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Crowdfunding-Wochenschau KW 26/2026: Concordia, A Life und drei weitere Kampagnen

22. Juni 2026 um 12:24
Crowdfunding-Wochenschau KW 26/2026: Concordia, A Life und drei weitere Kampagnen

In der Kalenderwoche 26 vom 22. bis 28. Juni 2026 stehen gleich mehrere große Brettspiel-Kampagnen kurz vor dem Ziel oder haben Rekordsummen gesammelt. Wir haben fünf Projekte auf Gamefound, Kickstarter und der Spieleschmiede herausgesucht, die für Sie im deutschsprachigen Raum besonders interessant sind. Drei davon enden noch in dieser Woche, also bleibt nur wenig Zeit. Alle Zahlen geben den Stand vom 22. Juni 2026 wieder.

Gamefound

Concordia Special Edition

Der Euro-Klassiker Concordia Special Edition von Designer Mac Gerdts ist auf Gamefound zurück und hat bis zum Abschluss am 30. Juni bereits über 3,5 Millionen Euro von mehr als 14.000 Unterstützenden eingesammelt, gut 7.000 Prozent des Ziels. Concordia erschien ursprünglich 2013 beim deutschen PD-Verlag und steht mit Platz 29 der BoardGameGeek-Rangliste seit Jahren weit oben unter den Aufbau-Strategiespielen.

Im Kern ist Concordia ein kartengesteuertes Wirtschaftsspiel im Römischen Reich für 1 bis 6 Personen. Jede Person startet mit demselben kleinen Kartensatz, kauft im Spielverlauf weitere Karten und nutzt sie sowohl für Aktionen als auch als Siegpunkte am Spielende. Würfel oder Zufallseffekte gibt es nicht, gewonnen wird über vorausschauende Planung. Die Special Edition bündelt das Grundspiel mit überarbeiteter Gestaltung, einer Holzausstattung und der neuen Erweiterung Barbarica.

A Life

A Life vom hessischen Verlag Skellig Games läuft noch bis zum 25. Juni, also rund drei Tage, und hat mit etwa 46.300 Euro schon 462 Prozent des Ziels erreicht. In dem Spiel für 1 bis 4 Personen ab 8 Jahren durchlaufen Sie ein ganzes Leben, von der Geburt bis ins Alter, und sammeln dabei Ressourcen wie Wissen, Erfahrung, Träume und Geld.

Welche Erfahrungen Sie wählen, prägt die inneren Werte Ihrer Figur, und genau diese Werte entscheiden am Ende, wofür Sie Punkte bekommen. Nicht die reichste oder erfolgreichste Person gewinnt, sondern wer am stimmigsten nach den eigenen Werten gelebt hat. Eine Partie dauert etwa 60 Minuten. A Life erscheint auf Deutsch.

Altera

Altera von IV Studio, den Machern von Tend und Moonrakers, läuft noch bis zum 29. Juni und steht aktuell bei rund 631.000 US-Dollar, mehr als dem Zwölffachen des Ziels. Es ist ein kompetitives Euro-Spiel für 1 bis 6 Personen mit einer Spielzeit von etwa 90 Minuten ab 14 Jahren.

Altera kombiniert klassisches Worker Placement mit einem Beutelbau-Mechanismus für Würfel: Statt nur Arbeiter einzusetzen, ziehen Sie Würfel aus einem Beutel, den Sie über die Partie hinweg verändern. Wechselnde Sonderfähigkeiten sorgen laut Verlag dafür, dass sich der Aufbau von Partie zu Partie unterscheidet. Die Kampagne läuft auf Englisch.

Kickstarter

War of the Dragon: The Wheel of Time

Mit War of the Dragon: The Wheel of Time bringt Dire Wolf, bekannt für Dune: Imperium und Clank!, das erste Brettspiel zu Robert Jordans Fantasy-Reihe Das Rad der Zeit auf den Tisch. Die Kickstarter-Kampagne endet bereits am 23. Juni und hat über 1 Million US-Dollar von mehr als 5.200 Unterstützenden gesammelt, rund das Zwanzigfache des Ziels.

Mechanisch verbindet das Spiel Tableaubau, Set Collection und Gebietskontrolle. Sie spielen Karten aus, um Rohstoffe zu erzeugen, Verbündete zu rekrutieren und Truppen über die Karte zu bewegen, während ein Rad den Fortschritt Ihrer Figur anzeigt. Es gibt zwei Modi: einen Helden-Modus für 2 bis 4 Personen und einen Epos-Modus für genau 2 Personen.

Spieleschmiede

A Place for All My Books

Gemütlich wird es bei A Place for All My Books von Smirk & Dagger, das in Deutschland über den Kobold Spieleverlag läuft. Die Spieleschmiede-Kampagne endet in zwei Tagen und steht bei rund 18.250 Euro, gut 300 Prozent des Ziels. In dem Sammel- und Sortierspiel für 1 bis 4 Personen ab 10 Jahren räumen Sie Bücherstapel in die Zimmer Ihrer Wohnung ein.

Über mehrere Runden legen Sie Bücher nach Mustern und Themen ab und erfüllen persönliche Projekte, die Punkte bringen. Die Spielzeit liegt bei etwa 15 bis 20 Minuten pro Person. Für Solospielende ist eine eigene Variante mit der Figur Penelope Eveready enthalten.

Concordia Special Edition: Pledges und Barbarica im Check

09. Juni 2026 um 21:15
Concordia Special Edition: Pledges und Barbarica im Check

Awaken Realms hat am 9. Juni 2026 auf Gamefound eine Special Edition von Concordia gestartet, dem Strategie-Klassiker von Mac Gerdts aus dem Jahr 2013. Die Neuauflage verspricht neue Illustrationen, eine überarbeitete Handhabung, exklusive Erweiterungen und das gesamte bisher erschienene Material in einer Box. Die Kampagne läuft bis zum 30. Juni 2026.

Wir ordnen ein, was die Special Edition mechanisch bietet, wie die Pledges sich unterscheiden und wo die Sechs-Personen- und Solo-Optionen herkommen.

Eckdaten

SpielConcordia Special Edition
Verlag / CreatorAwaken Realms (Wrocław, Polen)
AutorMac Gerdts (Original); neue Karte Barbarica: Mac Gerdts mit Paulina Włodarczyk (Awaken-Realms-Dev-Team)
Spielerzahl1 bis 6
Spielzeitrund 60 Minuten (Angabe Gamefound)
Alterab 14 Jahren
PlattformGamefound, Kampagne 9. bis 30. Juni 2026
MechanikAufbaustrategie, Hand- und Kartenmanagement, Netzwerk- und Routenbau, Set Collection

Worum es im Spiel geht

Concordia ist ein Aufbau- und Wirtschaftsspiel im Römischen Reich, das ohne Würfel und ohne Kartenglück auskommt. Jede Spielerin und jeder Spieler startet mit einem identischen Satz Personenkarten. Auf Ihrem Zug spielen Sie genau eine dieser Karten aus und führen deren Aktion aus: Kolonisten bewegen und Häuser bauen, in einer Region Waren produzieren, Waren kaufen und verkaufen, neue Karten erwerben oder mit der Tribun-Karte alle ausgespielten Karten zurück auf die Hand nehmen. Der Reiz liegt darin, dass jede gekaufte Karte zugleich Ihr Punktekonto und Ihre künftigen Züge formt: Jede Karte gehört einem Gott, und am Spielende bringen die Götter Punkte je nach Besitz an Städten, Waren und Karten (Set Collection, also das gebündelte Werten gleichartigen Besitzes).

Das Ergebnis ist ein dichtes, planungslastiges Strategiespiel ohne Zufallselemente. Auf BoardGameGeek steht das Original auf Rang 29 der Gesamtwertung, bei einem Komplexitätsgewicht von 2,99 von 5. Die BGG-Seite listet das Original von 2013 mit 2 bis 5 Personen, einer Spielzeit von rund 100 Minuten und einer Altersfreigabe ab 13 Jahren; die Special Edition gibt Awaken Realms auf Gamefound mit 1 bis 6 Personen, rund 60 Minuten und ab 14 Jahren an.

Die 60-Minuten-Angabe von Gamefound ist dabei sportlich gerechnet: Concordia ist ein planungslastiges Strategiespiel ohne Glückselemente, kein schneller Absacker, und am vollen Tisch sollten Sie eher mit der höheren Spanne planen. Auch die Freigabe ab 14 Jahren spiegelt vor allem diese Planungstiefe wider, weniger den Inhalt; für jüngere Grundschulkinder ist das Spiel zu kopflastig.

Was die Special Edition ändert

Die mechanische Grundlage von Mac Gerdts bleibt erhalten. Awaken Realms setzt bei Kunst und Handhabung an und legt obendrauf eine exklusive neue Karte: Barbarica, entworfen von Mac Gerdts gemeinsam mit Paulina Włodarczyk aus dem Awaken-Realms-Dev-Team. Barbarica bringt Stadt-Marker ins Spiel, die zu Beginn bereits über die Karte verteilte Städte abbilden und sichtbar machen, wie das Römische Reich im Spielverlauf in Unordnung gerät. Dazu bündelt die Edition laut Pledge-Beschreibung „alle bisher erschienenen Karten und Erweiterungen” in einer Box.

Spielerzahl und Solo-Modus

Hier lohnt der genaue Blick. Das Original ist ein Spiel für 2 bis 5 Personen. Solo-Spiel und höhere Spielerzahlen stammen aus Erweiterungen: BoardGameGeek führt Concordia in den Familien der Spiele, deren Erweiterungen einen Solo-Modus ergänzen und die Spielerzahl verändern, und listet unter den Erweiterungen unter anderem Concordia: Solitaria und Concordia: Venus.

Genau dieses Material steckt in der Special Edition. Beide Spiel-Pledges, die Cardboard Edition für 75 Euro und die Wooden Edition für 95 Euro, enthalten laut Beschreibung „alle bisher erschienenen Karten und Erweiterungen”. Die Spanne von 1 bis 6 Personen ist damit bereits ab dem Einstiegs-Pledge abgedeckt und nicht an die teureren Stufen gebunden.

Stretch Goals

Am ersten Kampagnentag sind zwei Stretch Goals freigeschaltet, beide gehören zur neuen Barbarica-Erweiterung.

Mechanischer Inhalt:

  • Barbarica: New Map. Die neue, exklusiv für die Special Edition gestaltete Karte von Mac Gerdts und Paulina Włodarczyk.

Komponenten zur Barbarica-Karte:

  • Barbarica: City Tokens. Stadt-Marker, die die Ausgangsstädte auf der Karte abbilden und den Verfall des Reiches nachvollziehbar machen.

Ein weiteres Stretch Goal kündigt Awaken Realms für den dritten Kampagnentag an, ohne bisher Details zu nennen.

Die Pledge-Stufen im Überblick

Die spielerischen Inhalte sind ab dem günstigsten Spiel-Pledge vollständig. Alles darüber sind Material- und Sammler-Aufwertungen, kein zusätzliches Gameplay.

  • Concordia Standard Edition (Cardboard), 75 Euro: Das vollständige Spiel mit Pappmarkern, inklusive aller bisher erschienenen Karten und Erweiterungen sowie der freigeschalteten Stretch Goals. Spielerisch komplett.
  • Concordia Special Edition (Wooden), 95 Euro: Gleicher Spielinhalt, aber mit Holz-Meeples und drei Plastikminiaturen. Materialaufwertung gegenüber der Cardboard-Version, kein zusätzliches Gameplay.
  • Glory of Rome Pledge, 157 Euro: Wooden Edition plus Acryl-Plättchen und Metallmünzen. Reine Komponenten-Aufwertung.
  • Pax Romana Pledge, 241 Euro: Wooden Edition plus Metallmünzen, Acryl-Plättchen und 3D-Miniaturen. Komponenten-Aufwertung.
  • Opus Magnum Pledge, 339 Euro: Wooden Edition mit dem vollen Material plus Spielmatten, Artbook und Kartenhüllen. Komponenten- und Sammler-Aufwertung.
  • Special Editions Master Set (439 Euro) und Collector's Set (809 Euro): Bündel, die Concordia mit den Special Editions von Puerto Rico und Die Burgen von Burgund kombinieren. Hier zahlen Sie für drei Spiele, nicht für mehr Concordia-Gameplay.

Eine deutsche Ausgabe ist abgedeckt: In den Pledge-Beschreibungen lässt sich die Sprachversion des Spiels frei wählen.

Einordnung

Die Kampagne hat ihr Ziel sofort gesprengt. Stand 9. Juni 2026, dem ersten Kampagnentag, stehen rund 1.089.000 Euro bei einem Ziel von 50.000 Euro, das entspricht etwa 2.179 Prozent, getragen von rund 4.274 Unterstützenden. Diese Dynamik ist ein Marktsignal, kein Qualitätsurteil: Das zugrunde liegende Spiel ist ein etablierter Klassiker, neu ist vor allem die Ausstattung.

Für den DACH-Markt ist relevant, dass die Sprachwahl eine deutsche Version einschließt und der spielerische Kern bereits im 75-Euro-Pledge vollständig enthalten ist. Wer die hochpreisigen Stufen erwägt, bezahlt für Material, nicht für mehr Spiel. Und wer Concordia samt Erweiterungen wie Venus oder Solitaria bereits im Regal hat, bekommt als echten Neuwert vor allem die exklusive Barbarica-Karte und die Material-Aufwertung; der übrige Inhalt bündelt bereits Erschienenes.

Concordia reiht sich damit in eine ganze Welle von Klassiker- und Crowdfunding-Neuauflagen ein. Vergleichbar liefen zuletzt etwa die Agricola Special Edition auf Gamefound sowie neue Kampagnen wie The Legacy of Mars und Labyrinth: Chronicles.

Agricola Special Edition: Rosenbergs Hofbau-Klassiker kehrt zurück

09. Juni 2026 um 15:34
Agricola Special Edition: Rosenbergs Hofbau-Klassiker kehrt zurück

Awaken Realms bringt mit der Agricola Special Edition den Hofbau-Klassiker von Uwe Rosenberg in einer Sammelfassung zurück, die alle bisher erschienenen Erweiterungen und eine neue Bewässerungs-Erweiterung in eine Box packt. Die Kampagne auf Gamefound ist längst durchfinanziert, doch ein Datum ist für Interessierte aus dem deutschsprachigen Raum wichtig: Der Pledge Manager schließt am 10. Juni 2026 um 20:00 Uhr (MESZ).

Eckdaten

SpielAgricola Special Edition (Neuauflage des Klassikers von 2007)
DesignerUwe Rosenberg (auch Designer der neuen Irrigation-Erweiterung)
Illustration (Special Edition)Patryk Jędraszek, Ewa Labak, Pamela Łuniewska
VerlageAwaken Realms (Wroclaw, Polen), Lookout Games
MechanikenWorker Placement, Tableau Building, Closed Drafting, Enclosure (Einzäunen), Automatic Resource Growth, Solo-Modus
Spielerzahl1 bis 4 (mit der Erweiterung für den 5. und 6. Spieler bis 6)
Spielzeit90 Minuten (Herstellerangabe)
Alterab 14 Jahren
Komplexität (BGG, Original)3,64 / 5
PlattformGamefound (Kampagne Juni 2025, abgeschlossen)

Was Sie in Agricola tun

Agricola ist ein Worker-Placement-Spiel, und das beschreibt den Kern gut. Sie führen eine Bauernfamilie, die im Holzverschlag startet. Zu Beginn haben Sie nur zwei Familienmitglieder und damit zwei Aktionen pro Runde. Sie setzen diese Figuren auf Aktionsfelder, und hier liegt die zentrale Spannung: Jedes Feld nimmt pro Runde nur eine Figur auf. Wer zuerst setzt, nimmt dem Tisch die Aktion weg.

Die Aktionen decken den ganzen Hof ab. Sie pflügen Äcker und säen Getreide oder Gemüse. Sie sammeln Holz, Lehm, Schilf und Stein. Sie bauen Ställe und ziehen Zäune, um Weiden einzuzäunen (die Enclosure-Mechanik). Sie fangen Schafe, Wildschweine und Rinder und züchten sie weiter, denn Tiere und Feldfrüchte vermehren sich bei der Ernte von selbst (Automatic Resource Growth). Ihr Haus bauen Sie vom Holzbau über Lehm bis zum Stein aus, und mit jedem Familienzuwachs gewinnen Sie eine zusätzliche Arbeitskraft.

Der Haken: Bei jeder Ernte müssen Sie alle Mäuler stopfen. Wer seine Familie nicht ernährt, kassiert Bettelkarten und damit Minuspunkte. Dazu kommen die Karten, die Agricola seine enorme Tiefe geben. Jede und jeder startet mit einer Hand aus Berufen (Occupations) und kleinen Anschaffungen (Minor Improvements) und spielt daraus die passenden Karten in den eigenen Hof (Closed Drafting). Am Ende gewinnt, wer den ausgewogensten Hof vorweist, denn einseitige Strategien bestraft die Wertung.

Auf BoardGameGeek trägt das Original ein Gewicht von 3,64 von 5 Punkten. Agricola ist ein forderndes Kennerspiel: Wer die Fütterung verpasst oder ein Aktionsfeld zu spät besetzt, spürt das sofort in der Wertung. Gerade die ersten Partien verzeihen wenig, weil jede Entscheidung am knappen Aktionsbudget hängt. Die Kampagne nennt 90 Minuten Spielzeit. In Erstpartien und in großer Runde sollten Sie eher mehr einplanen, denn je mehr Höfe um dieselben Aktionsfelder ringen, desto länger zieht sich die Bauphase.

Solo-Modus und Koop-Modus

Agricola lässt sich allein spielen, und die Special Edition baut das aus. Der klassische Solo-Modus bleibt enthalten. Dazu kommt ein neuer Solo-Modus im Automa-Stil: ein regelgesteuerter Gegenspieler mit skalierbarem Schwierigkeitsgrad. Wer lieber gemeinsam an einem Strang zieht, findet im freigeschalteten Koop-Modus „Chicken Coop Bandits“ ein eigenes Modul, in dem die Höfe zusammen gegen Banditen und wechselnde Ereignisse bestehen.

Was in der Special Edition steckt

Die Special Edition versteht sich als Sammelfassung. In der Box stecken alle bisher erschienenen Erweiterungen, darunter das umfangreiche Farmers of the Moor, das mit Heizmaterial, Pferden und Moorlandschaften eine eigene Wirtschaftsebene einzieht. Neu hinzu kommt die Erweiterung Irrigation (Bewässerung), von Uwe Rosenberg eigens für diese Ausgabe mitentworfen. Sie bringt ein neues Spielertableau mit Flüssen und Bewässerungskanälen sowie Wasser-Mechaniken, die Ernte, Tierzucht und Langzeitstrategie beeinflussen. Zwei freigeschaltete Module bauen darauf auf: wasserbetriebene Mühlen, die Sie an Ihrem Bewässerungsnetz platzieren, und Obstbäume, die Sie für Holz fällen oder zu Apfelwein verarbeiten können.

Stretch Goals: Inhalt gegen Material

Bei rund 10.290 Prozent Finanzierung hat die Kampagne sehr viel freigeschaltet. Für die Kaufentscheidung lohnt es, zwei Arten von Stretch Goals zu trennen.

Mechanisch relevanter Inhalt verändert, was auf dem Tisch passiert:

  • die Irrigation-Erweiterung in drei Ausbaustufen (Bewässerungstableau, Mühlen, Obstbäume und Apfelwein),
  • der neue Automa-Solo-Modus und der kooperative Modus „Chicken Coop Bandits“,
  • ein offizielles Deck F mit 168 Karten samt Deck-Guide-Heft, das polnische Deck mit 30 Karten, die Changelings (Trolle und Goblins) samt Lamas,
  • sowie Dutzende thematischer Kartenpäckchen vom Tierhaltungs-Deck bis zum Back- und Speisen-Deck.

Komponenten-Upgrades verändern nur das Material, nicht die Regeln:

  • 3D-Miniaturen für Familie, Tiere sowie Ställe und Zäune,
  • alternative Sculpts für Familienfiguren und Tiere, wahlweise in Pappe, Holz oder als 3D-Miniatur,
  • individuell geformte und gestaltete Spielertableaus,
  • zusätzliche Rückseiten-Artworks für Tiere, Familienmitglieder und Changelings.

Pledge-Stufen und Preise

Wichtig für die Einordnung: Der Kerninhalt ist über alle Stufen gleich. Jede Stufe enthält das Grundspiel, alle freigeschalteten Stretch Goals, Farmers of the Moor und die weiteren Decks. Die Aufpreise zahlen vor allem die Materialveredelung (Pappe, Holz, 3D), nicht zusätzliche Mechanik. Eine Ausnahme betrifft die Spieleranzahl: Das Grundspiel ist für 1 bis 4 Personen ausgelegt. Die Erweiterung für den 5. und 6. Spieler liegt nur den beiden teuersten Stufen (Full House und Master of the Land) bei. Für die günstigeren Stufen lässt sie sich als Add-on ergänzen (Pappfassung 12 Euro, Holzfassung 19 Euro). In allen Pledges lässt sich die Sprachversion frei wählen, eine deutsche Ausgabe ist mit Lookout Games als deutschem Agricola-Verlag Teil des Angebots.

  • Agricola Standard Edition (Pappe), 79 Euro: das Spiel mit Pappmarkern, alle Stretch Goals ebenfalls in Pappe.
  • Agricola Special Edition (Holz), 109 Euro: dieselbe Ausstattung mit Holz-Meeples.
  • Family Farm Pledge, 164 Euro: Special Edition plus 3D-Miniaturen für Familie und Tiere sowie für Ställe und Zäune.
  • Grand Homestead Pledge, 219 Euro: zusätzlich 3D-Miniaturen für Rohstoffe und Häuser.
  • Full House Pledge, 278 Euro: Grand Homestead plus die Erweiterung für den 5. und 6. Spieler mit passenden 3D-Komponenten. Erst ab dieser Stufe spielen Sie ohne Zukauf zu sechst.
  • Master of the Land Pledge, 459 Euro: alles, was am ersten Kampagnentag angeboten wurde (inklusive der Erweiterung für den 5. und 6. Spieler), ohne die Pappvarianten.

Wer also vor allem das Spielmaterial in 3D auf dem Tisch sehen will, klettert die Stufen hinauf. Wer den vollen Kerninhalt zum kleinsten Preis sucht, ist mit der Pappe- oder Holzfassung gut bedient und ergänzt die Runde zu fünft oder zu sechst bei Bedarf über das günstige Add-on.

Zeitkritisch: der Pledge Manager

Die eigentliche Kampagne lief im Juni 2025 und sammelte bei einem Ziel von 50.000 Euro rund 5,14 Millionen Euro von 23.650 Unterstützenden ein. Wer jetzt noch einsteigen will, kann das über den Pledge Manager der Kampagne tun, und dafür drängt die Zeit: Laut Kampagnen-Update 27 schließt der Pledge Manager am 10. Juni 2026 um 20:00 Uhr (MESZ). Die Auslieferung ist für Oktober 2026 angekündigt.

Fazit

Die Agricola Special Edition richtet sich klar an Fans, die den Klassiker schätzen und ihn samt Erweiterungen in einer Box haben wollen. Der Reiz liegt im gesammelten Inhalt und in der neuen Bewässerungs-Erweiterung von Uwe Rosenberg, nicht in den Miniaturen, die nur das Material aufwerten. Für Neugierige aus dem deutschsprachigen Raum zählt vor allem das Datum: Nach dem 10. Juni 2026 ist der direkte Weg über den Pledge Manager zu.

Mehr von Uwe Rosenberg im Crowdfunding: Click A Tree auf Kickstarter.

S.T.A.L.K.E.R. The Board Game – ALL THE EXTRAS Unboxing!

03. Juni 2026 um 01:53

You are a vault dweller, but if you’re going to survive, you need to start acting like a surface dweller.

Peter unboxes all the extra stuff you can get to expand your games of S.T.A.L.K.E.R. The Board Game!

I’ve been hoping for some time now to get my hands on this extra stuff for S.T.A.L.K.E.R. The Board Game, and the wonderful people at Awaken Realms were kind enough to send me the goodies I didn’t get the first time around. So here’s an unboxing of the miniatures packs, terrain pack, stretch goals and expansions for this excellent game of survival in the irradiated Zone!

By the way, don’t forget to download my rules & reference (and of course it’s also on Tabletop Codex)!

Making high quality tabletop gaming content at the EOG takes time and money. Please consider becoming a Patreon supporter or making a donation so I can continue this work! Thankyou!

Grimcoven: The HUGE Unboxing!

26. Mai 2026 um 23:20

A silver stake? A crucifix? What, did you think we haven’t tried everything before?

Another big unboxing! Peter checks out everything for Grimcoven, the new boss battler from Awaken Realms!

Before I say anything more, yes, someone did point out to me I pronounced ‘Grimcoven’ incorrectly throughout this entire video, and I’m deeply ashamed about it. We all make mistakes! But anyway, there’s a lot of exciting stuff to check out here, in my first video about this challenging new game from Awaken.

Grimcoven is a gorgeous looking game with enough boss battling goodness to last you many years, so let‘s get into it!

Don’t forget to download my rules & reference (and of course it’s also on Tabletop Codex), and good luck!

Making high quality tabletop gaming content at the EOG takes time and money. Please consider becoming a Patreon supporter or making a donation so I can continue this work! Thankyou!

Concordia Special Edition: Awaken Realms auf Gamefound

26. Mai 2026 um 17:45
Concordia Special Edition: Awaken Realms auf Gamefound

Am 9. Juni 2026 startet auf Gamefound die Concordia Special Edition: eine aufgewertete Neuauflage des 2013er-Strategieklassikers, den Mac Gerdts beim deutschen PD-Verlag herausgebracht hat. Hinter der Kampagne steht Awaken Realms; im Core Box steckt unter anderem eine brandneue Mittelmeer-Karte namens Mare Nostrum, die das vertraute Concordia-Spielgefühl an einer entscheidenden Stelle umbaut.

Eckdaten

FeldAngabe
VerlagAwaken Realms (in Lizenz von PD-Verlag)
DesignerMac Gerdts
Spielerzahl1 bis 5
Spieldauer100 Minuten
Altersempfehlungab 14 Jahren
PlattformGamefound
Kampagnenstart9. Juni 2026, 18:00 Uhr (MESZ)
Kampagnenende30. Juni 2026, 20:00 Uhr (MESZ)
Geplante Veröffentlichung2027
KompatibilitätNicht rückwärtskompatibel mit bisherigem Concordia-Material

Was Concordia mechanisch tut

Concordia ist ein friedliches Aufbauspiel im Römischen Reich für zwei bis fünf Personen, in der Spezialausgabe ergänzt um einen Solo-Modus. Jede Person beginnt mit einem identischen Kartendeck. Jede Karte tut zwei Dinge gleichzeitig: Sie löst im Spiel eine Aktion aus (Kolonisten setzen, Häuser bauen, Karten nachkaufen, Waren produzieren, Senatoren aktivieren) und zählt am Spielende Siegpunkte über die abgebildete Gottheit. Wer Mercurius-Karten sammelt, punktet für seine Warenarten; wer Saturnus-Karten hortet, für die belegten Provinzen; Vesta-Karten münzen Sesterzen in Punkte um. Die Karten werden über ein offenes Auslagensystem aus dem zentralen Forum gekauft, neue Karten verändern die eigene Aktions-Engine und steuern zugleich die Endwertung. Wer den letzten Karten- oder Hauskauf auslöst, beendet die Partie.

Diese Doppelnatur der Karten ist der Grund, warum Concordia auf BoardGameGeek seit über einem Jahrzehnt unter den ersten dreißig Spielen geführt wird (aktuell Platz 29, Strategie-Rang 24). Die Mechanik-Liste der Spezialausgabe nennt entsprechend Hand-Karten-Management über offenes Drafting, Action Retrieval, Deck-, Bag- und Pool-Building, Punkt-zu-Punkt-Bewegung, Netzwerk- und Routenbau, Set Collection sowie End-Game-Boni: die Kerngrammatik bleibt unangetastet.

"Wenn Awaken Realms mir für Concordia schon eine Premium-Box verkauft, dann nicht wegen der Miniaturen, sondern nur dann, wenn Mare Nostrum sich am Tisch wie ein neues Concordia anfühlt und nicht wie Concordia in teuer." — Tobias, Kennerspieler-Redaktion

Was die Special Edition konkret hinzufügt

Awaken Realms tauscht die klassischen Holz-Spielsteine gegen Premium-Komponenten aus: Schiffe werden als detaillierte Miniaturen ausgeliefert, prominente Charaktere als kleine Statuen. Schachtel- und Spielbrett-Illustrationen werden komplett neu gezeichnet, die Karten-Lesbarkeit überarbeitet. Nach Kritik in einem ersten Pre-Campaign-Update zum Thema KI-Bildmaterial hat Awaken Realms im Bericht von BoardGameWire öffentlich zugesagt, dass im finalen Spiel keine generativ erzeugte KI-Kunst zum Einsatz kommt; alle Illustrationen entstehen menschlich. PD-Verlag ist als Lizenzgeber an dieser Vereinbarung beteiligt.

Inhaltlich bringt das Core Box laut Verlags-Eintrag eine neue Karte sowie zwei Gameplay-Module mit. Die neue Karte heißt Mare Nostrum und stammt erneut aus der Feder von Mac Gerdts. Sie krempelt eine Concordia-Grundregel um: Es gibt keine Routen mehr, sondern Seeregionen. Wer den Architekten ausspielt, bewegt mit dem Boot zwischen den Meeresregionen und darf in allen Städten innerhalb der jeweils erreichten Region bauen. Die Land-Kolonisten verlassen die Karte komplett und ziehen auf einer separaten Sieben-Felder-Leiste am Kartenrand; auf den Feldern sammeln sie Ressourcen wie Stein, Weizen, Werkzeuge, Wein und Seide ein. Das verschiebt den taktischen Schwerpunkt deutlich vom Routenoptimieren in Richtung Regionen-Kontrolle.

Welche zwei zusätzlichen Spielmodule neben der neuen Karte enthalten sind, gibt Awaken Realms mit dem Launch der Kampagne bekannt. Ebenso die Pledge-Stufen, Preise und die Stretch-Goal-Liste; das Update zum Kampagnenstart vom 21. Mai 2026 hat das Core Box und das Startdatum enthüllt, die granulare Pledge-Aufschlüsselung folgt zum Kampagnenstart am 9. Juni. Die Gamefound-Kampagne von Awaken Realms hat bereits über 8.700 Pre-Launch-Follower angesammelt, eine ähnliche Vorlaufdynamik wie die jüngste Awaken-Realms-Kampagne Lands of Evershade, und parallel zur Ravensburger-Kooperation Labyrinth: Chronicles.

"Wenn Mare Nostrum spielerisch trägt, ist die Special Edition ein eigener Concordia-Ast; wenn nicht, bleibt sie vor allem ein teurer Showcase für ein Spiel, das mechanisch längst für sich selbst spricht." — Marko, Vielspieler-Redaktion

Sprachen und deutsche Ausgabe

Awaken Realms hat im Pre-Campaign-Update Nummer 3 die Sprachausgaben angekündigt; PD-Verlag bleibt als deutscher Originalverlag und Lizenzgeber Teil des Projekts. Welcher Vertriebspartner die deutsche Ausgabe in den DACH-Handel bringt, dürfte mit den Pledge-Stufen zum 9. Juni offiziell werden.

Wichtig zu wissen

Die Spezialausgabe ist nicht rückwärtskompatibel mit dem bisherigen Concordia-Material. Wer also bereits Salsa, Venus, Solitaria oder eine der Karten-Erweiterungen besitzt, kann diese laut Verlag nicht in die Special Edition mischen. Die Special Edition versteht sich als geschlossene Neuauflage mit eigener Komponenten-Sprache, nicht als kompatibles Upgrade-Set. Parallel kündigt Awaken Realms an, die bereits durchgeführten Special Editions von Castles of Burgundy und Puerto Rico in derselben Kampagne als Nachdruck aufzulegen.

Einordnung

Concordia gehört seit über zehn Jahren zu den am stärksten verteidigten Vertretern des deutschen Strategie-Euros: kurze Regelerklärung, scharfe Entscheidungsdichte, kaum Glück. Eine Premium-Neuauflage ist also eine zweischneidige Sache, weil das Original mechanisch nichts braucht. Awaken Realms umgeht das Risiko, indem nicht am Kernsystem geschraubt, sondern eine eigenständige neue Karte mit eigener Bewegungs-Grammatik beigelegt wird. Für Concordia-Sammlerinnen und -Sammler heißt das: Die Special Edition ist ein neuer Eintrag im Regal, kein Ersatz fürs Originalspiel. Für Neulinge, die mit Concordia liebäugeln, ist die Frage zum Launch am 9. Juni schlichter: Premium-Material und Mare-Nostrum-Modul gegenüber dem deutlich günstigeren Retail-Original beim PD-Verlag abwägen, eine Abwägung, wie zuletzt bei The Legacy of Mars zu sehen. Die Pledge-Preise entscheiden, wie sich diese Rechnung am Ende anfühlt.

"Concordia Special Edition klingt für mich nach einem schönen Erwachsenenabend mit Vielplanerei, aber nicht nach dem Spiel, das ich spontan mit meinen Kindern auf den Tisch lege." — Lea, Familienspieler-Redaktion

Grimcoven v1

26. Mai 2026 um 05:14

There’s something down here, it’s carnivorous.

Don your black leather and grab your Grimcoven rules and reference!

Awaken Realms are now a decade old as of this writing, and their astonishing success and huge creative output has not only made them one of the best publishers in the business, but the flag bearers for huge, over-the-top productions absolutely drenched in theme and atmosphere. A gaming style I’ve had a soft spot for since I bought my first big box Games Workshop games back in the late 80s.

Grimcoven continues the tradition of wonderful excess, but there are some interesting things here that break the mould a little and tell us that the company isn’t just resting on its laurels. First, it’s a boss battler in which you play one-off games – no overarching campaign here (though you can add a little bit of character development with the Personal Stories expansion). Next, there’s something about this game system that, as I was playing, made me think of that much-used word ‘elegant’ – and I can assure you that’s not a word I use often when it comes to Awaken Realms. Unlike their usual style of dense, many-step phases that you can never remember without a reference sheet close to hand, Grimcoven actually flows smoothly and cleverly from step to step (and where it does get a bit complicated, nice little standees remind you of the sequence of steps).

I’m very happy to see Awaken step back from the long campaigns which demand a commitment of months (and often seem end up in solo play mode as a result), and move more into one-off games and more manageable campaign structures (see Lands of Evershade). Not all of us want to leave a game set up for months, or wish to devote that much extended gaming time to a single game.

Grimcoven is packed with content – there are 6 unique hunters, and each of the 6 ‘big bad’ Griefbounds have 5 scenarios of increasing difficulty (plus combinations of elite enemies and minions), plus expansions give you 2 more hunters and 2 more Griefbounds. Then, if the hunters get corrupted enough, they unlock ‘Pretenders’ – semi-Griefbounds that you can also hunt. The game plays out on modular hexagonal tiles with various terrain setups, and special cards give the terrain even more personality. The dice allocation system that powers the hunters’ actions is nothing revolutionary, but it works smoothly and efficiently here, without all the dice modifier jiggery-pokery that slowed down ISS Vanguard.

And you want the system to be smooth, because this game does not go easy on you, and you have to fully concentrate on your tactics to beat your Griefbound of choice. The game demands careful cooperation between players for success, so this is one of the most engaging cooperative combat experiences I’ve had. Also, as your hunters collect lament (the power currency of the game), you can customise your suite of abilities and gain more dice as you simultaneously become more corrupted, which gives the game a lot of forward momentum. While the difficulty can be frustrating at times, there’s a great sense of wanting to come back and try again if you lose, and there are enough interesting choices to keep you planning what you’ll try next time.

I’m highly impressed by Grimcoven so far, but I have a few more games to play yet before my full review. In the meantime, download my rules & reference (also available on Tabletop Codex) and check out my full ‘boss pledge’ unboxing video, released tomorrow!

„Labyrinth: Chronicles": Ravensburger und Awaken Realms bringen Koop-Neuauflage im September für 149 Euro

19. Mai 2026 um 14:38
„Labyrinth: Chronicles": Ravensburger und Awaken Realms bringen Koop-Neuauflage im September für 149 Euro

Ravensburger und Awaken Realms haben den Handelsstart für „Labyrinth: Chronicles" auf September 2026 datiert; die unverbindliche Preisempfehlung liegt laut Pressemeldung des Ravensburger-Newsrooms bei 149,00 Euro. Das kooperative Kampagnenspiel ist die Jubiläumsneuinterpretation des 1986 erschienenen Familien-Klassikers „Das verrückte Labyrinth" — über die Erstankündigung der Jubiläumsneuinterpretation hatten wir bereits im Februar 2025 berichtet — und stammt aus einer Gamefound-Kampagne, die Ravensburger zufolge über 12.000 Unterstützer mobilisiert hat. Als Designer nennt der Verlag Max J. Kobbert, den Schöpfer des Originals, sowie Jan Truchanowicz für Awaken Realms.

Vom Schiebepuzzle zum Koop-Kampagnenspiel

Wer das Original kennt, erkennt die Grundzutat sofort: Reihum schiebt eine Person eine überzählige Gangkarte in den Spielplan, wodurch sich Korridore verschieben und neue Wege entstehen — oder versperrt werden. Diesen Schiebemechanismus übernimmt „Chronicles" laut Spielbeschreibung auf BoardGameGeek, koppelt ihn aber an einen kooperativen Spielmodus. Statt um die Wette Schätze einzusammeln, organisieren zwei bis vier Spielende gemeinsam die Versorgung eines Feendorfs und müssen den im Labyrinth lauernden Kobolden zuvorkommen.

Dazu kommt ein fortlaufendes Kampagnenformat. Die Verlagsbeschreibung spricht von Dorfwiederaufbau, neuen Fähigkeiten und neuen Charakteren über mehrere Partien hinweg. Vom Format her bedeutet das mehrere zusammenhängende Spielabende mit Fortschritt — eine „Legacy"-Mechanik mit zerstörbaren oder permanent veränderten Komponenten kommuniziert der Verlag dabei nicht. Eine Auflistung einzelner Kapitelinhalte gibt es in der jetzt veröffentlichten Pressemeldung ebenfalls nicht; Awaken Realms hält die konkreten Kampagnen-Beats bislang zurück.

3D-Spielplan: physische Mauern statt Pappe

Das visuelle Hauptverkaufsargument sitzt auf dem Tisch: Statt eines flachen Pappspielplans liefert „Labyrinth: Chronicles" einen 3D-Aufbau mit physischen Mauerelementen. Die Pressemeldung nennt diesen Aufbau als zentrales Komponentenmerkmal, ohne genauere Materialangaben. Das passt zum Profil von Awaken Realms, deren Titel „Nemesis", „This War of Mine: The Board Game" und „ISS Vanguard" für komponentenintensive Produktionen bekannt sind. Mechanisch bewegt sich „Labyrinth: Chronicles" allerdings deutlich unter diesen Heavy-Koop-Titeln (BGG-Komplexitätswerte um 3,3–3,5) — die Komponenten-DNA des Studios trifft hier auf ein Familienspiel-Plus-Format. Für Käufer:innen, die den Klassiker im 30-Euro-Segment im Regal haben, ist das ein deutlicher Sprung nach oben — in Bauumfang ebenso wie im Preis.

Spielerzahl, Alter, Spieldauer — und die offene Solo-Frage

Die Pressemeldung listet zwei bis vier Spielende und eine Altersempfehlung ab neun Jahren. Der BoardGameGeek-Eintrag setzt das Mindestalter mit acht Jahren ein Jahr niedriger an; wer das Spiel für jüngere Mitspielende plant, sollte sich an Ravensburgers offizieller Freigabe orientieren. Eine Spieldauer kommuniziert der Verlag in der Pressemeldung nicht — laut BoardGameGeek liegt eine Partie zwischen 20 und 60 Minuten. Diese Spannweite stammt aus früher Community-Schätzung; Kampagnen-Sessions mit Dorf-Wiederaufbau und neuen Charakteren dürften eher am oberen Rand liegen.

Auch beim Solo-Modus schweigt Ravensburger. „Labyrinth: Chronicles" wird offiziell als Titel für zwei bis vier Spielende beworben; ein dedizierter Einzelspieler-Modus ist nicht Teil der Verlagskommunikation. Die BoardGameGeek-Community deutet in ihrer Spieleranzahl-Umfrage an, dass sich der Titel solo spielen lässt — die Stichprobe ist allerdings klein und kein Verlagsversprechen. Solist:innen sollten vor dem Kauf prüfen, ob ihnen das Steuern mehrerer Charaktere im kooperativen Modus genügt.

Für die Illustrationen verantwortet Awaken Realms ein vierköpfiges Team um Jakub Dzikowski, Patryk Jędraszek, Ewa Labak und Pamela Łuniewska. BGG schätzt die Komplexität auf 1,80 von 5 ein — das liegt im Familienspiel-Plus-Bereich (zum Vergleich: Carcassonne 1,92, Catan 2,32) und damit unterhalb der klassischen Kennerspiel-Schwelle. Mit Blick auf die Kampagnen-Schichten (Dorfwiederaufbau, neue Fähigkeiten, Charakter-Persistenz) könnte der Wert in der Praxis allerdings eher die Untergrenze als der Median sein, und die BGG-Stichprobe ist für einen September-Titel noch dünn.

Für die Illustrationen verantwortet Awaken Realms ein vierköpfiges Team um Jakub Dzikowski, Patryk Jędraszek, Ewa Labak und Pamela Łuniewska.

Crowdfunding-Erbe: Gamefound-Kampagne und 149 € UVP

Die Gamefound-Kampagne hatten wir im Februar 2026 ausführlich begleitet; sie ist abgeschlossen und laut Pressemeldung mit über 12.000 Unterstützern unterzeichnet. Eine öffentlich nachvollziehbare Auflistung der erreichten Stretch Goals — insbesondere die Trennung zwischen Mechanik-Inhalten wie Zusatzszenarien oder neuen Charakteren auf der einen und Komponenten-Upgrades wie Miniaturen oder Spielmatten auf der anderen Seite — kommuniziert Ravensburger in der jetzt veröffentlichten Pressemeldung nicht; die Gamefound-Kampagnenseite ist zum Redaktionsschluss nicht öffentlich abrufbar. Wer in der Gamefound-Phase nicht dabei war und auf bestimmte Stretch-Goal-Inhalte hofft, sollte die Verpackung im Handel prüfen — bei Awaken-Realms-Titeln unterscheiden sich Crowdfunding- und Retail-Editionen häufig in Komponenten- und Miniaturen-Umfang.

Mit 149 Euro UVP ordnet sich „Labyrinth: Chronicles" deutlich über den rund 30 Euro für den klassischen Familienkracher ein, bleibt aber im üblichen Preissegment für Awaken-Realms-Boxen. Das klassische „Das verrückte Labyrinth" ersetzt die Neuauflage dabei nicht — sie zielt auf einen anderen Abend: längeres Commitment, kooperatives Kampagnenformat statt klassische Sammelpartie. Eine spielerische Einordnung dieses Aufschlags ist ohne Hands-on nicht zu leisten — wir kommen im September darauf zurück.

Lands of Evershade: The HUGE Unboxing!

19. Mai 2026 um 01:40

I gave my word. I made a covenant.

Peter unboxes the top pledge of Lands of Evershade, the new hybrid RPG/board game from Awaken Realms!

I’ve been very lucky to be the recipient of the generosity of Awaken Realms lately, who have sent me some amazing stuff to cover on the channel. Recently ten years in the business, the company is going from strength to strength, churning out some really great games with absolutely peak production values.

Case in point – the PRG-meets-board game Lands of Evershade, which not only looks gorgeous, but has been receiving rave reviews. And the design isn’t just about pretty pictures and extravagant bits; they’re some very clever component design here, especially in the character board designs and cases that preserve your character from session to session. Check it all out in this comprehensive unboxing video!

Stayed tuned for more folks – a rules & reference is of course in th works, and they’ll be a video review a bit later down the pipe!

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Dragon Eclipse

Von: Bill
11. April 2026 um 08:00

Ich muss sagen, ich habe eine schier endlose wirkende Odyssee des Wartens auf dieses Spiel hinter mir (Horst und Björn können mein Klagelied wahrscheinlich mittlerweile auswendig mitsingen), als hätte ich auf die Sonnenfinsternis durch die Zwillingsmonde selbst gewartet – was natürlich eine Anspielung auf das Namensgebende Ereignis des Spiels ist. Dieses erreichte mich mehr als ein Jahr nach Erscheinen der englischen Version und damit fast ein viertel Jahr nach Beginn der deutschen Auslieferung. Daher lautet nun die Frage: Kann es mich noch immer überzeugen? Konnte es das überhaupt von Anfang an? Kann es meine Erwartungen erfüllen, wenn ich dafür auf einen Einstieg in das Magic-System verzichtet habe und man einen Pokémon-Ableger erwartet? Schauen wir uns mal meine Ersteindrücke an!


Steckbrief

SpielDragon Eclipse
VerlagAwaken Realms
Veröffentlichung2025
IdeeAndrzej Betkiewicz, Kamil ‚Sanex‘ Ciesla, Wojciech Frelich
IllustrationBozena Cadzyriska, Lukasz Cywinski, +8 mehr
Rating (BGG)8,4 (ca. 1.300 Ratings)
Komplexität (BGG)Kennerspiel
SpielweiseKooperativ oder Solo (wohl der Spielkern), Kompetitiv
MechanikenDeckbuilding, kartenbasiertes Kampfsystem, Mystlingfähigkeiten ausprobieren

Eindruck von der Bühne

Die Welt wurde niedlich gezeichnet und wird narrativ ebenso süß dargestellt. Man stellt einen der vielen Bändiger von Kreaturen dar, die in etwa der Welt von Pokémon entspringen könnten. Bei dem Hauptspiel handelt sich im Kampagnenmodus den man alleine spielt mit der Möglichkeit kooperativ zu zweit im Kampf gegen andere Kreaturen, sogenannte Mystlinge anzutreten. Wobei die zum Teil fluffig-niedlich illustrierten Gegner gegen ein Spieler-Duo natürlich um einiges stärker sind. Allerdings bemerkt man an allen Ecken und Enden, dass die Welt eigentlich für nur einen Bändiger geschrieben wurde, gehen die Texte doch immer nur auf eine Person ein. Ich stelle es mir aber auch beinhart vor, einen romanlangen Text zu schreiben der sowohl per Du wie auch im Plural funktioniert ohne dabei seltsam gestellt zu wirken. Also Schwamm drüber, das ist schon in Ordnung. Mit dieser kleinen Einschränkung kann man sich doch arrangieren.

In der Kampagne ist man also wie angedeutet sehr viel Text ausgeliefert. Ich mag das persönlich gerne, aber man muss sich klar darüber sein, dass die zum Teil sehr langen Passagen einen Großteil der Spielzeit ausmachen. Immer wieder kommt man auf wirklich schön gestaltete Kartenelemente mit Verweisen in das Skript, zum Untersuchen des Standortes und lösen von kleineren Rätselelementen. Kleine Talentproben tauchen immer mal wieder auf. Sie folgen dabei stets einem mechanisch recht einfachen Muster, ohne Bezug auf irgendwelche Eigenschaften, die man auch einfach nicht besitzt. Es handelt sich dabei eher um ein Push-Your-Luck-Element, das man mit der Ausrüstung gelegentlich beeinflussen können.

Caerberg, unsere niedliche Heimatstadt – der erste Ort. Hier beginnt das Spiel

Das Mechanisch wichtigste Elemente, welches den Kern des Spiels ausmacht, ist jedoch die Arena. In der Geschichte treffen wir dabei immer auf verängstigte oder ihr Revier verteidigende Mystlinge, welche dann gegen unsere gebändigte Lieblingskreatur antreten muss. Der Kampf folgt dabei einem recht einfachen Kartenmechanismus: Man hat stets drei Karten auf der Hand und zieht am Anfang der Runde eine Karte und nimmt Kraftpunkte, welche in genügender Anzahl z.B. die Sonderfähigkeiten unseres Schützlings auslösen können. Danach spielt man eine Karte aus. Diese haben eine große Menge an unterschiedlichen Effekten. Wer Spiele wie Pokémon oder Magic kennt, wird sich hier recht schnell wiederfinden. Es gibt bislang stets drei mögliche Enden eines solchen Kampfes: man verliert, man gewinnt oder das Wesen kann gebändigt werden. Letzteres will man natürlich erreichen, da so die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Mystlinge vergrößert wird.

Die Kartenauslage einer spielenden Person.

Wie bei Awaken Realms wohl üblich, wird das Spiel mit einer übergroßen Box und weiteren Spielmodi ausgeliefert. Es gibt den reinen PvP-Arenamodus, in dem zwei Spieler jeweils eine der bislang freigestalteten Kreaturen gegeneinander antreten lassen. Hierbei fühlt man sich den genannten Trading-Card-Spielen wohl am Nächsten. Dazu kommt noch ein Rouge-Lite-Modus, hier muss man alleine einem Pfad folgen und so vielen Kämpfe wie möglich siegreich hinter sich bringen, wie man kann.


Groupie auf Tour

Die Geschichte erscheint eher generisch ist aber gut geschrieben. Es wird wohl nicht sehr episch sondern beschreibt eher den Weg durch die Welt um einen Mystling nach dem anderen freizuschalten und dabei dessen Fähigkeiten kennenzulernen. Daran wird sich wohl kaum etwas ändern, zumindest gehe ich nicht davon aus. Aber es regt meine Neugier ausreichend an um es wieder und wieder spielen zu wollen, besonders, da es das Spielinteresse meine jüngeren Tochter wieder aktiviert hat, was mich doch sehr glücklich macht. Die Arenakämpfe benötigen ausreichend Taktik um Spannung am Tisch zu erzeugen. Eine ausführlichere Rezension wird wahrscheinlich aber nicht folgen. Ich habe oben bereits fast alles zur Mechanik gesagt und alles weitere birgt nur eine Gefahr von Spoilern der Geschichte.

Kurzfazit: Das Spiel gefällt meiner Tochter und mir tatsächlich gut und wird weitergespielt. Der Nachfolger, ein eigenständiges Spiel mit neuer Story aber der selben Mechanik wurde auf Gamefound bereits von mir unterstützt.


Konzertmitschnitte

Sich vergrößernde Weltkarte
Spielerauslage
Unsere beiden Haudegen
Kampfpanorama
Der Emberling gegen das Firple
Gegnerkarten
Caerberg – Startumgebung

Hintergrundbild by Awaken Realms

B.E.L.O.W.: The Asylum – Silent Hill Meets Stranger Things in a Board Game!

14. Oktober 2025 um 22:45

Ahoy, ladies. Didn’t see you there.

Peter reviews the protoype of B.E.L.O.W. The Asylum, by Awaken Realms, coming to Gamefound on October 16.

Awaken Realms have really ben churning out the games lately. I was very impressed with S.T.A.L.K.E.R. for example, and Grimcoven is on the way. Their new one is B.E.L.O.W. The Asylum (oh no, another cheeky acronym!), a horror themed game that at first glance appears to be another ‘minis on map tiles’ game, until you start discovering its interlocking game systems and discover it’s something quite a bit more interesting. With thematic elements that bring to mind Stranger Things, Silent Hill, and J-horror in general, the game is very fun in prototype form and I’m really looking forward to seeing how it expands and getting my hands on the final game.

Check out my video for a rules explanation and my detailed thoughts, then if you think this is up your dark horror-haunted asylum corridor, get along to the Gamefound campaign, which launches on October 16. Tell ‘em the Esoteric Order sent you!

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Let’s Rock! The Nemesis: Retaliation Review!

19. August 2025 um 00:34

Thank you Ripley, that will be all.

Peter reviews Nemesis: Retaliation by Awaken Realms!

Yyou’ve watched the unboxing, you’ve followed the painting tutorial, you’ve downloaded the rules & reference, you’ve used the rules on your Tabletop Codex app – and finally it’s time for the full review! I cover the newest entry in the Nemesis space horror trilogy. Let’s rock!

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