The Blood of the Dawnwalker
Ohne Plötze durchs dunkle Mittelalter
Es wird Nacht in den Karpaten, genauer gesagt der fiktiven Stadt Vale Sangora. Während ich tagsüber als Mensch auf der Suche nach meiner entführten Familie bin, verwandle ich mich des Nachts in einen Vampir – ich bin ein nicht ganz freiwilliger Dawnwalker. Mich dürstet es dabei in der Dunkelheit nicht nur nach Blut, sondern nach Rache an Fürst Brencis und seinen drei Schergen Ambrus, Bakir und Xanthe.
Das Spiel von ehemaligen Machern von Witcher 3 – allen voran Gamedirector Konrad Tomaszkiewicz – erinnert stark an sein Vorbild. So habe ich als Coen ähnliche Witcher Senses und kann damit Spuren verfolgen, verfolge diverse Quests in einer Open World und prügle mich über Kampf, Klauen oder Magie durch die Gegend. Ein Unterschied, mit dem man Anfangs direkt konfrontiert wird ist: man nur 30 Tage (und Nächte) Zeit hat, um seine Familie zu befreien. Das mag zunächst als Limitierung der Open World wirken, bietet aber doch mehr als genug Zeit viele Quests zu erleben und Coen im Kampf gegen den Endgegner zu stärken. Dank des kleineren Entwicklerteams ist somit auch die Gesamtspielzeit eher bei 25-40 Stunden, als denn die dreistelligen Stunden vom CD Projekt Red Epos.
Auch wenn das Missionsdesign und deren Vielfältigkeit nicht an das Vorbild heranreichen, so gefällt mir dunklere Atmosphäre. Das Kampfsystem ist solide, die Charaktere und Dialoge gut geschrieben und die Story hält einen durchaus an der Leine. Ich mag auch den Wechsel zwischen Mensch und Vampir – gefällt mir besser als beispielsweise der Charakterwechsel in Assassins Creed Shadows. Dieser Wechsel lässt mich immer wieder überlegen, welche Mission ich in welcher Gestalt angehen möchte. Leider geht es oftmals am Ende immer wieder nur mit Gewalt und die Anzahl der Missionen, in denen ich mit Schwert oder Klauen die Lösung suche, ist hoch. Hier hätte ich mir dann doch mehr Abwechslung gewünscht, was wohl aber durch das kleine Team limitiert war. Nervig leider auch, dass die Kämpfe gerade im letzten Abschnitt sehr unausgewogen und für mich zu nervig werden.
Es bleibt ein gutes Spiel mit einigem Verbesserungspotential, das einem Dank seiner Story und Atmosphäre Hoffnung auf einen besseren Nachfolger macht, der offensichtlich in der Neuzeit spielt – das würde mich eventuell zu einem zweiten Teil bringen.
Stubenscore: 7,8 / 10







THE BLOOD OF THE DAWNWALKER
OPENCRITIC
PC | XBOX | PS5 (getestet)























Granfondo ist das Brettspiel, bei dem mein Rennradfahrerherz kreischend „JA!“ brüllt, während meine Brettspielseele weiter hinten im Windschatten fett abröchelt. Ist das schon eine Tragödie? Da baut Ralf Vanpey endlich ein Rennradspiel, welches sich auch auf die Nuancen für mehr Tiefgang stürzt. Hier gibt es Bergfahrer, Ausdauer, Gerangel um Positionen, Windschatten, Attacken, Stürze und sogar...
Gestern wirst du mich töten ist Schach, nachdem Doc Brown den Fluxkompensator falsch verkabelt hat. Drei Spielbretter. Drei Zeitebenen. Mehrere Versionen von mir selbst. Und irgendwo dazwischen steht meine Frau und versucht, mich gestern umzubringen, damit ich heute nicht mehr existiere und sie morgen endlich behaupten kann, die Zeitreise erfunden zu haben. Motto: Highlander, es...




















Aufgeregtes Getuschel an den Brettspieltischen in Friedberg: „Habt ihr Fragments: Solara schon gespielt? Das soll richtig gut sein.“ Entnervt rolle ich innerlich die Augen. Christian ist auch gespannt: „Da freue ich mich total drauf! Das soll ein richtig innovatives Spiel sein. Narrativ. Das spiele ich mit Inga.“ Mein Funke springt nicht so richtig rüber. Selber...





























