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Nacht im Zoo: Albis Familienspiel im Handel

31. Oktober 2026 um 12:50
Nacht im Zoo: Albis Familienspiel im Handel

Albi bringt mit „Nacht im Zoo“ (Night at the Zoo) sein Tile-Drafting-Familienspiel (man wählt Plättchen aus einer gemeinsamen Auslage) von Tomáš Holek jetzt in den deutschen Handel. Die deutsche Ausgabe feierte laut Brettspiel-News ihren Europa-Start zur SPIEL Essen 2026, samt der Erweiterung „Nachzügler“, die Auslieferung an den Handel läuft jetzt an. Für Familien, die auf der Messe noch nicht zugeschlagen haben, ist das der konkrete Anlass, jetzt noch einmal hinzuschauen.

Tiere auf nächtlicher Wanderschaft

Thematisch geht es um Ausbruch statt Einbruch: Laut BoardGameGeek sind nachts heimlich Tiere aus dem Zoo entwischt und müssen vor Tagesanbruch zurück ins Gehege, bevor die Wärter es merken. Jede Partie zieht laut Brettspiel-News drei zufällige Tierarten mit Schwierigkeitsstufen von 1 bis 4 „Monden“, zusammen mindestens sechs. Passend zum nächtlichen Setting gehören laut BGG-Komponentenliste leuchtende Elemente zur Ausstattung, die im Dunkeln nachglühen. Jede Spielerin und jeder Spieler steuert neun Figuren, drei pro Art, und jede Art bewegt sich anders: Der Pinguin rutscht in eine Richtung, bis keine Plättchen mehr kommen, die Schlange bewegt sich nur in Blickrichtung und braucht einen eigenen Zug zum Drehen. Diese Vielfalt an Bewegungsmustern ist für ein Familienspiel mit nur 30 Minuten Spielzeit ungewöhnlich kleinteilig, für uns aber genau der Reiz: Wer die Eigenheiten der Tiere einmal verstanden hat, plant seine Züge gezielter statt nur Plättchen zu sammeln. Mit der Erweiterung kommen bis zu neun verschiedene Bewegungsregeln ins Spiel, ob dafür eine Referenzkarte am Tisch liegt oder sich die Runde alles merken muss, sagt keine der Quellen. Die Altersempfehlung ab 10 wirkt angesichts dieser Vielfalt für uns nachvollziehbar, die Verlagsangabe von 30 Minuten dürfte bei Kindern, die die Muster erst lernen, eher Richtung 45 Minuten gehen, zumal die Grundregeln zwar schnell erklärt sind, neun Tiere mit je eigener Bewegung aber Zeit zum Setzen brauchen.

Nacht im Zoo: Albis Familienspiel im Handel

Der Kniff mit den Resten

Gespielt wird über Drafting aus einer gemeinsamen Auslage. Nach fünf Zügen pro Runde werden die nicht gewählten Plättchen am Rand gesammelt, und am Rundenende zählt laut Brettspiel-News die häufigste Geländefarbe unter diesen Resten: Alle Tiere auf diesem Gelände ziehen gratis einen Schritt. Wer also plant, nimmt nicht nur die eigenen Plättchen ins Visier, sondern auch, welches Gelände bei den Resten übrig bleibt, und steuert damit indirekt mit, welche Tiere der Konkurrenz vorankommen. Dass die eigene Wahl so auch der Gegenseite helfen kann, ist nicht sofort selbsterklärend und kann besonders jüngere Mitspielende am Anfang verwirren, bis das Prinzip einmal sitzt. Ob die Geländetypen auf den Plättchen zusätzlich über Symbole oder Formen erkennbar sind und nicht nur über die Farbe, sagt keine der Quellen, ebenso wenig, wie sich die Figurensätze mehrerer Spielender bei vier Personen am Tisch unterscheiden.

Nachzügler bringt vier neue Tiere

Die Erweiterung „Nachzügler“ fügt laut Verlag vier neue Tiere hinzu, darunter Krokodil, Erdmännchen, Affe und Schildkröte, jedes mit eigenem Bewegungsmuster, „einige dieser Neuankömmlinge bewegen sich auf kompliziertere Weise“. Die Nachfrage war offenbar groß: Sowohl Grundspiel als auch Erweiterung sind bei mehreren Händlern aktuell ausverkauft, ein Nachdruck wird laut Brettspiel-News im November 2026 erwartet. Laut Brettspiel-News reicht das für Platz 7 in der eigenen Top-20-Liste der meisterwarteten SPIEL-Neuheiten, berechnet aus der BGG-Vorschauliste mit 289 Must-have- und 1.010 Interested-Stimmen, keine von BGG selbst veröffentlichte Rangliste. Wer allein spielt, bekommt es laut Brettspiel-News mit dem Solo-Gegner Leo zu tun: Er nimmt per eigenem Plättchen Teile aus der gemeinsamen Auslage, ein eigenes Tableau hat er nicht. Zu Schriftgröße oder Kontrast auf den fünfzehn Plättchen und den Tierkarten äußert sich keine der Quellen.

Eckdaten zu Nacht im Zoo

  • Spielerzahl: 1 bis 4
  • Spielzeit: 30 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Designer: Tomáš Holek (Illustration: Tereza Kovandová)
  • Verlag: Albi
  • Preis: 34,99 Euro (Grundspiel), 19,99 Euro (Erweiterung Nachzügler), beide aktuell ausverkauft, Stand 31.10.2026
  • Komplexität: 2,11 von 5 (BoardGameGeek)

Für wen sich der Zoo-Ausbruch lohnt

Mit einem BGG-Gewicht von 2,11 ist „Nacht im Zoo“ für uns ein klassischer Familientitel, dessen Grundregel in wenigen Sätzen erklärt ist. Wer mit Kindern spielt und Tierlogik statt Würfelglück mag, sollte sich den Nachdruck im November vormerken, aktuell ist das Spiel ausverkauft.

Prag im Verborgenen: Worker-Placement auf Deutsch

31. Oktober 2026 um 11:14
Prag im Verborgenen: Worker-Placement auf Deutsch

BSL Games bringt mit „Prag im Verborgenen“ die deutsche Erstausgabe von „Prague Unseen“ heraus, einem tschechischen Worker-Placement-Eurogame von Jindřich Pavlásek, Michal Peichl und Petr Vojtěch. Die deutsche Ausgabe kam laut Die Spieledinos zur Saison der SPIEL Essen 2026 in den Handel, zum ersten Mal überhaupt ist das Original damit auf Deutsch verfügbar. Dass ein tschechisches Eurogame überhaupt diesen Sprung auf den deutschen Markt schafft, ist für uns schon allein deshalb eine Meldung wert.

Vier Fraktionen gegen das Hochwasser

Thematisch steckt „Prag im Verborgenen“ tief in der Stadtmythologie: Laut BoardGameGeek spielt es im mythischen Prag des 19. Jahrhunderts, in dem Fabelwesen frei durch die Straßen ziehen. Gespielt werden vier Fraktionen, hilfreiche Golems, listige Hornträger, die den Reichtum der Stadt kontrollieren, geschickte Roboter und eigenwillige Vodniks (Wassergeister der slawischen Sage), die gemeinsam die Vltava beruhigen und das überflutete Stadtzentrum wiederaufbauen sollen. Jede Fraktion bringt dabei laut BGG eigene, einzigartige Fähigkeiten mit, eine Gleichmacherei zwischen den vier Seiten gibt es hier also nicht. Der Kampf um Einfluss läuft über vier Stadtviertel, Gebietsmehrheiten entscheiden laut BGG-Mechanik-Liste mit darüber, wer am Ende welchen Teil der Stadt kontrolliert. Dazu kommen laut BGG-Beschreibung vier eigenständige „Mini-Spiele“, die jeweils ein Stück Prager Sagengeschichte nacherzählen, statt nur eine einzelne große Regel durchzuziehen.

Ein Spielplan, der mit jeder Partie wächst

Mechanisch handelt es sich um ein Worker-Placement mit vier unterschiedlichen Arbeiter-Typen (BGG nennt die Mechanik explizit „Different Worker Types“), die laut Cliquenabend je eigene Aktionsmöglichkeiten freischalten. Die Besonderheit: Das Spielfeld entsteht erst während der Partie, durch den Wiederaufbau entstehen laut Die Spieledinos „immer neue Einsatzfelder, sodass sich der Spielplan nach und nach entwickelt und keine Partie der anderen gleicht“. Mechaniken, die den Spielplan erst während der Partie aufbauen, sind unter Eurogames kein Novum, die enge Verzahnung mit der Prager Mythologie macht den Dreh hier aber eigenständig. Einen Solo-Modus gibt es laut BGG-Mechanik-Liste und dem BSL-Shop ebenfalls, Details zur Automa-Mechanik nennt aber keine der vorliegenden Quellen. Auch dazu, wie sich die vier Fraktionen zu zweit im Vergleich zu viert spielen, sagt keine Quelle etwas.

Prag im Verborgenen: Worker-Placement auf Deutsch

BSL Games bringt ein tschechisches Nischenspiel

Für uns ist „Prag im Verborgenen“ auch deshalb bemerkenswert, weil BSL Games bislang in unserer Berichterstattung noch nicht vorkam. Die deutsche Ausgabe kostet laut BSL-Games-Shop 54,95 Euro und ist aktuell nur als Vorbestellung zu haben, ein konkretes Lieferdatum nennt der Shop nicht. Zum Vergleich: In den USA vertreibt Capstone Games den Originaltitel für 69,99 US-Dollar, derzeit ebenfalls ausverkauft.

Eckdaten zu Prag im Verborgenen

  • Spielerzahl: 1 bis 4
  • Spielzeit: rund 120 Minuten (BGG nennt exakt 120, Die Spieledinos 90 bis 120)
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Designer: Jindřich Pavlásek, Michal Peichl, Petr Vojtěch
  • Verlag: Albi (Original), BSL Games (deutsche Ausgabe)
  • Preis: 54,95 Euro (deutsche Ausgabe, Stand 31.10.2026)
  • Komplexität: 3,21 von 5 (BoardGameGeek)

Lohnt sich der Blick nach Prag?

Mit einem BGG-Gewicht von 3,21 und rund zwei Stunden Spielzeit richtet sich „Prag im Verborgenen“ für uns klar an Kennerinnen und Kenner, nicht an den schnellen Spieleabend. Wer wachsende Spielpläne und eigenständige Fraktionsfähigkeiten mag, bekommt hier zudem ein Setting, das wir angenehm abweichend von den üblichen Mittelalter- und Fantasy-Kulissen finden.

Rebirth gewinnt den italienischen Gioco dell'Anno 2026

31. Oktober 2026 um 09:50
Rebirth gewinnt den italienischen Gioco dell'Anno 2026

Reiner Knizias Legespiel Rebirth (Mighty Boards/Cranio Creations, deutsche Ausgabe bei Frosted Games) hat beim Lucca Comics & Games Festival den Gioco dell'Anno 2026 gewonnen, Italiens seit 1991 vergebenen Hauptpreis für das beste Brettspiel. Die Jury gab die Entscheidung laut Brettspielbox am 30. Oktober 2026 bekannt, Rebirth löst damit den Vorjahressieger Botanicus ab.

Der dritte große Titel für Rebirth

Für uns ist das die nächste Bestätigung für ein Spiel, das wir schon mehrfach begleitet haben: Im Juli 2026 gewann Rebirth bereits das Kennerspiel des Jahres 2026 und machte Knizia damit zum ersten Autor, der alle drei Jury-Preise im Regal hat. Erst Mitte Oktober legte Frosted Games zur SPIEL Essen 2026 noch einen Promo-Pack zu Rebirth auf. Mit dem Gioco dell'Anno kommt nun die internationale Bestätigung hinzu, diesmal von Italiens traditionsreichstem Brettspielpreis statt von einer deutschen Jury.

Frosted Games doppelt im Rennen

Unter den Nominierten für den Gioco dell'Anno stand mit Thunder Road: Vendetta ein weiterer Titel, den Frosted Games auf Deutsch vertreibt, in diesem Fall ein chaotisches Würfelspiel mit Auto-Rennen und Schussduellen von Restoration Games statt Knizias ruhigem Legespiel. Komplettiert wurde die Nominierungsliste laut Brettspielbox durch Art Society (Giochi Uniti/HUCH!), Bomb Busters (Ghenos Games/Pegasus) und Echoes of Time (Cranio Creations/Feuerland), Rebirth setzte sich also gegen ein breites Feld durch. Den separaten Preis Board Game Designer of the Year 2026 holte sich derweil Paolo Mori. Nominiert waren daneben Bruno Cathala, Johannes Goupy, Tomáš Holek und auch Reiner Knizia, gewonnen hat er diesen Titel aber nicht.

Was Rebirth auf dem Tisch tut

Rebirth schickt zwei bis vier Spielende als Clananführer in ein wiederaufgebautes Schottland oder, auf der Spielplanrückseite mit eigenen Mechaniken, nach Irland: zwei Partien in einer Box, ein Wiederspielwert-Argument gerade für Vielspieler. Thematisch spielt das nach einer Reihe von Katastrophen: Frosted Games beschreibt das Setting selbst als hoffnungsvolles, postapokalyptisches Solarpunk-Thema, in dem die Clans ihre Gesellschaft im Einklang mit der Natur wiederaufbauen. Pro Zug legt man ein Plättchen aus dem eigenen Vorrat auf den Hexfeld-Plan, meist mit sofortiger Wertung, eine Partie dauert 45 bis 60 Minuten. Punkte bringen vor allem Gebietsmehrheiten um die Burgen des eigenen Clans, dazu Aufträge und Boni in der Endwertung. Der Reiz entsteht dabei weniger aus stillem Punkteoptimieren als aus dem offenen Wettlauf am Tisch: Wer eine Mehrheit früh sichert, kassiert die Wertung, riskiert aber, dass die Mitspielenden gezielt nachziehen und die Burg wieder streitig machen.

Komplexität und Umfang bleiben bewusst zugänglich: Auf BoardGameGeek liegt das Gewicht bei 1,98 von 5, ein Wert, der eher an Familienspiele erinnert als an die sonst dichtere Kennerspiel-Mitte. Dass die Jury Rebirth trotzdem als Kennerspiel auszeichnete, lesen wir als Zeichen, dass dort inzwischen auch leichtere, aber clever gebaute Titel zählen. Einen Solo-Modus gibt es nicht, gespielt wird ausschließlich gemeinsam zu zweit bis zu viert. Bei der Altersfreigabe weichen die Quellen leicht ab: Frosted Games nennt für die deutsche Ausgabe 8 Jahre, BoardGameGeek führt für das Original 10 Jahre. Bei dieser Kombination aus Spielzeit und Gewicht ist der Preis von 49,95 Euro für uns im oberen, aber angesichts der beidseitigen Karte und der Materialqualität noch vertretbaren Rahmen.

Rebirth gewinnt den italienischen Gioco dell'Anno 2026

Eckdaten zu Rebirth

  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Spielzeit: 45 bis 60 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren (Frosted Games, deutsche Ausgabe) beziehungsweise ab 10 Jahren (BoardGameGeek, Original)
  • Designer: Reiner Knizia
  • Verlag: Mighty Boards/Cranio Creations (Original), Frosted Games (deutsche Ausgabe)
  • Preis: 49,95 Euro (deutsche Ausgabe laut Frosted-Games-Shop, Stand 31.10.2026)
  • Auszeichnungen: Kennerspiel des Jahres 2026, Gioco dell'Anno 2026

Wie viel Gewicht hat der Preis?

Für uns zeigt der Gioco dell'Anno vor allem, dass Rebirth über die deutsche Jury-Entscheidung hinaus trägt: Anders als ein nationaler Pöppel ist Italiens Hauptpreis ein Signal für den europäischen Markt insgesamt. Wer nach dem Kennerspiel-Erfolg noch gezögert hat, Rebirth selbst auf den Tisch zu bringen, bekommt mit diesem zweiten großen Preis binnen eines halben Jahres ein weiteres gutes Argument. Wer dagegen schon auf die Fortsetzung schielt: Der Kickstarter zu Rebirth II soll im Februar 2027 starten.

Video – Brettspiel News vom 30. Oktober 2026

30. Oktober 2026 um 17:50

Hier sind die Brettspiel News. Ich habe ein paar Infos in den verschiedenen Clustern zusammengetragen.  Heute wieder einiges dabei für jeden.  VIDEO Inhalt ■ in eigener Sache■ News (Gioco del Ano 2026, A la carte 2026, Brettspielbar, digital neu)■ Veranstaltungen (Bielefeld, Dresden, Augsburg)■ Crowdfunding (Deception: Heist in Hong Kong, Too Little Time, Small Samurai Empires, […]

Fury of Dracula kehrt in fünfter Edition zurück

30. Oktober 2026 um 09:14
Fury of Dracula kehrt in fünfter Edition zurück

Pünktlich zu Halloween bringt Avalon Hill, die Brettspielmarke von Hasbro, den Jäger-gegen-Dracula-Klassiker Fury of Dracula in einer fünften Edition zurück. Seit September 2026 ist das Spiel laut ICv2 wieder im US-Handel, mit dem neuen Jäger Jonathan Harker und überarbeiteten Schnellspiel-Regeln. Im deutschsprachigen Handel ist die Ausgabe ebenfalls bereits gelistet, etwa beim Fachhändler Fantasywelt.

Jäger auf Draculas Spur

Fury of Dracula ist ein asymmetrisches Spiel für zwei bis fünf Personen: Eine Spielerin oder ein Spieler übernimmt Dracula, bis zu vier andere die Jäger. Dracula bewegt sich verdeckt über ein Reisenetz aus Straßen, Bahnlinien und Seewegen und legt dabei einen Pfad aus verdeckten Ortskarten, den die Jäger erst durch Spuren und Befragungen aufdecken müssen. Weil dieser Pfad jede Partie neu und verdeckt gelegt wird, verläuft keine Runde wie die vorherige, ein Pluspunkt gerade für Vielspieler, die das Spiel öfter auf den Tisch bringen. Pro Runde haben die Jäger zwei Aktionen, etwa Bewegung, Suche oder Handel.

Laut einem frühen Bericht von Brettspiel-News vom 16. April 2026, der noch vor der offiziellen Vorstellung der Edition entstand und sich teils auf Fan-Quellen beruft, soll Dracula 13 Einflusspunkte für den Sieg brauchen, während die Jäger im Gegenzug 15 Schadenspunkte gegen ihn sammeln müssen. Die neue Despair-Mechanik soll dem Bericht zufolge in zwei Stufen wirken: Nach einer Spielwoche steigt Draculas Einfluss zusätzlich, wenn er einen Jäger ausschaltet, nach drei Wochen soll sich sein Einfluss dann bei jedem Zug erhöhen, unabhängig davon, ob er einen Jäger trifft. Auch die Schnellspiel-Variante von Mitentwickler Dave Chalker, die Regionen sperrt, Reisewege vereinfacht und mit einem zusätzlichen Despair-Token starten soll, stammt aus demselben frühen Bericht und ist bislang nicht durch eine offizielle Verlagsquelle bestätigt.

Fünf Editionen, ein neuer Jäger

Fury of Dracula hat eine lange Verlagsgeschichte: 1987 erschien das Spiel erstmals bei Games Workshop, 2006 und 2015 brachte Fantasy Flight Games die zweite und dritte Edition heraus. 2017 lief die FFG-Lizenz aus, WizKids übernahm die vierte Edition. Mit der fünften Edition wandert die Reihe nun zu Avalon Hill. Als Designer führt BoardGameGeek Dave Chalker, Stephen Hand und Craig Van Ness, ohne einen von ihnen als alleinigen Lead Designer zu benennen. Zu den vier etablierten Jägern Lord Godalming, Dr. Seward, Van Helsing und Mina Harker gesellt sich mit Jonathan Harker ein fünfter: Einzelheiten zu seiner Spielfähigkeit nennt bisher keine der Quellen.

Was Fans erwarten können

Am grundlegenden Spielgefühl ändert die fünfte Edition laut Verlagsbeschreibung wenig: Kernmechanik und Spielgefühl bleiben mit der dritten und vierten Edition konsistent. BoardGameGeek listet entsprechend dieselben Mechaniken wie Hidden Movement, Kartenkonflikte und variable Spielerfähigkeiten. Eine Komplexitätsbewertung weist BGG bislang nicht aus, bei bisher 60 Bewertungen und Rang 25.005 ist die Basis dafür offenbar noch zu schmal. Einen Solo-Modus gibt es nicht, die Mindestspielerzahl liegt bei zwei. Im Genre der Hidden-Movement-Spiele hat Fury of Dracula seit 1987 Konkurrenz bekommen, etwa durch Letters from Whitechapel: Dass Avalon Hill die Reihe fast vierzig Jahre nach der Erstveröffentlichung weiter pflegt, lesen wir als Zeichen, dass das Grundprinzip trägt, nicht als reine Nostalgie-Masche. Ob sich das Spiel mit zwei oder mit fünf Jägern gleich gut trägt, behandelt keine der vorliegenden Quellen.

Fury of Dracula kehrt in fünfter Edition zurück

Eckdaten zu Fury of Dracula (Fünfte Edition)

  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Spielzeit: 120 bis 180 Minuten
  • Alter: ab 14 Jahren
  • Designer: Dave Chalker, Stephen Hand, Craig Van Ness (laut BoardGameGeek)
  • Verlag: Avalon Hill (Hasbro)
  • Preis: 64,99 US-Dollar (MSRP laut ICv2)
  • Termin: September 2026 (US-Handel)

Lohnt sich die Rückkehr?

Für uns ist die fünfte Edition vor allem ein Pflichttermin für Fans von Hidden-Movement-Spielen, nicht unbedingt für Neueinsteiger: Zwei bis drei Stunden Spielzeit und ein Jäger-Team, das sich erst koordinieren muss, sind eine Ansage. Dass Avalon Hill mit Jonathan Harker und den Schnellspiel-Regeln nachbessert statt nur neu zu verpacken, überzeugt uns mehr als der Halloween-Anlass allein. Kennst und magst du die Vorgänger-Editionen, bekommst du mit der fünften Edition eine saubere Fortsetzung.

Premiere der Bodensee Brettspiel Con in Lindau

30. Oktober 2026 um 07:37
Premiere der Bodensee Brettspiel Con in Lindau

Wer bisher für eine große Brettspiel-Convention nach Berlin fahren musste, bekommt ab diesem November eine Alternative näher am Bodensee: Vom 27. bis 29. November 2026 findet in der Inselhalle Lindau erstmals die Bodensee Brettspiel Con statt. Veranstalter ist die Berlin Brettspiel Con Event GmbH mit Geschäftsführer Johannes Jaeger, die ihre bislang in Berlin beheimatete Convention damit um einen zweiten, südlich gelegenen Standort erweitert.

Das Programm folgt dem Muster der Berliner Schwesterveranstaltung: einen freien Spielebereich mit mehr als 400 Sitzplätzen, kostenlose Spieleausleihe über den Verein Blick aufs Brett, einen Bring-und-Buy-Flohmarkt, Turniere und Aussteller mit Neuheiten. Dazu kommen GameNights am Freitag ab 16:30 Uhr und am Samstag von 19 bis 24 Uhr.

Wenn du noch dabei sein willst, solltest du dir nicht zu lange Zeit lassen: Das Dauerticket für alle drei Tage inklusive GameNights ist zum Stand des 30. Oktober bereits ausverkauft. Wochenendtickets für Samstag und Sonntag (37 Euro) sowie Tagestickets für Samstag (21 Euro) und Sonntag (19 Euro) waren zu diesem Zeitpunkt noch verfügbar, laut Veranstalter nur online und solange der Vorrat reicht.

Für uns ist das vor allem eine gute Nachricht für die Spiele-Community in Süddeutschland: Mit der Bodensee Brettspiel Con bekommt die Region neben der bereits etablierten SPIEL DOCH! am Bodensee in Friedrichshafen ein zweites Format. SPIEL DOCH! richtet sich laut Veranstalter vor allem an Familien und Gelegenheitsspieler. Die Bodensee Brettspiel Con bringt mit Turnieren und abendlichen GameNights zusätzlich das Convention-Programm der Berliner Schwesterveranstaltung mit. Ob sie an die Berliner Erfahrung anschließen kann, zeigt sich erst im November: Ein neuer Standort bringt, selbst mit einem erfahrenen Veranstalter im Rücken, sein eigenes Risiko mit.

GAMA faces fresh leadership shake-up as interim executive director, board vice president announce departures

29. Oktober 2026 um 21:49

Editor’s note: GAMA is one of the sponsors of the BoardGameWire newsletter and an advertiser on the site.

Hobby games trade organisation GAMA is facing another shake-up of its senior leadership, with interim executive director Melinda Prickett and board vice president Ross Thompson both announcing they are leaving their roles.

Prickett’s departure is a significant blow for GAMA, having emerged as a key figure in stabilising the organisation and its finances following the resignation of long-serving executive director John Stacy last year.

She joined GAMA as its first chief operating officer in September 2025, before stepping up to become interim executive director just eight months later – and was understood by BoardGameWire to be under strong consideration for the permanent position.

GAMA said its board of directors scheduled a “rapid response meeting” after being informed of Prickett’s departure on October 26, in an effort to determine its next steps – and would be taking immediate steps to appoint temporary leadership to oversee day-to-day operations.

Prickett is set to leave the organisation in less than two weeks, on November 6 – the day before GAMA’s much publicised Game Store Day, and amid the organisation’s preparations for moving its flagship GAMA Expo trade show to Baltimore for the first time.

Her departure leaves GAMA still hunting for a permanent executive director more than a year after its previous leader, John Stacy, announced his resignation.

A statement provided to BoardGameWire from GAMA board president Meredith Placko and secretary Tiffany Reid said, “Recruiting top talent for an executive position is a laborious process, and finding the right fit for our organization has taken longer than anticipated.

“As well, we have been forthright during public board meetings that the biggest reason for the delay was that we needed to get the foundations of the organization in better order, as we had been advised. To that end, Melinda Prickett did amazing work in bringing our financials from a planned deficit for the year, to a resounding success and raised more money than we anticipated for the organization.

“She also worked on creating stability amongst for the organization, the staff, and membership. Her work helped GAMA grow and succeed in the year she was with us.

“That being said, GAMA’s Board of Director’s had interviewed a strong candidate and we were in negotiations with them, but ultimately it did not work out. Because of that we will need to begin the search again.”

The pair said they could not comment on why Prickett’s notice period was so short, or whether she had been a formal candidate for the permanent executive director role.

They added that GAMA was currently working through a short list of people to bring in a new interim executive director “very soon”, adding that the goal was to “make sure GAMA Expo and Origins are a success, and the overall day to day running of the organization is met”.

The statement said, “To that end, the Board of Directors is currently seeking RFPs from firms that specialize in hiring executives in the trade association and member organization sectors. We feel it will be valuable to have the expertise of a company that knows how to recruit top talent in our search for an Executive Director.”

Placko and Reid said there was currently no estimate on when a permanent executive director would be appointed, but said an interim “to handle the most immediate needs of the organization should be decided upon very soon”.

Prickett’s exit comes after GAMA reported a significant improvement in its financial position during her tenure, with the organisation saying it had moved from a deficit budget at the beginning of 2026 to an expected surplus by the end of the year.

In a statement emailed to GAMA members, the board credited Prickett and treasurer Jamie Mathy with stabilising the organisation’s finances, as well as increasing member participation in events outside GAMA Expo and Origins Game Fair and developing new partnerships.

The statement said, “Though it is a bittersweet announcement to make, we are grateful for Melinda’s tireless work with our organization. She has been an incalculable force in leading GAMA during a transition period, setting us up for success in a way that is visibly reverberating through the organization.”

Prickett previously spent more than a decade at Girl Scouts of Ohio Heartland, including almost five years as chief operating officer, before being hired by GAMA last September to oversee its growing day-to-day operations.

Her appointment came just weeks before Stacy announced he was leaving the organisation after seven years as executive director, having just unveiled an ambitious 10-year plan aimed at expanding its international reach, membership and industry advocacy work.

GAMA appointed veteran leadership consultant Zaria Davis as interim executive director last November, initially saying it expected to find a permanent replacement for Stacy by spring 2026.

But Davis’s contract ended in March, with Prickett subsequently confirming to BoardGameWire that she had taken over as interim executive director on May 21.

The latest leadership departure follows a period of significant change for the organisation’s board.

Former president Nicole Brady lost her re-election bid in April to publisher representative Meredith Placko, who had previously served as GAMA vice president.

Ross Thompson, who was elected as vice president following Placko’s elevation to president, has now also resigned from the board after just over six months in the position.

Thompson only joined GAMA’s board in October last year, winning a special election to replace former secretary Monica Rasso, who had stepped down after five years as a director.

His resignation means the organisation will now hold its second special election for the same Media & Events board seat in little more than a year.

The latest departures also follow a turbulent period for GAMA’s board, which publicly apologised in March after some directors were accused of being rude and disrespectful towards members during a heated annual general meeting over proposed changes to the organisation’s bylaws.

GAMA did not give a reason for Thompson’s departure, but praised his work alongside Prickett in streamlining organisational processes and strengthening representation for its Media & Events members.

Thompson wrote on Facebook, “After being part of GAMA for many years, I was happy to lend my time, energy and experience to GAMA serving on the Board during the past year and a half. It was wonderful to be able to work with passionate people, identfying projects that needed support or upkeep, along with bringing new ideas to life.

“By far, GAMA is one of the best organizations to grow your business in the tabletop game industry. The connections made at events like GAMA Expo can revolutionize the way your work and that is truly special.

“There are things that need attention within GAMA, at the Board level and the Organization as a whole. I hope the membership, staff and current Board are able to continue to support GAMA’s mission and identify the obstacles it faces so the tabletop industry can continue to connect.

“I’ll still be around and am not going anywhere, but needed to end my time on the Board.”

The organisation said it would hold a special election to replace Thompson as Media & Events director, with nominations opening today and closing on November 8. Voting will take place between November 10 and 16, with the successful candidate serving until the next annual election in March 2027.

The changes come at a key time for the organisation’s professional trade show GAMA Expo, which has experienced rapid growth in recent years and is preparing to move from Louisville, Kentucky, to Baltimore, Maryland to accommodate rising demand.

This year’s event attracted a record 3,820 attendees, almost 12% above the previous year’s 3,425, continuing a run of growth that had put pressure on the show’s available exhibition and seminar space.

The first Baltimore edition is scheduled for April 25 to 29 next year. A statement provided to BoardGameWire from GAMA board president Meredith Placko and secretary Tiffany Reid said, “We are currently working to ensure there is no visible impact on the preparations for GAMA Expo.

“GAMA staff has been diligent in doing an excellent job to bring us to our new home in Baltimore. They continue with the work that needs to be done, including finalizing programming, working with vendors on booth placement, and everything that needs to happen to make GAMA Expo a success!

“Melinda has led an amazing team, and even in her absence, they will continue with the work that needs to be done.”

GAMA’s other major convention, Origins Game Fair, is set to return to Columbus in June. That show has struggled to recover its pre-pandemic attendance, with visitor numbers falling 2.5% this year to 18,700 – the show’s first annual decline since Covid-19, and still below its 2019 record of 20,642.

The event could face further pressure next year from the launch of PAX Unplugged Houston, a new tabletop gaming convention scheduled to take place just 12 days after Origins, which could potentially force publishers and exhibitors to choose between the two shows.

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CMON übergibt „The Adventurers“ an Top Games

29. Oktober 2026 um 20:33
CMON übergibt „The Adventurers“ an Top Games

CMON übergibt dem langjährigen Fertigungspartner Top Games das Eigentum an „The Adventurers“, seinem seit Monaten verzögerten Vorbestellprojekt auf Gamefound. Das meldet BoardGameWire. Im Gegenzug übernimmt Top Games die verbleibenden Produktions- und Versandkosten, CMON bleibt laut gemeinsamer Erklärung weiter unterstützend an Bord. Die Spiele sind nach Angaben beider Unternehmen bereits produziert, im Werk verpackt und versandbereit. Für die deutschen Unterstützerinnen und Unterstützer der im März 2025 gestarteten Kampagne ist das der konkreteste Schritt seit Monaten in Richtung Auslieferung, wann die Pakete tatsächlich ankommen, sagen CMON und Top Games nicht.

Was der Deal für die wartenden Unterstützer bedeutet

CMON hatte die Gamefound-Vorbestellung im März 2025 gestartet: neue Auflagen der beiden Reihenklassiker plus den neuen dritten Teil „The Adventurers: Tomb of the Pirate Queen“, ursprünglich für Dezember 2025 angekündigt. Schon einen Monat später kündigte CMON Entlassungen und einen Stopp neuer Kampagnen an, aus Sorge vor den damals unberechenbaren US-Einfuhrzöllen. Die Lieferung von „The Adventurers“ blieb seither offen, zusammen mit acht weiteren Crowdfunding-Kampagnen, die laut CMON mehr als 14 Millionen Dollar an Unterstützerverpflichtungen ausmachen, darunter „DC Super Heroes United“ und „DCeased“, sowie drei weiteren Vorbestellungen, zu deren Wert die Quelle keine Zahl nennt. Einen Liefertermin für die deutschen Unterstützer haben CMON und Top Games nicht genannt, und ob die Übergabe auch Stretch-Goal-Erweiterungen und Add-ons der Kampagne umfasst oder nur das Grundspiel, sagen beide Unternehmen ebenfalls nicht. Dass ausgerechnet „The Adventurers“ jetzt den Weg zu den Kundinnen und Kunden findet, ist für alle übrigen Wartenden immerhin ein Signal, dass CMON Lösungen für den Rückstau findet, wenn auch nicht aus eigener Kraft.

Die Spielereihe hinter The Adventurers

Die Reihe stammt von den Autoren Guillaume Blossier und Frédéric Henry und begann 2009 mit „The Adventurers: The Temple of Chac“ bei AEG und Dust Games, 2011 folgte „The Adventurers: The Pyramid of Horus“ bei Dust Games und Fantasy Flight Games. CMON belebte beide Titel für die Gamefound-Kampagne neu und ergänzte sie um den dritten Teil, die Sammelausgabe führt laut BGG alle drei über ein gemeinsames Kernsystem für Abenteurer und Ausrüstung zusammen. Top Games selbst ist dabei kein Neuling im CMON-Kosmos: Der Fertigungspartner arbeitet seit 2009 in der Tabletop-Fertigung, seit 2018 mit eigener Kunststofffabrik in Dongguan, und war laut BoardGameWire schon an mehr als einem Dutzend CMON-Spielen beteiligt, etwa an „Cthulhu: Death May Die“, „Massive Darkness 2: Hellscape“ und „Zombicide: Undead or Alive“. Seit wann genau die Zusammenarbeit mit CMON selbst läuft, nennt die Quelle nicht.

Ein Jahr der Restrukturierung

Der Tausch ist das jüngste Kapitel einer Sanierung, die wir seit Januar 2026 begleiten. Für 2024 und 2025 weist CMON zusammen fast 23 Millionen Dollar Verlust aus, der Umsatz brach von zuletzt über 37 Millionen auf 9,9 Millionen Dollar ein. Die Belegschaft wurde halbiert, neue Kampagnen blieben gestoppt. Im Sommer warnte CMON vor einem „anhaltenden strukturellen Abschwung“ und suchte frisches Kapital von außenstehenden Investoren, Anfang September wurde das bekannt, Ende des Monats stand die Kapitalerhöhung über rund 19 Millionen Dollar. Etwa 40 Prozent davon sind laut CMON für laufende Kosten wie Personal, Lizenzgebühren und Versand im kommenden Jahr reserviert, also genau für Fälle wie „The Adventurers“. Dass der Verlag trotzdem einen Fertigungspartner mit Eigentum entlohnt, statt die Auslieferung komplett selbst zu stemmen, zeigt, wie knapp der Spielraum auch nach der frischen Kapitalspritze bleibt.

Was wir davon halten

Für die wartenden Vorbestellerinnen und Vorbesteller zählt am Ende nur, dass die Pakete verschickt werden, und ein Schritt in diese Richtung ist das hier erkennbar. Uns fällt trotzdem auf, dass CMON dafür ein Stück Eigentum abgeben musste: Frisches Kapital allein hat offenbar nicht gereicht, um den Rückstau aus eigener Kraft aufzulösen. Und solange kein Lieferfenster genannt wird, bleibt „versandbereit“ bei CMON vor allem eines: eine Momentaufnahme, keine Zusage. Ob sich das Muster bei den übrigen offenen Projekten wiederholt, dürfte sich erst im nächsten Quartalsbericht zeigen.

Eternal Decks: Koop-Geheimtipp mit Farbanpassung im Dezember

29. Oktober 2026 um 09:08
Eternal Decks: Koop-Geheimtipp mit Farbanpassung im Dezember

Strohmann Games bringt im Dezember 2026 mit Eternal Decks ein international bereits gut aufgenommenes kooperatives Kartenspiel aus Japan auf Deutsch, und zwar nicht als einfache Übersetzung: Laut Brettspiel-News erhält die deutsche Ausgabe eine komplett neu strukturierte Anleitung, ein überarbeitetes Insert und an Farbsehschwäche angepasste Farben.

Eternal Decks: Koop-Geheimtipp mit Farbanpassung im Dezember

Gemeinsam gegen die Uhr, mit eingeschränkter Kommunikation

Eternal Decks ist laut BGG-Beschreibung ein kooperatives Deckbau-Kartenspiel mit Kommunikationseinschränkung: Alle Mitspielenden gewinnen oder verlieren gemeinsam, sobald eine Person keine gültige Aktion mehr ausführen kann. Ihr startet mit nur fünf Karten im eigenen Deck und erweitert es im Spielverlauf durch Karten der „Eternals“, besonderer Charaktere mit je einem eigenen Achter-Kartendeck. Pro Zug bleibt genau eine Aktion: eine Karte ausspielen (aufs Feld, auf den Fluss oder über eine Fähigkeit), einen Juwel erzeugen, oder eine Karte an eine Mitspielerin oder einen Mitspieler abgeben. Beim Ausspielen gilt eine Einschränkung: In keiner der drei Feldreihen dürfen Karten derselben Farbe oder derselben Zahl direkt nebeneinanderliegen, je nach gespielter Stufe kommen weitere Einschränkungen hinzu. Juwelen heben die negativen Effekte der Eternals auf. Wie sich das Spiel zwischen zwei und vier Mitspielenden unterscheidet, insbesondere bei der Absprache über die drei gemeinsamen Feldreihen, sagt keine der vorliegenden Quellen. Laut einer Rezension von Punchboard bietet jede der sechs Stufen mehrere Schwierigkeitsstufen von Beginner bis Pro, nach dem Durchspielen aller sechs schaltet laut derselben Quelle ein „New Game+“-Modus mit zusätzlichen Varianten frei. Ob die sechs Stufen von Anfang an frei wählbar sind oder nacheinander in einer festen Reihenfolge freigeschaltet werden, sagt die Rezension nicht eindeutig. Eternal Decks ist laut BGG auch allein spielbar, wie sich die Solo-Partie von der kooperativen Runde in größerer Besetzung unterscheidet, verraten die vorliegenden Quellen nicht. Designer ist Hiroken, Illustration stammt von MUJUNSHA.

Was sich an der deutschen Ausgabe ändert

Die namensgebende Neuerung der deutschen Fassung ist laut Verlag die Barrierefreiheit: Strohmann Games erklärte gegenüber Brettspiel-News, die Ausgabe erhalte „eine komplett neu strukturierte Anleitung, ein überarbeitetes Insert und angepasste Farben, damit auch Menschen mit Farbsehschwäche gut spielen können.“ Welche konkreten Farben oder Symbole dabei geändert wurden und was genau an der Anleitungsstruktur neu ist, sagt die Quelle nicht näher. Bei einem Spiel, das laut eigener Beschreibung stark auf das Unterscheiden von Kartenfarben in den Feldreihen setzt, ist eine Farbsehschwäche-Anpassung aber kein kosmetisches Detail, sondern berührt einen Kernmechanismus des Spiels. Ob die Fähigkeitstexte der Eternals-Karten über Symbole oder über Fließtext laufen und ob dieser Text für die deutsche Ausgabe übersetzt wird, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht klären. Zu Schriftgröße oder Kontrast der Zahlen und Farbflächen in den höheren, zusätzlich eingeschränkten Stufen sagt ebenfalls keine Quelle etwas.

Eckdaten zu Eternal Decks

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: 30 bis 40 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 2,8 von 5 (laut BGG, 3.513 Bewertungen, Schnitt 8,18 von 10, Rang 469 gesamt)
  • Designer: Hiroken, Illustration: MUJUNSHA
  • Verlag: Tricktakers Games (Original), deutsche Ausgabe: Strohmann Games
  • Preis: rund 39,90 Euro (laut Brettspiel-News, Stand: 29.10.2026)
  • Termin: Dezember 2026

Für wen das was ist

International ist Eternal Decks längst kein Geheimtipp mehr: Über 3.500 BGG-Bewertungen bei einem Schnitt von 8,18 und Rang 469 unter allen Brettspielen sind für ein Koop-Deckbauspiel dieser Größenordnung ein deutliches Signal, auch wenn das für uns ein Hinweis bleibt, kein Gütesiegel. Designer Hiroken ist dabei kein Erstling: Er zeichnet laut BGG auch für das Stichspiel TRICKTAKERs (2021, erschienen bei Joyple Games/MTS Games/Portland Game Collective) und das Ablegespiel Eternal Sevens (ebenfalls bei Tricktakers Games erschienen) verantwortlich. Für deutsche Vielspieler, die kooperative Deckbau-Spiele mit Kommunikationslimit mögen, etwa in der Tradition von The Crew oder Hanabi, aber noch nicht zur englischen oder japanischen Originalausgabe gegriffen haben, ist der Dezember-Termin der naheliegende Einstiegspunkt. Ob die angepasste Farbgebung tatsächlich hält, was der Verlag verspricht, lässt sich erst mit dem fertigen Produkt beurteilen, als Ankündigung ist der Schritt aber bereits ein ungewöhnlich konkretes Bekenntnis zur Barrierefreiheit für eine deutsche Lokalisierung.

Wie gut kennst du Brettspiele? Mach mit beim Brettspiel Pixel-Cover Quiz & gewinn ein Spiel!

Von: Peer
29. Oktober 2026 um 08:14

Wie gut kennst du Brettspiele? Mach mit beim Brettspiel Pixel-Cover Quiz & gewinn ein Spiel!In meinem Brettspiel Pixel-Cover Quiz kannst du dein Brettspiel-Wissen testen. Um was es dabei genau geht, wie du mitmachen kannst und was es zu gewinnen gibt, erfährst du im Folgenden. Was ist das Brettspiel Pixel-Cover Quiz? Beim Brettspiel Pixel-Cover Quiz geht es darum möglichst viele Brettspiel-Cover zu erkennen, ohne einen Fehler zu machen. Dazu habe […]

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Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

28. Oktober 2026 um 11:06
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Rund um die SPIEL Essen 2026 bringt Asmodee eine ganze Reihe neuer Titel in den deutschen Handel, von Familienspielen über ein Kennerspiel bis zum reinen Geschicklichkeitsspiel für die Kleinsten. Wir ordnen zehn davon anhand von BGG und den Produktseiten der Verlage ein, jeweils mit Mechanik, Eckdaten und deutschem Preis.

Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Bella Vista: Höher bauen als die Nachbarschaft

In Bella Vista seid ihr laut BGG-Beschreibung Architektinnen und Architekten, die ihren Bewohnern die beste Aussicht auf die Parks der Stadt verschaffen wollen. Dazu baut ihr acht Gebäude unterschiedlicher Höhe und wollt dabei möglichst oft das höchste Haus der Nachbarschaft stellen, denn nur das bringt Punkte. Wer zuerst an einem begehrten Bauplatz bauen will, zahlt dafür einen höheren Preis: Die Zugreihenfolge wird laut BGG über eine Auktion bestimmt, wer vorn steht, zahlt mehr. Das Spiel endet, sobald eine Person alle acht eigenen Gebäude errichtet hat. Designer sind Bruno Cathala und Andrea Mainini, Verlag ist international Studio H, die deutsche Ausgabe bringt Asmodee.

Eckdaten zu Bella Vista

  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Spielzeit: 30 bis 45 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 2,1 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Bruno Cathala und Andrea Mainini
  • Verlag: Studio H (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 35 bis 38 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Handel ab 26.10.2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Bing! Bang! Boom!: Reflexspiel mit vier Abschussrampen

Bing! Bang! Boom! ist laut BGG-Beschreibung ein schnelles Reaktionsspiel: Vier Abschussrampen liegen aus, fünf passende Karten kommen ins Spiel, wer am Ende die unpassende „Niete“ in der Hand hält, verliert die Runde und scheidet laut BGG-Mechanik-Tag aus. Dabei wird laut Verlag auch gerufen: „Bing“, „Bang“ oder „Boom“, je nachdem, welche Feuerwerkskarte gerade passt. Ob die Niete die betroffene Person nur für die laufende Runde oder für den Rest der Partie aus dem Spiel nimmt, sagen die vorliegenden Quellen nicht eindeutig. Verlag ist international Taco Cat Games, die deutsche Fassung „Bing! Bang! Bumm!“ bringt Asmodee.

Eckdaten zu Bing! Bang! Boom!

  • Spielerzahl: 2 bis 6
  • Spielzeit: etwa 10 Minuten
  • Alter: ab 7 Jahren
  • Verlag: Taco Cat Games (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 13 bis 14 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Handel ab 22./26.10.2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Fadenfroh: Sticken um Siegpunkte, mit Pfister-Beteiligung

In Fadenfroh legt ihr laut BGG-Beschreibung Stoffkarten in eure Auslage und bekommt dafür Punkte für Farben und Symbole, abhängig davon, welche Wertungskarten in der aktuellen Runde gelten. Weil alle Mitspielenden um dieselben Stoffkarten und Materialien konkurrieren, müsst ihr jede Runde neu abwägen, wie lange ihr noch Material nehmt, bevor euch jemand die passende Karte wegschnappt, dazu kommen ein wechselnder Aufbau und eine Sammelwertung über mehrere Runden. Designer sind Jordy Adan und Alexander Pfister, Verlag ist unter anderem das deutsche DSV Games. Das offene Draften um einzelne Stoffkarten ist dabei ein Mechanik-Baustein, den Pfisters bekanntere Kennerspiele Great Western Trail (BGG-Regelgewicht 3,7) und Maracaibo (3,9) laut BGG gar nicht nutzen, dort dominieren Routenbau und Kartenmanagement. Mit einem Regelgewicht von 2,3 liegt Fadenfroh damit spürbar leichter und mechanisch anders als Pfisters bekanntere Titel. Laut BGG ist Fadenfroh auch solo spielbar, wie genau sich die Solo-Variante von der Mehrspieler-Partie unterscheidet, verraten die vorliegenden Quellen nicht.

Eckdaten zu Fadenfroh

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: etwa 30 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Regelgewicht: 2,3 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Jordy Adan und Alexander Pfister
  • Verlag: 1 More Time Games/DSV Games/Pandasaurus Games
  • Preis: rund 22 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Anfang Q4/Oktober 2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Mischwald: Smoky Mountains zieht in die Great Smoky Mountains

Nach Mitteleuropa im Grundspiel bringt euch Mischwald: Smoky Mountains laut Verlagsbeschreibung in den beliebten nordamerikanischen Nationalpark. Als dritter eigenständiger Teil der Reihe baut es auf der bekannten Mischwald-Mechanik auf: Tier- und Pflanzenkarten werden gesammelt und übereinandergelegt, um Lebensräume zu bilden. Smoky Mountains ergänzt das um neue, wasserbezogene Geländekarten, die sich sowohl eigenständig als auch als „universelles Wasser“ unter Baumkarten einsetzen lassen, dazu neue Synergien zwischen Pflanzen und Tieren rund ums Wasser sowie größere Tiere wie Schwarzbären und Rotluchse. Wie beim Grundspiel gewinnt, wer am Ende die meisten Punkte hat. „Teil der Reihe“ heißt hier ausdrücklich nicht spielmechanisch verbunden: Laut Asmodee-Ankündigung ist Smoky Mountains ein eigenständiges Grundspiel mit eigenem, komplettem Kartensatz und nicht mit anderen Mischwald-Versionen oder Erweiterungen kompatibel, insbesondere keine Fortsetzung der 2024 bei uns besprochenen Erweiterung „Waldrand“. Verbunden sind die drei Mischwald-Spiele also nur über Thema und Grundprinzip, nicht über eine gemeinsame Kartenbasis. Designer ist Kosch, Verlag Lookout Games.

Eckdaten zu Mischwald: Smoky Mountains

  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Spielzeit: etwa 60 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 2,2 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Kosch
  • Verlag: Lookout Games
  • Preis: rund 26 bis 28 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: erschienen 22./23.10.2026 zur SPIEL Essen
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Melodies: Gemeinsam eine Band bilden, ohne Karten zu zeigen

Melodies ist laut BGG-Beschreibung ein kooperatives Kartenspiel: Ihr bildet eine Band und vervollständigt gemeinsam Songs, indem jede Person Karten aus der Hand spielt. Der am häufigsten gespielte Wert wird zur „Melodie“ dieser Note und muss zum Verlauf des Songs passen, erst wenn alle Noten korrekt gespielt sind und alle Hände leer sind, ist ein Song fertig. Kommuniziert werden darf nur über Strategie, nicht über die eigenen Karten oder geplanten Aktionen. Von der Garage bis zur großen Bühne bringt laut Verlag jeder neue Auftrittsort neue Regeln, Instrumente, Publikum und Herausforderungen mit. Designer ist Thomas Dagenais-Lespérance, Verlag Next Move Games.

Eckdaten zu Melodies

  • Spielerzahl: 2 bis 5
  • Spielzeit: etwa 30 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Designer: Thomas Dagenais-Lespérance
  • Verlag: Next Move Games
  • Preis: rund 21 Euro (laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Handel ab 26.10.2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Die glücklichste Katze der Welt: Deckbau fürs Lieblingstier

Im Familienspiel Die glücklichste Katze der Welt wetteifert ihr laut Verlagsbeschreibung darum, der eigenen Katze das gemütlichste, glücklichste Zuhause einzurichten. Ihr kauft neue Plättchen für euer Deck, um die Wohnung der Katze zu erweitern und attraktive Kombinationen zu bilden, bewegt die Katze zu Attraktionen, sammelt dafür Punkte und nutzt die besten Kombinationen zwischen den Attraktionen. Designer sind Olivier Cipière und Oussama Khelifati, Verlag ist unter anderem Asmodee selbst.

Eckdaten zu Die glücklichste Katze der Welt

  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Spielzeit: etwa 30 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Regelgewicht: 2,0 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Olivier Cipière und Oussama Khelifati
  • Verlag: Rebel Studio/Asmodee/Transludis
  • Preis: rund 27 bis 30 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: SPIEL-Essen-Premiere 22.10.2026, Handel im Oktober 2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Lightning Train: Beutelbau von den Dune-Imperium-Machern

Lightning Train kommt laut Verlagsbeschreibung von Paul Dennen, bekannt durch Clank! und Dune: Imperium. Ihr steuert eine Eisenbahngesellschaft durch acht Regionen Nordamerikas, baut euren Beutel mit Chips aus, um Bahnhöfe und Strecken zu eröffnen, und verdient Geld, indem ihr Güter in die Städte liefert, die sie brauchen. Die titelgebenden Blitzzüge beschleunigen euch laut Verlag an der Konkurrenz vorbei. Mechanisch ist das laut BGG etwas anderes als Dune: Imperium: Dort baut ihr ein Kartendeck auf und setzt Agenten per Worker Placement auf dem Spielplan ein, bei Lightning Train gibt es weder Karten noch Agenten, sondern Chips aus einem Beutel, die direkt auf der Karte landen, kein direktes Gegeneinander um einzelne Felder. Auch solo spielbar, die BGG-Community bewertet die Solo-Variante bislang aber uneinheitlich. Verlag ist international Dire Wolf, die deutsche Ausgabe bringt Asmodee.

Eckdaten zu Lightning Train

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: 60 bis 120 Minuten
  • Alter: ab 13 Jahren
  • Regelgewicht: 3,0 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Paul Dennen
  • Verlag: Dire Wolf (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 49 bis 52 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: deutsche Ausgabe seit September 2026 im Handel
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

a_way: Wettrennen durch die Quazarys-Galaxie, jetzt auf Deutsch

In a_way nehmt ihr laut BGG-Beschreibung an einem legendären Raumschiff-Rennen durch die Quazarys-Galaxie teil. Jede Pilotin und jeder Pilot muss die eigene Basis erreichen, die zugleich der Startpunkt einer gegnerischen Person ist. Die Rennstrecke besteht aus Sonnenpfaden mit Stationen, Richtungspfeilen und besonderen Weltraumphänomenen, die sich laufend verändern. Ihr kombiniert Bewegung und Kartenspiel, um euer Schiff voranzubringen, müsst dabei Einbahnstrecken und Pflicht-Stationen beachten und dürft nicht auf derselben Station landen wie eine gegnerische Person. Karten aus einem gemeinsamen Stapel erlauben es laut Verlag, das Spielfeld zu verändern, Spezialeffekte auszulösen oder gegnerische Schiffe zu stören. a_way erschien ursprünglich 2024 über eine Ulule-Kampagne und bei Blue Orange, für deutsche Leser ist die Asmodee-Ausgabe damit die erste eigene deutsche Fassung.

Eckdaten zu a_way

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: 10 bis 30 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 1,3 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Clément Bongibault, Louis Fievre, Benjamin Niess, Hugo Socié
  • Verlag: Blue Orange (international, Originalausgabe 2024), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 11 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Anfang Q4 2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Biberburg: Würfelturm gegen die Belagerung

Biberburg ist die deutsche Fassung von Wombat Tower: Ein kooperatives Geschicklichkeitsspiel, in dem ihr laut BGG-Beschreibung gemeinsam einen zentralen Turm gegen anrückende Gegnerwellen verteidigt. Ihr dreht den Würfelturm in Richtung eines gewählten Pfads und lasst einen besonderen Würfel darin hinunterrollen, um gegnerische Figuren vom Spielfeld zu kippen. Fallen Figuren um, sind sie aus dem Spiel. Werden sie nur verschoben, bleiben sie auf dem Feld. Je nach gewürfeltem Symbol kommen neue Gegner hinzu, rücken bestehende vor, oder eine Bonusaktion über Maschinenkarten wird ausgelöst. Gewonnen ist, sobald das Feld frei von Gegnern ist, verloren, sobald der dritte von drei Schild-Plättchen bricht. Designer sind Antonin Boccara und Romaric Galonnier, Verlag ist international Blue Orange, die deutsche Fassung bringt Asmodee.

Eckdaten zu Biberburg

  • Spielerzahl: 1 bis 4, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: etwa 15 Minuten (laut BGG reine Spielzeit, ob Erklärzeit mit jüngeren Kindern eingerechnet ist, sagt keine der vorliegenden Quellen)
  • Alter: ab 6 Jahren
  • Designer: Antonin Boccara und Romaric Galonnier
  • Verlag: Blue Orange (international, als „Wombat Tower“), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 23 bis 25 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Anfang Q4 2026
Zehn neue Asmodee-Titel zur SPIEL-Essen-Saison 2026

Flamecraft Duals bekommt eine Deluxe-Edition

Flamecraft Duals ist laut BGG-Beschreibung ein Zweipersonen-Legespiel im Flamecraft-Universum: Reihum zieht ihr einen Drachen aus dem Beutel und legt ihn auf das gemeinsame Spielfeld, jeder Drachentyp hat eine Fähigkeit, die sich aktivieren lässt, um weitere Drachen zu ziehen oder das Feld umzuordnen. Bildet ihr mit drei Drachen auf dem Feld das Muster einer Shop-Karte in eurer Hand, bekommt ihr dafür Punkte, bis der Beutel leer ist. Seltene zweifarbige „Hydragons“ bringen doppelte Fähigkeiten. Neu für den deutschen Markt ist nicht das Spiel selbst, das es bereits seit 2025 gibt, sondern die „Flamecraft Duals (Deluxe-Edition)“: laut Verlag mit Reisekoffer-Verpackung, Metallmünzen und Kartenhaltern aus Holz, also eine neue Ausstattungsvariante, keine neuen Inhalte. Designer ist Manny Vega, Verlag Cardboard Alchemy.

Eckdaten zu Flamecraft Duals (Deluxe-Edition)

  • Spielerzahl: 1 bis 2, mit Solo-Modus
  • Spielzeit: 30 bis 45 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 1,6 von 5 (laut BGG, Basisspiel)
  • Designer: Manny Vega
  • Verlag: Cardboard Alchemy (international), deutsche Ausgabe: Asmodee
  • Preis: rund 40 bis 50 Euro (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 28.10.2026)
  • Termin: Handel ab 1.11.2026

Lohnt sich der Blick auf dieses Neuheitenpaket?

Die Spannbreite reicht vom reinen Kinderreflexspiel bis zum Kennerspiel-Beutelbauer, dabei ist der überwiegende Teil keine komplette Neuentwicklung: Mehrere Titel sind deutsche Erstausgaben bereits bestehender internationaler Spiele (a_way, Biberburg, Lightning Train), bei Flamecraft Duals handelt es sich sogar nur um eine neue Ausstattungsvariante eines seit 2025 erhältlichen Spiels. Nach Regelgewicht sortiert, greifen am ehesten zu: Familien mit kleinen Kindern bei Bing! Bang! Boom!, a_way, Flamecraft Duals und Biberburg (BGG-Gewicht bis 1,6 oder noch ungewertet), Familien- und Gelegenheitsrunden bei Die glücklichste Katze der Welt, Melodies, Bella Vista, Mischwald: Smoky Mountains und Fadenfroh (Gewicht 2,0 bis 2,3), und Vielspieler in erster Linie bei Lightning Train, dem mit Abstand schwersten Titel im Paket (Gewicht 3,0). Für deutsche Leser ist das Paket trotzdem relevant, weil mehrere dieser Titel hierzulande bislang gar nicht oder nur auf Englisch zu haben waren.

Weiterlesen

Korrektur vom 29.10.2026: Im Schlussabsatz stand Melodies fälschlich in der Gruppe der noch ungewerteten Titel. Tatsächlich führt BGG für Melodies denselben Regelgewicht-Wert (2,0) wie für Die glücklichste Katze der Welt, die bereits korrekt in der Gewichtsgruppe 2,0 bis 2,3 stand. Melodies wurde in dieselbe Gruppe verschoben.

Two games, two Deutscher Spiele Preis wins: Ark Nova designer Mathias Wigge takes second title with Sanctuary

27. Oktober 2026 um 21:23

German board game designer Mathias Wigge has pulled off an impressive feat at the Deutscher Spiele Preis – Germany’s biggest community-voted board game award – by winning with both of his first two standalone games, Ark Nova and Sanctuary.

Sanctuary claimed top spot in the annual award ahead of Pegasus Spiele’s commercial hit Boss Fighters QR and space tourism-themed worker placement title Galactic Cruise, which has already scored a string of major award wins.

The win also cements Feuerland Spiele‘s position as the most successful publisher in the Deutscher Spiele Preis since the company was founded in 2012, with four victories – twice as many as any other publisher over that period.

Feuerland scored an early DSP victory with Terra Mystica in 2013, before a flurry of three wins in eight years via Wingspan in 2019, Wigge’s debut design Ark Nova in 2022, and Sanctuary this year.

Feuerland managing director Stefan Rink told German broadcaster WDR after this year’s award ceremony that Sanctuary had already sold 20,000 copies in Germany, with the publisher hoping the award would provide a further sales boost.

The game, released in Germany as Artengarten last year, aims to offer a shorter and more accessible take on Ark Nova’s zoo-building and wildlife conservation theme, replacing much of the original’s card-driven gameplay with tile placement.

Feuerland also positioned the game at a lower price point than Ark Nova, with a recommended German retail price of €49.90 against €64.90 for the original.

The DSP victory is Sanctuary’s first major award success, having previously picked up a recommendation in this year’s Kennerspiel des Jahres prize and a nomination as Medium Game of the Year in BGG’s Golden Geek awards.

The win follows huge critical and sales success for Wigge’s predecessor design Ark Nova, which had sold more than 300,000 copies worldwide and racked up over 10 million plays on Board Game Arena according to a report from German newspaper Der Patriot in February this year – as well as being ranked in second place among all the titles on BoardGameGeek.

Runner-up Boss Fighters QR, designed by Michael Palm and Lukas Zach, has become a big sales success for Pegasus Spiele, which reportedly ordered the largest initial print run in its history for the game’s launch at Spiel Essen last year – and followed up with another record-sized print run to meet demand.

That title has already sold more than 100,000 copies in 17 countries according to German board game journalist Johannes Blumenberg, who runs the website Ministerium für Brettspielspaß.

The app-driven cooperative game spent six years in development, with Palm and Zach revealing that extensive work was needed to ensure its QR code scanning technology operated reliably and to develop the digitally controlled bosses.

The designers previously won the 2023 Spiel des Jahres with Dorfromantik: The Board Game, which also finished runner-up in that year’s Deutscher Spiele Preis behind Planet Unknown.

Boss Fighters QR was also nominated for this year’s Kennerspiel des Jahres, alongside Moon Colony Bloodbath and eventual winner Rebirth.

Galactic Cruise’s third place finish follows a striking awards run for the game, which was the first major release from US publisher Kinson Key Games.

The title, designed by TK King, Dennis Northcott and Koltin Thomson, had already been crowned Heavy Game of the Year at BoardGameGeek’s Golden Geek Awards in May, before taking Game of the Year, Best Strategy Game and Best Game from a New Designer at the Dice Tower Awards in August.

Galactic Cruise was a significant crowdfunding success for Kinson Key, raising more than $807,000 from over 8,000 backers through its original Kickstarter campaign in 2024, before securing another $769,000 for an expansion and reprint earlier this year. The game is published in German by PD-Verlag.

Last year’s Deutscher Spiele Preis went to Tomáš Holek’s space exploration game SETI, published by Czech Games Edition, which took top spot ahead of Endeavor: Deep Sea and Bomb Busters.

Other winners over the past decade have included Forest Shuffle, Planet Unknown, Lost Ruins of Arnak, The Crew and Azul.

Board game publishing and distribution giant Asmodee secured four places in the top ten of this year’s DSP – with Fate of the Fellowship, Take Time, Cozy Stickerville and Forest Shuffle expansion Dartmoor – although none of its releases broke into the top three.

Germany’s Frosted Games was represented twice, through Reiner Knizia’s Kennerspiel des Jahres winner Rebirth in sixth place and Star Trek: Captain’s Chair in ninth, while Kosmos took eighth with River of Gold.

This year’s children’s Deutscher Spiele Preis went to Wojciech Grajkowski’s Toriki: The Castaway Island, published by Mirakulus, ahead of Mooki Island and Paleolino.

The Deutscher Spiele Preis, which has been presented since 1990, is decided by public voting among players in Germany, Austria and Switzerland, rather than a specialist jury.

Organisers said “many thousands” of players took part in this year’s voting. Eligible games were released in German between May 1, 2025 and April 30, 2026, with the winners announced at the Spiel Essen game fair.

The post Two games, two Deutscher Spiele Preis wins: Ark Nova designer Mathias Wigge takes second title with Sanctuary first appeared on .

Call for Playtesters: Rubicon and Basileus Designed by Douglas Walker

Von: Grant
27. Oktober 2026 um 13:00

From time to time, we assist designers with getting the word out for them as they are looking for playtesters for upcoming designs. Recently, I was contacted by Douglas Walker who is working on 2 designs, one named Rubicon and the other Basileus, and was in need of assistance. He has created a Discord server for potential playtesters called “Doug Walker Playtest Server.” Here is the invite, which won’t expire: https://discord.gg/gSsQRWjPWp.

Doug has provided the following descriptions of the games:

Rubicon is a strategy game about political competition in the late Roman Republic. It is 133 B.C. The Republic of Rome overshadows the Mediterranean world, but internal discord threatens to derail its growing empire. Two political factions vie for dominance—the aristocratic and conservative “Optimates” and the populist and revolutionary “Populares.” The fragile consensus holding together Rome’s elites erodes as conflict grows ever more violent.

In Rubicon, players control a faction of Roman senators belonging to either the Optimate or Popularis faction. More than one player belongs to each faction—but only one player may win the game. Players use their political influence to win elections, gain glory in war, and shape the laws of the Republic to suit their ideology and interests. Rubicon involves simultaneous blind bidding, negotiation and hand management. A thematic push-your-luck mechanic involves violating the unwritten customs of the Republic to unlock powerful actions, at the risk of provoking a deadly pushback. Winning requires carefully balancing cooperating with one’s faction partners to advance shared objectives, such as passing laws, while simultaneously competing with them to advance the glory and reputation of one’s own characters.

It is A.D. 568, and you live in the East Roman Empire (also known as the Byzantine Empire.) Three years ago, the great emperor Justinian died and was succeeded by his nephew. As the heirs of Caesar Augustus and Constantine the Great, the emperor—or “Basileus”—enjoys total control of the Byzantine state. Yet it is clear that Justinian’s repeated attempt to reconquer lost territory in the west has overextended the empire. He succeeded in re-taking North Africa, Sicily, and Italy—but at an enormous expense in both money and soldiers. Wealthy landowners and small farmers alike are burdened by taxes. The “powerful ones” or “magnates”—men who are educated, own land, and serve the government as high-ranking officials or generals—are unhappy. Justinian’s prestige made him untouchable while alive, but his successor enjoys no such immunity.

Basileus is a card-driven strategy game for three players that simulates politics, war and diplomacy in the East Roman Empire in the 500’s AD. Players take one of two roles: one player—the “Ruler”—controls the emperor (Basileus), while the other two players—the “Magnates”—control both the wealthy and powerful Roman courtiers and non-Roman nations. Players take two actions per turn. There are a certain number of actions available every turn, while strategy cards give extra event and action possibilities to the Magnates. Action cards are chosen simultaneously and resolved in a semi-random order, making gameplay quick and unpredictable. Victory points are awarded for winning battles, conquering territory, and completing literary or artistic achievements. But there’s a catch: the Basileus-Player automatically gains a certain number of victory points each turn. The Magnates must try to make life difficult for the Ruler by lowering the Basileus’s popularity, devastating the Roman economy, leading foreign nations to victory over Roman armies, and building up disloyal characters. If they get lucky, they can initiate a rebellion against the Basileus, depose him, switch roles with the Ruler to become the new Ruler. The Ruler player must try to ensure that the Basileus remains popular with the Romans and successfully defends against foreign threats. But in a world where any failure can be interpreted as divine punishment, the margin for error is razor-thin. Basileus is a tense game where success can be fleeting and danger lurks just around the corner.

Feel free to explore these games and sign up for testing at the following link: https://discord.gg/gSsQRWjPWp

We wish Doug well with these projects and hope that both of these games make it to market in the future as I always love a good game on Rome.

-Grant

À-la-carte-Kartenspielpreis 2026: Take Time gewinnt

27. Oktober 2026 um 09:12
À-la-carte-Kartenspielpreis 2026: Take Time gewinnt

Während der SPIEL-Essen-Woche hat das österreichische Spielemagazin Fairplay den À-la-carte-Kartenspielpreis 2026 vergeben, und der Sieger überrascht niemanden mehr, der die Preissaison verfolgt: Take Time von Alexi Piovesan und Julien Prothière (Libellud/Asmodee) setzt sich vor dnup, Moon Colony Bloodbath und Meister Makatsu durch.

Gemeinsam gegen die Uhr

Im Grunde ist Take Time ein kooperatives Rätselspiel gegen eine Uhr: Alle gewinnen oder verlieren zusammen. Ihr legt laut BGG-Beschreibung zu zweit bis zu viert 12 Karten verdeckt rund um eine Uhr und müsst dabei spezifische Regeln pro „Test“ einhalten, insgesamt gibt es 40 davon zu bestehen, dabei ist Reden über die eigenen Karten tabu. Die „etwa 30 Minuten“ aus unserem Eckdaten-Block gelten laut mehreren deutschen Händlerbeschreibungen pro Spielabend, nicht pro einzelnem Test und erst recht nicht für alle 40 Tests in einem Zug. Mechanisch kombiniert das Deduktion mit eingeschränkter Kommunikation und gehört damit zur selben bekannten Spielfamilie wie The Mind und The Crew. Eine englischsprachige Rezension von What's Eric Playing ordnet Take Time konkret als Alternative zu The Crew ein, mit wiederholbaren Partien um dieselbe Mission statt einer einzigen durchgehenden Kampagne. Designer sind Alexi Piovesan und Julien Prothière, die Illustration von Maud Chalmel orientiert sich laut BGG-Einordnung am Art-Nouveau-Stil.

Nicht ganz ohne Reibung

Die Kehrseite der reinen Kooperation bleibt in den meisten Quellen unerwähnt: Wenn alle am selben Ergebnis hängen und gleichzeitig kaum reden dürfen, kann eine einzelne falsch gelegte Karte schnell zur gemeinsamen Niederlage führen, mit dem Risiko, dass sich die verantwortliche Person schuldig fühlt statt mitzufiebern. Zur Spielerzahl liefert die BGG-Community zumindest eine Tendenz: Am häufigsten empfohlen wird Take Time zu dritt, zu viert fast genauso oft, zu zweit gehen die Bewertungen dagegen deutlich stärker auseinander. Sind alle 40 Tests des Grundspiels einmal bestanden, ist die Kampagne durch, die Erweiterung „Take Time: Mirage“ setzt genau hier an: Sie bringt laut Herstellerangabe vier neue Tests rund um einen „Sandvogel“ sowie einen „Rebirth“-Marker, mit dem sich alle 40 Grundspiel-Tests ein zweites Mal unter einer neuen Zusatzregel spielen lassen.

À-la-carte-Kartenspielpreis 2026: Take Time gewinnt

Eckdaten zu Take Time

  • Spielerzahl: 2 bis 4, am häufigsten empfohlen zu dritt
  • Spielzeit: etwa 30 Minuten pro Spielabend
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Regelgewicht: 1,75 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Alexi Piovesan und Julien Prothière
  • Illustration: Maud Chalmel
  • Verlag: Libellud/Asmodee, deutsche Ausgabe seit Oktober 2025 im Handel
  • Preis: rund 28,50 Euro UVP (deutsche Ausgabe laut Händlerangaben, Stand: 27.10.2026)
  • Auszeichnungen 2026: Swiss Gamers Award, Österreichischer Spielepreis (Spiel der Spiele), À-la-carte-Kartenspielpreis, Platz 5 der DSP-Top-10

Der Preis und seine Jury

Den À-la-carte-Preis vergibt das Magazin Fairplay bereits seit 1991 für das beste Kartenspiel des Jahres, wobei auch Brettspiele mitzählen, bei denen Karten das zentrale Element sind. Laut Brettspielbox stimmen dafür knapp 35 Expertinnen und Experten ab, übergeben wird der Preis traditionell auf der SPIEL Essen. Hinter Take Time landeten dieses Jahr dnup von Kei Kajino (Asmodee), Moon Colony Bloodbath von Daniel X. Vaccarino (alea) und Meister Makatsu von Reiner Knizia (Amigo) auf den Plätzen 2 bis 4, ein Querschnitt, der von leichtem Kartenspiel bis zum Expertentitel eines Branchenveteranen wie Knizia reicht.

Was wir davon halten

Ein Expertenpreis mit 35 Stimmen ist kein Massenvotum, aber genau deshalb interessant: Hier zählt nicht, was sich am besten verkauft, sondern was Leute vom Fach für das handwerklich sauberste Kartenspiel des Jahres halten. Dass mit Meister Makatsu auch ein Reiner-Knizia-Spiel auf die Liste kam, zeigt zudem, dass die Jury nicht nur auf neue Namen setzt. Für Take Time ist der Sieg der vorläufige Abschluss einer Saison, in der das Spiel kaum eine relevante deutschsprachige Auszeichnung ausgelassen hat. Wenn ihr kooperative Deduktionsspiele mit kurzer Spielzeit mögt und euch das Kartendesign im Art-Nouveau-Stil anspricht, gehört Take Time nach diesem Preisregen zu den naheliegenden Empfehlungen der Saison.

BRETTSPIELBOX Brettspiel News 44/2026:

26. Oktober 2026 um 14:30

In den BRETTSPIELBOX News 44/2026 findet ihr die folgenden Nachrichten: Hier sind die Brettspiel News. Guten Start in die Woche. Folgende Neuheiten sind auf dem Weg bzw. angekündigt: Für Helvetia ist eine Second Edition von Matthias Cramer angekündigt worden. Für Elysium: Pantheon Edition sind die neuen Komponenten und die grafische Überarbeitung angekündigt. Spielerzahl und Spieldauer beziehen sich bislang auf das Original. Auch die Sprachen der Neuauflage sind noch offen. Bei Troyes – Special Edition wird von Pearl Games und Quined Games neu herausgegeben. Es wird als Crowdfunding Kampagne gelistet. Belladonna: Im Frankreich des 16. Jahrhunderts lädt Katharina von Medici zu einem Bankett ein, bei dem nicht alle Gäste den Abend überleben sollen. Wir platzieren Adlige an der Festtafel und versuchen, sie gezielt zu vergiften, um unseren Einfluss am Hof zu vergrößern. Dabei setzen wir Würfel ein, deren Werte den Vergiftungsgrad der Gäste darstellen, und nutzen Aktionskarten, die nach ihrem Einsatz zunächst abgelegt werden. Weitere Möglichkeiten ergeben sich durch einen Boten, der Einladungen in Paris verteilt, und den Einsatz von Siegeln für zusätzliche Aktionen. Das Spiel endet, sobald die Königin die Treppe zum Bankettsaal hinabgestiegen ist.  Mit Kaiju: War of the Yōkai erweitert Devir seine Kemushi-Saga, zu der unter anderem Bitoku, Daitoshi und Shugendo […]

Zahlen und Fakten

Von: Markus
26. Oktober 2026 um 11:33

Eigentlich könnte man meinen, dass die weltweite Brettspiel-Community während der vier Messetage der SPIEL ausreichend damit beschäftigt ist, Brettspiele aus der Halle zu8 schleifen. Weit gefehlt: Parallel zum analogen Ausnahmezustand liefen die Server von Gamefound und Kickstarter in dieser Woche heiß wie selten zuvor. Stolze 227 aktive Brettspiel-Kampagnen sammelten zusammen rund 23,3 Millionen Euro von...

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Final Titan: Garfields Draft-Duell im November auf Deutsch

26. Oktober 2026 um 11:02
Final Titan: Garfields Draft-Duell im November auf Deutsch

Nerdlab Games bringt Final Titan im November 2026 auf Deutsch in den Handel, so übereinstimmend mehrere deutsche Fachhändler. Der Verlag selbst nennt auf der eigenen Shopseite kein konkretes Datum, das Spiel ist dort aber bereits vorbestellbar. Der Name hinter dem Design sorgt für Aufmerksamkeit: Richard Garfield, Erfinder von Magic: The Gathering, zeichnet gemeinsam mit Christian Kudahl verantwortlich, und bei BGG steht das Spiel aktuell auf Hotness-Platz 15.

Vom Mindbug-Duo zum Titanen-Kampf

Final Titan ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Garfield und Nerdlab Games: 2022 veröffentlichte der Verlag bereits Mindbug, ein Duell-Kartenspiel, das Garfield gemeinsam mit Christian Kudahl, Marvin Hegen und Skaff Elias entwickelte. Kudahl, zuvor kein etablierter Designer, hatte über Hegens Podcast zunächst Hegen für die Idee gewonnen, gemeinsam entwickelten die beiden das Spiel weiter und stellten es erst danach Garfield und Elias vor. Final Titan führt diese Partnerschaft fort, passend dazu gibt es laut BGG sogar eine eigene Mindbug-Erweiterung für das neue Spiel, daneben eine Godspark-Erweiterung und ein Promo-Pack. Was genau die beiden Erweiterungen inhaltlich bringen, sagt keine der vorliegenden Quellen, nur die Titel sind bislang bekannt. Fans des Genres erinnert Final Titan laut einer Rezension von Meeple Mountain an King of Tokyo, Small World und Dice Throne, ein eigenständig neues System ist es also nicht, eher eine Rekombination bekannter Zutaten mit prominenter Unterschrift.

Würfelduelle mit „positiver Downtime“

Final Titan ist laut BGG-Beschreibung ein Draft Battler: Zu Rundenbeginn wählst du offen sichtbare Champions aus einem gemeinsamen Pool, rekrutierst sie also per Draft, bevor sie paarweise in Würfelduelle geschickt werden, unterstützt mit Power-up-Karten, bis nur noch ein Champion steht. Der einfache Sechsseiter sorgt laut Brettspiel-News dafür, dass auch klar favorisierte Champions stürzen können. Zur Balance zwischen den Champions findet Meeple Mountain deutliche Worte: „Over and over, we questioned the balance, as every hero seemed to have some absurdly powerful ability“, als Beispiel nennt die Rezension einen Champion, der pauschal 20 Schadenspunkte verteilt, während der durchschnittliche Champion nur 6 bis 12 Lebenspunkte hat. Die Rezension fragt selbst, ob ein Spiel noch balanciert ist, wenn einfach alle überstark sind, hält aber fest, dass sich dadurch kein Champion nutzlos anfühlt.

Zuschauen statt warten

Weil in jeder Runde nur zwei Titanen kämpfen, beschreibt Brettspiel-News die Wartezeit der übrigen Spielenden als „positive Downtime“, vergleichbar mit dem Zuschauen bei einem Sportduell, ohne eigene Vorausplanung, dafür mit echtem Mitfiebern. Scheidet dein Champion aus, bist du laut Meeple Mountain in der Regel nicht lange raus: Eliminationen passieren der Rezension zufolge meist erst ein bis zwei Runden vor Spielende, eine ganze restliche Partie zuschauen musst du demnach selten. Zu zweit entfällt die Downtime ohnehin komplett, laut Verlag bist du dann „always fighting“, weil es keine Zuschauphase gibt. Die BGG-Community empfiehlt das Spiel am stärksten zu viert und fast genauso einhellig zu fünft, nur zu zweit gehen die Meinungen deutlich weiter auseinander, worin genau der Unterschied liegt, sagt aber keine der vorliegenden Quellen. Eine Partie dauert laut BGG 30 bis 45 Minuten. Dazu kommen ein Solo- und ein Koop-Modus namens „Trials“, Details zum genauen Ablauf nennt ebenfalls keine der vorliegenden Quellen.

Final Titan: Garfields Draft-Duell im November auf Deutsch

Eckdaten zu Final Titan

  • Spielerzahl: 1 bis 5, beste Besetzung laut BGG-Community zu viert
  • Spielzeit: 30 bis 45 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren laut BGG, ab 10 Jahren laut Nerdlab-Shop, Angaben der Quellen gehen auseinander
  • Regelgewicht: 1,67 von 5 (laut BGG)
  • Designer: Richard Garfield und Christian Kudahl
  • Verlag: Nerdlab Games (deutsche und englische Ausgabe), international zusätzlich GaGa Games, Gémklub, IELLO und MTS Games
  • Preis: 39,90 Euro (Nerdlab-Shop, Stand: 26.10.2026)
  • Erscheinungstermin: November 2026 (laut deutschem Fachhandel, der Verlag selbst nennt kein konkretes Datum)
  • Finanzierung: ursprünglich über Gamefound

Lohnt sich das?

Für Familien und Vielspieler, die ein kurzes, konfrontatives Duellspiel mit hohem Würfelglück suchen, klingt Final Titan nach einem leichten Einstieg mit großem Namen im Gepäck. Dass Garfield und Kudahl nach Mindbug erneut zusammenarbeiten und sogar eine eigene Mindbug-Erweiterung mitliefern, ist für uns das stärkste Argument, genauer hinzuschauen. Ob die 39,90 Euro angesichts des beschriebenen Würfelglücks gerechtfertigt sind, lässt sich nicht abschließend einordnen, Meeple Mountain erwähnt immerhin einen großen Champion-Pool als Wiederspielwert, testete aber selbst nur eine Vorabversion mit einem Teil davon. Wie tief Solo- und Koop-Modus tatsächlich gehen, bleibt bis zur deutschen Ausgabe im November offen, ebenso wie ein genaues Lieferdatum innerhalb des Monats, das Nerdlab Games bislang nicht konkretisiert hat.

Neu auf Board Game Arena: Luthier & Labyrinth

26. Oktober 2026 um 09:58
Neu auf Board Game Arena: Luthier & Labyrinth

Board Game Arena hat in den vergangenen sieben Tagen zwei neue Titel ins Programm genommen, die kaum unterschiedlicher sein könnten: ein frisches Experten-Kennerspiel um den Bau von Streichinstrumenten und ein vierzig Jahre altes Familienspiel-Urgestein mit verschiebbaren Gängen. Wir zeigen euch beide mit allem, was ihr vor der ersten Partie online wissen solltet.

Neu auf Board Game Arena: Luthier & Labyrinth

Luthier

Mit Luthier bringt Board Game Arena ein Expertenspiel um den Bau und Verkauf von Streichinstrumenten online. Für diesen Titel wird ein Premium-Abo benötigt. Ihr steigt als Geigenbauerin oder Geigenbauer ins Handwerk ein, wählt Holzsorten, baut Instrumente und verkauft sie an Musikerinnen und Musiker, Sammlerinnen und Sammler oder Orchester. Auf Board Game Arena spielt ihr zu zweit, dritt oder viert, BGG nennt zusätzlich einen Solo-Modus für die Partie am Tisch. Eine Partie dauert online im Schnitt 83 Minuten, BGG nennt für den Tisch 90 bis 150 Minuten: Offenbar spielt sich eine Partie online zügiger. Designer sind Dave Beck und Abe Burson, das Spiel erscheint bei Paverson Games, die deutsche Fassung bei Funtails. Über die deutsche Vorbestellaktion von Funtails haben wir 2024 bereits berichtet.

Eckdaten zu Luthier

  • Spieleranzahl: 2 bis 4 auf Board Game Arena (BGG nennt zusätzlich einen Solo-Modus)
  • Spielzeit: 90 bis 150 Minuten laut BGG, im BGA-Schnitt 83 Minuten
  • Alter: ab 14 Jahren (laut BGG)
  • Komplexität: 4 von 5 auf Board Game Arena, BGG-Gewicht 3,83 von 5
  • Designer: Dave Beck und Abe Burson
  • Verlag: Paverson Games, deutsche Fassung bei Funtails
  • BGA-Zugang: Premium-Titel
Neu auf Board Game Arena: Luthier & Labyrinth

Labyrinth

Labyrinth ist seit dieser Woche ebenfalls auf Board Game Arena spielbar. Das Spiel lässt sich ohne Abo spielen. Ravensburger brachte das von Max J. Kobbert entworfene Familienspiel 1986 erstmals heraus, in diesem Jahr wird es vierzig Jahre alt. Ihr schiebt Gangteile durch ein Labyrinth aus losen Fliesen und steuert euren Charakter zu euren Schätzen, während sich die Gänge mit jedem Zug neu verschieben. Eine Partie dauert laut BGG 20 Minuten, im BGA-Schnitt sind es 24. Komplexität und BGG-Gewicht liegen übereinstimmend am unteren Ende der Skala, das Spiel richtet sich an die ganze Familie.

Eckdaten zu Labyrinth

  • Spieleranzahl: 2 bis 4
  • Spielzeit: 20 Minuten laut BGG, im BGA-Schnitt 24 Minuten
  • Alter: ab 8 Jahren (laut BGG)
  • Komplexität: 1 von 5 auf Board Game Arena, BGG-Gewicht 1,35 von 5
  • Designer: Max J. Kobbert
  • Verlag: Ravensburger
  • BGA-Zugang: kostenlos spielbar

Welches spielen wir zuerst?

Für uns ist die Wahl diese Woche leicht: Labyrinth ist in einer Partie durchgespielt und eignet sich bestens für eine schnelle Runde zwischendurch, während Luthier eher der Abend für die Kennerrunde ist, die sich Zeit nimmt. Wer noch unsicher ist, ob sich das Premium-Abo für Luthier lohnt, kann mit Labyrinth kostenlos reinschnuppern und danach entscheiden.

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