Normale Ansicht

Kinder, Kenner & Co. – Ein Blick auf die Spielekategorien und ihre Bedeutung

29. Juli 2026 um 15:32

Beim Brettspielkauf kann die schiere Auswahl an Titeln schon mal überfordernd sein. Umso praktischer ist es doch dann, wenn auf der Verpackung kommuniziert wird, an wen sich dieses Spiel eigentlich richtet – und damit ist nicht nur die Angabe zum empfohlenen Alter gemeint. Bestimmt habt ihr bereits entdeckt, dass wir (aber auch andere Spieleverlage) die Spiele in Kategorien wie Familie oder Kenner einteilen. Und bestimmt habt ihr euch auch schon mal gedacht, „Ne, das ist doch kein Kennerspiel!“ Genau darum, also um die Einteilung von Spielen in die Kategorien Kinder-, Familien-, Kenner- und Expertenspiel, geht es in diesem Blogbeitrag.

Aber was sagen uns diese Angaben eigentlich? Was sagen sie nicht? Wie sieht diese Familie eigentlich aus, von der hier die Rede ist? Hört man denn jemals auf, Kind zu sein? Oder darf ich ein Expertenspiel überhaupt anfassen, ohne bereits hunderte Spielstunden auf dem Tacho zu haben?

Kinderspiele – Die ersten (Meeple-)Schritte

Beginnen wir mit der Kategorie der Kinderspiele und was sie kennzeichnet. Wenn ihr euch jetzt denkt: „Kinderspiele? Ne, die sind mir viel zu langweilig und anspruchslos! Ich überspringe diesen Abschnitt einfach und komme lieber gleich zu den richtigen Spielen“, dann kann ich euch davon nicht abhalten, möchte euch aber ein Zitat von Michael Ende ans Herz legen. Der berühmte deutsche Kinder- und Jugendbuchautor sagte in seinem Vortrag Über das Ewig-Kindliche einst Folgendes:

„Ich glaube, dass in jedem Menschen, der noch nicht ganz banal […] geworden ist, dieses Kind lebt. […] Ich glaube, dass die Werke der großen Dichter, Künstler und Musiker dem Spiel des ewigen […] Kindes in ihnen entstammen – dieses Kind, das ganz unabhängig vom äußeren Alter in uns lebt, ob wir neun Jahre alt sind oder neunzig; dieses Kind, das nie die Fähigkeit verliert zu staunen, zu fragen, sich zu begeistern.“

Bevor ihr also Kinderspiele kategorisch übergeht, probiert doch mal aus, ob beim Stapeln von saftigen Tortenstücken während einer Partie Torten Träume nicht das ewige Kind in euch selbst wieder zum Vorschein kommt.

Kinderspiele versuchen nämlich vor allem, die Begeisterungsfähigkeit für das (Brett-)Spielen bereits in jungen Jahren zu erwecken. Dragomino, der Kinderspiel-Ableger aus der prämierten Kingdomino-Familie und seines Zeichens selbst Kinderspiel des Jahres 2021, wäre hierfür ein treffendes Beispiel, da es das bekannte Domino-Prinzip aufgreift und spielerisch kindgerecht umdenkt. Kindgerecht meint, dass das Spiel mit wenigen simplen Regeln auskommt, die leicht verständlich und demnach schnell erlernt sind. Entsprechend schnell kann losgespielt werden, was der potenziellen (kindlichen) Ungeduld präventiv entgegenwirkt. Die Spieldauer sollte ebenfalls nicht allzu lang sein und bewegt sich meist in einem Bereich bis zu höchstens einer halben Stunde. Diese Zeit ist in vielen Kinderspielen jedoch nicht nur für reinen Spielspaß reserviert (wenngleich der definitiv im Vordergrund steht), sondern eben auch für die Schulung kognitiver Fähigkeiten oder kreativer Lösungsfindung. Daher sind Kinderspiele auch aus vielen Kitas, Kindergärten und (Grund-)Schulen nicht mehr wegzudenken. Wusstet ihr übrigens schon, dass die Kinderspiel des Jahres Jury von Beirät*innen mit pädagogischem Hintergrund unterstützt wird?

In Kinderspielen kommen oft haptische Komponenten mit besonderem Aufforderungscharakter ins Spiel, welche dann beispielsweise die kindliche Feinmotorik spielerisch schulen und somit das Entdecken für Kinder im wahrsten Sinne noch greifbarer machen. Aber mal ehrlich, welche erwachsene Person kann schon widerstehen, wenn einen das Affenkatapult aus Crazy Coconuts mit herausforderndem Blick quasi dazu zwingt, unverzüglich unter Beweis zu stellen, wie geschickt man tatsächlich darin ist, die Becher in der Tischmitte zu treffen (oder es zumindest zu versuchen – immer und immer wieder …).

Wer jetzt stutzig wird und sagt: „Moment mal, Crazy Coconuts ist doch eigentlich gar kein Kinderspiel, sondern ein Familienspiel“, ist dem Fazit dieses Beitrags schon auf der Spur, aber wir wollen hier natürlich noch nichts vorwegnehmen, sondern nun erst einmal zu den Familienspielen kommen.

Familienspiele – Ein Spaß für alle

An dem ein oder anderen Festtag haben sich bestimmt viele von euch (gezwungenermaßen) schon in einer Situation wiedergefunden, bei der Menschen von blutsverwandt bis unbekannt zusammengekommen sind. Um dann potenziell unangenehme Gespräche – oder noch unangenehmere Stille – am Tisch zu vermeiden, wäre es doch manchmal echt praktisch, einen spaßigen Zeitvertreib zu haben, bei dem eigentlich alle, unabhängig von spielerischen Vorkenntnissen mitspielen können.

Unter anderem für solche Erlebnisse sind Familienspiele perfekt! Familienspiele zeichnet nämlich aus, dass sie sich an die ganze Familie richten (wie auch immer sie aussehen mag) und zwar in dem Sinn, dass sie für jedes Mitglied von Jung bis Alt eine spaßige Spielerfahrung bieten. Frei nach Friedrich Schillers Homo ludens (lat. „der spielende Mensch“) ist der Mensch eben nur da ganz Mensch, wo er spielt – und genau dazu laden Familienspiele prinzipiell alle Menschen gleichermaßen ein (von etwaigen Altersempfehlungen mal abgesehen). Aber natürlich könnt ihr Familienspiele auch mit Freund*innen, guten Bekannten, netten Menschen im Zug usw. spielen.

Spiele dieser Kategorie bieten eine geringe Einstiegshürde sowie eine überschaubare Spieltiefe, weswegen sich jene Titel hervorragend für Neulinge im Hobby eignen. Die abwechslungsreichen Mechanismen, Thematiken und Spielideen sprechen gleichzeitig aber auch diejenigen an, welche in ihrer Karriere bereits so manche Würfel geworfen, Meeple bewegt oder Karten gezogen haben.

Oft vereinen Familienspiele in rund sechzig Minuten einen gewissen Glücksfaktor mit der moderaten Möglichkeit zu strategischer Planung, sodass man sich durch cleveres Spielen zwar einen spürbaren Vorteil verschaffen kann, ohne dabei jedoch nicht ganz so versierte Mitspielende in Grund und Boden zu stampfen. Titel wie beispielsweise Dorfromantik – Das Brettspiel und Bomb Busters (Spiele des Jahres 2023 bzw. 2025) gehen sogar noch einen Schritt weiter, indem sie das Spielerlebnis gleich gänzlich kooperativ gestalten. So gewinnt oder verliert ihr gemeinsam (wobei natürlich trotzdem immer alle wissen, wer eigentlich die Schuld an der Niederlage trägt).

Kennerspiele – Tieferes Eintauchen in die Materie

Kennt ihr die nächste Kategorie? Gut, dann zählt ihr offensichtlich zu den Kenner*innen (höhö). Es sind nämlich die Kennerspiele, die nun etwas tiefer in die Materie Brettspiel einsteigen. Die Mechanismen werden also komplexer und das Regelheft somit dicker, aber dafür bekommt man bei diesen Titeln auch mehr Spieltiefe geboten. Strategie ist hierbei oft gewinnbringender als reines Glück, wobei eine kleine Prise davon noch immer hilfreich sein kann. Dementsprechend verlängert sich die durchschnittliche Spieldauer auf meist merklich über eine Stunde, um der strategischen Planung genügend Zeit zur Entfaltung einzuräumen.

Auch die Themen können bei Kennerspielen mal anspruchsvoller oder abstrakter werden, wenn sich zum Beispiel in der Compile-Reihe KIs darum duellieren, Protokolle zuerst zu kompilieren. Es ist folglich zweifellos von Vorteil, wenn man bereits ein wenig Spielerfahrung mitbringt, um die besten Chancen auf den Sieg zu haben. Allerdings ist die Abstraktheit der Themen im Kennerspiel-Segment kein Muss: Everdell sowie dessen Erweiterungen respektive Standalone-Nachfolger sind dank der mechanischen Kombination aus Worker-Placement und Engine-Building zwar vom Anspruch her durchaus ähnlich fortgeschritten, doch aufgrund der süßen Tier-Thematik wahrscheinlich für die meisten um einiges zugänglicher (und sollte die Spielmechanik hier dennoch zu überwältigend sein, gibt es ja das Familienspiel My Lil‘ Everdell).

Expertenspiele – Abendfüllende Auseinandersetzungen

Und schließlich haben wir sie erreicht: die Speerspitze der Schwierigkeit, die Krone der Komplexität, wenn es um Brettspiele geht – die Kategorie der Expertenspiele. Wer sich hierauf einlassen will, sollte Lesen bestenfalls als Hobby im Hobby betrachten, denn so manche Spielanleitung kann von der Länge her durchaus mal an einen kurzen Roman erinnern. Allerdings nicht gefüllt mit im engeren Sinne spannender Fiktion, sondern mit umfangreichen Regeln, welche die meist komplex verzahnten Mechanismen auch adäquat abbilden wollen.

Während also allein das Erfassen bzw. Erklären der Regeln hierbei schon teils länger dauern kann als die Gesamtspielzeit so manch anderen Spiels, ist die eigentliche Dauer von Expertenspielen entsprechend ebenfalls länger. Eine Partie erstreckt sich nicht selten über mehrere Stunden, wenn alle Mitspielenden versuchen, aus einer Vielfalt an Möglichkeiten einen erfolgreichen Gewinnplan auszutüfteln sowie langfristig strategisch umzusetzen. Die daraus resultierende Spieltiefe kommt größtenteils ohne gravierende Glücksmomente aus und lässt demnach diejenige Person letztlich als Sieger*in jubeln, welche am besten taktiert oder kalkuliert hat.

Gerade wenn wie in Spirit Island beispielsweise jede*r Spielende einen eigenen Naturgeist mit individuellen Fähigkeiten übernimmt (die wiederum je einer gesonderten, tiefgreifenderen Erläuterung bedürfen), ist es ratsam, schon einiges an Erfahrung im Brettspielbereich mitzubringen, um davon nicht überfordert zu werden. Sobald man jedoch die Prinzipien verstanden hat, bieten Expertenspiele eine unvergleichliche Gelegenheit, sich so tief wie auf dem Brettspieltisch nur möglich mit spannenden Themenfeldern auseinanderzusetzen oder Spielmechaniken eingehend zu explorieren.

Wenn Konzepte Kategorisierungen übersteigen

Nachdem wir uns die vier Kategorien angeschaut haben, in welche Brettspiele hinsichtlich ihres Komplexitätsgrades typischerweise eingeteilt werden, betrachten wir nun diese Einteilung nochmal genauer. Festhalten können wir schon mal, dass die begrifflichen Bezeichnungen „Kinder“, „Familie“, „Kenner“ und auch „Experte“ eher repräsentativ für ein gewisses Level an Spielerfahrung stehen als für ihre wortwörtliche Bedeutung.

Kinderspiele können demnach Erwachsenen ebenso Spaß bereiten (nicht nur, aber auch wenn das Grundkonzept um die eine oder andere fortgeschrittene Regel erweitert wird), und ich muss weder spontan eine Familie gründen noch überhaupt Brettspiele kennen, um Familien- oder Kennerspiele spielen zu dürfen. Diese Begrifflichkeiten dienen lediglich dazu, einen ersten Eindruck zu vermitteln, wie hoch der Anspruch am Spieltisch werden kann. Bei so vielen kreativen, außergewöhnlichen oder gar revolutionären Ideen für Spielkonzepte ist es nur logisch, dass sich nicht alle Spiele in starre Schubladen sperren lassen (im übertragenen wie wörtlichen Sinne). Die Kategorisierung ist also nicht immer eindeutig bzw. kann sich im Laufe des Spiels wandeln.

Schauen wir uns nochmals Crazy Coconuts an, ein Familienspiel, das in der „Kids Fun Reihe“ erschienen ist. Aber wenn es doch zur Kids Fun Reihe gehört und wie oben bereits beschrieben auch aufgrund seiner sonstigen Charakteristika als Kinderspiel durchgehen würde, warum ist es dann keins? Nun, mit Sicherheit wäre die Kategorisierung als Kinderspiel nicht abwegig, das spaßige Spielkonzept kommt jedoch auch bei Erwachsenen so gut an, dass die Eingruppierung als Kinderspiel das Spaßpotenzial für erwachsene Spielgruppen nicht deutlich genug gemacht hätte. Außerdem kann das Handling der Affenkatapulte für kleinere Kinder ganz schön knifflig sein. Die Einordnung ab sechs Jahren und als Familienspiel in der „Kids Fun”-Rubrik war daher die naheliegende Lösung.

Die Altersangabe ist übrigens ein weiterer Indikator, der zwar einen ersten Rückschluss auf den Anspruch bzw. die Komplexität eines Spiels zulässt, aber eben auch nicht mehr. Denn letztlich sind solche Faktoren unter anderem stark von der Spielerfahrung der Sechs-, Acht- oder Zehnjährigen abhängig und damit hochgradig individuell. Trotzdem hängen die Kategorisierung von Brettspielen und Altersangaben eng zusammen, sind allerdings nicht immer strikt miteinander verknüpft. Ein Spiel, welches ab sechs Jahren empfohlen wird, kann demnach mal als Kinder-, mal als Familienspiel eingestuft sein. Abgesehen davon sind Kinder auch mit acht oder zehn Jahren noch Kinder, können aber durchaus schon Spiele aus dem Familien- oder vielleicht sogar Kenner-Segment spielen.

Bei Kampagnenspielen oder Titeln mit Legacy-Prinzip ist eine eindeutige Zuordnung ebenfalls sehr oft sehr schwierig. Diese Arten von Spiel starten meist auf einem überschaubaren Niveau, entwickeln sich beim Spielen jedoch durch Hinzunahme neuer Komponenten oder das Ausbauen von Mechaniken weiter, womit auch der Komplexitätsgrad ansteigt. Entscheidend sind hierbei vor allem zwei Aspekte: Zum einen wächst der Anspruch als beabsichtigter Teil des Spielkonzepts organisch mit den Spielenden, zum anderen gibt es – falls es mal zu anspruchsvoll werden sollte – häufig die Möglichkeit, das Level an Komplexität individuell „einzustellen“.

Nehmen wir mal Boss Fighters QR als Beispiel. Der Einstieg ist zwar nicht auf Ich-würfle-und-gehe-dann-soviele-Felder-Niveau, aber dennoch für die allermeisten machbar, weswegen die Einstufung als Familienspiel naheliegt. Die zu bekämpfenden Bosse werden allerdings immer knackiger, ihre Taktiken raffinierter, also steigt auch der Anspruch entsprechend – sodass Boss Fighters QR im späteren Kampagnenverlauf eher zum Kennerspiel wird (übrigens auch die Kategorie, in der es von der Jury Spiel des Jahres nominiert wurde). Die Spielenden können dabei selbst entscheiden, wie fordernd das Spielerlebnis für sie sein soll. Bei Boss Fighters QR als App-basiertes Spiel ist das besonders nutzer*innenfreundlich, denn es gibt einen Auswahlbildschirm, in dem die gewünschte Schwierigkeit einstellbar ist. War ein Boss mal zu schwer oder zu leicht, kann der Schwierigkeitsgrad mit einem Klick ganz einfach an die präferierten Anforderungen angepasst werden.

Weitere Freiheiten in der Gestaltung von Anspruch bieten modulare Spielkonzepte. Durch das Hinzufügen oder Weglassen von Modulen, Materialien o.Ä. bieten euch mache Titel die Option, die Komplexität an die Spielerfahrung der Spielgruppe anzugleichen. Das ebenfalls bereits angesprochene Dorfromantik – Das Brettspiel oder auch Kitchen Rush liefern nach und nach zusätzliche Elemente, die dem Spiel beigefügt werden können und den Anspruch mitunter merklich steigern. Genauso gut könnt ihr aber auf jene Komponenten verzichten und habt dennoch ein vollständiges, rundes Spielerlebnis.

Wieder andere Spiele bieten zur Variation der Schwierigkeit weitere Modi an. Gerade bei Kinderspielen kommt dies öfter vor, um das Mitspielen für potenziell unterforderte Erwachsene spannender zu gestalten oder faire Bedingungen im Spiel von Erwachsenen mit Kindern herzustellen. Ein gutes Beispiel ist Torten Träume, denn dort dürfen Kinder ihre Torte auf dem Boden bzw. einem Tisch stapeln, Erwachsene müssen ihre Torte stattdessen auf ihrer Hand balancieren. Im Zuge solcher oder ähnlicher Module und Varianten kann die Kategorisierung schnell mal vom Kinder- zum Familienspiel, vom Familien- zum Kennerspiel usw. aufsteigen.

Und was heißt das jetzt?

Ihr seht, die Frage nach Komplexität ist – naja – komplex und teils schwer objektivierbar. Zwar ist es möglich festzustellen, dass Spiel X weniger und simplere Regeln hat als Spiel Y, doch ab wann ist der Unterschied denn groß genug, um sie auch verschieden zu kategorisieren? Generell ist eine Form der Spielekategorisierung durchaus sinnvoll, denn sie vermittelt euch einen guten ersten Eindruck vom zu erwartenden Spielgefühl: Muss ich erst eine Stunde Regeln lesen oder erklärt sich das Spiel quasi von selbst? Kann ich ein paar Partien entspannt in der Mittagspause zocken oder sollte ich mir lieber gleich einen ganzen Tag freinehmen?

Letzten Endes zählen aber nicht nur spielseitige Faktoren, sondern vor allem auch die persönliche Motivation sowie die Lust, sich in Regeln einzufuchsen oder neuen Herausforderungen zu stellen. Für eine Person, die zwar noch nicht viel gespielt hat, kann ein Kennerspiel trotzdem das Richtige sein, wenn sie den Willen mitbringt, sich damit intensiver zu befassen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist das erwähnte Everdell. Klassisch als Kennerspiel eingruppiert, hat es durch den 3D-Baum, die niedlichen Illustrationen und das Wohlfühl-Thema so viel Aufforderungscharakter, dass es weltweit begeistert gespielt wird und sogar Brettspielneulinge motiviert, sich mit dem Spielprinzip auseinanderzusetzen.

Die Spielekategorien sollen euch vorm Spieleregal also eine Idee davon geben, was euch erwartet, aber die Definitionen der Kategorien sind dehnbar. Also wenn euch eine Spielidee oder ein Thema besonders anspricht, traut euch! Wir wünschen euch viel Spaß dabei!

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Spielerisch ins neue Schuljahr

29. Juli 2026 um 14:38
Spieletipps zum Schulstart: Rinks & Lechts, Biberbande, Schnattergei, Fröschis

Ob zur Vorbereitung auf den neuen Lebensabschnitt „Schulkind“, als Geschenk in der Schultüte oder für die kleinen Geschwisterkinder: Die Kinder- und Kartenspiele von AMIGO machen Kids fit für das Schuljahr, denn neben dem Spielspaß trainieren die handlichen Kartenspiele wichtige Fähigkeiten.

Für Biberbande braucht ihr „Köpfchen“, denn hier gilt es, sich die Zahlenwerte von 0 bis 9 unter den verdeckten Karten zu merken, und möglichst nur die niedrigen Werte zu behalten. Mithilfe von Sonderkarten darf man sich Karten ansehen oder den Mitspielenden unliebsame Karten zuschieben.

Links ist da, wo der Daumen rechts ist. Klar, oder? Es kommt allerdings auch immer darauf an, ob man die Sache von vorne oder hinten betrachtet. Rinks & Lechts trainiert Kids ab 6 Jahren auf originelle Weise die für den sicheren Schulweg elementare Unterscheidung von rechts und links – egal in welchem Schuljahr. Nicht nur für Kinder geeignet…

Bei Fröschis geht es darum, die Zahlenwerte der eigenen Kartenreihe mit Hilfe der Frösche aufsteigend anzuordnen. Durch geschicktes Tauschen der Karten hüpfen die Fröschis durch die Kartenreihe. Gewinnt man eine Runde, verkürzt sich die Reihe in der Folgerunde. Mit diesem Spiel können Geschwister- und Schulkinder ab 5 Jahren spielerisch den Zahlenbereich unter 10 kennenlernen.

Was sagt man zu einem roten Elefanten? Natürlich: „Erdbeere!“ Logisch, oder? Bei Schnattergei geht es beim Kartenablegen nicht um die dargestellten Motive, sondern deren Farbe. Diese gibt an, welcher Begriff beim Ablegen gerufen werden muss. Karten gewinnt, wer flink ist, sobald zwei Karten mit dem gleichen Motiv übereinander abgelegt wurden. Schnattergei von Haim Shafir fördert Reaktion und Konzentration der ganzen Familie.

Käpt’n Memo – Spielkritik

Von: Paddy
29. Juli 2026 um 11:42
Käpt'n Memo

Auf zahlreichen Seefahrten suchen wir das Memorische Meer ab und sammeln Schatztruhen ein. Leider lauern auch diverse Gefahren. So entscheiden die Seefahrer bei jeder Kursänderung, ob sie das Boot von Käpt’n Memo verlassen oder sitzenbleiben. In jeder Seefahrt übernimmt eine

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Planta Nubo – Eine Solarpunk-Anthologie in der Welt von »Overgrown« (Hrsg. Sven Nieder und Andi Brottlinger) – Die Geschichten rund ums Brettspiel (Kurzcheck)

28. Juli 2026 um 09:00

Planta NuboDie Anthologie Planta Nubo entführt in eine Zukunft, in der die Menschen endlich im Einklang mit der Natur leben. Auf verschiedensten kleinen und größeren Abenteuern begleiten wir Figuren, die diese Welt mit ihren Hoffnungen und Konflikten prägen. Doch schafft es das Buch, jenseits des reizvollen Settings auch erzählerisch zu überzeugen?

Dieser Beitrag wurde von Julie Tabea Fiona Wolz geschrieben

Kavango – Spielkritik

Von: Paddy
28. Juli 2026 um 08:00
Kavango

In unserem Reservat sorgen wir für optimale Bedingungen, damit sich die Tierarten sicher und wohl fühlen. Runde für Runde wählen wir bei Kavango neue Karten und engagieren uns an unterschiedlichen Stellen zum Wohle der Tiere. Kavango benötigt in erster Linie

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Berlin Brettspiel Con 2026 – Eine Brettspiel-Messe wird erwachsen

Berlin Brettspiel Con 2026 - Rückblick

Zugegebenermaßen, war es ja immer so, dass der Konsens herrschte: Mit der SPIEL in Essen fängt der neue Brettspiel-Jahres-Zyklus an. Dass dieser nicht in Stein gemeißelt ist, zeigt allein schon unsere Jahreszählung. Das fängt ja dummerweise am 1.1. eines jeden Jahres an, aber auch schon die Spiel-des-Jahres-Jury hat ihren eigenen hochheiligen Zyklus, beginnend mit dem 01.04. Und ihr seht schon, worauf ich hier hinaus möchte: Die Berlin Brettspiel Con ist für mich eigentlich der neue Startschuss in die Spielesaison. Punkt. Wer anderer Meinung ist, hat einfach Unrecht. 😏

Hier folgt mein (nicht ganz) unparteiischer Con-Bericht

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Four Planets – Spielkritik

Von: Paddy
27. Juli 2026 um 18:04
Four Planets

Im Weltall suchen wir nach Spezialisten, die unserem Heimatplaneten frischen Schwung verleihen. Bei Four Planets senden wir unsere Raumschiffe aus und suchen nach den besten Weltraumforschern. Das Kartensammelspiel ist für 2 Personen. Auf dem Tisch legen wir den Spielplan mit

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Die Hängenden Gärten

27. Juli 2026 um 11:22

Für 1-5 Personen ab 10 Jahre
Verlag: Piatnik
Autoren: Grégory Grard, Matthieu Verdier
Design: Miguel Coimbra

Galerie:

In der heutigen Folge von „1 Spiel 2 Meinungen“ schauen wir uns „Die Hängenden Gärten“ von Piatnik genauer an. Ein Familienspiel, das uns als echte Jahresüberraschung kalt erwischt hat!

Wir geben euch einen kurzen Überblick wie das Spiel funktioniert, warum es sowohl zu zweit als auch in der Vollbesetzung mit 5 Personen überzeugt und wieso unsere Mitspieler es noch am Spieltisch direkt selbst bestellt haben. Ist es der perfekte Absacker für eure nächste Brettspielrunde? Finden wir es heraus!

Viel Spaß beim Video! Eure Hausis, Tanja & Thorsten (und Familie Enterrich 🦆)

Unsere Videos bei Youtube:

27.04.2026 Unboxing-Video zum Spiel findet ihr auf YouTube: https://youtu.be/dyvd-hFwxHU

25.07.2026 Die Hängenden Gärten Brettspiel Review | 1 Spiel 2 Meinungen https://youtu.be/oHj1uh0nEd0

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@diehausis

Blancat

Nutgoo Lee
Korea Boardgames
2-4
8+ Jahre
20 Min.
Unsere Wertung:
Wenn sich alle gleichzeitig auf ihre Stoffstreifen stürzen und versuchen, das richtige Muster zu weben, entsteht sofort Spannung am Tisch. Und durchaus stressige Hektik, die man mögen muss. Blancat verbindet Mustererkennung und Fingerfertigkeit auf eine einfache Weise – kleine Flüchtigkeitsfehler sorgen immer wieder für überraschende und lustige Momente.

Darum geht’s beim Brettspiel Blancat

In Blancat haben wir unseren Katzen neue Decken genäht – doch die Samtpfoten wollen ihre alten Lieblingsdecken zurück. Also versuchen wir, die vertrauten Muster möglichst schnell nachzubauen, bevor das große Katzengejammer losgeht.

Jede Person erhält ein Tableau mit zwölf bunten Papierstreifen. In jeder Runde wird eine Zielkarte aufgedeckt, die ein bestimmtes Muster zeigt. Nun heißt es: falten, weben und vergleichen. Wer das Muster zuerst korrekt nachbildet, schnappt sich einen der begehrten Katzentoken. Wer zu langsam ist oder einen Fehler macht, kassiert eine Strafkarte. Drei Strafkarten bedeuten das Spielende.

Aufbau und Spielablauf

Sobald die Zielkarte aufgedeckt wird, herrscht am Tisch sofort hektische Betriebsamkeit. Alle arbeiten gleichzeitig an ihrem Tableau und versuchen, die bunten Streifen möglichst schnell in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Genau hier entfaltet Blancat seinen Reiz: Das Spiel kombiniert Mustererkennung mit Fingerfertigkeit und einer ordentlichen Portion Zeitdruck. Während die Hände über die Tableaus fliegen, wächst die Nervosität mit jeder Sekunde. Irgendwann ruft jemand „Blancat!“ und schnappt sich den ersten Katzentoken. Ab diesem Moment darf an seinem Tableau nichts mehr verändert werden.

Achtung: Denn wer zu früh zugreift und dabei einen kleinen Fehler übersehen hat, wird bestraft. Besonders gemein: In diesem Fall kann sogar die Person profitieren, die als Letzte keinen Token mehr ergattert hat. Dadurch bleibt bis zur Kontrolle aller Muster oft offen, wer die Runde tatsächlich erfolgreich beendet hat.

Aller Anfang ist Chaos: Wie lässt sich der Schnipselsalat schnell ordnen?
Geschafft? Nein, ein Detail auf der linken Seite ist noch nicht korrekt…

Oft dauern Runden kaum eine Minute

Die Regeln sind schnell erklärt. Im Grunde müssen die Stoffstreifen nur passend zur Vorlage nach innen gefaltet und miteinander verwoben werden. Nach wenigen Minuten kann bereits die erste Partie starten. Gleichzeitig bietet das Spiel genug Herausforderung in zwei Leveln, damit auch nach mehreren Runden keine Langeweile aufkommt. Die Zielkarten unterscheiden sich deutlich im Schwierigkeitsgrad, sodass manche Muster sofort erkennbar sind, während andere deutlich mehr Konzentration verlangen.

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Für zusätzliche Herausforderung sorgt die optionale Variante. Hier reicht es nicht mehr, das Muster lediglich korrekt darzustellen. Die Stoffstreifen müssen außerdem so miteinander verwoben werden, dass sie beim Umdrehen des Tableaus nicht auseinanderfallen. Dadurch wird aus der reinen Musteraufgabe noch stärker ein Geschicklichkeitsspiel, das Fingerspitzengefühl und räumliches Denken fordert. 

Besonders gut gefällt uns, wie unmittelbar Blancat (Korea Boardgames) funktioniert. Jede Runde dauert nur wenige Augenblicke, dennoch entstehen ständig kleine Erfolgserlebnisse, knappe Entscheidungen und amüsante Flüchtigkeitsfehler. Das sorgt für eine lockere Stimmung und viele Lacher am Tisch.

Fragen und Antworten

Wie lange dauert eine Partie Blancat?

Eine Partie dauert etwa 20 Minuten. Da alle gleichzeitig spielen und die Runden sehr kurz sind, kommt das Spiel schnell auf den Tisch und eignet sich gut als Absacker oder Familienspiel für zwischendurch. 

Ist Blancat auch für jüngere Spielende geeignet?

Ja. Das Spiel ist bereits ab acht Jahren empfohlen. Die Regeln sind schnell verstanden und die Aufgabe, Muster nachzubauen, funktioniert auch mit Kindern sehr gut. Schwieriger wird vor allem der Umgang mit dem Zeitdruck.

Was ändert sich in der Kabel-Variante?

In der Kabel-Variante müssen die Stoffstreifen nicht nur das richtige Muster bilden, sondern zusätzlich miteinander verwoben sein. Dreht man das fertige Tableau um, dürfen sich die Streifen nicht lösen. Dadurch steigt der Anspruch an Geschicklichkeit und Planung deutlich. 

Mein Fazit nach vielen Testrunden

Blancat ist ein schnelles Echtzeitspiel, das Mustererkennung, Geschicklichkeit und Zeitdruck gekonnt miteinander verbindet. Die Regeln sind leicht zugänglich, die Partien kurz und die Spannung beginnt mit jeder neu aufgedeckten Karte sofort von vorn.

Wer hektische Echtzeitspiele grundsätzlich nicht mag, wird mit dem permanenten Wettlauf vermutlich weniger Freude haben. Für Familien und Spielgruppen, die schnelle Reaktionsspiele und kleine Geschicklichkeitsaufgaben mögen, bietet Blancat dagegen kurzweilige Unterhaltung. Das schön gestaltete Spielmaterial wirft bei uns nur eine Frage auf: Wie viele Partien halten die recht dünnen Papierstreifen, bevor sie im Eifer des Gefechts beim Reinstecken oder Zurückziehen reißen werden?

Pro & Contra

Was mir gut gefällt:

  • Sehr schnell erklärt und sofort spielbar
  • Spannende Echtzeit-Hektik ohne lange Wartezeiten
  • Gelungene Mischung aus Mustererkennung und Geschicklichkeit
  • Kurze Spieldauer, ideal für Familien und zwischendurch

Was ich weniger mag:

  • Zeitdruck kann einzelne Spieler stressen
  • Wer Echtzeitspiele nicht mag, wird hier kaum überzeugt
  • Dünne Papierstreifen mit begrenzter Haltbarkeit?

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Dorfromantik – Leichtes Gepäck

Von: Krys
26. Juli 2026 um 17:46

Die erste Brettspielversion von Dorfromantik erschien 2022 und wurde direkt zum Spiel des Jahres gekürt. Danach folgten die Duell- und die Sakura-Variante. „Leichtes Gepäck“ macht Dorfromantik nun deutlich kompakter. Ob das Spielgefühl dabei erhalten bleibt, sehen wir uns hier genauer

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Jusayo

Woojin Yang
Korea Boardgames
3-5
8+ Jahre
15 Min.
Unsere Wertung:
Jusayo hat mich überrascht: Nach wenigen Zügen beginnt das eigentliche Spiel im Kopf. Wer aufmerksam beobachtet, Informationen kombiniert und den richtigen Zeitpunkt für eine Herausforderung erwischt, kann die Mitspielenden regelrecht vorführen. Für mich ist Jusayo ein cleveres kleines Kartenspiel, das deutlich mehr Spannung bietet, als man der kompakten Schachtel zunächst zutraut.

Darum geht’s beim Brettspiel Jusayo

Mit Jusayo bringt Autor Woojin Yang gemeinsam mit Korea Boardgames ein kleines Kartenspiel auf den Tisch: Drei bis fünf Personen versuchen, ihre Mitspielenden durch geschickte Anfragen und gewagte Herausforderungen aus der Runde zu werfen. Das Besondere: Eigene Karten auszuspielen ist meist eher ein Nachteil. Stattdessen möchten wir andere dazu bringen, ihre Karten offenzulegen und dabei wertvolle Informationen preiszugeben. Wer als Erste oder Erster zwei Runden übersteht, gewinnt die Partie.

Aufbau und Spielablauf

Im Mittelpunkt steht ein Farbrad, auf dem eine kleine Holzfigur die aktuell aktive Farbe anzeigt. Besonders originell: Das Unterteil der Spielschachtel wird während der Partie ständig weitergereicht und zeigt immer, wer gerade an der Reihe ist. Man hat die Wahl zwischen drei Aktionen: eine passende Karte ausspielen, von einer Person mit dem Ruf „Jusayo“ eine Karte verlangen oder jemanden mit „Bet you can’t“ herausfordern. Klingt simpel – entwickelt aber eine spannende Dynamik.

Tischnachbarin verlangt eine passende Handkarte von mir. Ich spiele pink, muss aber die Karte mit dem höchsten Wert in die Schachtel legen.

Mix aus Deduktion, Bluff und Risiko

Schon nach wenigen Zügen beginnen alle am Tisch, die gespielten Karten genau zu beobachten. Da stets die höchste Karte einer Farbe ausgespielt werden muss, liefern selbst kleine Aktionen wertvolle Hinweise. Wird beispielsweise eine blaue 5 gespielt, wissen alle sofort, dass sich keine höhere blaue Karte mehr auf dieser Hand befindet. Wer solche Informationen konsequent sammelt und kombiniert, kann die Möglichkeiten der Mitspielenden präzise eingrenzen.

Dadurch entsteht eine Mischung aus Deduktion, Bluff und Risikomanagement. Soll ich eine Karte anfordern, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin? Ist die Person gegenüber tatsächlich handlungsunfähig oder blufft sie nur geschickt? Gerade diese Momente sorgen immer wieder für Spannung und Diskussionen am Tisch.

Zusätzliche Würze bringen die Doppelfarbkarten ins Spiel. Sie zählen für zwei Farben gleichzeitig und verändern beim Ausspielen sofort die aktuelle Farbe. Pläne, die eben noch wasserdicht wirkten, können dadurch innerhalb weniger Sekunden zusammenbrechen. Das sorgt regelmäßig für überraschende Wendungen und einige schadenfrohe Kommentare in der Runde.

Besonders gelungen ist dabei, wie eng Informationen und Risiko miteinander verknüpft sind. Wer zu früh glaubt, die Situation durchschaut zu haben, fliegt schnell selbst aus der Runde. Gleichzeitig belohnt Jusayo aufmerksame Spielerinnen und Spieler, die sich merken können, welche Farben und Werte bereits sichtbar geworden sind.

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Fragen und Antworten

Wie lange dauert eine Partie Jusayo?

Eine Partie dauert meist etwa 15 Minuten. Durch die schnellen Runden und häufiges Ausscheiden entsteht kaum Leerlauf.

Für wen eignet sich das Kartenspiel?

Jusayo richtet sich an drei bis fünf Personen ab acht Jahren, die Freude an Deduktion, Bluffelementen und direkter Interaktion haben.

Was ist die Besonderheit des Spielmaterials?

Das Farbrad wird zu Beginn jeder Partie neu zusammengesetzt. Außerdem dient das Unterteil der Spielschachtel während des Spiels als Zugmarker und wird ständig weitergereicht.

Mein Fazit nach vielen Testrunden

Jusayo schafft es, Spannung in ein kleines Kartenspiel zu stecken. Hinter den einfachen Grundregeln verbirgt sich ein Deduktionsspiel, bei dem jede Information wertvoll ist und jede Entscheidung Konsequenzen hat. Besonders die Kombination aus Bluffen, Beobachten und gezielten Herausforderungen sorgt für eine hohe Interaktion am Tisch.

Die Spielereliminierung kann zwar dazu führen, dass einzelne Personen kurz auf die nächste Runde warten müssen. Dank der kompakten Spielzeit fällt dieser Nachteil jedoch kaum ins Gewicht. Wer Spaß daran hat, Mitspielende zu lesen, Risiken abzuwägen und gelegentlich einen mutigen Bluff zu wagen, findet hier ein cooles Kartenspiel für zwischendurch. Vorsicht beim Spiel mit Kindern: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir Erwachsenen deutlich schneller als die Jüngerem unsere spielentscheidenden Schlüsse ziehen konnten. Das kann für die Junioren durchaus frustrierend sein, schnell aus einer Runde zu fliegen.

Pro & Contra

Was mir gut gefällt:

  • Schnell erklärt und zügig gespielt
  • Clevere Verbindung aus Deduktion und Bluff
  • Jede Aktion liefert wertvolle Informationen

Was ich weniger mag:

  • Wer das Spiel nicht durchschaut, bleibt meist auf der Verliererstraße.
  • Starthände können den Einstieg in eine Runde beeinflussen

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).

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Tipp um Tipp – Brettspiel-Quiz (40)

Von: SandraP
26. Juli 2026 um 07:06

In unserem Format „Tipp um Tipp“ laden wir euch ein, mit uns zu quizzen. Wir beschreiben Euch einmal pro Woche in 15 bis 20 Hinweisen ein Brettspiel. Wie schnell bekommt Ihr es heraus? Am Ende gibt es direkt die Auflösung. 

Schreibt uns gerne, wie Euch das Quiz gefällt oder sagt einfach hallo. Ihr erreicht uns unter info@doppelbrett.com, auf Instagram (https://www.instagram.com/doppelbrett_com/) oder bei Mastodon (https://podcasts.social/@doppelbrett).

Wir freuen uns auch über eine Bewertung z.B. bei Apple Podcasts oder Spotify.

Musik

Intro/Outro: John Deley – Play Song
Quiz: VibeDepot – Slow Jazz

Reiss aus

26. Juli 2026 um 02:33

Reiss aus ist ein Partyspiel von Ralf zur Linde, präsentiert von Denkriesen, und könnte aus einer Zeit stammen, als Kindergeburtstage nur aus Kakao und Kuchen bestanden. Als noch zuhause gefeiert…

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Rebirth

In Rebirth wetteifert ihr als Clanoberhäupter um Einfluss in einem neu aufgebauten Schottland oder Irland. Wir haben das Kennerspiel des Jahres 2026 unter die Lupe genommen.

Rebirth von Reiner Knizia

Nach einer globalen Katastrophe liegt Schottland in Trümmern. Doch die Clans der Highlands haben ein Ziel: das Land im Einklang mit der Natur neu aufzubauen. In „Rebirth“ von Reiner Knizia übernehmen wir die Rolle dieser Clanoberhäupter und versuchen, mit taktischem Geschick Einfluss zu gewinnen. Auf einem farbenfrohen Spielplan platzieren wir Landschaftsplättchen, errichten Farmen, siedeln in Dörfern und wetteifern um die Kontrolle über Burgen und Kathedralen. Und das alles fühlt sich gleichzeitig entspannt und belohnend an.

Denn in Rebirth vergeht ein Zug wie im Flug. Ein Plättchen aus der Hand nehmen, überlegen, wo es am besten passt, platzieren und punkten. Klingt einfach, doch wer clever kombiniert, lässt punkteträchtige Kettenreaktionen entstehen: Vier zusammenhängende Nahrungsfarmen bringen nicht nur vier Punkte, sondern sichern vielleicht auch die Mehrheit an einer Burg. Liegt daneben eine Kathedrale, winkt zusätzlich eine Missionskarte, die weitere Punkte verspricht.

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Variable Wertungen und Missionsziele

Im Laufe der Partie reiht sich Punkt an Punkt. Sofortpunkte für Ketten, Zwischenwertungen für Mehrheiten, Missionsziele für das Spielende. Wer zur Halbzeit zurückliegt, muss sich nicht sorgen: Der Spielplanrand zeigt oft plötzlich aufholende Spieler, denn fünf, acht oder gar dreizehn Punkte mit einem Plättchen sind keine Seltenheit. Besonders die Missionskarten entfalten zum Schluss ihr volles Potenzial. Wer viele Kathedralen errichtet hat, kann mit verdeckten oder offenen Missionszielen punkten. Auch jede Burg in der eigenen Farbe bringt nochmal fünf Punkte.

Doch Rebirth ist mehr als nur ein Punktesalat. Im Spiel enthalten sind zwei Varianten: Schottland für Einsteiger und Irland für Fortgeschrittene. Auf der schottischen Seite platzieren die Spieler reihum ihre Plättchen, bauen Energiestrukturen und Lebensmittelfarmen, sichern sich Hafenpunkte und versuchen, Einflusszonen um Burgen herum zu dominieren. Kathedralen, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind, liefern die begehrten Missionskarten. Diese bleiben geheim und führen zu langfristigen Strategien wie „Besitze die meisten Burgen“ oder „Erobere besonders viele mittlere Siedlungen“.

Zwei Karten: Schottland und Irland

Wer die Rückseite des Spielplans wählt, erkundet Irland und trifft auf neue taktische Elemente. Zwar bleibt das Grundprinzip gleich, doch die Missionskarten liegen nun fast ausschließlich offen aus. Acht davon werden zu Spielbeginn aufgedeckt, und wer eine passende Bedingung erfüllt, kann durch das Einsetzen einer Kathedrale Punkte kassieren. Hinzu kommen die runden Türme: vierzehn an der Zahl, verteilt über die Karte, die Boni wie Doppelzüge, Punkteexplosionen oder Zusatzkarten gewähren. Die Partie verläuft dadurch etwas weniger gemächlich als in Schottland. Der Blick schweift öfter über den Plan, um keine Gelegenheit zu verpassen. Dafür bietet Irland aber auch mehr Tiefgang und Anreiz für erfahrene Taktikerinnen.

Ob Schottland oder Irland: Rebirth gelingt das Kunststück, entspannte Spielzüge mit motivierendem Fortschritt zu verknüpfen. Jedes Plättchen zählt, jede Entscheidung fühlt sich bedeutend an. Die Aufmachung ist dabei ein Fest fürs Auge: Spielplan, Schachtelillustration, Spielsteine – alles ist mit keltischer Symbolik und viel Liebe zum Detail gestaltet.

Wir haben für diesen Test die englischsprachige Version gespielt. Auf Deutsch erschien Rebirth im vierten Quartal 2025 bei Frosted Games.

Token-Upgrade von TPRINTR:

Inzwischen haben wir uns das 3D-Token-Set und die Punktemarker-Türme von TPRINTR gegönnt. 148 gedruckte Plättchen plus 4 stapelbare Türme sind enthalten, alles sauber verarbeitet und in den passenden Farben des Spiels. So macht uns Rebirth gleich noch mehr Spaß!


Rebirth – Fazit unserer Rezension

Title

Rebirth ist ein elegantes Legespiel mit hoher Zugänglichkeit, motivierender Punktejagd und zwei Spielvarianten, die sowohl Familien als auch erfahrene Tüftler ansprechen.

Autoren: Reiner Knizia | Mighty Boards | 2024 | 2-4 Personen | ab 8 Jahren | bis 60 Minuten

Pro

  • Flüssige, angenehm schnelle Spielzüge
  • Konstantes Belohnungsgefühl durch häufige Punktegewinne
  • Zwei Spielvarianten mit unterschiedlichem Anspruch (Schottland & Irland)
  • Sehr guter Zugang auch für Familien und Gelegenheitsspieler

Contra

Hinweis: Wertungen vergeben wir im Bereich 0 bis 4 Sternen. Spiele mit 0-1,5 Sternen sind sind schlecht, mit 2 bis 2,5 Sternen durchschnittlich. Ab 3 Sternen beginnen die empfehlenswerten Spiele. Nur außergewöhnliche Titel erhalten 4 Sterne („Four-Star Game“).


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Das Königreich erblüht

24. Juli 2026 um 12:29

Bloom Kingdom von Deep Print Games bei Pegasus Spiele erschienen

Friedberg, 24.07.2026: Beim Kartenspiel Bloom Kingdom von Deep Print Games, das exklusiv im Vertrieb von Pegasus Spiele erhältlich ist, legen die Spielenden über drei Durchgänge hinweg Karten in eine gemeinsame Auslage. Ein gutes Gespür für Timing ist gefragt, wenn die Entscheidung ansteht, ob ein Charakter noch weiter verstärkt oder lieber doch gewertet werden soll.

Zehn verschiedene Charakter-Karten – vom Hofnarren über den Drachen bis zur Königin – sind im Stapel von Bloom Kingdom je zehnmal enthalten. Nachdem die zwei bis fünf Mitspielenden ihre Handkarten erhalten haben, spielen sie solange Karten in die gemeinsame Auslage, bis jede Person nur noch zwei Karten auf der Hand hat. Dann steht die erste von insgesamt drei Wertungen an: Umso mehr Karten eines Charakters ausliegen, desto wertvoller wird er – aber nur die beiden verbliebenen Handkarten bestimmen darüber, welche Wertungen diesmal ausgelöst werden und potenziell Punkte einbringen. Alle zehn Charaktere haben dabei unterschiedliche Wertungsbedingungen, die auch mit anderen Charakteren zusammenhängen.

Darüber hinaus können Soforteffekte beim Ausspielen die Auslage immer wieder maßgeblich beeinflussen, wenn beispielsweise Karten aus dem Spiel entfernt werden dürfen. Der Spielverlauf bleibt somit unvorhersehbar und eröffnet gleichzeitig clevere Kombinationsmöglichkeiten. Für den nächsten Durchgang wird die Auslage dann stets beibehalten, die Spielenden ziehen neue Handkarten nach und können nun auf den ausliegenden Karten aufbauen oder die Verteilung der Charaktere verändern – je nachdem, welche Strategie gerade lukrativer erscheint. Wer sich nach drei Durchgängen die meisten Siegpunkte bei den Wertungen erspielt hat, gewinnt dieses Familienspiel nach rund zwanzig Minuten.

Bloom Kingdom wurde von den Autoren Christian Kudahl und Thomas Weber entwickelt. Die märchenhaften Illustrationen, in welchen sich auch die namensgebenden Blüten wiederfinden, entstammen den Händen von Axel Kuckuk alias Cuculum. Das Kartenspiel Bloom Kingdom ist ab acht Jahren empfohlen und zu einer UVP von 9,99 € bei Pegasus Spiele erhältlich.

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Disco Disco Taco

24. Juli 2026 um 02:33

Disco Disco Taco ist ein schnelles Kartenspiel für 2–10 Spieler von Dave Campbell (Blue Orange/Asmodee). Das Spiel ist ein Ableger aus der Reihe Taco Katze Ziege Käse Pizza. Spielidee von…

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Neue Ufer – Spielkritik

Von: Paddy
22. Juli 2026 um 10:36
Neue Ufer

Mit jeder neuen Karte entdecken wir bei Neue Ufer neue Landschaftsteile auf den Inseln. Auf verschlungenen Wegen sammeln wir passende Objekte ein, um an Punkte zu kommen. Ein Flip & Write-Spiel, bei dem man jederzeit eine kleine Auswahl besitzt. Thematisch

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Mistborn: Das Deckbauspiel – Im Rausch der Metalle (Rezension)

22. Juli 2026 um 09:00

Mb - BannerDie phantastischen Welten von Bestseller-Autor Brandon Sanderson haben es bereits in Call to Adventure: The Stormlight Archive oder Mistborn House War auf den Brettspieltisch geschafft. Mit Mistborn: Das Deckbauspiel reiht sich nun ein weiteres strategisches Kartenspiel in die Liste ein, das in den USA bereits Erfolge feierte.

Dieser Beitrag wurde von Michelle Saarberg geschrieben

Auch dieses Jahr: Berlin Brettspiel Con

21. Juli 2026 um 19:29
Ab wann wird eine Veranstaltung eigentlich zu einer Institution? Diese Frage schwirrte mir im Kopf als ich am Freitag in Richtung der Berlin Brettspiel Con unterwegs war. Ist es eine Frage der Ausdauer? Wenn man einfach oft genug stattgefunden hat, gehört man zum festen Veranstaltungsteppich der Szene? Oder geht es darum, dass man eine bestimmte […]
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