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Die Hängenden Gärten

Im Brettspiel „Die Hängenden Gärten“ erschafft ihr vier Runden lang einen Garten aus Pflanzen, Tieren und Bewässerung, um das Königspaar zu beeindrucken und die meisten Punkte zu sammeln.

Die Hängenden Gärten

Ihr übernehmt die Rolle eines Gartenteams am Hof von König Nebukadnezar II. und gestaltet euren eigenen Garten. Ziel ist es, durch geschicktes Sammeln und Anordnen von eingesammelte Karten – mit Bäumen, Tieren und Blumen darauf – sowie durch erfüllte Ziele und funktionierende Bewässerung die meisten Punkte zu erzielen und das Königspaar zu beeindrucken.

Die Hängenden Gärten – so wird es gespielt:

Der Spielablauf ist dabei klar strukturiert: In jeder der vier Runden setzt ihr nacheinander eure drei Gärtner ein. Diese werden auf einem zentralen Tableau platziert, um Karten aus einer Auslage zu wählen. Je nachdem, aus welcher Zeile ihr eine Karte nehmt, ist die Karte umsonst oder ihr müsst dafür Werkzeugmarker abgeben. Die gewählte Karte wird anschließend direkt in euren persönlichen Garten eingebaut, der sich bei Spielende aus insgesamt zwölf Karten pyramidenartig zusammensetzen muss.

  • Errichtet euren Hängenden Garten mithilfe eures Gartenteams
  • Bringt die Karten in eine geschickte Anordnung und wertet sie mit Verschönerungen auf
  • Erfüllt königliche Ziele, um die meisten Punkte zu erreichen

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Diese Bauweise sorgt dafür, dass jede Entscheidung langfristige Auswirkungen hat. Die unterste Reihe legt das Fundament, während die oberen Ebenen gezielt darauf aufbauen. Dabei greifen die verschiedenen Wertungsarten ineinander: Tiere bringen Punkte, je nachdem, ob se in einer der drei „Etagen“ platziert wurden, Bäume bevorzugen Kombinationen aus derselben Art und Blumen entfalten ihr Potenzial in möglichst großen Gruppen gleicher Farbe. Gleichzeitig lohnt es sich, auf Karten mit Bonuseffekten zu achten, die zusätzliche Vorteile verschaffen können.

Die Hängenden Gärten
Die Hängenden Gärten

Ein Zug beschränkt sich jedoch nicht nur auf das Auswählen und Einbauen einer Karte. Nachdem der Garten erweitert wurde, wird die Auslage zunächst wieder aufgefüllt (alle bisherigen Karten rutschen einen Platz hinunter und werden dadurch billiger). Optional könnt ihr zudem Verschönerungen erwerben, die zusätzliche Punkte oder Effekte bringen, oder eines der ausliegenden königlichen Ziele erfüllen. Diese Ziele verlangen meist bestimmte Kombinationen – etwa eine bestimmte Anzahl an Tieren in einer Spalte deines Gartens – und sorgen dafür, dass ihr euren Fokus immer wieder neu ausrichten müsst.

Besonders interessant ist die Bewässerung: Jeder Spieler erhält zu Beginn einen eigenen Plan, der vorgibt, wie die Wasserversorgung im Garten angeordnet sein sollte. Wer es schafft, diesen Plan beim Bau einzuhalten, wird mit zusätzlichen Punkten belohnt. Dadurch entsteht ein weiterer strategischer Layer, der sich mit den übrigen Entscheidungen verzahnt und das Puzzle komplexer macht, ohne es unübersichtlich werden zu lassen.

Die Hängenden Gärten: Fazit und Wertung

Das Worker-Placement-Element in „Die hängenden Gärten“ sorgt für Interaktion: Die Plätze auf dem Tableau sind begrenzt, sodass ihr euch gegenseitig wichtige Optionen wegnehmen könnt. Gerade bei mehreren Spieler:innen verändert sich die Kartenauslage zwischen den eigenen Zügen deutlich, wodurch Planung zwar möglich bleibt, aber immer flexibel angepasst werden muss. In kleineren Runden ist die Situation besser kalkulierbar, während größere Gruppen für mehr Dynamik sorgen – wobei die Züge angenehm flott bleiben.

Aber klar: Es kann frustrierend sein, wenn man an der Reihe ist und einfach keine passenden Karten in Sicht sind.

Die Hängenden Gärten wirkt insgesamt vertraut, kombiniert bekannte Mechanismen wie Set Collection und Worker Placement aber so, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Das Spiel macht wenig neu, bleibt aber jederzeit zugänglich und lässt sich, trotz der Vielzahl an Wertungsmöglichkeiten, in etwa 10 Minuten erklären. Für erfahrene Spieler:innen könnte sich das Erlebnis nach mehreren Partien etwas repetitiv anfühlen, während Einsteigerinnen und Gelegenheitsspieler gerade die Mischung aus Übersichtlichkeit und kleinen Optimierungsentscheidungen schätzen dürften. Schöne Optik und angenehme Haptik des Spielmaterials!

Die Hängenden Gärten
Die Hängenden Gärten

Die Hängenden Gärten – auf einen Blick

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Ein zugängliches Worker-Placement-Spiel mit vertrauten Mechaniken, das durch viele Kombinationsmöglichkeiten und variable Wertungen genügend Abwechslung bietet, ohne dabei zu komplex zu werden.

Autoren: Grégory Grard, Matthieu Verdier | 2026 | Piatnik | 1 bis 5 Personen | ab 10 Jahren | bis 45 Minuten

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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The Druids of Edora

01. April 2026 um 12:05

The Druids of Edora ist ein Würfeleinsetzspiel, bei dem die Spieler als Druiden von Kultplatz zu Kultplatz ziehen, dort Würfel auf Aktionsfeldern platzieren und die entsprechende Aktion (Misteln sammeln, Zaubertränke brauen, Steintafeln nehmen, Stelen oder Menhire errichten, u. ä.) ausführen, welche ihnen auf die eine oder andere Weise Prestigepunkte bringen soll. 

Rating-Bomben auf BGG: Sind Brettspiel-Bewertungen überhaupt noch glaubwürdig?

vgwortEnde März kochten die Gemüter auf BoardGameGeek.com hoch. Der User Alex hatte seinen Unmut kundgetan, nachdem auch Brass: Pittsburgh fast 100 Ein- bis Zweisterne-Bewertungen erhalten hatte – als Protest gegen die Preispolitik von Roxley, dem verantwortlichen Verlag. Ähnliches war zuletzt bei mehreren Spielen passiert, was deutlich macht, dass es sich hier um ein grundlegendes Problem handelt. 

Abenteuer Brettspiele Awards 2025 – Das sind die 10 Sieger!

Von: Peer
01. April 2026 um 08:04

Abenteuer Brettspiele Awards 2025 - Das sind die 10 Sieger!Frühjahr ist Award-Saison, zumindest auf Abenteuer Brettspiele. Und so gibt es heute meine Abenteuer Brettspiele Awards 2025. Wie jedes Jahr zeichne ich meine Spiele-Highlights des vergangenen Jahres in insgesamt 10 Kategorien aus. Welche Kategorien das sind und welche Spiele gewonnen haben, erfahrt ihr im Folgenden. Das ist übrigens kein Aprilscherz. :-) Was sind die Abenteuer […]

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Brettspiel Medienschau März 2026 - Der monatliche Brettspiel Medienüberblick

01. April 2026 um 08:00

Ich schreibe nicht nur selbst, sondern konsumiere auch gerne und viel Brettspiel-Content von anderen. In dieser Rubrik findest du meine persönliche monatliche Medienschau, in der ich aus meiner Sicht besonders gelungene und/oder relevante Beiträge des vergangenen Monats würdige.Habe ich etwas übersehen oder hast du Vorschläge für den nächsten Monat? Bitte schreib mir gerne – zum Beispiel bei…

Quelle

April 2026

Von: Tobias
01. April 2026 um 06:04
Beitragbild Brettspielkalender 2026

Beitragbild Brettspielkalender 2026Wenn ich mir schon die Arbeit mache, jedes Jahr einen eigenen kleinen Brettspielkalender zu gestalten, dann kann ich diese Arbeit auch teilen. Deswegen nun der April 2026 meines privaten Brettspielkalenders: Das Bild konntet ihr so auch schon in meinem Beitrag zu CAMARGUE von Timo Diegel (erschienen bei ABACUSSPIELE) bewundern.

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Crime Maps - Das goldene Vermächtnis


Die Spieleautorin Sonja Klein hat sich auf Krimispiele spezialisiert und so erscheint auch ihr neuer Titel Crime Maps - Das Goldene Vermächtnis im auf das Genre Krimi spezialisierten Gmeiner-Verlag. Bei dem vorliegenden Spiel machen wir uns auf die Suche nach dem Goldschatz des legendären Piraten Klaus Störtebeker. 1-4 Personen können sich auf die Suche begeben und im Rahmen dieses Deduktionspieles kooperativ gegen das Spiel spielen. Los geht die Handlung im Museum für Hamburgische Geschichte. Hier wurde der Schädel des berühhmten Piraten sowie ein historischer Stadtplan gestohlen. Mit diesen beiden Hinweise machen wir uns auf die zehn Etappen währende Suche.
 

 
Crime Maps ist ein rein kartenbasiertes Spiel. Dies bedeutet, dass wir außer Karten keinerlei Spielmaterial haben. Insgesamt haben wir zehn Rätsel zu lösen. Jedes dieser Rätsel wird mit Hilfe einer Fallkarte, einer Rätselkarte und einer Fallkarte gelöst. Waren wir erfolgreich, so erhalten wir ein neues Set dieser drei Karten mit einem weiteren Rätsel. Auf der Fall-Karte wird dabei immer das Rätsel vorgestellt und ein wenig Flavour reingegeben. Weiterhin finden wir auf der Fallkarte auch Fragen welche wir beantworten sollen. Hinweise hierzu finden wir auf der Rätselkarte sowie der Landkarte. Letztere ist in Koordinaten unterteilt. Alle Antworten auf die Fragen lassen sich jeweils auf der Landkarte verorten und in Koordinaten umwandeln. Diese Koordinaten haben wir sodann mit einer Navigationskarte abzugleichen. Diese begleitet uns durch das Spiel und übersetzt die Koordinaten in Ziffernwerte. Die Addition aller Ziffernwerte des Falles ergibt in Summe die Nummer der nächsten Fallkarte. Habt ihr auf diesem Weg die richtige Fallkarte gefunden, so geht es mit einem weiteren Rätseln weiter. Nach zehn erfolgreichen Rätseln hat man das Spiel dann zu Ende gebracht und Störtebekers Schatz wohlmöglich gefunden.
 
 

 
Kommt man mal nicht mit einem Rätsel klar, so kann man zur Tipp oder Lösungskarten greifen und sich damit ein wenig helfen lassen. Am Ende führt jeder dieser Karten, welche man nutzt, aber zu Punktabzug. Der Spielerfolg bemisst sich nämlich durch die Anzahl der genutzten Hilfekarten. Nutzt man keine, so hat man einen perfekten Sieg errungen. Neben dieser quantitiven Einordnung spielt beim Spielerfolg bei so einem Spiel natürlich vor allem das Spielerlebnis rein. Meines Ermessens ist dies auch wichtiger, als der errungene Punktwert. Positiv habe ich bei Crime Maps die inhaltliche Einbettung empfunden. Dies gilt für die Geschichte, wie auch die Anknüpfung an reale Orte, Gegenstände und geschichtliche Ereignisse. Der Titel spielt sich allerdings total gradlinig. Es gibt kein Sidetracking. Die Geschichte muss in der vorgegeben Reihenfolge gelöst werden. De Anspruch der Rätsel empfand ich persönlich als sehr moderat und gut lösbar. Zur Einordnung: Ich spiele aber wirklich viele Sachen in diesem Feld. Wichtig finde ich bei Spielen dieser Art immer, dass die Rätsel immer gut nachvollziehbar sind, auch wenn man selbst mal nicht drauf kommt. Dies ist bei Crime Maps meinem Empfinden nach auf jeden Fall gegeben. Manchmal sucht man ein wenig länger auf der Landkarte bis man zur Lösung kommt aber ich hatte nie das Gefühl, dass ein Rätsel zu arg konstruiert war. Die grafische Gestaltung von Crime Maps würde ich als zweckdienlich beschreiben wollen. Sie tut nicht weh, haut aber wahrlich nicht vom Hocker. Will sagen der Titel ist eher mit einfachen Mitteln imgesetzt mit einem Ergebnis, welches man auch schon vor etlichen Jahren hätte so umsetzen können. Das ist sicher nicht State of the Art aber trotzdem total in Ordnung. Empfehlen würde ich Crime Maps eher Einsteigern in das Deduktionsgenre oder Menschen, welche eher moderate Rätsel bevorzugen. Besonders für Menschen, welche etwas mit lokalem Bezug zu Orten in Norddeutschland spielen oder verschenken wollen, könnte der Titel gut passen. Der Verlag empfiehlt das Spiel ab 14 Jahren. Meines Ermessens kommt in der Geschichte aber nichts vor, was so aufregend wäre, dass man den Titel nicht auch schon mit Kindern ab 10 Jahren spielen könnte. Das Spiel kommt in kompakter Box und bietet den Spielenden etwa 90-120 Minuten Spielspaß. Ein erneutes Spielen wird keine Freude machen. Man kennt dann ja alle Lösungen. Da sich das Material aber auch nicht abnutzt, kann man Crime Maps nach der Lösung des Falles wunderbar weiterverschenken.
 
 

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Crime Maps - Das goldene Vermächtnis

Autor: Sonja Klein

Erschienen bei Gmeiner-Verlag

Für 1-4 Personen ab 14 Jahren.

Spieldauer etwa 90-120 Minuten

 

Sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (Gmeiner-Verlag)

 

Aphorismus des Monats – 2026-04

Von: Tobias
01. April 2026 um 00:04
orismus des Monats - Beitragsbild

orismus des Monats - BeitragsbildIch weiß nicht, warum mir beim Aphorismus des Monats 2026-04 insbesondere eine aktuelle deutsche Regierungspartei in den Sinn kommt, welche in der Vergangenheit die größten Steuerdebakel produziert hat (hust ... Maut ... Masken...hust) und sich nun über Politikverdrossenheit wundert? Dass niemand mehr Ideale habe,beklagen am lautesten diejenigen,die sie zerstört haben. Jacques Wirion

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Neue Müllverordnung erhöht Kosten für Brettspiele drastisch - jetzt ist Zeit für Protest!

Ab Juli 2026 sollen Brettspiele in Deutschland unter das Label „Grüner Punkt“ fallen, weil die Verordnung über die Rücknahme und Verwertung von Plastikspielzubehör überarbeitet wurde. Die Überarbeitung des Gesetzes, die sich im Bundestag unter der sogenannten Drucksachennummer BR-Drucksache 187/26 versteckt, bedeutet für uns alle gravierende Änderungen.vgwort

Meine Hot Streak Erstpartie: Spaß ist, was Ihr daraus macht

Von: ravn
31. März 2026 um 16:34

Mehr Spielzeug und Eyecatcher als ernstzunehmendes Spiel? Wer das so sieht, hat eventuell völlig falsche Erwartungshaltungen an das turbulente Maskottchenrennen in der lokalisierten Version von Strohmann Games. Ganz sicher nicht für jede Runde geeignet, die ein Partyspiel erwartet, aber dann doch mehr Klamauk bekommt als erhofft. Ich selbst bin zwiegespalten trotz eindeutiger Meinung.

Hot Streak will auffallen. Das fängt bei der Spieleverpackung mit Blick auf die überdimensionalen Maskottchen in ihrer Plastikvitrine an, geht über das aus der Schachtel herausziehbare überlange Spielfeld als Laufstrecke und endet schließlich beim Siegerpodest hoch oben auf der Spieleschachtel. Dabei hätte der Ursprungsverlag CMYK das kurzweilige Wett- und Rennspiel auch ganz anders gestalten können. Mit Fokus auf den spielerischen Kern und weniger auf opulente Optik mit Gimmick-Faktor. Denn wäre der Verkaufspreis von knapp 50 Euro sicher auch niedriger ausgefallen. Für ein Partyspiel eh schon an der oberen Grenze. Dafür bekommt Ihr allerdings auch ein besonderes Spiel von einem Verlag, der sich einfach zu lernende, aber schwierig zu vergessende Spiele auf seine Fahnen geschrieben hat.

Strohmann Games hat Hot Streak lokalisiert, den Titel allerdings beim Original belassen. Dass es auch anders geht, hat Asmodee mit Turbo Flitzpiepen 2000 vorgemacht. Auch ein CMYK-Spiel, das Ihr wohl eher als Eigenimport unter dem Namen Magical Athlete kennt und eventuell auch lieben gelernt habt. Als Partyspiel, in dessen Kerbe ebenso Hot Streak schlägt. Aber noch ein Wort zu Lokalisation, mit der ich nicht ganz so glücklich bin. Da wird in der Anleitung von „glücklosen Spielsüchtigen“ geschrieben und auch die abschließenden Kurzlebensläufe nach dem Geldgewinn bei Spielende habe ich als ein Humor empfunden, der mir eher im Hals stecken bleibt. Beispiel gefällig? „59$: Du kaufst dir ein Seil. Man kann einfach nie genug Seile besitzen.“

Im Original klingt das anders, aber lustig ist dann doch irgendwie anders, nicht so erzwungen. Dort sind wir ein „degenerate gambler“ und wünschen uns von unserem Gewinn „You get yourself some rope. You can never have too much rope!“. Das Zitat könnte ich mit etwas Wohlwollen Samweis Gamdschie aus Herr der Ringe zuordnen oder eben auch der mordiben Redewendung „Give someone enough rope (to hang themselves)“. Entscheidet selbst, was für Euch passender zum Spielgefühl von Hot Streak passt. Wirklich gelacht hat in unserer Runde keiner darüber.

Aber eventuell bin ich auch voreingenommen. Denn mein Erstkontakt mit meiner selbst gekauften Ausgabe von Hot Streak in der lokalisierten Version war kein wirklich gutes Erlebnis. Eine Enttäuschung aufgrund der mit deutlichen Mängeln behafteten Materialqualität trifft es wohl eher. Für 45 Euro im freien Handel hatte ich schlicht mehr erwartet. Bekommen habe ich hingegen ein Exemplar, dessen gelbe Plastikleiste, die als Zughilfe für die Rennstrecke dient, nicht entgratet und eher schief improvisiert als gerade abgeschnitten war. Zudem war die planenartige Rennstrecke ebenso schief umgetackert, sodass diese sich an den Rändern unschön verzog und sichtbar aus der Zughilfe-Schiene herauszog. Da hat anscheinend jemand daran gewerkelt. dem das Endergebnis egal war. Made in USA steht auf der Verpackung.

Weiter geht die Negativfahrt leider mit einer ausgebeulten Spieleverpackung, weil die Pappfaltung keinen Halt dagegen bieten kann und die Materialschublade mit den restlichen Spielkomponenten wuchtig dagegendrückt. Zum Transport war eben dieses Spielmaterial mit arg strammen Einmachgummis um schnürt, die sich in meine Papp-Wettscheine gedrückt und Spuren für die Ewigkeit dort hinterlassen haben. Das Spielgeld als leicht gummiertes Papier war angeknickt, weil die Ecken keinen Schutz vor dem Schwergewicht des Spielkartenpäckchens hatten. Dass die deutschsprachige Spielanleitung dann noch zu groß ist, wie schon in der inzwischen verbesserten Erstauflage der Originalversion, rundet das Gesamtbild nur noch ab. Für ein 25-Euro-Gimmick hätte ich da beide Augen zugedrückt und nichts gesagt, so ist es für mich ein Reklamationsfall. CMYK soll ich laut Rückmeldungen auf Boardgamegeek da wirklich kulant zeigen, mal sehen, ob Strohmann Games dort mithalten kann.

Vor dem Wochenende nach Online-Kauf konnte ich es sowieso nicht beheben lassen, umso gespannter war ich, ob Hot Streak denn zumindest auf dem Spieltisch überzeugen würde können. Wir haben eine Partie zu fünft gespielt. Phasenweise kam dabei durchaus Laune auf. Allerdings lag das eher an der enthusiastischen Kommentierung der gezogenen Bewegungskarten und weniger am Spiel selbst. Wir begleiteten das mit entsprechendem Gejohle und Anfeuerung unserer aufgrund der Wetten bevorzugten Maskottchen. Eine Gaudi wurde es erst dadurch, dass wir es gemeinsam zu einer Gaudi gemacht haben.

Die folgenden zwei Rennen unserer Partie waren da schon deutlich gebremster in der Mitmach-Laune. Wohl auch, weil sich das Spielgeschehen wiederholte und der eigene Einfluss durch das Reinmischen einer eigenen Handkarte in den Zugstapel doch eher gering war. Zu schnell wurde uns klar, dass wir uns hier etwas selbst vormachen und auch wohl müssen, um den Spaßfaktor hochzuhalten.

Genau deshalb kann ich Hot Streak fernab aller optischen Eye-Catcher-Momente und in Ignorierung aller Qualitätsmängel meines Exemplars nur für Spielrunden empfehlen, die als Gruppe die drei Rennen einer Partie zur Party machen wollen und dabei auch entsprechenden Einsatz zeigen. Wer da nicht jubelnd und johlend aus sich herausgehen mag, weil es einem nicht liegt, ist hier leider fehl am Platz oder andersherum gesagt, Hot Streak ist für solche Spielrunden kein geeignetes Spiel.

Ich selbst werde Hot Streak noch in anderen Gruppenzusammensetzungen spielen, aber meine Zweifel bleiben, dass wir hier leider kein Spiel haben, das von sich aus den Spielspaß erzeugen und tragen kann. Dazu ist es dann doch zu banal. Nur wenn die Mitspieler die Hauptlast der Gaudi selbst bringen müssen, wozu dann überhaupt Hot Streak spielen?

Im direkten Vergleich gefällt mir Magical Athlete, ebenfalls von CMYK und später im Jahr denn lokalisiert von Asmodee wesentlich besser. Eben weil dort die arg unterschiedlichen Charaktere mit ihren schrägen Sondereigenschaften in immer neuen Kombinationen für ein Spielerlebnis sorgen, das jedes Mal erfrischend neu wirkt. Hier bei Hot Streak rennen immer die vier selben Maskottchen, die keinerlei eigene Eigenschaften fernab der zufällig im Spiel vorhandenen Bewegungskarten haben, die immergleiche Rennstrecke entlang. Zwar ist das Renngeschehen auch hier mehr als chaotisch, aber durch den eigenen Würfel bei Magical Athlete fühlte sich das für mich weitaus weniger fremdgesteuert an, obwohl es vergleichbar zufällig ist, wie sich das alles im Zusammenspiel und Zusammenstoß auswirkt.

Magical Athlete bietet für mich mehr Spiel und Spielsubstanz, während die Gaudi durch die Situationskomik der Charaktere selbst entsteht und wir darauf reagieren. Das trägt für mich mehr und deshalb würde ich in Gruppen, von denen ich weiß, dass die nicht die absoluten Wir-machen-aus-jeden-Spiel-unsere-eigene-Party-Fraktion sind, eher Magical Athlete vorziehen. Schade um den kreativen Ansatz von Hot Streak. Aber wenn es um Wett- und Rennspiele geht, wäre das gute und alte Camel Up eine Alternative, die noch in so manchem Spieleschrank schlummert. Sogar mit Spiel des Jahres Auszeichnung.

beeple Osterauktion zugunsten der Kinder Krebshilfe

31. März 2026 um 11:17
Ostern 2026Auch dieses Jahr versteigern die Mitglieder des beeple-Netzwerks wieder Spiele, die größtenteils aus dem eigenen Bestand zur Verfügung gestellt werden. Ergänzt wird das Angebot durch Spenden von Autoren und Verlagen, die ebenfalls tolle Pakete geschnürt haben. Der Erlös geht dieses Jahr an die Deutsche Kinder Krebshilfe. Ihr habt so die Möglichkeit, an einige besondere Titel […]

Brettspieltag in Wiesbaden

31. März 2026 um 08:09
Am Samstag, 18. April 2026, findet in Wiesbaden ein offener Brettspieltag statt. Veranstaltet wird er von unserem Partner „Spiel und Kultur“. Ich, Sebastian Wenzel, bin nicht nur der Kopf hinter dem Brettspieljournal kulturgutspiel.de, sondern auch aktiv im Verein „Spiel und Kultur“. Am Samstag, 18. April 2026, veranstalten wir in Wiesbaden in der Martin-Luther-Gemeinde, Sartoriusstraße 16, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofes, unsere nächste BrettSpielZeit. Das ist ein offener Brettspieltag, bei dem bis zu 200 Personen gleichzeitig vor Ort kostenlos spielen können. Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ können von 11 bis 18 Uhr Kinder ab vier Jahren, Jugendliche, Erwachsene und

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Gern gespielt im März 2026

MASSENWEISE MONSTER: Je mehr ich mir vergegenwärtige, was Menschen so tun, desto weniger spricht gegen Monster.

MOON COLONY BLOODBATH: … Aber die Mondkolonie ist ein großer Erfolg. Da will ich mal nichts gesagt haben.

REBIRTH: Oder falls doch nicht: Egal. Man kann alles ganz leicht wieder aufbauen.

ABROAD: Oder abhauen.

DITO: Oder gemeinsam abhauen.








UND AM LIEBSTEN GESPIELT IM MÄRZ:

KREATUREN KARAWANE: Solospiele langweilen mich meistens, weil ich allein spielen muss. Die Lösung: Solospiele zu mehreren.





Was starke Themen mit Flechterei zu tun haben

30. März 2026 um 18:30
Thematische Spiele werden dafür gelobt, dass sie für immersive Spielerlebnisse sorgen. Sie beflügeln unsere Vorstellungskraft heißt es. Das einfache Ausspielen einer Karte oder das Setzen einer Figur ist mit so viel visuellem Flair und begrifflichen Verweisen gespickt, dass man gar nicht anders kann als sich vorzustellen wie man gerade das tut was auf der Karte […]

Origin Story (Hero Story)

Von: Krys
30. März 2026 um 17:56

Origin Story stellt die Entstehungsgeschichte eines Superhelden in den Mittelpunkt. Über mehrere Kapitel hinweg entwickelt sich die eigene Figur vom unbekannten Charakter hin zu einem Helden mit individuellen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Dabei entstehen nicht nur spielerische Kombinationen, sondern auch

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15 Jahre Awards vs. BGA – (noch) eine Datenanalyse - Was treibt die geloggten Partien bei BoardGameGeek an?

30. März 2026 um 16:13

Nachdem ich letzte Woche meinen Beitrag zu Brettspiel-Awards und deren Wirkung auf Bewertungen bei BOARDGAMEGEEK (BGG) veröffentlicht hatte, erreichten mich zahlreiche Rückfragen und Anregungen aus der Leserschaft. Offensichtlich bin ich nicht der Einzige, der sich nachts für Statistik begeistert. Eine der zentralen Fragen lautete: Beeinflussen Awards eigentlich auch die Anzahl der geloggten…

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SWAMS #82: Von Hölzchen auf Stöckchen

Von: Gnislew
30. März 2026 um 15:00
SWAMS #82: Von Hölzchen auf Stöckchen Blogspiele Gnislew

Heute gibt es eine Folge in der wir ein wenig von Hölzchen auf Stöckchen kommen und dennoch über viele interessante Dinge reden! Hört rein und lasst Euch diesmal ein wenig überraschen, was so auf Euch zukommt.

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LETZTENS … die Beeple-Kolumne: Frühjahrsputz

30. März 2026 um 08:00
Dominik Zöllner

Dominik Zöllner

Es ist mal wieder über mich gekommen. Auf meinem Brettspielwochenende Ende Februar habe ich zum zweiten Mal Thunder Road Vendetta gespielt und bin danach schwach geworden. Eigentlich wollte ich auch Magical Athlete direkt mit ordern, aber das ist derzeit ausverkauft. Ist aber wohl auch besser so, denn bereits für ersteres musste das Regal etwas umgeräumt werden, damit es passt. 

Und damit sind wir bei dem, was ich überhaupt meine: die Trennungssehnsucht. Während mir der Erwerb neuer Spiele durchaus Spaß macht, ist das beim Verkaufen genauso. Ein bis zweimal im Jahr überkommt es mich, und ich möchte Spiele loswerden. Denn ohne gibt es bei mir keine neuen. Wenn das Regal voll ist, ist kein Platz für neues. Bisher konnte ich das Konzept gut einhalten. Gleichzeitig ist mit jedem verkauften Titel auch ein kleines Befreiungsgefühl gekommen. Wie oft stehe ich vor dem Regal und denke mir, so viel, was mal wieder gespielt werden könnte und trotzdem wird es wieder das, was vor kurzem noch gespielt wurde. Zieht es aus, fühlt es sich gut an. Es bekommt woanders die Chance gespielt zu werden. 

Aber diesmal ist etwas anders. Durch den öffentlichen Spieletreff, den ich inzwischen organisiere, denke ich anders darüber nach, was ich mit den Spielen mache. Manche übergebe ich in die dortige Sammlung, wenn ich sie hierfür geeignet halte. Andere, besonders kleinere, lege ich an die Seite. Diese sollen im Rahmen eines Events verlost werden. Während es mich sonst freute, dass ich für die Spiele wen gefunden habe, konnte ich letztes Jahr erstmals erleben, wie sehr sich andere über kleine Gewinne gefreut haben. Das gibt mir noch mehr, und da verzichte ich auch gerne auf die paar Euro, die ich für solch ein Spiel erhalten könnte. 

Und noch etwas ist anders. Zum einen überlege ich erstmals zwei „Big Boxen“ zu verkaufen, obwohl ich die Spiele grandios finde. Aber sie werden überhaupt nicht mehr gespielt. Zum anderen habe ich ernsthaft überlegt, ein paar der Lacerdas zu veräußern. Dabei gilt hier das gleiche – und gleichzeitig finde ich meine fast vollständige Sammlung schön. 

Es ist auch gar nicht so, dass der Platz direkt wieder schnell gefüllt wird. Oftmals dauert es einige Monate, bis das Regal sich seiner Kapazitätsgrenze nähert. Bis dahin genieße ich das Gefühl, hier und dort ein paar Lücken zu haben. 

Wie ich damit nun genau umgehe weiß ich nicht. Es ist wohl wie beim Frühjahrsputz im Haus. Zieht der eine Karton, der seit Jahren nur mit „brauchen wir bestimmt noch mal“ doch endlich aus? Bisher habe ich noch kein Spiel vermisst, das die Sammlung verlassen hat. Ich bin jedenfalls gespannt, wie Zukunfts-Dominik das lösen wird. 

– Dominik Zöllner, www.brettspielgalaxie.de

Ostereier-Suche Woche 1 & Brettspiele gewinnen

Von: Peer
30. März 2026 um 07:05

Ostereier-Suche Woche 1 auf Abenteuer Brettspiele & Brettspiele gewinnenBald ist Ostern und deshalb lade ich euch heute zu einer Ostereiersuche hier auf meiner Website ein. Ich habe in meinem Oster-Gewinnspiel in der ersten von 2 Wochen insgesamt 6 Ostereier auf meiner Website versteckt und gebe dazu 6 Hinweise. Wer alle 6 Ostereier in dieser Woche findet, nimmt an der Verlosung von 3 aktuellen […]

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