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Leuchtturm voraus!

05. Dezember 2025 um 16:00

TOPP, 2025
Autor: Torben Ratzlaff
1–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 30 Minuten

„Leuchtturm voraus!“ nimmt euch mit auf eine maritime Entdeckungstour. Ihr seid als Küstenwache unterwegs, erkundet eine Inselwelt, kontrolliert Leuchttürme und Bojen und versucht, sichere Wasserwege zu schaffen. Die Atmosphäre erinnert an eine ruhige Bootsfahrt zwischen Sandbänken und kleinen Inseln, begleitet von Möwengeschrei und dem Gefühl frischer Seeluft. Die Welt entsteht Stück für Stück vor euren Augen, denn ihr legt jedes Gebiet selbst aus. Das Thema wirkt erfrischend anders, weil es nicht auf Handel oder Städtebau setzt, sondern auf gemeinsame Erkundung. Die Mischung aus friedlicher Stimmung und einem Hauch Abenteuer sorgt dafür, dass ihr euch schnell in diese kleine maritime Welt hineinversetzt fühlt.

Am Anfang liegt lediglich das Hauptquartier bereit, von dem aus ihr eure Schiffe in die unbekannten Gewässer steuert. Jede:r hält einige Plättchen auf der Hand und verfügt über eine begrenzte Anzahl an Bewegungsschritten. In eurem Zug trefft ihr drei Entscheidungen und kombiniert das Legen von Plättchen, das Bewegen des eigenen Schiffes oder das Tauschen der eigenen Auslage. Wenn ihr ein Plättchen anlegt, muss es an das Feld grenzen, auf dem euer Schiff steht. Danach fährt euer Schiff automatisch auf das neue Plättchen. Auf diese Weise wächst die Seekarte nach und nach zu einer verzweigten Landschaft aus Inseln, Kanälen und Orientierungspunkten. Das Zusammenspiel entsteht durch Absprachen und durchdachte Routen, denn nur vollständig umschlossene Gebiete bringen Punkte. Die enthaltene Erweiterung mit Spezialschiffen wie Lotse, Forschungsschiff oder U Boot eröffnet neue Möglichkeiten und verleiht jeder Partie zusätzliche Ideen und Abwechslung.

„Leuchtturm voraus!“ überzeugt durch seine klare Gestaltung, das stimmige Thema und den kooperativen Charakter, der sofort ein gemeinsames Zielgefühl erzeugt. Die Regeln sind leicht zu vermitteln, wodurch sich auch Familien und Gelegenheitsspieler:innen schnell zurechtfinden. Das Material wirkt solide und farbenfroh, die Holzschiffe liegen angenehm in der Hand und die Plättchen sind robust genug für viele Partien. Die Symbolik bleibt leicht verständlich und sorgt dafür, dass ihr ohne Nachschlagen auskommt. Der Spielfluss ist entspannt und eignet sich gut für ruhige Runden, in denen ihr miteinander statt gegeneinander spielt. Ein kleiner Wermutstropfen ist der gelegentliche Einfluss des Zufalls. Ungünstige Plättchenkombinationen können das Vorankommen bremsen und besonders in kleinen Gruppen zu begrenzten Handlungsmöglichkeiten führen. Wer eine strategisch anspruchsvolle Herausforderung erwartet, könnte das Spiel auf Dauer als etwas zu leicht empfinden. Dafür punktet es mit angenehmer Spielzeit, guter Zugänglichkeit und einem kooperativen Erlebnis, das sowohl in gemischten Gruppen als auch mit Kindern funktioniert.

Insgesamt hinterlässt das Spiel einen sehr stimmigen Eindruck. Es eignet sich hervorragend für entspannte Runden, die gemeinsam planen und entdecken wollen, und bietet durch die Erweiterung genug frische Ideen, um immer wieder auf den Tisch zu kommen.

Queens Carrom To Go

Von: Jens
05. Dezember 2025 um 13:21

Der Schnippspiel – Klassiker Carrom ist ein schlichtes, elegantes Finger-Billard auf Holz, das sich in Südasien zu einem der beliebtesten Wohnzimmer- und Clubspiele entwickelt hat. Es soll seine Wurzeln in der Kolonialzeit auf dem indischen Subkontinent haben, wo es als

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Arkus Games Neuheiten, kreative Ideen, KI, Pläne und mehr News

Von: Peer
05. Dezember 2025 um 08:02

Arkus Games Neuheiten, kreative Ideen, KI, Pläne und mehr NewsShem Phillips kennen sicher viele von Garphill Games, aber inzwischen ist er auch beim Verlag Arkus Games aktiv. Ich habe mit ihm über seine Arbeit bei Arkus Games gesprochen, gehe auf aktuelle Neuheiten ein, schaue ein wenig in die Zukunft und einiges mehr. Arkus Games Neuheiten, kreative Ideen, KI, Pläne und mehr News Shem ist […]

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(Neu) Gespielte Spiele im November 2025

05. Dezember 2025 um 05:44

Im Nachgang zur SPIEL'25 in Essen letzten Monat gab es natürlich bei der ein oder anderen Gelegenheit Neuheiten der Messe kennenzulernen. Unter anderem auf der Spielemesse in Stuttgart, wobei ich dort hauptsächlich als Erklärer unterwegs war und gar nicht so viel spielen konnte. Neu waren „Orbita“, „The Last Droids“, „Artengarten“ und „Meister Makatsu“. Online kam diesen Monat ein Crowdfunding-Spiel zum Einsatz, was mich dafür auch groß begeistern konnte: „Movers & Shakers“.

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Fromage

Von: Oliver
04. Dezember 2025 um 19:19

Fromage – Käse, fehlt nur noch Baguette und ein schönes Glas Wein als Begleiter und es wird ein schöner Abend. Savoir-vivre, ich bin Fan von französischem Käse und das hat sich ausgewirkt auf das Spiel.

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SPIEL-Diskussion „Analoge Spielkultur ernst nehmen!“ im Video

04.12.2025 - Die Spiele-Autoren-Zunft (SAZ) hat die Podiumsdiskussion „Analoge Spielkultur ernst nehmen!“ während der jüngsten SPIEL in Essen jetzt auf YouTube hochgeladen, wahlweise als 20-minütige Kurzfassung mit den wichtigsten Aussagen oder als komplette Dokumentation mit knapp 102 Minuten Dauer. Neben Spieleexpert/innen nahmen daran auch drei nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete von B90/Die Grünen, CDU und SPD teil. Letztere stellten fest, dass ihnen die gesellschaftliche Bedeutung analoger Spiele bisher so nicht bewusst gewesen sei und sie diese Erfahrung nun in den politischen Diskurs einbringen wollten.

#348 – Top 25 SPIEL-Neuheiten & Brettspiel-Adventskalender | Abenteuer Brettspiele Podcast

Von: Peer
03. Dezember 2025 um 12:59

#348 - Top 25 SPIEL-Neuheiten & Brettspiel-Adventskalender | Abenteuer Brettspiele PodcastIn der heutigen Podcast-Episode 348 blicke ich ein letztes mal auf die SPIEL 2025 zurück. Ihr erfahrt, was bisher meine Top 25 Messe-Neuheiten sind. Vorher gehe ich auf die vielen Online Brettspiel-Adventskalender ein, die gerade an den Start gegangen sind, unter anderem meinen eigenen, und ihr erfahrt, was es da zu gewinnen bzw. zu sparen […]

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CHRONIKEN VON DRUNAGOR

03. Dezember 2025 um 09:29

Es ist das bekannte Dilemma nach dem Ende einer großen Kampagne: Die Mischung aus Triumph und jener Leere, die ein abgeschlossenes Epos hinterlässt. Dungeon Crawler, das ist für mich immer eine heiße Liebe auf Zeit, denn glücklicherweise habe ich eine feste Runde von 3–4 Personen, die sich mit voller Begeisterung von einem in das nächste Abenteuer stürzt. Erst GLOOMHAVEN, dann MACHINA ARCANA…

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Die besten 5 Expertenspiele als Geschenk zu Weihnachten 2025

Von: Peer
03. Dezember 2025 um 08:04

Die besten 5 Expertenspiele als Geschenk zu WeihnachtenWas gibt es denn schöneres als die langen kalten Winterabende mit Freunden und Brettspielen zu verbringen? Genau, nichts. Deshalb habe ich heute die meiner Meinung nach aktuell besten 5 Expertenspiele als Geschenk zu Weihnachten 2025 zusammengetragen. Welche Expertenspiele das sind und warum ich euch diese als Weihnachtsgeschenk empfehle, erfahrt ihr im Folgenden. Viel Spaß. Die […]

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SPIEL DOCH! in Dortmund 2026: Vorverkauf gestartet / pre-sale started

02.12.2025 - Am 24. April öffnet auf dem Gelände der Messe Dortmund die SPIEL DOCH! in Dortmund zum mittlerweile siebten Mal ihre Pforten. Drei Tage lang heißt es dann wieder: Spielen was das Zeug hält!

Dieses Jahr nutzen wir erstmals die ganze Halle 4, um all die vielen kleinen und großen Aussteller, die das ganze Spektrum der Brett- und Kartenspielwelt abbilden werden, auch unterzubringen. Und da unsere Standflächen bereits nahezu ausverkauft sind, kann man sich auf viele altbekannte, aber auch einige neue Aussteller freuen, deren zahlreiche Neuheiten auf der SPIEL DOCH! zum ersten Mal öffentlich gespielt werden können!

Gewinner beim Brettspiel Pixel-Cover Quiz steht fest!

Von: Peer
02. Dezember 2025 um 08:09

In meinem Brettspiel Pixel-Cover Quiz könnt ihr euer Brettspiel-Wissen testen und dabei eine Menge Spaß haben. Im November habe ich ein Gewinnspiel veranstaltet, bei dem ihr ein Brettspiel gewinnen konntet. Heute erfahrt ihr, wer das Spiel gewonnen hat. Was ist das Brettspiel Pixel-Cover Quiz? Erstmal aber ein paar grundlegende Infos. Beim Brettspiel Pixel-Cover Quiz geht […]

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Green Team Wins

01. Dezember 2025 um 13:22

Green Team Wins

In Green Team Wins, der neuen Lokalisation vom PD-Verlag, dreht sich alles darum, auf der Gewinnerseite stehen. Ursprünglich bei 25th Century Games erschienen, ist das Partyspiel jetzt auch auf Deutsch erhältlich. Und wie der Name schon verrät, will hier jeder zum grünen Team gehören – denn das ist die Gruppe, in der jeder mehr Punkte bekommt.

Wir haben uns das Spiel für große Runden angesehen, bei dem nicht das richtige oder klügste, sondern das populärste Ergebnis am Spieltisch zählt.

Die Grundidee ist schnell erklärt: Alle Spielerinnen und Spieler bekommen ein kleines Whiteboard und schreiben simultan eine Antwort auf die offene Frage der aktuellen Spielkarte. Dabei gibt es drei verschiedene Fragetypen, die auf den Karten auftauchen. Bei „Entweder… oder“ wählt man zwischen zwei Möglichkeiten. „1, 2 oder 3“ präsentiert feste Antwortoptionen, von denen man die am wahrscheinlichsten gewählte notieren soll. Und bei „Mut zur Lücke“ sind Kreativität und Gruppengefühl gefragt – hier wird eine Lücke vor oder nach einem Wort gefüllt, etwa bei „Zauber_____“.

Sobald alle ihre Antwort aufgeschrieben haben, wird gleichzeitig aufgedeckt. Die Antwort, die am häufigsten vorkommt, ist die „gewinnende“. Wer sich dieser Mehrheit angeschlossen hat, wechselt (oder bleibt) auf die grüne Teamseite und erhält Punkte. Dabei lohnt sich Kontinuität: Wer bereits im grünen Team war und erneut die Mehrheit trifft, bekommt sogar zwei Punkte statt einem. Wer falsch liegt, wechselt ins oder bleibt im Team Orange – dort gibt es nichts zu holen. Angezeigt wird die aktuelle eigene Teamzugehörigkeit mit einem doppelseitigen farbigen Plättchen, dessen passende Seite man immer vor sich auslegt.

Das Spiel lebt vollständig von Gruppendynamik und Einschätzungsvermögen. Nicht gefragt ist, was du wirklich für die beste Antwort hältst, sondern was du glaubst, was die Gruppe sagen wird. So entwickeln sich schnell launige Diskussionen, Überraschungen und eine Menge Situationskomik. Eine Runde dauert rund 15 Minuten und besteht aus 15 Fragen – da werden sich manche als Meister der Gruppeneinschätzung profilieren, andere hingegen ständig zwischen Team Orange und Grün wechseln…

Besonders reizvoll ist das Spiel in großen Gruppen – bis zu zwölf Personen können mitspielen. Je mehr Spieler, desto unvorhersehbarer die Entscheidungen, desto spannender das Raten. Da keine Vorkenntnisse nötig sind und die Regeln in einer Minute erklärt sind, eignet sich Green Team Wins hervorragend für Spieleabende mit mehreren Genrerationen oder als Aufwärmer zu Beginn eines langen Brettspielabends.

Wer Spaß an Spielen wie So Kleever! oder Fun Facts hat, wird sich hier sofort zuhause fühlen. Green Team Wins punktet durch seinen Mix aus Quiz, Gruppendruck und Bauchgefühl – ganz ohne Leistungserwartung, aber mit Unterhaltungsgarantie.


Green Team Wins: Auf einen Blick

Title

Bei Green Team Wins versucht ihr, mit der beliebtesten Antwort ins grüne Gewinnerteam zu wechseln – ein lockeres Partyspiel vom PD-Verlag, das bei uns in größeren Gruppen besonders gut funktioniert hat.

Autor: Nathan Thornton | PD-Verlag | 2025 | bis 12 Personen | ab 10 Jahren | bis 15 Minuten


Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Brettspiel Medienschau November 2025

01. Dezember 2025 um 08:00

Ich schreibe nicht nur selbst, sondern konsumiere auch gerne und viel Brettspiel-Content von anderen. In dieser Rubrik findest du meine persönliche monatliche Medienschau, in der ich aus meiner Sicht besonders gelungene und/oder relevante Beiträge des vergangenen Monats würdige.Habe ich etwas übersehen oder hast du Vorschläge für den nächsten Monat? Bitte schreib mir gerne – zum Beispiel bei…

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Dezember 2025

Von: Tobias
01. Dezember 2025 um 06:12
Brettspielkalender 2025

Brettspielkalender 2025Wenn ich mir schon die Arbeit mache, jedes Jahr einen eigenen kleinen Brettspielkalender zu gestalten, dann kann ich diese Arbeit auch teilen. Deswegen nun der Dezember 2025 meines privaten Brettspielkalenders: Das Bild konntet ihr so noch in keinem Beitrag hier auf dem Blog finden. Denn über das Spiel habe ich ausführlich zusammen mit Jenny in Folge […]

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Aphorismus des Monats – 2025-12

Von: Tobias
01. Dezember 2025 um 00:12
orismus des Monats - Beitragsbild

orismus des Monats - BeitragsbildPolitische Bildung ist ein gern hinausposauntes Schlagwort, wenn es mal wieder darum geht, wie wir den Rechtsruck in der Gesellschaft eindämmen können. Leider wird aber nicht entsprechend gehandelt, weswegen unser Bildungssystem weiter mit Sparzwängen kämpfen muss. Schade, so finde ich zum Beispiel gefüllte Köpfe wichtiger als neue Autobahnen. In leeren Köpfen finden Versprechungen besseren Widerhall. […]

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Die überambitionierte Welt

30. November 2025 um 12:30
Kein schöner Start eines Artikels, wenn man mit einem Disclaimer beginnt, aber: Ich habe Vantage trotz Titelbild tatsächlich nicht gespielt. Das wäre blöd, wenn ich eine Rezension schreiben würde, aber zum Glück schreibe ich keine Rezension, sondern einen Blogartikel. Und für den hat Vantage (und die Berichterstattung darüber) den Anstoß gegeben. Vantage ist ein “Multiplayer […]

Verso

30. November 2025 um 11:28
Es gibt Spiele, die haben einfach einen kleinen, aber feinen Dreh. Verso (Alexis Allard & Joan Dufour / Strohmann Games) gehört genau in diese Kategorie. Eine Karte umdrehen und schon ändert sich nicht nur die eigene Auslage. Nein, auch die Pläne der Mitspielenden geraten schnell ins Wanken. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nur ein paar Karten
Ein Stapel aus Karten, jeweils mit einer von 3 unterschiedlichen Farben auf Vorder- und Rückseite,  Zahlenwerten von 1 bis 6 und Siegpunkten. Viel mehr braucht es nicht. Im eigenen Zug wandert die oberste Karte in die eigene Auslage. Bin ich mit der offenen Seite zufrieden, nutze ich diese. Oder aber ich wende die Karte und spiele damit auf Risiko. Gänzlich zufällig ist das Resultat allerdings nicht. Die Rückseite zeigt stets eine andere Farbe und eine benachbarte Zahl. Das ist insbesondere wichtig, weil ich keine 2 gleichen Karten in meiner Auslage haben darf. Ziehe ich eine Doppelte, wandert diese auf den Ablagestapel und der Zug ist verschwendet.
 
 
Zeit, an Punkte zu denken
Über Kurz oder Lang ist meine Auslage zu groß, passende Karten werden zunehmend unwahrscheinlicher. Zeit also, an Punkte zu denken. Anstatt eine weitere Karte zu ziehen, kann ich eine der farbigen Zahlenfolgen werten. Das bringt Punkte, allerdings muss ich zwei der genutzten Karten abwerfen. Da lange Reihen zudem mehr Punkte versprechen, ist an dieser Stelle das Timing entscheidend. Zumal das Werten einen weiteren Effekt hat. Denn meine Sitznachbarn müssen sofort ihre höchste Karte dieser Farbe umdrehen, was ihre Pläne gerne mal zerlegt. Und wem es gelingt, drei Reihen in drei Farben komplett auszufüllen, der bekommt ebenfalls ein paar Punkte. Ist der Nachziehstapel leer, zeigt sich, wer am cleversten gedreht, gesammelt und im richtigen Moment gepunktet hat.
 
Fazit
Verso ist eines dieser Spiele, bei denen die Regeln kaum Raum einnehmen, die Gedanken aber plötzlich um jede kleine Entscheidung kreisen. Das ständige Abwägen zwischen Sicherheit oder Risiko, das richtige Timing beim Werten und die Beobachtung der Mitspielenden erzeugen ein ruhige, aber dauerhafte Spannung. Dabei mischt sich Taktik immer wieder mit einer guten Portion Glück: Welche Karte gezogen wird, ob die Rückseite gerade passt, und ob eine Farbfolge entsteht, hängt wesentlich auch vom Zufall ab. Das kann durchaus zu Frustration am Tisch führen, wenn einfach gar nichts passen will.  Gleichzeitig macht genau dieser Zufall das Spiel aber auch lebendig und verhindert, dass es sich zu verkopft anfühlt. Gleiches gilt für die zwar überschaubare, aber alles andere als unbedeutende Interaktion. Frust und Schadenfreue liegen hier eng beieinander und schlussendlich hebt genau diese Mischung Verso aus der Masse ähnlicher Spiele hervor.
 

 

LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Von Spielzügen und Suppenkellen

30. November 2025 um 08:00

Von Spielzügen und Suppenkellen – wie man die Demokratie spielerisch schmackhaft macht.

Jan-Dirk Steffens

Jan-Dirk Steffens

Ich fange diese Kolumne gleich mal mit einem unpopulären Downer an: Die Demokratie ist in Gefahr. Und das immer wieder. Denn Obacht: Demokratie ist keine Option, die einfach so da ist, keine natürliche Tatsache. Demokratie muss gelebt, gelehrt und gefördert sowie von den jeweiligen Generationen immer wieder neu errungen werden. In Haltung und Sprache. In öffentlichen Diskursen. Und schließlich auch am heimischen Spieltisch. Doch wie genau sollen uns die bunten Schachteln, bedruckte Pappe und Holzklötzchen helfen, die Ausgestaltung der Demokratie zu leben und zu üben? Hier sind einige Gedanken zum Gelingen. 

Der Spieltrieb. Ein Motor, der unsere Entwicklung zum Homo sapiens erst so richtig ermöglichte. Schon Huizinga setzte in seinem anthropologischen Erklärungsmodell das Spiel in das Zentrum des menschlichen Seins. Das ist nun sehr kurz gefasst, aber ausgehend von diesem Kerngedanken schauen wir uns mal an, wie unser liebstes Hobby die Demokratie fördern, ja sogar beflügeln kann. 

Zunächst gilt es zu schauen, welche Kompetenzen wir denn brauchen, damit uns das köstliche Gericht der Demokratie gelingt – und hiermit willkommen im Beeple-Kochstudio. Man nehme ein großes Stück Sozialkompetenz, teile dies in Konfliktmanagement, Selbstwirksamkeit und Kooperations- sowie Kommunikationsfähigkeit. Da sich demokratische Systeme stets durch Gleichachtung und Wertschätzung auszeichnen, schmecken wir diesen Brocken noch mit Toleranz und Gleichheit ab. Denn: Am Spieltisch sind, je nach gewähltem Spiel, alle Spieler*innen gleich. Spielen ist auch immer ein In-Kontakt-bleiben, eine Interaktion, in der es gilt, den bitteren Beigeschmack der Frustration auszuhalten, ja, gar auch mal zu unterliegen. 

Wie gehen wir mit Niederlagen um?

Und hier kommen wir zu einer Geheimzutat, die das Spielen und etwaige zunächst negativ konnotierte Themenbereiche entkräften kann. Stichwort: Fehlerkultur. Wie gehen wir mit unseren Niederlagen um? Gehen wir in die Emotion und verlieren uns in heillosem Durcheinander? Das macht das Gericht sauer, das wollen wir nicht. Oder ist jemand anderes schuld an der persönlichen spielerischen Schlappe? Wohl kaum, denn auch Schuldzuweisungen verderben das Gericht. 

Viel spannender (und zuweilen konstruktiver) kann hier eine Analyse sein, ein „Was wäre, wenn …“. Eine gemeinsame Evaluierung der Spielzüge in einer harmonischen Melange eines Wir-Gefühls, das am Spieltisch entsteht. Eine Immersion der Zusammengehörigkeit, die unser soziales Wesen auf mehreren Ebenen anspricht. Und nicht zuletzt auch die Tatsache, einfach einen schönen Abend mit netten Menschen verbracht zu haben. Und das Spiel spricht dabei sämtliche Bereiche an: Ich bin selbstwirksam, wenn ich eigene Entscheidungen im Spiel treffen kann. Ich kommuniziere mit meinen Mitmenschen auf verschiedenste Art und Weise. Das Spektrum geht hier vom (un-)sinnigsten Trashtalk bis hin zu höchst anspruchsvollen Regeldiskussionen. Das schmeckt nicht nur dem Sozialwesen, sondern auch der Frucht der Personalkompetenz. Was da für Hormone ausgeschüttet werden – je nachdem, ob man gewinnt oder verliert: Adrenalin (beim Nervenkitzel und Mitfiebern), Dopamin und/oder Serotonin (beim Gewinnen oder anderen positiven Ereignissen) sorgen nicht nur für eine Achterbahnfahrt der Gefühle, Serotonin wirkt auch entspannend und motivierend. Und das alles im geschützten Rahmen des Spiels. Das alles in einer Runde, in der Einigkeit herrscht über das, was auf dem Tisch passiert. Und so manches Mal, wenn einem eine Regel nicht schmeckt, wird gemeinsam eine Hausregel entworfen. Ganz partizipativ. Miteinander. Um den Spielspaß zu erhalten. Das alles ist Demokratie, das alles sind Kompetenzen, die „mal eben so“ an den Spieltischen dieser Welt gefördert und gefordert werden. 

Geschichte verstehen

Und dann gibt es noch diese Spiele, die Sachkompetenzen vermitteln. Spiele wie Dindex, Weimar oder Friedrich Ebert, die ihren Fokus auf historische Ereignisse und/oder demokratische Prozesse und die Förderung politisch-analytischer Kompetenzen legen. Die klar aufzeigen, was passieren kann. Was bereits passiert ist. Und was wir dafür/dagegen tun können. Somit lernen wir. Wieder. In einem geschützten Rahmen. Wir nehmen Positionen ein, um zu verstehen, wir agieren anders, als wir es im Alltag tun würden. Um zu verstehen. Und all dies wieder – in einem geschützten Rahmen. 

Das Spiel gilt zurecht als immaterielles Kulturerbe, schafft es doch unter anderem, die Menschen auf unterschiedlichen Ebenen zu verbinden. Und nicht zuletzt, und damit kommen wir langsam zur Quintessenz dieser Kolumne, ist da, wo Menschen spielen, ein (zumeist) friedliches Miteinander. Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Darum ist es wichtig, diese bunten Schachteln mit dem bedruckten Papier und den Holzklötzchen auch weiterhin zur Förderung demokratischer Prozesse zu nutzen. Dann schmeckt auch die Zukunft. Wieder. Guten Appetit. 

– Jan-Dirk Steffens, Alles außer Toplisten

 

1. Advents-Woche – Abenteuer Brettspiele Adventskalender 2025

Von: Peer
30. November 2025 um 08:00

1. Advent - Abenteuer Brettspiele Adventskalender 2025Heute ist der 30. November und damit der 1. Advent. Heute startet mein Abenteuer Brettspiele Adventskalender 2025, bei dem ihr natürlich wieder etwas gewinnen könnt. Wie genau der Adventskalender funktioniert, was ihr in dieser ersten Advents-Woche gewinnen könnt und wie ihr teilnehmt, erfahrt ihr im Folgenden. Viel Spaß. Update: Die Gewinnerin der ersten Woche steht […]

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