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Boss Fighters QR: Elite-Boss-Modus freigeschaltet

19. Juni 2026 um 22:38
Boss Fighters QR: Elite-Boss-Modus freigeschaltet

Für das kooperative App-Spiel Boss Fighters QR hat Pegasus Spiele den Elite-Boss-Modus freigeschaltet, spielbar mit dem neuesten Update der Begleit-App. Der Modus fordert Gruppen, die ihre Kampagne abgeschlossen haben, zu härteren Rückkämpfen gegen die ersten fünf Bosse auf.

Was Boss Fighters QR ausmacht

Boss Fighters QR (2025) stammt von den Autoren Michael Palm und Lukas Zach und wird von Pegasus Spiele verlegt. Zwei bis vier Spielende treten kooperativ gegen zehn Bossmonster an, wobei eine Begleit-App die Gegnerseite übernimmt. Über die Scan&Play-Mechanik liest die App die QR-Codes auf den ausgespielten Karten und reagiert in Echtzeit auf die Züge der Gruppe. Jeder Boss verfolgt eigene Taktiken, Stärken und Schwächen, die das Heldenteam erst durchschauen muss, bevor es ihn gezielt bezwingen kann. Laut BoardGameGeek lässt sich jeder Kampf auf einer von vier Schwierigkeitsstufen angehen. Wie der Titel grundsätzlich funktioniert, haben wir in unserer Vorstellung von Boss Fighters QR beschrieben.

Zu Beginn der Kampagne wählt jede Person ein Heldendeck (Jungle Troll, Hill Halfling, Copper Dwarf oder Wood Elf) und kombiniert es mit einer von vier Klassen: Krieger, Magier, Schurke oder Druide. Wer einen Boss besiegt, erhält Loot-Karten, mit denen sich das eigene Deck über die Kampagne hinweg verstärken und um neue Fähigkeiten erweitern lässt. Boss Fighters QR ist auf zwei bis vier Spielende ausgelegt; einen Solo-Modus sieht das Spiel nicht vor.

Eckdaten zu Boss Fighters QR

  • Spielerzahl: 2 bis 4
  • Spieldauer: 40 bis 60 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Modus: kooperativ, app-gestützt
  • Komplexität: leicht bis mittel (BGG-Gewicht rund 2,1)

Der Elite-Boss-Modus im Detail

Der neue Elite-Boss-Modus setzt nach dem Ende der Kampagne an. Laut Pegasus Spiele können Gruppen, die durchgespielt haben, den ersten fünf Bossen erneut gegenübertreten, diesmal in einer deutlich stärkeren Elite-Variante. Um diese Gegner zu schlagen, brauchen die Helden die im Kampagnenverlauf freigespielten Verbesserungen und Gegenstände. Dazu kommen teils kleine neue Herausforderungen. Neuen Kampagnen-Inhalt gibt es damit nicht, wohl aber zusätzlichen Wiederspielwert für Gruppen, die bereits durch sind. Freigeschaltet wird der Modus über das neueste App-Update.

Sticker und Spielmatten als Begleitmaterial

Rund um das Spiel gibt es zwei weitere Neuigkeiten. Im teilnehmenden Fachhandel liegen Boss-Sticker bereit, solange der Vorrat reicht. Außerdem sind neue Spielmatten erhältlich, laut Pegasus Spiele im Viererpack mit allen vier Charakteren. Beides ist Zubehör und greift nicht in den Spielablauf ein.

Einordnung: nominiert, nicht ausgezeichnet

Boss Fighters QR steht 2026 auf der Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres, gemeinsam mit Moon Colony Bloodbath und Rebirth. Eine Nominierung ist dabei noch keine Auszeichnung: Welcher der drei Titel den Preis erhält, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht entschieden. Einen Überblick über das Feld bietet unsere Übersicht zu den Nominierungen 2026.

Das Spiel Pop! erhält 2026 eine deutsche Version von Asmodee

Newsbild Asmodee Deutschland hat eine deutsche Version des Spiels Pop! von Mr.Kou und Kamoto angekündigt. Im schnellen Kartenspiel POP! sind die Spielenden die Hüter*innen der Farben im Königreich Chromatopia. Ein großes Fest steht an und alle warten gespannt auf die Ballons, die wie immer den Himmel in ein Farbenmeer verwandeln sollen. Die Teams stehen bereit - notfalls ergänzt durch den Superklekser, falls die Spielenden nicht vollzählig sind. Aber Vorsicht! Wenn gleichfarbige Ballons aneinander angrenzen, explodieren sie und können Kettenreaktionen auslösen. Die Spielenden gestalten ihre Girlanden mit Fingerspitzengefühl, damit die Party nicht platzt, bevor sie überhaupt begonnen hat! Jeder explodierte Ballon gibt einen Punkt pro Explosionssymbol auf der Karte. Wer am Ende die wenigsten Punkte hat, gewinnt. Erscheinen soll des Spiel im dritten Quartal 2026.

Gold – Spielkritik

Von: Paddy
19. Juni 2026 um 17:11
Gold

Die Dosenspiele von Game Factory sind beliebt, gerade auch in der Ferienzeit. Sie passen mit wenig Platz überall hinein. Gold mischt spielerisch das Sammeln von Karten mit einem kleinen Memo-Effekt. Und mit Autor Reiner Knizia hat das Spiel einen bekannten

Der Beitrag Gold – Spielkritik erschien zuerst auf brettspielblog.ch.

Behind

19. Juni 2026 um 16:00

Strohmann Games, 2025
Autor: Cédric Millet
1+ Spieler:innen, ab 10 Jahre, 3x 45-90 Minuten

Ein Tatort liegt vor euch, aber er sieht zunächst nicht aus wie ein Tatort. Da sind kleine Ausschnitte, Textfetzen, Figuren, Gegenstände und Andeutungen. Nichts passt auf die einfache Art zusammen. Ihr schiebt, sortiert, lest, verwerft und merkt irgendwann: Die eigentliche Szene entsteht nicht durch stumpfes Anlegen, sondern dadurch, dass ihr versteht, was hier passiert sein muss. „Behind“ fühlt sich dadurch frisch an. Das Spiel nimmt die vertraute Lust am Puzzeln und dreht sie um. Ihr seht nicht von Anfang an das Bild, das ihr zusammensetzen wollt. Stattdessen arbeitet ihr euch über Hinweise, Beobachtungen und Schlussfolgerungen zu einer Anordnung vor, die am Ende auf der Rückseite bestätigt wird. Dieser Kniff trägt erstaunlich weit, weil die drei Szenarien nicht einfach nur andere Bilder zeigen, sondern sich tatsächlich unterschiedlich anfühlen. Mal seid ihr näher am Kriminalfall, mal stärker im Experiment, mal in einer anderen Art von Logikrätsel. Besonders „Der Raub“ bleibt für mich hängen, weil das Szenario den Detektivgedanken am klarsten auf den Tisch bringt. Das ist persönliche Vorliebe, aber es zeigt gut, was das Spiel kann: Aus einzelnen Fragmenten entsteht ein gemeinsamer Denkraum.

Ihr legt die Plättchen eines Szenarios aus und versucht herauszufinden, in welcher Ordnung sie zusammengehören. Dabei geht es nicht nur darum, Kanten oder grafische Übergänge zu finden. Viel wichtiger ist, welche Informationen auf den Plättchen stecken. Wer steht wo? Was verweist aufeinander? Welche Reihenfolge ergibt Sinn? Welche Spur führt weiter und welche lockt euch in eine Sackgasse? Am Tisch entsteht dadurch ein schöner Wechsel aus stillem Suchen und gemeinsamem Knobeln. Manchmal arbeitet ihr parallel an mehreren Ecken. Eine Person entdeckt eine mögliche Verbindung, während die andere noch an einem ganz anderen Abschnitt hängt. Dann rückt ihr wieder zusammen, beugt euch über dieselben drei, vier Plättchen und versucht, eine besonders widerspenstige Stelle zu knacken. Genau in diesen Momenten zeigt das Spiel seine Stärke. Es zwingt euch nicht zu langen Regelüberlegungen, sondern zu Gesprächen über Beobachtungen. Ihr sagt nicht: „Ich mache jetzt Aktion A.“ Ihr sagt eher: „Warte, wenn das hier stimmt, dann kann dieses Plättchen eigentlich nicht dort liegen.“ Wenn ihr feststeckt, können Hinweiskarten helfen. Die sind wichtig, denn manche Stellen können frustrieren. Nicht, weil das Grundprinzip schwer zu verstehen wäre, sondern weil ein fehlender Gedanke gleich mehrere Anschlüsse blockieren kann. Mit etwas Rätselspielerfahrung habt ihr sicher Vorteile, aber Neulinge kommen trotzdem gut hinein. Die Hürde liegt nicht in komplexen Regeln, sondern im genauen Hinschauen und im Mut, eigene Annahmen wieder umzustoßen. Der stärkste Moment kommt am Ende. Wenn ihr die Auslage umdreht und plötzlich sichtbar wird, ob eure Logik trägt, fühlt sich das nicht nur wie Kontrolle an. Es ist ein echter Erfolgsmoment. Das Spiel belohnt euch mit einem Bild, das vorher nur als Möglichkeit im Kopf existiert hat.

Mich überzeugt an diesem Spiel vor allem, dass es sich wirklich neu anfühlt. Viele Rätselspiele arbeiten mit Codes, Umschlägen, Kartenstapeln oder linearen Aufgabenketten. Hier liegt alles offen vor euch und bleibt trotzdem geheimnisvoll, weil ihr erst lernen müsst, wie die einzelnen Bruchstücke miteinander sprechen. Das ist eine starke Grundidee, und sie wird nicht nach dem ersten Szenario verbraucht. Gerade weil die drei Fälle thematisch, grafisch und spielerisch unterschiedlich angelegt sind, entsteht genug Abwechslung, um die Schachtel nicht wie eine einzige langgezogene Aufgabe wirken zu lassen. Zu zweit funktioniert das Spiel besonders gut. Ihr habt genug Augen, um unterschiedliche Dinge zu sehen, aber nicht so viele Stimmen, dass der Tisch unruhig wird. Allein lässt es sich ebenfalls gut spielen, dann wird es konzentrierter und etwas stiller. Zu dritt oder viert kann ich mir das noch vorstellen, vor allem mit geduldigen Mitspieler:innen, die gern gemeinsam grübeln. Deutlich größere Gruppen würden dem Spiel vermutlich nicht guttun. Dann schauen zu viele Menschen auf dieselben Plättchen, während nur wenige wirklich handeln oder erkennen können. Die Zugänglichkeit ist ein Pluspunkt. Ihr seid schnell im Spiel, weil die Regeln kaum im Weg stehen. Trotzdem ist es kein belangloses Nebenbei-Rätsel. Wer ungern feststeckt oder bei Grübelpausen schnell aussteigt, könnte an manchen Stellen genervt sein. Das Spiel kann euch kurz frustriert zurücklassen, wenn eine entscheidende Verbindung einfach nicht auftauchen will. Die Hinweiskarten fangen das gut ab, aber sie ändern nichts daran, dass der Reiz und der Frust aus derselben Quelle kommen: Ihr müsst selbst sehen, was die Plättchen euch sagen wollen. Das Material funktioniert gut. Die Plättchen lassen sich angenehm nutzen, die Gestaltung ist ansprechend und die unterschiedlichen Illustrationsstile der Szenarien geben jedem Fall eine eigene Farbe. Das ist mehr als hübsche Oberfläche, weil es die Abgrenzung der drei Rätsel stärkt. Haptik und Verarbeitung geben keinen Anlass zur Sorge, auch wenn das Spiel nach dem Lösen eher ein Kandidat zum Weitergeben ist als ein Dauerbrenner für regelmäßige Wiederholungen. Ist die Lösung bekannt, verliert der Kern naturgemäß an Spannung. Unterm Strich ist „Behind“ ein sehr gutes Rätselspiel für alle, die gern gemeinsam beobachten, kombinieren und sich über Aha-Momente freuen. Es ist kein Partyspiel und kein klassisches Familienspiel für große Runden, sondern am stärksten als konzentriertes Erlebnis für ein oder zwei neugierige Köpfe. Wenn ihr Rätsel mögt, aber nicht schon wieder Schlösser, Codes und Zahlenketten lösen wollt, bekommt ihr hier eine frische, überraschende und angenehm eigenständige Variante des Genres.

Dune: Imperium - Conspiracy angekündigt für Herbst 2026

19. Juni 2026 um 14:51
Dune: Imperium - Conspiracy angekündigt für Herbst 2026

Dire Wolf Digital hat mit Dune: Imperium - Conspiracy eine neue Erweiterung für seine Dune-Reihe angekündigt. Sie soll im Herbst 2026 zunächst auf Englisch erscheinen und lässt sich sowohl mit dem Grundspiel Dune: Imperium (2020) als auch mit dem eigenständigen Dune: Imperium - Uprising (2023) verbinden.

Entwickelt hat die Erweiterung Paul Dennen, der bereits das Grundspiel und Uprising gestaltet hat. Conspiracy bringt laut Dire Wolf neue Karten, neue Anführer, neue Mechaniken und einen neuen Spielmodus mit. Thematisch rückt die Erweiterung die Schattenseiten des Landsraad in den Vordergrund: Intrigen, geheime Allianzen und politische Manipulation.

Worum es im Spiel geht

Dune: Imperium verbindet zwei Mechaniken, die sonst selten zusammen auftauchen: Deck-Building und Worker Placement. Jede Runde ziehen Sie eine Hand Karten und spielen abwechselnd jeweils eine Karte aus, um einen Ihrer Agenten auf ein Feld des Spielplans zu schicken. Haben Sie keine Agenten mehr, decken Sie den Rest Ihrer Hand auf. Daraus ergeben sich Überzeugung, mit der Sie neue Karten kaufen, und Schwerter, mit denen Ihre Truppen um die Belohnung der aktuellen Konfliktkarte kämpfen.

Über dem Brett stehen vier politische Fraktionen: der Imperator, die Raumgilde, die Bene Gesserit und die Fremen. Wie Sie Ihr Deck aufbauen, entscheidet, ob Sie militärisch dominieren oder über die Fraktionen punkten. Genau in dieses Geflecht aus Karten, Agenten und Politik greift Conspiracy ein.

Wie Conspiracy in die Reihe passt

Die Dune-Imperium-Reihe ist seit 2020 stetig gewachsen. Auf das Grundspiel folgten die drei größeren Erweiterungen Rise of Ix, Immortality und Bloodlines sowie 2023 das eigenständige Dune: Imperium - Uprising, das einen Sechs-Spieler-Modus mit zwei Teams einführte. Conspiracy ist die nächste große Erweiterung. Dass sie an beide Grundspiele andockt, ist für Besitzerinnen und Besitzer der Reihe die zentrale Information: Sie brauchen Conspiracy nicht doppelt, egal ob bei Ihnen Dune: Imperium oder Uprising auf dem Tisch steht.

Bestätigt ist bisher vor allem der Rahmen: neue Karten, neue Anführer, neue Mechaniken, ein neuer Modus und die Kompatibilität mit beiden Grundspielen. Wie die Mechaniken im Detail funktionieren, was den neuen Modus auszeichnet, ob er den Automa-Solo-Modus der Grundspiele mitnimmt und ob sich Conspiracy auch mit den älteren Erweiterungen Rise of Ix, Immortality und Bloodlines kombinieren lässt, hat Dire Wolf noch nicht ausgeführt. Nach dem angekündigten Umfang ist Conspiracy als vollwertige Erweiterung angelegt, nicht als kleines Promo-Set; wie tief sie ins System greift, zeigt sich mit diesen Details.

Deutsche Ausgabe: bisher nicht angekündigt

Für den DACH-Raum ist die wichtigste Einordnung: Eine deutsche Ausgabe von Conspiracy ist bislang nicht angekündigt. Dire Wolf hat zunächst nur die englische Fassung bestätigt. Die übrige Reihe erscheint auf Deutsch bei Asmodee Deutschland, das Grundspiel, Uprising und Bloodlines im Programm führt. Ob und wann Asmodee Deutschland auch Conspiracy lokalisiert, ist offen. Wer auf eine deutsche Ausgabe wartet, plant also vorerst ohne festes Datum.

Eckdaten

Die Erweiterung selbst nennt keine eigenen Eckdaten; sie übernimmt den Rahmen des jeweiligen Grundspiels. Zur Orientierung die Werte der beiden kompatiblen Basisspiele:

mit Dune: Imperium (2020)mit Dune: Imperium - Uprising (2023)
Spielerzahl1 bis 41 bis 6 (Sechs-Spieler-Team-Modus)
Spielzeit60 bis 120 Minuten60 bis 120 Minuten
Alterab 14 Jahrenab 13 Jahren
Solo-Modusja (Automa)ja (Automa)

Beide Grundspiele lassen sich solo gegen einen Automa spielen.

Einordnung

Dune: Imperium gehört zu den meistgespielten Strategiespielen überhaupt; Grundspiel und Uprising stehen bei BoardGameGeek beide in den Top 10. Eine weitere Erweiterung von Paul Dennen ist damit ein verlässlicher Termin im Brettspieljahr. Für den DACH-Raum bleibt die deutsche Fassung der entscheidende Punkt. Sobald Dire Wolf und Asmodee Deutschland konkrete Angaben machen, liefern wir sie nach.

Age of Sigmar: Speerspitzen auf dem Prüfstand – Teil 5

19. Juni 2026 um 09:00

Im fünften Teil unserer Reihe nehmen wir erneut eine zentrale Einheit aus jedem Bündnis genauer unter die Lupe. Welche Taktiken entfalten ihr volles Potenzial? Wo liegen die besonderen Stärken und welche Schwachstellen sollten nicht außer Acht gelassen werden? Wie fügen sie sich in die Tabelle der bisherigen Speerspitzen ein?

Dieser Beitrag wurde von Christian Kallweit geschrieben

Blue Penguin

Von: ferengi
19. Juni 2026 um 08:45

Nur niedlich?

Niedlich sind die Pinguinkarten ja schon. Und die kleine Box suggeriert ein Mitnehmspiel.
Doch leider kann das Spiel nicht überzeugen. Es gibt 5 Pinguinfarben/Zahlengruppen. Jeder Spieler hat zwei Karten auf der Hand, spielt eine aus, zieht eine nach. Den Stich bekommt der Spieler mit der höchsten Karte, die aber dann zum Spielende Minuspunkte bringt. Ziel ist es, mehr niedrige (und Pluspunkte-bringende) Pinguine aus den unteren beiden Zahlengruppen zu erhalten. In der Regel mittelt sich dann ein Stich auf Null: mit einer hohen Pinguinkarte bekomme in den Stich aber auch 2 Minuspunkte. Die Gegner wollen den Stich nicht, legen niedrige Pinguinkarten, die mir dann 2 Pluspunkte bringen. Prima.

Die Punktebereiche der Pinguine und die dazugehörigen Siegpunkte
Den Stich bekommt der Spieler mit der 54. Es liegen schon gelb (-2), blau (+2) und rot (0) in dem Stich. Ich kann lila (+1) oder orange (-1) in den Stich legen. Puh.
Hmm, da liegen nun dreimal lila, also +3 Punkte. Wenn ich doch nur eine höhere (aber nicht zu hohe) Karte hätte …

Fazit:

Das Pinguinsammeln ist schon sehr glückslastig, da man immer nur 2 Karten auf der Hand hat und somit die strategische Planung sehr eingeschränkt ist. Hat man zwei hohe Karten und kommt man raus, schmeißen die anderen Spieler leicht niedrigere (und somit viele Minuspunkte bringende) dicke Pinguine rein. Vielleicht wäre das Spiel mit Aliens oder Bienen spannender.

Stubenscore: 6,1 / 10


BLUE PENGUIN

BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

The Druids of Edora

Von: Daniel
19. Juni 2026 um 08:17

Nebel steigt auf in den Wäldern von Edora und lässt die Wege vor unseren Augen verschwimmen. Ein paar Meter noch bis zum nächsten Kultplatz, auf dem wir uns mit Proviant stärken und dann einmal schauen wollen, was der Platz so hergibt. Vielleicht lässt sich ein Menhir errichten, ein Zaubertrank brauen oder vielleicht doch einfach Proviant sammeln für die weitere Reise. In The Druids of Edora, einem neuen Strategiespiel von Stefan Feld, verbindet sich dieses atmosphärische Setting mit einem klassischen „Punktesalat“-Eurogame: Viele Wege führen zu Punkten, und fast jede Aktion bringt uns ein Stück weiter auf dem Weg zur spirituellen Erleuchtung.

Spielablauf: Durch den Wald von Kultstätte zu Kultstätte

In The Druids of Edora bewegen wir unsere Druidenfigur über ein Netzwerk aus Wegen und Kultstätten durch den Wald. Jeder Zug folgt dabei einer klaren Struktur: Zuerst wandern wir von einem Ort zum nächsten und bezahlen dafür Vorräte. Anschließend setzen wir einen unserer Würfel auf ein freies Aktionsfeld an diesem Ort und führen die entsprechende Aktion aus. Je höher der Würfelwert, desto mehr Vorräte kostet es, ihn einzusetzen. Gleichzeitig bringen hohe Werte aber teilweise besonders starke Effekte und lassen uns Punkte sammeln, wenn mehrere Würfel an einem Kultplatz liegen. Dieses kleine Dilemma begleitet uns das ganze Spiel über.

Die acht verfügbaren Aktionen bieten viele unterschiedliche Möglichkeiten: Wir können Steintafeln nehmen (Aufträge, die zum Spielende abgerechnet werden), Edelsteine in ein Amulett einsetzen, Wissen sammeln, Mistelzweige ernten, Tränke brauen oder Menhire und Stelen errichten. Zusätzlich erhalten wir immer wieder Boni für das Umschließen von Feuerstellen oder das Verbinden von gleichfarbigen Dolmen über das modular aufgebaute Spielbrett.


Wichtig ist auch das Würfel- und Proviant-Management. Durch fast alle Aktionen lassen sich nicht nur Punkte generieren, sondern auch weitere Würfel freischalten und Proviant sammeln, den wir für die weiteren Runden gut gebrauchen können. Sollte uns eins von beiden doch einmal ausgehen, können wir einen Notfall-Zug einschieben und so ein wenig Proviant und einen neuen Würfel aus dem Vorrat erhalten. Das Spiel endet, sobald ein Druide seinen letzten Würfel eingesetzt hat und jeder gleich oft am Zug war. Danach folgt die Schlussabrechnung mit einer Mehrheiten-Wertung, die noch einmal die höchsten Würfelwerte an jedem Kultplatz belohnt.

Viele Wege zu Punkten

Besonders reizvoll ist bei The Druids of Edora die Bewegung über das Spielfeld. Der Druide wandert von Feld zu Feld (Vorsicht, Autoren-Wortspiel…) durch den Wald und wir müssen uns gut überlegen, welchen Weg wir einschlagen und welche Kultstätten wir nach und nach besuchen. Immer wieder entsteht das Gefühl, nach der optimalen Route durch dieses Aktionsnetz zu suchen.


Typisch für Stefan Feld ist dabei die Vielzahl an Möglichkeiten, Punkte zu sammeln. Menhire, Dolmen-Verbindungen, Amulette, Steintafeln oder das Fortschreiten auf verschiedenen Leisten. Fast jede Entscheidung bringt neue Punkte oder Boni und dadurch fühlt sich praktisch jeder Zug belohnend an. Besonders interessant sind die Würfel: Sie bestimmen einerseits die Stärke von Aktionen, kosten aber gleichzeitig Ressourcen. Man muss also abwägen, ob sich ein teurer Würfel lohnt oder ob man lieber mehrere kleinere Aktionen nutzt. Dieses Spannungsfeld funktioniert sehr gut und gibt dem Spiel eine angenehme taktische Tiefe. Gelungen ist dabei auch die Tatsache, dass ich alle meine Würfel von Beginn an sehe, auch wenn sie mir nur zum Teil zu Beginn zur Verfügung stehen. Ich sehe also schon im Vorfeld, dass da vielleicht noch drei 6er liegen, die ich freischalten und später noch bezahlen muss. Da sollte ich mir lieber eine kleine Proviant-Engine aufbauen.

Regelwerk und Gestaltung im Weg

Ganz viel wurde zu The Druids of Edora schon geschrieben und geschimpft über die grafische Gestaltung und auch ich muss mich der Kritik leider anschließen. Das Spiel nimmt die Spielenden so überhaupt nicht an die Hand und Alea hat es als Publisher irgendwie geschafft, das Spiel durch seine grafische Gestaltung und das Regelwerk unzugänglicher zu machen, als es eigentlich sein sollte.

Zunächst zur Regel, meinem größeren Kritikpunkt. Mehrere der Aktionen (Heilkräuter, Steintafeln und Zaubertränke) bieten eine Vielzahl von Optionen. Hier muss immer wieder nachgeschlagen werden, welche Symbole was bedeuten. Es erschließt sich mir dabei aber überhaupt nicht, warum zwei Übersichten davon im eigenen Glossar zu finden sind und eine im Regelheft. Letzteres ist generell nicht so übersichtlich, wie ich es mir wünschen würde und kommt mit zu wenigen Beispielen daher, etwa zur Verdeutlichung, wie die nicht ganz intuitive Mehrheitenwertung am Ende funktioniert.


Auch die grafische Gestaltung wirkt nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Für viele meiner Mitspielenden war sie aber nicht nur wenig ansprechend, sondern wirklich ein aktives Hindernis für das Spielerlebnis. Ist der Weg nun hell oder dunkel, wie sieht eine Lichtung aus, was ist dieses winzige Symbol? Irgendwann findet man sich zurecht, aber es ist mir ein absolutes Rätsel, warum das Spiel so einstiegsUNfreundlich gestaltet wurde. Positiv hervorheben möchte ich hier aber noch das Spielmaterial selbst. Die Figuren und Marker aus Rewood und die Holzwürfel fühlen sich toll und zeitlos an und sind ein Glanzpunkt dieser Produktion.

Fazit: Großartiges Spiel mit unnötigen Hürden

The Druids of Edora gehört für mich zu den besten Spielen des letzten Jahres. Der Spielablauf ist klar, die Entscheidungen sind spannend und fast jeder Zug fühlt sich produktiv an. Besonders das Suchen nach der besten Route durch den Wald und die Vielzahl an Möglichkeiten zur Punktegenerierung machen mir riesigen Spaß.

Leider steht sich das Spiel mit seiner eigenen Produktion etwas im Weg. Der Fakt, dass ich drei Absätze deren Nachlässigkeiten aufzählen konnte und immer noch nicht alles benannt habe, was an Edora stört, spricht Bände. Das hat das Spiel aber wirklich nicht verdient und ich habe die Befürchtung, dass es so weniger gespielt wird. Wer diese Hürde jedoch überwindet, entdeckt mit The Druids of Edora ein wirklich hervorragendes Strategiespiel mit typisch feldschem Punktesalat und vielen cleveren Ideen.
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The Druids of Edora von Stefan Feld
Erschienen bei alea / Ravensburger
Für 2-4 Spielende in ca. 60 Minuten ab 14 Jahren

sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier alea / Ravensburger)

Hot Streak

19. Juni 2026 um 08:13
Vergesst die Fußball-Weltmeisterschaft. Der wahre, knallharte Leistungssport findet im Schaumstoffkostüm statt! Denn in Hot Streak (Jon Perry / Strohmann Games) messen sich schwitzende Vereinsmaskottchen auf einer Rennstrecke, während wir auf den unberechenbaren Verlauf und das unweigerlich im Chaos endende Finale wetten.
 
 
 
(Planbares) Chaos
In Hot Streak schlüpfen wir nicht etwa selbst in die Kostüme, sondern nehmen auf der Tribüne Platz. Über drei aufeinanderfolgende Rennen wetten wir auf die Platzierung der vier teilnehmenden Maskottchen. Dabei findet das eigentliche Spiel schon vor dem Startschuss statt. Denn dann werfen wir einen Blick auf die Rennkarten, die den Verlauf bestimmen. Diese werden im Vorfeld zufällig gezogen und bestimmen, wie sich die Protagonisten schlagen. Der Bär rennt in die falsche Richtung? Der Hot Dog stolpert? Dann vielleicht doch besser auf Queen-Mom setzen, immerhin liegen für die gleich mehrere gute Karten aus. Allerdings wandern von den Mitspielenden immer noch zusätzliche Karten in den Stapel und natürlich ist auch die Reihenfolge zufällig. Reichlich Platz für Unwägbarkeiten also.
 
 
Sprinten, Stolpern, Seitenschritt
Ist das Kartendeck vorbereitet, geben wir reihum unsere Wetten ab. Ob auf Sieg, Platz oder skurrile Seitenwetten, das ist ganz uns überlassen. Sobald die Wettscheine verteilt sind und der Rennstapel gemischt wurde, sind uns allerdings die Hände gebunden. Nun werden die Karten nacheinander aufgedeckt und das Drama nimmt seinen Lauf. Maskottchen rennen vorwärts, stolpern, drehen sich um oder laufen plötzlich schwungvoll in die völlig falsche Richtung. Dennoch dauern die Rennen nie länger als ein paar Minuten. Und nach der Ausschüttung unserer (sicher gigantischen) Gewinne, folgt direkt der nächste von drei Läufen.
 
 
Fazit
Hot Streak fällt auf, und das nicht nur auf spielerischer Ebene. Die herausziehbare Rennstrecke und die grandiosen Figuren sind ein absoluter Hingucker und verdienen ein Sonderlob, auch wenn das natürlich seinen Preis hat. Entsprechend verwundert es nicht, dass das Spiel schnell der Mittelpunkt eines Spieletreffs ist. Glücklicherweise macht es überdies auch noch Spaß, auf die Figuren zu Wetten, den eigenen Favoriten anzufeuern und über die Missgeschicke der Konkurrenz lauthals zu jubeln. Der Humor spielt hier jede Sekunde mit. Gleichzeitig kann genau das aber auch eine Herausforderung sein. Denn die lautstarke, hochemotionale Atmosphäre entsteht in erster Linie durch die Spielenden. Die Runde muss gewillt sein, mitzufiebern, mitzubrüllen und mitzujubeln. Wenn diese emotionale Bereitschaft am Tisch fehlt, plätschert das Renngeschehen eher trocken und glücksbetont vor sich hin. Entsprechend brilliert Hot Streak auch eher in größeren Gruppen.
 
Kritisch zu sehen sind zudem Thema und Altersempfehlung. Die Verlagsangabe „ab 6 Jahren“ halte ich für falsch. Zwar können auch jüngere Kinder Spaß haben, schlussendlich müssen aber Wahrscheinlichkeiten erfasst werden. Zudem leistet sich das Spiel einen seltsamen atmosphärischen Bruch im Thema. Laut Anleitung sind wir „glücklose Spielsüchtige“, was dem eigentlich so lockeren, bunten Thema einen unnötigen Beigeschmack verpasst. Im Spiel merkt man davon dann aber wenig. Auf spielfreudige und emotionale Gruppen wartet hier vielmehr ein echtes Spektakel.
 

 

Brettspiel Neuheiten – Herbst 2026: Edition Spielwiese

19. Juni 2026 um 07:40

Hier sind die Brettspiel Neuheiten zum Herbst 2026 von der Edition Spielwiese. Drei (Spooky Bar, Yubibo und Leaf it!) wird es schon zum Sommer hin geben. Isle Tiles Autor: Marco Teubner ◾ Grafik: Joa-yi Zoe Liu ◾ Anzahl: 2-4 ◾ Dauer: 30-45 ◾ Alter: 8 Isle Tiles ist ein Legespiel, bei dem wir gemeinsam eine […]

Origins 2026: Welche Spiele glänzen — und warum verschwinden Magic-Karten?

Origins 2026: Welche Spiele glänzen — und warum verschwinden Magic-Karten?

Vom 17. bis 21. Juni 2026 trifft sich die Tabletop-Community im Greater Columbus Convention Center in Columbus, Ohio. Die Origins Game Fair — nach der Gen Con und der PAX Unplugged die drittgrößte Tabletop-Convention Nordamerikas — steht in diesem Jahr unter einem Cyberpunk-Motto, mit Artwork von Comic-Künstler Nate Lovett. Rund 19.000 Besuchende wurden 2025 gezählt, mit 410 Ausstellenden und über 7.810 geplanten Events — ein stetiges Wachstum seit der Pandemie. Doch während in den Hallen neue Spiele getestet und Prototypen enthüllt wurden, spielte sich wenige Blocks entfernt ein Albtraum ab: Einem Besucher wurden aus seinem Hotelzimmer im Red Roof Inn Plus Magic: The Gathering-Karten (MTG) im Wert von Tausenden Dollar gestohlen — ein Vorfall, der auf Reddit binnen Stunden 64 Kommentare und eine Welle von Sicherheitsdebatten auslöste.

„Ich bin offen ausgerastet" – Catan-Frustration sorgt für 549 Kommentare auf Reddit

„Ich bin offen ausgerastet" – Catan-Frustration sorgt für 549 Kommentare auf Reddit

Ein ehrlicher Erfahrungsbericht über eine missglückte Partie Die Siedler von Catan hat auf Reddit einen Nerv getroffen: 549 Kommentare und über 200 Zustimmungen in zwei Tagen. Die Person hinter dem Beitrag schämt sich für das eigene Verhalten — und die Community kann es nur zu gut nachvollziehen.

Der Kreislauf des Regals: Welche Spiele haben Klassiker verdrängt – und warum

Der Kreislauf des Regals: Welche Spiele haben Klassiker verdrängt – und warum

Jede Brettspielsammlung hat sie: die Spiele, die einmal geliebt wurden und jetzt Staub ansetzen. Nicht, weil sie schlecht sind. Sondern weil ein neueres Spiel dasselbe Gefühl besser, eleganter oder einfach in der Hälfte der Zeit liefert. Die Community nennt sie „Category Killer" — und ein aktueller Reddit-Thread hat die besten Beispiele gesammelt.

Backstab Heroes – Karten-Lotterie im Dungeon (Rezension)

18. Juni 2026 um 09:00

BH - BannerAls Möchtegern-Abenteurer*innen schubst ihr eure Mitspielenden gegen das vordere Monster, während ihr selbst im Schatten auf fette Beute wartet. Backstab Heroes von Ottavio klingt auf dem Papier herrlich hinterhältig. In der Praxis entscheidet aber zu oft der Kartenstapel, ob das Chaos Spaß macht oder einfach frustriert.

Dieser Beitrag wurde von Tim Billen geschrieben

Top 10 Brettspiele für entspannte Abende

Von: Peer
18. Juni 2026 um 08:21

Top 10 Brettspiele für entspannte AbendeNach einem Arbeitstag oder an einem lauen Sommerabend möchte man zwar was spielen, aber eher etwas entspanntes. Das geht mir auch oft so und deshalb habe ich heute für euch meine Top 10 Brettspiele für entspannte Abende. Was entspannte Spiele ausmacht und welche 10 Spiele ich empfehle, erfahrt ihr im Folgenden. Natürlich bin ich sehr […]

Der Beitrag Top 10 Brettspiele für entspannte Abende erschien zuerst auf Abenteuer Brettspiele.

Der Deutsche Spiele Preis 2026

Von: Paddy
18. Juni 2026 um 07:32

In der Spielebranche gibt es im deutschsprachigen Raum eigentlich zwei grosse Preise für Brett- und Kartenspiele. Der meistbeachtete Preis wird von der Jury des Vereins „Spiel des Jahres“ verliehen. Am 12. Juli 2026 werden die nächsten Preisträger genannt. Der Deutsche

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