Willkommen zu unserer Brettspiel-Rezension von La Cuenta! 🎲 In diesem Video testen wir, ob das Kartenspiel La Cuenta wirklich so viel Spielspaß bietet, wie es verspricht – und ob es sich als Familienspiel lohnt. 👨👩👧👦 👉 Wir zeigen dir: – Ob das Spiel Spaß macht – Für wen sich das Spiel eignet – Unsere ehrliche Meinung nach mehreren Runden Spielen – Ob sich der Kauf für Brettspiel-Fans wirklich lohnt Durch Klick auf dieses Bild werdet ihr zu YouTube weitergeleitet. 💬 Schreib uns in die Kommentare: Hast du La Cuenta schon […]
Cat in the Box | Muneyuki Yokouchi | 20 – 50 Minuten | 2 -5 Personen | Pegasus Spiele
Cat in the Box ist ein ganz besonderes Stichansagespiel, wo die Spielenden wie üblich zu Beginn abschätzen wie viele Stiche sie mit ihren Handkarten gewinnen können. Danach spielt jede Person reihum je eine Karte und wer die höchste Karte der angespielten Farbe oder die Trumpffarbe gespielt hat, bekommt den Stich. Als Besonderheit wird die Farbe der Handkarte aber immer erst in dem Moment festgelegt, in dem diese ausgespielt wird, da alle Karten keine Farben haben und diese über ein Tableau festgehalten werden. Wer die angesagte Farbe nicht bedienen „kann“ bzw. möchte, muss die Farbe wechseln, darf die eigentlich geforderte Farbe danach jedoch für den Rest der Runde nicht mehr spielen – hat also im übertragenen Sinn keine Karten dieser Farbe mehr auf der Hand. Jede Farb-Zahl-Kombi darf im gesamten Spiel nur genau einmal gespielt werden. Ob dies nur ein nettes Konzept ist oder auch spielerisch seinen Reiz hat, bringen einige Mitglieder in diesem Rampenlicht auf den Punkt.
Jan (Brettspielerunde) Ein spannendes Spiel, das klassische Stichmechaniken mit einem cleveren Quanten-Twist verbindet und dadurch ein völlig neues Spielerlebnis schafft. Besonders die Idee, dass Karten zunächst farblos sind und erst beim Ausspielen ihre „Farbe“ erhalten, macht das Spiel einzigartig und sorgt für überraschende Paradox-Momente, die perfekt zum Thema passen.
Johannes (Brettspielministerium) Erst einmal extrem reduziert und eingängig. Wer braucht schon Farben? Und dann kommt das erste Paradoxon und die gesamte Tiefe des Designs entfaltet sich. Toller Titel!
Mathias (Cliquenabend) Man liest die Beschreibung und denkt sich: das ist aber ein aufgesetztes und merkwürdiges Thema für ein Stichspiel. Und dann spielt man eine Runde und merkt, dass die Beschreibung haargenau auf das Spielgefühl passt. Die Idee, dass die Farben erst beim Ausspielen festgelegt werden ist innovativ und den richtigen Zeitpunkt zu wählen um eine Farbe für sich zu blank zu spielen ist knifflig und auch nach mehreren Partien nicht ausgereizt.
Georgios (spielbar.com) Ein Stichspiel, welches das Karten zählen leicht macht und gerade deshalb Anfänger*innen mehr Raum für interessantere Überlegungen zulässt. Man kann taktieren, riskieren und seine Mitspieler*innen durch ausgelutsche Schrödinger-Witze malträtieren. Selten ist der Reiz von Stichspielen derart transparent präsentiert worden.
Jürgen (spielbar.com) Ein weiteres Spiel der Hanamikoji-Klasse (in Anlehnung an Schiffstypenklassen). Man liest die Anleitung und denkt „joah, mal schauen“. Dann bekommst Du die erste Kartenhand und es macht Boom (in Anlehnung an Klaus Lage). Wir spielen Stiche und müssen natürlich bedienen. Damit das gut klappt, sind alle Karten schwarz. Häh, was soll das denn? Nun, die Farbe der ausgespielten Karte bestimmen wir über die Ablage eines Chips auf dem zentralen Tableau. Und dort wollen wir möglichst große Flächen mit unseren Chips bilden. Wir haben also Stichspiel kombiniert mit Set Collection bzw. Tile Placement. Und das ist großartig. Außer mit Menschen, die Stichspielen nichts abgewinnen können; für diejenigen ist es Over the Top (in Anlehnung an Sylvester Stallone). Und damit gebe ich weiter zu Peer Sylvester.
Peer (spielbar.com) Vielleichts Jahrgangsbestes Stichspiel. Die Verknüpfung mit den Spielbrett passt gut und die Freiheit der Farbwahl sorgt für ein sehr spannendes (situatives) Spiel. Die später erschienenen Deluxe-Boxen braucht kein Mensch,
Christian (Spielstil) Ihr denkt ihr habt schon alles gesehen, was man mit Stichspielen anstellen kann? Cat in the Box beweist euch das Gegenteil. Was auf den ersten Blick einfach und altbekannt wirkt, überrascht schnell durch seine kleinen, aber feinen, Finessen. Eine ganz klare Empfehlung! Ein Spiel, das dich ganz schön ins schwitzen bringen kann.
Wenn Ihr Euch nun etwas intensiver mit Cat in the Box befassen wollt, dann schaut Euch doch mal den folgenden verlinkten Artikel an:
Jedes kompetitive Spiel kann als Prüfung individueller Moralvorstellungen verstanden werden. Jedoch nicht in einer stark vereinfachten, binären Vorstellung davon, dass man das „Richtige“ und nicht das „Falsche“ tut. Stattdessen stellen uns kompetitive Spiele vor die Aufgabe etwas zu tun, von dem wir wissen, dass es falsch ist. Wenn unsere Sozialisierung nicht vollkommen vergeigt wurde, haben […]
Stichspiele gibt es viele und scheinbar spalten sich daran auch die Geister. Für manche kann es nicht genug davon geben. Andere Spielende laufen lieber weg, als ein Stichspiel zu spielen. Und ihr vermutet es schon richtig: Auch Cat in the Box ist ein Stichspiel. Allerdings hebt sich das Kartenspiel von Muneyuki Yokouchi hier deutlich ab und bringt dann doch den ein oder anderen Twist in das Stichspiel-Genre. Was das bei Pegasus erschienene Kartenspiel besonders macht, erfahrt ihr in unserer Review. Ach ja, und es versteht sich von selbst, dass bei den Arbeiten zu diesem Artikel keine Katzen verletzt wurden.
Die SPIEL Essen 2025 Neuheiten & Spieletipps sind der 2. Teil meines großen Essen 2025 Messe-Berichts. Es gibt dort einfach so viel zu sehen und erleben, dass es den Rahmen für einen einzigen Beitrag weit sprengen würde, daher habe ich es thematisch aufgeteilt. Im ersten Teil meines SPIEL Essen 2025 Messebericht habe ich über […]
Der erste Teil beschäftigt sich mit Kinderspielen oder zumindest mit einfacheren Spielen, die auch jüngere Kinder bis acht Jahre mitspielen können. Aufgrund meiner Lebensumstände konzentriere ich mich aktuell eher auf diesen Bereich, was mir aus zwei Gründen viel Spaß macht: Zum einen sind Kinderspiele gefühlt innovativer unterwegs. Kenner- und Expertenspiele versuchen meist nur durch die Verquickung von zig Mechanismen zu glänzen, was sie aber auch komplex, kompliziert und unelegant wirken lässt. Kinderspiele sind dabei einfacher gestrickt und meist sticht ein Mechanismus heraus. Und wenn dieser innovativ umgesetzt ist, interessiert mich das Spiel. Zum anderen dauern die Partien viel kürzer, was vor allem für das Antesten auf der Messe viel wert ist. Anstatt drei großen Zwei-Stunden-Kloppern konnte ich so an einem Tag über zehn neue Spiele nicht nur antesten, sondern komplett durchspielen.
Und darunter waren als Kinderspiele „Käpt'n Memo“, „Team Adlerauge“, „Ocean Twist“, „Pencil Pirates“, „Octocube“, „Tricky Treats“, „Cako Saurus“ und „Mooki Island“.
Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.
Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.
Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.
Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).
Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.
Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.
Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.
Investmenttafel Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.
Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)
Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.
Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.
Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play
Und die gehören allesamt zu meinen liebsten Euro Spielen. Und auch Movers & Shakers hat das Potential dazu in diese Gruppe vorzustoßen. Ich konnte es mittlerweile schon 1-mal auf der Boardgamearena spielen, wo es derzeit noch im Alpha-Status (Nur für Alpha-Tester zugängig) spielen konnte. Aber ich denke, dass es sehr bald in den Beta-Status wechselt, da es sich dort schon vollkommen problemlos spielen läßt.
Aber was machen wir nun in Movers & Shakers? Wir sind mächtigen Eisenbahnmagnate in Bengalen, im Nordosten von Indien, im späten 19. Jahrhundert und konkurrieren um die Erfüllung von Verträgen zum Transport von Gütern zwischen Benares und der Hafenstadt Kalkutta. Dabei müssen wir den Transport der Güter so effizient wie möglich organisieren und können dabei nicht nur unsere eigenen Züge sondern auch die der Mitspielenden nutzen.
Das Spiel verläuft über 2 Runden in der wie jeweils 6 Aktionskarten auf unsere Unternehmenstableau spielen und damit Aktionen wie das Beladen und Bewegen von Güterzügen, das Beeinflussen der Märkte in Benares und Kalkutta, das Aufwerten unserer Anlagemarker, das Einrichten von Agenturen oder das Verschiffen von Handelsgütern ausführen.
Siegpunkte erhalten wir hierbei durch das Erfüllen von Verträgen, den Wert unserer gesammelten Anlagen (Anleihen, Wertgegenstände, Ressourcen und Infrastruktur), Geschäfte mit regionalen Agenturen, Investitionen und unsere Gesamtleistung (Anzahl transportierter Handelsgüter).
Spannend an dem Spiel finde ich zum einen die Aktionsauswahl mit den Karten. Jeder erhält zu Spielbeginn 4 Lade- und 4 Bewegungs-Aktions-Karten. Im Spielverlauf können wir hier weitere Karten dazu bekommen. Von diesen 8 Karten können wir jede Runde 6 ausspielen. Dabei müssen wir uns immer entscheiden ob wir zusätzlich zu der/den Aktion/en der Karte noch eine Entwicklungs- oder eine Logistikaktion als Unternehmensaktion wählen, je nachdem ob wir die Karte in der oberen oder unteren Hälfte des Slots auf unserem Tableau platzieren.
Beim Laden der Güter können wir diese auch auf die Züge der Mitspielenden laden und beim Bewegen der Züger können wir auch deren Züge bewegen. Hier hat es Ähnlichkeiten zu Panamax. Beim Bewegen von Zügen kommt es auch immer wieder vor, dass wir Züge, die sich bereits auf der Streck befinden, vor uns herschieben. Hier sind also jede Menge strategische Entscheidungen zu treffen.
Was ich auch spannend finde ist das Geldmanagement in dem Spiel. Man kann nämlich maximal 9 Rupien besitzen. Kommt man auf 10 Rupien werden diese sofort in 1 Investmentmarker umgewandelt. Diese braucht man am Rundenende, um zu investieren. Auf diesem Weg erhält man am Ende schon einen sehr großen Teil seiner Siegpunkte. Allerdings kann man Investmentmarker nicht mehr zurück in Rupien tauschen. Man muss sich also genau überlegen was man im Rundenverlauf noch an Bargeld benötigt.
Investmenttafel Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Geld verdient man in erster Linie damit, dass man Handelsgüter an den Märkten von Benares und Kalkutta abliefert. Der Wert jedes Gutes wird über die Position der jeweiligen Marker auf der Markttafel bestimmt. Diese kann man auch über Aktionen nach oben bewegen und erhält dafür auch noch Boni, wenn man die 2., 4., 6. und 8. Zeile erreicht. Jeder hat hier 3 Marker: einen für Benares, einen für Kalkutta und den Finanzberater. Dieser gibt vor, auf welche Zeile die anderen beiden Marker nach Rundenende „zurückgesetzt“ werden. Man sollte somit den Finanzberater nicht außer acht lassen.
Markttafel – Quelle: BGA (Copyright by Quined Games)
Markt-Marker – Quelle Spielanleitung (Copyright by Quined Games)
Vom Komplexitätsgrad würde ich Movers & Shakers auf jeden Fall unter Nippon & Co. einordnen, also im Bereich Kennerspiele. Für mich ist das Spiel auf jeden Fall ein must have und ich freue mich schon sehr auf weitere Partien. Auf BGA und, wenn Quined seinen Zeitplan einhalten kann, in 1 Jahr mit der physischen Version.
Es soll auch in den regulären Handel kommen. Dann aber mit weniger hochwertigem Material. Einen entsprechenden Vergleich findet man unter „Comparative Chart“ auf der Gamefound-Seite.
Es gibt übrigens ein sehr gutes Video von Gaming Rules, indem die Regeln erklärt werden und im Anschluß eine komplette Partie Movers & Shakers zu dritt gespielt wird: Movers & Shakers – Tutorial & Playthrough Wem das Video zu lang ist, der kann sich das Video von Jonathan von Getting Games anschauen: Movers & Shakers – Quick Play
Kaum begonnen, ist die SPIEL 2025 auch schon wieder Geschichte. Für vier Tage war Essen der Ort, an dem die weltweiten Brettspiel-Begeisterten sein mussten, oder wo der Brettspiel-Plus der Welt schlug. Und jetzt, gut eine Woche später, nachdem der Staub der neuen Brettspiele sich etwas gelegt hat, wird es auch einfach mal Zeit, einen Rückblick zu wagen. Viel Spaß beim Lesen.
Auch im Jahr 2025 war ich in Essen zur Internationalen Spielemesse SPIEL'25. Dieses Jahr konnte ich zwei Tage dort verbringen und sehr viele Spiele antesten. Aufgrund geänderter Interessen standen sehr viele einfache Spiele für Kinder und Familien auf meiner Liste. Aus dem Grund habe ich mich entschieden, meine Berichte dieses Jahr nicht nach Tagen aufzuteilen, sondern nach Komplexitätsgraden. Der Grad ist natürlich oft sehr fließend und wird unterschiedlich wahrgenommen. Aber auf die Art kann ich auch die Länge der Beiträge etwas im Rahmen halten.
Die Spielemesse SPIEL'25 ist vorbei. Ende Oktober fanden sich um die 200.000 Menschen in Essen zum Spielen ein. Bevor ich meinen Messebericht schreibe, kamen aber auch noch andere Spiele auf den Tisch. „Galactic Cruise“ konnte ich nach dem September auch noch zu allein und zu zweit spielen. Von „Waypoints“ wurde eine neue Karte veröffentlicht, die ich ausgiebig spielte. Und auf BGA lernte ich „Fliptoons“, „Duell um Cardia“ und „Pergola“ kennen.
Beim ersten Blick in die Schachtel von die glorreichen Gilden von Buttonville hatte ich ein sehr wohliges Gefühl. Ich war direkt an meinen ersten Blick in die Schachtel von Dominion erinnert. Und das sage ich ohne irgendeinen negativen Hintergedanken. Wer ist noch an Dominion erinnert? Im Gegenteil. Es wirkte einfach richtig und die Erinnerung hat mich direkt wieder mit dieser Wärme von damals zurückgelassen. So viel Spoiler sei hier schon mal erlaubt. Das positive Gefühl sollte die erste Partie nicht überstehen. Aber beginnen wir erst einmal am Anfang. Ich wurde […]
Die SPIEL Essen 2025 war die weltweit größte Messen für Brett- und Gesellschaftsspiele. Viele tausend Menschen aus der ganzen Welt reisen an, um bei diesem Mega-Spektakel dabei zu sein. Nirgends kommen Spielbegeisterte so auf ihre Kosten: überall wird gewürfelt, gelacht & gezockt. Wildfremde Menschen sitzen miteinander am Spieltisch und haben Spaß, Sprachbarrieren werden teilweise mit […]
Dieses Jahr haben wir uns gedacht: Warum einen Podcast im Vorfeld der SPIEL aufnehmen? Lass uns doch einfach mal abends die Mikros auspacken und ein wenig über den Tag auf der SPIEL und den vielleicht kommenden Tag sprechen. Klar, da sprechen wir natürlich nicht immer über die Brettspiele, sondern über Menschen und Situationen.
Groß, größer, Ausverkauft! – Das war die SPIEL 2025 in Essen. Ein weiteres Jahr in der Erfolgsgeschichte der internationalen Spieletage und wieder wurden Rekorde gebrochen. 220.000 Besuchende, über 1.700 Neuheiten.
Auf der Pressekonferenz am Mittwoch stellte eine sichtlich emotionale Carol Rapp glaubhaft klar, dass die Spieletage natürlich in Essen bleiben würden und dass es keinerlei Umzugspläne gäbe. Wie bei jedem guten Streisand-Effekt wurde diese doch recht eindeutige Aussage bei uns im Netzwerk lebhaft diskutiert: Die Messe platzt (mal wieder) aus allen Nähten. Zwar gibt es […]
Vor einiger Zeit fragte mich jemand, ob ich wirklich denke, dass Spielende sich nicht kritisch mit den Spielen auseinander setzen, die sie spielen. Also dass sie die Themen nicht hinterfragen oder ihr eigenes Handeln reflektieren. Meine Antwort darauf war ein klares Nein, ich denke nicht, dass das passiert. Dabei halte ich den Spieler*innen nicht zwingend […]
Pegasus Spiele, 2024 Autoren: Alex Hague, Jon Perry, Justin Vickers 1–4 Spieler:innen, ab 8 Jahre, 20-30 Minuten
In „Spots“ dreht sich alles um Hunde, Tricks und Würfelglück. Ihr seid Hundetrainer:innen, die versuchen, ihre treuen Vierbeiner zum Spielen zu schicken. Jeder Hund besitzt ein individuelles Fellmuster mit Flecken, auf denen bestimmte Zahlen gewürfelt werden müssen. Nur wer die passenden Würfel platziert, kann den Hund fertigstellen und in Sicherheit bringen. Das klingt simpel, entfaltet aber rasch einen spannenden Wettlauf zwischen Risiko und Vorsicht. Thematisch ist „Spots“ erfrischend anders. Statt Fantasy oder Wirtschaft geht es hier um charmante Hunde, Leckerlis und ein Training voller Spannung. Die liebevolle Gestaltung und das unaufgeregte Thema machen das Spiel sofort sympathisch und sorgen dafür, dass ihr schnell in die Stimmung eintaucht.
Zu Beginn wählt ihr aus einer Vielzahl an Trickkarten eine kleine Auswahl, die den Ablauf der Partie bestimmt. Diese Karten geben euch Aktionen vor, etwa das Würfeln, Nachwürfeln oder das Sammeln von Leckerlis. Anschließend würfelt ihr, um die passenden Zahlen auf den Hundeflecken zu platzieren. Gelingt es euch, alle Flecken eines Hundes zu füllen, schickt ihr ihn zum Spielen und sichert euch so Punkte. Doch jeder Fehlwurf hat Konsequenzen. Würfel, die ihr nicht unterbringen könnt, landen im Garten. Wenn sich dort zu viele Augen summieren, entsteht Unruhe, und alle noch nicht gesicherten Hunde verlieren ihren Fortschritt. Diese ständige Balance zwischen Mut und Vorsicht prägt das Spielerlebnis. Ihr überlegt, ob ihr noch einmal würfeln wollt, um mehr zu schaffen, oder lieber sichert, was ihr habt. Mit 22 möglichen Tricks, von denen in jeder Partie nur sechs ins Spiel kommen, entstehen immer neue Kombinationen. Dadurch bleibt Spots abwechslungsreich und lädt dazu ein, verschiedene Taktiken auszuprobieren. Eine Partie dauert meist etwa 20 bis 30 Minuten und eignet sich gut für Familien, Freundesrunden oder kurze Spielabende.
„Spots“ überzeugt mit einem charmanten Thema und klarer Spielstruktur. Das Zusammenspiel aus Würfelglück, Risiko und taktischem Absichern sorgt für ständige Spannung. Die Freude ist groß, wenn ein Hund endlich fertiggestellt wird, und die Enttäuschung ebenso, wenn ein unruhiger Garten alles zunichtemacht. Dieses emotionale Auf und Ab macht den Reiz des Spiels aus. Gleichzeitig müsst ihr akzeptieren, dass der Zufall eine dominante Rolle spielt. Wer Pech hat, kann wenig ausrichten, selbst wenn die Strategie stimmt. Das ist nicht immer befriedigend, aber es gehört zu dem leichten, spielerischen Charakter, den „Spots“ bewusst pflegt. Das Material ist hochwertig, die Gestaltung farbenfroh und freundlich. Die Holzknochen als Leckerlis, die stabilen Karten und die klaren Symbole sorgen für eine angenehme Haptik und einfache Zugänglichkeit. Das Thema mit den unterschiedlichen Hunden und ihren Tricks ist liebevoll umgesetzt und spricht nicht nur Tierfreund:innen an. „Spots“ ist besonders geeignet, wenn ihr Spiele sucht, die schnell erklärt sind und bei denen Glück und Spannung im Vordergrund stehen. Für Familien mit Kindern ab acht Jahren, Gelegenheitsspieler:innen oder Runden, die gerne lachen und mitfiebern, ist es ein passender Begleiter. Wer allerdings Wert auf langfristige Planung und strategische Kontrolle legt, wird weniger Freude haben. Als kurzweiliges Würfelspiel mit charmantem Thema funktioniert „Spots“ hervorragend und verdient sich einen festen Platz im Regal all jener, die das kleine Chaos am Spieltisch lieben.
Nehmen wir einmal an, in Essen käme ein Spiel namens “Punchline” heraus (das englische Wort für “Pointe”). In dem Spiel schlüpft man in die Rolle eines Comedians und muss Witze schreiben, Termine buchen, auf Tour gehen, Werbung machen etc. Es handelt sich um ein knallhartes Wirtschaftsspiel und wurde sehr ausführlich recherchiert, alles macht einen realistischen […]