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Normale Ansicht

Solitaire Video Review: Iwo Jima 1945 from Worthington Publishing

Von: Grant
30. Oktober 2026 um 13:00

A few years ago, Worthington Publishing published their first game in the Island Fight Series called Tarawa 1943. That game was awesome and was truly difficult to win, as it should be. Now, they have published the 2nd volume in the series called Iwo Jima 1945 that covers the only island assault during the Pacific war that the attacking US forces would suffer worse casualties than the Japanese defenders. On February 19, 1945 the USMC would land 30,000 marines on the island against a Japanese defensive force that numbered roughly 21,000 Japanese soldiers. Facing a Japanese commander who had learned valuable lessons from the losses on other Japanese islands, the USMC would eventually land over 70,000 marines and suffer over 25,000 casualties during the 36 day campaign.

In this solitaire game, the player takes on the role of the USMC commander leading the invasion of Iwo Jima. The game system, driven by cards, will simulate the strategies of the Japanese defenders, often referred to as the Japanese AI, adding a layer of historical authenticity to your gaming experience. If you have played Tarawa 1943, you will be familiar with the system.

-Grant

SPIEL 2026 Neuheit in Echtzeit über’n Küchentisch: Kitchen Rally

Von: ravn
28. Oktober 2026 um 21:50

Das Rennen ist eröffnet in der comicartig abstrahierten Küche und das zeitgleich mit bis zu sechs Spielern. Unsere Rennstrecke suchen wir spontan selbst von Checkpoint zu Checkpoint und über die Ziellinie. Ein Folienstift markiert unseren Weg auf einem der sechs auch thematisch verschiedenen Küchenpläne. Nach 30 Minuten feiern wir schliesslich den schnellsten Rennfahrer als Champion. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen konnte ich ein ebenso spontanes Audio-Interview dazu führen.

Verlag: Boardcubator
Titel: Kitchen Rally
Autor: Gabriele Bubola, Simone Luciani

Der Co-Autor Simone Luciani hat mich aufhorchen lassen, ist er doch eher in komplexeren Euroganes unterwegs. Hier haben wir es hingegen mit einem Echtzeit-Partyspiel zu tun, bei dem sich das flotte Folienstift-Rennen mit einer anschliessenden Auswertungsphase abwechselt. Mich hat das zu meiner einzigen Vorbestellung der Messe motiviert, wobei ich im Nachhinein nicht so recht sagen kann, warum eigentlich? Weil zu dem Zeitpunkt war so gut wie gar nichts über das Spiel bekannt. Ob es für mich was taugt, werdet Ihr also in naher Zukunft erfahren. Drückt mir die Daumen, dass es kein übereilter Blindkauf war. Inzwischen ist die kleine Erstauflage ausverkauft. Ein gutes Zeichen?

SPIEL 2026 Neuheit für Endeavor Die Tiefsee: Am Meeresgrund

Von: ravn
28. Oktober 2026 um 12:42

Zum Kennerspiel des Jahres 2025 gibt es brandneu eine Erweiterung mit mehr Missionen und für mehr Abwechslung im Grundspiel. Also für alle, die nicht genug von den taktischen Tiefsee-Tauchgängen bekommen können. Auch wenn die exklusive Vorbestellung der lokalisierten Deluxe-Version längst vorbei ist, könnt Ihr die Retail-Version ab November auch im Fachhandel erhalten. Auf der Neuheitenschau hat mir Robin alles im Audio-Interview erzählt, worauf Ihr Euch bis dahin freuen könnt.

Verlag: Frosted Games
Titel: Endeavor: Die Tiefsee – Am Meeresgrund
Autor: Carl de Visser und Jarratt Gray

Die Erweiterung richtet sich klar an Fans des Grundspiels und vor allem an Solo-Spieler. Mir persönlich reicht noch das Grundspiel völlig aus und solo sowie auch kooperativ habe ich die Tiefsee noch nie erkundet. Die Zielgruppe ist somit eng umgrenzt, allerdings ist auch völlig klar, was Ihr in und mit der Erweiterung bekommt. Wer neue Herausforderungen sucht, für den genau das Richtige. Auf die Mini-Erweiterung „Pinguinwanderung“, die zwei Ozeankacheln und fünf Pinguinfiguren mitbringt, sowie ein GAMETRAYZ-Insert vergleichbar mit dem Deluxe-Grundspiel müsst Ihr leider verzichten. Diese Art der künstlichen Verknappung mag ich nicht, weil damit die Zweitmarktpreise nur nach oben getrieben werden.

Blitzwisser

Von: Oli
28. Oktober 2026 um 09:06

Stadt, Land, Fluss kennt ja so ziemlich jedes Kind und obwohl man dafür nur Stift und Zettel braucht, gibt es mittlerweile entsprechende Blöcke wie Sand am Meer zu kaufen. Nun lässt sich natürlich vortrefflich darüber streiten, ob diese Blöcke wirklich als „Spiel“ im Sinne unserer Bubble durchgehen, oder ob es nicht doch eher „nur“ eine Beschäftigung ist. So oder so nimmt Blitzwisser das eigentlich simple Prinzip von Stadt, Land, Fluss auf und macht daraus ein „echtes“ Spiel.

Zugegeben, nach einem Blick auf den Karton bekommt man schnell 80er-Jahre-Gimmick-Vibes und könnte sich davon leicht abschrecken lassen. Auch der Blick in die Packung löst, ich sag mal, ambivalente Gefühle aus. Da haben wir ein Spielbrett (perfekt gelöst als Duallayer) in Größe der Packung. Darunter ein großes Plastikinlay mit nur 4 kleinen Vertiefungen. In einer sitzt ein einziges Token, in einer anderen der Buzzer der Prominent in die Mitte des Spielfelds gestellt wird und in zwei weiteren je ein Stapel der kleinen quadratischen Karten. Da wünscht man sich doch, dass es eine Lösung für eine kleinere Schachtel gegeben hätte. Dazu gesellt sich dieses Gefühl, dass das Thema „finde ein Wort zu einer bestimmten Kategorie, dass mit einem bestimmten Buchstaben gehört“ ja doch irgendwie durchgespielt ist.


Die Spielregeln sind entsprechend einfach: Spielbrett in die Tischmitte, Buzzer mittig draufstellen, von den Karten je 12 mit der Kategorienseite nach oben an alle Mitspielenden verteilen und zum Schluss 8 weitere Karten mit der Kategorie nach oben in die Vertiefungen des Spielbretts legen. Eine Person bekommt den Blitzchip. Die Person mit diesem Chip zählt dann von 3 runter und bei 0 drehen alle die oberste Karte ihres Stapels um. Auf der Rückseite steht lediglich ein Buchstabe. Die Aufgabe ist es nun, sich die 8 Kategorien auf dem Spielbrett anzuschauen und zu versuchen, zu diesen Kategorien passende Wörter mit dem entsprechenden "eigenen" Buchstaben zu finden. Der Clou ist nun folgender: Die Person mit dem Chip haut auf den Buzzer. Nun beginnt ein 10sekündiger Timer. Die Person links von ihr muss nun innerhalb dieser 10 Sekunden ein Wort sagen, das mit ihrem Buchstaben beginnt und zu einer der ausliegenden Kategorien passt, dann die entsprechende Karte mit dem Buchstaben nach oben auf diese Kategoriekarte legen und zuletzt den Buzzer drücken. Damit läuft sofort der Timer für die nächste Person los – die nun natürlich eine Kategorie weniger zur Wahl hat. Findet sie in der gegebenen Zeit kein Wort, haut sie nach Ablauf dieser trotzdem auf den Buzzer, um die Zeit für die nächste Person zu starten, und legt den Buchstaben im eigenen Stapel nach unten. Egal ob man ein Wort gefunden hat oder nicht, darf man direkt den nächsten Buchstaben auf dem eigenen Stapel umdrehen und anschauen. Im Kern reicht es hier also nicht, sich ein einziges Wort zu einer Kategorie „auf Halde“ auszudenken, da die entsprechende Kategorie schon belegt sein könnte, bis man selbst an der Reihe ist und dann setzt man im Zweifel aus, wenn man nichts parat hat.

Das Ganze geht reihum, bis die vorletzte Kategorie überdeckt wurde. Dann beginnt Phase 2: Zuallererst bekommt die Person, die den letzten Buchstaben gelegt hat, den Blitzchip. Jetzt haben wir auf dem Spielbrett eine Kategorie und sieben Buchstaben liegen. Nun versuchen alle, mit Hilfe dieser Buchstaben ein Wort zur Kategorie zu finden. Wer ein Wort hat, ruft laut die Anzahl der ausliegenden Buchstaben aus, die in dem Wort vorhanden sind und haut auf den Buzzer. Nun haben alle anderen noch 10 Sekunden Zeit zu überbieten und selbst zu buzzern. Ist der Timer abgelaufen, muss die Person ihr Wort nennen. Passt alles, darf sie die oberste Karte ihres Stapels auf die letzte Kategorie legen. Passt es nicht (oder hat sie geblufft) , dann muss die Person 2 zusätzliche Karten ziehen und es wird ein Buchstabe vom Spielstapel auf die letzte Kategorie gelegt.
Anschließend drehen wir alle liegenden Buchstaben auf ihre Kategorienseite und es beginnt eine neue Runde, indem die Person mit dem Blitzchip auf den Buzzer haut und die Person links von ihr das erste Wort mit ihrem Buchstaben zu einer der ausliegenden Kategorien finden muss. Die beiden Phasen wechseln sich nun solange ab, bis eine Person ihre letzte Karte losgeworden ist. Diese Person gewinnt das Spiel.


Soweit die Regeln, die man sehr schnell verinnerlicht (außer das Weitergeben des Blitzchips, das aber wirklich wichtig ist, damit nicht immer die gleiche Person beginnt!). Kommen wir zum Fazit. Jetzt möchte ich nochmal kurz erwähnen, dass ich Quizspiele liebe und Partyspiele immer argwöhnisch beäuge. Nun klingt Blitzwisser rein vom Namen her eigentlich nach einem Quizspiel. Wie man bis hierhin gut sehen konnte, ist es das aber nicht, sondern eher ein Assoziationsspiel oder von mir aus auch Kreuzworträtsel-Verwandter und das auf Zeit mit Buzzer – im Herzen also sehr deutlich ein klassisches Partyspiel. An sich dürfte das Spiel bei mir also keinen guten Stand haben.
ABER: Blitzwisser schafft es wirklich, aus der simplen Stadt, Land, Fluss Assoziationskette ein total witziges, kurzweiliges und gleichzeitig die grauen Zellen wirklich forderndes Spiel zu machen. Dementsprechend ist es bei uns daheim in sämtlichen Runden, ob mit Kindern oder nur Erwachsenen oder auch Kindern allein, so richtig gut angekommen. Ich find's richtig gut!
Einziger Wertmutstropfen vielleicht: Jüngere Kinder können bei manchen Kategorien nicht so wirklich etwas beitragen (Frauen vor 1900 z.B.). Diese Kategorien haben wir dann einfach durch andere ersetzt und gut war’s. Dafür sind ausreichend Kategorien in der Schachtel enthalten. Wobei ich hier auch klar sage: Eine Erweiterung mit noch mehr Kategorien wäre richtig toll (wobei schon sehr viele Bereiche mit den 114 beiliegenden Karten abgedeckt werden). Wir hoffen also, dass das Spiel ein Erfolg wird. Verdient hätte es sich das auf jeden Fall!

 

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Blitzwisser von Arno Steinwender
Erschienen bei Game Factory
Für 2 - 4 Spielende in 15 - 25 Minuten ab 10 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Game Factory)
*es handelt sich um einen Affiliate-Link. Für Euch entstehen keine zusätzlichen Kosten, wir erhalten eine kleine Provision

SPIEL 2026 Neuheit als konfronatives Fest: For the Gods!

Von: ravn
27. Oktober 2026 um 21:08

Mächtige Monumente ragen zum Ruhm der griechischen Götter in den strahlenden Himmel. Wir befahren die Seewege dazwischen und treten im Wettstreit mit unseren Mitspielern um die höchsten Bauwerke an. Dabei ist an der Höhe direkt abzulesen, wer wo die Nase vorn und die Siegpunkte sicher haben wird. Für Abwechslung und Chaos sorgen zudem die göttlichen Fähigkeiten, die wir im rechten Moment beschwören können. Die sind von Partie zu Partie verschieden. Ein echter Hingucker und wie sich das alles so spielt, wurde mir im Audio-Interview direkt auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen verraten.

Verlag: Mighty Boards
Titel: For the Gods!
Autor: Trevor Benjamin, Brett J. Gilbert, David Thompson (I)

Übersichtlich und zeitgleich gut aussehend, das ist hier kein Widerspruch. Die Spielabläufe schienen ebenso geradlinig und deshalb klingt das alles für mich nach einem fokussierten Spiel für Freunde des konfrontativen Schlagabtauschs im Mehrheiten, die hier in die Höhe wachsen und so greifbar werden. Wer beim Kickstarter mitgemacht hat, kann sich auf eine Version mit aufgewerteten Premium-Komponenten freuen. Im November ist dann auch die deutschsprachige Normalversion im Fachhandel angekommen. Sicher mehr als nur einen Blick wert, ob lokalisiert oder als Restposten der Limited Edition ab Dezember direkt im Mighty Boards Webshop.

SPIEL 2026 Neuheit: Xylophone spielen in Music Nonsense

Von: ravn
27. Oktober 2026 um 14:19

Der japanische Brettspielverlag itten ist für seine ungewöhnlichen bis skurrilen Spiele in kleinen Schachteln bekannt. Bei Music Nonsense aus der Funbrick-Serie werden wir zum Xylophone-Spieler, indem wir unterschiedlich lange Holzplanken auf die Spieleschachtel als Resonanzkörper legen und mit zwei Holzschlägern virtuos bespielen. Hoffentlich so, dass unser Publikum aus bis zu vier weiteren Mitspielern den Song aus einer ausliegenden kombinierten Auswahl von Setlisten erkennt. Eine Art musikalisches Dixit. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen wurde mir das leider viel zu schnell ausverkaufte Spiel im Audio-Interview erklärt.

Verlag: itten
Titel: Music Nonsense
Autor: Yoshiaki Tomioka, Mandy Tong

Die Sprachhürde ist bei Music Nonsense klar vorhanden und hielt mich vom Spontankauf ab. So liegen immer drei (oder gar fünf im Hardcore-Modus) Songs aus, die sich aus zwei Wörtern kombinieren – auf Japanisch oder Englisch. Originaltitel sucht Ihr in diesem Partyspiel allerdings vergebens, eher ergeben sich zufällige Kombinationen wie „Straying Angel“, das man bei seiner improvisierten Darbietung von „Straying Monster“ und „Hardcore Ghost“ oder auch „Crazy Surprise“ klar erkennbar abgrenzen sollte. Dafür reichte mein musikalisches Verständnis dann doch nicht aus. So blieb Music Nonsense für mich bei einer netten Idee, für die ich allerdings kaum bis keine Mitspieler hätte. Schade eigentlich!

Hitster: Flying Mic

Von: ferengi
27. Oktober 2026 um 07:40

Wann kommt die Duell-Variante?


Die inzwischen unzähligen Musikgenre-Erweiterungen finde ich noch sinnvoll. Das Bingo war auch ok. Aber braucht man eine Edition mit einem Plastik-Mikro, das noch nicht einmal ein Mikro ist?

Neu ist, dass die Teams zeitgleich raten können. Wer glaubt, den Song und möglichen Fragen hierzu beantworten zu können, schlägt auf den Buzzer und das Mikro fliegt einen Meter hoch und muss dann gefangen werden. Sofern das Mikro nicht weggeschlagen und in tausend Teile zerbröselt im Raum verteilt liegt, muss man nun eine der vier Fragen beantworten, die farblich auf dem Sockel des Mikrofonständers auf Fragearten verweisen. Dieses sind Songtitel, Künstler, Solokünstler oder Band oder Summen der Melodie. Die Mitspieler entscheiden dann z.B., ob richtig gesummt oder der Text perfekt mitgesungen wurde.

Dann muss man noch den Song chronologisch in die richtige Reihenfolge einsortieren. Sobald man dann 8 (also nicht 10 wie im Original) richtig einsortiert hat, hat man gewonnen. So weit sind wir nicht gekommen …

Ready for take-off
Souverän gefangen

Fazit:

Ich hätte Angst um das Mikro, dass es gegen irgendwas im Raum fliegt oder ich unglücklich einen Mitspieler ausknocke. Und ob das Mikro wirklich lange hält? Auf jeden Fall fliegt es schön hoch, dank qualitativ hochwertiger Sprungfeder.
Vielleicht bin ich aber auch nicht die Zielgruppe. Mir hat das unsportlichere normale Hitster viel besser gefallen. Und wenn man Quizfragen beantworten möchte, anstelle nur eine Jahreszahl zu schätzen, dann gibt es ja Alternativen wie Play that Song

Stubenscore: keine Wertung (da Hitster schon super ist, aber nicht mit Mic) / 10


HITSTER - FLYING MIC
BoardGameGeek

Spieledatenbank Luding

Brettspiel (getestet)

SPIEL 2026 Neuheit: Near – Echoes of Civilizations

Von: ravn
26. Oktober 2026 um 20:01

Lasst uns die Weltgeschichte neu schreiben und das im spielerischen Kern mit Handkarten. Die ermöglichen uns zu entwickeln, den Karteneffekt für Ereignisse oder Erfindungen auszuspielen oder direkt unseren Einflussbereich auf der gemeinsamen Karte mit Bauvorhaben zu festigen. Wie das alles zusammenpasst und zu einem Zivilisationsspiel wird, das den Namen auch verdient, das könnt Ihr in meinem Audio-Interview direkt von der SPIEL 2026 Neuheitenschau erfahren.

Verlag: La Boîte de Jeu
Titel: Near – Echoes of Civilizations
Autor: Matthieu Podevin

Während das Spielecover schön thematisch gestaltet ist und deshalb auch meine erste Aufmerksamkeit geweckt hat, präsentierte sich das Spielmaterial weitaus nüchterner bis fast schon abstrakt. Wer die Weltgeschichte über drei Zeitalter in nur jeweils vier Runden presst, muss wohl Abstriche machen. Wenn Ihr Euch von der Optik nicht abschrecken lasst, kann ich Euch nur eine Anspielpartie empfehlen. Auf der SPIEL in Essen bin ich selbst nicht dazu gekommen, weshalb ich hier auch keinen Blindkauf oder Empfehlung wage. Ich war von dem Kurzüberblick unterwältigt und habe das Epische in einem Zivilisationsspiel vermisst. Deshalb bildet Euch Eure eigene Meinung und nehmt das hier nur als einen Impuls – in die eine oder andere Richtung.

Interview with Philipp K. Berger Designer of Aces & Armor – Spitfire: Battle of Britain & North Africa from PKB Games Currently on Kickstarter

Von: Grant
26. Oktober 2026 um 13:00

A few years back, we backed a very interesting looking miniatures based board game set in World War II called Aces & Armor from PKB Games. We played it last year and very much enjoyed the combat system as well as the way units gain experience and become more effective. That game did very well on Kickstarter and PKB Games is back with a new addition to the series called Aces & Armor – Spitfire: Battle of Britain & North Africa We reached out to the designer Philipp K. Berger to see if he could give us a look at the game and answer our questions and he was more than willing to accommodate our request.

If you are interested in Aces & Armor – Spitfire: Battle of Britain & North Africa, you can back the project on the Kickstarter campaign page at the following link: https://www.kickstarter.com/projects/trench-club/aces-and-armor-spitfire

Grant: Philipp, welcome back to our blog. What is your upcoming game Aces & Armor – Spitfire: Battle of Britain & North Africa about?

Philipp: Thanks for having me back!

Aces & Armor: Spitfire is a tactical World War II strategy game where players command infantry, tanks, artillery, and aircraft in exciting battles.

This time we’re taking the action to two very different theaters: the Battle of Britain, including the evacuation of Dunkirk, and the North African campaign.

The game combines accessible rules with quite a bit of strategic depth. You need to maneuver your troops, coordinate different unit types, capture strategic positions, and make the most of your resources. Your individual units also gain experience throughout the battle, so a rookie Spitfire pilot might eventually become a highly effective war hero!

Spitfire works as a standalone game for 1–2 players, but you can also combine it with the original Aces & Armor for battles with up to five players.

Grant: Why did you want to take your Aces & Armor System to the skies of Britain and the deserts of North Africa?

Philipp: One of the things I love about the history of World War II is how different the various theaters of war were. The original Aces & Armor focuses on land warfare in continental Europe, while the Battle of Britain and North Africa presented completely different strategic challenges.

The Battle of Britain is particularly fascinating because air superiority was absolutely crucial. Suddenly, protecting airfields, intercepting bombers, and coordinating your fighters become central elements of the game.

North Africa, on the other hand, is all about mobility and logistics. You might have the strongest tanks on the battlefield, but they’re not much use if you’ve run out of fuel and ammunition!

I also wanted to introduce the British as a playable faction. Their iconic units, especially the Spitfire, were simply too good to leave out of the series.

Grant: What is your design goal with the game?

Philipp: My main goal has always been to create games that offer meaningful strategic decisions without requiring players to spend hours studying the rules.

I love complex strategy games, but I don’t particularly enjoy unnecessary complexity. Ideally, players should understand the basic rules within 10–15 minutes while still discovering new strategies after many games.

Another important goal is making every unit feel valuable. I don’t want players to simply throw endless disposable troops at each other. Individual units can gain experience, become more effective, and develop into veterans you really want to protect.

And, of course, the game needs to be fun! Historical accuracy is important to me, but whenever historical detail and enjoyable gameplay conflict, I try to find a sensible compromise.

Grant: How have you modified the Aces & Armor System to tell the story of WWII in the Battle of Britain and North Africa?

Philipp: We kept the core mechanics that players already know from Aces & Armor, particularly the combat system, combined-arms tactics, and individual unit experience.

However, we introduced new gameplay elements to capture the distinctive challenges of each theater.

On the Battle of Britain map, aircraft play a much more prominent role. Players fight for control of the skies, defend airfields against bombing raids, and can play scenarios inspired by the evacuation of Dunkirk.

North Africa introduces an entirely new supply mechanic. Your units need access to supplies to operate effectively. This makes supply depots and supply lines strategically important, opening up possibilities such as cutting off enemy forces instead of attacking them head-on.

The result is that the two maps feel quite different, despite using the same underlying game system.

Grant: What elements do you feel are most important to model from the period?

Philipp: I believe it’s more important to capture the strategic realities of a historical conflict than to simulate every technical detail.

For the Battle of Britain, that means air superiority, fighter interception, and the importance of protecting infrastructure such as airfields.

For North Africa, it’s the enormous importance of logistics, mobility, and controlling vital supply routes across a vast desert.

Another major element is combined-arms warfare. Tanks, infantry, artillery, and aircraft become significantly more effective when working together.

I also wanted the different types of equipment to feel distinct. A heavily armored Churchill tank should play differently from a fast Daimler armored car, just as a Spitfire should serve a different purpose from a Junkers Ju 88 bomber.

Grant: What major design challenges did you encounter and how did you overcome them?

Philipp: One of the biggest challenges was introducing two very different theaters without making the rules significantly more complicated.

For example, supply logistics are fascinating from a strategic perspective, but I certainly didn’t want players to spend half their turns calculating fuel consumption and managing spreadsheets!

The challenge was to reduce these historical realities to mechanics that create interesting decisions while remaining easy to understand and manage.

Another challenge was balancing air and ground combat. Aircraft need to be powerful enough to reflect their historical importance, but not so powerful that ground forces become irrelevant.

I approached both challenges by keeping the successful core mechanics intact and adding specific rules only where they meaningfully change the gameplay. And of course gameplay testing and testing and testing!

Grant: What new units are included in this version of the game?

Philipp: Spitfire includes two factions with six different unit types each, represented by 24 detailed miniatures.

The new British faction includes infantry, the Daimler Armoured Car, the Churchill tank, the Bofors 40 mm anti-aircraft gun, the Hawker Hurricane, and, of course, the legendary Supermarine Spitfire.

The German faction features infantry, the Sd.Kfz. 251 half-track, the Panther tank, the famous 8.8 cm Flak, the Messerschmitt Bf 109, and the Junkers Ju 88 bomber.

I particularly like the selection of aircraft because it creates some interesting asymmetry between the factions. The British have two different fighter aircraft, while the Germans combine a fighter with a dedicated bomber.

Grant: How have you differentiated the capabilities of the units from those in your great game set in Europe?

Philipp: Every unit has its own characteristics, including movement speed, combat effectiveness, armor, and cost.

The original Aces & Armor includes some powerful late-war equipment, such as the German Tiger tank and Me 262 jet fighter, the American B-17 Flying Fortress, and the Soviet Katyusha rocket artillery.

Spitfire introduces a different selection of units and therefore different tactical possibilities.

The British Churchill, for example, emphasizes protection, while the Daimler Armoured Car provides mobility. The Spitfire is an excellent air-superiority fighter, whereas the German Ju 88 is particularly useful for attacking ground targets.

The German 8.8 cm Flak is another very interesting unit because it can threaten both aircraft and armored vehicles.

I wanted each faction to have its own strengths, rather than simply giving every nation the same units with different miniatures.

Grant: How can this game be incorporated into the original Aces & Armor?

Philipp: The two games are fully compatible!

You can play Spitfire completely independently, but you can also combine its factions, miniatures, and gameplay content with the original Aces & Armor.

The original game includes American, Soviet, and two German factions. Spitfire adds the British, bringing the total to five playable factions.

This creates opportunities for much larger battles, additional combinations of units, and entirely new scenarios.

I particularly enjoy the flexibility of the system. Players can recreate historically inspired confrontations or experiment with their own hypothetical battles.

Grant: How does the combat system work?

Phlipp: The combat system is probably my favorite mechanic in the game.

Each unit has an individual combat profile that determines how many dice it rolls, its chances of hitting, and how well it withstands incoming fire.

When two units fight, both players can roll their dice simultaneously, provided the defender is able to return fire.

The number of dice depends on how much damage a unit has already suffered. As units take damage, their combat effectiveness decreases. However, as they gain experience, their probability of hitting improves.

Another important element is combined-arms warfare. If your tanks attack an enemy position while supported by infantry, artillery, or aircraft, they can receive additional combat dice.

Finally, terrain and armor determine how much actual damage the hits cause.

So combat involves much more than simply comparing attack and defense values. Positioning, experience, damage, terrain, and supporting units can all significantly influence the outcome.

Grant: What drove your decision to use 12-sided dice for combat? What advantages does this give your system?

Philipp: I wanted a combat system that offers a lot of differentiation between units without requiring complicated calculations.

Using 12-sided dice gives us twelve possible outcomes, allowing much finer distinctions in hit probabilities than conventional six-sided dice. This is particularly useful because combat effectiveness changes as units gain experience. Different units can have different hit probabilities, and improving from rookie to veteran or war hero can make a noticeable difference.

Also, a higher number of dice (you roll up to 15 in one attack) and a higher number of sides per die (12) creates roll results closer to the statistical expected value which rewards players estimating the odds well and limits pure dice luck.

At the same time, resolving combat remains straightforward: roll your dice, check which results count as hits, and determine the damage.

I also think rolling a handful of D12’s simply feels great!

Grant: How is experience gained and tracked for individual units?

Philipp: Every unit begins the game as a rookie and gains combat experience by fighting.

When a unit damages an enemy, it gains one experience point. If it destroys an enemy unit, it receives two experience points instead.

After gaining enough experience, a unit advances from rookie to veteran and eventually to war hero, improving its combat effectiveness.

What makes this system special is how we track the experience. Each miniature has a small transparent holder attached to its base, where players insert colored markers for experience and damage.

This means you can immediately see the condition and experience level of every unit directly on the battlefield, without having to consult separate unit sheets.

It also creates some wonderfully memorable moments when an experienced unit survives against overwhelming odds!

Grant: What type of economy does the game use? How is money produced? What can players spend their money on?

Philipp: The game uses a relatively straightforward economy built around controlling strategic production facilities.

Players earn money from factories they have captured. These resources can then be used to recruit new units or repair damaged ones.

This creates an interesting strategic dilemma. Do you spend your resources replacing casualties, invest in additional troops, or repair your experienced veteran units?

Capturing factories is therefore important not just for victory, but also for strengthening your economy and maintaining your army.

I particularly like how the economic and military aspects interact. Sometimes capturing a strategically important factory can achieve more than destroying several enemy units.

Grant: What is the layout of the maps? How does terrain affect the game?

Philipp: Spitfire includes a large double-sided, hex-based game board featuring two very different environments.

One side depicts southern Britain, northern France, and the English Channel. This allows for combined land and air battles, including the Battle of Britain and Dunkirk scenarios.

The other side represents North Africa, with its expansive deserts, roads, mountains, and strategically important supply positions.

Terrain influences movement and combat. Roads allow ground units to move faster, forests provide defensive advantages, and natural obstacles can restrict movement.

Aircraft, of course, aren’t slowed down by ground terrain.

The North African map adds another strategic consideration: supply. With fewer natural obstacles and long distances between important positions, maintaining your logistics becomes crucial.

Grant: What do you feel the design models well from history?

Philipp: I think the game does a particularly good job of modeling the importance of combined-arms tactics.

Historically, even the strongest tanks were vulnerable when operating without adequate infantry, artillery, and air support. The game encourages players to coordinate different unit types rather than relying on one particularly powerful unit.

I also like how the North African scenario illustrates the importance of supply lines. An army can have superior equipment and still lose because it cannot maintain its operations.

And finally, I think the experience system captures something that’s often missing from tactical board games: troops aren’t interchangeable. A battle-hardened veteran unit can be much more valuable than a newly recruited replacement.

Of course, Aces & Armor is a strategy board game rather than a detailed historical simulation, but I hope it captures the important tactical and strategic decisions commanders faced.

Grant: What type of experience does the game create for players?

Philipp: I’d describe it as an accessible strategy game with a surprising amount of tactical depth.

There are plenty of exciting combat moments, but the game isn’t just about rolling dice. You need to plan your movements, coordinate your troops, control strategic locations, and decide when to attack or retreat.

The experience system also creates an emotional connection to your units. Losing a rookie infantry unit is unfortunate, but losing your heavily experienced Spitfire that has survived several battles really hurts!

I also love the way the battlefield evolves. Units move, take damage, gain experience, and new reinforcements enter the fight. The situation can change dramatically within just a few turns.

A typical game takes around 60–90 minutes, so it offers a fairly substantial strategic experience without requiring an entire afternoon.

Grant: What are some general strategies for each of the sides?

Philipp: That depends somewhat on the scenario.

In the Battle of Britain, the British player should pay particular attention to controlling the skies and protecting important airfields. Their Spitfires and Hurricanes provide considerable flexibility, but they need to be positioned carefully to respond to German threats.

The German player can take advantage of the Ju 88’s bombing capabilities while using the Bf 109 to contest British air superiority. Coordinating air attacks with ground operations can be very effective.

In North Africa, both sides need to think carefully about supply. A powerful offensive can quickly become vulnerable if the enemy manages to interrupt your supply lines.

In general, my most important advice is to use combined-arms tactics and not spread your forces too thinly. A well-coordinated group of different unit types is often much more effective than several isolated powerful units.

Grant: What has been the feedback of your playtesters?

Philipp: Playtesting has been particularly important for getting the balance between historical flavor, strategic depth, and accessible gameplay right.

One of the main things I’ve focused on is making sure the two theaters offer genuinely different experiences without forcing players to learn an entirely new game.

The air battles need to feel exciting, and the supply mechanics in North Africa need to create meaningful tactical decisions rather than unnecessary bookkeeping.

We’ve also been refining the balance between individual units and factions.

What I always look for during playtesting is whether players are making interesting decisions, developing strategies, and enjoying the tension of the battle. That’s ultimately much more important to me than adding another layer of rules.

Grant: What other designs are you currently working on?

Philipp: There are always several ideas floating around in my head!

One project I’m currently exploring is bringing the Aces & Armor game mechanics to a SciFi scenario.

I’m also thinking about where to take Aces & Armor next. World War II offers so many interesting factions, units, and theaters that there’s certainly plenty of room for future additions. And I am getting a lot of great ideas from backers of the current Kickstarter campaign. I just love this creative community and couldn’t be more grateful!

For now, though, most of my attention is on making Aces & Armor – Spitfire as good as possible and delivering another successful Kickstarter campaign.

Thank you for your time in answering our questions Phillip and also congratulations with the game funding already. I really like the look of this one and I am sure that it will be a fun gaming experience.

If you are interested in Aces & Armor – Spitfire: Battle of Britain & North Africa, you can back the project on the Kickstarter campaign page at the following link: https://www.kickstarter.com/projects/trench-club/aces-and-armor-spitfire

-Grant

SPIEL 2026 Neuheit: Greenwood von Feuerland Spiele

Von: ravn
26. Oktober 2026 um 10:06

Ist das Refugium der Druiden in Wahrheit eine Lüge? Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen stand mir Bastian von Feuerland Spiele Rede und Antwort per spontanem Audio-Interview. Dabei haben wir ein Expertenspiel für 1 bis 4 Spieler vorliegen, das fernab seines rebellischen Themas Eure spielerische Neugier wecken soll. Als Urgeister mit optionalen clanspezifischen Eigenschaften, die man für die Einführungspartie auch weglassen kann, führen wir unsere Gefährten an, um die Tiere von Greenwood zu retten. Wir können die Fähigkeiten der Mitspieler nutzen, um unseren eigenen Vorteil zu optimieren. Auf der Messe ausverkauft, aber ab November im Fachhandel wieder lieferbar.

Verlag: Feuerland Spiele
Titel: Greenwood
Autor: Christos Giannakoulas, Manolis Zachariadis

Durch das freispielbare eigene Tableau mit speziellen Eigenschaften seines Clans fühlte ich mich an Terra Mystica & Co erinnert. Danach hören die Gemeinsamkeiten allerdings auf und ich bin gespannt auf das Erlebnis hinter dem Thema, wenn ich das Eurogame in meinen Spielrunden mitspielen kann. Ob die Rebellen-Thematik mit dem provokanten „Greenwood is a lie“ Aufschrei auf dem Schachtelcover wirklich halten kann, was ich mir an Besonderheiten davon verspreche, wird sich spätestens dann zeigen. Einer der vielen für mich kaum einschätzbaren Eurogames-Neuheiten, die im Vorfeld gefeiert wurden.

Crystalla

26. Oktober 2026 um 09:06

 
Kristalle üben seit jeher eine besondere Faszination auf den Menschen aus. Ob funkelnder Bergkristall, tiefvioletter Amethyst oder vielseitiger Turmalin – jeder Kristall scheint seine eigene Geschichte zu erzählen.

In dem Legespiel Crystalla von Yoel Sayada, Renaud Libralesso und Pierrick Libralesso, das im Schmidt Verlag erschienen ist, erschaffen wir unser eigenes schimmerndes Kunstwerk aus sieben unterschiedlichen Kristallarten. Wer die Kristallsegmente am geschicktesten kombiniert, erhält die meisten Punkte und gewinnt das Spiel.


 
Zu Beginn erhält jeder Spieler ein Starttableau sowie drei Kristallkarten, die er dort platziert. Außerdem bekommt jeder eine Wertungsübersicht und drei Spielsteine, die sich zu Spielbeginn auf einem Kartenstapel in einer Ecke des Kartenrasters befinden. Zusätzlich werden jeweils zwei Kristallstücke der unterschiedlichen Kristallsegmente offen ausgelegt.

Die Spieler wählen in ihrem Zug einen Kartenstapel aus, auf dem sich mindestens ein eigener Spielstein befindet, und nehmen alle dort liegenden Spielsteine auf. Diese werden anschließend einzeln auf angrenzende Kartenstapel verteilt – Schritt für Schritt von Feld zu Feld, wobei nur waagerechte oder senkrechte Bewegungen erlaubt sind. Diagonales Platzieren ist nicht möglich. Außerdem darf der letzte Spielstein nicht auf dem Kartenstapel landen, von dem aus die Bewegung gestartet wurde. Der Stapel, auf dem der letzte Spielstein abgelegt wird, bestimmt die Kristallkarte, die der Spieler erhält.


 
Diese Karte wird direkt in das eigene Tableau angelegt. Dabei müssen alle Karten, ausgehend vom Starttableau, lückenlos aufeinander aufgebaut werden, sodass am Ende ein 3x4-Raster entsteht.

Kommt es beim Verteilen der Spielsteine dazu, dass genau zwei gleichfarbige Spielsteine auf einem Stapel liegen, wählt der aktive Spieler ein ausliegendes Kristallstück und gibt es dem entsprechenden Spieler, dessen Farbe die Spielsteine zeigen. Dieser muss es sofort in sein Tableau einbauen, indem er es auf ein beliebiges Segment einer Kristallkarte legt.

Sobald alle Spieler zwölf Kristallkarten gelegt haben, endet das Spiel und es folgt die Wertung. Die sieben Kristallarten werden unterschiedlich bewertet – teils nach Anzahl, teils nach Anordnung. So sollten Smaragde zu einem Kreis geschlossen werden, während Diamanten umso mehr Punkte bringen, je mehr Segmente miteinander verbunden sind. Am Ende gewinnt, wer das wertvollste Kristallkunstwerk erschaffen hat.


 
Fazit:
Crystalla reiht sich thematisch und spielerisch in die Familie moderner Legespiele ein und erinnert dabei immer wieder an Titel wie Azul und Sagrada. Trotz dieser Parallelen bringt das Spiel auch eigene Ideen mit.

Ein interessantes Alleinstellungsmerkmal ist das Bewegen der Spielsteine durch ein Kartenraster. Anders als bei „Azul“, wo man gezielt Plättchen aus Auslagen auswählt, oder bei „Sagrada“, wo Würfel nach festen Platzierungsregeln eingesetzt werden, entsteht hier eine Art „Bewegungsmechanik“: Man sammelt Spielsteine ein und verteilt sie Schritt für Schritt über das Raster. Dadurch wird der Zug weniger direkt planbar und fühlt sich dynamischer, aber auch etwas unkontrollierter an. Wobei im Spiel zu zweit die Dynamik durch das kleinere Kartenraster etwas eingeschränkter ist.

Allerdings zeigt sich bei den Spielsteinen ein klarer Schwachpunkt – ihre Farben sind teilweise schlecht voneinander zu unterscheiden, was gerade im Spielverlauf zu Verwechslungen führen kann und die Übersicht etwas beeinträchtigt.


 
Auch bei der Interaktion unterscheidet sich Crystalla von seinen Vorbildern. Während „Azul“ eher indirekte Interaktion durch das Wegnehmen von Steinen bietet und „Sagrada“ größtenteils solitär bleibt, bringt Crystalla mit den Kristallstücken einen kleinen, gezielten Ärgerfaktor mit, bei dem unpassende Kristallstücke Gegnern zugespielt werden können. Das sorgt für mehr direkte Spielerinteraktion, ohne das Spiel zu aggressiv zu machen.

Der Spielfluss ist angenehm rund: Die Züge sind schnell erklärt und zügig gespielt, sodass kaum Leerlauf entsteht. Gleichzeitig verlangt das Spiel durchaus taktisches Geschick, etwa bei der Wahl der optimalen Route durch das Raster oder beim geschickten Anlegen der Karten. Allerdings spielt auch ein spürbarer Glücksfaktor mit hinein, da die verfügbaren Karten und Optionen nicht vollständig kontrollierbar sind. So kann es passieren, dass man verzweifelt auf sein letztes Smaragdsegment wartet.

Optisch überzeugt Crystalla durch die farbenfrohen Kristallsegmente, die im Laufe der Partie zu einer individuellen, fast schon kunstvollen Auslage wachsen.

Beim Wiederspielreiz und Langzeitspaß reicht Crystalla allerdings nicht ganz an die Qualität von „Azul“ oder „Sagrada“ heran. Die Partien sind unterhaltsam und kurzweilig, doch die strategische Tiefe und Variabilität der großen Vorbilder werden nicht erreicht.

Crystalla ist ein optisch ansprechendes Legespiel mit einem frischen Bewegungsmechanismus und angenehmem Spielfluss. Besonders das schrittweise Verteilen der Spielsteine und das wachsende eigene Tableau sorgen immer wieder für kleine, befriedigende Tüftelmomente.

Die zusätzliche Interaktion hebt das Spiel positiv hervor, während die eingeschränkte Unterscheidbarkeit der Spielsteine und der etwas geringere Wiederspielreiz kleine Schwächen darstellen. Insgesamt bietet Crystalla kurzweilige, taktische Unterhaltung und eignet sich gut für entspannte Spielrunden oder Familien, die farbenfrohe Legespiele mögen.
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Crystalla von Renaud Libralesso, Pierrick Libralesso  und Yoel Sayada
Erschienen bei Schmidt Spiele
Für 2 bis 4 Spieler in ca. 30 Minuten ab 8 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Schmidt Spiele)
*es handelt sich um einen Affiliate Link. Für Euch entstehen keine Kosten, wir erhalten eine Provision.

Chichen Itza

Von: Roy
25. Oktober 2026 um 12:44

Wenn man an Stefan Feld denkt, kommen einem vermutlich nicht als Erstes Armeen, Monster und Würfelkämpfe in den Sinn. Und genau das macht Chichén Itzá für mich zu einem ziemlich ungewöhnlichen Titel innerhalb der Stefan Feld City Collection. Feld selbst sagt, dass er mit diesem Spiel einmal etwas anderes ausprobieren wollte – und das merkt man dem Spiel auch an.

Aber was erwartet uns hier eigentlich?

Chichén Itzá ist für 2–4 Spieler ausgelegt und verbindet klassische Eurogame-Elemente mit einem deutlich konfrontativeren Spielansatz. Wir bauen unsere eigene Entwicklung auf, schicken Einheiten auf das Spielfeld und versuchen dort Gebiete zu kontrollieren, gegen Kreaturen anzutreten und natürlich möglichst viele Punkte zu sammeln.


Das Herzstück des Spiels ist für mich zunächst einmal der Auswahlmechanismus. Auf einem Aktionstableau stehen uns verschiedene Aktionen zur Verfügung und wir setzen unsere Arbeiter dort ein. Der Clou: Je nachdem, ob ich eine Aktion zuerst auswähle oder ein Mitspieler dort bereits zugeschlagen hat, verändert sich der Preis. Der erste Spieler kommt also günstiger an eine Aktion, während die nachfolgenden Spieler mehr dafür bezahlen müssen.

Und genau das finde ich ziemlich spannend.

Denn plötzlich muss ich nicht nur überlegen, was ich machen möchte, sondern auch wann ich es mache. Warte ich noch, kann mir jemand die gewünschte Aktion wegschnappen oder ich muss anschließend mehr dafür bezahlen. Nehme ich sie hingegen früh, kann ich mir einen Vorteil sichern, verbaue mir aber vielleicht eine andere Möglichkeit.


Daneben entwickeln wir unsere Fähigkeiten weiter, verbessern beispielsweise unsere Kampfmöglichkeiten und bewegen unsere Einheiten über den Spielplan. Dort kommt dann der etwas ungewöhnlichere Teil ins Spiel: die Kämpfe gegen Kreaturen oder andere Spieler. Hier wird gewürfelt, wobei verschiedene Werte und Verbesserungen Einfluss auf das Ergebnis haben. Das Ganze ist dadurch nicht komplett berechenbar, lässt sich aber durchaus beeinflussen.

Gerade das Kampfsystem ist dabei zu Beginn nicht unbedingt super intuitiv. Ich musste mich hier erst einmal ein wenig hineinarbeiten. Aber wie so oft bei einem Stefan-Feld-Spiel gilt: ein paar Partien gespielt und plötzlich greifen die verschiedenen Zahnräder immer besser ineinander.

Chichén Itzá ist für mich ein ziemlich ungewöhnlicher Stefan Feld. Und das meine ich tatsächlich positiv. Es ist eben nicht das klassische Eurogame, bei dem jeder friedlich vor seinem eigenen Tableau sitzt und versucht, möglichst effizient seine Punkte zu generieren. Hier kommt deutlich mehr Konfrontation ins Spiel und durch die Kämpfe auch eine gewisse Portion Glück.


Der Auswahlmechanismus gefällt mir dabei ausgesprochen gut. Gerade die Tatsache, dass die Kosten für eine Aktion für die nachfolgenden Spieler steigen, erzeugt eine interessante Spannung. Ich muss ständig abwägen, ob ich etwas jetzt unbedingt brauche oder ob ich noch warten kann.

Auch das Kampfsystem funktioniert für mich nach ein paar Partien deutlich besser. Am Anfang wirkt es etwas sperrig und man muss erst einmal verstehen, welche Möglichkeiten man überhaupt hat. Aber wenn das sitzt, greifen die einzelnen Elemente gut ineinander und es macht durchaus Spaß, seine Einheiten aufzurüsten, über den Spielplan zu schicken und sich mit den Kreaturen beziehungsweise den Mitspielern auseinanderzusetzen.

Und überhaupt: Stefan Feld bleibt für mich einfach ein Autor, der keine schlechten Spiele macht. Auch wenn mir natürlich nicht jedes seiner Spiele gleich gut gefällt, schafft er es immer wieder, interessante Mechanismen miteinander zu verbinden.


Ein Thema möchte ich bei der City Collection allerdings erneut ansprechen: das Material ist Fluch und Segen zugleich.

Grundsätzlich bekommen wir hier wirklich sehr gutes Material auf den Tisch. Aber dann kommt das Innenleben der Schachtel und ich frage mich jedes Mal: Warum?!

Die kleinen Schachteln sind grundsätzlich eine nette Idee, aber die Pappkreuze, die darin als Unterteilung dienen sollen, halten einfach nichts in ihren Fächern. Beim Transport mischt sich am Ende wieder alles durch. Dann kann man es auch gleich bleiben lassen.

Und ganz ehrlich: Bei diesem Preispunkt muss dieses Problem endlich behoben werden! Wenn ich so viel Geld für ein Spiel ausgebe, möchte ich nicht nach dem Öffnen der Schachtel erst einmal wieder alle Marker, Plättchen und sonstigen Kleinteile auseinander sortieren müssen.

Auch die Illustrationen sind für mich so ein kleiner Zwiespalt. Thematisch passen sie durchaus, wirklich schön finde ich sie allerdings nicht. Da hätte ich mir gerade bei einem solchen Titel etwas mehr gewünscht.


Trotz dieser Kritikpunkte bleibt für mich aber ein gutes Spiel übrig. Chichén Itzá ist ungewöhnlich, spielt sich anders als viele andere Titel von Stefan Feld und bietet gerade durch den Auswahlmechanismus und die Kämpfe eine interessante Mischung.

Betrachtet man die komplette Stefan Feld City Collection, würde ich Chichén Itzá momentan im oberen Drittel einordnen. An der Spitze bleibt für mich vorerst allerdings Marrakesh.

Aber wer weiß, was die nächsten Partien noch so bringen.
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Chichen Itza von Stefan Feld
Erschienen bei Queen Games
Für 2-4 Spieler in ca. 60-120 Minuten ab 12 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Queen Games)

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Mitbringempfehlung Pocket Pisa

Von: ravn
24. Oktober 2026 um 18:16

Es muss nicht immer die übergroße und ebenso teure Neuheit sein, die begeistern kann. Zoch verkauft sein taktisches Geschicklichkeitsspiel aus Holz für den Messepreis von 14 Euro. Dabei braucht es sich nicht hinter Backsack & Co verstecken. Hier bekommt Ihr für kleines Geld eine flott gespielte Herausforderung, die auf jeden Tisch und in jede Spieletasche passt. Auf der Neuheitenschau der SPIEL 2026 Essen wurde mir das Spiel, übrigens „Made in Germany“, kompetent erklärt und die Besonderheiten vom Autor ergänzt. Hört in das zweigeteilte Audio-Interview rein.

Verlag: Zoch
Titel: Pocket Pisa
Autor: Christoph Cantzler, Anja Wrede
Messestand: Halle 8C200

Holzspiele müssen teuer sein und meist unhandlich groß und schwer. Pocket Pisa ist anders, kann zudem mit einigen spielerischen Kniffen aufwarten und so ein interaktives Push-your-Luck Bauspiel im Kompaktformat bieten. Für den vergünstigten Messepreis im Zoch-Shop konnte ich nicht vorbeigehen und ist deshalb auch meine Messe-Mitbringempfehlung in bewährter Zoch-Qualität, bei der Ihr keine Abstriche machen braucht.

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Batman Gotham City Crimes

Von: ravn
24. Oktober 2026 um 12:28

Michael Menzel ist Autor und Grafiker der großen Kosmos-Neuheit auf der SPIEL 2026 in Essen. Wir schlüpfen in seinem storygetriebenen Abenteuerspiel in die Rollen von Batman & Co und lösen kooperativ die Verbrechen in Gotham City. Mit der offiziellen Lizenz von DC ausgestattet und aus der Feder eines der renommiertesten Kreativen der Brettspielbranche haben wir hier eine fesselnde Erzählung mit packendem Spielgefühl kombiniert. Auf der Neuheitenschau konnte ich dazu bei ihm nachfragen – per Audio-Interview für Euch festgehalten.

Verlag: Kosmos
Titel: Batman Gotham City Crimes
Autor: Michael Menzel
Messestand: Halle 7E311

Bei Lizenzprodukten im Brettspielbereich bin ich ansonsten eher skeptisch. Oft nur Optik und kein Herzblut oder schnelle Geldmacherei für durchwachsene Spiele. Das scheint hier komplett anders, denn Michael Menzel hat mit Die Legenden von Andor und Die Abenteuer des Robin Hood bewiesen, dass er Entdeckungsspiele mit viel spielerischer Freiheit und toller Story beherrscht. Deshalb erwarte ich auch hier die volle Packung Batman, da wo Batman draufsteht. Lasst Euch selbst per Einführungsabenteuer auf der SPIEL begeistern.

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Boss Fighters QR Dschungelfieber

Von: ravn
24. Oktober 2026 um 11:30

Eines meiner Lieblingsspiele hat zur SPIEL 2026 in Essen eine Erweiterung bekommen. Wir ziehen mit zwei neuen Helden und zwei neuen Klassen in den Dschungel, um dort fünf neue und herausfordernde Bosse gemeinsam zu bezwingen. Allerdings erwartet Euch noch mehr und das hat mir im Audio-Interview der leitende Redakteur des Projektes auf der Neuheitenschau erzählt. Darüber hinaus fragt das offizielle Gesicht der SPIEL, Illustrator Peter Mohrbacher im Rahmen der DSP-Preisverleihung aus seiner Perspektive nach und stellt klar, warum KI in der Künstlerszene abgelehnt wird.

Verlag: Pegasus Spiele
Titel: Boss Fighters QR Dschungelfieber
Autor: Lukas Zach, Michael Palm
Messestand: Halle 3M120

Für mich ein Pflichtkauf und neues Spielefutter, wenn ich denn mal mit dem Grundspiel durch bin. Da wir unregelmässig nach Laune weiterspielen und dabei den zweithöchsten Schwierigkeitsgrad gewählt haben, haben wir erst die Hälfte der Bosse erledigt. Aber gut zu wissen, dass die Boss Fighter QR App weiterhin weiterentwickelt wird und neue Herausforderungen schon als Erweiterung auf uns warten. Endlich ein Brettspiel mit App, die einfach und perfekt funktioniert und dabei hilft statt stört, weil wir Spieler weiterhin das Geschehen kontrollieren und niemand das Smartphone in der Hand halten muss.

An Unexpected Pairing: Chaosium Con and Gaming at The Green Dragon Inn

23. Oktober 2026 um 14:38
HobbitonImagine a world inhabited by Cthululian Horrors, Arthurian Knights, Icelandic Vikings, and the odd Gloranthan adventurer, all coming together for a weekend of libations, laughter, and (tabletop) adventures. Now, add in jolly hobbits, a few flightless kiwis, and about 23 million sheep for good measure. Welcome to Chaosium Con NZ, and its sister event, Gaming […]

Source

Initial Impressions Video: Medieval Conspiracy from Udo Grebe Gamedesign (UGG)

Von: Grant
23. Oktober 2026 um 14:00

Medieval Conspiracy introduces players to the Holy Roman Empire of Germany, which is divided into numberless small earldoms, principalities and bishoprics. The Ruler of the Empire is the Holy Roman Emperor who is elected by the 7 electoral princes. In Medieval Conspiracy players take the role of a mighty noble family attempting to increase their power, gain new countries, all to gain votes of the electoral princes to finally be elected the new Holy Roman Emperor.

Medieval Conspiracy is run by Action Cards and Event Cards. After collecting income, players bid for Event Cards. 3 Event Cards are displayed on their open side. Thereafter players bid for them in turn order. The player who got an Event Card can use it later during his turn. During a player turn players roll the dice of destiny and play Event and Action Cards. That card play results in numerous effects giving each game a new special course. The goal of the game is to gain new countries or conquer them by force from others in an attempt to influence the vote for the Holy Roman Emperor.

-Grant

Ladybugs

Von: Roy
23. Oktober 2026 um 07:19



Marienkäfer, Blumenwiesen und dazu ein bisschen taktisches Grübeln – klingt erst einmal nach einem ziemlich niedlichen Familienspiel, oder? Genau das ist „Ladybugs“ von Queen Games auch, allerdings steckt hinter der hübschen Optik doch etwas mehr, als man vielleicht zunächst vermuten würde. 2–4 Spieler ab 8 Jahren versuchen, mit ihren Marienkäfern möglichst viele und vor allem wertvolle Blumenbeete zu kontrollieren. Eine Partie dauert dabei rund 30 Minuten.

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Jeder Spieler verfügt über einen Vorrat an eigenen Marienkäfern, auf denen unterschiedliche Zahlen abgebildet sind. Diese Zahl gibt an, wie weit der nächste eigene Käfer vom bereits liegenden Käfer entfernt platziert werden muss. Dabei darf man sich nur waagerecht oder senkrecht bewegen und bereits liegende Käfer nicht überspringen. Landet man genau auf einem bereits ausliegenden Käfer, wird der neue Käfer daraufgesetzt – mehr als zwei Käfer dürfen allerdings nicht übereinanderliegen.


So arbeitet man sich Stück für Stück über die Blumenwiese und versucht dabei, möglichst viele beziehungsweise möglichst wertvolle Blumenbeete mit den eigenen Käfern zu besetzen. Denn am Ende zählt nicht einfach die Anzahl der Käfer, sondern deren Werte. Wer in einem Blumenbeet die meisten Punkte auf seinen Käfern sammeln konnte, erhält die entsprechenden Siegpunkte.

Für etwas mehr Abwechslung sorgen zusätzliche Module. So gibt es beispielsweise Sonderaktionen, mit denen man einmalig die Augenzahl verändern, andere Käfer überspringen oder sogar einen dritten Käfer auf einen bereits bestehenden Zweierstapel setzen kann. Dazu kommen noch Glücksklee und die optionale Spinne, die das Spiel noch einmal deutlich taktischer machen. Für die ersten Partien kann man aber problemlos mit dem Grundspiel starten und die zusätzlichen Möglichkeiten später hinzunehmen.



Und wie spielt sich das Ganze nun? Erstaunlich flott! „Ladybugs“ ist schnell erklärt und auch die einzelnen Züge sind zügig abgehandelt. Trotzdem steckt in den Platzierungen durchaus ein kleiner Knobelfaktor. Wo setze ich meinen nächsten Käfer hin? Welches Blumenbeet möchte ich noch erreichen? Kann ich meinem Mitspieler vielleicht einen wichtigen Platz vor der Nase wegschnappen? Und vor allem: Wie komme ich mit der Zahl meines nächsten Käfers überhaupt dorthin?

Genau diese Überlegungen machen für mich den Reiz aus. Das Thema mit den kleinen Marienkäfern und den Blumenwiesen ist dabei natürlich herrlich niedlich, ohne dass das Spiel dadurch zu einem reinen Kinderspiel wird. Im Gegenteil: Man kann sich durchaus ein wenig den Kopf darüber zerbrechen, wie man seine Käfer am geschicktesten platziert.


„Ladybugs“ erfindet das Rad sicher nicht neu und ist auch kein Spiel, bei dem man nach jeder Partie über die unglaubliche Innovation spricht. Das muss es aber auch gar nicht sein. Es spielt sich flott runter, bietet einen schönen Knobelfaktor und verpackt das Ganze in ein wirklich sympathisches Thema.

Für die angepeilte Zielgruppe ist „Ladybugs“ damit ein sehr schönes Familienspiel. Aber auch Vielspieler können durchaus ihren Spaß damit haben, wenn zwischendurch einmal ein kleiner, schneller Titel auf den Tisch soll, bei dem man trotzdem ein bisschen grübeln darf.

Für mich ist „Ladybugs“ daher ein schönes Spiel für zwischendurch – niedlich verpackt, schnell gespielt und mit genau der richtigen Portion Knobelei.
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Ladybugs von Jakob Andrusch
Erschienen bei Queen Games
Für 2-4 Spieler in ca. 30 Minuten ab 8 Jahren
sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (hier Queen Games).

Bewitchments, Buckets, Bugs

23. Oktober 2026 um 02:35

can you spot every Wee Aquinas?

Imagine me in a real pickle sandwich. The middle of preview season (ho ho ho), and suddenly I come down with not one illness, but two. Something chronic, something acute. And me with a whole stack of board games to write about. Some of them time-sensitive, counting down the minutes on crowdfunding platforms as we speak.

What’s an old man to do? Write about all three in a single splash, naturally.

In other words, here are three very different tabletop titles, each worth a wink of your time. Come on in. Let me tell you about them. Briskly, before I’m back to bed.

I've been reading too much China Miéville this month.

Runes, crafted, so thus they may be written.

Rune Rite

At a glance, Rune Rite doesn’t look all that dissimilar from any number of other flip-and-writes. Fortunately, designer Jason Katzwinkel makes one alteration that has major implications not only for this game, but for the entire format.

Short version: you craft the card in advance.

Longer version. Like every other instance of the genre, you begin your turn by flipping over a card. This shows some combination of runes — spirals, stars, tildes, triangles, and plusses, with the occasional wild that counts as anything and everything. Then everybody at the table gets to mark a cluster of those symbols onto a personal paper grid. The larger the cluster — say, a polyomino L of stars — the more you mark, all the way down to a single symbol.

The wrinkle is that drawing a card isn’t as simple as drawing a card. You draw the card, yes, right, you’re following I’m sure, but then you choose how to lay that card over the top of any previous cards, all framed within a cardboard holder to establish the selection’s outer boundaries. In more mathematical terms, every card offers a 2×3 selection, but you’re really drawing from a 3×3 grid. So the current card matters, but so do any previous cards that might still be peeking out from previous turns.

The implications are far-reaching. At the first and most obvious level, you’re given some control over which symbols — and furthermore, which shapes of symbols — you’re allowed to draw on your pad. By rotating your card, it’s possible to arrive at unusual shapes indeed.

HMMM

Looks suspiciously like a flip-and-write to me.

But more than that, with some attention you can also sabotage everybody else at the table. Whatever shape the card-puller draws, nobody else is allowed to use. Sometimes this only provides access to smaller leftovers, but there’s room for devious plays. Such as noting that a rival wants a size-two combination of spirals, so instead you hand them a huge cluster of spirals instead. Go for it, bud. Overcommit.

In some ways, Rune Rite feels like a proof of concept. It’s a small game, I mean, with very little variance between sessions apart from the actual shape-crafting that occurs on each and every turn. Unlike something like Cartographers, which changes its victory conditions between sessions, the goal is always the same.

But for a proof of concept, there’s a lot to like here. There’s real tension between specialization and diversification. Points principally come from drawing boxes of similar symbols and filling other boxes with as many different symbols as possible, encouraging you to build across the pad’s boundaries. Which is to say, there’s a definite “best approach” here, but it isn’t one easily or flippantly pursued.

I’d like to see more of this. Crafting the “flip” of the flip-and-write is a stroke of brilliance, and here it’s given perhaps its purest possible expression. The result is little more than a snack, but it’s a snack that might prove transformative if everybody catches the vision. Like a Triscuit.

Rune Rite is on Kickstarter for nine more days.

the problem with throwing the biggest BBQ in Texas is that within three minutes someone else will claim to have thrown the biggest BBQ in Texas

Some of the things I wish I’d done.

Bucket List

According to internet lore, the term “bucket list” was coined by the 2007 comedy film The Bucket List. This is a myth. My proof is a journal entry dated 14 March 2006 which reads: “Bucket List. Item #1. Prove that I, Dan Thurot, came up with the term ‘bucket list,’ not that stupid movie coming out next year.”

Many of the action items in Micah Heiselt’s Bucket List represent similar uphill battles. Spend a night in Dracula’s Castle? Sure, but bring the gauze. Buy a farm for orphaned alpacas? Nothing was ever stopping you but the fear of success. Fill the Louvre with only your art? Kid. Come on. You can’t even finish one board game preview on a site without the slightest quality control.

Then again, that’s much of the charm of this one. You and your friends wrote a bucket list in high school. (Presumably you graduated after 2007.) Now, with death swiftly approaching, you must tick off as many boxes as possible.

What would otherwise be a cutesy gimmick game is elevated by two factors. The first is that the gameplay is a combination of long-term planning, thinking on your toes, and careful risk management. There are only two main resources, time and money, which must be invested into a goal before it can be accomplished. That’s simple enough, but resources come from multiple sources, some more reliable than others, such as action cards versus a turn-initiating roll of the dice. You’ll get something, but whether you can put it to good use is another question. Oh, and any leftovers will anger the Grim Reaper.

could you come for me a little faster please

Death comes for us all.

The Grim Reaper is the other shakeup to the formula. Various triggers will see old boney chasing everyone around the score track. If he catches up to the trailing player, a headstone will be placed to end the game upon the completion of the round. There are ways to cheat death, nudging the Grim Reaper back on the track and returning the headstone to its resting place… except you might not want to delay the end of the game if you’re sitting pretty at the top of the score track, leading to little tussles to delay or hasten your mortality.

It’s a bit grim. But then, so is anything associated with bucket lists. The good news is that it’s also an amusing little plaything, with more to consider than first meets the eye, and lots of goofball moments where death seems around the corner only to be delayed yet again. It’s ultimately a game about picking your battles. There isn’t time or money enough to do everything, so you’re encouraged to pad out your days with goals that can absorb whatever resources happen to come your way.

In that sense, there’s something comforting about it, almost nihilistic in its dedication to self-determination. Maybe it will even inspire me to fulfill the other entries in my bucket list. “Item #2. Change it back to Berenstein Bears before anyone notices.”

Bucket List is on Kickstarter for fifteen more days.

I didn't even notice it was a tree.

This tree is especially bug-infested.

Pact

Pact is what you get when you blend the asymmetry of Root with the hard tradeoffs of a classic card-driven wargame like Twilight Struggle.

First, the Root. Four bug factions occupy the tree kingdom of Branchbourne, each with its own advantages. There’s Jenna Ermine VI, her authority thoroughly entrenched across the branches and boughs of the kingdom, but spread so thin that the slightest tension might crack her carapace. Her closest rival is the Duchesse Orich, incredibly well resourced but also over-leveraged. Somewhat farther underfoot is the revolutionary Matuk Inkclaw, capable of unleashing labor strikes that cripple the kingdom, and the heretic Weaver Neith. Mostly I remember Weaver Neith mind-controlling everybody.

All right, asymmetry is hot right now. But the second half of the game, the card-driven wargame half, controls how things get done. Everything relies on event cards. At any given time, a handful of these are on offer in the market. Taking a turn isn’t as simple as moving pieces. Instead, you select an event. If it’s your own, you either use the card for its action points — adding tokens, moving stuff between locales, that sort of thing — or take its historical outcome, which is always weirder and often more potent, but less directed. On the other hand, if it belongs to someone else, you take the actions while they trigger the event. Pretty normal, as card-driven wargames go, but rather novel when it comes to bug-based fantasy games.

the heartwood? eh? eh?

Events are the heart of Pact.

Making matters more complicated, society in Branchbourne is dominated by four “pillars,” each of which demands some measure of attention lest the kingdom fall into disrepair. These are handled by moving treasures, a nearly zero-sum economy, between their four domains. The Merchants, for instance, are how cash gets infused into the economy. By investing treasures into their domain, additional treasures wink into existence ex nihilo. Invest too much, however, and the Merchants will crash the whole dang thing, reducing the number of treasures in circulation.

Okay, so you want the Merchants to have a lot of treasures, but not so many that they wreck the economy. Except the other pillars also have their own requirements. The Nobility mostly function as parasites, destroying treasures outright, but if not placated they’ll steal treasures from the other pillars. The Church is similar; they like to gather treasures as tithes, but they can manipulate the standings of the other pillars outright. The Military, meanwhile, needs treasure. Lots of treasure. Only their threat is no paper tiger-beetle; if they don’t have enough loot in their vault when the round ends, the centipedes chewing at Branchbourne’s roots will overrun the kingdom and eat everybody.

This prompts a delicate balancing act. Your faction doesn’t only want to survive; they also make pacts (the title! oh ho!) with those pillars to see them succeed in exchange for influence at court. So, depending on how you’ve positioned your faction, you might want the bank to fail this round, since its collapse will humiliate your rival who’s aligned with them, while feeding heaps of glittery to the Church in exchange for their imprimatur on your ascending the throne.

I have a really yucky story about centipedes, but it's basically that one day I was turning over a rock and a centipede walked on my hand, so it's the same as everybody else's childhood-scarring story about centipedes.

Keep forty eye-facets on those centipedes.

Which brings us full circle to that event system, because this is where you can manipulate every little corner of Branchbourne to your advantage. The Duchesse Orich, for example, can use her hives to bestow additional treasures on various pillars of society. But when an event raises the opportunity to do so, will it align with her current goals? The same goes for the firebrand and his labor strikes, the Empress and her loyalty counters, and everything else. Pact is a game of hard tradeoffs. Direct action or powerful but perhaps misaligned events? That’s the question, baby.

All told, the result is a fable about the ever-shifting halls of power that I find mighty intriguing. Like a lot of the best games, designer Zach Hoekstra has keyed into the fact that smart design is often about limitation as much as it is about player agency. Often, turns force a choice between which goals you’ll fail at the least. It’s a lot like tacking into the wind; moving at increments that seem to go nowhere, only that bit by bit move you closer to your objective.

The result is one heady political game indeed. Of the titles on this list, Pact is the heftiest, but it’s also the one I’m most eager to see reach completion. It’s ambitious, it’s weird, it’s full of bugs.

Pact is on Gamefound for nineteen more days.

 

Prototype copies of Rune Rite, Bucket List, and Pact: The Future of Branchbourne were temporarily provided by their designers and publishers.

(If what I’m doing at Space-Biff! is valuable to you in some way, please consider dropping by my Patreon campaign or Ko-fi. Right now, my third-quarter newsletter is open to all.)

SPIEL 2026 Neuheitenschau: Final Titan von Richard Garfield

Von: ravn
22. Oktober 2026 um 16:33

Würfelglück trifft auf Drafting-Taktik und vereint sich bei Nerdlab Games zu einem einzigartigen Spielerlebnis von konfrontativ über kooperativ bis solo. Schlicht weil jeder der zu rekrutierenden Champions sich in Fähigkeiten, Werten und Kräften sowie der Illustration unterscheidet und kein Geringer als der Erfinder von Magic The Gathering an der Entwicklung beteiligt war. Das weckt Erwartungen. Alle weiteren Details erfahrt Ihr im Audio-Interview von der Neuheitenschau der SPIEL 2026 in Essen.

Verlag: Nerdlab Games
Titel: Final Titan
Autor: Christian Kudahl und Richard Garfield
Messestand: Halle 5B700

Große Namen verpflichten und wecken Erwartungen, die erstmal auch erfüllt werden wollen. Während Ihr im Champion-Drafting noch die Kontrolle habt, werden die Kämpfe per Würfel entschieden und das im Autobattle-Modus. Kann die Vielfalt an Charakteren trotz oder gerade eben aufgrund des bewusst seichten Spielablaufs überzeugen? Ich bin auf meine Erstpartie vor Ort in Essen gespannt, bevor ich mich in einen voreiligen Blindkauf stürze. Angeblich soll das Spielgefühl mit jeder Partie wachsen und zum regelrechten Sog werden. Ich lasse mich da gerne mitreißen, obwohl ich kritisch bin, ob das Spielkonzept für mich aufgeht.

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