukamen, nun standen auch noch Steinschleuderer dabei und bewarfen uns aus zweiter Reihe, während wir mit den Speerkämpfern zu tun hatten.

Eine Wache konnten wir zwar noch besiegen, doch leider mussten wir uns eingestehen, dass es an dieser Stelle schlecht um uns stand und wir wieder eine unangenehme Begegnung mit einem gewissen Sensemann riskierten, würden wir uns nicht unverzüglich zurückziehen. Wenig heldenhaft aber mit hohem Überlebenswillen zogen wir damit die Reißleine und entkamen nur knapp einem jähen Ende.

Unsere Wunden leckend und die Demütigungen der hinter uns her lachenden Kobolde herunterschluckend stärkten wir uns im Lager am Feuer und verbrachten dort die Nacht.

Bleibt nur die Frage, ob wir dem selben Weg am nächsten Tag folgen wollten und damit die gleiche Demütigung wie am Tag zuvor einstecken würden oder ob wir uns für einen anderen Weg entscheiden. Ich werde Euch jedenfalls gerne davon berichten!

Vor 20 Jahren (156): Fiese Freunde Fette Feten

10. Dezember 2025 um 00:01
Fiese Freunde Fette Feten: Cover

Ich erinnere mich noch genau an Dörte. Dörte ist in FIESE FREUNDE FETTE FETEN eine neutrale Person; ein von niemandem geführter weiblicher Charakter, der dennoch Teil des Spielgeschehens ist. Und Dörte hatte es nicht leicht. Ein Mitspieler hatte Dörte im Bibelkreis kennengelernt, und die beiden waren seitdem ein Paar – was diesen Mitspieler aber nicht hinderte, im Laufe der Partie mit diversen anderen neutralen Personen und vielleicht auch Mitspieler:innen anzubändeln. Sein ewig gleicher Kommentar lautete dann: „Dörte macht alles mit.“

Der Typ ist ein echt mieses Arschloch? Na ja, im realen Leben würde man wohl so urteilen. Wenn es in Marcel-André Casasola Merkles und Friedemann Frieses FIESE FREUNDE FETTE FETEN aber um das Megaziel „Sex Maniac“ geht, kommt man zu einem anderen Schluss: Der Typ hat eine echt gute Strategie.

FIESE FREUNDE FETTE FETEN spielt, wie das Leben spielen könnte – aber ganz bestimmt keines dieser Hollywood-Kino-Leben, wie sie uns SPIEL DES LEBENS vorgaukelt, wo wir mit bonbonfarbenen Cabrios durch die Straßen cruisen, um unterwegs viele Kinder und noch mehr Bargeld einzusammeln. Es ist eher das Leben, von dem in Independent-Filmen erzählt wird. Wir saufen, wir rauchen, wir nehmen illegale Drogen, verplempern unsere Zeit und werden dick und krank dabei.

Lebensziele in FIESE FREUNDE FETTE FETEN heißen etwa: „Erster Herzanfall“, „Vom Glauben abfallen“, „Workaholic“, „Sex, Drugs, Rock’n’Roll“, „Fettabsaugen“, „Gesund gelebt, trotzdem krank“, „Beziehungskrüppel“, „Spieleautor“ und so weiter … okay, ein paar weniger ausgeflippte Dinge wie „Arm, aber glücklich“ oder „Familie“ gibt es auch.

Fiese Freunde Fette Feten: Karten

Diese Ziele erreiche ich, indem ich Karten ersteigere, die mein Persönlichkeitsprofil beeinflussen. „Studentenjob“ setzt voraus, dass ich kinderlos bin. Als Folge gewinne ich eine Freundschaft hinzu, und mein Geld- und mein Weisheitsmarker steigen um eins. „Kette rauchen“ erfordert Geld und erhöht Rauchen und Krankheit.
Durch den Erwerb solcher Karten versuche ich, meine Eigenschaften so hinzudrehen, dass sie zu einem meiner Lebensziele passen, das ich anschließend ausspiele. Für „Kommune gründen“ etwa muss ich Drogenerfahrung, Wissen, Trauer, Rauchen und vier Freundschaften vorweisen. Wer fünf Ziele erreicht, gewinnt.

Die Mechanik von FIESE FREUNDE FETTE FETEN habe ich immer als kompliziert und hakelig empfunden. Vieles war regellastig und wenig zielführend, es hat zu lange gedauert, um zum Erfolg zu kommen. Deshalb habe ich FIESE FREUNDE FETTE FETEN viele Jahre nicht mehr gespielt und habe das auch nicht vor.

Dörte

Trotzdem wird das Spiel ganz, ganz sicher in meiner Sammlung bleiben. Das Milieu, das hier porträtiert wird, und die Spielgeschichte sind erfrischend einzigartig. Die großartigen Illustrationen von Lars-Arne „Maura“ Kalusky setzen dem Werk die Krone auf. Jede Karte ist ein Cartoon und enthält neben viel Wahrheit einen kleinen Witz.
Der Künstler hat sich selbst auf „Kette rauchen“ verewigt, die beiden Autoren sind auf „Haare grün färben“, „Kutterpullen“, „Esperanto lernen“ und – natürlich – der Karte „Spieleautor“ zu sehen.


Weihnachts-Empfehlungen von Beeple 2025

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09. Dezember 2025 um 20:35

Was gibt es Schöneres, als den Menschen, die man mag, mit einem Spiel den Jahresausklang zu versüßen? Auch zu Weihnachten 2025 gibt es viel mehr Spiele, als man im Vorfeld ausprobieren kann, um eine gute Wahl zu treffen.

Darum hat sich das Beeple-Netzwerk mutig ins Gewühl gestürzt, um die Juwelen auszuheben, mit der nicht nur Weihnachten, sondern Silvester gleich dazu gerettet ist. Spielspaß von kurzweilig bis klassisch. Sowohl für die BombBusters begeisterte Oma als auch für den von Mischwald überforderten Cousin namens Oliver. Diese Liste bietet vom Feinsten das Beste.

 

Empfehlungen durch Personen hinter Beeple

  • Kleine Spiele, für den kleinen Geldbeutel

Meister Makatsu

Jürgen - Spielbar

Jürgen (spielbar.com)

Meister Makatsu ist nicht so richtig ein Stichspiel. Wir legen aber schon Karten aus. Und wir wollen, dass die anderen am Tisch möglichst die höheren Karten ausspielen müssen. Denn in jeder Runde werden in den drei Kartenfarben die höchsten Karten mit Minuspunkten bedacht. Und die will man nicht. Am liebsten ab vier Personen entwickelt sich ein denkbar einfaches, aber unheimlich cleveres Spiel am Tisch, das mit viel „Table Talk“ belohnt.

Biddle

Oli (Alles außer Toplisten)

Biddle ist Spielspaß auf ganzer Linie und begeistert mich auf 3 Ebenen. Zuerst ist es ein Würfelspiel, bei dem wir kniffelähnliche Ergebnisse erzielen wollen. Und da dieser Klassiker allen bekannt ist, läuft der Einstieg in Biddle fast ohne Erklärung. Außerdem hast du eine Bietphase, in der du unverschämt großmäulig oder bescheiden still auf den Ausgang der Würfelrunde setzen kannst. Je nach individuellen Entscheidungen entstehen im Anschluss Teams. Und schon kann man gleich den Ausgang der Würfelphase gemeinsam feiern oder beklagen. Am Ende dominiert bei Biddle das Glück und der Spaß – und die Lust auf die nächste Partie.

Castle Combo

Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Castle Combo (aka Château Combo) ist ein super Geschenk für alle, die flotte, taktische Kartenspiele mögen – egal ob zu zweit oder in voller Fünfer-Runde. Jede Karte, die ihr in euer 3×3-Tableau legt, löst kleine Effekte aus oder sorgt später für Punkte. Und genau da passiert die Magie: Kombos bauen, Gold organisieren, Schlüssel klug einsetzen und Karten aus der Auslage schnappen, bevor es jemand anderes tut.

Das Spiel ist schnell gelernt, spielt sich herrlich dynamisch und bietet in jeder Runde neue Mini-Baustellen fürs Hirn. Perfekt für den Weihnachtsabend: kurz, knackig und mit genau dem richtigen Maß an „Nur noch eine Runde!“.

Clickety Clack

Jürgen - Spielbar

Jürgen (spielbar.com)

Clickety Clack ist ein Roll-and-Write, welches noch einmal einen cleveren Pfiff in das Genre bringt. Wir dürfen von den gerollten Würfeln jeweils zwei auswählen und deren Summe auf unser Blatt eintragen. Dabei klacken wir die Würfel aufeinander, was zum Namen des Spiels geführt hat. Die Limitierung kommt nun durch die fünf Reihen auf unserem Blatt, die mal nur ungleiche Zahlen, mal nur aufsteigende oder abwechselnd ungerade und gerade Zahlen verlangen. Beim Eintragen kann man außerdem auch noch ein bisschen auf Risiko spielen, denn nicht jedes Feld wird nachher gewertet.

Ghost Bumpers

Mathias - Cliquenabend

Mathias (Cliquenabend)

Ghost Bumpers ist ein wundervolles Stich-Ansage-Spiel der etwas anderen Art mit fantastischen Illustrationen. Auf dem Jahrmarkt wollen wir uns nicht von Monstern, Geistern und anderen Wesen erschrecken lassen und nur eine bestimmte Anzahl an Stichen gewinnen. Die Tatsache, dass mehrere Karten mit gleichem Zahlenwert eine andere Wertigkeit bekommen (drei 8en sind zum Beispiel 3,8), macht es grandios chaotisch und dennoch taktisch interessant. Ein Spiel in kleiner Schachtel zum Mitbringen.

KADO

Dafne und Fabian (Bretter late then never)

Kado Passend zu Weihnachten und zum Namen kommt Kado (wegen französisch: cadeau = Geschenk) in einer Schachtel daher, die wie ein kleines Geschenk aussieht. Im Spiel schenken wir uns gegenseitig Karten, die wir dann in ein 4 × 3-Raster einbauen dürfen. Dabei wollen wir in den Reihen möglichst gleiche Geschenke (Teddybären, Blumen, Socken usw.) und in den Spalten möglichst gleichfarbige Geschenkverpackungen sammeln. Am Ende gibt es dafür in einer einfachen Wertung Punkte. So weit, so simpel, aber: Ein gekonnter Kniff ist auch mit von der Partie: Wer an der Reihe ist, zieht nacheinander je eine Geschenkkarte, sieht sie sich an und gibt sie dann an eine*n Mitspieler*in (natürlich meistens dorthin, wo sie am wenigsten Punkte bringt). Auch sich selbst macht man so ein Geschenk. Bevor sich nun aber alle ihr Geschenk ansehen, darf reihum geraten werden, was sich der Schenkende selbst hingelegt hat. Rät man eine der beiden Eigenschaften richtig (also Geschenk oder Farbe), darf man sein Geschenk gegen das des Schenkenden austauschen. So kommen ganz herrliche Mindgames und Bluffmöglichkeiten ins Spiel, die für eine ordentliche Portion Spaß sorgen. Kado ist ein ausgezeichnetes Geschenk für euren Weihnachtsbaum.

Komm zum Punkt

Komm zum Punkt: Apropos „Kooperativ“ und „Hinweise“: Komm zum Punkt ist schwieriger als One Round, aber lustiger – irgendwie versuchen alle, einen Satz so zu bilden, dass eine Person an der richtigen Stelle einen gesuchten Begriff einzuordnen versucht. Alle ziehen in unterschiedliche Richtungen und dennoch klappt es irgendwie dann doch … meistens. Zumindest wenn keine Hardcore-Gamer am Tisch sitzen, denn die können das nicht, das ist statistisch erwiesen.

Reiss aus

Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Reiss aus ist ein ungewöhnliches „Zeichenspiel“ nur mit Papier – ganz ohne Stift. Statt zu malen, modellieren die Spieler Begriffe von Aufgaben­karten, indem sie Papier falten, reißen, oder knüllen. Die Mitspielenden müssen dann diese Kunstwerke identifizieren. Das Spiel erfordert zwar Kreativität, ist aber oft auch einfacher als Zeichnen. Perfekt für lustige, entspannte Runden mit Freunden.

  • Unterhaltsam, für ungezwungenen Spielspass

Wer stiehlt mir die Show

Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Wer stiehlt mir die Show überzeugt als Brettspiel mit einer gelungenen Umsetzung der TV-Show. Die wichtigsten Elemente wurden beibehalten und spielerisch aufbereitet, was für viel Spaß sorgt. Musikquiz-Elemente fehlen zwar, aber das fällt kaum ins Gewicht. Jede Partie startet klassisch mit den „leichten Fünf“. Dann wechselt von Runde zu Runde die Moderation und sorgt so für Abwechslung. Fans der Show sollten unbedingt zugreifen.


 

Christoph - Brettspielbox

Christoph (Brettspielbox)

Wer stiehlt mir die Show bringt die bekannte TV Show und Joko sehr stimmungsvoll an den Brettspieltisch. Die wichtigsten Elemente wurden clever in Quizrunden, kleine Spiele und wechselnde Moderationen übersetzt, sodass durchgehend gute Laune aufkommt. Zu Beginn warten die „leichten Fünf“, danach steigert sich die Spannung Runde für Runde über das Halbfinale bis zum großen Finale der beiden besten Spielenden. Der ständige Moderationswechsel sorgt für viele individuelle Showmomente und Abwechslung. Für Fans der Sendung ein Pflichtkauf und für Quizrunden mit Familie und Freundeskreis eine frische Alternative zu klassischen Wissensspielen.


 

Alexandra K

Alex (Brettspielhamster)

Wer stiehlt mir die Show bringt TV-Show-Feeling an den Spieltisch – und funktioniert super, selbst wenn man die Sendung wie ich nie gesehen hat. Der clevere Aufholmechanismus, bei dem die siegreiche Person einer Runde die nächste moderiert, sorgt für Abwechslung und hält die Spannung hoch. Die Minispiele, Quizrunden und Moderationswechsel erzeugen ein hohes Entertainment-Level, ohne das Ganze zu überladen – das Design bleibt zugänglich, jede Phase ist schnell erklärt und das Ganze passt sogar auf den Couchtisch. Genau deshalb funktioniert es überall: in der Familie, im Kolleg*innenkreis, an Weihnachten oder an Silvester. Ein rundum gelungenes, abwechslungsreiches Partyspiel, das garantiert laute, fröhliche Runden auslöst.

Panda Royale

Christian_Profil_450

Christian (spielstil)

Wer Kniffel schon längst überdrüssig ist, sollte die Würfel nicht ins Korn werfen. Denn mit Panda Royale wird das eingestaubte Spielprinzip auf eine weit höhere Stufe gestellt. Was zu Beginn noch einfach mit einem einzelnen Würfel beginnt, entfaltet sich schnell zu einem spannenden Wettlauf um Punkte. Runde um Runde bekommen wir mehr Würfel, die alle auf ihre eigene Art und Weise punkten. Gewürzt wird dies noch mit Würfeln, die uns erlauben, Würfel von unseren Mitspielenden zu klauen. Aber egal, für welchen Weg ihr euch entscheidet. Es wird nicht bei der einen Runde bleiben.

One Round?

One Round? Ein Spiel ohne Einstiegshürde: Einfach drei Wörter auf drei Karten schreiben und los geht’s! Dann versucht man, Hinweise zu geben, damit die anderen wissen, wo das Wort hingehört – es gibt einige Spiele, bei denen man sich gegenseitig Hinweise geben kann, aber keines ist so intuitiv und schnell gespielt.

Leuchtturm voraus

Mel (rund)

Mel (Mel und Manolo)

Leuchtturm voraus – entworfen und illustriert von Torben Ratzlaff – hat sich bereits seit seinem Erscheinen in der englischen Version in mein Herz gespielt.

Kooperativ legen wir abwechselnd ein neues Plättchen an die nordische See an. Dabei müssen wir unser eigenes Boot stets auf das neu platzierte, angrenzende Plättchen setzen, haben dafür aber nur begrenzte Bewegungsmöglichkeiten. Wir müssen uns im Vorfeld also gut überlegen, wohin wir schippern, wie wir uns im Team abstimmen und wann es sinnvoll ist, Plättchen untereinander zu tauschen.

Leuchtturm voraus punktet mit leicht verständlichen Regeln, flüssigem Spielablauf und charmanten Illustrationen, die eine gemütliche Atmosphäre schaffen.

Skizz It

Christian_Profil_450

Christian (spielstil)

Mit Skizz It schaffen wir es, die komplette Familie begeistert am Tisch zu versammeln. Dabei ist es nicht sonderlich wichtig, gut, sondern schnell zu zeichnen. Teilweise bleiben einem nur wenige Sekunden, bevor die Mitspielenden wieder einmal fertig sind. Das mag auf den ersten Blick stressig wirken, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Spätestens, wenn die „Kunstwerke“ Stück für Stück gezeigt werden, wird man in schallendes, befreiendes Gelächter ausbrechen. Dabei ist es jedoch nicht so, dass man ausgelacht wird, sondern jeder herrlich über sich selbst lachen kann. Denn in der Eile vergisst man schon mal das ein oder andere wichtige Detail. Skizz it ist dadurch ein großartiges, schnelles Spiel mit wenigen Regeln. Perfekt für die gemeinsame Zeit.

Boss Fighters QR

Sonja - Brettspielpoesie

Sonja (Brettspielpoesie)

Das kooperative Kampfspiel Boss Fighters QR hat mich zunächst durch die zwingende App-Unterstützung abgeschreckt. Doch das Scannen funktioniert einwandfrei und die App nimmt einem die meiste Verwaltungsarbeit ab. So kann man sich voll und ganz darauf konzentrieren, herauszufinden, wie das aktuelle Boss-Monster auf Angriffe reagiert und wie man es besiegen kann. Durch die vier unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen eignet es sich für Einsteiger genauso wie für erfahrene Vielspieler. Nach jedem besiegten Boss gibt es neue Karten und einen neuen Gegner, das erzeugt einen Sog, sodass man eine Partie nach der anderen spielen möchte.

  • Klassischer Spielspass

Gardlings

Dafne und Fabian (Bretter late then never)

Gardlings wird häufig als die Plättchenlegevariante von Quacksalber von Quedlinburg angepriesen, und das ist auch gar kein schlechter Vergleich. Wir ziehen nach demselben Push-Your-Luck-Prinzip Plättchen aus einem Beutel und wollen hier nun nicht mehr als 5 Gnome (bei Quacksalber sind es 7 Knallerbsen) ziehen. Die Plättchen legen wir diesmal nicht in unseren Kessel, sondern puzzeln sie aneinander. Dabei versuchen wir, die halben Edelsteine an den Seiten der Plättchen zu vollständigen zu ergänzen: blaue an blaue, rote an rote usw. Je mehr Edelsteine wir so erpuzzeln, umso bessere neue Plättchen können wir kaufen. Die neuen Plättchen kommen mit speziellen Fähigkeiten, die uns das Puzzeln erleichtern. Alle sind gleichzeitig an der Reihe und versuchen über eine unbestimmte Anzahl an Runden (hier der entscheidende Unterschied zu Quacksalber), am schnellsten auf 17 Edelsteine in einer Runde zu kommen (oder 20 in der Profivariante). Insofern handelt es sich auch um ein Wettrennen. Ein kleines Erweiterungsmodul wartet auf erfahrenere Spieler*innen, um auch hier für einen ordentlichen Wiederspielreiz zu sorgen.

Oli (Alles außer Toplisten)

Gardlings sind kleine Fantasie-Wesen, die auf Plättchen in deinem grünen Beutel wohnen. Du ziehst nacheinander heraus und legst sie so aneinander, dass ihre Kanten farbige Edelsteine komplettieren. Mit ihnen heuerst du neue, bessere Gardlings für deinen Beutel an. Dumm nur, dass in dem Beutel auch Gnome leben. Sammelst du zu viele von ihnen ein, berauben sie dich. Gardlings vereinfacht das Spielprinzip der Quacksalber von Quedlinburg und ist ein wunderbares Mehrgenerationen-Spiel. Gleichzeitig schenkt es aber auch noch eine Profi-Variante für alle, die Lust auf ein bisschen mehr Strategie haben.

Saltfjord

Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Saltfjord ist ein ideales Geschenk für Fans von thematisch angehauchten Eurogames mit Anspruch. Hier baut ihr im rauen Norden euren Einfluss aus, organisiert die Fischerei und jongliert knappe Ressourcen. Klingt trocken? Keine Sorge – ihr seid auch öfter mal auf See unterwegs, ihr Landratten!.

Die Mechaniken greifen sauber ineinander, jede Entscheidung fühlt sich wichtig an, und trotzdem bleibt der Spielfluss angenehm rund. Genau das richtige Spiel für winterliche Abende, an denen man sich gern ein bisschen in eine andere Welt verzieht.

Kavango

Kavango: Etwas mehr Kennerspiel wagen: Kavango verknüpft den Trend der schönen Tierauslegespiele mit einem flotten Draftingmechanismus und schafft es dadurch, Experten- wie Kennerspielende gleichermaßen anzusprechen. Und nebenbei bekommt man tatsächlich ein Spiel, das die dargestellte Tierrettungsgeschichte nicht nur abbildet, sondern auch lebt.

Artengarten

Christoph - Brettspielbox

Christoph (Brettspielbox)

Artengarten ist das zugängliche Geschwisterspiel von Arche Nova und lässt nach und nach eine Zooanlage entstehen. Über Zooplättchen (und nicht Karten) mit Tieren, Gebäuden und Projekten wächst nach und nach ein eigener Park, in dem kluge Kombinationen und Ketteneffekte belohnt werden. Die Aktionen sind schnell erklärt, trotzdem steckt genug Tiefe in dem Kennerspiel light drin, um Zooliebende und Kennerspielrunden bei Laune zu halten. Wer immer schon Arche Nova spannend fand, sich aber eine kürzere, familientauglichere Variante gewünscht hat, liegt hier genau richtig. Nach 1–2 Partien senkt sich die Spieldauer merklich Richtung von einer Stunde.

Die große Reise

Alexandra K

Alex (Brettspielhamster)

Die große Reise ist ein zugängliches Familienspiel, in dem wir als Zugvögel um die Wette in den Süden ziehen – flott gespielt in rund 20 Minuten und ohne spürbare Downtime. Jede Runde wählen wir gleichzeitig unsere Flughöhe und entscheiden, ob wir Risiken wie Greifvögel oder Winde eingehen oder lieber sicher landen. Die acht Vogelarten bringen spannende Asymmetrien ins Spiel: Jede hat eigene Stärken, Schwächen und Routen und motiviert sofort dazu, eine neue Art auszuprobieren. Die Regeln sind schnell erklärt, die Züge kurz, und selbst Kinder treffen hier echte Entscheidungen. Ein leichtes, motivierendes Push-your-Luck für Familien – perfekt für den Weihnachtsabend und mit hohem Wiederspielreiz.

  • Anspruchsvoll, für verspielte Profis

Rebirth

Dafne und Fabian (Bretter late then never)

Rebirth ist ein Plättchenlegespiel für erfahrene Familien- oder Kennerspieler, bei dem wir reihum auf einem gemeinsamen Spielfeld Plättchen platzieren, um Punkte zu sammeln. Dabei wollen wir einerseits große Gruppen von eigenen Plättchen erschaffen, während wir gleichzeitig um bestimmte Felder des Spielfelds (Burgen) um Mehrheiten ringen. Ebenso gibt es noch persönliche Aufträge zu erfüllen. Die Züge sind wahnsinnig schnell und das Spiel ist auch in Vollbesetzung in ca. 30min spielbar, sodass es auch für zwischendurch geeignet ist, obwohl es sich wie eine „vollwertige“ Partie anfühlt. Inhaltlich sind wir in der Postapokalypse dabei, Schottland (oder auf der Spielfeldrückseite Irland) wiederaufzubauen. Die beiden Seiten des Spielplans mit leicht modifizierten Spielregeln sorgen für eine ordentliche Portion Abwechslung und einen hohen Wiederspielwert.

 

Christoph - Brettspielbox

Christoph (Brettspielbox)

Rebirth wäre eigentlich das große Messehighlight gewesen, wenn es rechtzeitig in Deutschland angekommen wäre. Das Spiel versetzt die Runde in ein zukünftiges Schottland, in dem verschiedene Clans das Land neu aufbauen und über geschickt gelegte Plättchen Burgen, Klöster, Felder und Energieanlagen entstehen lassen, die in regelmäßigen Wertungen Punkte bringen. Das Regelwerk bleibt angenehm überschaubar, die Züge sind kurz mit minimaler Downtime und die Partie sehr interaktiv, besonders beim Erfüllen der Zielkarten und im Ringen um die wertvollen Burgen. So entsteht ein elegantes, dynamisches Legespiel, das flott startet und mit jeder Partie mehr Tiefe zeigt. Wer es etwas komplexer mag, wechselt auf die Rückseite und spielt auf der anspruchsvolleren Irlandkarte. Ein starkes Plättchenlegespiel für alle, die an Weihnachten räumlich taktisch denken und den direkten Wettstreit um die beste Position lieben.

Rock Hard 1977

Oliver Sack – Spielevater

Oliver (Spielevater)

Rock Hard 1977 hat mich schon in der englischen Version begeistert – Thema, Mechanik und Atmosphäre greifen perfekt ineinander. Als Nachwuchsrockstars schreiben wir Songs, spielen Gigs, sammeln Fans und wagen Risiko oder Sicherheit. 70er-Jahre-Rock-Flair, Worker-Placement und Push-your-Luck sorgen für Stimmung, Abwechslung und Trash-Talk. Für Musikfans und Strategen ein klares Highlight.

Galactic Cruise

Mel (rund)

Mel (Mel und Manolo)

Das erste, was bei Galactic Cruise ins Auge fällt, ist das charakteristische Artwork von Ian O’Toole. Nicht nur dadurch fühlen wir uns bei diesem Erstlingswerk der drei Autoren T.K. King, Dennis Northcott und Koltin Thompson an die komplexen Eurogames von Vital Lacerda erinnert.

Im Wettstreit um den Nachfolgeposten als CEO eines Kreuzfahrtunternehmens für Weltraumreisen ist einiges an Planung gefragt. Wir versuchen, unsere Passagiere möglichst gewinnbringend per Rakete ins All zu schicken und mit cleveren Upgrades unsere Strategie zu verbessern.

Besonders reizvoll ist das stetige Abwägen zwischen effizienten Aktionen und dem Druck, im Rennen um die Unternehmensziele nicht zurückzufallen. Das Freischalten von Verbesserungen und Technologien macht die eigenen Züge zunehmend belohnender, während die Arbeiter-Verdrängen-Mechanik für Einkommen sorgen kann und das Spiel dynamisch hält.

Chichén Itzá

Mathias - Cliquenabend

Mathias (Cliquenabend)

Mit Chichén Itzá ist es Stefan Feld nach Civolution im letzten Jahr ein weiteres Mal geglückt, zwei eigentlich nicht zusammenpassende Mechanismen zu kombinieren. In diesem Fall haben wir ein Workerplacement-Spiel mit einem interessanten Aktionsauswahlmechanismus, der Aktionen in einem Raster teurer werden lässt, und etwas Ameritrash, wenn es um die Kämpfe der Monster mit unterschiedlichen Würfeln geht. Spiele ich immer wieder gerne und ist eine Empfehlung für Menschen, die komplexere Titel mögen.

Arche Nova

Dirk_Huesmann

Dirk (Würfelmagier)

Arche Nova ist immer noch eine mehr als gute Wahl, wenn du jemandem ein echtes Brett unter den Baum legen willst. Der Mix aus Zoo-Aufbau, Kartensynergien und cleverem Aktionssystem liefert einfach konstant gute Partien.

Ob erfahren oder frisch aus dem Kennerspiel-Bereich in Richtung Expertenspiel unterwegs – Arche Nova packt dich schnell, lässt dir unzählige Wege zu punkten und bleibt dabei mechanisch erstaunlich überschaubar. Jede Partie fühlt sich anders an, jede Karte kann plötzlich den perfekten Plan auslösen. 

Ein Geschenk für alle, die gerne lange tüfteln, Tiere lieben und sich über ein richtig gutes Schwergewicht unter dem Weihnachtsbaum freuen. Und auch wenn man Zoos im wahren Leben vielleicht nicht mag, kann man ihn hier im Spiel ganz ohne Reue mögen.

Ada’s Dream

Christian_Profil_450

Christian (spielstil)

Mit Ada’s Dream gibt es einen Leckerbissen für diejenigen, die auch gerne mal ein Expertenspiel auf den Tisch bekommen. Hier erwartet euch ein großartig verzahntes Euro mit besonderem Thema. Denn wann hat man schon einmal Ada Lovelace dabei unterstützt, den ersten Computer der Menschheitsgeschichte zu bauen? Hier ist das Thema nicht nur Mittel zum Zweck, sondern wird durch seine zu bildenden Rechenaufgaben auch direkt als Siegpunktmaschinerie verwendet. Ein Spiel für alle, bei denen sich jede Entscheidung wichtig anfühlen muss.

The Druids of Edora

Sonja - Brettspielpoesie

Sonja (Brettspielpoesie)

Auch wenn Weihnachten das Fest der Liebe ist, darf es natürlich nicht immer kooperativ zugehen. Wer gerne gegeneinander um die meisten Siegpunkte spielt, sollte sich The Druids of Edora anschauen. Dieses neue alea-Spiel ist optisch zwar grün in grün gehalten und manche Symbole sind auf dem Spielplan nur schwer zu erkennen, dennoch überzeugt das Spielprinzip, bei dem die 13 Würfel pro Person nur einmal geworfen werden. Mit diesen löst man im gesamten Spiel nur 13 Aktionen aus, kann durch dauerhafte und einmalige Effekte aber viele Belohnungen erhalten und somit auch ordentlich Punkte generieren.

Oli (Alles außer Toplisten)

The Druids of Edora entführt euch in einen mystischen Zauberwald. Mit deinem Druiden durchschreitest du Lichtungen, errichtest Menhire oder braust Zaubertränke. Für deine Aktionen setzt du Würfel ein, deren Augenzahl sich auf die Stärke des Ergebnisses auswirkt, aber auch darauf, wie viel Proviant du für deine Aktionen aufbringen musst. The Druids of Edora will, dass du geschickt planst, um am Ende die meisten Siegpunkte zu generieren. Dabei überrascht das Kennerspiel mit sehenswertem Material und einem flexiblen Spielplan, der sich prima an eure Personenzahl anpasst. 

  • Wundertüte

Orapa

Mel (rund)

Mel (Mel und Manolo)

Orapa ist ein kleines, süchtig machendes Deduktionsspiel für Fans von Logikrätseln.

Auf einem Raster von 8 × 10 Feldern liegen für uns nicht sichtbar fünf farbige Tangram-Formen. Wir schicken Strahlen in Reihen oder Spalten und bekommen als Antwort, wo sie wieder austreten und welche Farbe sie dabei annehmen. Stoßen die Strahlen an Kanten, werden sie reflektiert oder abgelenkt. Oft mehrfach und kombinieren dabei die Farben der Formen, auf die sie treffen.

Auf dem eigenen Rasterblatt halten wir unsere Abfragen fest und zeichnen nach und nach die Formen ein. Wir grübeln und wägen ab, welche Abfragen uns am besten die benötigten Informationen bringen.

Jede Partie belohnt mit dem Aha-Moment, wenn sich der zu Beginn noch leere Notizzettel langsam mit allen gesuchten Formen füllt. Und wer schneller als die anderen ist, darf sich wie ein echtes Deduktions-Genie fühlen.

Die glorreichen Gilden von Buttonville

Mathias - Cliquenabend

Mathias (Cliquenabend)

Die glorreichen Gilden von Buttonville ist wirklich ungewöhnlich. Denn selten habe ich ein Spiel erlebt, das in allen meinen Runden von Partie zu Partie den Mitspielenden immer mehr gefallen hat. Wir wollen Sets von verschiedenen Bewohner*innen der Stadt Buttonville vor uns liegen haben, dürfen an bestehende Sets aber grundsätzlich nicht mehr anlegen. Durch Fähigkeiten und den geschickten Umgang mit diesen entsteht ein ums andere Mal eine packende Partie. Für Familien eine unbedingte Empfehlung von mir.

Take Time

Jürgen - Spielbar

Jürgen (spielbar.com)

TAKE TIME ist oberflächlich ein einfaches kooperatives Karten-Ablege-Spiel. Aber meine Güte, was bereitet das für eine Freude. Wir verteilen zu Beginn jeder Runde Karten – aber nicht alle im Spiel enthaltenen Karten – untereinander auf. Unser Ziel ist nun, diese Karten an sechs Segmente einer Auslage anzulegen – und zwar genau so, dass von Segment zu Segment die Summe der Kartenwerte ansteigt. Ja, wir legen die Karten natürlich verdeckt, sonst ergäbe das ja keinen Sinn. Und natürlich dürfen wir nicht über unsere Karten sprechen. Wir dürfen aber vorher Pläne schmieden, die sich immer zügig mit der Kartenaufteilung erledigt haben. 😉 Jeder Level kommt außerdem mit kleinen Bedingungen daher. Die vielen Level versprechen kurze und knackige Entspannung zwischen den Gängen des Weihnachtsessens.

Carp City

Sonja - Brettspielpoesie

Sonja (Brettspielpoesie)

Carp City ist als BuchSpielBuch vielleicht mehr Buch als Spiel, für mich aber trotzdem eine klare Empfehlung für alle, die sich in Wimmelbildern verlieren können und gerne Rätsel lösen. Das Wimmelbild ist auf 25 Doppelseiten aufgeteilt. Zusätzlich gibt es einen Stadtführer, in dem man zu vielen Details aus dem Buch weitere Informationen lesen kann. Anhand dessen muss man Aufgaben erfüllen, indem man Dinge oder Personen findet oder kleine Rätsel löst, und oft darf man dann Sticker kleben, um das Wimmelbild zu verändern. Es ist insgesamt recht einfach gehalten, kann aber auch mich als Vielspieler fesseln. Das Suchen, Entdecken und Verändern macht auch gemeinsam einfach Spaß.

Die weiße Burg – Das Duell

Alexandra K

Alex (Brettspielhamster)

Die weiße Burg – Das Duell bringt frischen Wind in das vertraute Flair des Originals. Statt Würfeln nutzt das Spiel ein präzises Setz-und-Rücknahme-System: Zuerst platziert man Steine in Gärten, auf Trainingsplätzen und in der Burg, um Aktionen auszulösen und Positionen zu sichern – später nimmt man diese Steine wieder zurück und triggert stärkere Aktionen, sodass gutes Timing und Aktionsökonomie entscheidend werden. Dadurch entsteht ein fokussiertes Duell in nur 12 Zügen pro Person mit hoher Interaktion, ohne dass Analyseparalyse überhandnimmt. Als Duellvariante ist es natürlich ideal für spielende Paare. Und ja: Auch wer das Original besitzt, sollte dieses Spiel in der Sammlung haben, da es bekannte Elemente aufgreift, aber strategisch ganz andere Gehirnwindungen kitzelt.

Die besten 5 Partyspiele als Geschenk zu Weihnachten 2025

Von: Peer
09. Dezember 2025 um 08:16

Die besten 5 Partyspiele als Geschenk zu WeihnachtenGerade zu Weihnachten treffen sich viele Familien und Freunde zum gemütlichem Zusammensein. Da sind Partyspiele und unterhaltsame Kartenspiele natürlich wie gemacht, um damit die Zeit zu verbringen. Heute stelle ich die meiner Meinung nach aktuell besten 5 Partyspiele als Geschenk zu Weihnachten genauer vor. Viel Spaß. Die besten 5 Partyspiele als Geschenk zu Weihnachten 2025 […]

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Spielemesse Essen 2025 | ein kleiner Bericht

08. Dezember 2025 um 13:32

„… wenn sich dann die Türen öffnen. Wenn man all die Spiele sieht. Wenn klar wird, wie viele Spielenerds wir sind… wenn klar wird, was es alles gibt… dann ist da diese besondere Stimmung, die es doch nur auf der SPIEL in Essen gibt.“

Auch die SPIEL 2025 hat mich dieses Jahr wieder in den Bann geschlagen: am Anfang erst zögerlich, am Ende aber dann so, dass ich mir auch einen fünften Spielemessetag gewünscht hätte.

Die Messe hat sich 2025 noch einmal vergrößert, aber ich gebe zu, wirklich gemerkt habe ich das nicht. Auch 2024 war sie schon so groß, dass ich nicht alles greifen konnte. Als Änderung kam auch die große Bühne dazu und neu war auch die Spielbotschafterin. Diese seit dem letzten Jahr bestehende Rolle wurde in diesem Jahr von Mháire Stritter besetzt.

Was Bühne und Spielbotschafterin angeht, bin ich sehr zwiegespalten: Einerseits empfinde ich die Vielfalt und die Förderung des Themenfelds „Spiel“ durch das vielfältige Programm als großartig, anderseits habe ich dieses Angebot nicht wahrgenommen und kann mir gut vorstellen, dass sich viele Besucher stattdessen eher ein paar Spieletische mehr oder einen dezidierten Ausruhort gewünscht hätten. Spielebotschafterin 2025 ist Mháire Stritter. Als Rollenspieler (speziell als Liverollenspieler) ist Mháire mir mit ihren Social-Media-Auftritten natürlich bekannt. Sie ist eines, wenn nicht das Gesicht, das für LARP & Rollenspiel steht. Wie viele mit dem Konzept des*der Spielebotschafters*in überhaupt etwas anfangen können, weiß ich nicht. Der Spielebotschafter von 2024 Alea war im letzten Jahr durch den Support durch Band und eigene Fans hat – in meinen Augen – deutlich präsenter. Auch diejenigen, die ihn nicht kannten, so wie ich, hat er in seinen Bann gezogen und mit seiner Band richtig für Stimmung gesorgt.

Schade fand ich auch, dass ich dieses Jahr gefühlt weniger Familien mit Kindern auf der Messe gesehen habe. Ob es an der verhältnismäßig teuren Familienkarte liegt oder der Problematik, dass ein Spontanbesuch kaum noch möglich ist, oder ob es einen anderen Grund gibt… ich weiß es nicht. An dieser Stelle sei aber auch eine positive Geschichte erwähnt, was Kinderfreundlichkeit angeht: Das Kinderspiel des Jahres war dieses Mal ein wenig abseits in einer Ecke. Dadurch war dieser Spielort deutlich ruhiger – eine Wohltat für Kinder- und Elternohren.

Was ist noch zu sagen? Die App – funktionell und hilfreich. Hallenkonzept – so gut, dass es die App kaum braucht. Übergroße eher leere Stände von (meist chinesischen) Herstellern – braucht man als Besucher nicht.

Fazit: Ja, ich komme wieder. Ja, auch mit Kind. Ja, auch wieder alle Tage. Warum? Weil ich immer noch gefangen bin von dieser besonderen, internationalen Messe. Weil ich in den Augen meiner kleinen Tochter sehe, wie auch sie immer mehr angefixt ist. Weil die Messe einzigartig ist. Aber ich hoffe dennoch, dass die Messe an ihren Problemen arbeitet.

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